Schlagwort-Archive: Paul Dini

Flash Anthologie

Nach den voluminösen Büchern “Batman Anthologie“, “Joker Anthologie“ und “Harley Quinn Anthologie“ folgt ein Sammelband über einen DC-Charakter in dessen Kostüm immer wieder andere Menschen steckten.Flash Anthologie

Zum ersten Flash wurde 1940 Jay Garrick, ein “ganz normaler Student der Midwestern University“. Durch seine Ungeschicklichkeit bei einem chemischen Experiment mit “schweren Wasser“ landet er zunächst im Krankenhaus, stellt dann jedoch fest, dass er plötzlich schneller als der Blitz ist. Seine neu gewonnenen Kräfte setzt er jedoch hauptsächlich ein, um die arrogante Joan Williams zu beeindrucken.Flash Anthologie

Wurden die ersten Geschichten von Harry Lampert noch ziemlich schlicht zu Papier gebracht, änderte sich dies als Carmine Infantino das Zeichnen übernahm. Ende der 40er Jahre schwand das Interesse an dem Flash. Doch 1956 sollte es zu einer gloriosen Wiederbelebung kommen, die zugleich das “Silver Age“ der Superhelden-Comics einleitete. Immer noch sehr realistisch gezeichnete von Carmine Infantino kehrte Flash hier als Polizei-Wissenschaftler Barry Allen zurück. Diese Figur wurde zum populärsten Flash und stand auch im Zentrum der beiden TV-Serien um den schnellsten Mann der Welt.

Flash Anthologie

Doch im allgemeinen Chaos rund um das DC-Mega-Ereigniss „Crisis on Infinite Earths“, das sich von 1985 bis 1986 hinzog, war plötzlich Wally West, der zuvor als Kid Flash agierte der neue Flash. Wer Genaueres hierzu wissen oder sehen möchte, wie die verschiedenen Flashs in ihren Comics agierten und aussahen, dem sei diese Anthologie wärmstens empfohlen. Auf über 400 Seiten kommen “20 rasante Storys aus 75 Jahren“ zum Abdruck. Unter den Autoren befinden sich heutige Stars wie Paul Dini, Geoff Jones oder die Schotten Mark Millar und Grant Morrison, die 1987 noch gemeinsam texteten.

Flash Anthologie

Das Buch ist auch durch seine informativen Textbeiträge ein spannender Exkurs durch die Superhelden-Geschichte, und es ist zu hoffen, dass Panini weitere Bücher wie die Wonder Woman Anthologie folgen lässt.

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Paul Dini: Dark Night – Eine wahre Batman-Geschichte

Paul Dini hat das Batman-Universum um die Figur der Harley Quinn bereichert. Bevor er ein renommierter Comic-Autor wurde, arbeitete er für die Trickfilm-Industrie. Nachdem er zunächst für die von Steven Spielberg produzierte Cartoon-Serie „Tiny Toon Adventures“ schrieb, ging ein Traum in Erfüllung und Dini durfte sich im Rahmen von “Batman: The Animated Series“ Geschichten für seinen Lieblingshelden ausdenken.

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1993, gerade als er am auch im Kino gezeigten Animationsfilm “Batman und das Phantom“ mitarbeitete, hatte Paul Dini ein ebenso schreckliche wie traumatisches Erlebnis. Nachdem er von einer Frau, die er zu lieben glaubte, einen Korb bekommen hatte, machte er sich zu Fuß auf den Heimweg. Dabei wurde wurde von zwei Kriminellen ausgeraubt und brutal zusammen geschlagen.

Harley Quinn

Es dauerte lange, bis sich Dini wieder aufraffen und sein bisheriges ihn scheinbar völlig ausfüllendes Leben fortführen konnte. Während dieser schweren Zeit fragte er sich ganz gewiss öfter, warum ihm beim Überfall nicht jemand wie Batman zur Seite gestanden hatte.

Paul Dini: Dark Night - Eine wahre Batman-Geschichte

Dreizehn Jahre später verarbeitete er seine Erlebnisse zu einem Comic, der nicht zu Unrecht den Titel “Eine wahre Batman-Geschichte“ trägt. Dini beschreibt hier gnadenlos ehrlich seine körperlichen und seelischen Schmerzen nach dem Überfall.

Paul Dini: Dark Night - Eine wahre Batman-Geschichte

Dies geschieht oft in Form von Zwiegesprächen mit Batman, der ihm vorwirft in jener Nacht nicht aufmerksam gewesen zu sein, sowie mit Superschuken, wie Two-Face, Poison Ivy und natürlich dem Joker, die ihn verhöhnen. Garniert mit vielen witzigen Details erzählt Dini aber auch von seiner lebenslangen Liebe zu Comics und Cartoons.

Paul Dini: Dark Night - Eine wahre Batman-Geschichte

Doch nicht nur inhaltlich ist dieser beim DC-Unterlabel Vertigo erschienene Comic eine Meisterleistung, sondern auch optisch. Den brutalen Überfall auf Dini setzt der aus Argentinien stammende Zeichner Eduardo Risso in seinem knallharten mit vielen Schwarzflächen arbeitenden Stil in Szene, der bereits die Vertigo-Serie “100 Bullets“ zu etwas ganz Besonderen machte. Bei den gar nicht so wenigen heiteren Momente innerhalb von Dinis Geschichte, setzt Risso fast schon konträre plastisch kolorierte Bilder ein. Es erstaunt einmal mehr, was für völlig unterschiedliche Geschichten sich rum um die Figur des Dunklen Ritters erzählen lassen.

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Batman: Familiengeschichten

Judson Pierce kommt nach 37 Jahren im Gefängnis aus Blackgate frei und sein einziger Gedanke ist, Bruce Wayne zu töten. Einen Menschen, der er noch nie gesehen hat und der erst geboren wurde, als er schon längst im Knast saß. Das ist die Ausgangssituation und der Autor entwickelt darum eine grandios spannende Familienchronik. Besser gesagt mehrere Familienchroniken: Es geht um die Waynes, die Kanes und die Elliots. Das eine sind Bruce Wayne Eltern (Dr. Thomas Wayne und Martha Wayne, geborene Kane), das andere sind die Elliots (Roger Elliot und Marla Elliot) – die Eltern von Dr. Thomas Elliot, besser bekannt als Hush.

Batman: Familiengeschichten

Hush – jener Charakter, der 2002 von Jeph Loeb und Jim Lee neu ins Batman-Universum als Gegenentwurf zu Bruce Wayne/Batman eingeführt wurde. Wer jene Story aus US-BATMAN #608 – #619 liebte, darüber hinaus auch HERZ DER FINSTERNIS (Batman Sonderband #19), aber immer das Gefühl hatte, dass noch ein paar Fragen offen geblieben waren, oder sich wünschte, ein paar mehr Erklärungen zu bekommen, der kommt hier voll auf seine Kosten. Elliot, der mittlerweile durch chirurgische Selbsteingriffe genauso aussieht wie Bruce Wayne und auch auf Druck von Batmans Verbündeten dessen Rolle ausüben muss (Bruce ist ja seit den Ereignissen von BATMAN R.I.P. und FINAL CRISIS “verschwunden“), versucht seine neue Bestimmung zu seinem Vorteil zu nutzen.

