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Eurovision Song Contest

Am Anfang des Jahrtausends haute Will Ferrell die skurrilen Charaktere nur so raus, Da gab es den Begräbnis-Anbaggerer in Die Hochzeits-Crasher, den ewige Partyking “Frank the Tank“ in Old School, den schuhplattelnden Neo-Nazi Franz Liebkind in The Producers, den nach intensiver Nutzung einer Drehtür kotzenden Weihnachtselfen Buddy, den im Paarlauf der Männer antretenden Eisprinzen, den Rennfahrer Ricky Bobby oder den exzessiv Jazz-Querflöte spielenden Anchorman, um nur einige zu nennen.

Eurovision Song Contest

Jetzt geht es endlich wieder soweit. Will Ferrell tritt in einem Film mit konventioneller Filmdramaturgie an und spielt mit der größten Selbstverständlichkeit eine Rolle, für die er mit mittlerweile 52 Jahren eigentlich viel zu alt ist. Seit Abba mit Waterloo den European Songcontest gewonnen hat, träumte der Irländer Lars Erickssong davon, ebenfalls im großen Gesangswettbewerb anzutreten. In Sigrit Ericksdóttir (Rache McAdams) hat er eine treue Verbündete gefunden, die jedoch mehr von Lars möchte als gemeinsam mit ihm in der Band Fire Saga zu musizieren.

Eurovision Song Contest

Im Hintergrund der Geschichte brodelt auch noch ein Konflikt zwischen Vater und Sohn, wobei es einmal mehr großartig ist zu sehen, was für ein entspannter Darsteller der ehemalige James Bond Pierce Brosnan ist. Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga sollte eigentlich parallel zum in Rotterdam veranstalteten ESC 2020 stattfinden. Doch Corona kam dazwischen und jetzt läuft der von David Dobkin (Die Hochzeits-Crasher) inszenierte Film quasi als Ersatz für den ausgefallenen Song Contest auf Netflix.

Eurovision Song Contest

Natürlich ist das an Peinlichkeiten nicht eben arme europäische Musik-Festival ein toller Vorwand für Will Ferrell, um in durchgeknallte Kostüme zu schlüpfen. Dies macht er mit einer so natürlichen Naivität, dass es schwer fällt sich dem ganz speziellen Charme dieses Filmes zu entziehen. Ein weiteres Plus ist, dass der vor Ort auf Island und in Edinburgh gedrehte Film sich am tatsächlichen Song Contest orientiert und einige der über Ohrwurm-Qualität verfügenden Musiknummern wie Vulcano Man oder vor allem Ja Ja Ding Dong sich auch problemlos dafür qualifiziert hätten.

Eurovision Song Contest

Hinzu kommen die zahllosen überraschenden Gags, sowie die durch die Bank guten Darsteller. Es bleibt zu hoffen, dass Ferrell in dieser Richtung weitermacht.

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Hammer House of Horror

Fünf Jahre nachdem 1975 mit Die Braut des Satans der letzte Gruselthriller der legendären englischen Hammer Film Productions (Frankensteins Fluch, Dracula mit Christopher Lee) in die Kinos kam, setzte die Traditionsfirma ihre Horror-Tätigkeiten im Fernsehen fort. Rund um ein ehemaliges Mädcheninternat in Buckinghamshire, das der Produktion als Standort diente (und immer im Vorspann zu sehen war), entstanden 13 Episoden der Serie Hammer House of Horror.

Hammer House of Horror

Im Gegensatz zu den besten Hammer-Filmen waren die Geschichten zwar immer in der Gegenwart angesiedelt, doch es wurde trotzdem ein breites Spektrum des Unheimlichen abgedeckt.

Hammer House of Horror

So gab es Hexen, Kannibalen, Untote, Werwölfe, Besessenheit, Afrikanischen Fetischhokuspokus, Schwarze Messen, Spukhäuser und viele weitere geschickt variierte traditionelle Horror-Elemente. Diese Versatzstücke wurden manchmal in Form von etwas breitgetretenen Kurzgeschichten, aber meist als richtige kleine unheimliche Spielfilme umgesetzt.

