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Der dritte Mann

Wien, 1948: Der amerikanische Schriftsteller Holly Martins (Joseph Cotton) will in der besetzten Stadt seinen alten Freund Harry Lime besuchen. Er kommt gerade noch rechtzeitig zu dessen Beerdigung. Seine Nachforschungen führen ihn zu Limes Geliebter, der Schauspielerin Anna Schmidt, die aus dem russischen Sektor geflohen ist und ihm bei seinen Ermittlungen hilft. Martins Suche nach der Wahrheit zieht ihn immer tiefer in einen gefährlichen Teufelskreis aus Betrug, Korruption und Mord…

Der dritte Mann

1949 drehte der britische Regisseur Carol Reed nach einem Drehbuch von Graham Greene das gelegentlich durchaus komische Nachkriegsdrama “Der dritte Mann“. Die in leichter Kamera-Schieflage eingefangenen Originalaufnahmen vom zerbombten Wien, die sehr nah an der damaligen Realität angesiedelte Geschichte, die internationale Besetzung mit Orson Welles als mysteriöser Harry Lime und die Zither-Musik von Anton Karas summieren sich zu einem unvergesslicher Filmklassiker.

Der dritte Mann

Bevor Graham Greene das Drehbuch verfasste, schrieb er die im Film erzählte Geschichte zunächst als Erzählung nieder. Diese veröffentlichte er jedoch erst ein Jahr nachdem “Der dritte Mann“ im Kino angelaufen war. Das in Abstimmung mit Carol Reed und durch Input von Orson Welles (Stichwort “Kuckucksuhr“) entstandene schließlich verfilmte Drehbuch unterscheidet sich nicht unerheblich von Greenes Erzählung. So war bei Greene die Hauptfigur zunächst Brite und hieß Rollo Martins, und das Ende der Geschichte ist eher happy.

Der dritte MannDie Edition Büchergilde hat Greenes Erzählung von Nikolaus Stingl neu übersetzen lassen. Die 1984 in der Nähe von Hamburg geborene freischaffende Künstlerin Annika Siems hat zudem noch stimmungsvolle Illustrationen zum Buch beigesteuert. Inspiration fand sie im Wiener Dritte-Mann-Museum. Das Problem, dass jeder Leser sofort die Bilder aus dem Film im Kopf hat, war Annika Siems bewusst und ihr gelang mit Sepia-Tusche eine recht eigenständige Bebilderung.

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Film Noir

Es waren die Franzosen, die in der Nachkriegszeit von jenen US-Filmen fasziniert waren, die weder nach Schema F funktionierten noch sich darauf beschränkten simple Moralvorstellungen zu bebildern. Filme wie Billy Wilders Frau ohne Gewissen, Fritz Langs Die Frau am Fenster oder Alfred Hitchcocks Vertigo verunsichern den Betrachter durch den düsteren Blick auf menschliche Abgründe, sowie häufig auch noch durch den Verzicht auf Happy Ends.

Film Noir

Da die Schauplätze der Filme meist bedrohliche und nächtliche Großstädte waren, erfanden französische Kritiker für diese Werke den Begriff Film noir, der mit einiger Verspätung auch ab Anfang der Siebziger Jahre in den USA Verwendung fand. Bei uns wird auch gerne von “Hollywoods Schwarzer Serie“ gesprochen.

Film Noir

Für viele Filmexperten startete die große Zeit des Film noir 1941 mit John Hustons Die Spur des Falken. Das Ende läutete Orson Welles 17 Jahre später mit seinem seinerzeit völlig unterschätzen Meisterwerk Im Zeichen des Bösen ein. Doch die Tradition lebt weiter und aktuelle Werke mit Film noir-Elementen wie Quentin Tarantinos Pulp Fiction, Christopher Nolans Memento oder die Verfilmung von Frank Millers Comic Sin City, bekommen heute das Etikett Neo-Noir verpasst.

Film Noir

Der Taschen Verlag hat in den 10 Bänden seiner Filme des Jahrzehnts-Serie -Reihe Highlights der Kinogeschichte in markanten Bildern und Texten vorgestellt. Unter den hier besprochenen Klassikern befinden sich schon zwangsläufig auch viele Vertreter des Film noir. Daher war es für Taschen ein Leichtes aus seinen Jahrzehnte-Kanons für seine Reihe Bibliotheca Universalis einen opulenten Bildband über den Film noir zusammenzustellen. Enthalten sind Informationen zu 50 herausragenden Vertretern der Genres Film noir. Es wurde die bereits vorhandenen Texte, sowie das jeweilige Seitenlayout mit den Filmplakaten und den sehr großformatigen Bilder aus der “Filme des Jahrzehnts“-Reihe übernommen. Ergänzt wurden noch einführende Texte zu den Grundelementen des Film noir.

Film Noir

Einmal mehr gelang Taschen ein Bildband, der auch der Tatsache Rechnung trägt, dass Film in erster Linie ein visuelles Medium ist.

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