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Mr. Holmes

Zwar scheint Sherlock Holmes in Kino, TV und Literatur auch 85 Jahre nach dem Tode seines Schöpfers Arthur Conan Doyle unsterblich zu sein, doch dieser Film versucht zu zeigen wie das Leben des Meisterdetektivs zu Ende gegangen sein könnte.

Mr. Holmes

Wie bereits bei Conan Doyle hat sich der 93-jährige Mr. Holmes 1947 auf einem Landsitz in Sussex zurückgezogen um Bienen zu züchten. Zugleich denkt er aber auch über seine letzten Fälle nach. Er sinniert über einen von ihm zwar gelösten aber tragisch ausgehenden Fall, den er 1919 bearbeitete, nachdem Dr. Watson ihn verlassen hatte. Seine Gedanken kehren aber auch immer wieder zu einer Angelegenheit zurück, für die er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Japan reiste.

Mr. Holmes

Holmes versucht seinen letzten Fall – ganz im Gegensatz zu den von Dr. Watson verfassten Phantastereien – so wahrheitsgemäß wie möglich zu Papier zu bringen. Dies will ihm nicht so recht gelingen, doch das Interesse dass Roger, der Sohn seiner Haushälterin, an seinem Text vitalisiert ihn.

Mr. Holmes

Regisseur Bill Condon hatte bereits 1998 in “Gods and Monsters“ mit Ian McKellen zusammengearbeitet. Damals spielte dieser den alternden an seinem Leben zweifelnden Regisseur James Whale, dem es nicht gelang an dem Erfolg seines legendären „“Frankenstein“-Films mit Boris Karloff anknüpfen zu können. Als “Mr. Holmes“ spielt McKellen ebenfalls einen einst sehr erfolgreichen Menschen, der sich zurückgezogen hat. Doch zusätzlich wird ihm noch die Möglichkeit gegeben verschiedene Lebensphasen von Sherlock Holmes darzustellen und zu vermitteln warum er sich nicht mehr dem Lösen von Kriminalfällen widmen mochte.

Mr. Holmes
Nicholas Rowe

Dabei kommt es zu einem köstlichen Moment, der allen Freunden des Meisterdetektivs viel Freude bereiten dürfte. Es wird gezeigt, wie sich McKellen als Mr. Holmes im Kino mit einer Mischung aus Amüsement und Ekel die nicht an der “Wirklichkeit“ orientierte Verfilmung eines seiner Fälle ansieht In diesen schwarzweißen Film im Film ist als Sherlock Holmes Nicholas Rowe zu sehen, der diese Rolle bereits 1985 in der Spielberg-Produktion “Das Geheimnis des verborgenen Tempels“ spielte. Auch ansonsten gibt es allerlei kleine Anspielungen auf den Holmes-Mythos. In erster Linie jedoch handelt der Film von einem Menschen, der an seinem Lebensende über sein Tun aber auch sein Lassen nachdenkt und daraus ein paar durchaus logische Schlussfolgerungen zieht.

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Young Sherlock Holmes – Das Geheimnis des verborgenen Tempels

Eigentlich lernten sich Sherlock Holmes und Dr. John Watson erst 1881 kennen und bezogen als erwachsene Männer eine WG in der Baker Street 221 B. Obwohl der Holmes-Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle okkulten Dingen keineswegs abgeneigt war, findet sein Meisterdetektiv in allen Romanen und Kurzgeschichten immer eine natürliche und „logische“ Erklärung für scheinbar übernatürliche Sachverhalte.

Young Sherlock Holmes - Das Geheimnis des verborgenen Tempels

Eine Flugmaschine lange vor den Gebrüdern Wright, eine riesige versteckte Pyramide mitten in London und Drogen, die tödliche Illusionen erzeugen hätte es bei ihm nicht gegeben. Doch abgesehen von diesen spannungserzeugenden Kleinigkeiten und davon, dass dieser Film unterstellt Holmes und Watson hätten sich bereits als Jugendliche in einem Elite-Internat mitten in London kennen gelernt, dürfte dieser vergnüglich spannende Film auch Holmes-Puristen großen Spaß machen.

Young Sherlock Holmes - Das Geheimnis des verborgenen Tempels

Genau wie für die zeitgleich entstandene Spielberg-Produktion „Die Goonies“ stammt auch hier das Drehbuch von Chris Columbus. Dieser sollte später ins englische Internats-Milieu zurückkehren und als Regisseur der beiden ersten „Harry Potter“-Filme ähnliche Geschichten erzählen. Regisseur Barry Levinson hingegen wurde nach „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“ leider erwachsen und drehte fortan gehobene, gepflegte und meist etwas langweilige oscar-kompatible Kost wie „Rain Man“. Hauptdarsteller Nicholas Rowe sollte in “Mr. Holmes“ noch einmal kurz als Meisterdetektiv zu sehen sein.

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