Schlagwort-Archive: Panini

Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?

1986 war es für DC an der Zeit Superman behutsam zu modernisieren. Diese Aufgabe übernahm der Zeichner und Autor John Byrne. In der sechsteiligen Reihe „Superman – The Man of Steel“ eliminierte er allerlei Dinge, die sich im Laufe der Jahrzehnte rund um den Mann aus Stahl formiert hatten, wie den Superhund Krypto oder den als Superboy tätigen jugendlichen Clark Kent. Ferner machte Byrne aus dem meist als verrückter Wissenschaftler auftretenden Schurken Lex Luthor einen Konzernchef, der dadurch noch sehr viel mehr Möglichkeiten hatte Böses zu tun.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Softcover-Cover

Kurz bevor Byrnes Superman-Relaunch in die Comicshops kam, wurde in den US-Heften “Superman # 23“ und “Action Comics # 583“ die Geschichte des “alten“ Supermans zu Ende erzählt. Für diese Aufgabe war eigentlich Superman-Erfinder Jerry Siegel vorgesehen. Als sich dies zerschlug kam Alan Moore zum Zuge. Der Schöpfer der “Watchmen“, der heute gar nicht mehr gut auf DC zu sprechen ist, ist ein glühender Fan von Superman und er erledigte – unterstützt vom Zeichner Curt Swain – die Aufgabe mit Bravour. Obwohl in seiner zweiteiligen Story “Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ allerlei liebgewonnene Figuren zu Tode kamen, gibt es für Clark Kent dennoch ein Happy End, schon dadurch, dass er sich komplett ins Privatleben zurückziehen kann.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Hardcover-Cover

Panini veröffentlicht „Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ in einem schön aufgemachten Sammelband, der mit “Die Grenze des Dschungels“ (hier trifft der Stählerne auf Swamp Thing) und “Das Geschenk“ (von “Watchmen“-Zeichner Dave Gibbons) noch zwei weitere von Alan Moore geschriebene Superman-Storys enthält.

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DC-Crossover: Batman/Tarzan

So langsam gingen dem Dino Verlag ja die Crossovers aus, doch zum Glück brachte Disney einen Tarzan-Trickfilm in die Kinos. Dark Horse veröffentlichte nicht nur die (gelungene) Comic-Adaption zum Film, sondern unternahm auch ansonsten alles Mögliche um Edgar Rice Burroughs Urwaldmenschen auch im Medium Comic wieder etwas populärer zu machen.

DC-Crossover: Batman/Tarzan

Ein gutes Mittel ist da natürlich ein Crossover. So gab es neben einer Begegnung von Tarzan mit „Carson von der Venus“ (stammt genau wie „John Carter vom Mars“ ebenfalls von Burroughs) auch ein vierteiligen Zusammentreffen mit dem Crossover-Veteran Batman, das Dino in zwei Heften herausbringt.

DC-Crossover: Batman/Tarzan

Der Reiz dieses Comics besteht darin zu sehen wie ein Zusammentreffen dieser beiden scheinbar total verschiedenen Helden überhaupt möglich ist. Recht hilfreich ist es dabei, dass Ron Marz die Geschichte in den dreißiger Jahren spielen läßt, denn zumindest Tarzan und manchmal auch Batman wirken in unserer gegenwärtigen Alltagsumgebung oft etwas unpassend.

DC-Crossover: Batman/Tarzan

Bruce Wayne und Lord Greystoke treffen sich zunächst bei einer Museumseröffnung im Zivil und später dann natürlich in voller (oder bei Tarzan etwas weniger voller) Montur beim Kräftemessen über den Dächern von Gotham City. Auch optisch gibt es nichts zu meckern: Igor Kordeys Zeichnungen erinnern nicht selten an Enki Bilal, während Chris Chuckrys oft etwas violette Farbgebung anscheinend von Richard Corben beeinflusst wurde.