Batman: Familiengeschichten

Als Mitglied des Bewährungsausschusses vom Arkham Asylum setzt sich Bruce Wayne/Hush für die Freilassung diverser Krimineller ein – in der Hoffnung durch diese tickenden Zeitbomben irgendwann einmal Überbeschäftigung bei Batmans Helfern zu generieren. Zeit, die er eventuell nutzen kann, um der peniblen Bewachung zu entkommen. Aber es gelingt ihm nicht so recht: Außer ein paar Gegnern aus der dritten und vierten Reihe werden keine Insassen entlassen. Zu allem Überfluss wird er auch noch – bei einer nächtlichen Heimfahrt durch Alfred – von einem unbekannten Auto gerammt, diesem entsteigt Pierce und Elliot wird von Pierce angeschossen und entführt – im Glauben, Bruce Wayne tatsächlich vor sich zu haben!

Batman: Familiengeschichten

Was der Autor Paul Dini nun abspult, kann man nur als überaus gelungen und geschickt bezeichnen. In Rückblicken werden viele Handlungsstränge zusammengeführt und es entsteht eine genial spannende Geschichte mit bisher unbekannten Details aus den Leben der handelnden Personen! Auch für den Joker hält er neue Begebenheiten aus dessen früher Kindheit bereit: Seine Andeutungen sind schockierend und haben einen sexuellen Hintergrund – in dieser Deutlichkeit nicht etwas, was man bei DC erwartet hätte.

Batman: Familiengeschichten

Der skrupellose Spekulant und Verbrecher Pierce versucht die Klinik von Dr. Thompkins zu sabotieren um sie gewinnbringend zu verhökern. Aber auch das gelingt ihm nicht. Pierce ruinierte finanziell die Kanes und die Elliots, aber im Gegensatz zu Tommy Elliots Eltern kamen die Waynes/Kanes darüber hinweg. Die Elliots dagegen stritten sich darüber ihr Leben lang und machten ihrem Sohn das Leben dadurch ziemlich unerträglich. Schließlich schießt Pierce auf Roger Elliot und kommt (für 37 Jahre) in das Gefängnis.

Batman: Familiengeschichten

Man merkt Dini sein Faible für Magie an– er selbst ist mit einer Magierin (Misty Lee) verheiratet und er (Mitglied bei der “Academy of Magical Arts“) selbst steht schon mal als Hobbyillusionist auf der Bühne. Überaus geschickt flicht er die Geschichten so vieler Familien zu einem großen Handlungsstrang zusammen: Wenig schmeichelhaft schildert er das erste Zusammentreffen des Playboys Dr. Thomas Wayne mit der Philanthrophin Martha Kane. Wayne hängt mit John Zatara, dem Vater von der Zauberin Zatanna, in einem Club rum und als man ihm Martha Kane vorstellt kotzt er ihr völlig betrunken vor die Füße. Dass die beiden dann doch noch ein Paar wurden und Wayne dem Charme und der Magie von Martha Kane erlag, kann man nur als Glück bezeichnen – denn ohne sie hätte es nie einen Batman gegeben…

Batman: Familiengeschichten

Sehr gekonnt kennt sich Dini in der Historie von Batman aus und geschickt kann er auch noch eben Dr. Death (jenen ersten wiederkehrenden Gegner von Batman – noch vor dem Erscheinen all der anderen Freaks) einbauen, der mit den Verbrecherclans von Gotham paktierte und somit mitverantwortlich war für die drastischen Veränderungen in der Stadt: Den Untergang der Syndikate und dem Erstarken der kostümierten Batmangegner und Freaks! Er baut die JSA ein und erklärt ihre wichtige Rolle im DC-Universum.

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Am Ende laufen die eigenen Rachefeldzüge von Hush und Pierce völlig aus dem Ruder und beiden ist ein wenig (vorläufiges?) glückliches Ende beschieden: Hush endet seiner Haut durch Jane Doe beraubt im Arkham Asylum und Pierce landet durch Dr. Deaths Chemikalien zwar vom Krebs geheilt aber durch sie entsetzlich entstellt wieder in Blackgate.

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An unglaublich vielen Stellen der Batman-Historie ist Dini in der Lage neue Aspekte und Erklärungen einzubauen: So unter anderem auch in der Beziehung Alfred Pennyworth/Dr. Leslie Thompkins, die sich ja mal bekannter Weise näher standen. Er erklärt die frühere Beziehung von Zatanna und Bruce Wayne und die jetzige Beziehung von Bruce Wayne zu Selina Kyle wird auch grandios dargestellt!

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Dini führt nebenbei neue Charaktere und Schurken (zum Bespiel den unglaublich ekeligen Bedbug und die brutale Jane Doe) ein, die viel Potential für die Zukunft haben. Auch wenn die Serie “Batman – Streets of Gotham” mit der Nummer #21 ihr Ende fand, so werden wir Dini sicherlich wieder sehen.

Norbert Elbers


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Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Nachdem Garth Ennis‘ Kultserie „Preacher“ nach 66 US-Heften planmäßig beendet wurde, erhofften sich in den USA das DC-Label Vertigo, bzw. bei uns zunächst Speed und danach  Panini von „100 Bullets“ einen ähnlichen Erfolg. Wenn es nach dem auf Seite 3 verteilten Vorschußlorbeeren geht, dann handelt es sich um einen massiven Knaller. Neben Ennis („100 Bullets trifft jedes Mal ins Schwarze.“) loben u. a. Alex Ross, Paul Dini und Jim Steranko „100 Bullets“ über den grünen Klee und Warren Ellis („Transmetropolitan“) behauptet sogar die Serie zu kaufen!

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Ein Blick in den ersten Sammelband kann danach nur ernüchternd sein. Im Gegensatz zu den tollen Covern von Dave Johnson ist das Artwork etwas enttäuschend. Eduardo Risso geht zwar sehr großzügig mit kühnen Layouts und Schwarzflächen um, kann aber nicht immer vertuschen, dass seine höchst konventionell colorierten Zeichnungen oft eher ungelenk und grob wirken.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Auch die Story von Brian Azzarello („The Dark Knight III: The Master Race„) will (noch?) nicht restlos begeistern: Eine gewisse Dizzy wird aus dem Knast entlassen und erhält von dem Vertreter einer obskuren Regierungsorganisation nicht nur Informationen über die Mörder ihres Mannes und ihres Sohnes, sondern auch noch ein sehr verlockende Angebot.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Sollte sie die Mörder ihrer Familie umbringen, wird sie gänzlich straffrei ausgehen. So weit so (halbwegs) originell, doch die darauf folgenden familiären Verwickelungen der armen Dizzy und der erste Showdown sind noch nicht so ganz das Gelbe vom Ei. Naja, immerhin hat der Mann von der Regierung am Ende des Comics noch einiges mit Dizzy zu besprechen, was vielleicht Anlass zu Hoffnung gibt.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets


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Harley Quinn Anthologie

Obwohl sie erst seit 1992 dabei ist, gehört die in eine problematische Liebesbeziehung zum Joker verstrickte Harley Quinn mittlerweile fest zum Universum des Dunklen Ritters Batman. Daher ist es nachvollziehbar, dass bei Panini nach den dicken Story-Sammelbänden “Batman Anthologie“ und “Joker Anthologie“ mit “Harley Quinn Anthologie“ ein “irrer Trip durch die Comicgeschichte erscheint.

Harley Quinn Anthologie

Genau wie einst Batman tauchte auch Harley zunächst erst einmal originell kostümiert in Gotham City auf, und erst eine Weile später wurde ihre Vorgeschichte erzählt. Doch die attraktive Dame im Harlekin-Kostüm debütierte nicht im Comic, sondern 1992 in der Episode „Joker’s Favor“ der genialen Zeichentrickreihe “Batman – The Animated Series“.

