Schlagwort-Archive: Neal Adams

Bilder vom Comic Café vom 28.10.2018

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 28. Oktober 2018 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 28.10.2018

Zu Gast war:

Tracht Man-Zeichner CHRIS KLOIBER!

Chris Kloiber lebt und arbeitet in Bamberg. Er ist der Chef und der umtriebigste Zeichner und Autor bei Plem Plem Productions.

Bilder vom Comic Café vom 28.10.2018

Er hat so unterschiedliche Titel geschaffen wie The Changer, Dopey & Horst, Sanchez, Into the Mirror, Shark Farmer. Die Hälfte davon nicht nur als Autor, sondern auch als Zeichner, Kolorist und Letterer.

Trachtman

Der größte Erfolg von Chris ist TRACHT MAN, der bayerische Superheld. Dieser trägt natürlich eine Lederhose, hat eine Knödel-Kanone und lebt in einem Luftschiff namens Oktoberfestung. Tracht Man kämpft u. a. gegen den riesengroßen Saupreiss, der eine Pickelhaupe auf dem Kopf hat, und tritt auch an, um das Oktoberfest zu retten.

COMIC CAFÉ

Chris Kloiber gelang es prominente Comic-Künstler dazu zu bewegen alternative Titelbilder für seine Tracht-Man-Hefte zu zeichnen. Eine echte Augenweide sind die Variant-Cover von  Romano Molenaar (Storm, X-Men) und von Batman-Legende Neal Adams (Superman vs. Muhammad Ali).

Trachtman

Aktuell arbeitet Chris Kloiber an der Gratis Comic Tag Ausgabe und der fünften Nummer von Tracht Man! Im Comic Café unterhielten wir uns mit ihm über seine bisherigen und künftigen Projekte.

Comic Cafe

Mittlerweile gibt es sogar bereits eine Action-Figur von Tracht Man!

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht.

Bilder vom Comic Café vom 28.10.2018

Regelmäßig und kontrovers diskutiere ich in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren Rainer Schneider (Comicaze), Igor Barkan (Zombiac) und Michael Khambekar zu Gast.

Diese Comics standen zur Debatte:

Mit LEICHTE BEUTE (Carlsen) gelang Miguelanxo Prado (Ardalén, Der tägliche Wahn) ein an tatsächlichen Ereignissen orientierter Krimi über gierige Banken.

Miguelanxo Prado: Leichte Beute

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 28.10.2018

Anlässlich des 15. Geburtstag von Robert Kirkmans THE WALKING DEAD (Cross Cult) besprechen wir den von Tony Moore gezeichneten Auftakt der Endlos-Zombie-Serie.

The Walking Dead

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 28.10.2018

Trickfilmklassiker – SPEEDY GONZALES!

 

Bilder vom Comic Café vom 28.10.2018

Matthias Schäfer hat diesmal zwei besonders lustige Trickfilm-Klassiker mit SPEEDY GONZALEZ vorgestellt und die Geschichte hinter der „schnellsten Maus von Mexiko“ erzählen.

COPYRIGHT: Warner Bros

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Bilder vom Comic Café vom 22.07.2018

Die nächste Termine ist der 18. November 2018

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Superman Anthologie

Lange hat es gedauert. Nach den voluminösen Büchern über Batman, Joker, Harley Quinn, Flash, Wonder Woman und Justice League folgt ein Sammelband über den ersten und wichtigsten Helden des DC-Universums. Rechtzeitig zum 80. Geburtstag von Superman werden auf 388 Seiten 19 Comics aus 9 Jahrzehnten präsentiert.

Superman Anthologie

Da aus dem Vollen geschöpft werden konnte, ist die Auswahl sehr abwechslungsreich. Den Auftakt bildet natürlich die erste Superman-Geschichte, die 1938 in Action Comics # 1 erschienen ist. Bemerkenswerterweise konzipierten Autor Jerry Siegel und vom Zeichner Joe Shuster ihren Mann aus Stahl für eine Veröffentlichung als Zeitungsstrip (daher das starre Layout), doch durch den Erfolg von Superman wurden Comic-Hefte zu einem ganz großen Geschäft.

Superman Anthologie

Interessant ist auch, die in dieser Anthologie abgedruckte Fortsetzung der ersten Superman-Geschichte aus Action Comics # 2. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs löste Superman hier einen drohenden kriegerischen Konflikt in Europa, indem er sich die Kommandanten zweier gegnerischen Armeen schnappte und sie aufforderte im fairen Zweikampf anzutreten. Als sie den Stählernen fragten, warum sie denn gegeneinander kämpfen sollten, obwohl sie doch nichts gegeneinander haben, sorgte Superman für Frieden indem er sagte: “Meine Herren, dieser Krieg hat nur dem Verkauf von Waffen gedient… Wieso reichen Sie sich nicht einfach die Hände?“

Superman Anthologie

So einfach war es in der Realität natürlich nicht, doch auch in der in diesem Buch enthaltenen zweiseitigen (neu kolorieren) Geschichte aus dem Look Magazine hatte Superman eine simple Lösung für den mittlerweile tatsächlich ausgebrochenen Krieg in Europa. 1940 brachte ihn gewaltige Sprünge (fliegen lernte er erst ein Jahr später in den Zeichentrickfilmen aus dem Hause Fleischer) nach Deutschland und Russland. Dort schnappte er sich sowohl Hitler wie auch Stalin und diese wurden vom Völkerbund bestraft.

