Schlagwort-Archive: Neil Gaiman

Lucifer

Neil Gaiman ließ den gefallenen Engel Lucifer Morningstar bereits 1989 in seinem Comic-Klassiker Sandman auftreten. Als diese Figur fast drei Jahrzehnte später im Zentrum einer TV-Serie stand, wurde Gaimans Name erst ab der dritten Staffel im Vorspann genannt. Als Entschädigung durfte der britische Autor in der Episode Once Upon A Time die Stimme von Gott einsprechen.

Lucifer

Doch ansonsten nutzt Lucifer Gaimans mythologische Vorgaben nur am Rande. Die Serie ist eine muntere Mischung aus Crime, Comedy, Drama und Love Story. Produzent ist Tom Kapinos, von dem bereits die Serie Californication stammte. Lucifer zeigt den in Los Angeles einen Nachtclub betreibenden Höllenfürsten als jemanden, der – genau wie David Duchovny als Hank Moody in Californication kein Problem damit hat, alles was ihm gerade durch den Kopf geht offen auszusprechen.

Lucifer

Diese Ungeniertheit, die Lucifer auch bei seiner Tätigkeit als Berater der Polizei von Los Angeles einsetzt, erinnert an Simon Bakers Auftreten als Mentalist Patrick Lane. Doch wie in Lucifer der allwöchentliche, manchmal durchaus spannende, Kriminalfall ganz selbstverständlich mit den Problemen einiger auf der Erde lebenden Engeln und Dämonen verknüpft, ist einzigartig.

Lucifer

Die Hauptattraktion der Serie ist jedoch zweifelsohne der Waliser Tom Ellis, der sich als Lucifer nicht nur – oft ziemlich arrogant – über die Menschheit lustig macht, sondern in einem noch sehr viel stärkeren Maße über den American Way of Life ablästert. Doch bei der Zusammenarbeit mit der Polizistin Cloe Decker (Lauren German), die er liebevoll auch privat mit “Detective“ anspricht, entwickelt Lucifer Gefühle, die ihm – nach einem ausgefüllten Single-Leben seit Beginn der Zeit – völlig fremd sind,

Lucifer

Rund um die sich langsam mit vielen Rückschlägen, Enttäuschungen und Enthüllungen entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Lucifer und seinem Detective, spielen sich weitere nicht minder mitreißende Dramen ab. Zu den vielen schillernden Nebencharakteren gehört Lesley-Ann Brandt als Mazikeen alias Maze, die als wehrhafte meist Leder tragende Dämonin Lucifer gerne mit roher Waffengewalt beisteht.

Lucifer

Nicht unerwähnt bleiben soll auch Ella Lopez (Aimee Garcia),  die als Forensikerin auch an den blutigsten Tatorten immer gute Laune verbreitet und stets ein neues Nerd-T-Shirt trägt.

Lucifer

Den Pilotfilm in Kinoqualität inszenierte Len Wiseman (Underworld, Stirb Langsam 4.0), der bereits mit ähnlich gut gelungenen Episoden die Serien Sleepy Hollow und Swamp Thing eröffnete. In der dritten Staffel gibt es ein Wiedersehen mit Tom Welling aus Smallville, der als Polizist Marcus Pierce ein finsteres Geheimnis mit sich herumschleppt.

Lucifer

Nach drei Staffeln wollte Fox die Serie einstellen und Netflix übernahm (bei uns blieb Lucifer jedoch bei Amazon Prime), wodurch Abnutzungs-Erscheinungen mit etwas mehr Gewalt und Freizügigkeit ausbügelt wurden. Thematisch passend soll die immer noch sehr viel Spaß machende Serie mit der sechsten Staffel enden.

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Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume

Jeder, der sich in den letzten 50 Jahren mit Musik oder Filmen beschäftigt hat, wird in irgendeiner Form David Bowie begegnet sein. Vielen Deutschen werden vielleicht zuerst die Berliner Jahre einfallen, in denen Bowie Helden aufnahm und später noch einmal zurückkehrte, um sich selbst in Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo zu spielen.

Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume

Den US-amerikanischen Comiczeichner Mike Allred (Madman) hingegen fasziniert eine früher Phase von Bowies Karriere. Die Rahmenhandlung seines gemeinsam mit Steve Horton verfassten Comics bildet ein Konzert in London am 3. Juli 1973, in dem David Bowie Abschied von seinem drei Jahre zuvor geschaffenen Alter Ego Ziggy Stardust nahm.

Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume

Was danach passierte – wozu auch die Berliner Jahre gehören – handelt Allred unter dem Motto “und viele Geschichten werden noch folgen, zahllose Persönlichkeiten und Masken, die es zu tragen gilt“ auf einigen im Collagen-Stil gestalteten Wimmelbildern ab.

Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume

Recht ausführlich hingegen widmet sich der Comic mit den 60er-Jahren und Bowies ersten Gehversuchen als Musiker. Dabei wird fast schon zu akribisch geschildert, wann der junge Bowie welchen Zeitgenossen getroffen hat und welcher Film ihn besonders beeindruckt hat. Etwas auf der Strecke bleibt dabei der Mensch Davis Bowie.

Bowie: Sternenstaub, Strahlenkanonen und Tagträume

Doch das detailfreudige Artwork mit den gut erkennbaren Pop-Ikonen fasziniert von Anfang an. Dies und das Vorwort des ebenfalls von Ziggy Stardust faszinierten Neil Gaiman laden dazu ein, wieder in die Welt von Bowie einzutauchen.

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Coraline

Coraline ist nicht eben begeistert als sie mit ihren Eltern in ein altes Landhaus zieht. Das emsig von daheim aus arbeitende Ehepaar kümmert sich nur beiläufig um das 11-jährige Mädchen. Eines Tages entdeckt Coraline in ihrem neuen Zuhause eine kleine Tür hinter der sich fast immer Mauerwerk gelegentlich aber auch eine andere vermeintlich bessere Welt befindet. Hier gibt es scheinbar deutlich verbesserte Varianten ihrer Eltern, die immer Zeit für Coraline haben, aber auch Knöpfe anstatt Augen…

Coraline

1993 vermengte Henry Selick unter der Oberaufsicht von Tim Burton in dem Puppentrickfilm Nightmare before Christmas auf höchst anregende Art und Weise Halloween und Weihnachten. Die seinerzeit mäßig erfolgreiche Disney-Produktion wurde (ganz im Gegensatz zu Selicks eher durchwachsenen Nachfolgeprojekt James und der Riesenpfirsich) im Laufe der Jahre zu einem Klassiker.

Coraline

16 Jahre später liefert Selick – basierend auf einem Bestseller von Neil Gaiman (Sandman) – eine Art Update zu Alice im Wunderland. Hierzu stand Selick eine 450-köpfige Crew und ein Budget von knapp 70 Millionen Dollar zur Verfügung, was beweist, dass der Puppentrickfilm salonfähig geworden ist.

Coraline

Die Technik hat seit Nightmare before Christmas gewaltige Fortschritte gemacht und die beeindruckenden in Szene gesetzten Bildfolgen von Coraline wären ohne (dezente) Computer-Unterstützung wohl nicht zu realisieren. Im Gegensatz zu Nightmare before Christmas oder Tim Burtons Nachfolgefilm Corpse Bride verzichtet Coraline fast gänzlich auf Musical-Einlagen und ist auf seine Art ebenso phantasievoll und einzigartig. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Film in der 3D-Version genießen.

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Darwyn Cooke: The Spirit

The Spirit ist der angeblich toten Privatdetektiv Denny Colt, der zwar auch eine Maske trägt, aber ansonsten nichts von einem Superhelden an sich hat. Ab 1940 erlebte Will Eisners Schöpfung auf nur acht Comicseiten kleine Dramen, die oft richtig zu Herzen gingen und trotz des cartoonigen Zeichenstils realistisch und gelegentlich auch drastisch erzählt waren.

Darwyn Cooke: The Spirit

Nachdem es bereits ab 1996 eine Reihe mit neuen Spirit-Geschichten von Comicgrößen wie Alan Moore, Dave Gibbons, Paul Chadwick oder Neil Gaiman gab, die sich jedoch nicht dauerhaft durchsetzen konnte, hat sich Darwyn Cooke ab 2008 der Figur angenommen.

Darwyn Cooke: The Spirit

Dieser arbeitete zunächst als Werbegrafiker, schuf dann Storyboards für Bruce Timms geniale Cartoonreihe Batman Animated, den Vorspann für Batman Beyond und erregte danach Aufsehen mit cool gezeichneten DC-Miniserien wie Catwoman- Selinas großer Coup oder Neue Horizonte (hierzu gibt es mittlerweile auch eine Trickfilmadaption).

