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Walt Disney: Robin Hood

Der raffgierige Sir John unterdrückt alle Tiere im Sherwood Forest und klaut ihnen das letzte Goldstück aus der Tasche. Zum Glück gibt es Robin Hood und seine lustige Räuberbande, die den Kampf gegen Sir John aufnehmen. Mit vielen cleveren Tricks holen sie nach und nach die Beute zurück. Doch Sir John lässt sich dies nicht gefallen und heckt einen hinterhältigen Plan gegen Robin und seine Freunde aus. Wird es Robin Hood trotzdem gelingen, sich selbst und alle Bewohner in Sherwood Forest aus der Unterdrückung zu befreien?

Walt Disney: Robin Hood

Nach dem Tod von Walt Disney, der noch höchstpersönlich dafür sorgte, dass Das Dschungelbuch zu einem großen Erfolg wurde, war das Trickfilmstudio wie gelähmt. Es wurde versucht alte Rezepte so zu variieren, dass dadurch vielleicht etwas Neues entstehen würde. Während Aristocats noch zu einer recht charmanten Mischung aus Susi und Strolch und 101 Dalmatiner wurde, konnte der zweite Zeichentrickfilm, der nach Walt Disneys Tod entstand, nur noch bedingt überzeugen.

Walt Disney: Robin Hood

Robin Hood wirkt ein wenig so als wenn die Tiere aus dem Dschungelbuch einfach in historische Kostüme gesteckt wurden. So ist Little John tatsächlich nur durch seine grünen Klamotten von Balu dem Bären zu unterscheiden (und wird in der Originalfassung auch wieder von Phil Harris gesprochen), während Sir Hiss wenig mehr als die Schlange Kaa mit Federhut und Umhang ist. Dafür ist der (auch in der deutschen Fassung von Peter Ustinov gesprochene) feige Löwe Prinz John eine köstliche Figur. Durch die episodenhafte Struktur, die relativ grellen Farben und die locker-flockige Animation unterscheidet sich Robin Hood von den meisten Langfilmen des Studios und steht eher in der Tradition der Disney Cartoons aus den dreißiger Jahren.

Walt Disney: Robin Hood

Immerhin hat Robin Hood durch die Selbstverständlichkeit mit der von einer Welt mit bekleideten Tieren, aber ohne Menschen, erzählt wird, die Macher des 55. Disney-Animationsfilm Zoomania nach eigenen Aussagen maßgeblich beeinflusst.

Walt Disney: Robin Hood

Bonusmaterial der Blu-ray: Zusätzliche Szene „Love Letters” im vertonten Storyboard (7:35 min), wie alle Extras wahlweise in deutscher oder englischer Sprache; Alternatives Ende im vertonten Storyboard (4:34 min); Schwarzweißer Kurzfilm: „Prinzessin Minnie“ („Ye Olden Days“, 1933, 8:18 min) wahlweise in deutscher oder englischer Sprache; Eine schöne Bildergalerie als kommentiertes Video (8:52 min) ; Direkte Songanwahl

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Der rosarote Panther

Ursprünglich vorgesehen war zunächst Peter Ustinov als trotteliger Inspektor namens Clouseau in Blake Edwards‘ eleganter Ganovenkomödie um den Raub eines Edelsteins namens Der rosarote Panther. Doch kurz vor Beginn der Dreharbeiten sagte dieser ab und der 1963 außerhalb Englands noch fast unbekannte Peter Sellers sprang ein.

Der rosarote Panther

Auf dem Flug von London nach Rom überlegte sich Sellers Eigenarten und Aussehen der Figur. (Sehr schön dramatisiert wurde dies im Film The Life and Death of Peter Sellers von Geoffrey Rush). Sellers Inspektor Clouseau wurde zum Star des Filmes und überstrahlte das immerhin aus David Niven, Robert Wagner, Capucine und Claudia Cardinale bestehende Ensemble. Ebenso wichtig waren aber auch Henri Mancinis eleganter Soundtrack und der als Trickfilm gestaltete Vorspann des Films mit der Figur des rosaroten Panthers.

