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Face/Off – Im Körper des Feindes

Als John Woo, der Regie-Gott des Hongkong-Kinos nach Hollywood ging, um einen Film mit Jean-Claude Van Damme zu drehen, waren seine Fans ziemlich entsetzt. Dies war im Anbetracht von Hard Target, der nur verstümmelt in die Kinos gelangte, auch noch halbwegs angebracht. Doch dass sich das Entsetzen auch auf Face/Off übertrug, verwundert schon ein wenig.

Face/Off - Im Körper des Feindes

Der Film ist ein bis heute ungeschlagenes Meisterwerk des modernen Actionkinos und begeistert sogar Menschen, die mit diesem Genre ansonsten eher wenig anfangen können. John Travolta überzeugt als fanatischer FBI-Agent, der einen von Nicolas Cage gespielten wahnsinnigen Kriminellen jagt. Um einen Bombenanschlag zu verhindern muss der Travolta-Charakter in den Körper der Cage-Figur schlüpfen. Doch auch der Gangster setzt anschließend die Maske des Biedermannes auf und sperrt diesen ein…

Face/Off - Im Körper des Feindes
Diese Verwandlungen meistern die beiden Darsteller so grandios, dass die Handlung niemals im furiosen Action-Dauerfeuerwerk untergeht. Anfangs lag Face/Off jedoch nur in einer mäßigen DVD-Veröffentlichung vor, die zu allem Übel auch noch in der Mitte des Filmes umgedreht (!) werden musste. Dies ist bei der sparsam mit Extras (immerhin ein prima Trailer) ausgestatteten Special Edition zum Glück nicht mehr der Fall.

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Snowden

Es ist schön, dass er immer noch zuverlässig (aber auch mit geballter kreativer Power) seinen Job verrichtet und einmal mehr seinem Heimatland den Spiegel vorhält. Drei Jahren nachdem Edward Snowden in Russland Asyl erhalten hat, steht er im Zentrum eines (großteils in München in Szene gesetzten) Spielfilms von Oliver Stone.

Snowden

Dieser setzt diesmal weniger auf die Kraft von bildgewaltigen (gelegendlich auch etwas plumpen)  Montagen, die den Zuschauer manipulieren sollen, sondern bringt den Menschen Edward Snowden ins Spiel. Dieser wird Joseph Gordon-Levitt (“The Dark Knight Rises“) als zwar etwas verklemmten, doch durchaus sympathischen, konservativ ausgerichteten Menschen gespielt. Nicht einmal Shailene Woodley, als seine eher progressiv ausgerichtete Freundin Lindsey, schafft es ihn dauerhaft davon abzuhalten seine beträchtlichen Talente in die Dienste von CIA und NSA zu stellen.

Snowden

Bei der Darstellung von Snowdens geheimdienstlichen Tätigkeiten zeigt sich einmal mehr Oliver Stones Talent in Sachen Casting und Schauspielerführung. Während der Brite Rhys Ifans (“Notting Hill“) als diabolisch-durchtriebener Vorgesetzter überzeugt, zeigt Nicolas Cage in einer kleinen, aber feinen Rolle als ausgebrannter CIA-Veteran, dass er mehr kann als seinen ehemals guten Namen für schlechte Filme zur Verfügung zu stellen.

Snowden

Joseph Gordon-Levitt gelingt es  gut die Wandlung eines zunächst fast ausschließlich an den technischen Aspekten seines zweifelhaften Jobs interessierten Mensch zum Skeptiker zu verkörpern. Sein Entschluss zum Whistleblower zu werden, wirkt glaubhaft, angesichts der Tatsache, dass sein Arbeitgeber mehr Menschen in den USA als sonstwo auf der Welt überwacht.

Snowden

Wenn am Ende des Films der echte Edward Snowden, mit dem sich Oliver Stone einige Male in Moskau getroffen hat, auf der Leinwand auftaucht und sich an die Zuschauer wendet, dann legt dies nahe, dass er mit Stones Film halbwegs zufrieden ist. Seine Landsleute hingegen ignorierten den Film genauso wie die Warnungen und das Schicksal von Edward Snowden.

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