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Spider-Man: A New Universe

Das hat wohl keiner kommen sehen! Rechteinhaber Sony Pictures Entertainment ließ zu, dass der Realfilm-Spider-Man zum Bestandteil von Disneys Marvel Cinematic Universe wurde und blamierte sich ganz kräftig mit einem Film über den Alien-Symbionten Venom. Eine ähnlich dumme Idee schien ein Animationsfilm über einen nicht von Peter Parker, sondern vom Afro-Latino-Teenager Miles Morales verkörperten Spider-Man zu sein.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Doch das Konzept ging auf, auch weil neben Miles Morales noch fünf weitere alternative Spider-Männer präsentiert wurden. Der schurkische Kingpin (der als Animations-Figur ähnlich abgefahren aussieht, wie in den von Bill Sienkiewicz gezeichneten Comics) versucht seine verstorbene Familie durch einen Teilchenbeschleuniger zurückzubekommen. Dadurch kommt es zu Schnittstellen mit einigen alternativen Universen und gleich fünf völlig verschiedene Versionen von Spider-Man landen auf der Erde.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Miles Morales lernt so einen etwas übergewichtigen Peter Parker, die liebreizende Spider-Gwen, das den Roboter SP//dr einsetzende Manga-Mädchen Peni Parker, den aus einer schwarzweißen Welt stammenden Spider-Man Noir (in der Originalfassung gesprochen von Nicolas Cage!) sowie das Cartoon-Schweinchen Spider-Ham kennen. Das klingt nach Klamauk, ist es teilweise auch. Doch zugleich werden in bester Marvel-Tradition die Teenager-Probleme von Miles Morales ernst genommen und die turbulente Geschichte geht auch zu Herzen.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Hinzu kommen ein hervorragendes Figurendesign, sowie eine außergewöhnlich gute und originelle Animation, die kunstvoll mit Elementen aus Comics und verschiedenen Stilen spielt. Doch dabei wird die Geschichte nie aus den Augen verloren und die knapp zwei Stunden des Films vergehen wie im Fluge. Völlig zu Recht wurde Spider-Man: A New Universe 2019 bei der Oscar-Verleihung als bester animierter Spielfilm ausgezeichnet.

© Sony Pictures Entertainment
© Sony Pictures Entertainment

Die Blu-ray von Sony Pictures Entertainment. enthält den 128-minütigen Film (mit Audiokommentar der Regisseure und Produzenten, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) sowie diese Extras: Eine Hommage an Stan Lee & Steve Ditko (8:34 min); Die ultimative Comic-Besetzung (15:02 min); Zwei Musikvideos (5:48 min); Animierter Kurzfilm: „Peter Porker, der spektakuläre Spider-Man“ (4:01 min); Wir sind Spider-Man (7:51 min); Spider-Universum: Eine neue Dimension (5:09 min); Comic Filmfiguren selber gestalten (7:45 min); Alternativ Universum-Modus: Lass dich von den Filmemachern durch alternative Szenen, Handlungsstränge, Figuren und mehr führen; Die Spider-Universum-Superfans Easer Egg Challenge

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Mark Millar Collection 8: Spider Man

Der absolute Höhepunkt der Comic-Serie um Spider-Man fand zweifelsohne 1973 im Heft 121 statt. Die darin enthaltene Geschichte ist (genau wie auf dem Cover zu lesen) ein “Wendepunkt“ der Serie, denn sie erzählte von dem Tag, an dem Peter Parkers Freundin Gwen Stacy starb. Dies kam wirklich überraschend, und ein derartiger Grad an Dramatik wurde in den Geschichten über Spider-Man (aber auch ansonsten im Medium Comic) nie wieder erreicht.

Mark Millar Collection 8: Spider ManWenn danach noch bemerkenswerte Geschichten über den Mann im Spinnen-Kostüm erzählt wurden, dann bezogen sie sich meist auf jene ersten 121 Amazing Spider-Man Hefte, die sich in einem Rutsch wie eine gewaltige Abenteuer- und Liebes-Geschichte lesen lassen.