Darwyn Cooke: The Spirit

Genau wie Eisner erzählt auch Cooke in jedem Heft eine in sich abgeschlossene Geschichte, was sich schon einmal angenehm abhebt von der Tendenz zu Megaserien im US-Comic. Cooke übernahm etliche Nebencharaktere von Eisner sowie die Idee des markante gestalteten Titel-Splashpanels mit dem einfallsreich in Szene gesetzten Spirit-Schriftzug.

Darwyn Cooke: The Spirit

Die ersten sechs Hefte im ersten Sammelband sind von unterschiedlicher Qualität aber alle gehobene Mainstream-Kost. Herausragend ist die Story Media Man in der Cooke einfallsreich mit der Werbebranche abrechnet und einem besonders tückischen Schurken präsentiert, der das Konterfei des Spirits auf den Verpackungen von zweifelhafter Kindernahrung (“with pork, beans and sugar“) platziert. Sehr interessant ist auch ein von Jeph Loeb geschriebenes und von Darwyn Cooke gezeichnetes Crossover mit dem Spirit und Batman.

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Wonder Woman: Bloodlines

Bereits 2009 erzählte Wonder Woman als vierter Film der Reihe DC Universe Animated Original Movies davon, wie der Air-Force-Captain Steve Trevor in der Nähe der nur von Amazonen bewohnten Insel Themyscira notlandet. Dort trifft er auf Prinzessin Diana, die sich nicht nur gegenüber ihrer dominanten Mutter Königin Hippolyta für Steve einsetzt, sondern diesem sogar in dessen von Männern dominierte Heimat folgt.

Wonder Woman: Bloodlines

Wonder Woman: Bloodlines handelt diese Origin in zehn Minuten ab und zeigt dann, eine Diana, die sich zur allgemein akzeptierten Superheldin entwickelt hat. Wie sich Wonder Woman, Batman, Superman und weitere kostümierte Kämpfer zu einem Team formierten, davon erzählte 2014 der Animationsfilm Justice League: War, der zugleich auch mit dem DC Animated Movie Universe (DCAMU) eine Reihe innerhalb der DC Universe Animated Original Movies startete, in der – ähnlich wie im Marvel Cinematic Universe – aufeinander aufbauende Geschichten in einem in sich logischen DC-Universum erzählt werden.

Wonder Woman: Bloodlines

In der Originalfassung von Wonder Woman: Bloodlines wird die Heldin, wie in fast allen DCAMU-Filmen vom Hollywood-Star Rosario Dawson (Marvel’s Daredevil) gesprochen. Entstanden ist ein sehr “weiblicher“ Superhelden-Film. Es gibt reichlich Konflikte zwischen Müttern, Töchtern und Freundinnen. Zum Ensemble gehören daher DC-Charaktere wie Cheetah, Giganta, Silver Swan oder Medusa.

Wonder Woman: Bloodlines

Auch das Bonusmaterial passt gut dazu. Im Zentrum eines knapp 20-minütigen Animationsfilms der Reihe DC Showcase steht die von Neil Gaiman geschaffene ebenso mystische wie attraktive Figur Death, die den an sich zweifelnden Künstler Vincent sehr mitfühlend ins Reich ins Reich der Toten begleitet.

Wonder Woman: Bloodlines

Die Blu-ray von “Wonder Woman: Bloodlines“ enthält neben dem 83-minütigen Hauptfilm noch dieses Bonusmaterial: Der Kurzfilm „Death“ aus der Reihe DC Showcase (nur englische Sprache, 19:08 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Dokumentation “The Cheetah: Ferocious Archenemy“ (10:50 min); Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons aus der Serie “Batman: The Brave and the Bold“: „Triumvirate Of Terror!“ + „Scorn of the Star Saphire“, sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Superman: Red Son“ (11:21 min)

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American Gods

Shadow freut sich nach einer dreijährigen Haftstrafe auf ein Wiedersehen mit seiner Frau Laura. Doch diese ist bei einem Autounfall umgekommen. Dabei starb auch Shadows bester Freund Robbie mit dem er zusammen Pläne für die Zukunft hatte. Als er auch noch erfährt, dass Robbie und Laura ein Verhältnis hatten, bricht für Shadow eine Welt zusammen. Er beschließt für den zwielichtigen Mr. Wednesday zu arbeiten, den er auf der Reise vom Gefängnis zu Lauras Beerdigung immer wieder getroffen hat.

