Schlagwort-Archive: Onkel Dagobert

Donald Duck in München

Das Titelbild dieses Bands stammt vom Münchner Zeichner Jan Gulbransson, der 2012 nach einer Story von Michael Kompa Die Ducks in Deutschland agieren ließ. Im Rahmen dieser zunächst als Fortsetzung im Micky Maus Magazin und anschließend als Album veröffentlichten Geschichte, besuchten Onkel Dagobert, Donald sowie die Neffen Tick, Trick und Track das Münchner Oktoberfest.

Donald Duck in München

Das Hardcover-Album Donald Duck in München startet jedoch mit einen Wiesn-Besuch der Familie Duck, der bereits in den 80er-Jahren in Szene gesetzt wurde. Die Geschichte erschien unter dem Titel Eiertanz im Alpenland innerhalb der Reihe Abenteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe und kam erstmals 2004 in Albumform zum Abdruck.

benteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe

Konzipiert hatte diese Geschichte und die Schatztruhe-Reihe Adolf Kabatek, der als Ehapa-Geschäftsführer maßgeblich für den hiesigen Erfolg der Asterix-Comics verantwortlich war. Die sehr lockereren Zeichnungen des etwas arg konstruierten Abenteuers um eine Maschine, die aus Bananenschalen Eier macht, stammen aus den spanischen Bargadà Studios.

Donald Duck in München

Dies erklärt vielleicht, warum das Münchner Oktoberfest in dieser Geschichte wie eine Dorfkirmes aussieht. Gulbransson und Kompa vermittelten bei Die Ducks in Deutschland eine sehr viel authentischeres Wiesn-Feeling.

Donald Duck in Berlin

Zeitgleich zu Donald Duck in München ist auch ein Band erschienen, der die Ducks in die deutsche Hauptstadt schickt. Donald Duck in Berlin präsentiert aktuelleres Material. Die vier enthaltenen Comics, eins davon stammt aus der Feder von Jan Gulbransson, entstanden  zwischen 2014 und 2019  für das Micky Maus Magazin und die Lustigen Taschenbücher.

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Carl Barks – Calgary Eye Opener

Carl Barks bedarf wahrscheinlich keiner großen Vorstellung. 1942 kündigte der Zeichner bei Walt Disney, weil seine Stirnhöhlen die Klimaanlage in der Animationsabteilung in Burbank nicht vertragen haben. Er hatte im Studio zunächst als Zwischenphasen-Zeichner gearbeitet und anschließend schrieb er Gags für die Zeichentrickfilme. Dabei entwickelte er eine Vorliebe für Donald Duck.

Calgary Eye-Opener
Das Buch mit Schutzumschlag

Als der 41-jährige Barks die Disney-Studios verlassen hatte, zog er auf eine 100 km östlich von Los Angeles gelegene Farm. Dort versuchte er sich als Hühnerzüchter und als selbständiger Zeichner. Der Held seiner ersten noch in Teamwork entstandenen Comic-Geschichte war Pluto. Comic-Geschichte schrieb er danach mit seinen im Alleingang realisierten Stories über Donald und Onkel Dagobert, die aktuell von Egmont als Lustiges Taschenbuch Classic! in einer preiswerten chronologischen Ausgabe veröffentlich werden.

Carl Barks - Calgary Eye Opener
Das Buch ohne Schutzumschlag

Obwohl auch das Frühwerk von Barks interessant ist, wurde es in Biografien über ihn meist nur am Rande erwähnt. Dabei hat Barks seine Anstellung bei Disney der Routine zu verdanken, die sich der Autodidakt sieben Jahre lang durch seine Cartoons und Illustrationen – darunter auch Zeichnungen von Enten! – für den Calgary Eye-Opener erarbeitet hatte. Seiner Bewerbung an Disney legte er 1935 sogar einige seiner Arbeiten für das Witzblatt bei.

Carl Barks - Calgary Eye Opener

Jetzt präsentiert ein großformatiger gebundener Bildband jene nicht immer ganz stubenreinen Herrenwitze, die Barks für den Eye-Opener zeichnete. Das Buch ist so aufgemacht, dass es – wenn der ziemlich hässliche pink-orangfarbene Schutzumschlag entfernt wird – genau wie der 2012 ebenfalls mit blauem Buchrücken erschienene Band mit den Ölgemälden des Disney-Zeichners, perfekt neben die 30-bändige Carl Barks Collection passt.