Harley Quinn Anthologie

Zwei Jahre später erzählten der Autor Paul Dini und der Zeichner Bruce Timm im 62-seitigen Comic “Mad Love“ davon, wie die frisch gebackene Psychologin Dr. Harleen Frances Quinzel zur rot-schwarz-kostümierten Assistentin des Jokers wurde. Nachdem sie ihren Dienst im Irrenhaus für besonders gefährliche Kriminelle Arkham Asylum antrat, verfiel sie dem Clownprinzen, verhalf ihm zur Flucht und unterstütze ihn bei seinen kriminellen Aktivitäten.

Harley+Quinn+Anthologie

Die “Harley Quinn Anthologie“ schenkt sich die Frühgeschichte und enthält weder “Mad Love“ und auch ansonsten keine Comics im stylischen von Bruce Timm geprägten Animated-Look (abgesehen von der kurzen Geschichte “Die Wette“ von 2000 und einer Seite in der Story “Qual der Wahl“). Interessant zusammengestellt ist der Band trotzdem. Den Auftakt bildet die von Paul Dini geschriebene und von Yvel Guichet in Szene gesetzte Geschichte “Batman: Harley Quinn“. Dieser 48-seitige Comic führte Harley 1999 in das “realistische“ Batman-Universum ein und erschien garniert mit einen phantastischen Cover von Alex Ross, das auch diese “Harley Quinn Anthologie“ als Titelbild ziert.

Harley Quinn Anthologie

Der Sammelband enthält eine abwechslungsreiche Mischung aus vierzehn chronologisch angeordneten Geschichten von unterschiedlicher Länge, die meist in sich abgeschlossen sind. Interessante Texte führen nicht nur in die einzelnen Geschichten ein.

Harley Quinn Anthologie

Es werden auch die Zeichner und Autoren vorgestellt, sowie die Entwicklung von Harley Quinn dokumentiert, die seit dem New 52 Relaunch zumeist auf ihre Narrenkappe verzichtet. Aktuell träg sie ihre Haare lieber in Form von verrückt gefärbten Rattenschwänzen und treibt sich gerne mit der „Suicide Squad“ herum.

Harley Quinn Anthologie

In der Anthologie sind schwarzweiße Short Stories aus der “Batman Black and White“ Reihe zu finden, aber auch eher experimentelle Geschichten, wie die von 19 höchst unterschiedlichen Zeichner wie Jim Lee , Bruce Timm, Charlie Adlard, Sam Kieth oder Darwyn Cooke gestaltete Geschichte “Qual der Wahl“. Wie auch die Abschluss-Geschichte “Harley Quinn: Besuch auf der San Diego Comic Con“ von 2014 belegt, steht die aufwändige Graphik nicht immer in einem vernünftigen Verhältnis zu den damit erzeugten Lachern bzw. die Bilder sind oft witziger als die Geschichten. Doch das Geheimnis des Erfolgs von Harley Quinn ist, dass sie immer schön anzusehen ist!

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Joker Anthologie

Mit der “Batman Anthologie“ erschien bei Panini ein interessant zusammengestellter Sammelband mit einigen der schönen und markantesten Geschichten des Dunklen Ritter. So mancher Leser wird sich jedoch gefragt haben, warum der Joker, als schillerndster Gegner von Batman, in diesem dicken Buch kaum auftritt. Des Rätsels Lösung ist, dass kurz darauf zum 75. Geburtstag des Clownprinzen des Verbrechens eine ebenso gut gelungene “Joker Anthologie“ erschienen ist (anschließend folgten eine „Harley Quinn Anthologie„, eine „Flash Anthologie“ und eine „Wonder Woman Anthologie„).

Joker Anthologie

Das Titelbild stammt auch hier von Alex Ross. In achtzehn chronologisch geordneten in sich abgeschlossenen Geschichten erzählt das Buch wie der mit Abstand interessanteste Comic-Bösewicht 1940 in Batman # 1 seinen ersten großen Auftritt hatte und sich danach in mehr als sieben Jahrzehnten zu einem Charakter entwickelte, der auch außerhalb der Comics Karriere machte.

Joker AnthologieBemerkenswerterweise war es die aus heutiger Sicht erschreckend trashige “Batman“-TV-Serie, die 1966 den seit mehr als 10 Jahren aus den Comics verbannten Joker aus der Versenkung hervor holte. Durch politischen Druck hatte sich die Comic-Industrie ab 1954 mit dem Comics Code eine Selbstzensur auferlegt, um dadurch nicht mehr als “jugendgefährdend“ zu gelten. Diesem Diktat fiel auch der oft sehr verstörend agierende Joker zum Opfer. Erst nachdem ihn Cesar Romero so markant im Fernsehen verkörperte, trat der Joker auch wieder in den Comics auf.

Joker Anthologie

Eine Art Gegenbewegung zur TV-Serie waren die von Dennis O’Neil geschriebenen und von Neal Adams gezeichneten Batman-Comics. Diese machten Anfang der Siebziger Jahre aus Batman einen halbwegs realistischen oft auch als Detektiv tätigen Helden. Zu diesem Konzept passte der Joker nur bedingt. Er sollte erst 1973 in der letzten Story von O’Neil und Adams erzählten Batman-Story “Jokers fünffache Rache“ auftreten, die in dieser Anthologie auch enthalten ist.

Joker Anthologie

Einen großen Einfluss hatte auch ab 1992 die Zeichentrick-Episoden der TV-Reihe “Batman: The Animated Series“. Hier trat erstmals Jokers Komplizin Harley Quinn auf und der prägnante cartoonige Look schlug sich auch im Comic nieder. Die “Joker Anthologie“ enthält ein interessantes Beispiel dafür. Die in diesem Buch enthaltene Short Story “Nächtliches Gelächter“ wurde geschrieben von Paul Dini, dem wohl wichtigsten Autor der “Animated Series“, während es John Byrne sehr gut gelingt den Trickfilm-Stil zu treffen, aber auch eigene Akzente zu setzten.

Joker Anthologie

Das Kernstück des 370-seitigen Buchs dürfte der erstmals auf Deutsch veröffentlichte 65-seitige Comic “Der Mann, der lachte“ von Ed Brubaker (“Gotham Central“) und Doug Mahnke sein. Der Titel wurde vom Stummfilm “The Man, who laughs“ übernommen, dessen von Conrad Veidt gespielte tragische Titelfigur eine der Inspirationsquellen für den Joker war.

Joker Anthologie

Brubaker und Mahnke orientieren sich bei ihrer abwechselt von Commissioner Gordon und Batman erzählten Geschichte aber auch an einem weiteren Klassiker: “Batman: Year One“ von Frank Miller und David Mazzucchelli.

Joker Anthologie

Auch ansonsten enthält das Buch so manches Kabbinettstückchen, wie etwa die von Brian Bolland (“The Killing Joke“) auf 2 Seiten brillant gestalteten Seiten erzählte Origin des Jokers.

Joker Anthologie

Der Joker dürfte auch weiterhin eine der interessantesten Comicfiguren überhaupt bleiben, was sich auch dadurch zeigt, dass sich Hollywood-Stars wie Jack Nicholson, Heath Ledger, Jared Leto („Suicide Squad„) oder Mark Hamill (als Sprecher bei “Batman – The Animated Series“) erfolgreich um die Rolle bemüht haben.