Hammer House of Horror

Unter den Darstellern befindet sich neben Hammer-Legende Peter Cushing auch Pierce Brosnan (in einer sehr kleinen Opferrolle), Patricia Quinn (Magenta aus der Rocky Horror Picture Show), Denholm Elliott (Indiana Jones) und Brian Cox. In Deutschland lief die Serie 1989 unter dem Titel Gefrier-Schocker auf SAT.1 und wurde recht anständig synchronisiert.

Hammer House of Horror

Gelegentlich fehlten allerdings kurze besonders gorige Momente, die dank schön gestalteter Box auf DVD und Blu-ray nachgereicht wurden.

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The World’s End

Nach der Zombie-Komödie Shaun of the Dead und der Actionfilm-Verarsche Hot Fuzz beendet die Darsteller Simon Pegg und Nick Frost sowie der Regisseur Edgar Wright (Scott Pilgrim, Baby Driver) ihre sogenannte Three Flavours Cornetto trilogy. Dieser Titel ist eine nicht ganz ernst gemeinte Anspielung auf Krzystof Kieslowskis Drei Farben-Trilogie und hängt auch damit zusammen, dass in jedem der Filme das auch in Großbritannien sehr beliebte Tüteneis von Langnese zu sehen ist.

The World's End

Im Zentrum stehen fünf Freunde, denen es Anno 1990 als Teenager nicht gelungen ist, eine legendäre Sauftour durch den britischen Vorort Newton Haven komplett zu absolvieren. Hierzu mussten 12 Pubs aufgesucht und jeweils ein Pint Bier ausgetrunken werden. Gary King, der damalige Anführer der Clique hängt an seinen Jugenderinnerungen und stiftet seine vier sesshaft gewordenen Kumpels dazu an, nochmal zu versuchen die “Golden Mile“ zu absolvieren und diesmal auch den letzten Pub The World’s End zu erreichen.

The World's End

Der Titel The World’s End scheint also zunächst in eine völlig falsche Richtung zu deuten. Der Film ist in seiner ersten Hälfte eine ebenso komische wie sentimental-sensible Auseinandersetzung mit den Nachteilen des Erwachsenwerdens. Speziell der ewige Kindskopf Gary King, den der begnadete Simon Pegg als tragikomische Figur verkörpert, hat keinerlei Interesse daran sich zu etablieren, was seine alten Kumpels (nicht minder großartig: Nick Frost, Paddy Considine, Martin Freeman und Eddie Marsan) mit einer Mischung aus Neid und Ekel betrachten.

The World's End

Interessant wird es, als die immer noch sehr attraktive Sam auftaucht, in die zwei der Freunde immer noch verschossen sind. Rosamund Pike behauptet sich in dieser Rolle bestens inmitten des Männer-Ensembles.

The World's End

Nach der Hälfte seiner Laufzeit wechselt der Film jedoch seine Tonart und jedem, der endlich mal wieder so richtig überrascht werden möchte, sei empfohlen sich so unvorbereitet wie möglich auf The World’s End einzulassen. Urplötzlich entpuppt sich Newton Haven als ein Ort des Grauens und genau wie einst From Dusk till Dawn müssen sich die im ersten Teil des Filmes präzise charakterisierten Figuren gegen einen gigantischen Gegner wehren und das Ende der Welt scheint in der Tat sehr nahe zu sein.

The World's End

The World’s End ist nicht nur der Abschluss, sondern auch der Höhepunkt der Trilogie. So perfekt getimt, schreiend komisch, unerhört spannend, visuell aufregend, überraschend wechselhaft, aber auch menschlich anrührend war selten ein Film und zum Glück gibt es mehr als drei Geschmackssorten von Cornetto.

The World's End

Der Spaß geht auch noch auf der Blu-ray weiter, hier gibt es ein ausführliches spaßiges Making (48:06 min), eine kurze nicht verwendete Szene (0:54 min) sowie einen Audiokommentar von Simon Pegg und Edgar Wright (wahlweise mit deutschen Untertiteln).