Eye-Opener

Die Aufmachung mit Fadenheftung, Leinenrücken und Goldprägung ist beeindruckend. Inhaltlich sieht es allerdings nicht ganz so gut aus. Für die deutsche Ausgabe wurden nur die Begleittexte des Herausgebers Geoffrey Blum übersetzt. Alles andere – auch viele sehr umfangreichere Texte aus dem Eye-Opener – wurden im englischen Original belassen. Bei Egmont sah sich niemand in der Lage sah, „den Witz der Entstehungszeit (…) auf dem Weg einer wortgetreuen Übersetzung“ einzufangen.

Eye-Opener
Alle Abbildungen © Egmont Serieforlaget AS

Ob die 90 Euro für den  auf 999 Exemplare limitierten Band gut angelegt sind, muss jeder selbst entscheiden.

Carl Barks - Calgary Eye Opener

Weitere Infos zum Buch gibt es in meinem Artikel in der neuen Comixene, die am 28. August erscheint.

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Carl Barks – Die Ölgemälde

Von 1971 bis 1976 malte Carl Barks 122 Ölgemälde nach Motiven seiner Comic-Titelbilder und Comicgeschichten, aber auch Geldspeicherszenen und kleinformatigere Porträts von Entenhausener Bürgern. Da diese Bilder in aller Regel von Sammlern und Fans in Auftrag gegeben und gekauft wurden, stand zu befürchten, dass sie auf Nimmerwiedersehen in deren Archiven verschwinden würden, zumal Disney die Lizenz für die Ölgemälde zurückgezogen hatte. Da wurde zum guten Glück ein Verlag gegründet, der nach einem Gemälde von Barks Another Rainbow benannt wurde.

Carl Barks – Die Ölgemälde
Das Buch mit Schutzumschlag

Dieser Verlag wollte alle 122 bis dahin angefertigten Öl-Enten aufspüren und in einem Buch zusammenfassen. Eingedenk der von Disney ursprünglich mit Barks vereinbarten Klausel, dass seine Gemälde ‚künstlerischen Wert‘ haben müssten, erhielt das in limitierter Auflage von 1875 Exemplaren publizierte Buch den Titel The Fine Art of Walt Disney’s Donald Duck by Carl Barks. Es kostete 1981 stattliche 200 Dollar und war wahlweise mit blauem oder dunkelrotem Einband im Schuber erhältlich und stellte sechs der Bilder auf Ausklappseiten vor. Auf Amazon wurde ein Exemplar des Buches Anfang November 2012 für 2.250 Dollar angeboten.

Carl Barks – Die Ölgemälde
Das Buch ohne Schutzumschlag

Seit vielen Jahren hatten seither (nicht nur ich), sondern auch viele Fans, immer wieder bei Egmont nachgefragt, ob die alten Gemälde und die nach Erneuerung der Öllizenz entstandenen Bilder nicht doch wieder einmal veröffentlicht werden könnten. Nun wurde dieses Projekt in internationaler Co-Produktion endlich gestemmt.

Carl Barks – Die Ölgemälde

In Deutschland erschien der Band zur Frankfurter Buchmesse am 11. Oktober 2012. Das weit über 2 Kilogramm schwere Buch mit seinen 416 Seiten kostet zwar 99 Euro, aber die ist es nicht nur für eingefleischte Sammler wert, da es in einer sensationell einmaligen Zusammenstellung die Ölgemälde des „guten Zeichners“ gebündelt abbildet, und obendrein seine nach der Ölgemäldephase entstandenen Aquarelle und Grafiken, sowie einige der dazu angefertigten dreidimensionalen Figurinen. Schade, aber aus Kostengründen verständlich, dass es keine Ausklappbilder gibt.

Carl Barks – Die Ölgemälde

Geoffrey Blum geht in seiner (von Gerd Syllwaschy übersetzten) Einleitung den Hinter-gründen um die Entstehung der Barks’schen Ölgemälde akribisch nach und schildert auch die Bedenken, die der Künstler von Zeit zu Zeit seinem Werk gegenüber äußerte. Er befasst sich auch durchaus kritisch mit der Vermarktung von Barks, dem seine Förderer und Agenten nach der Erneuerung der Öl-Lizenz immer öfter bei der Gestaltung seiner Bilder dreinredeten. Blum schildert ferner die Schwierigkeiten, für diesen Band die bestmöglichen Druckvorlagen zu erhalten, und er kommentiert die vielen Abbildungen der Gemälde, zu denen oft noch die Vorlagen aus den Comicheften, Layout-Entwürfe oder verschiedene von Barks angefertigte Farbstudien abgebildet werden.