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Batman: The Animated Series

Bei der später auch „Batman Adventures“ genannten 1992 gestarteten Zeichentrickreihe „Batman: The Animated Series“ handelte es sich um die besten jemals fürs Fernsehen produzierten Trickfilme (okay, wenn man die „Simpsons“ ignoriert).

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Während die Superhelden-Trickfilme (etwa die bei Hanna Barbera hergestellten „Super Friends“ bei denen Batman auch auftrat) zuvor immer sehr limitierte Versionen ihrer Comic-Brüder darstellten, schuf Bruce Timm ein Design, das die besten Elemente von Frank Millers Comic „The Dark Knight Returns“ und Tim Burtons „Batman„-Filmen  übernahm. Timm und sein Team machten aus der Not (niedriges Budget) eine Tugend (starke Stilisierung).

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Natürlich ist „Batman: The Animated Series“ undenkbar ohne die Vorarbeiten von Miller und Burton, aber der damals 30-jährige Bruce Timm, der zuvor an Steven Spielbergs „Tiny Toons Adventures“ sowie an Trickfilm-Versionen zu „Flash Gordon“ und „The Lone Ranger“ arbeitete, machte sofort deutlich, dass er kein Interesse an einer bloßen Kopie der beiden erfolgreichen Batman-Kinofilme hatte. Er wollte seine ganz eigene Version schaffen. Trotzdem war er froh, dass Miller und Burton die dunklen Elemente der Figur auch einem, an Tiny Toons Adventures alberner Batman-TV-Serie geschulten, Publikum vermittelten.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Gemeinsam mit Eric Radomski, der für „Tiny Toons Adventures“ die Hintergrund-Zeichnungen anfertigte, schuf er in 1 ½ Monaten einen einminütigen Promo-Film, der später auch als Vorlage für die beeindruckende Vorspann-Sequenz diente. Zur eigenen Überraschung wurden Timm und Radomski daraufhin als Produzenten der Serie angeheuert. Zunächst dachten sie, man erwartete von ihnen nur das Design, doch plötzlich waren sie für die komplette Serie zuständig.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Dies war ungewöhnlich, denn TV-Trickfilme wurden ansonsten eher wie bebildertes Radio behandelt, mit großer Sorgfalt bei der Auswahl der Sprecher und bei der Erstellung der Playback-Aufnahmen und mit einer furchtbaren Knickerigkeit bei der tricktechnischen Umsetzung. So kommt meist nur eine limitierte Animation zum Zuge, die mehr an Legetrick als an Walt Disney erinnert. Von Menschen wie Timm und Radomski, die in erster Linie optisch denken, waren nun ganz andere Resultate zu erwarten. So fertigte Radomski die Hintergrundzeichnungen meist mit Airbrush auf schwarzen Karton an und schuf dadurch nicht nur einen beeindruckenden düsteren Stil, sondern sparte auch eine ganze Menge Zeit und schwarze Farbe.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Der Look von Batman Adventures war eher am Art Deco-Stil der dreißiger und vierziger Jahre orientiert und weniger an Tim Burtons Film-Vorgaben. Daher nannten die Macher ihren neuen Stil “Dark Deco“. Dieser eigene Ansatz machte den Warner Brothers ein wenig Angst. Sicherheitshalber ließen sie daher die Entwürfe für die Trickserie von Burton noch einmal durchsehen. Doch da dieser auch schon an Zeichentrickfilmen gearbeitet hatte, brachte er durchaus Verständnis dafür auf, dass ein Trickfilm-Batmobile über weniger Details verfügte als ein durchgestyltes Modell für ein Multi-Millionen-Dollar-Film, schon um den Trickfilm-Zeichnern die Arbeit zu erleichtern. Außerdem ist ein kreativer Mensch wie Burton natürlich auch tolerant genug anderen Künstlern ihre eigene Vision zuzugestehen.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Trotzdem verdankt Batman Adventures den beiden Burton-Filmen eine ganze Menge, so z. B. das Design des Pinguins oder von Catwoman und auch diverse Häppchen aus Danny Elfmans Soundtrack wurden immer mal wieder gerne eingespielt. Trotzdem ging die Serie ihren ganz eigenen Weg und war in einem stilvollen Gotham angesiedelt, in dem es noch keine Farbfernsehgeräte und kaum Computer gibt.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Bei jeder 22-minütigen Batman Animated-Episode handelt es sich um ein kleines Trickfilm-Juwel, das sehr liebevoll gestaltet wurde. Angefangen beim immer wieder gern gesehenen markanten Vorspann und der danach folgenden stimmungsvollen Titel-Illustration. Danach fand jedoch jede Episode ihren individuellen Rythmus und auch immer mal wieder einen ganz eigenen Zugang zur Batman-Legende. Das ging auch schon einmal so weit, dass einige Kinder in der gleichnamigen Episode “I´ve got Batman in my Basement“ behaupten konnten und dann dem „Dunklen Ritter“ gegen den Pinguin helfen mussten. Sinnigerweise hieß diese Folge bei uns „Batman und die Detektive“.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Meisterliche Folgen wie “P.O.V.“ (eine an den japanischen Film “Rashomon“ erinnernde Story, in der die Cops Bullock und Montoya, sowie ein weiterer Kollege komplett verschiedene Versionen des selben Erlebnisses erzählen) oder „Perchance to Dream“ (Bruce Wayne erwacht in einer Welt in der seine Eltern noch leben und er mit Selina Kyle alias Catwoman verlobt ist, natürlich steckt ein Superschurke, in diesem Fall der Mad Hatter dahinter) entschädigen für die ganz wenigen konventionellen Episoden mehr als reichlich.

Harley Quinn
© DC / Warner Bros. Entertainment

Mit der Joker-Freundin Harley Quinn gelang dem Autor Paul Dini innerhalb der Serie auch eine unübersehbare Erweiterung des Batman-Universums. Diese erstmals im TV-Trickfilm aufgetretene Figur wurde zunächst von Dini und Bruce Timm in der preisgekrönten Erzählung “Mad Love“ in die Comicwelt eingeführt und hier zugleich die durchaus auch tragische Geschichte der jungen Psychologin Harley Quinn erzählt, die sich rettungslos in den Joker verliebt. Mittlerweile gibt es auch “realistischer“ gestaltete Comic Versionen der Figuren wie z. B. in der viel beachteten Batman-Miniserie “Hush“ von Jim Lee und Jeph Loeb.

Harley Quinn
© DC / Warner Bros. Entertainment

Ein großes Problem, das „Batman: The Animated Series“ garantiert nicht nur Nachteile bescherte, waren die “Broadcasting Standarts & Practice“ genannten freiwilligen Selbstzensur-Regeln des US-Fernsehens. Durch diese Produktions-Richtlinien sollten Werbekunden und Moralverbände vorab in Sicherheit gewogen werden.