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Nick Hornby: A Long Way Down

Maureen, Martin, Jess und JJ hätten sich unter normalen Umständen garantiert niemals kennengelernt. Sie sind sich nicht einmal sonderlich sympathisch, doch trotzdem verbringen eine etwas spießige Mittelklassedame, ein TV-Moderator mit massivem Karriere-Knick, eine punkige Rotzgöre und ein Möchtegern-Rockstar sehr viel Zeit miteinander. Die vier sehr unterschiedlichen Charaktere lernten sich in einer Silvesternacht auf dem Dach eines Londoner Hochhauses kennen und wollten dort alle ihrem Leben ein Ende bereiten… Nick Hornby: A Long Way Down

Nick Hornby (High Fidelity, About A Boy, Juliet, Naked) schildert, wie sich das ungleiche Quartett gegenseitig noch eine Chance gibt und versucht sechs Wochen gemeinsam zu überleben. Der ganz besondere Kunstgriff des Buches ist es, dass Hornby die Geschichte zwar fortlaufend, aber beständig wechselnd zwischen den vier verschiedenen Perspektiven seiner Hauptfiguren, erzählt. So schildert etwa Martin, wie er seinen Job verlor, nachdem er eine Affäre mit einer Minderjährigen hatte. Dann erzählt die einsame Maureen, wie sie ihrem schwer behinderten Sohn vorgaukelt, sie wäre auf eine Silvester-Party eingeladen. Jess folgt dann mit der Beschreibung einer völlig verunglückten Feier in einer Besetzter-WG, und JJ erklärt warum er als US-Bürger Pizzalieferant in London wurde.

Nick Hornby: A Long Way DownHornby gelingt die sehr plastische Schilderung einer Zweckgemeinschaft. Er ist noch weniger als sonst an Reflektionen über die Popkultur interessiert, sondern beschäftigt sich ohne Patentrezepte sehr vielschichtig und ernsthaft (aber natürlich nicht humorlos) mit Leben und Tod. 2014 entstand eine Verfilmung des Buchs, die mit Pierce Brosnan, Toni Collette (About A Boy), Imogen Poots (I Kill Giants) und Aaron Paul (Breaking Bad) zwar sehr gut besetzt war, doch der Romanvorlage nicht gerecht wurde.

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Mamma Mia! Here We Go Again

1999 erlebte das Musical Mamma Mia! seine Premiere in London. Die mit Musikstücken aus dem Fundus der schwedischen Band ABBA bestückte Story um Donna, die nicht weiß, welcher ihrer Ex-Lover der Vater ihrer Tochter Sophia ist, wurde zu einem Welterfolg, der sich knapp 10 Jahre auf der Leinwand wiederholte.

Mamma Mia! Here We Go Again

Die Hauptdarsteller Meryl Streep, Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard trampelten (um es mit den Worten der Kanzlerin auszudrücken) ziemlich auf den Musikstücken von Benny Andersson und Björn Ulvaeus herum. Doch dies an Karaoke im Urlaub erinnernde Klang-Erlebnis, sowie die teilweise recht unbeholfene Choreographie vor wunderschönen griechischen Naturkulissen, ließen den Film frisch und spontan wirken.

Mamma Mia! Here We Go Again

Da Mamma Mia! in den Kinos 600 Millionen Dollar einspielte, folgte 10 Jahre später die Fortsetzung. Hierzu wurde nicht nur die gesamte Besetzung wieder zusammengetrommelt, sondern sogar ein recht origineller neuer Ansatz gefunden. Richard Curtis, der erfahrene Autor und Regisseur von meisterlichen romantischen Komödien wie Notting Hill oder Tatsächlich… Liebe, hörte auf seine Tochter, als diese meinte, sie würde am liebsten sehen, wie die junge Donna kurz nacheinander die drei “Väter“ von Sophia kennenlernte.

Mamma Mia! Here We Go Again

Die junge Donna wird jetzt recht temperamentvoll von Lily James (Cinderella) gespielt, während Meryl Streep lediglich am Ende des Films einen kurzen Gastauftritt absolviert (sehr viel mehr hat die in der Werbung groß herausgestellt Cher auch nicht zu tun). Anfangs macht das Drehbuch einige Verrenkungen um mehr oder weniger geschickt ABBA-Songs in die Handlung einzubauen, die noch nicht im ersten Film zu hören waren, .

Mamma Mia! Here We Go Again

In Oxford auf Donnas Abschlussfeier singt Donna mit ihren Freundinnen Tanja und Rosie When I Kissed The Teacher. Weiter geht es nach Paris in ein Napoleon-Themen-Restaurant, um dort – richtig geraten – den European-Song-Contest-Erfolg Waterloo schmettern zu können. Doch ganz so blöd geht es dann zum Glück doch nicht weiter.