DC-Crossover: Batman/Tarzan

Zur deutschen Ausgabe bleibt noch anzumerken, dass das von Dino gewählte rötliche Dave Dorman-Cover von Heft 2 dem sehr viel schöneren grünlichen Titelbild des ersten US-Heftes, dass dankenswerterweise auch im Dino-Heft veröffentlicht wurde, deutlich unterlegen ist. Außerdem wurde die erste Seite des Comics durch ein pralles Impressum ziemlich entstellt, während die eigentlichen Credits auf Seite 6 immerhin halbwegs dezent eingefügt wurden.


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Batman: Ra’s al Ghul

Wer gedacht hatte, dass im Mai 2005 mit „Der Tod und die Mädchen“ im Batman Sonderband #4 diese Serie gestorben sei, der hat sich ebenso geirrt wie Batman selbst, der vielleicht gehofft hatte, dass mit dem Tod von Ra’s al Ghul in genau diesem Band nun endlich er keine Probleme mit seinem Widersacher bekäme. Aber weit gefehlt. Auch über seinen Tod hinaus ist der Meister der Wiederauferstehung durchaus in der Lage Batman übel zuzusetzen.

Batman: Ra's al Ghul

In Gotham City kann nicht mehr gestorben werden. Hört sich gut an, ist es aber gar nicht. Zu Zeiten, in denen sich der selbsternannte Ökoterrorist noch bester Gesundheit erfreute, hatte er für den Fall vorgesorgt, dass er einmal doch nicht mehr leben könnte. Für diesen doch recht unwahrscheinlichen Fall hatte er einen Brief verfasst, eine Art Letztes Testament, in dem er „dem Detektiv“ erklärt, warum er so handelte. Es ist sozusagen der letzte Versuch, Batman davon zu überzeugen, seinem Beispiel zu folgen.

Batman: Ra's al Ghul

Hier erfahren wir sehr viel aus Ra’s al Ghuls Vergangenheit. Wie er es geschafft hat, nach seinem eigenen Tod den Tod in Gotham City abzuschaffen und nicht genug damit, er schafft es auch, dass die Toten wieder ihren Gräbern entsteigen, dass die Uhren rückwärts gehen. Und so liegt es an dem Meisterdetektiven das dunkle Geheimnis hinter Ra’s al Ghul zu lüften. Eine Zeitreise durch die Jahrhunderte, bevor das absolute Chaos in Gotham City ausbricht.

Batman: Ra's al Ghul

Aber keine Sorge, er schafft es und Ra’s bleibt auch tot. Das Ende ist auch recht spannend, denn nun hat Batman in seiner Bathöhle eine Lazarusgrube, ganz ohne Ley-Linien. Nachdem die letzten Lazarus-Gruben von Bane zerstört waren (Batman Sonderband #2 „Veritas Liberat“, Panini), war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Ra’s der Tod ereilen würde. Dies geschah dann auch in den schon oben genannten Batman Sonderbänden #3 und #4: „Der Tod und die Mädchen“.

Batman: Ra's al Ghul

Zu den Ley-Linien vgl. auch DC Premium #31 „Batman – Superman – Wonder Woman: Dreigestirn“. Grayson entwickelt eine nette und logisch schlüssige Geschichte. Man muss ein wenig mitdenken, aber am Ende passt es. Neu ist jetzt, dass nun wieder eine Lazarus-Grube existiert. Wer weiß, wofür die noch mal gut ist?

Batman: Ra's al Ghul

Text und die Bilder von Paul Gulacy gehen eine einzigartige Symbiose ein – da wo Worte fehlen, da vermag der Künstler durch seine Bilder unendlich viel zu erzählen. Gulacy ist der Fachman für Kampfszenen, für Licht und Schatten. Von ihm sind u.a. auf dt. erschienen: Batman Album #8, „Die Intrigen des Dr. Strange“, Carlsen + DC Crossover #26 – #28, „Batman/Predator“, DINO + DC Premium #15,“ Batman: Hetzjagd“, Panini sowie die Catwoman-Storys zu den „Kriegsspielen“ in Batman Sonderheft #1 – #3, Panini.