Batman Animated
DAS ALLES IST VERBOTEN! – © DC / Warner Bros. Entertainment

Nun war es allerdings nicht so, dass überhaupt keine Brutalitäten erlaubt waren, sondern diese hatten in etwas seltsam geregelten Bahnen zu verlaufen. So war es in einer hauptsächlich für Kinder produzierten Vormittagsserie zwar nicht erlaubt Pistolen einzusetzen. Maschinengewehre hingegen, zu denen Kiddies anscheinend nicht so leicht Zugriff haben, durften jedoch problemlos eingesetzt werden. Getötet werden durfte allerdings auch mit diesen Maschinengewehren nicht. Wenn etwa ein Gangster von einem Hausdach stürzt, hat er in einem Tümpel zu landen oder es muss ganz deutlich gezeigt werden, dass er noch atmet.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Gerade der „Story Editor“ Paul Dini musste oft die seltsamsten Kompromisse eingehen, etwa wenn es nicht erlaubt war, dass eine Frau einer Anderen ins Gesicht schlägt. Stattdessen „durfte“ sie aber durchaus ihre Kontrahentin treten und an den Haaren ziehen. Manchmal jedoch, genau wie in den elegantesten Lubitsch-Komödien, trieben die Zensoren die Kreativen zu Höchstleistungen an, die sonst gar nicht angestrebt worden wären.

Batman animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

 

Ein solcher Moment ist zum Beispiel der Tod von Robins Eltern im Zweiteiler „Robins Reckoning“. Anstatt exakt zu zeigen, wie die Trapez-Artisten „The Flying Graysons“, also Robins Eltern über der Zirkus-Manege abstürzen, zeigt uns der Film nur ein zurückschwingendes durchgeschnittenes Seil. Anschließend ist dann lediglich ein entsetzt guckender Bruce Wayne zu sehen. Die Reaktionen des übrigen Publikums mussten im Schatten bleiben, um die Kinderchen nicht allzu betroffen zu machen.

Batman Animated
KEVEN CONROY – © DC / Warner Bros. Entertainment

Neben dem hohen tricktechnischen Niveau wurde auch bei der Besetzung der Sprecher nicht gespart und meist bekannte und erfahrene Schauspieler verpflichtet. Besonders viel Lob erhielt, neben Kevin Conroys Batman-Stimme, der ansonsten eher glücklose Luke Skywalker Mark Hamill für seine ausgelassenen akustischen Darbietungen als Joker.

Batman Animated
MARK HAMILL – © DC / Warner Bros. Entertainment

Adrienne Barbeau, die Ex-Gemahlin von John Carpenter und das Objekt der Begierde in Wes Cravens „Swamp Thing“, sprach Catwoman. Roddy McDowall aus „Uhrwerk Orange“ lieh dem Mad Hatter seine Stimme. Shakespeare- unds  Genre Veteran David Warner(„Das Omen“, „Scream II“) gab den Ra´s Al Ghul, Ron Perlman („Hellboy“) war Clayface, Richard Moll sprach Two-Face, Paul Williams den Pinguin und John Glover („Smallv ille“) den Riddler. Auch die restliche Besetzung reichte zwar nicht ganz an das Protz-Casting der Batman-Spielfilme heran, aber Namen wie Kate Mulgrew (aus „Star Trek – Voyager“ als Red Claw), Heather Locklear, Ed Begley Jr., Diana Muldaur, Thomas Wilson (Biff aus „Zurück in die Zukunft“), Treat Williams („Hair“, „The Phantom“) , Marilu Henner, Helen Slater („Supergirl“), Michael York, Paul Winfield, Tim Matheson („Das turbogeile Gummiboot“) oder George Dzundza hat jeder am Film oder Fernsehen Interessierte garantiert schon einmal gehört.

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ADAM WEST – © DC / Warner Bros. Entertainment

Übrigens gab es innerhalb der Trickfilm-Reihe, die es auf 94 Episoden brachte, auch ein kleines Comeback für den TV-Batman Adam West. Er sprach in der Folge “Beware the Gray Ghost“ einen Serial-Helden dessen “Gray Ghost“-Filmreihe gerade in jenem Kino lief, aus dem der junge Bruce Wayne mit seinen Eltern kam, kurz bevor diese ermordet wurden. Später wurde diese Figur (und nicht wie ansonsten Zorro) zum Vorbild für Batman. Somit bekam West doch noch ein kleines Comeback, auch wenn er sich seinerzeit wirklich ernsthafte Hoffnungen auf die Titelrolle in Burtons „Batman“ machte.

Batman Animated
© MAD / DC / Warner Bros. Entertainment

Die Serie startete im Herbst 1992 mit einer Episode zum Appetit anregen während der Prime Time und lief dann immer am Sonntagnachmittag um auch ein etwas älteres Publikum zu erreichen. Ein sicheres Indiz für den Erfolg waren weniger die Emmy-Prämierungen für die beste TV-Zeichentrickserie und die besten Zeichentrick-Drehbücher, sondern sehr viel stärker die Tatsache, dass bereits 1993 im Satiremagazin MAD unter dem Titel „Batsman: The Anemic Series“ eine Parodie erschien. Ein weiterer Grund für den Erfolg der Serie könnte auch noch sein, daß hier, ganz im Gegensatz zu den auf schier endlose Crossovers setzenden Comichefte, abgeschlossene und pointierte Geschichten erzählt werden.

Batman animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Als erste größere Auskopplung zur erfolgreichen Zeichentrickserie produzierten Burnett, Radomski und Timm 1993 „Batman: The Mask of the Phantasm“ (bei uns als “Batman und das Phantom“ als Widescreen-Video bei Warner erschienen). Ursprünglich war dieser 80-minütige Film für den „Direct to Video“-Markt vorgesehen. Doch Warner Brothers waren von der Qualität der Vorarbeiten so angetan, daß sie beschlossen das Werk zuerst auch noch in die Kinos zu bringen.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