Carl Barks – Die Ölgemälde

So gewinnt man nicht nur einen Eindruck von Barks‘ Werk als „Hofmaler“ der Enten, sondern erhält auch einen kenntnisreichen Einblick in seine künstlerische Werkstatt. Aus gestalterischen Gründen, und um Zusammenhänge bei mehrfach verwendeten Motiven aufzuzeigen, wurde auf eine absolut chronologische Reihenfolge verzichtet, was verständlich ist, wenn man bedenkt, dass Barks einige in den 1970er Jahren begonnenen Bilder erst in den 1990er Jahren fertig gestellt hat. Eine chronologische Liste der Bilder wäre in Ergänzung der alphabetisch im Register zu findenden Gemälde aber dennoch nicht unpraktisch gewesen.

Carl Barks – Die Ölgemälde

Dank dieses Prachtbandes, der das Bild, das man sich von Barks macht, ergänzt und abrundet, kann man die Entwicklung von Barks als Maler verfolgen. Wer ein Auge dafür hat, kann auch erkennen, dass die Kompositionen seiner Entenbilder stets nach allen Regeln der (so genannten hohen) Kunst entstanden sind. Gewiss, die Bilder lassen uns in eine Parallelwelt blicken, aber das ist durchaus legitim, da die abgebildeten Gestalten längst allgegenwärtige Ikonen geworden und nicht minder des Öl-Abbildens wert sind als etwa hochrangige Politiker.

Carl Barks – Die Ölgemälde

Dieser Band eröffnet nun, über 30 Jahre nach der Ausgabe von Another Rainbow, erneut die Möglichkeit sich zu vergegenwärtigen, wie Barks nicht nur mit seinen Comics, sondern auch mit seinen Ölgemälden Entenhausen ein einmaliges künstlerisches Denkmal setzte. Und verglichen mit den 200 Dollar von damals, ist er für 99 Euro fast schon ein Schnäppchen.

Carl Barks – Die Ölgemälde
Alle Abbildungen © 2012 Disney Enterprises, Inc.

Jetzt fehlt dem Komplettisten, der nicht alles nur im Internet suchen will, eigentlich nur noch ein Ergänzungsband, der eine Übersicht über sämtliche nach den Ölgemälden entstandenen Siebdrucke, Serigrafien und anderweitigen Veröffentlichungen (in Kalendern oder auf Postern usw.), sowie die Figurinen ermöglicht.

Wolfgang J. Fuchs

Calgary Eye-Opener

Mittlerweile ist in identischer Aufmachung – also passend zur 30-bändigen Carl Barks Collection – ein Band mit jene nicht immer ganz stubenreinen Zeichnungen die Barks vor seiner Zeit bei Disney für den Calgary Eye-Opener zeichnete.

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Onkel Dagobert und Donald Duck – Don Rosa Library

Die Frage, ob wirklich noch eine weitere “Library“ mit den Enten-Geschichten von Keno Don Hugo Rosa benötigt wird, kann schon nach kurzem Blättern in diesem Buch bejaht werden. Es handelt sich um eine kritisch kommentierte Gesamtausgabe, wobei der beständig mit seinem Talent als Erzähler und Zeichner hadernde Don Rosa, in den Begleittexten dieses Buches so hart mit sich ins Gericht geht, dass ihm niemand Eitelkeit vorwerfen kann.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library

Der fast lebenslande Fan der Duck-Comics von Carl Barks (“Ich habe sie buchstäblich seit meiner Geburt gelesen bzw. zuerst nur angeschaut) träumte immer davon einmal ähnliche Geschichten zu erzählen. Als er entdeckte, dass in den USA wieder Disney-Hefte erscheinen und hierin ein Comic veröffentlicht wurde, dessen Panels “vollständig aus Nachzeichnungen von Barks-Posen“ bestanden, war seine Chance gekommen.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library