Superman Anthologie

Weiter geht es mit einer Story von 1948, in der Bill Finger, der Autor der ersten Batman-Comics, Superman eine neue Herkunftsgeschichte andichtete. Zu diesem Zeitpunkt waren Siegel und Shuster nicht mehr an Bord, denn DC hatte ihnen 1939 für 135 Dollar alle Rechte an ihrer Schöpfung abgekauft. Erst als Ende der 70er Jahre ein aufwändiger Kinofilm anstand, gewährte DC – nach Protesten von Comic-Schaffenden wie Neal Adams – den beiden Vätern von Superman eine bescheidene Rente in Höhe von 20.000 Dollar im Jahr. Diese tragische Geschichte haben Julian Voloj und Thomas Campi zu ihrem höchst empfehlenswerten Comic Joe Shuster – Vater der Superhelden (Carlsen) inspiriert.

Superman Anthologie

Paninis Superman Anthologie dokumentiert Supermans nicht immer gradlinigen Weg durch die Jahrzehnte. So reagierte er kurzzeitig nicht mehr allergisch auf Kryptonit, was trotz eines ikonischen Covers von Neal Adams nicht von Dauer blieb.

Superman Anthologie

Neben Arbeiten von Frank Miller, Grant Morrison und einer Hymne von Ray Bradbury ist auch die Geschichte What’s So Funny About Truth, Justice & the American Way?  von Joe Kelly (I kill Giants) enthalten, aus der der Animationsfilm Superman vs. The Elite wurde.

Superman Anthologie

Mit der sehr speziellen Freundschaft zwischen Batman und Superman beschäftigt sich eine Story von Chipp Kidd, die Alex Ross (Marvels, Kingdom Come, von ihm stammt auch das Cover dieser Anthologie)  virtuos zu Papier brachte, sowie ein Auszug aus jenem Relaunch, mit dem John Byrne der etwas müde gewordenen “Man of Steel“ 1986 neues Leben einhauchte.

Superman Anthologie

Äußerst bemerkenswert ist auch ein Comic von 2011, in dem Hollywood-Größe David S. Goyer den „Arabischen Frühling“ thematisierte. Er lässt Superman nach Teheran fliegen und an einer Demonstration auf dem Azadi-Platz teilnehmen. Dort beschloss er seine amerikanische Staatsbürgerschaft aufzugeben und künftig als Weltbürger zu agieren. Diese Entwicklung war jedoch genauso temporär, wie Supermans Verzicht auf seine Über-Unterhose im Rahmen des DC-Neustarts von 2011.  Der erste und größte Superheld wird sich auch weiterhin den Zeitströmungen anpassen, dabei aber auch immer er selbst bleiben.

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Tracht Man

So langsam scheinen sich Superhelden-Comics made in Germany zu etablieren. Von Jörg Buttgereits Captain Berlin liegen bereits 7 Hefte und der erste Supersammelband vor. Mit LDH: Liga Deutscher Superhelden startete eine Serie, die im selben Universum wie die Austrian Superheroes angesiedelt ist.

Tracht Man

In die selbe Kerbe haut Tracht Man und macht dies vielleicht ein wenig gröber als die Mitbewerber. Das ist zum Teil sicher auch Absicht, denn mit Bayern wird allgemein und nicht völlig grundlos auch eine gewisse Derbheit verbunden. Daher trägt Tracht Man eine Lederhose, hat eine Knödel-Kanone und lebt in einem Luftschiff namens Oktoberfestung.

Tracht Man

Auch die Zeichnungen von Chris Kloiber wirken etwas grob und können nicht beim ausgereiften Artwork von Martin Frei bei LDH mithalten. Politische Anspielungen, die CSU-mäßig auf dem Weg liegen und den Reiz bei Captain Berlin ausmachen, verkneift sich die Serie (bisher?).

Trachtman

Im ersten Heft kämpft Tracht Man gegen den riesengroßen Saupreiss, der eine Pickelhaupe trägt. In Band 2 hingegen gilt es das Oktoberfest zu retten.

Tracht Man

Auf ihre primitive Art machen die ersten beiden Comichefte von Plem Plem Productions (der Name ist Programm) durchaus Spaß. Für den Sammler wird dank diverser Variant-Cover auch einiges geboten.

Trachtman
Neal Adams Variant Cover

Christopher Kloiber gelang es prominente Comic-Künstler dazu zu bewegen alternative Titelbilder zu zeichnen. Eine echte Augenweide sind die Cover von  Romano Molenaar (Storm, X-Men) und von Batman-Legende Neal Adams (Superman vs. Muhammad Ali).

Tracht Man

Aktuell arbeitet Chris an einer Gratis Comic Tag Ausgabe und der fünften Nummer von Tracht Man, zu dem es sogar bereits eine Action-Figur gibt!