„The Mask of the Phantasm“ beschäftigt sich ungewöhnlich ausgiebig mit Bruce Wayne. Eingebettet in eine wirklich ergreifende Liebesgeschichte wird erzählt, wie Bruce Wayne zunächst einmal recht erfolglos auf Verbrecherjagd geht, weil er sich nur ziemlich unspektakulär maskiert. Erst das furchteinflößende Batman-Outfit schafft Abhilfe.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Positiv ist nicht nur dass dieser Film es den Schöpfern der Serie erlaubt auch einmal eine etwas epischere Geschichte zu erzählen, sondern dass es auch durchaus einmal ein wenig härter zugehen darf als unter den starren Vorzensur-Richtlinien des US-Fernsehens. So kommen in „The Mask of the Phantasm“ einige üble Gangster tatsächlich zu Tode, natürlich nicht durch Batman, sondern eher durch das mysteriöse Phantom und den mal wieder herrlich durchgeknallten Joker. Auch das bittersüsse Ende der Love-Story macht diesen schönen Film für ein etwas erwachseneres Publikum durchaus interessant.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Im Zuge des Kinofilms „Batman & Robin“ entstand dann noch ein weiterer längerer Zeichentrickfilm, in dem es natürlich auch um Mr. Freeze geht. „Batman – Subzero“ schaffte es allerdings diesmal nur bis in die Videotheken, feierte als Kaufvideo mit über acht Millionen verkauften Exemplaren jedoch wahre Triumphe. Der Film beginnt in der Arktis und zeigt in gelungenen Einstellungen, wie Mr. Freeze gemeinsam mit zwei Eisbären zwischen den Eismassen herumschwimmt. Gleichzeitig nähert sich ein Forschungs-U-Boot, das nun ausgerechnet in Mr Freezes Höhle auftauchen muss.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Dabei wird der Behälter zerstört, in dem Mr. Freeze seine verstorbene konservierte Frau aufbewahrt, in der Hoffnung ein Gegenmittel zu finden. Freeze friert nun aus Rache die komplette Besatzung einfach ein und begibt sich mit seinen beiden Eisbären direkt nach Gotham City. Dort lässt er seine Frau von einem bankrotten Arzt untersuchen, der herausfindet, dass zu ihrer Rettung dringend ein Organspender benötigt wird. Hierfür kommen nur sehr wenige Personen in Frage. Freeze entscheidet sich ausgerechnet für Barbara Gordon alias Batgirl.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Im Gegensatz zum sehr viel atmosphärischeren und düster-ergreifenden Zeichentrickfilm “Batman: The Mask of the Phantasm“ konzentriert sich Subzero nicht allzu sehr auf Batman oder Bruce Wayne. Robin und Batgirl sind gleichberechtigte Handlungsträger. Da der Film ohnehin nur 67 Minuten lang ist, bleibt dadurch für eine Vertiefung der Charaktere nur sehr wenig Zeit. Auch Mr. Freeze ist diesmal eher ein Störenfried, genau wie Schwarzeneggers Filmversion in Batman und Robin, und sehr viel weniger als sonst ein tragisch-gebrochener Charakter. Die Handlung setzt sehr viel stärker auf Action. Das ist zwar etwas bedauerlich, aber immerhin sind die teilweise am Computer erzeugten Verfolgungsjagden recht gelungen animiert.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Übrigens war “Sub-Zero“ auch zugleich der letzte Auftritt des „alten“ TV-Batmans. Ende 1998 startete in den USA die letzte Batman Adventures-Staffel mit 14 Episoden. Darunter befinden sich absolute Highlights, wie eine Cartoon-Adaption des Comics “Mad Love“ und eine Episode (“Old Wounds“), die zeigt wie Dick Grayson zu Nightwing wird. Sehr interessant ist auch die Episode “Legends of the Dark Knight“. Hierfür wurden Teile im Look der Fünfziger Jahre-Comics und Teile im Stile von Frank Millers „The Dark Knight Returns“ animiert.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Nach dem Erfolg der neuen „Superman“-Trickfilm-Reihe, wurde Batman mit neuem Outfit (noch düsterer, ganz ohne Gelbtöne) und neuem Robin (einem Teenager namens Tim Drake) ausgestattet. Batgirl wurde stärker eingespannt, alles wurde den Schumacher-Filmen angepasst und daher poppig-bunter. Den Auftakt bildete der Dreiteiler „World´s Finest“ innerhalb der Superman -Trickfilmreihe. Hierin reist Bruce Wayne nach Metropolis, verknallt sich in Lois Lane und kommt nicht gerade super mit dem Stählernen klar, obwohl sie beide gemeinsam gegen Lex Luthor und dem Joker antreten müssen.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Auch ansonsten ist die Superman-Zeichentrickreihe für Batman-Fans durchaus interessant. So gibt es eine Episode in der Superman den vermissten Batman ersetzten muss und es ihm gar nicht so leicht fällt den knallharten nächtlichen Ritter zu geben. Sehr empfehenswert ist auch die Trickfilm-Serie „Justice League“.

BATMAN BEYOND
BATMAN BEYOND – © DC / Warner Bros. Entertainment

Neben der neugestylten Trickserie gab es aber auch noch eine zweite Trickserie namens “Batman Beyond“ (“Batman of the Future“). Hier ist ein gewisser 17-jähriger Terry McGavin der Batman des nächsten Jahrtausends. Nachdem sein Vater ermordet wurde, findet er im mittlerweile steinalten Bruce Wayne einen Mentor und sorgt nun im futuristischen Gotham für Ordnung. Mit dieser jugendlichen Figur wurde versucht ein wenig im Spiderman-Terrain zu wildern. Doch das ist eine andere Geschichte.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Der animierte Batman im Bruce Timm-Style hatte seinen letzten Auftritt (wenn von den „JLA“-Serien abgesehen wird) in dem ganz gelungenen direkt für den DVD-Markt angefertigten Zeichentrickfilm “Mystery of the Batwoman“, der bei uns unter dem Titel “Batman – Rätsel um Batwoman“ erschien.

Interessant sind auch die von Bruce Timm direkt für den DVD-Markt produzierten Filme der Reihe “DC Universe Animated Original Movies“  wie „Superman Doomsday„, “Justice League: The New Frontier“ oder „Batman: Gotham Knight„.

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DC Universe Animated Original Movies

Bei der 2007 geratenen Reihe der “DC Universe Animated Original Movies“ handelt es sich um Zeichentrickfilme, die ihre Premiere auf DVD und Blu-ray erleben und sich näher an den Comic-Vorlagen orientieren als die meisten Realfilme mit Superhelden. Die Reihe war eine Art Nachfolger der von Bruce Timm produzierten Zeichentrickserie „Batman: The Animated Series„.

1. “Superman: Doomsday“ (2007, wurde bisher nicht bei uns veröffentlicht)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Der 78-minütige Trickfilm basiert auf dem “Tod von Superman“, den dieser 1993 in den US-Comics nach einem Kampf gegen den allmächtigen Doomsday und vor seiner Auferstehung durchleben musste.

2. “Justice League: The New Frontier“ (2008, wurde bisher nicht bei uns veröffentlicht)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Der Comiczeichner und Autor Darwyn Cooke (“Catwoman- Selinas großer Coup“, “The Spirit“) machte aus seiner Miniserie “The New Frontier“ (die bei uns als “Neue Horizonte“ bei Panini in zwei Teilen erschien) einen Trickfilm. Das Vorbild ist unzweifelhaft einmal mehr Alan Moores Meilenstein “Watchmen“, denn auch hier geht es um Superhelden, die mit historischen Ereignissen konfrontiert werden.

3. “Batman: Gotham Knight“ (2008)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Eine Zusammenstellung von sechs 12-minütigen Batman-Trickfilmen im japanischen Anime-Stil.  Die Regie der einzelnen Episoden übernahmen japanische Trickfilmer, während die Storys von US-Autoren wie  Josh Olson, Greg Rucka oder Brian Azzarello verfasst wurden.

4. “Wonder Woman“ (2009)

Wonder Woman
© DC / Warner Bros. Entertainment

Der sorgfältig gestaltete Trickfilm hält sich recht genau an die Originalstory des Psychologen William Moulton Marston und erzählt ebenso spannend wie amüsant davon, wie die sehr wehrhaften Amazone Diana erstmals auf die Menschheit (und vor allem auf die Männer!) trifft.

5. “Green Lantern: First Flight“ (2009)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Genau wie zwei Jahre später im Kinofilm mit Ryan Reynolds wird erzählt, wie der Pilot Hal Jordan einen mysteriösen Ring von einem im Sterben liegenden Alien annimmt und dadurch Mitglied wird in einer Elitegruppe, die für Frieden und Gerechtigkeit im Universum sorgen soll.

6. “Superman/Batman: Public Enemies“ (2010)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Basierend auf einem Comic von Jeph Loeb und von Ed McGuinness wird erzählt wie Superman und Batman den mittlerweile zum Präsidenten der USA gewählten Lex Luthor bekämpfen.

7. “Justice League: Crisis on Two Earths“ (2010)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Basierend auf einigen DC-Comics erzählt dieser Zeichentrickfilm von einem Paralleluniversum (bzw. genau genommen von einem Universum voller Paralleluniversen) in dem alles etwas anders ist. Hier ist Lex Luthor ein heldenhafter Kämpfer für die Gerechtigkeit, der gegen böse Spiegelbild-Versionen von Superman, Batman und Wonder Woman kämpft.