American Gods

Was noch halbwegs realistisch beginnt, entwickelt sich zu einem großen Fantasy-Epos. Neil Gaiman (Sandman) schreibt in seinem 2001 erschienenen Roman American Gods darüber, dass Götter nur existieren, wenn jemand an sie glaubt. Daher sind uralte Gottheiten wie Mr. Wednesday alias Odin durch die Medien, das Internet oder den Glauben an Aktienkursen vom Aussterben bedroht.

American Gods

Mittlerweile wurde aus American Gods eine bei uns auf Amazon Prime laufende TV-Serie und bei Dark Horse erscheint eine Comic-Reihe. Die Adaption und das Layout besorgte P. Craig Russell, der bereits aus Neil Gaimans Coraline eine Graphic Novel gemacht hatte. Die Zeichnungen stammen zumeist von Scott Hampton. Das Resultat kann sich sehen lassen und macht ähnlich viel Spaß wie die TV-Reihe.

American Gods

Splitter wird die Serie in sechs Hardcover-Bänden im Format 20 x 28 cm veröffentlichen. Buch 1 enthält die ersten fünf US-Hefte und ist sehr schön aufgemacht. Schade nur, dass nicht alle Titelbilder und Variantcover enthalten sind, denn sie stammen von Meistern ihres Fachs wie Glenn Fabry, Dave McKean, David Mack oder Bill Sienkiewicz.

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Wednesday Comics

2009 gab es in den USA bei DC ein interessantes Experiment. An zehn aufeinanderfolgenden Mittwochen (oder heißt es Mittwochs) erschienen die Wednesday Comics mit The World´s Greatest Heroes und The World´s Greatest Comics, was doppeldeutig gemeint ist.

Wednesday Comics

Bei den auf das Format eines normalen Comic-Hefts zusammengefalteten Ausgaben handelte es sich um Zeitungen, die auf 35 x 50 cm großen Seiten in Fortsetzungen jeweils Abenteuer von 15 Helden aus dem Hause DC erzählten, die von bekannten Autoren und Zeichnern wie Neil Gaiman, Dave Gibbons, Kyle Baker, Eduardo Rizzo, Mike Allred oder Adam Kubert gestaltet wurden.

Wednesday Comics

Dies ist schon deshalb interessant, weil es mehr oder weniger die Superhelden waren, die das Comic-Heft populär machten. Zuvor erschienen in den USA Comics fast ausschließlich in Zeitungen, wobei wochentags Strips mit drei oder vier Bildern veröffentlicht wurden und die Sonntagsausgaben riesige prachtvolle Farbseiten mit den Erlebnissen von Little Nemo, Tarzan, Flash Gordon oder Prinz Eisenherz enthielten. Heute tummeln sich in den Sonntagsbeilagen der US-Zeitungen zwar immer noch Unmengen von farbigen Comics, hierbei handelt es sich jedoch fast ausschließlich um kleinformatig abgedruckte Gag-Strips. Die großen Abenteuer sind fast ganz verschwunden.

Wednesday Comics

Von Ausnahmen, wie dem immer noch erscheinenden Spider-Man-Tagesstrip, abgesehen, wurden die Superhelden in den Zeitungen nie richtig heimisch. Das ist schade, denn die Wednesday Comics beweisen, dass im Großformat auf höchst unterschiedliche Arten optisch aber auch inhaltlich sehr aufregende Geschichten erzählt werden können.

Wednesday Comics

Da die zehn Ausgaben der Wednesday Comics schon lange vergriffen sind und es auch etwas mühselig war hinter den einzelnen Geschichten herzublättern, ist es erfreulich, dass auch bei uns im geringfügig kleineren Format (29 x 45 cm) ein sehr schön aufgemachter auf 999 Exemplaren limitierter Band alle Stories und noch etwas Bonusmaterial erschienen ist.