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Neal Adams: Batman Odyssee

Es gibt für alles ein erstes Mal: Bruce nennt Alfred einen “Arsch“ und ein von Selbstzweifel geplagter junger Mann fragt sich selbst: “Kacke. Was zur Hölle mache ich? Alles läuft schief!“. Batman in Feinrippunterwäsche(!) in seiner Bat-Höhle fluchend und trotzig wie ein kleines Kind! Manche Dialoge scheußlich einfach. Nach einem heftigen Schusswechsel scheint Batman hart getroffen. Talia: “Er ist aus Fleisch und Blut… und nicht gepanzert.“ Batman: “Eigentlich.“ Talia: “Klappe! Seid Ihr denn alle verrückt?!!?“ Batman: “Talia! Ist das etwa ein Kleid von Gershon?“ Talia: “Gershon. Ja. Ist es. Erstaunlich, dass Dir das auffällt….es kostete nur… Moment mal. Du Sack!“ So einfach bringt man eine aufgebrachte Frau zum Schweigen! Manche Dialoge sind nicht zu dechiffrieren.

Neal Adams: Batman Odyssee

Das ist eindeutig nicht das, was ich erhofft und erwartet habe: Nach vielen, vielen Jahren kommt ein neues Werk von Neal Adams mit dem Dunklen Ritter! Seit 1976 ist dies die erste Arbeit von Neal Adams mit Batman. In den 35 Jahren hat er nichts von seinem zeichnerischen Können eingebüßt. Die Zeichnungen und die Perspektiven sind beeindruckend und dynamisch. Alles ist in ständiger Bewegung. Wunderschön ebenfalls ist auch ein Widersehen mit all den bekannten Persönlichkeiten, denen Adams neues Leben eingehaucht hatte und von ihm maßgebend geprägt wurden: Deadman, Ra’s al Ghul, Talia, Aquaman, Man-Bat.

Neal Adams: Batman Odyssee

Aber eins darf man nicht vergessen: Ohne Neal Adams würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Batman längst in Vergessenheit damals geraten sein und kein Kind würde den Dunklen Meisterdetektiven heute kennen; es gäbe keine Nolan-Dark-Knight-Trilogie, kein Lego-Batman, keine Cornflakes-Packung auf der der Ritter im Umhang prangen würde. Diesen Verdienst von Adams kann nicht genug gewürdigt werden!

Neal Adams: Batman Odyssee

Neal Adams wurde am 6. Juni.1941 in New York geboren. Sein erstes professionelles Comic-Book veröffentlicht er in STRANGE ADVENTURES – seine Arbeiten zu Deadman sind der Beginn einer beispiellosen Karriere.

Neal Adams: Batman Odyssee

Batmans Bild in der Öffentlichkeit war damals hauptsächlich durch die TV-Serie mit Adam West geprägt – die erste Folge wurde Januar 1966 ausgestrahlt – in diesem Monat erschien BATMAN #177. Die letzte Folge – die 120. immerhin – lief im März 1968 über den Äther. Im selben Monat erschien BATMAN #200 – das Cover von keinem geringeren als Neal Adams. Die Zeit war reif für ein neues Erscheinungsbild des Dunklen Mitternachtsdetektivs. Er definierte das Image von Batman neu für eine neue Generation von Fans.

Neal Adams: Batman Odyssee

Als die Pop-Art Fernsehserie BATMAN anfing in Vergessenheit zu geraten, nahmen die Magazine des Caped Crusaders ein neues Aussehen an. Batman verschmolz wieder mit den Schatten der Nacht und dementsprechend spielten die meisten Szenen nachts… eine angemessene Umgebung für einen dunklen Rächer.

Neal Adams: Batman Odyssee

Es begann alles damit, dass Neal Adams Zeichner bei WORLD‘S FINEST wurde. Neals Stil zeigte den Fans verschiedene Typen von Batman. Später zeichnete er Bob Haneys Batman Stories in BRAVE & BOLD, und zu diesem Zeitpunkt wurde die Person Batman mutiger, dunkler und bedrohlicher … und fast jede Szene fand nachts statt. Julius Schwartz konnte es am Anfang gar nicht glauben, dass Adams‘ Batman so sehr von den Fans geliebt wurde. “Wieso bekomme ich Leserebriefe, die sagen, dass der einzig wahre Batman der aus BRAVE & BOLD ist?“ Er fragt Adams wieso er glaube, dass er den richtigen Batman zeichne? Und der verblüffte Redakteur bekam zur Antwort: “Jedes Kind in Amerika weiß, wie Batman auszusehen hat – nur scheinbar nicht die Verantwortlichen von DC.“

Neal Adams: Batman Odyssee

Schon einmal ist der Name Neal Adams untrennbar mit einem Meilenstein der Comicgeschichte verbunden: “Hard-Traveling Heroes“. Hier werden Green Arrow und Green Lantern auf ihrer Reise durch die USA mit den damals aktuellen Themen der Gesellschaft konfrontiert: Rassismus, Drogen, Umweltverschmutzung. Damals geschrieben von Denny O’Neil. Jetzt bei der Odyssey von Bruce Wayne – geschrieben von Adams selbst – dreht sich alles um Bruce Wayne selbst. Das ist traurig und dünn. Die Idee Batman als Erfahrung machenden und daraus lernenden Menschen darzustellen hat durchaus ihren Reiz – er ist ja nicht seit Geburt der perfekte Kämpfer. Seine persönliche Odyssey darzustellen, was er ist und wie er es wurde hat zweifelsohne großen Charme – aber Adams gelingt es (bis jetzt?) eindeutig nicht! Noch muss das Geheimnis um den großen Unbekannten, dem Bruce sein Leben erzählt, gelüftet werden. Leider werde ich nie erfahren, wie der Comic auf mich gewirkt hätte, wenn ich ihn als Kind zum ersten Mal gelesen hätte…

Neal Adams: Batman Odyssee

Aber noch gebe ich nicht auf…. dem zweiten Teil von Batmans Odyssey werde ich eine Chance geben. Ich werde auf jeden Fall dabei sein, wenn das Ende erreicht sein wird: Ich möchte sehen, wo und wie es endet. Wird Adams die Kurve kriegen und einen sinnvollen Plot abgeliefert haben? Im Moment weiß wohl keiner (hoffentlich Adams selbst?) wohin die Odyssey geht.