8. “Batman: Under the Red Hood“ (2010)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Da im Superhelden-Genre nur selten jemand endgültig stirbt, liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei einem reichlich brutalen Rächer mit roter Gesichtshaube möglicherweise um Jason Todd, den vom Joker ermordeten zweiten Robin, handeln könnte. Judd Winick, von dem die Comic-Vorlage stammt, schrieb auch das Drehbuch zum Trickfilm.

9. “Superman/Batman: Apocalypse“ (2010)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Basierend auf der Storyline „The Supergirl from Krypton“ (2004) von Jeph Loeb und Michael Turner wird erzählt wie Supermans Cousine Kara ebenfalls auf der Erde landet. Der Stählerne ist froh endlich eine Verwandte zu haben, während sein Kollege Batman nicht begeistert darüber ist, dass sich noch ein Wesen mit Superkräften auf Erden herumtreibt. Noch schlimmer wird es als Superschurke Darkseid auftaucht…

10.  “All-Star Superman“ (2011)

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Vorlage ist die zwölfteilige Comicserie “All-Star Superman“ (2006 – 2008) vom Autor Grant Morrison und vom Zeichner Frank Quitely. Hier hat Superman  zwölf Aufgaben zu erfüllen, bevor er stirbt.

11.  “Green Lantern: Emerald Knights“ (2011)

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Der zweite DC-Animation-Film um den Green Lantern Corps erzählt fünf Kurzgeschichten, wobei die Vorlagen von zwei dieser Short Stories („Mogo Doesn’t Socialize“ and „Abin Sur“) aus der Feder von Alan Moore (“Watchmen“, “From Hell“) stammen.

12. “Batman: Year One“ (2011)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Erstmal wurde hier – „All-Star Superman“ hin oder her – ein wirklich bedeutender DC-Comic als Zeichentrickfilm adaptiert. Die Geschichte um das erste Gotham-Jahr von Batman und Jim Gordon wurde so werkgetreu, umgesetzt, dass der Zeichentrickfilm bei uns eine FSK16-Freigabe bekam.

13. “Justice League: Doom“ (2012, wurde bisher nicht bei uns veröffentlicht)

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In dieser Adaption von Mark Waids Comic „JLA: Tower of Babel“ tritt die Justice League gegen den Superschurken Vandal Savage an, der einen Großteil der Menschheit töten will.

14. “Superman vs. The Elite“ (2012, wurde bisher nicht bei uns veröffentlicht)

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Die unterschiedlichen Arbeitsauffassung und die daraus entstehenden Konflikte von Superman gegenüber anderen Weltenrettern, die Gutes ohne Rücksicht auf Verluste tun wollen, verarbeitete Joe Kelley zur Story „What’s So Funny About Truth, Justice & the American Way?“ Auch der Trickfilm konfrontiert den Stählernen mit einer hippen aber auch rücksichtslosen Superhelden-Truppe.

15. “Batman: The Dark Knight Returns“ (2012)

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Nachdem die Adaption von Frank Millers Klassiker “The Dark Knight Returns“ zunächst als Zweiteiler veröffentlicht wurde, folgt eine Deluxe Blu-ray Edition, die den kompletten 148-minütigen Trickfilm aber auch interessante Dokus über Bob Kane und die Entstehung der Comic-Vorlage enthält.

16. “Superman: Unbound“ (2013, wurde bisher nicht bei uns veröffentlicht)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Vorlage war die Miniserie „Superman: Brainiac“ (2008) von Geoff Johns und Gary Frank. Diese beschäftigt sich u. a. mit Kandor, der einstigen Hauptstadt von Supermans Heimatplaneten Krypton, die vom schurkischen Brainiac verkleinert und in eine Flasche gestopft wurde. Dieses Schicksal droht auch Supermans neuer Heimat Metropolis.

17. “Justice League: The Flashpoint Paradox“ (2013, wurde bisher nicht bei uns veröffentlicht)

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Der Trickfilm basiert auf dem sich 2011 durch alle DC-Serien ziehenden Mega-Event „Flashpoint“, wobei die Hauptstory von Geoff Johns geschrieben und von Andy Kubert gezeichnet wurde.  Einmal mehr geht es um ein alternatives Universum.

18. “Justice League: War“ (2014, wurde bisher nicht bei uns veröffentlicht)

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Der Film basiert auf der The-New-52-Serie „Justice League: Origin“ von Geoff Johns und Jim Lee. Erzählt wird, wie sich die Heldentruppe um Batman, Superman und  Wonder Woman erstmals formiert hat.

19. “Son of Batman“ (2014)

Son of Batman
© DC / Warner Bros. Entertainment

Basierend auf einer von Grant Morrison getexteten und von Andy Kubert gezeichneten Storyline von 2006 wird erzählt, wie Batman plötzlich erfährt, dass er einen Sohn hat. Daher muss er sich plötzlich mit seinen Pflichten als Vater und Vorbild auseinander setzen.

 20. “Batman: Assault on Arkham“ (2014)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Dieser Film basiert nicht auf einem Comic sondern spielt im “Batman: Arkham” Game-Universum. Im Zentrum steht auch aus dem Kino bekannte Suicide Squad, bestehend aus dem Joker, Harley QuinnDeadshot und vielen weiteren für eine Spezialeinheit zwangsverpflichteten Schurken.

21. “Justice League: Throne of Atlantis“ (2014, wurde bisher nicht bei uns veröffentlicht)

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Der Film ist eine direkte Fortsetzung zu „Justice League: Warund basiert auf der gleichnamigen Storyline von 2012. Im Zentrum der von Geoff Johns geschriebenen und von Ivan Reis gezeichneten Geschichte steht Aquaman.

22. “Batman vs. Robin“ (2014)

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© DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Als Vorlage diente die hauptsächlich von Scott Snyder geschriebene und von Greg Capullo gezeichnete Storyline „Batman: The Court of Owls“ (auf deutsch als „Die Nacht der Eulen“ veröffentlicht). Batman bekommt es diesmal mit einer seine Heimatstadt Gotham schon seit Jahrhunderten dominierenden Verschwörer-Bande zu tun, deren wohlhabende Mitglieder sich hinter Eulen-Masken verstecken.

23. “Justice League: Götter und Monster“ (2015)

Justice League: Götter und Monster
© DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Bruce Timm, der Ur-Vater des stylisch gestalteten und anspruchsvoll erzählten Batman-Trickfilms, präsentiert eine eigens für den Film geschriebene Geschichte über ganz schön brutal agierende Alternativ-Versionen der DC-Säulenheiligen Superman, Batman und Wonder Woman.

24. “Batman: Bad Blood“ (2016)

Batman: Bad Blood
© DC / Warner Bros. Entertainment

Auch bei dieser nicht auf einem Comic basierenden Fortsetzung von “Son of Batman“ und “Batman vs. Robin“ steckt Damian, der Sohn von Bruce Wayne und Ra‘s al Ghuls Tochter Talia, im Kostüm von Robin. Er wird mit dem Verschwinden seines Vaters konfrontiert und hat große Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass jetzt sein Robin-Vorgänger Dick Grayson alias Nightwing das Batman-Kostüm trägt.