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Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

1986 war es für DC an der Zeit Superman behutsam zu modernisieren. Diese Aufgabe übernahm der Zeichner und Autor John Byrne. In der sechsteiligen Reihe Superman – The Man of Steel eliminierte er allerlei Dinge, die sich im Laufe der Jahrzehnte rund um den Mann aus Stahl formiert hatten, wie den Superhund Krypto oder den als Superboy tätigen jugendlichen Clark Kent. Ferner machte Byrne aus dem meist als verrückter Wissenschaftler auftretenden Schurken Lex Luthor einen Konzernchef, der dadurch noch sehr viel mehr Möglichkeiten hatte Böses zu tun.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Softcover-Cover

Kurz bevor Byrnes Superman-Relaunch in die Comicshops kam, wurde in den US-Heften Superman # 23 und Action Comics # 583 die Geschichte des “alten“ Supermans zu Ende erzählt. Für diese Aufgabe war eigentlich Superman-Erfinder Jerry Siegel vorgesehen. Als sich dies zerschlug kam Alan Moore zum Zuge. Der Schöpfer der Watchmen, der heute gar nicht mehr gut auf DC zu sprechen ist, ist ein glühender Fan von Superman und er erledigte – unterstützt vom Zeichner Curt Swain – die Aufgabe mit Bravour. Obwohl in seiner zweiteiligen Story Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen? allerlei liebgewonnene Figuren zu Tode kamen, gibt es für Clark Kent dennoch ein Happy End, schon dadurch, dass er sich komplett ins Privatleben zurückziehen kann.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen

Panini veröffentlicht Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen? in einem schön aufgemachten Sammelband, der mit Die Grenze des Dschungels (hier trifft der Stählerne auf Swamp Thing) und Das Geschenk (von Watchmen-Zeichner Dave Gibbons) noch zwei weitere von Alan Moore geschriebene Superman-Storys enthält.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Auch bei Batman standen (mal wieder) allerlei Veränderungen an und zum neuen Mann unter der Fledermaus-Maske wurde Ende 2009 der alte Robin. Dieser Unfug war nicht von Dauer, doch war immerhin ein prima Vorwand um – genau wie einst 1986 den Briten Alan Moore . nun dessen Landsmann Neil Gaiman zu bitten eine finale Geschichte zum DC-Heroen zu erzählen.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Der Autor, der sich weitestgehend als Comictexter verabschiedet hat, konnte nicht widerstehen, denn er war schon immer ein glühender Fan von Batman. Gaiman erzählt in Was wurde aus dem Dunklen Ritter? gleich ein knappes Dutzend völlig verschiedene Geschichten von Batmans Tod. Egal ob Catwoman, Robin, Superman, der Joker oder der Butler Alfred (der enthüllt, dass er eigentlich der Joker ist), alle erzählen ureigene sich widersprechende Geschichten von Batmans Tod.

Passend dazu variiert der Zeichner Andy Kubert auch die äußere Erscheinung von Batman. Dieser sieht mal wie einst bei Bob Kane aus und kurz danach wie bei Neal Adams, Frank Miller oder Kelley Jones.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Das Ende von Neil Gaimans Geschichte ist zugleich auch wieder ein Anfang, was gut dazu passt, dass jede Änderung am Batman-Mythos unweigerlich dazu führen wird, dass danach der Status Quo wieder hergestellt wird.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Auch die Veröffentlichung von Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter? hat Panini noch um weitere thematisch passende Geschichten vom selben Autor ergänzt. Besonders schön ist “Eine schwarzweiße Welt“ in der Gaiman und der Zeichner Simon Bisley eine Backstage-Welt zeigen in der Batman und der Joker sich hinter der Comic-Bühne in der Garderobe darüber streiten wer die besseren Auftritte und Texte hat.


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Neil Gaiman: Alice Cooper – Die letzte Versuchung

Die letzte Versuchung basiert auf der Konzept-CD The Last Temptation des Rockveteranen Alice Cooper aus dem Jahr 1994, deren Cover Dave McKean gestaltete. Coopers Bedeutung als Horror-Ikone reizte den Autor Neil Gaiman (Sandman) parallel zur CD eine komplexere Fassung der Geschichte mit dem Zeichner Michael Zulli zu realisieren, nachdem er zusammen mit dem Rockstar den Plot ausgearbeitet hatte.

