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Slumdog Millionär

Selten habe ich so sehr auf ein Happy End gehofft wie bei diesem Film. Danny Boyle (Yesterday) erzählt zwar von Anfang an von der Möglichkeit des Unmöglichen. Er schildert wie ein Jungen aus den Slums von Mumbai, der ja eigentlich völlig ungebildet sein müsste, in der indischen Version von Wer wird Millionär Frage um Frage richtig beantwortet. Doch dass Jamal die 20 Millionen Rupien gewinnt erscheint wahrscheinlicher als dass er glücklich zusammen mit seiner geliebten Latika leben wird.

Slumdog Millionär

Durch seine spannende Erzählstruktur zieht Slumdog Millionär den Zuschauer sofort in seinen Bann. In der Rahmenhandlung tritt Jamal im Quiz an und wird zwischendrin von der indischen Polizei gefoltert, weil diese glaubt, dass er mogelt. Rückblenden schildern nicht nur die tragischen Stationen von Jamals Leben, sondern erklären woher er die Antworten auf die Fragen weiß.

Slumdog Millionär

Fast ohne Bollywood-Ästhetik (erst im Abspann wird gesungen und getanzt) gelingt Danny Boyle das Kunststück Jamals Lebensumstände exotisch, farbig und gelegentlich sogar humorvoll zu schildern, trotzdem aber die Härte eines fast chancenlosen Lebens voller Armut, Ungerechtigkeit und Gewalttätigkeiten in keinster Weise zu beschönigen. Auch daher hat selten ein Kinoheld ein glückliches Ende so sehr verdient wie Jamal.

Slumdog Millionär

Doch auch für den Film Slumdog Millionär gab es ein Happy End, denn er wurde auf der Oscar-Verleihung gleich achtfach ausgezeichnet, auch als „Bester Film“!

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Spider-Man: A New Universe

Das hat wohl keiner kommen sehen! Rechteinhaber Sony Pictures Entertainment ließ zu, dass der Realfilm-Spider-Man zum Bestandteil von Disneys Marvel Cinematic Universe wurde und blamierte sich ganz kräftig mit einem Film über den Alien-Symbionten Venom. Eine ähnlich dumme Idee schien ein Animationsfilm über einen nicht von Peter Parker, sondern vom Afro-Latino-Teenager Miles Morales verkörperten Spider-Man zu sein.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Doch das Konzept ging auf, auch weil neben Miles Morales noch fünf weitere alternative Spider-Männer präsentiert wurden. Der schurkische Kingpin (der als Animationsfigur ähnlich abgefahren aussieht, wie in den von Bill Sienkiewicz gezeichneten Comics) versucht seine verstorbene Familie durch einen Teilchenbeschleuniger zurückzubekommen. Dadurch kommt es zu Schnittstellen mit einigen alternativen Universen und gleich fünf völlig verschiedene Versionen von Spider-Man landen auf der Erde.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Miles Morales lernt so einen etwas übergewichtigen Peter Parker, die liebreizende Spider-Gwen, das den Roboter SP//dr einsetzende Manga-Mädchen Peni Parker, den aus einer schwarzweißen Welt stammenden Spider-Man Noir (in der Originalfassung gesprochen von Nicolas Cage!) sowie das Cartoon-Schweinchen Spider-Ham kennen. Das klingt nach Klamauk, ist es teilweise auch. Doch zugleich werden in bester Marvel-Tradition die Teenager-Probleme von Miles Morales ernst genommen und die turbulente Geschichte geht auch zu Herzen.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Hinzu kommen ein hervorragendes Figurendesign, sowie eine außergewöhnlich gute und originelle Animation, die kunstvoll mit Elementen aus Comics und verschiedenen Stilen spielt. Doch dabei wird die Geschichte nie aus den Augen verloren und die knapp zwei Stunden des Films vergehen wie im Fluge. Völlig zu Recht wurde Spider-Man: A New Universe 2019 bei der Oscar-Verleihung als bester animierter Spielfilm ausgezeichnet.

© Sony Pictures Entertainment
© Sony Pictures Entertainment

Die Blu-ray von Sony Pictures Entertainment. enthält den 128-minütigen Film (mit Audiokommentar der Regisseure und Produzenten, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) sowie diese Extras: Eine Hommage an Stan Lee & Steve Ditko (8:34 min); Die ultimative Comic-Besetzung (15:02 min); Zwei Musikvideos (5:48 min); Animierter Kurzfilm: „Peter Porker, der spektakuläre Spider-Man“ (4:01 min); Wir sind Spider-Man (7:51 min); Spider-Universum: Eine neue Dimension (5:09 min); Comic Filmfiguren selber gestalten (7:45 min); Alternativ Universum-Modus: Lass dich von den Filmemachern durch alternative Szenen, Handlungsstränge, Figuren und mehr führen; Die Spider-Universum-Superfans Easer Egg Challenge

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Das Leben der Anderen

Der linientreue Stasi-Offizier Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) soll den Theater-Schriftsteller Georg Dreyman (Sebastian Koch) ausspionieren und abhören. Dieser ist bisher nicht durch regimekritisches Verhalten aufgefallen, doch ein SED-Bonze hat ein Auge auf dessen Freundin Christa-Maria (Martina Gedeck). Wiesler beginnt an der Rechtmäßigkeit seines Tuns zu zweifeln und entdeckt seine Menschlichkeit.