Der rosarote Panther

Der Panther und Clouseau machten dann zunächst getrennt Karriere. Das pinke Raubtier wurde zum Held einer oscarprämierten Zeichentrickserie, die ohne die kalauernden Reime der deutschen „Paulchen Panther“-Bearbeitung des ZDFs noch deutlich eleganter wirkt (wie die fünf Cartoons auf dieser DVD-Box belegen). Clouseau hingegen ging eher zufällig in Serie.

Der rosarote Panther

Peter Sellers sollte in einer Verfilmung des Theaterstücks Ein Schuss im Dunkeln die Hauptrolle spielen, mochte das Drehbuch aber nicht. Er fragte Blake Edwards um Rat. Dieser schlug vor Inspektor Clouseau in die Geschichte einzubauen und Sellers war Feuer und Flamme. Er eignete sich einen durchgeknallten Akzent an und mit dem von Clouseau genervten Chefinspektor Dreyfus (Herbert Lom) und dem allseits angreifenden Diener Cato (Burt Kwouk) führte der Film zwei ganz wichtige Nebenfiguren ein.

Der rosarote Panther

Obwohl Ein Schuss im Dunkeln auch ohne den Panther im Vorspann ein gewaltiger Erfolg wurde, folgte erst einmal kein weiterer Film mit Clouseau, denn Sellers und Edwards wollten zunächst einmal nicht mehr zusammenarbeiten. Daher spielte Alan Arkin 1967 die Titelrolle im von Bud Yorkin inszenierten Film Inspektor Clouseau.

Der rosarote Panther

Erst 1974, nachdem Sellers und Edwards einige Misserfolge zu verzeichnen hatten, rotteten sie sich wieder zusammen und es hieß Der rosarote Panther kehrt zurück. Kurz darauf folgten mit Inspektor Clouseau – Der „beste“ Mann bei Interpol und Inspektor Clouseau – Der irre Flic mit heißem Blick zwei noch komischere Filme mit dem Inspektor und auch 1980 nach Sellers Tod war noch lange nicht Schluss.

Der rosarote Panther

Mit Der rosarote Panther wird gejagt und Der Fluch des rosaroten Panthers (1983, nicht in dieser DVD-Box enthalten) verarbeitete Edwards Filmschnipsel mit Sellers und neu gedrehte Szenen zu mehr oder weniger gelungenen Gagrevuen. Auch Der Sohn des rosaroten Panthers (1992, ebenfalls nicht in dieser DVD-Box enthalten) mit Roberto Benigni als Clouseaus Nachfahre wollte nicht so recht zünden. Nachdem zunächst Chris Rock vorgesehen war, spielte schließlich Steve Martin den neuen Clouseau.

Der rosarote Panther

Extras der DVD-Box: US-Kinotrailer (3:39 min + 3:36 min + 2:36 min + 2:18 min + 2:10 min , verschiedene Formate , Stereo 2.0), sehr interessant, enthalten teilweise extra für die Kinovorschauen hergestellte Zechentrickszenen, “The Pink Panther Story“, eine 29-minütige sehr interessante Dokumentation über die Filmserie, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, “That’s Panthertainment“, eine etwas wahllos zusammengestellte Ansammlung von Outtakes, Ausschnitten und Pressekonferenzen in verschiedenen Formaten (mal anmorph mal nicht), hauptsächlich mit Bezug zu “Der irre Flic mit heißem Blick“, “The Unknown Peter Sellers”, eine hochinteressante 52-minütige Dokumentation über den englischen Komiker, “The Commercial Peter Sellers”: Drei 1-minütige Werbespots für die Barclai Bank, drei 1-minütige Spots für die Fluglinie TWA und ein Making-Of zu den TWA-Spots (4:13 min), “Shots in the Dark”, Galerie mit 110 sehr kleinen Fotos aus dem ersten ”Pink Panther“-Film, Ein Bericht über die “Pink Panther”-Zeichentrickfilme (10:49 min), Fünf Pink Panther Cartoons: “The Pink Phink” (6:33 min, der erste oscarprämierte Trickfilm mit dem Panther von 1964), “Pink Punk Plink“ (6:10 min, 1966, hier dirigiert der Panther ein Orchester und zum Schluss applaudiert Henri Mancini), “Sink Pink“ (6:07 min, 1965), “Dial P for Pink“ (6:02 min, 1965) und „“Pinkled Pink“ (6:05 min, 1965), “The Great DeGaulle Stone Operation“, ein Trickfilm mit dem Inspektor (6:59 min, 1965), Auf der DVD von “Der rosarote Panther“ gibt es eine Extratonspur mit Kommentar vom Regisseur (wahlweise mit Untertiteln) und einen englischsprachigen “Trivia Track“ (nicht untertitelt)