Norbert Elbers


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Batman Collection: Neal Adams # 1

Neal Adams ist am 6. Juni 1941 in New York geboren. Sein erstes professionelles Comic-Book veröffentlicht er in „STRANGE ADVENTURES“ – seine Arbeiten zu Deadman sind der Beginn einer beispiellosen Karriere. Sein Strich war Inspiration für viele andere berühmte Künstler, wie z. B. Frank Miller und Bill Sienciewicz. Neal Adams war es auch, der dem jungen Frank Miller verschiedene Jobs bei der Serie “Twilight Zone“ verschaffte. Immer wieder besuchte Frank Miller seinen Mentor Neal Adams in seinem Studio und lässt sich seine Arbeiten von ihm kritisieren und holt sich bei ihm Anregungen.

Batman Collection: Neal Adams # 1

Nachdem im Januar 1966 die TV-Serie mit Adam West startete, war Batmans Bild in der Öffentlichkeit hauptsächlich durch diese ziemlich alberne Auslegung der Figur geprägt –– in diesem Monat erschien „Batman #177“. Die letzte TV-Folge – die 120.te immerhin – lief im März 1968 über den Äther. Im selben Monat erschien „Batman #200“ – das Cover von keinem geringeren als Neal Adams. Die Zeit war reif für ein neues Erscheinungsbild des Dunklen Mitternachtsdetektivs. Da kam Neal Adams gerade zur rechten Zeit im rechten Augenblick: Ein Zufall, von dem er selbst sagt, dass jeder andere mit ähnlichen Talenten ebenfalls das Comicgeschäft revolutioniert hätte. Aber Adams ist wohl der bekannteste und derjenige, der am meisten bewirkt hatte: Er definierte das Image von Batman neu für eine neue Generation von Fans.

Batman Collection: Neal Adams # 1

Als die Pop-Art Fernsehserie anfing in Vergessenheit zu geraten, nahmen die Comic-Books mit dem Caped Crusader ein neues Aussehen an. Tante Harriet aus der Fernsehserie verschwand. Alfred kam in einer der bizarrsten Stories zurück, bizarr selbst für ein Comicbuch. Dick Grayson wurde ins College geschickt, und Solo-Abenteuer von Robin erschienen im Dezember 1969 („Batman #217“). Batman verschmolz wieder mit den Schatten der Nacht und dementsprechend spielten die meisten Szenen nachts… eine angemessene Umgebung für einen dunklen Rächer. Diese Veränderungen stammen hauptsächlich von den neuen kreativen Talenten, die zu DC kamen. Denn 1968 gingen viele der älteren Comickünstler in Rente, kündigten oder widmeten sich anderen Projekten. Dies öffnete die Türen für neue Schreiber wie Denny O’Neil und Frank Robbins. Neue Zeichner kamen zum Batman-Team: Bob Brown, Irv Novick, Dick Giordano, Jim Aparo und am wichtigsten der „Newcomer“ Neal Adams.

Batman Collection: Neal Adams # 1

Es begann alles damit, dass Neal Adams Zeichner bei „WORLD‘S FINEST“ wurde. Neals Stil zeigte den Fans verschiedene Typen von Batman. Später zeichnete er Bob Haneys Batman-Stories in „BRAVE & BOLD“, und zu diesem Zeitpunkt wurde die Person Batman mutiger, dunkler und bedrohlicher … und fast jede Szene fand nachts statt. Julius Schwartz konnte es am Anfang gar nicht glauben, dass Adams‘ Batman so sehr von den Fans geliebt wurde. “Wieso bekomme ich Leserebriefe, die sagen, dass der einzig wahre Batman der aus BRAVE & BOLD ist?“ Er fragt Adams wieso er glaube, dass er den richtigen Batman zeichne? Und der verblüffte Redakteur bekam zur Antwort: “Jedes Kind in Amerika weiß, wie Batman auszusehen hat – nur scheinbar nicht die Verantwortlichen von DC.“

Batman Collection: Neal Adams # 1

So ist es nicht verwunderlich, dass sein Batman im kollektiven Bewusstsein ganzer Generationen haften geblieben ist. Nicht nur wer batman-mäßig mit den Ehapa-Superbänden sozialisiert wurde, sondern auch für Neulinge ist dieser Batman von Neal Adams eine Offenbarung.