Norbert Elbers


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Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Größer konnte damals der Bruch nicht sein: Nach dem Ende der vielbeachteten Storyline “Hush“ (sie endete mit US-Batman-Heft #619) von Jeph Loeb und Jim Lee übernahmen Brian Azzarello und Eduardo Risso die monatliche Heftserie. War Hush noch ganz geprägt von bunten Farben und einer grandiosen Detektivgeschichte, so bietet das Team Azzarello/Risso zwar auch eine Detektivgeschichte, aber in einer Stadt, die die dunkelste vorstellbare zu sein scheint. Menschliche Abgründe und einen Batman, der sich stark von seinen bisherigen künstlerischen Interpretationen unterscheidet.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Azzarellos bitterböse Sicht auf alles: Mensch, Stadt, Gefühle, Schicksal – das Leben schlechthin! “Broken City“ wird von Panini nun schon zum dritten Mal publiziert – nicht ohne Grund! Sind die beiden alten Veröffentlichungen doch längst vergriffen.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Das mit vielen Preisen überschüttete „100 Bullets„-Team Azzarello/Risso schildert uns in dieser Noir-Story einen Mordfall, der scheinbar aussieht wie ein gewöhnlicher Routine-Fall: Elisabeth Lupo wurde auf grausame Art und Weise ermordet und vieles deutet auf den (kannibalischen) Killer Croc hin. Aber der scheint es nicht gewesen zu sein – vielmehr deutet mehr auf Angel Lupo (Elisabeths Bruder) hin, einen Kleinganoven. Dieser hat eine ebenso äußerst attraktive wie undurchsichtige Freundin: Margo Farr.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Nun passiert ein Doppelmord, der starke Parallelen zu dem Mord an Bruce Waynes Eltern aufweist: Ein kleiner Junge wird Vollwaise! Ein Grund für Batman mehr, sich mächtig ins Zeug zu legen und den wahren Mörder zu jagen! Dieser sinnlose Mord lässt Batman ein wenig zu sehr Eifer an den Tag legen, sodass er Gefahren und Zusammenhänge droht zu übersehen.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Azzarello versteht es bestens, auch andere klassische Batman-Gegner wie den Penguin und den Ventriloquist einzubauen und ihnen wichtige Schlüsselrollen zukommen zu lassen. Nebenbei integriert Azzarello noch zwei neue japanische Super-Schurken-Mutanten (Fat Man und Little Boy – wieder bitterböse: Dies sind die Decknamen der über Nagasaki und Hiroshima abgeworfenen Atombomben).

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Zu guter Letzt kommt dem Joker – der die ganze Zeit im Arkham Asylum einsitzt – noch eine wichtige Funktion bei der Auflösung der vielen Rätsel zu, die selbst Batman tief erschüttert.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: Batman – Kaputte Stadt

Risso setzt diese dunkle Geschichte perfekt um – große Schattenflächen huschen die Häuserwände entlang, seine Perspektive erzeugt schwarze Tiefe und hoffnungslose Verlassenheit.

Norbert Elbers


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Batman: Imperfekt

Es ist noch kein Jahr vergangen seit Bruce Wayne nach Gotham City zurückgekehrt ist. Wir erfahren, dass er nach dem Tod seiner Eltern u. a. bei einem “Hausarzt“ in Tibet in Behandlung war. Während er nachts als Batman versucht Untaten zu verhindern, ist er mit den Kündigungen, die er tagsüber als Konzernchef ausspricht, selbst nicht ganz unschuldig daran.