Mark Millar Collection 8: Spider Man

Auch für den meisterliche schottischen Comic-Autor Mark Millar (Kick-Ass, Kingsman) war der Tod von Gwen Stacy ein prägendes Ereignis. Sein erster Marvel-Comic, den ihn sein älterer Bruder Robert schenkte,war das Heft The Amazing Spider-Man # 122, in dem sich Peter Parker nach dem Tod von Gwen Stacy ziemlich brutal an deren Mörder Green Goblin rächt, ohne danach Befriedigung zu empfinden. Das war ganz schön harter Stoff für einen 7-jährigen Jungen und als Millar schließlich selbst ein Abenteuer mit Spider-Man schreiben durfte, ging er ebenfalls nicht zimperlich mit den darin auftretenden Charakteren um.

Mark Millar Collection 8: Spider Man

2004 ließ Mark Millar im Rahmen der Reihe Marvel Knights fast alle wichtigen Figuren des Spider-Man-Universums auftreten. Einmal mehr ist es Peter Parkers Tante May, deren Leben auf dem Spiel steht und die diesmal entführt wurde. Bei seinen Ermittlungen trifft Peter auf sehr viele seiner prominentesten Gegner. Darunter befindet sich natürlich der Green Goblin und auch der Tod von Gwen Stacy erweckt bei Peter Parker immer noch höchst unangenehme Erinnerungen…

Mark Millar Collection 8: Spider Man

Als achten Band seiner Mark Millar Collection veröffentlicht der Panini Verlag die aus zwölf Heften bestehende Spider-Man-Miniserie in einer mit 19 x 28 cm etwas großformatigeren Hardcover-Edition mit interessanten Anhängen, wie einer Einleitung von Stan Lee und einem Nachwort von Robert Millar. Enthalten sind auch markante Entwurfsskizzen, der an der Saga beteiligten Zeichner Terry Dodson (Spider-Man / Black Cat: Das Böse in Dir) und Frank Cho (University Freaks, Liberty Meadows), die dank Millars Story beide einmal mehr ihre Fähigkeiten im Gestalten von besonders attraktiven Hauptfiguren ausleben konnten.

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Spider-Man in Venedig

J. Jonah Jameson ist (mal wieder) nicht sonderlich begeistert von seinem Fotografen Peter Parker, dessen Bilder von Spider-Man arg nach Selbstauslöser aussehen. Daher (und weil er gerade ein Gratisticket von einem Reisebüro erhielt) schickt der väterliche Verleger Parker nach Italien, was diesen sehr freut, denn er hat genug von maskierten Spinnern. Doch urplötzlich befindet er sich inmitten des Karnevals von Venedig…

Spider-Man in Venedig

Nicht nur diese originelle Ausgangssituation ist untypisch an Spider-Man in Venedig, auch das Kreativ-Team überrascht. Autor und Zeichner stammen aus Italien und waren recht häufig für die dortigen Disney-Comics tätig. Während Tito Faraci auch Geschichten für Dylan Dog verfasst, ist Giorgio Cavazzano einer der besten amtierenden Disney-Zeichner und betrat bereits Neuland als er Familie Duck die epische Fantasy-Geschichte Drachenritter erleben ließ. Bei Cavazzano sieht Peter Parker jetzt ein wenig wie Corto Maltese aus, was natürlich sehr gut zum Schauplatz passt.

Spider-Man in Venedig

Die Begegnung zwischen italienischen und amerikanischen Comicstil verläuft inhaltlich und formal äußerst spannend. Daher ist es sehr erfreulich dass die 24-seitige Geschichte um das Geheimnis des venezianischen Glases noch durch einen ebenso umfangreichen “Hinter den Kulissen“-Teil mit Bleistiftskizzen, schwarzweißen Seitenlayouts und Fotovorlagen ergänzt wurde.

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