25.  „Justice League vs. Teen Titans“ (2016)

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Nachdem Damian Wayne alias Robin bei einem Einsatz der Justice League eigenmächtig gehandelt hat, wird zu den Teen Titans geschickt, um Teamwork zu lernen. Doch es fällt ihm nicht leicht mit Individuen wie Beast Boy, Blue Beetle und Starfire klar zu kommen. Doch nachdem er sich mit dem Team-Mitglied Raven anfreundet, deren Vater Trigon ein Teufel ist und die Erde zerstören will, erscheinen Damian seine Probleme mit Batman dann doch nicht mehr ganz so unüberwindbar.

26.  „Batman: The Killing Joke“ (2016)

Batman: The Killing Joke
© DC / Warner Bros. Entertainment

Die Adaption des von Alan Moore (“Watchmen“, “V wie Vendetta“) geschriebenen und von Brian Bolland gezeichneten, nicht allzu umfangreichen 48-seitigen, Comic-Klassikers wurde ergänzt um einen halbstündigen Prolog (sowie einen kurzen Epilog), in deren Zentrum Batgirl alias Barbara Gordon steht.

27.  „Justice League Dark“ (2017)

Justice League Dark

Batman, Superman und Wonder Woman sehen sich mit einer Reihe von grauenvollen Verbrechen konfrontiert, die anscheinend einen übernatürlichen Hintergrund haben. Daher benötigen sie ganz spezielle Hilfe: John Constantine, Swamp Thing, Zantana, Deadman, Etrigan und Black Orchid!

DC Showcase Animated Shorts

Interessant ist in diesem Zusammenhang noch die Kurzfilm-Collection  Superman/Shazam!: The Return of Black Adam

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Enthalten sind neben der 22-minütigen Begegnung zwischen Superman  und Shazam! alias Captain Marvel noch drei weitere Kurzfilme aus der Reihe „DC Showcase Animated Shorts“ mit The Spectre, Jonah Hex und Green Arrow. Diese Collection ist nur in den USA erhältlich, doch auf den DVD- und Blu-ray-Editionen gibt es deutsche Tonspuren.

BATMAN – RETURN OF THE CAPED CRUSADERS

Außerhalb der Reihe “DC Universe Animated Movies“ entstand mit BATMAN – RETURN OF THE CAPED CRUSADERS auch noch ein Zeichentrickfilm, der auf der klassischen TV-Serie aus den 60er Jahren basiert. Als Synchronsprecher standen die Original-Darsteller Adam West, Burt Ward und Julie Newmar zur Verfügung. Ein weiterer Trickfilm, in dem William Shatner als Two-Face zu hören ist, soll folgen.

BATMAN – RETURN OF THE CAPED CRUSADERS

Man darf sich noch auf viele weitere anspruchsvolle Zeichentrickfilme mit Superhelden freuen und zumindest auf diesem Gebiet ist DC seinem Konkurenten Marvel haushoch überlegen. Es ist zu hoffen, dass es Warners Realfilmen mit DC-Superhelden gelingt, das Niveau dieser Reihe von Zeichentrickfilmen zu erreichen.

 

Teen Titans: The Judas Conflict

Aktuell stehen bei den “DC Universe Animated Movies“ 2017 mit “Teen Titans: The Judas Conflict“ sowie “Batman and Harley Quinn“ zwei weitere Animationsfilme an.

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Batman Anthologie

Dieses 372-seitige Hardcover-Buch feiert den 75. Geburtstag von Batman mit 20 interessant ausgewählten in sich abgeschlossenen Comic-Geschichten.

Batman Anthologie

Nicht fehlen dürfen natürlich Batmans erster Auftritt, die sechsseitige Geschichte “Der Fall des Chemie-Syndikats“ von Bob Kane und Bill Fingers aus “Detective Comics 27“ (Mai 1939) sowie die ein halbes Jahr später auf zwei Seiten nachgereichte Entstehungsgeschichte des Dunklen Ritters. Es folgt der erste Auftritt des Wunderknaben Robin. In dieser im April 1940 erschienenen Geschichte, an der Jerry Robinson als Zeichner beteiligt war, zeigt sich welch einen gewaltigen Fortschritt die Batman-Comics künstlerisch und erzählerisch im ersten Jahr machten.

Batman Anthologie

Dies setzt sich fort und das Buch belegt dies an gut ausgesuchten Beispielen. Interessant ist zum Beispiel die Geschichte “Unfälle nach Plan“, die eine witzige Erklärung dafür liefert, warum der zunächst sehr rundliche Butler Alfred plötzlich spindeldürr wurde. Der wahre Grund ist hierfür jedoch, dass die Comicfigur dem Darsteller William Austin angeglichen wurde, der den Butler 1943 im 15-teiligen Kino-Serial “The Batman“ verkörperte. Das erste Kapitel des Buches über den Batman des Golden Age beendet die Geschichte “Die Sensation des Jahrhunderts“ in der erstmals die später von Kim Basinger verkörperte Reporterin Vicki Vale auftrat.

Batman Anthologie

Das Silver Age schließlich wird eingeleitet mit einer Geschichte vom „Captain Future“ Schöpfer Edmond Hamilton von 1955 in der das dynamische Duo auf einen “Batman von morgen“ aus dem Jahre 3054 trifft. Die Batman-Comics wurden zu dieser Zeit immer alberner und die schwarze Fledermaus auf Batmans Brust mit einem gelben Oval unterlegt. Auf Wunsch der Produzenten der erfolgreichen TV-Serie mit Adam West debütierte 1967 in den Batman-Comics Batgirl als Identifikationsfigur für ein weibliches Publikum. Diese Story ist im Buch enthalten, genauso wie “Das Geheimnis der offenen Gräber“ das erste Batman-Team-Up von Autor Dennis O’Neil und Zeichner Neal Adams. Dieses Duo sorgte dafür, dass die Comics wieder ernsthafter wurden und dadurch ebneten sie den Weg für Frank Miller “The Dark Knight Returns“ und Tim Burtons “Batman“-Kinofilm. Ebenfalls enthalten ist Frank Millers erste Batman-Geschichte “Gesucht: Santa Klaus – Tot oder lebendig“, geschrieben von Dennis O’Neil.

Batman Anthologie

Die letzten Batman-Comics im chronologisch geordneten Buch gehören sicher nicht zu den absoluten Höhepunkten, was auch daran liegt, dass seit Ende der Achtziger Jahre im Superhelden-Comic verstärkt auf epische sich über etliche Heft-Ausgaben und –Serien hinziehende Erzählungen gesetzt wird. Gute in sich abgeschlossene Geschichten sind eher Mangelware, doch ein Beispiel aus “Batman – Black and White“ oder auch “Mad Love“ von Paul Dini und Bruce Timm hätten dem Buch zur Zierde gereicht. Auch Beiträge von Jim Lee und Grant Morrison hätten meiner Meinung nach in eine „Batman Anthologie“ gehört. Doch dafür entschädigen die ausführlichen über das ganze Buch verteilten Texten, die alle Aspekte in der abwechslungsreichen Karriere des Mitternachtsdetektiv gebührend würdigen.

Joker Antologie

So mancher Leser mag sich wundern, warum der Joker, der mit Abstand schillerndste Gegner des Dunklen Ritter, in der “Batman Antologie“ kaum auftritt. Des Rätsels Lösung ist, dass kurz darauf zum 75. Geburtstag des Clownprinzen des Verbrechens eine ebenso interessant zusammengestellte “Joker Anthologie“ erschienen ist (anschließend folgte eine „Harley Quinn Anthologie„, eine „Flash Anthologie“ und eine „Wonder Woman Anthologie„).

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