Batman Collection: Neal Adams # 1

Nachdem 2003 ein hochpreisiger übergroßer schwarzweißer Hardcover-Band mit ausgewählten Adams-Geschichten erschien, folgt jetzt bei Panini die vierbändige “Batman-Collection: Neal Adams“ Die neue Colorierung sowie die neuen und mustergültigen Übersetzungen sind ein Gewinn. Im ersten Band gibt es ein Wiedersehen nicht nur mit Batman, sondern auch mit zahlreichen anderen Helden aus dem DC-Universum – Superman, Supergirl, Batgirl, Flash, den Teen Titans, Aquaman und dem Creeper, der damals bei Ehapa so untrefflich als „Tarzino“ eingedeutscht worden war. Und über ein gemeinsames Abenteuer mit Deadman – dem Charakter, der ebenso wie Batman unzertrennlich mit dem Namen Neal Adams verbunden ist – darf man sich ebenso freuen. Gemeinsam mit Sergeant Rock bringt Batman einen alten Nazi-Verbrecher in der letzten Episode zur Strecke. Man sieht: Eine bunte Mischung, die für jeden etwas bereit hält.

Norbert Elbers


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Batman Collection: Neal Adams # 4

Die ultimative Zusammenschau der Werke des Ausnahmekünstlers Neal Adams zum Thema Batman geht in die vierte (und leider letzte) Runde. Die hier versammelten Geschichten aus den Jahren 1972 – 1976 sind sicherlich der Höhepunkt (und leider bisherige Abschluss) seiner Arbeiten mit dem Comic-Charakter Batman. Wieder einmal mehr beweisen Autor Denny O’Neil und Künstler Neal Adams, dass sie die ideale Kombination für den Dunklen Mitternachtsdetektiven sind.

Batman Collection: Neal Adams # 4

Erwähnenswert ist, dass in dem Band zwei Geschichten erstmalig veröffentlicht werden, die sicherlich hier in Deutschland völlig unbekannt sind. Die Geschichten aus POWER RECORDS wurden seinerzeit zusammen mit einer Single veröffentlicht (siehe Bild).

Batman Collection: Neal Adams # 4

Wer nun denkt, dass er ja schon fünf der sieben Geschichten kennt, dem sei gesagt, dass die neue Kolorierung den Lesegenuss sehr steigert – dass die Übersetzungen gegenüber den alten Ehapa-Veröffentlichungen besser sind, versteht sich von selbst. Obwohl alle Geschichten nun schon einige Jahre auf dem Buckel haben, haben sie nichts von ihrer Kraft und Ästhetik verloren. Besonders wird dies deutlich in der Geschichte um den Zehnkämpfer Anthony Lupus, der an rasenden Kopfschmerzen leidet und bei der Suche nach Linderung in die Hände von Professor Milo gelangt. Dieser erkennt die wahren Gründe seiner Schmerzen und verabreicht ihm ein Mittel, die die ganze Situation nur noch schlimmer macht: Lupus verwandelt sich in einen Werwolf.

Batman Collection: Neal Adams # 4

Abgerundet wird dieser Band neben den beiden sehr lesenswerten Einleitungen von Denny O’Neil, bzw. Neal Adams selbst noch durch die vielen Coverabbildungen. Die Vorworte geben einen guten Einblick in die damalige (Comic-)Zeit, ihre Zusammenarbeit, und besonders erhellend sind die Erzählungen von Adams zu seiner Herkunft, seiner Jugend und seinem Werdegang.

Norbert Elbers


Inhalt von Band 4:

BATMAN #243 – August 1972 – “The Lazarus Pit!“ – dt.: “Die Lazarus-Grube!“
Autor: Denny O‘Neil – Zeichnungen: Neal Adams – Tusche: Dick Giordano
dt. Veröffentlichungen:
Batman Superband 10.3 ehapa (1979)
Batman Klassik Nr. 3.2 Hethke (1990)
Batman: Neal Adams Collection HC, DC/Deutschland, Panini, 2003
Klassiker der Comic-Literatur: Batman Band 7.6 Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH/Panini Comics (2005)
erstes Auftreten Lazarus Grube

BATMAN #244 – September 1972 – “The Demon Lives Again!“ – dt.: “Der Dämon lebt!“
Autor: Denny O‘Neil – Zeichnungen: Neal Adams – Tusche: Dick Giordano
dt. Veröffentlichungen:
Batman Superband 10.4 ehapa (1979)
Batman Klassik Nr. 4.1 Hethke (1990)
Batman: Neal Adams Collection HC, DC/Deutschland, Panini, 2003
Klassiker der Comic-Literatur: Batman Band 7.7 Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH/Panini Comics (2005)

BATMAN #245 – Oktober 1972 – “The Bruce Wayne Murder Case!“ – dt.: “Der Mordfall Bruce Wayne“
Autor: Denny O‘Neil – Zeichnungen: Neal Adams – Tusche: Dick Giordano
dt. Veröffentlichungen:
Superman/Batman 2/1973.1 ehapa
Batman Klassik Nr. 4.2 Hethke (1990)

BATMAN #251 – September 1973 – “The Joker’s Five-Way Revenge!“ – dt.: “Jokers fünffache Rache!“
Autor: Denny O‘Neil – Zeichnungen: Neal Adams – Tusche: Dick Giordano
dt. Veröffentlichungen:
Superman/Batman 23/1974.1 ehapa
Batman Superband 17.4 ehapa (1983)
Batman: Neal Adams Collection HC, DC/Deutschland, Panini, 2003

BATMAN #255 – März/April 1974 – “Moon of the Wolf“ – dt.: “Wolfsmond!“
Autor: Len Wein – Zeichnungen: Neal Adams – Tusche: Dick Giordano
dt. Veröffentlichungen:
Superman/Batman 15/1974.1
Batman Extra 7 (5, S. 100-119) ehapa (1983)
Batman: Neal Adams Collection HC, DC/Deutschland, Panini, 2003
mit Batman-Gegner Professor Milo, der Anthony Lupus in einen Werwolf verwandelt

