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Fix und Foxi – Perlen der Comicgeschichte

Die Reihe Perlen der Comicgeschichte des Bildschriften Verlags wächst und gedeiht. In bereits acht sachkundig kommentierten Hardcover-Bänden werden kommerziell produzierte nostalgische Comics präsentiert, die zwar “ernst“ gemeinter Mainstream sind (oder sein sollten), aber auch Freunden von skurrilen Geschichten viel Freude bereiten dürften.

Fix und Foxy – Perlen der Comicgeschichte

In diesem Sinne machten Herausgeber Eckhard Friedrich und Jürgen Gleue, der die kundigen Begleittexte schrieb, in den von Rolf Kauka herausgegebenen Comicheften reiche Beute. Präsentiert werden erstaunlich seltsame Geschichten mit Fix und Foxi, dem Erfinder Knox und Lupo, der durch seine etwas zweifelhafte Lebensführung zur Lieblingsfigur der Leser wurde.

Fix und Foxy – Perlen der Comicgeschichte

Zwar ist es recht lustig, wenn Knox den Kopf von Lupo abschraubt, doch die schönste Geschichte des Buchs spielt nicht in Fuxholzen, also in Kaukas Entenhausen, sondern in einer völlig eigenständigen Wunderwelt. Bereits 1954 erschien im kroatischen Comic-Magazin Plavi die von Walter Neugebauer nach Texten seines Bruders Norbert gezeichnete Geschichte Die Zaubertapete.

Fix und Foxy – Perlen der Comicgeschichte Die Zaubertapete

Hierin begibt sich der kleine Mumpi, der nicht einschlafen kann, mit Hilfe einer gerade verlöschten Kerzenflamme direkt hinein in die Wunderwelt seiner Kinderzimmer-Tapete. Das Resultat ist pure Poesie, irgendwo zwischen Alice im Wunderland und Little Nemo. Jürgen Gleue meint dazu:“Genau genommen, ein Klassiker der Kinderliteratur, der nur dadurch zurückgehalten wird, dass er im kulturell eher unerwünschten Medium der Comics seinen Platz hat.“

Fix und Foxy – Perlen der Comicgeschichte Die Zaubertapete

Als Walter Neugebauer zu Kauka nach München kam, gelang es ihm seine Zaubertapete 1959 in vier Fix & Foxi-Heften als Fortsetzung zu veröffentlichen. Im Titel war zwar “Rolf Kauka zeigt“ zu lesen (auch weil Onkel Rolf seinerzeit noch davon träumte, Animationsfilme im Stil von Walt Disney zu produzieren). Doch völlig untypisch für Kauka (und zeitgleich auch für Disney) war, dass die tatsächlichen Schöpfer des Comics Walter und Norbert Neugebauer auch genannt wurden, zumindest am Anfang der ersten Episode.

Fix und Foxy – Perlen der Comicgeschichte

Bei der Benennung der übrigen in diesem Band vertretenden Kauka-Zeichner waren die Herausgeber auf Spekulationen angewiesen, denn Kauka strebte seinerzeit einen Einheits-Look an. Das manche Künstler wie Helmut Huth, Werner Hierl, Heinz Körner, Kasch und vor allem Florian Julino durchaus ihr eigenes Ding machten, davon erzählt dieser interessant zusammengestellte Band.

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John Wayne – Perlen der Comicgeschichte

Die Reihe Perlen der Comicgeschichte des Bildschriften Verlags wächst und gedeiht. In bereits acht sachkundig kommentierten Hardcover-Bänden werden kommerziell produzierte nostalgische Comics präsentiert, die zwar “ernst“ gemeinter Mainstream sind, aber auch Freunden von skurrilen Geschichten viel Freude bereiten dürften.