Batman: Imperfekt

Eigentlich ein interessanter Ansatz, den Autor Joe Casey da verfolgt. Doch die Geschichte, die er daraus entwickelt erscheint leider arg konstruiert. Der kleine Angestellte Ted, dessen Mutter gerade gestorben ist, fällt der durch Wayne ausgelösten Kündigungswelle zum Opfer. So weit, so gut, aber Ted ist nun auch noch hellseherisch begabt und mutiert auch noch zum völlig durchgeknallten blutschlürfenden Massenmörder.

Trotz dieser dann immer mehr den Boden des Realismus verlassenden Geschichte ist der Band keine völlige Enttäuschung.

Batman: Imperfekt

Dafür sorgen die klaren Zeichnungen von Cully Hamner. Sie überzeugen vor allem in den immer wieder eingeflochtenen wortlosen Szene, die Bruce Waynes Einsamkeit und Verunsicherung sehr gut zum Ausdruck bringen. Schade, dass Hamner keine klischeefreiere und sensiblere Erzählung bebildern durfte.


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Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

1986 war es für DC an der Zeit Superman behutsam zu modernisieren. Diese Aufgabe übernahm der Zeichner und Autor John Byrne. In der sechsteiligen Reihe „Superman – The Man of Steel“ eliminierte er allerlei Dinge, die sich im Laufe der Jahrzehnte rund um den Mann aus Stahl formiert hatten, wie den Superhund Krypto oder den als Superboy tätigen jugendlichen Clark Kent. Ferner machte Byrne aus dem meist als verrückter Wissenschaftler auftretenden Schurken Lex Luthor einen Konzernchef, der dadurch noch sehr viel mehr Möglichkeiten hatte Böses zu tun.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Softcover-Cover

Kurz bevor Byrnes Superman-Relaunch in die Comicshops kam, wurde in den US-Heften “Superman # 23“ und “Action Comics # 583“ die Geschichte des “alten“ Supermans zu Ende erzählt. Für diese Aufgabe war eigentlich Superman-Erfinder Jerry Siegel vorgesehen. Als sich dies zerschlug kam Alan Moore zum Zuge. Der Schöpfer der “Watchmen“, der heute gar nicht mehr gut auf DC zu sprechen ist, ist ein glühender Fan von Superman und er erledigte – unterstützt vom Zeichner Curt Swain – die Aufgabe mit Bravour. Obwohl in seiner zweiteiligen Story “Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ allerlei liebgewonnene Figuren zu Tode kamen, gibt es für Clark Kent dennoch ein Happy End, schon dadurch, dass er sich komplett ins Privatleben zurückziehen kann.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Hardcover-Cover

Panini veröffentlicht „Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ in einem schön aufgemachten Sammelband, der mit “Die Grenze des Dschungels“ (hier trifft der Stählerne auf Swamp Thing) und “Das Geschenk“ (von “Watchmen“-Zeichner Dave Gibbons) noch zwei weitere von Alan Moore geschriebene Superman-Storys enthält.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?
Softcover-Cover

Auch bei Batman standen (mal wieder) allerlei Veränderungen an und zum neuen Mann unter der Fledermaus-Maske wurde Ende 2009 der alte Robin. Dieser Unfug wird sicher nicht von Dauer sein, doch war immerhin ein prima Vorwand um – genau wie einst 1986 den Briten Alan Moore . nun dessen Landsmann Neil Gaiman zu bitten eine finale Geschichte zum DC-Heroen zu erzählen.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?
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Der Autor, der sich weitestgehend als Comictexter verabschiedet hat, konnte nicht widerstehen, denn er war schon immer ein glühender Fan von Batman. Gaiman erzählt in „Was wurde aus dem Dunklen Ritter?“ gleich ein knappes Dutzend völlig verschiedene Geschichten von Batmans Tod. Egal ob Catwoman, Robin, Superman, der Joker oder der Butler Alfred (der enthüllt, dass er eigentlich der Joker ist), alle erzählen ureigene sich widersprechende Geschichten von Batmans Tod.