POWER RECORDS #27 – 1975 –“Trumping the Joker” – dt.: “Der Joker trumpft auf“
Autor: Neal Adams – Zeichnungen: Neal Adams – Tusche: Neal Adams
deutsche Erstveröffentlichung

POWER RECORDS #30 – 1976 – “Robin Meets Man-Bat!” – dt.: “Robin trifft Man-Bat“
Autor: Neal Adams, Frank Robbins – Zeichnungen: Neal Adams – Tusche: Dick Giordano
deutsche Erstveröffentlichung


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Batman Collection: Neal Adams # 3

Die ultimative Zusammenschau der Werke des Ausnahmekünstlers Neal Adams geht in die dritte Runde. Die hier versammelten Geschichten lassen klar erkennen, dass der begnadete Künstler sich im Laufe seines Schaffens deutlich zu steigern vermochte und so sind diese sieben US-Hefte aus dem Jahr 1971 und 38 Cover-Abbildungen, die hier zum Abdruck kommen der beste Beweis dafür.

Batman Collection: Neal Adams # 3

Als das Team von Adams durch den ebenso innovativen Denny O’Neal sowohl bei BATMAN als auch bei DETECTIVE COMICS verstärkt wurde, flogen wirklich die Fetzen. Vorbei war jegliche Albernheit und Tuntigkeit. Batman war jetzt ein Geschöpf der Nacht und ein wahrhaft „Dunkler“ Ritter. Sein plötzliches Auftauchen und Verschwinden verwirrte sogar gute Freunde wie Commissioner Gordon. Batman sprach von Kriminellen als „Abschaum“ und „Ungeziefer“. Nicht mehr der gute alte Batman. Neal Adams und Denny O’Neil brachten das „The“ wieder vor den Namenzug “Batman“.

Batman Collection: Neal Adams # 3

Jetzt, da sie Batman erfolgreich verwandelt hatten, musste das neue kreative Team auch seine Schurken verwandeln. In BATMAN #234 kehrte Two-Face zurück, und zwar auf eine neue, Furcht einflössende Art – man konnte beinahe die Säure spüren, wie sie von Harvey Dents – durch Chemie vernarbtes – Gesicht läuft.

Batman Collection: Neal Adams # 3

Die Autoren Robbins und O’Neil erschufen neue Schurken, die diesen dunklen Mythos noch weiter vorantreiben sollten: Von Batman inspiriert, injizierte sich der naturhistorische Kurator Kirk Langstrom ein Serum, das aus ihm Man-Bat machte, einer von Batmans tragischsten Gegnern. Weitere neue Gegner für Batman erblickten das Licht der Welt: Wäre nicht der Joker schon Batmans Erzschurke, so hätte diesen Platz sicherlich Ra’s al Ghul einnehmen können. Sein Ziel ist es – neben dem, seine Tochter Talia mit dem Darknight Detective zusammenzubringen – die Erde zu zerstören, um seine eigene, perfekte zu erschaffen.

Batman Collection: Neal Adams # 3

In der letzten Story treffen Batman und Robin auf einen ehemaligen Insassen (Dr. Grüner) eines Konzentrationslagers während der NS-Zeit. Während einer Halloweenparade tötet er seinen ehemaligen Peiniger, den Deutschen Colonel Kurt Schloss. Aus dem ehemaligen Opfer ist ein kaltblütiger Mörder geworden – wie Batman bemerkt. Besonders bemerkenswert an dieser Geschichte ist, dass beide in der aktuellen Dezember-Ausgabe von US-BATMAN – also ziemlich genau 38 Jahre später – wieder aufeinandertreffen.

Batman Collection: Neal Adams # 3

Abgerundet wird dieser Band durch ein Sketchbook mit vielen bemerkenswerten Illustrationen von Neal Adams.

„Batman Collection: Neal Adams 4 (von 4)“ im Februar 2010 ist es soweit ……. Ich freu’ mich drauf!

Norbert Elbers


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Joker Anthologie

Mit der “Batman Anthologie“ erschien bei Panini ein interessant zusammengestellter Sammelband mit einigen der schönen und markantesten Geschichten des Dunklen Ritter. So mancher Leser wird sich jedoch gefragt haben, warum der Joker, als schillerndster Gegner von Batman, in diesem dicken Buch kaum auftritt. Des Rätsels Lösung ist, dass kurz darauf zum 75. Geburtstag des Clownprinzen des Verbrechens eine ebenso gut gelungene “Joker Anthologie“ erschienen ist (anschließend folgten eine „Harley Quinn Anthologie„, eine „Flash Anthologie“ und eine „Wonder Woman Anthologie„).

Joker Anthologie

Das Titelbild stammt auch hier von Alex Ross (Marvels, Kingdom Come). In achtzehn chronologisch geordneten in sich abgeschlossenen Geschichten erzählt das Buch wie der mit Abstand interessanteste Comic-Bösewicht 1940 in Batman # 1 seinen ersten großen Auftritt hatte und sich danach in mehr als sieben Jahrzehnten zu einem Charakter entwickelte, der auch außerhalb der Comics Karriere machte.

