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Roger Moore: Live And Let Die

Als Jane Seymour, eine ausgebildete Balletttänzerin, während der Dreharbeiten zu Leben und Sterben lassen herumalberte und Roger Moore darauf hinwies, dass sie ihre Beine weiter auseinanderspreizen könne als er, entgegnete dieser: “Ich muss das auch nicht, um ins Filmgeschäft zu kommen, mein Entlein.“

Roger Moore: Live And Let Die

Wer nun erwartete, dass es in Moores Film-Tagebuch vor sexistischen Knallschoten nur so wimmelt, dürfte enttäuscht sein. Der Schauspieler absolvierte die Dreharbeiten zu seinem ersten James-Bond-Film fast komplett an der Seite seiner italienischen Gattin Luisa und auch die beiden Kinder waren oft in der Nähe. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, über fremdgehende Crew-Mitglieder zu spotten.

Leben und sterben lassen

Bemerkenswerter ist aber, dass Roger Moore, der eng mit Harry Belafonte und Sidney Poitier befreundet war, auch Rassismus thematisiert, zumal die Romanvorlage von Ian Fleming nicht frei davon ist. So hätte er es eigentlich für angebracht gehalten, wenn in Leben und Sterben lassen nicht nur der von Yaphet Kotto verkörperte Schurke von einem schwarzen Darsteller verkörpert wird, sondern auch das Bond-Girl. Mit großer Verwunderung (und wohl auch mit unterdrückter Wut) reagiert er auf die Äußerungen von Landsleuten, denen es sauer aufstieß, dass an seiner Seite – also neben einem britischen National-Heiligtum – in einer Nebenrolle die schwarze Darstellerin Gloria Hendry zu sehen ist.

Leben und Sterben lassen
© United Artists / Twentieth Century Fox

Doch in erster Linie wird hier ein sehr lebendig geschriebener Einblick in die Produktion eines Filmes geboten, der in New Orleans, auf Jamaika, in New York und natürlich den Pinewood Studios in London entstanden ist. Leben und Sterben lassen unterhält auch nach 45 Jahren immer noch bestens, das gilt auch für Roger Moores oft sehr pointierte Einträge in sein Film-Tagebuch.

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Harte Ziele

1993 inszenierte der damals bereits als Meister des Hongkong-Kinos bekannte John Woo (Face/Off) seinen ersten Film in den USA. Die Hauptrolle spielte der Belgier Jean-Claude Van Damme und als Ersatz-Regisseur stand der als Produzent fungierende Sam Raimi bereits. Die Hauptrolle spielte der Belgier Jean-Claude Van Damme. Als Vorlage diente der 1932 in den Kulissen von King Kong und die weisse Frau grehte Graf Zaroff – Genie des Bösen (The Most Dangerous Game).

Harte Ziele

In Hard Target geht es um fanatische Jäger, die sich in der Umgebung von New Orleans einen Spaß daraus machen, Obdachlose als menschliche Zielscheiben zu benutzen. Organisiert wird das Ganze vom einem wohlhabenden Geschäftsmann (Lance Henriksen), dem ein von Van Damme verkörperter Cajun-Matrose mit lustiger Frisur in die Quere kommt.

Harte Ziele

Die Story reißt ganz gewiss keine Bäume aus, verbindet aber immerhin gradlinig und ohne viel Leerlauf die zahlreichen Action-Szenen. Diese können immer noch beeindrucken, durch die Meisterschaft  mit der John Woo inszeniert aber auch montiert hat.

Harte Ziele

Dank Koch Media liegt der Film auf Blu-ray als “Unrated-Version in HD“ (99:39 min) oder in der Kinofassung (96:05 min) vor. Neben einer Galerie mit 118 Bildern, sowie den deutschen und dem US-Trailer (je 1:52 min) gibt es noch ein interessantes weiteres Extra. Der deutschsprachige Audiokommentar von Thomas Gaschler ist erstaunlich informativ. Der Autor des Buchs “Woo: Leben und Filme“ war seinerzeit vor Ort in New Orleans am Set. Seine Infos aus erster Hand erzählt Gaschler sehr lebendig und garniert sie mit Anekdoten aus dem Leben von John Woo. Interessant ist, dass dieser vor seinen Actionfilmen zunächst Komödien-Regisseur war.John Woo ist zudem ausgebildeter Tanzlehrer und kam auch dadurch beim Dreh von Harte Ziele sehr gut mit dem Ballett-Schüler Van Damme klar.

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