Passend dazu variiert der Zeichner Andy Kubert auch die äußere Erscheinung von Batman. Dieser sieht mal wie einst bei Bob Kane aus und kurz danach wie bei Neal Adams, Frank Miller oder Kelley Jones.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Das Ende von Neil Gaimans Geschichte ist zugleich auch wieder ein Anfang, was gut dazu passt, dass jede Änderung am Batman-Mythos unweigerlich dazu führen wird, dass danach der Status Quo wieder hergestellt wird.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Auch die Veröffentlichung von „Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?“ hat Panini noch um weitere thematisch passende Geschichten vom selben Autor ergänzt. Besonders schön ist “Eine schwarzweiße Welt“ in der Gaiman und der Zeichner Simon Bisley eine Backstage-Welt zeigen in der Batman und der Joker sich hinter der Comic-Bühne in der Garderobe darüber streiten wer die besseren Auftritte und Texte hat.


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Wer ist Batgirl?

Offiziell hat Bruce Wayne zwar Cassandra Cain adoptiert (siehe „Batman Sonderband #22„) – über ihre augenblickliche Situation ist sie aber dennoch nicht ganz zufrieden. Kein Wunder, da genau eben jener (nach den Ereignissen von BATMAN R.I.P. und FINAL CRISIS) tot zu sein scheint. Und so gibt sie desillusioniert die vakante Stelle von Batgirl symbolisch durch die Übergabe ihres Kostüms an Stephanie Brown an diese weiter.

Wer ist Batgirl?

Wir erinnern uns: Stephanie Brown ist die Tochter vom Cluemaster und gleichzeitig die langjährige Freundin von Tim Drake. Nachdem Tims Vater herausgefunden hatte, dass sein Sohn des Nachts in seiner zweiten Identität als Robin auf Verbrecherjagd geht, verlangte er von ihm, seine zweite – geheime – Karriere an den Nagel zu hängen.

Wer ist Batgirl?

Stephanie übernahm kurzer Hand an der Seite von Batman die Rolle des Robin. Aber leider wenig erfolgreich. Um zu zeigen, was dennoch in ihr steckt, versuchte sie die Unterwelt von Gotham City aufzumischen – aber leider ging ihr Plan nicht auf: Stattdessen zettelte sie einen unkontrollierten Bandenkrieg in BATMAN: WAR GAMES an, an dessen Ende ihr eigenes Ableben durch die Hand von Black Mask stand. So schien es – aber es kam noch schlimmer: In Wirklichkeit war es Dr. Leslie Thompkins (!). Eine Handlung so völlig “out of character“; einfach unverzeihlich.

Der enorme und völlig unerwartete Druck seitens der Fangemeinde auf die, von den Editoren veranlasste Entscheidung, Steph hinscheiden zu lassen, ließ DC noch einmal einlenken, und so kam sie wieder. Und so steht sie bereit, um neue Aufgaben zu erfüllen und eine neue Rolle im DC-Universum auszufüllen.

Aber in Gotham City passiert nichts, ohne dass es Batman – in diesem Fall ja Dick Grayson – bemerken würde. Ein neues Batgirl, das auf Verbrecherjagd geht, muss Batman auf den Plan rufen! Dick informiert ein anderes früheres Batgirl: Barbara Gordon. Sie soll mal nach dem Rechten schauen. Barbara versucht Steph von ihren Plänen, als Vigilantin zu agieren, abzuhalten – aber vergebens. Eine neue Droge macht in Gotham die Runde und so arbeiten Steph und Barbara zusammen um den Giftmischern Scarecrow und Black Mask gemeinsam das Handwerk zu legen. Am Ende ist Barbara tief beeindruckt von den Leistungen von Steph und so “erlaubt“ sie, dieser als Batgirl – unter ihrer Aufsicht! – weiter unterwegs zu sein. Steph bekommt ein schickes und technisch aufgepepptes neues Kostüm und wird fortan in ihrer neuen Aufgabe als Batgirl die Reihen der Batman-Familie verstärken.

