Schlagwort-Archive: Peter Sellers

Küss mich, Dummkopf

Der berühmte Las Vegas Entertainer Dino (spielt sich selbst: Dean Martin) will in dem kleinen Wüstenkaff Climax eigentlich nur Benzin fassen. Doch der dortige Tankwart Barney Millsap ist zugleich auch Songtexter. Gemeinsam mit seinem Partner, dem Musiklehrer Orville J. Spooner, versucht er Dino festzuhalten um ihm ihre gemeinsamen Kompositionen unterzujubeln. Dabei ist ihnen kein Trick zu faul. So ekelt Orville seine eifersüchtig geliebte Ehefrau Zelda hinaus und Barney heuert als Ersatz-Ehefrau und Appetithäppchen für Dino die verruchte Pistolen-Polly (Kim Novak aus Hitchcocks Vertigo) an.

Dean Martin: Everybody Loves Somebody - The Reprise Years 1962 - 1966

Doch alles läuft nicht so ganz nach Plan, denn Dino macht sich derart unverschämt an die Pistolen-Polly heran, dass Orville der Kragen platzt und er den Weltstar einfach aus seinem Haus wirft. Während Polly anschließend eine Nacht lang Orvilles Ehefrau sein darf, landet Dino im Bett von Zelda. Doch diese singt ihm nur die ganze Nacht die von ihrem Mann komponierte Schnulze Sophia vor. So setzt sich wahres Talent schließlich doch noch durch als Dino das Lied in seiner nächsten TV-Sendung präsentiert…

Dean Martin: Everybody Loves Somebody - The Reprise Years 1962 - 1966

In diesem 1964 entstandenen schwarzweißen Spätwerk von Billy Wilder (Manche mögen´s heiß) sollte eigentlich Peter Sellers (Inspektor Clouseau) die Rolle des Orville spielen. Doch da sich dieser nicht mit dem Regisseur verstand, kam der unscheinbare Ray Walston zum Einsatz und war auch keine schlechte Wahl. Der nur auf dem ersten Blick unmoralische Film war kein großer Erfolg und allen darauffolgenden Filmen Wilders sollte es ähnlich ergehen. Doch eigentlich ist Küss mich, Dummkopf auch dank des ohne jegliche Eitelkeit aufspielenden Dean Martins ein einziges Vergnügen und zugleich eine zynische Fabel auf das Streben nach Erfolg um jeden Preis.

Küss mich, Dummkopf

Bonusmaterial der DVD: Gelöschte Szene (5:10 min), ohne deutsche Untertitel

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Casino Royale (1967)

Der Erfolg der Bond-Filmreihe brachte natürlich auch eine ganze Reihe von Trittbrettfahrern mit auf den Plan. Doch bei „Casino Royale“ handelt es sich um eine offiziell abgesegnete Verfilmung des ersten James-Bond-Romans von Ian Fleming.

Casino Royale (1967)

Die Verfilmungsrechte dieses Buches konnte Fleming als erstes verkaufen und es wurde 1954 ein TV-Film mit Barry Nelson als James Bond und Peter Lorre als Le Chiffre daraus. Anschließend erwarb der Produzent Charles K. Feldman die Rechte an dieser Story. (Erst 2006 konnten die Produzenten der regulären 007-Reihe ihre Version von „Casino Royale“ mit Daniel Craig als neuen James Bond in die Kinos bringen.)

Casino Royale (1967)

Charles Feldman feierte 1965 einen großen Erfolg mit „What´s new Pussycat?“ und eine ähnlich turbulente etwas erotische Komödie schwebte ihm auch bei „Casino Royale“ vor. Folglich spielten wieder Peter Sellers und Woody Allen mit und Burt Bacharach steuerte einen ohrwurmartigen Soundtrack bei.Darunter befindet sich auch das von Dusty Springfield so unvergesslich hingehauchte “The Look of Love“, wovon für die deutsche Synchronfassung Mireille Mathieu die grottige deutsche Version “Ein Blick von Dir“ aufnahm.

Casino Royale (1967)Wer nun tatsächlich so etwas wie einen Bond-Film erwartet, dürfte ziemlich enttäuscht werden, denn der Film wollte die damals erst aus vier Filmen bestehende Reihe parodieren. Hierzu wurde ein gewaltiges Menge an Stars aufgefahren und insgesamt fünf Regisseure (darunter der auch im Film als „M“ auftretende John Huston) inszenierten. Doch die vielen Köche haben den Brei trotz delikater Zutaten ziemlich verdorben und „Casino Royale“ wirkt eher albern als lustig. Wer möchte, kann sich an phantasievollen Kulissen erfreuen (so ist z. B. Ost-Berlin ganz im Stile von deutschen Stummfilmen ausgestattet), sich halbwegs über Peter Sellers amüsieren oder den frühen Woody Allen betrachten. Doch mit 007 hat die ganze Chose so gut wie nichts zu tun.