Mamma Mia! Here We Go Again

Richtig rührend wird es, wenn Lily James die griechische Insel Kalokairi erreicht und dort jenes malerische Haus sieht, aus dem einmal Donnas Traumhotel werden soll. Wenn sich die junge Frau ausmalt, was sie aus dem verfallenen Gebäude machen will, dann passt hierzu recht gut der ABBA-Hit I Have A Dream. Schön auch, dass im Film weniger bekannte Songs wie Andante, Andante zum Zuge kommen, die zeigen, was für ein beeindruckendes Werk das schwedische Quartett in seiner nur 8 Jahre andauernden Karriere hinterlassen hat.

Mamma Mia! Here We Go Again

ABBA-Songs galten immer ein wenig als plumpe Trash-Musik. Doch wer in den 70er und 80er Jahren groß geworden ist, kam um die Hits der Gruppe nicht herum, und hat auch sehr viel Schlimmeres hören müssen. Mir hat durch diesen Film eine Wiederbegegnung mit irgendwie doch guten Songs wie Fernando, The Name Of The Game, Dancing Queen oder natürlich Mamma Mia! viel Spaß gemacht.

Mamma Mia! Here We Go Again

Die Blu-ray von Universal enthält neben dem 114-minütigen Hauptfilm, wahlweise mit Audiokommentaren von Regisseur Ol Parker und von Produzentin Judy Craymer (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) noch dieses Bonusmaterial: Unveröffentlichte Szenen und verlängerte Szenen, darunter der Song “I Wonder“ (insgesamt 10:34 min, wahlweise mit Audiokommentar); Ausgelassenheit (1:09 min); Verbesserte Sing-Alongs mit Text im Bild (46:37 min); Die Story (5:33 min); Mamma Mia! Wiedervereint (3:33 min); Donna spielen (2:28 min); Sophies Geschichte; Cher wird vorgestellt (3:34 min); Kostüme und The Dynamos (4:59 min); Die Choreographie von Mamma Mia! (7:25 min); Die Darsteller treffen einander (6:25 min); Letzter Vorhang (3:59 min); Dancing Queen: Aufbau einer Szene (3:26 min); Geplauder mit der Besetzung (5:01 min); Für Legenden auftreten (2:46 min); Abschlussklasse 79 (3:48 min)

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Mamma Mia!

Auf der idyllischen griechischen Insel Kalokairi bereitete die etwas gluckenhafte alleinerziehende Mutter Donna (Meryl Streep) die Hochzeit ihrer Tochter Sophie (Amanda Seyfried) vor. Doch diese möchte endlich erfahren, wer eigentlich ihr Vater und daher lädt sie die drei dafür in Frage kommenden Herren (Pierce Brosnan, Colin Firth, Stellan Skarsgard) ohne Wissen ihrer Mutter zu den Feierlichkeiten ein.

Mamma Mia!

Das ist ein durchaus solides Grundgerüst für eine turbulente romantische Komödie, doch speziell in der ersten Hälfte des Filmes wird Turbulenz leider ziemlich häufig mit Hysterie verwechselt. Andauernd rennen Menschen wild kreischend aufeinander zu und brüllen sich zu, wie sehr sie sich freuen sich endlich wieder zu sehen. Vielleicht soll dieser „Kunstgriff“ dem Zuschauer helfen zu verstehen, dass jemand der so drauf ist auch jederzeit völlig grundlos mit dem Absingen von ABBA-Liedern beginnen kann.

Mamma Mia!

Dass es durchaus klappen kann, wenn versucht wird möglichst viele Songs einer Erfolgsband in eine Handlung zu quetschen, hat kürzlich die Beatles-Revue Across the Universe bewiesen. Doch da war die begnadete Julie Taymor (Frida) am Werk, die Geschmack und Rhythmus hat. Bei Mamma Mia! hingegen hüpft meistens – im Stile von deutschen 70er-Jahre Schlagerfilmen wie Musik, Musik, da wackelt die Penne – eine Laienspielschar völlig alleingelassen vom Choreografen durch hübsche Naturkulissen.

Mamma Mia!