Joker Anthologie

Bemerkenswerterweise war es die aus heutiger Sicht erschreckend trashige “Batman“-TV-Serie, die 1966 den seit mehr als 10 Jahren aus den Comics verbannten Joker aus der Versenkung hervor holte. Durch politischen Druck hatte sich die Comic-Industrie ab 1954 mit dem Comics Code eine Selbstzensur auferlegt, um dadurch nicht mehr als “jugendgefährdend“ zu gelten. Diesem Diktat fiel auch der oft sehr verstörend agierende Joker zum Opfer. Erst nachdem ihn Cesar Romero so markant im Fernsehen verkörperte, trat der Joker auch wieder in den Comics auf.

Joker Anthologie

Eine Art Gegenbewegung zur TV-Serie waren die von Dennis O’Neil geschriebenen und von Neal Adams gezeichneten Batman-Comics. Diese machten Anfang der Siebziger Jahre aus Batman einen halbwegs realistischen oft auch als Detektiv tätigen Helden. Zu diesem Konzept passte der Joker nur bedingt. Er sollte erst 1973 in der letzten Story von O’Neil und Adams erzählten Batman-Story “Jokers fünffache Rache“ auftreten, die in dieser Anthologie auch enthalten ist.

Joker Anthologie

Einen großen Einfluss hatte auch ab 1992 die Zeichentrick-Episoden der TV-Reihe “Batman: The Animated Series“. Hier trat erstmals Jokers Komplizin Harley Quinn auf und der prägnante cartoonige Look schlug sich auch im Comic nieder. Die “Joker Anthologie“ enthält ein interessantes Beispiel dafür. Die in diesem Buch enthaltene Short Story “Nächtliches Gelächter“ wurde geschrieben von Paul Dini, dem wohl wichtigsten Autor der “Animated Series“, während es John Byrne sehr gut gelingt den Trickfilm-Stil zu treffen, aber auch eigene Akzente zu setzten.

Joker Anthologie

Das Kernstück des 370-seitigen Buchs dürfte der erstmals auf Deutsch veröffentlichte 65-seitige Comic “Der Mann, der lachte“ von Ed Brubaker (“Gotham Central“) und Doug Mahnke sein. Der Titel wurde vom Stummfilm “The Man, who laughs“ übernommen, dessen von Conrad Veidt gespielte tragische Titelfigur eine der Inspirationsquellen für den Joker war.

Joker Anthologie

Brubaker und Mahnke orientieren sich bei ihrer abwechselt von Commissioner Gordon und Batman erzählten Geschichte aber auch an einem weiteren Klassiker: “Batman: Year One“ von Frank Miller und David Mazzucchelli.

Joker Anthologie

Auch ansonsten enthält das Buch so manches Kabbinettstückchen, wie etwa die von Brian Bolland (“The Killing Joke“) auf 2 Seiten brillant gestalteten Seiten erzählte Origin des Jokers.

Joker Anthologie

Der Joker dürfte auch weiterhin eine der interessantesten Comicfiguren überhaupt bleiben, was sich auch dadurch zeigt, dass sich Hollywood-Stars wie Jack Nicholson, Heath Ledger, Jared Leto („Suicide Squad„) oder Mark Hamill (als Sprecher bei “Batman – The Animated Series“) erfolgreich um die Rolle bemüht haben.

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Superman vs. Muhammad Ali

Der Boxpromoter Don King setzte Muhammad Ali bereits bei dessen Kämpfen gegen George Foreman in Zaire (Rumble in the Jungle) und Joe Frazier auf den Philippinen (Thrilla in Manila) bestens in Szene. Als er vom Erfolg eines großformatigen Comics erfuhr in dem DCs Superman gegen Marvels Spider-Man antrat (bevor beide gemeinsam die Schurken Lex Luthor und Doctor Octopus bekämpften), kam er auf die Idee Ali gegen den Stählernen in den Ring zu schicken.

Superman vs. Muhammad Ali
Cover der Panini-Ausgabe

Bei DC rannte King mit dieser Idee offene Türen ein, zumal Superman in Comicheften bereits Präsident Kennedy oder Jerry Lewis getroffen hatte und gegen den Wrestler Antonino Rocca angetreten war. Auch Muhammad Ali war begeistert und – bescheiden wie er ist – stellte er die Bedingung, dass er er in der Comic-Geschichte nur mitwirkt, wenn er Superman besiegen würde. Die Aufgabe aus dieser eher hirnrissigen Grundidee einen packenden Comic zu machen landete beim Team Denny O’ Neil und Neal Adams, denen es Anfang der Siebziger Jahre gelang soziale Botschaften in ihre Geschichten um Green Lantern und Green Arrow zu packen.

Superman vs. Muhammad Ali

Dem Autoren O’ Neil, der nach einer Weile als Texter vom Zeichner Adams abgelöst wurde, gelang das Wunder eine erstaunlich unblöde spannende Geschichte zu erzählen. Diese handelte nicht nur von einem Boxkampf zwischen Ali und Superman vor dem Hintergrund einer außerirdischen Bedrohung, sondern spielte ganz offensichtlich in einer Welt in der die Gleichberechtigung aller Menschen noch lange nicht vollzogen ist.

Superman vs. Muhammad Ali

Den “Realismus“ der Geschichte unterstrich ein sich über Vorder- und Rückseite ziehendes monumentales Cover, das Ali und Superman bei ihrem Boxkampf vor einem höchst prominenten Publikum zeigte. Rund um den Ring verteilt waren als Zuschauer neben DC-Charakteren und Comiczeichnern auch Promis wie Andy Warhol, Woody Allen oder Frank Sinatra zu sehen, deren Zustimmung von DC einzeln eingeholt werden musste.