Casino Royale (1967)

Extras der Blu-ray: Audiokommentar der James Bond-Historiker Steve Jay Rubin und John Cork, ohne deutsche Untertitel; Making-Of „Casino Royale“ (41:30 min), ohne deutsche Untertitel; US-Kinotrailer (2:22 min)

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Der rosarote Panther

Ursprünglich vorgesehen war zunächst Peter Ustinov als trotteliger Inspektor namens Clouseau in Blake Edwards‘ eleganter Ganovenkomödie um den Raub eines Edelsteins namens „Der rosarote Panther“. Doch kurz vor Beginn der Dreharbeiten sagte dieser ab und der 1963 außerhalb Englands noch fast unbekannte Peter Sellers sprang ein. Auf dem Flug von London nach Rom überlegte sich Sellers Eigenarten und Aussehen der Figur. (Sehr schön dramatisiert wurde dies im Film „The Life and Death of Peter Sellers“ von Geoffrey Rush). Sellers Inspektor Clouseau wurde zum Star des Filmes und überstrahlte das immerhin aus David Niven, Robert Wagner, Capucine und Claudia Cardinale bestehende Ensemble. Ebenso wichtig waren aber auch Henri Mancinis eleganter Soundtrack und der als Trickfilm gestaltete Vorspann des Films mit der Figur des rosaroten Panthers.

Der rosarote Panther

Der Panther und Clouseau machten dann zunächst getrennt Karriere. Das pinke Raubtier wurde zum Held einer oscarprämierten Zeichentrickserie, die ohne die kalauernden Reime der deutschen „Paulchen Panther“-Bearbeitung des ZDFs noch deutlich eleganter wirkt (wie die fünf Cartoons auf dieser DVD-Box belegen). Clouseau hingegen ging eher zufällig in Serie. Peter Sellers sollte in einer Verfilmung des Theaterstücks „Ein Schuss im Dunkeln“ die Hauptrolle spielen, mochte das Drehbuch aber nicht. Er fragte Blake Edwards um Rat. Dieser schlug vor Inspektor Clouseau in die Geschichte einzubauen und Sellers war Feuer und Flamme. Er eignete sich einen durchgeknallten Akzent an und mit dem von Clouseau genervten Chefinspektor Dreyfus (Herbert Lom) und dem allseits angreifenden Diener Cato (Burt Kwouk) führte der Film zwei ganz wichtige Nebenfiguren ein.

Der rosarote Panther

Obwohl „Ein Schuss im Dunkeln“ auch ohne den Panther im Vorspann ein gewaltiger Erfolg wurde, folgte erst einmal kein weiterer Film mit Clouseau, denn Sellers und Edwards wollten zunächst einmal nicht mehr zusammenarbeiten. Daher spielte Alan Arkin 1967 die Titelrolle im von Bud Yorkin inszenierten Film „Inspektor Clouseau“. Erst 1974, nachdem Sellers und Edwards einige Misserfolge zu verzeichnen hatten, rotteten sie sich wieder zusammen und es hieß „Der rosarote Panther kehrt zurück“. Kurz darauf folgten mit „Inspektor Clouseau – Der „beste“ Mann bei Interpol“ und „Inspektor Clouseau – Der irre Flic mit heißem Blick“ zwei noch komischere Filme mit dem Inspektor und auch 1980 nach Sellers Tod war noch lange nicht Schluss. Mit „Der rosarote Panther wird gejagt“ und „Der Fluch des rosaroten Panthers“ (1983, nicht in dieser DVD-Box enthalten) verarbeitete Edwards Filmschnipsel mit Sellers und neu gedrehte Szenen zu mehr oder weniger gelungenen Gagrevuen. Auch „Der Sohn des rosaroten Panthers“ (1992, ebenfalls nicht in dieser DVD-Box enthalten) mit Roberto Benigni als Clouseaus Nachfahre wollte nicht so recht zünden. Nachdem zunächst Chris Rock vorgesehen war, spielte schließlich Steve Martin den neuen Clouseau.

Der rosarote Panther

Extras der DVD-Box: US-Kinotrailer (3:39 min + 3:36 min + 2:36 min + 2:18 min + 2:10 min , verschiedene Formate , Stereo 2.0), sehr interessant, enthalten teilweise extra für die Kinovorschauen hergestellte Zechentrickszenen, “The Pink Panther Story“, eine 29-minütige sehr interessante Dokumentation über die Filmserie, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, “That’s Panthertainment“, eine etwas wahllos zusammengestellte Ansammlung von Outtakes, Ausschnitten und Pressekonferenzen in verschiedenen Formaten (mal anmorph mal nicht), hauptsächlich mit Bezug zu “Der irre Flic mit heißem Blick“, “The Unknown Peter Sellers”, eine hochinteressante 52-minütige Dokumentation über den englischen Komiker, “The Commercial Peter Sellers”: Drei 1-minütige Werbespots für die Barclai Bank, drei 1-minütige Spots für die Fluglinie TWA und ein Making-Of zu den TWA-Spots (4:13 min), “Shots in the Dark”, Galerie mit 110 sehr kleinen Fotos aus dem ersten ”Pink Panther“-Film, Ein Bericht über die “Pink Panther”-Zeichentrickfilme (10:49 min), Fünf Pink Panther Cartoons: “The Pink Phink” (6:33 min, der erste oscarprämierte Trickfilm mit dem Panther von 1964), “Pink Punk Plink“ (6:10 min, 1966, hier dirigiert der Panther ein Orchester und zum Schluss applaudiert Henri Mancini), “Sink Pink“ (6:07 min, 1965), “Dial P for Pink“ (6:02 min, 1965) und „“Pinkled Pink“ (6:05 min, 1965), “The Great DeGaulle Stone Operation“, ein Trickfilm mit dem Inspektor (6:59 min, 1965), Auf der DVD von “Der rosarote Panther“ gibt es eine Extratonspur mit Kommentar vom Regisseur (wahlweise mit Untertiteln) und einen englischsprachigen “Trivia Track“ (nicht untertitelt)

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