Okay, wir wollen nicht nur gemein sein, denn am Film waren ja auch jene Menschen beteiligt, die dafür sorgten, dass das 1999 in London gestartete Bühnenmusical Mamma Mia! zu einem weltweiten Erfolg wurde. Durch bisher mehr als 30 Millionen Besucher ist die Show für Benny Andersson und Björn Ulvaeus mittlerweile sogar lukrativer als die immer noch sehr üppigen ABBA-Tantiemen. Will sagen, wenn soviel Fliegen bzw. Mücken zusammenkommen, muss ja wohl irgendwas dran sein.

Mamma Mia!

Dies ist auch so, denn wer die erste Hälfte des Filmes schadensfrei überstanden hat, bekommt doch noch ein paar hübsche Sachen zu sehen. So setzt Julie Walters ihre nicht vorhandene Gesangsstimme sehr gefällig in Szene und nachdem die nicht mehr ganz junge Christine Baranski einen Haufen sehr männlicher Teenies am Strand zu Does Your Mother Know um den Verstand getanzt hat, hätte ich daheim wohl auf die Repeat-Taste gedrückt.

Mamma Mia!

Auch das Finale vorm Altar ist auf seine rührende Art zwar routiniert, aber immerhin routiniert. Muriels Wedding bleibt weiterhin der definitive ABBA-Film, doch spätestens, wenn im Abspann die Hauptdarsteller entfesselt in Glitzerklamotten performen macht auch Mamma Mia! Bock auf Schweden-Rock.

Mamma Mia! Here We Go Again

10 Jahre später folgte die Fortsetzung Mamma Mia! Here We Go Again. Hierzu wurde nicht nur die gesamte Besetzung wieder zusammengetrommelt, sondern sogar ein recht origineller Ansatz gefunden. Erzählt wird wie die junge Donna kurz nacheinander die drei “Väter“ von Sophia kennenlernte.

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No Escape

Der Film stammt von den Brüdern John Eric Dowdie und Drew Dowdie, die bisher eher durch Horrorfilme wie Quarantäne oder Katakomben bekannt waren . Dies ist spürbar, denn wenn gezeigt wird, wie die nette US-Familie von Jack Dwyer (Owen Wilson) in einem nicht näher benannten asiatischen Land plötzlich mitten in eine blutige Revolution gerät, erinnert der weitestgehend gesichtslose Mob an eine Horde gemeingefährlicher Zombies.

No Escape

Was die DVD-Werbetexter genüsslich ein “Worstcase Szenario erster Güte“ nennen, lässt No Escape zu einem Film werden, der versucht aus einer durchaus vorstellbaren Situation so viel Schocks wie möglich herauszuquetschen. Hochspannend ist die ganze Chose schon, auch wenn manche Kritiker anprangerten, dass alle asiatischen Charaktere entweder hilflose Opfer oder ruchlose Mörder sind. Dies habe ich allerdings nicht durchgehend so empfunden, zumal eine sehr spannende in diesem Zusammenhang stehende Szene sich ganz anders entwickelt, als zu befürchten war.

No Escape

Doch ein von Pierce Brosnan verkörperter zweifelhafter Asien-Experten sorgt für ein paar interessante Akzente. Die Szenen mit ihm sind voll von harten aber herzlichen Humor sowie einer Prise Gesellschaftskritik. Der ehemalige James Bond zeigt einmal mehr seine schauspielerische Vielfältigkeit. Er spielt einen Hallodri, der sich zunächst anscheinend nur für die weibliche asiatische Bevölkerung interessiert, dann aber doch tatkräftig der Familie Dwyer beisteht. Wenn Brosnan am Anfang des Films in einer Hotel-Bar völlig atonal zur Karaoke-Maschine „singt“, dann ist vor allem dies ganz große Kino!

No Escape

Die DVD von EuroVideo enthält neben dem 100-minütigen Hauptfilm noch zwei nicht verwendete Szenen (insgesamt 4:56 min, wie alle Extras ohne deutsche Untertitel), Berichte über Pierce Brosnan (3:32 min), Owen Wilson (2:49 min), Lake Bell (3:06 min), Dowdler & Dowdle (3:40 min) sowie den deutschen Trailer (2:10 min)

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Stirb an einem anderen Tag

Pünktlich zum 40. Kino-Dienstjahr von 007 kam der zwanzigste James Bond-Film in die Kinos. Der neuseeländische Regisseur Lee Tamahori („Die letzte Kriegerin“) hatte dabei die undankbare Aufgabe, zwar alles anders zu machen, aber trotzdem einen typischen Bond-Film zu drehen. Daher fliegt uns schon in der klassischen ersten Einstellung mit der schwarzen Lochblende erstmals ein Projektil um die Ohren.