Superman vs. Muhammad Ali
Neal Adams

Ehapa brachte den Band bereits 1978 heraus. Die Kolorierung war damals nicht besonders und auch die Reproduktion der Seiten ließ zu wünschen übrig. Panini legt diesen wahrhaft monumentalen Comic als großformatige Hardcover-Edition zum fairen Preis vor. Im Gegensatz zur US-Ausgabe (dort gibt es Bonusmaterial nur im Anhang einer kleinformatigen Edition) enthält der unter der Aufsicht von Neal Adams überarbeitete und neukolorierte Band auch noch einige Seiten mit Skizzen. Neal Adams hält Superman vs. Muhammad Ali für den besten Comic aller Zeiten, ein Stück sehr lebendige Comic-Geschichte ist er auf alle Fälle.

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Batman Anthologie

Dieses 372-seitige Hardcover-Buch feiert den 75. Geburtstag von Batman mit 20 interessant ausgewählten in sich abgeschlossenen Comic-Geschichten.

Batman Anthologie

Nicht fehlen dürfen natürlich Batmans erster Auftritt, die sechsseitige Geschichte “Der Fall des Chemie-Syndikats“ von Bob Kane und Bill Fingers aus “Detective Comics 27“ (Mai 1939) sowie die ein halbes Jahr später auf zwei Seiten nachgereichte Entstehungsgeschichte des Dunklen Ritters. Es folgt der erste Auftritt des Wunderknaben Robin. In dieser im April 1940 erschienenen Geschichte, an der Jerry Robinson als Zeichner beteiligt war, zeigt sich welch einen gewaltigen Fortschritt die Batman-Comics künstlerisch und erzählerisch im ersten Jahr machten.

Batman Anthologie

Dies setzt sich fort und das Buch belegt dies an gut ausgesuchten Beispielen. Interessant ist zum Beispiel die Geschichte “Unfälle nach Plan“, die eine witzige Erklärung dafür liefert, warum der zunächst sehr rundliche Butler Alfred plötzlich spindeldürr wurde. Der wahre Grund ist hierfür jedoch, dass die Comicfigur dem Darsteller William Austin angeglichen wurde, der den Butler 1943 im 15-teiligen Kino-Serial “The Batman“ verkörperte. Das erste Kapitel des Buches über den Batman des Golden Age beendet die Geschichte “Die Sensation des Jahrhunderts“ in der erstmals die später von Kim Basinger verkörperte Reporterin Vicki Vale auftrat.

Batman Anthologie

Das Silver Age schließlich wird eingeleitet mit einer Geschichte vom „Captain Future“ Schöpfer Edmond Hamilton von 1955 in der das dynamische Duo auf einen “Batman von morgen“ aus dem Jahre 3054 trifft. Die Batman-Comics wurden zu dieser Zeit immer alberner und die schwarze Fledermaus auf Batmans Brust mit einem gelben Oval unterlegt. Auf Wunsch der Produzenten der erfolgreichen TV-Serie mit Adam West debütierte 1967 in den Batman-Comics Batgirl als Identifikationsfigur für ein weibliches Publikum. Diese Story ist im Buch enthalten, genauso wie “Das Geheimnis der offenen Gräber“ das erste Batman-Team-Up von Autor Dennis O’Neil und Zeichner Neal Adams. Dieses Duo sorgte dafür, dass die Comics wieder ernsthafter wurden und dadurch ebneten sie den Weg für Frank Miller “The Dark Knight Returns“ und Tim Burtons “Batman“-Kinofilm. Ebenfalls enthalten ist Frank Millers erste Batman-Geschichte “Gesucht: Santa Klaus – Tot oder lebendig“, geschrieben von Dennis O’Neil.

Batman Anthologie

Die letzten Batman-Comics im chronologisch geordneten Buch gehören sicher nicht zu den absoluten Höhepunkten, was auch daran liegt, dass seit Ende der Achtziger Jahre im Superhelden-Comic verstärkt auf epische sich über etliche Heft-Ausgaben und –Serien hinziehende Erzählungen gesetzt wird. Gute in sich abgeschlossene Geschichten sind eher Mangelware, doch ein Beispiel aus “Batman – Black and White“ oder auch “Mad Love“ von Paul Dini und Bruce Timm hätten dem Buch zur Zierde gereicht. Auch Beiträge von Jim Lee und Grant Morrison hätten meiner Meinung nach in eine „Batman Anthologie“ gehört. Doch dafür entschädigen die ausführlichen über das ganze Buch verteilten Texten, die alle Aspekte in der abwechslungsreichen Karriere des Mitternachtsdetektiv gebührend würdigen.

Joker Antologie

So mancher Leser mag sich wundern, warum der Joker, der mit Abstand schillerndste Gegner des Dunklen Ritter, in der “Batman Antologie“ kaum auftritt. Des Rätsels Lösung ist, dass kurz darauf zum 75. Geburtstag des Clownprinzen des Verbrechens eine ebenso interessant zusammengestellte “Joker Anthologie“ erschienen ist (anschließend folgte eine „Harley Quinn Anthologie„, eine „Flash Anthologie“ und eine „Wonder Woman Anthologie„).

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