Rosa zeichnete für den Verlag Gladstone die Geschichte Son of the Sun, in der Onkel Dagobert zusammen mit Donald und den Neffen bei einem Wettstreit mit seinem Gegenspieler Mac Moneysac versucht einen gewaltigen Inka-Schatz zu finden. Das selbe Abenteuer hatte er zuvor schon einmal erzählt, allerdings mit eigenen Figuren, doch: “In meinem Kopf war es als Dagobert-Geschichte entstanden.“ Als er dafür 1987 eine Nominierung für den Harvey-Award als “Best Comic  Story of the Year“ erhielt, war Don Rosa klar, dass ihm mehr als passable Fanart gelungen war.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library

Er machte weiter mit kürzeren Gag-Geschichten und langen Abenteuern in der Tradition von Carl Barks. Von europäischen Verlegern erhielt er den Auftrag aus dem Vorleben der reichsten Ente der Welt zu erzählen. Der Erfolg der Serie Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden ermöglichte es Don Rosa seinen lukrativen Job in der sich im Familienbesitz befindlichen Baufirma hinzuschmeißen.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library

Der erste Band der auf 10 Ausgaben bestehenden Gesamtausgabe enthält im Format von 22 x 29 cm neben “Der Sohn der Sonne“ noch zwölf weitere Comics, zu denen Don Rosa jeweils interessante “Hinter den Kulissen“-Texte verfasst hat. Hinzu kommen Skizzen, Titelbilder und der erste Teil von Rosas Autobiografie “Mein Leben, meine Comics“. Rosa hat über die Aufmachung des Buchs gewacht und auch dafür sorgt, dass das Lettering und die Kolorierung in seinem Sinne ist.

Onkel Dagobert und Donald Duck - Don Rosa Library
. © 2020 Disney / Egmont Comic Collection

Besonders wichtig war ihm “die Farbe des Geldes“, denn in Europa werden die Münzen in Onkel Dagoberts Geldspeicher meist gelb eingefärbt um den Eindruck zu erwecken, dass es sich um Goldmünzen handelt. Barks hingegen wollte zeigen, dass die reichste Ente der Welt so geizig ist, dass sie “sogar gewöhnliches Kleingeld hortet“. Daher ist in diesem Band die Münzen silbern koloriert, “mit ein paar eingestreuten kupferfarbenen Pennys“.

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Disney-Anthologien: Onkel Dagobert

Die Egmont Comic Collection erfreut uns mit fünf schön aufgemachten Disney-Anthologien zu den populärsten Figuren aus dem Hause Disney. Onkel Dagobert ist die einzige Figur dieser Anthologie-Reihe, die nicht im Kino debütierte.

Die Disney-Anthologien

Daher beschäftigt sich auch einer der Texte des Buchs „Die reichste Ente der Welt“ damit, wie Disney versuchte auch aus Dagobert Duck einen Filmstar zu machen, was nicht ganz einfach war. Der große Carl Barks erfand den geizigen Milliardär 1947 für die Geschichte Die Mutprobe. Da er sich anfangs noch gar nicht ähnlich sah, fehlt diese Story in der Anthologie.

Die Disney-Anthologien
© 2018 Disney Enterprises, Inc.

Stattdessen sind mit Der zählende Papagei, Die Kunst, Geld auszugeben und Der arme reiche Mann drei der schönsten Barks-Geschichten mit Dagobert enthalten. Bemerkenswert sind auch die Zeitungsstrips Eine Woche mit Onkel Dagobert von 1951, in denen Al Taliaferro entgegen seiner sonstigen Gewohnheit eine von einem Kollegen geschaffene Comic-Figur auftreten ließ. Natürlich darf in diesem Buch auch nicht Don Rosa fehlen, denn dieser hat mit Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden eine umfangreiche Biographie der reichsten Ente der Welt zu Papier gebracht.

Die Disney-AnthologienDie jeweils 430-seitigen Anthologien zu Micky Maus, Donald Duck, Goofy, Daisy Duck und Onkel Dagobert sind eine interessant zusammengestellte Mischung aus Texten und Comic-Geschichten. Cover und Rückseiten gestaltete mit Ulrich Schröder einer der besten Disney-Zeichner. Für die Bände spricht auch, dass sie ein durchgehendes Motiv auf dem Buchrücken haben.

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Disney-Anthologien: Daisy Duck

Die Egmont Comic Collection erfreut uns mit fünf schön aufgemachten Disney-Anthologien zu den populärsten Figuren aus dem Hause Disney. Wenn es um das gesamte Disney-Universum geht, dann dürfte eher Minnie Maus „Entenhausens First Lady“ sein. Doch den Bereich Comic dominiert die Entendame Daisy Duck.