Die neue Batgirl-Serie ist neben BATMAN AND ROBIN, BATMAN: STREETS OF GOTHAM, RED ROBIN, GOTHAM CITY SIRENS und AZRAEL eine von den neuen Serien, die nach den schon erwähnten Großereignissen BATMAN R.I.P. und FINAL CRISIS und dem neuen Status Quo in den USA starteten.

Der Autor Bryan Q. Miller entwickelt eine flotte Geschichte, die sich flüssig und fesselnd liest, er beweist viel Gefühl für die Gedanken und Probleme von heranwachsenden Jugendlichen. Es macht unglaublich viel Spaß Steph dabei zu begleiten, wie sie versucht ihre neue Rolle zu finden, sich damit auseinandersetzt und wie überaus geschickt und hartnäckig – aber auch mit Zweifel – sie ihre Ziele verfolgt. Eine erfrischende, fesselnde Story.

Stephanie Brown – über Spoiler und Robin zum neuen Batgirl – nie war sie besser, als in dieser Rolle!

Norbert Elbers


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Frank Miller & Simon Bisley: Bad Boy

Die Bad Boys der Comicbranche Frank Miller und Simon Bisley taten sich im Jahre 1997 zusammen und schufen die Geschichte von Jason. Er ist ein kleiner Junge und lebt mit seinen Eltern in einer Welt, von der er weiß, dass er nicht dahin gehört. Auch seine Eltern sind nicht seine Eltern – das ahnt er in solchen Maßen, dass er es weiß. Er will fliehen, aber das wird ihm in dieser Scheinwelt verwehrt. Er will nur fliehen, immer nur fliehen und er will eine Kippe und ein Bier. Jedes Risiko geht er dafür ein – und am Ende gelingt ihm das schier unmögliche. Er ist entflohen, weiß zwar nicht, wo er ist – ist aber auch egal: Ihm wird Nikotin gegeben!

Frank Miller & Simon Bisley: Bad Boy

In Deutschland erschien das Album schon einmal – bei Schreiber & Leser im Jahr 2000 – für 24,80 DM. In dieser neu übersetzten Neuauflage von Panini sind noch ein paar zusätzliche Seiten Artwork von Bisley. Die vorliegende Ausgabe orientiert sich an der im Juli 2008 veröffentlichten Hardcoverausgabe von Dynamite Entertainment. Editor vor zwölf Jahren bei Oni-Press war damals Bob Schreck. Bob Schreck war vorher bei Dark Horse und gründete 1997 Oni-Press, bevor er schließlich zu DC wechselte und dort lange Batman-Titel betreute, u.a. auch „All-Star Batman & Robin, the Boy Wonder“. Im Januar 2009 wurde er von DC vor die Tür gesetzt.

Frank Miller & Simon Bisley: Bad Boy

Der Comic st also mittlerweile fast 12 jahre alt – liest sich aber immer noch wie ein guter Underground-Comic. Zeitlos eben. Von Frank Miller eben, der der Welt so wunderbare Sachen wie „Sin City“ und „300“ beschert hat. Wer dieses Werk von ihm noch nicht kennt, der sollte jetzt die Gelegenheit dazu nutzen.

Norbert Elbers


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Astro City: Der gefallene Engel

In seiner Serie „Astro City“ stellt sich Autor Kurt Busiek, genau wie schon bei seiner Serie „Marvels“ die Frage, wie unsere Welt wohl aussehen würde, wenn es tatsächlich Superhelden gäbe. Seine Geschichten sind oft aus der „Froschperspektive“ der Bürger von Astro City beschrieben, die über keine Superkräfte haben. Busiek findet dabei immer wieder einen neuen Zugang zu seiner Thematik.