Neil Gaiman: Alice Cooper – Die letzte Versuchung

Steven, am Anfang der Pubertät, unsicher und linkisch, lernt den Showman kennen, den Vater der Lügen und Herrn des Theater des Lebens. Der Junge wird hineingezogen in einen Strudel aus Realität, endgültigem Varietè und wachsender fleischlicher Verlockung. Es winkt die Aussicht, nie älter werden zu müssen – für den Preis des eigenen Lebens.

Neil Gaiman: Alice Cooper – Die letzte Versuchung

Es gelingt Steven, aus seiner Opferrolle zu schlüpfen und der Versuchung zu widerstehen. Bleiben wird ihm jedoch die Gewissheit, dass von nun an das Unerwartete und Grauenvolle nicht hinter der nächsten Ecke lauert, sondern in ihm selbst.

Neil Gaiman: Alice Cooper – Die letzte Versuchung

Träume seien das Wichtigste, meinte Neil Gaiman einmal, und mit traumwandlerischer Sicherheit legt er seine Hand auf die Mythen dieser Welt, oder erfindet einfach neue. Der Band führt das Klischee der angeblichen Trivialliteratur hübsch hintenrum ad absurdum. Im Gegensatz zur Ausgabe von Ehapa aus den Neunzigern wurde die vorliegende Edition ohne Farbgebung veröffentlicht, was die filigranen Zeichnungen von Michael Zulli fantastisch zur Geltung bringt.

Rainer Schneider


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Neil Gaiman: Marvel 1602

Anno 1602 ist Königin Elisabeth besorgt angesichts des selbst für englische Verhältnisse kaum noch auszuhaltenden Wetters, der Himmel hat sich blutrot verfärbt. Sie ruft zwei Berater zu sich: Ihren Spionage-Chef Sir Nicholas Fury und den Magier Stephen Strange, die beide versuchen den seltsamen Phänomenen auf die Spur zu kommen.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Als weitere Helfer fungieren u. a. ein blinder Barde ohne Furcht, Carlos Javier und die hochbegabten Insassen seiner Erziehungsanstalt, eine vierköpfige Reisegruppe, die in der neuen Welt durch einen Schiffsbruch ungeahnten Veränderungen ausgesetzt ist sowie ein gewisser Peter Parquagh, der nicht von einer Spinne gebissen wird.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Der britische Kultautor Neil Gaiman (Sandman) wollte 2003, nach dem 911-Anschlag, in seinem ersten Marvel-Comic keine im damaligen New York spielenden Abenteuer erzählen. Daher holte er sehr weit aus und entwarf eine 400 Jahre zurückliegende Frühgeschichte des Marvel-Universums. Eingebettet in eine spannende Story präsentiert er faszinierende Ur-Versionen von vertrauten Superhelden wie Spider-Man, den X-Men , sowie ein überraschende Version von Captain America.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Doch es gelingt Gaiman tatsächlich den Bogen so zu spannen, dass die Geschichte zugleich auch ins aktuelle Marvel-Universum eingebettet ist und nicht etwa in den Bereich Elseworld gehört. Adäquate Unterstützung fand er im Zeichner Andy Kubert (Wolverine Origin)  und auch die an alte Holzschnitte erinnernden in Schabtechnik von Scott McKowen gestalteten Titelbilder sind eine Klasse für sich. Ein nette kleine Beigabe war auch, dass Spider-Man-Schöpfer Steve Ditko einige Zeichnungen zum Comic beisteuerte.

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Panini veröffentlichte die in den USA aus 8 Heften bestehende Miniserie zunächst in zwei Sammelbänden und danach als Gesamtausgabe und schließlich auch noch als fast doppelt so große gebundene DeLuxe Edition. Ein besonderes Schmankerl ist dabei eine nicht in allen Ausgaben enthaltene Seite. Hier sind Zeichner und Autor zu sehen und Kubert meint zu Gaiman: “Ich hoffe nur, Du weißt was Du tust.“

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Dieser Eindruck kann mitten in der schon einige Marvel-Grundkenntnisse voraussetzenden Lektüre schon einmal entstehen. Doch insgesamt und dank zahlreicher Überraschung am Ende der Geschichte gilt bei 1602 keinesfalls “Denn sie wissen nicht was sie tun“.

Neil Gaiman: Marvel 1602

2005 erschien unter dem Titel 1602 – Die neue Welt eine erste Fortsetzung, an der weder Gaiman noch Kubert beteiligt waren.


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