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Mark Millar Collection 8: Spider Man

Der absolute Höhepunkt der Comic-Serie um Spider-Man fand zweifelsohne 1973 im Heft 121 statt. Die darin enthaltene Geschichte ist (genau wie auf dem Cover zu lesen) ein “Wendepunkt“ der Serie, denn sie erzählte von dem Tag, an dem Peter Parkers Freundin Gwen Stacy starb. Dies kam wirklich überraschend, und ein derartiger Grad an Dramatik wurde in den Geschichten über Spider-Man (aber auch ansonsten im Medium Comic) nie wieder erreicht.

Mark Millar Collection 8: Spider ManWenn danach noch bemerkenswerte Geschichten über den Mann im Spinnen-Kostüm erzählt wurden, dann bezogen sie sich meist auf jene ersten 121 Amazing Spider-Man Hefte, die sich in einem Rutsch wie eine gewaltige Abenteuer- und Liebes-Geschichte lesen lassen.

Mark Millar Collection 8: Spider Man

Auch für den meisterliche schottischen Comic-Autor Mark Millar (Kick-Ass, Kingsman) war der Tod von Gwen Stacy ein prägendes Ereignis. Sein erster Marvel-Comic, den ihn sein älterer Bruder Robert schenkte,war das Heft The Amazing Spider-Man # 122, in dem sich Peter Parker nach dem Tod von Gwen Stacy ziemlich brutal an deren Mörder Green Goblin rächt, ohne danach Befriedigung zu empfinden. Das war ganz schön harter Stoff für einen 7-jährigen Jungen und als Millar schließlich selbst ein Abenteuer mit Spider-Man schreiben durfte, ging er ebenfalls nicht zimperlich mit den darin auftretenden Charakteren um.

Mark Millar Collection 8: Spider Man

2004 ließ Mark Millar im Rahmen der Reihe Marvel Knights fast alle wichtigen Figuren des Spider-Man-Universums auftreten. Einmal mehr ist es Peter Parkers Tante May, deren Leben auf dem Spiel steht und die diesmal entführt wurde. Bei seinen Ermittlungen trifft Peter auf sehr viele seiner prominentesten Gegner. Darunter befindet sich natürlich der Green Goblin und auch der Tod von Gwen Stacy erweckt bei Peter Parker immer noch höchst unangenehme Erinnerungen…

Mark Millar Collection 8: Spider Man

Als achten Band seiner Mark Millar Collection veröffentlicht der Panini Verlag die aus zwölf Heften bestehende Spider-Man-Miniserie in einer mit 19 x 28 cm etwas großformatigeren Hardcover-Edition mit interessanten Anhängen, wie einer Einleitung von Stan Lee und einem Nachwort von Robert Millar. Enthalten sind auch markante Entwurfsskizzen, der an der Saga beteiligten Zeichner Terry Dodson (Spider-Man / Black Cat: Das Böse in Dir) und Frank Cho (University Freaks, Liberty Meadows), die dank Millars Story beide einmal mehr ihre Fähigkeiten im Gestalten von besonders attraktiven Hauptfiguren ausleben konnten.

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Spider-Man in Venedig

J. Jonah Jameson ist (mal wieder) nicht sonderlich begeistert von seinem Fotografen Peter Parker, dessen Bilder von Spider-Man arg nach Selbstauslöser aussehen. Daher (und weil er gerade ein Gratisticket von einem Reisebüro erhielt) schickt der väterliche Verleger Parker nach Italien, was diesen sehr freut, denn er hat genug von maskierten Spinnern. Doch urplötzlich befindet er sich inmitten des Karnevals von Venedig…

Spider-Man in Venedig

Nicht nur diese originelle Ausgangssituation ist untypisch an Spider-Man in Venedig, auch das Kreativ-Team überrascht. Autor und Zeichner stammen aus Italien und waren recht häufig für die dortigen Disney-Comics tätig. Während Tito Faraci auch Geschichten für Dylan Dog verfasst, ist Giorgio Cavazzano einer der besten amtierenden Disney-Zeichner und betrat bereits Neuland als er Familie Duck die epische Fantasy-Geschichte Drachenritter erleben ließ. Bei Cavazzano sieht Peter Parker jetzt ein wenig wie Corto Maltese aus, was natürlich sehr gut zum Schauplatz passt.

Spider-Man in Venedig

Die Begegnung zwischen italienischen und amerikanischen Comicstil verläuft inhaltlich und formal äußerst spannend. Daher ist es sehr erfreulich dass die 24-seitige Geschichte um das Geheimnis des venezianischen Glases noch durch einen ebenso umfangreichen “Hinter den Kulissen“-Teil mit Bleistiftskizzen, schwarzweißen Seitenlayouts und Fotovorlagen ergänzt wurde.

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