Astro City: Der gefallene Engel

Eine der beste „Astro City“-Geschichten ist gleich im ersten Heft enthalten. Hier wird aus der Sicht eines stark an Superman angelehnten Heldens namens „Samaritan“ erzählt. Dieser fliegt für sein Leben gern, ist jedoch so stark damit beschäftigt Leben zu retten, dass ihm auch an einem guten Tage nur 56 Sekunden bleiben in dem er sich zwischen den Einsätzen dem Vergnügen des Fliegens hingeben kann. Daher fliegt er zumindest in seinen Träumen.

Astro City: Der gefallene Engel

„Astro City“ erschien zunächst bei Speed und wird nun bei Panini fortgeführt. Den Auftakt des Neustarts macht die Storyline “Der gefallene Engel“, die sich durch sieben US-Hefte (14 – 20) zog. Panini druckt im Sammelband zum Glück auch sämtliche Alex-Ross-Cover in Originalgröße ab. Diesmal stehen die Schurken des “Astro City“-Universums im Mittelpunkt der Geschichte und auch hier findet Busiek einen originellen Blickwinkel.

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Die wenig erfolgreichen Vertreter der Gattung Superbösewicht fristen ein trostloses Dasein im Stadtteil Kiefer Square und dort geht zudem auch noch ein Mörder um. Der frisch aus dem Knast entlassene nahezu rostfreie Steeljack versucht der Sache auf den Grund zu gehen und entdeckt schlimme Dinge. Im Vorwort zu “Der gefallene Engel“ schreibt Frank Miller völlig zu Recht: “Eine sehr gute Gangster-Story. Und eine noch viel bessere Superhelden-Story.“


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Neil Gaiman: Marvel 1602

Anno 1602 ist Königin Elisabeth besorgt angesichts des selbst für englische Verhältnisse kaum noch auszuhaltenden Wetters, der Himmel hat sich blutrot verfärbt. Sie ruft zwei Berater zu sich: Ihren obersten Agenten Sir Nicholas Fury und den Magier Stephen Strange, die beide versuchen den seltsamen Phänomenen auf die Spur zu kommen.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Als weitere Helfer fungieren u. a. ein blinder Barde ohne Furcht, Carlos Javier und die hochbegabten Insassen seiner Erziehungsanstalt, eine vierköpfige Reisegruppe die in der neuen Welt durch einen Schiffsbruch ungeahnten Veränderungen ausgesetzt ist sowie ein gewisser Peter Parquagh, der partout nicht von einer seltsamen Spinne gebissen werden will.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Der britische Kultautor Neil Gaiman („Sandman„) holt 2003 bei seiner Frühgeschichte des Marvel-Universums sehr weit aus. Eingebettet in eine spannende Geschichte bietet er faszinierende Urversionen von vertrauten Superhelden wie Spider-Man oder den X-Men. Doch es gelingt ihm tatsächlich den Bogen so zu spannen, dass die Geschichte tatsächlich ins heutige Marvel-Universum eingebettet ist und nicht etwa in den Bereich “Elseworld“ gehört.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Adäquate Unterstützung fand er im Zeichner Andy Kubert („Wolverine Origin„)  und auch die an alte Holzschnitte erinnernden Titelbilder von Scott McKowen sind eine Klasse für sich. Panini veröffentlichte die in den USA aus 8 Heften bestehende Miniserie zunächst in zwei Sammelbänden und danach als Gesamtausgabe.

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Ein besonderes Schmankerl ist dabei eine nicht in allen Ausgaben enthaltene Seite. Hier sind Zeichner und Autor zu sehen und Kubert meint zu Gaiman: “Ich hoffe nur, Du weißt was Du tust.“

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Dieser Eindruck kann mitten in der schon einige Marvel-Grundkenntnisse voraussetzenden Lektüre schon einmal entstehen. Doch insgesamt und dank zahlreicher Überraschung am Ende der Geschichte gilt bei “1602“ keinesfalls “Denn sie wissen nicht was sie tun“.

Neil Gaiman: Marvel 1602

2005 erschien unter dem Titel “1602 – Die neue Welt“ eine Fortsetzung an der weder Gaiman noch Kubert beteiligt waren.


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