John Wayne - Perlen der Comicgeschichte

Im Zentrum des siebten Bandes steht John Wayne, bzw. ein Comic- Alter-Ego von ihm, das von 1949 bis 1955 durch insgesamt 31 Comic-Hefte des US-amerikanischen Verlags Toby Press galoppierte und dabei oft von einem an das Western-Urgestein Al St. John alias Fuzzy erinnernden Sidekick namens Bonanza begleitet wurde.

John Wayne - Perlen der Comicgeschichte
Typisch, John Wayne!

Die in diesen Heften erzählten Geschichten sind kaum der Rede wert. Sie spielen in jener klinisch reinen Hollywood-Western-Welt, deren gebügelte farbenfrohe Hemden tragende Helden auch in vielen TV-Serien gefeiert wurden. Interessant werden die John Wayne Adventure Comics jedoch dadurch, dass hierfür zwei Comic-Großmeister am Zeichenbrett saßen.

John Wayne - Perlen der Comicgeschichte

Al Williamson wurde später bekannt als genialer Zeichner von Science-Fiction-Geschichten bei den EC-Comics, aber auch innerhalb der Serien Flash Gordon und Star Wars, hier schuf er auch einige großartige Comic-Adaptionen zu den Filmen. Williamson, ist schon dadurch zu identifizieren, dass er einige seiner Arbeiten für Toby Press signieren durfte. Dass Williamson sein Handwerk beim großartigen Tarzan-Zeichner Burne Hogarth erlernte, ist zwei in diesem Band enthaltenen Geschichten anzumerken, in denen John Wayne gegen schwarze Panther kämpft.

John Wayne - Perlen der Comicgeschichte

Ebenfalls beteiligt an einigen der John Wayne Comics war Frank Frazetta, der durch seine kunstvollen Titelbilder zu Tarzan– oder Conan-Romanen, seine detailverliebten Filmplakate und seine altmeisterlich gemalte Fantasy-Kunst auch außerhalb der Comic-Szene Ruhm erntete. Frazetta arbeitete bei den John-Wayne-Comics gelegentlich mit Williamson zusammen. Spuren durch Signaturen hat er nicht hinterlassen, und den Perlen-der-Comickunst-Herausgebern ist es auch nicht gelungen hierzu Genaueres in Erfahrung zu bringen. Doch der Stil einiger in diesem Buch präsentierten Comics erinnert deutlich an Frazettas Klassiker White Indian.

John Wayne - Perlen der Comicgeschichte

Einmal mehr macht hier ein Band dem Titel Perlen der Comickunst alle Ehre. Interessant wäre vielleicht ein weiterer Band, der die Comic-Adaptionen zu Filmklassikern mit John Wayne wie El Dorado, Der schwarze Falke, Der Eroberer, Rio Bravo oder auch Hatari! enthält.

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Diabolik – Perlen der Comicgeschichte

Die Reihe Perlen der Comicgeschichte des Bildschriften Verlags ist bereits auf acht Bände angewachsen. Präsentiert werden kommerziell produzierte Comics, die auch Freunden von skurrilen Geschichten viel Freude bereiten dürften. Im Zentrum des Buchs steht diesmal ein noch heute sehr agiler Antiheld aus Italien.

Diabolik

Die Schwestern Angela und Luciana Giussani schufen Anfang der sechziger Jahre mit Diabolik einen völlig amoralischen Helden. Sie begründeten damit zugleich ein ganzes Fumetti Neri genanntes Genre, dass es bis auf die Kinoleinwand schaffte. Bereits 1967 setzte Mario Bava (Die Stunde, wenn Dracula kommt) mit Gefahr: Diabolik dem Antihelden ein filmisches Denkmal.

Gefahr: Diabolik

Erstmals in der Comic-Geschichte war hier der Schurke die Hauptfigur. Dies schlägt sich auch in Diaboliks Maske nieder. Im Gegensatz etwa zum rechtschaffenden Zorro, ist Diaboliks gesamtes Gesicht verdeckt und nur die streng blickenden Augen sind zu sehen.