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Jules Verne’s In 80 Tagen um die Welt

1956 entstand basierend auf Jules Vernes wohl besten Roman eine Kinoversion mit David Niven, die allgemein als sehr gelungen angesehen wird. Daher sollte es über 30 Jahre dauern, bis der Stoff erneut angepackt wurde. Pierce Brosnan, der sechs Jahre bevor er seinen Dienst als 007 (im Dialog dieses TV-Film ist übrigens des Öfteren der James Bond Wappenspruch Die Welt ist nicht genug zu hören) antrat und zuvor bereits in der TV-Miniserie Noble House sowie in Remington Steele überzeugte, ist genau wie Niven die ideale Besetzung des britischen Gentleman Phileas Fogg.

Jules Verne's In 80 Tagen um die Welt

Brosnan verkörpert sehr gelungen einen etwas steifen Pünktlichkeits-Fanatiker, der sich aufgrund einer Wette unverzüglich auf eine Weltreise begibt und für den die ganze Veranstaltung scheinbar genauso aufregend ist, wie eine Einladung zum Tee.

Jules Verne's In 80 Tagen um die Welt

Während 1956 neben David Niven Filmstars wie Marlene Dietrich, Frank Sinatra und Buster Keaton in kleinen Gastrollen zu sehen waren, spielen in der Serie zumeist TV-Stars wie Patrick Macnee (Mit Schirm, Charme und Melone) oder Pernell Roberts (Bonanza) mit. Bemerkenswert ist, dass die Briten Robert Morley und Sir John Mills bereits in der 1956er Verfilmung dabei waren. Doch auch die Hauptrollen in der über vierstündigen TV-Produktion sind mit dem Monty Python Eric Idle als Foggs französischem Diener Passepartout, Peter Ustinov als mürrischen Detektiv Fix und der sympathischen Julia Nickson (Rambo 2) als Prinzessin Aouda optimal besetzt. Obwohl der Originaltitel Jules Verne´s Around the World in 80 Days lautet, wurde – genau wie bereits 1956 – leider recht häufig von Vernes‘ Romanvorlage abgewichen, ohne dass die Geschichte dadurch interessanter geworden ist. Doch wann immer diese TV-Serie sich nah am Buch orientiert, kann sie voll überzeugen und bestens unterhalten.

Jules Verne's In 80 Tagen um die Welt

Die DVD-Neuedition von KSM präsentiert die Serie in einer im Vergleich zur alten e-m-s-Veröffentlichung insgesamt circa 5 Minuten längeren Fassung. Die (Voll-)Bildqualität ist okay, aber doch deutlich unschärfer als bei aktuellen Serien. Die zwei DVDs stecken getrennt in einer Plastikhülle mit Wendecover und diese wiederum in einem recht dekorativen Pappschuber, dessen FSK-Siegel prolemlos rückstandsfrei entfernt werden kann. Als Bonusmaterial gibt es lediglich eine kurze Bildergalerie, doch immerhin liegt ein interessant zusammengestelltes 12-seitiges Booklet bei.

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