Die Disney-Anthologien

Diese hieß zunächst Donna Duck und hatte ihren ersten Auftritt 1937 im Zeichentrickfilm Don Donald hatte. Den Namen Daisy erhielt sie erst drei Jahre später im Cartoon Mr. Duck Steps Out. Bereits kurz danach – am 4. November 1940 – trat sie auch erstmals im Comic auf, in einem von Al Taliaferros Zeitungsstrips.

Die Disney-Anthologien
© 2018 Disney Enterprises, Inc.

Den Auftakt der Anthologie bilden dann auch einige von Taliaferros kunstvollen Short Stories aus dem Jahre 1940, die von den ersten Begegnungen zwischen Daisy und Donald erzählen. Natürlich sind auch Comics von Carl Barks enthalten, der einige schöne Storys über die Rivalität von Donald und Gustav Gans beim Wettbalzen um Daisy geschrieben hat. Bemerkenswert ist auch ein Auszug Aus Daisy Ducks Tagebuch. In dieser Reihe bemühte sich der US-Verlag Dell 1960 eher vergeblich darum, Comichefte auch für Mädchen interessant zu machen. Ein Jahrzehnt später versuchte sich Daisy als Superheldin Phantomime die Feministin und auch ansonsten enthält der Band einige schöne Beispiele dafür, wie die Disney-Comics sich an aktuellen Trends orientieren.

Die Disney-AnthologienDie jeweils 430-seitigen Anthologien zu Micky Maus, Donald Duck, Goofy, Daisy Duck und Onkel Dagobert sind eine interessant zusammengestellte Mischung aus Texten und Comic-Geschichten. Cover und Rückseiten gestaltete mit Ulrich Schröder einer der besten Disney-Zeichner. Für die Bände spricht auch, dass sie ein durchgehendes Motiv auf dem Buchrücken haben.

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Disney-Anthologien: Goofy

Die Egmont Comic Collection erfreut uns mit fünf schön aufgemachten Disney-Anthologien zu den populärsten Figuren aus dem Hause Disney. Eine schöne runde Sache ist das Buch zu Goofy. Enthalten sind unter dem Motto „Vom Sidekick zum Star“19 Comics aus 9 Jahrzehnten.

Die Disney-Anthologien

Die Figur trat bereits in einem Zeichentrickfilm von 1932 auf und trug zunächst auch im Comic den Namen Dippy Dawg. Die ersten Comics zeichnete Floyd Gottfredson, von dem in der Anthologie zwei Geschichten enthalten sind, wobei die längere Story Ihr erster Fall in Schwarzweiß zum Abdruck kommt.

Die Disney-Anthologien
© 2018 Disney Enterprises, Inc.

Natürlich wird auch Supergoof gewürdigt, der mit zwei Geschichten vertreten ist und in den 60er Jahren parallel zur Hochzeit der Marvel Comics entstand. In seinem ersten von Paul Murry gezeichneten Auftritt ist Supergoof noch nicht mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, sondern Goofy zieht Cape und Longjohns (Ganzkörperunterwäsche) an, weil er sich für unbesiegbar hält. Erst nach und nach entwickelte sich ein eigener kleiner Superhelden-Kosmos mit Super-Erdnüssen, die Goofy in seiner Mütze versteckt, und dem superschlauen Neffen Alfons als jugendlichem Sidekick.

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Disney-Anthologien: Donald Duck

Die Egmont Comic Collection erfreut uns mit fünf schön aufgemachten Disney-Anthologien zu den populärsten Figuren aus dem Hause Disney, wobei bei der Ausgabe zu Donald Duck unter dem Motto „Die Ente – Die Legende“ natürlich aus dem Vollen geschöpft werden kann.

Die Disney-Anthologien

Doch es ist schwer nachvollziehbar, dass die Zusammenstellung nur einen sehr klein reproduzierten Onepager von Al Taliaferro enthält und gar nichts von Don Rosa, der aber in der Onkel-Dagobert-Anthologie zum Zuge kommt. Dafür wird Carl Barks mit den zwei 10-seitigen Geschichten Die fabelhafte Hasenpfote und Der Fluch des Albatros, sowie dem Abenteuer Der goldene Helm gebührend gewürdigt.

Die Disney-Anthologien
© 2018 Disney Enterprises, Inc.