Gefahr: Diabolik

Den Erfolg der Serie versucht der italienische Autor Carlo Lucarelli wie folgt zu erklären: “Bald wurde den Lesern bewusst, dass Diabolik ein Krimineller war, aber nicht frei von Idealen. Eine Figur außerhalb der Gesellschaft, aber besser als viele andere in genau dieser Gesellschaft, die die Position von Macht und Ansehen besitzen.“

Gefahr: Diabolik

Die oft recht brutalen Schandtaten des Superverbrechers Diabolik erregten in der italienischen Öffentlichkeit so viel Aufsehen, dass die Schwestern sich schließlich gezwungen sahen die Figur etwas softer anzulegen. Ein Versuch des Ehapa Verlags die Serie auch bei uns zu etablieren scheiterte vor einigen Jahren schon nach sechs Ausgaben. Dies lag sowohl am ausgewählten Material als auch am hohen Preis. In Italien ist ein Comicheft kein Objekt für Sammler, sondern immer noch sehr erschwinglich und kann daher problemlos am Strand gelesen und dann sogar entsorgt werden.

Gefahr: Diabolik

Der gebundene Sammelband der Reihe Perlen der Comicgeschichte enthält drei herrlich trashige Abenteuer von Diabolik aus den Jahren 1968 bis 1973, sowie als Einleitung einen fundierten Text von Eckhard Friedrich.

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Verschollene Superhelden

Die Reihe Perlen der Comicgeschichte des Bildschriften Verlags ist bereits auf acht Bände angewachsen. Präsentiert werden kommerziell produzierte Comics, die auch Freunden von skurrilen Geschichten viel Freude bereiten dürften. Im Zentrum des Buchs stehen diesmal Superhelden aus dem Golden Age der 40er Jahre, die es nicht zur Serienreife gebracht haben.

Verschollene Superhelden

An mangelnder Phantasie der Schöpfer hat es ganz gewiss nicht gelegen. Manchmal sind die Ideen zu den Comics erschreckend simpel. So war 1941 im Heft 13 von Speed Comics schlicht und einfach eine gigantische Hand der Held und “niemand entkommt ihrer zupackenden Kraft“. Seltsamerweise brachte es The Hand nur auf zwei Comic-Auftritte.

Verschollene Superhelden

Noch rarer machte sich The Owl, obwohl Martin Filchock sich wirklich ein tolles Konzept überlegt hatte. Jack arbeitet tagsüber als Bibliothekar und sammelt den Schmutz ein, den die Bücherei-Besucher ins Haus schleppen. Diesen analysiert dann nach Feierabend Jacks an den Rollstuhl gefesselter Vater. Dadurch soll der Übeltäter gefunden werden, der für dessen Lähmung verantwortlich ist. Nachts maskiert sich Jack dann als Eule und jagt Verbrechen. Seinen Vater konnte er jedoch nicht rächen, da kein weiteres Abenteuer mit der Eule folgte.

Verschollene Superhelden

Der Sammelband enthält zehn herrlich trashige Abenteuer mit seltsamen Superhelden wie Catman and the Kitten, Man O’Metal oder dem King of Darkness, an deren Geschichten Comic-Pioniere wie die Zeichner Jerry Robinson (Batman) oder Harry Georg Peters (Wonder Woman) beteiligt waren. Die Übersetzungen sind knackig (“Los Kid, müssen sie stoppen!“) und zu jedem Abenteuer gibt es Einführungen von J. Gleue, die ebenso fachkundig wie unterhaltsam sind. So entdeckt er in Typhon „flüchtende Piktogramme“ und Paul Gattusos Artwork bei The Echo kommt ihm so vor, als wenn sich ein “20er Jahre Expressionist zur Abwechslung mal in den Comic-Books ausgetobt“ hätte.

Verschollene Superhelden

Die nächsten Bände der Perlen der Comicgeschichte werden Diabolik und frühen Marvel-Comics gewidmet sein. Der Reihe ist ein langes Leben zu wünschen!

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