Das Leben der Anderen

Mit dieser Mischung aus Tatsachen und Wunschdenken gelang Florian Henckel von Donnersmarck 2005 mit seinem ersten Spielfilm Das Leben der Anderen ein beachtliches Thriller-Drama, das entgegen dem zuvor im Kino vorherrschenden Trend, die DDR nicht als ulkiges Kauz-Biotop sondern als grausamen Überwachungsstaat zeigt.

Das Leben der Anderen

Neben der sehr guten Besetzung, zu der auch Ulrich Tukur als zynischer Stasi-Offizier gehört, verdankt der Film seine Wirkung auch dem gut gewählten Soundtrack. Es wird kaum auf Ostalgie-Hits (Ausnahmen: Albatros von Karat) gesetzt, nur die Frank-Schöbel-Schnulze Wie ein Stern erklingt an einer entscheidenden Stelle.

Das Leben der Anderen

Für die Filmmusik bekam von Donnersmarck seinen Wunschkandidaten: “Gabriel Yared ist nicht nur mein Lieblingsfilmkomponist; er ist mein Lieblingskomponist tout court.“ Erst “nach jahrelangem Brief- und Telefonverkehr“ gelang es ihm Yared zu verpflichten, der bereits etliche Kinowerke der gehobenen Kategorie wie Der englische Patient vertonte.

Das Leben der Anderen

Dass sich Das Leben der Anderen völlig zu Recht für das Rennen um den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film qualifiziert hat und diesen sogar gewann, dürfte zu einem nicht geringen Teil auch an Gabriel Yareds simpel instrumentierten aber beklemmenden Klängen liegen.

Werk ohne Autor

Florian Henckel von Donnersmarck drehte anschließend in Hollywood The Tourist , der trotz Star-Besetzung mit Lohnny Depp und Angelina Jolie weit hinter den Erwartungen zurückgeblieb. Anschließend hat er sich acht Jahre Zeit und dann mit Werk ohne Autor alle Erwartungen übererfüllt.

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Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Auch in seinem neusten Film zelebriert der Mexikaner Guillermo del Toro (Hellboy, Pacific Rim) seine Liebe zum US-Monsterfilm. Die Kreatur, die im Zentrum des Geschehens steht, ist eine Mischung aus Mensch und Amphibie. Dieser nahe Verwandte von Jack Arnolds Creature from the Black Lagoon würde nicht in die heutige Zeit passen. Vor dem Hintergrund eines liebevoll rekonstruierten Baltimores der 60er Jahre funktioniert der Kiemenmann jedoch bestens.

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Dieses geheimnisvolle Wesen (Doug Jones) wird eines Tages in ein geheimes Militärlabor verfrachtet und soll dort vom rücksichtslosen Sicherheitschef Strickland (Michael Shannon) untersucht werden. Die stumme Elisa (Sally Hawkins) arbeitet als Reinigungskraft im Labor und freundet sich mit dem vermeintlichen Monster an. Als sie erfährt, dass Strickland  das Geschöpf sezieren will, setzt sie alles daran um es zu befreien.

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Diese Rettungsaktion setzt del Toro ebenso spannend wie skurril in Szene, wozu auch die hervorragende Besetzung beiträgt. Um Elisa hat sich eine illustre Truppe gescharrt. Ihr gelingt es ihre alles andere als stumme Kollegin Zelda (Octavia Spencer), ihren schwulen Nachbarn Giles (Richard Jenkins) und den russischen Spion Hoffstedler (Michael Stuhlbarg) um sich zu scharren.

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Del Toro knüpft mit Shape of Water in seiner Mischung aus Poesie und Schrecken an seinen wohl besten Film Pan Labyrinth an. Das Resultat ist jedoch sehr viel weniger finster, sondern verfügt auch noch über perfekt getimte Musical-Elemente. Del Toro setzt einmal mehr scheinbar unvereinbare Elemente zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk zusammen. 2018 erhielt er daher den Regie-Oscar und Shape of Water wurde als „Bester Film“ prämiert.

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