Ansonsten sind noch Jack Bradbury, Tony Strobl, Romano Scarpa, Luciano Bottaro, Massimo De Vita, Maximino, Daan Jippes, Freddy Milton, Vicar, William Van Horn, Daniel Branca, Giorgio Cavazzano und Arild Midthun vertreten. Auch der deutsche Zeichner Volker Reiche (Strizz) ist mit der Story Ritterliche Zeiten dabei. Ein Höhepunkt ist die vom Finnen Kari Korhonen geschriebene Geschichte Das Bildnis des Donald Duck, die von 12 Zeichnern in Szene gesetzt wurde, die sich auch selbst karikiert haben!

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Disney-Anthologien: Micky Maus

Die Egmont Comic Collection erfreut uns mit fünf schön aufgemachten Disney-Anthologien zu den populärsten Figuren aus dem Hause Disney. Unter dem Motto “Kleiner Held – Comic-Gigant“ beschäftigt sich natürlich einer der Anthologie-Bände mit der Micky Maus.

Die Disney-Anthologien

Enthalten sind dreizehn Comic-Geschichten von meisterlichen Zeichnern. Floyd Gottfredsons immer noch sehr beeindruckende Strips aus den 30er Jahren wurden teilweise hochkant abgedruckt. Paul Murrys Adaption der Micky-Maus-Episode Der Zauberlehrling aus dem Disney-Film Fantasia ist etwas lustlos ausgefallen, sehr viel besser gelungen ist seine Geschichte, in der die Maus in das Kostüm des Superhelden Der rote Rächer schlüpft.

Die Disney-Anthologien
© 2018 Disney Enterprises, Inc.

Natürlich werden die italienischen Disney-Comics gebührend berücksichtigt. Romano Scarpa ist gleich mit zwei Geschichten vertreten, während in einer Geschichte von Giorgio Pezzin und Giampero Ubezio Micky Maus aber auch Goofy gleich zweimal vertreten sind.

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Disney´s heimliche Helden # 10: Klaas Klever

Nach Supergoof, Phantomias, Gundel Gaukeley, Gamma, Onkel Dagoberts Geldspeicher,  Daisy Duck, Gustav Gans und Donalds „313“-Auto  wird jetzt – wie zuvor schon Kater Karlo eine eher schurkische Figur zu einem von „Disney´s heimliche Helden„. Wie so viele Mitglieder des Entenuniversums ist auch die Figur des Klaas Klevers eine Erfindung des großen Carl Barks. Dieser ließ den mit Dagobert Duck um den Status des reichsten Mannes der Welt ringenden Tycoon 1961 in der in diesem Buch enthaltenen Geschichte Das Bootsrennen erstmals auftreten.

Disney´s heimliche Helden # 10: Klaas Klever

Die Übersetzerin Erika Fuchs nannte Onkel Dagoberts “Geschäftsfreund“ Emil Erpel, genau wie den Gründer von Entenhausen. Im Original hieß er jedoch – in Anspielung auf John D. Rockefeller – John D. Rockerduck und dieser Name führte dazu, dass Barks die Figur nur einmal einsetzte. Wolfgang J. Fuchs´ wieder sehr interessantem Vorwort ist zu entnehmen, dass 1961 Rockefellers Sohn Michael C. unter mysteriösen Umständen in Neuguinea verschwand, was – da dieses Ereignis Parallelen zu den Geschehnissen in seiner Comicstory Das Bootsrennen aufwies – dazu führte, dass Barks auf weitere Einsätze von Rockerduck/Klever/Erpel verzichtete. Doch bereits 1962 lebte die Figur in den italienischen Disney-Comics weiter.

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Das Hardcoverbuch enthält neben der Barks-Story noch vier Beispiele von italienischen Comics mit Klass Klever, die zur Hälfte deutsche Erstveröffentlichungen sind. Abgesehen von der äußerst gelungenen letzten Geschichte aus der schwungvollen Feder von Danilo Barozzi sind diese Storys (obwohl sich hier Comickünstler wie Romano Scarpa oder Giorgio Cavazzano beteiligt waren) zeichnerisch eher unteres Mittelmaß. Leider handelt es sich hier um den Abschlussband der Reihe. Das ist sehr schade, denn es gäbe noch genug “Heimliche Helden“, man denke nur an die Panzerknacker, Kommissar Hunter, Dicky, Dacky und Ducky oder Helferlein

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