Stirb an einem anderen TagDem Teaser, also jener Sequenz vor dem Titelsong, ist recht deutlich die Schwierigkeit anzumerken, irgendein Fahrzeug zu finden, mit dem sich 007 noch keine Verfolgungsjagd geliefert hat. Daher gibt es diesmal eine wilde Fahrt mit Luftkissen-Booten über den Minengürtel zwischen Nord- und Südkorea. Hier zeigt sich schon die große Schwäche des Filmes, denn Tamahori gelingt es eher selten, die Actionsequenzen so zu inszenieren, dass der Zuschauer noch den Überblick behält. Es wird dabei nicht so richtig klar, wessen Boot (und später welches Auto) da gerade explodiert und durch die Luft fliegt.

Stirb an einem anderen Tag

Ebenfalls neu ist, dass Bond am Ende des Teasers nicht triumphiert, sondern gefangen genommen wird. Eher geschmacklos ist dann die Inszenierung des ansonsten durchaus gut gewählten Madonna-Titelsongs. Die Musik wird verschnitten mit den Folterungen, denen Bond während seiner 14-monatiger Haft in Nordkorea ausgesetzt ist. Klar, das ist tatsächlich mal etwas völlig anderes als in den bisherigen Bond-Filmen, aber will das wirklich jemand sehen?

Stirb an einem anderen Tag

Der restliche Film ist dann ziemlich durchwachsen und die unnötig komplizierte Handlung führt Bond über Hongkong, Kuba (in Spanien gedreht) und Island zurück zum großen Showdown nach Korea. Zwischendrin geht es einmal tatsächlich ziemlich hoch her, wenn sich Bond einen wirklich atemberaubenden Fechtkampf quer durch einen vornehmen englischen Club liefert. Die Dynamik dieser Sequenz wäre auch bei den anderen Action-Szenen wünschenswert gewesen, doch diese wurden meist mit „Matrix“-Mätzchen versetzt und zudem auch noch sehr häufig (im Gegensatz zu den „echten“ Stunts der vorherigen Filme) am Computer erzeugt.

Stirb an einem anderen Tag

Doch genug gemeckert, wenn eine Sequenz mal misslingt, dann geschieht dies auf höchstem Niveau und „Stirb an einem anderen Tag“ ist in keiner Szene jemals so primitiv wie dieser angebliche Bond-Update „xXx – Triple X“ mit Vin Diesel. John Cleese ist ein mehr als passabler Q-Ersatz für den leider verstorbenen Desmond Llewelyn und Halle Berry („Monster´s Ball“) ist nicht nur eine Augenweide (ihr erster Auftritt ist recht deutlich an Ursula Andress in „Dr. No“ angelehnt), sondern als erstes Bond-Girl dem Helden ebenbürtig. Sie machte ihre Sache so gut, dass überlegt wurde, mit der von ihr verkörperten Jinx eine eigene Filmserie ins Leben zu rufen.

Stirb an einem anderen Tag
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die im Kino etwas schwach anmutenden Action-Sequenzen gewinnen deutlich auf dem kleineren heimischen Bildschirm. So ist der Betrachter auch dank der gut mithaltenden Halle Berry fast versucht diesen Film dann doch noch zum nach „GoldenEye“ zweitbesten Pierce Brosnan-Bond-Film zu erklären.

Stirb an einem anderen Tag
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Zwei Audio-Kommentar: Mit Regisseur Lee Tamahori & Produzent Michael G. Wilson, sowie mit Pierce Brosnan und Rosamund Pike, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; MI-6-Datenstrom: Während des Filmes erscheinen wahlweise im Bild eine nicht enden wollende Flut von mehr oder (leider sehr häufig) weniger interessanten Infos zum Film. Interessanter sind da schon die 19 “Hinter den Kulissen“-Featuretten, die ebenfalls nur auf dieses Weise betrachtet werden können; „From Script to Screen“ (51:39 min, über alle Aspekte der Filmproduktion); “Geschüttelt und gerührt aufm Eis“ (23:09 min, über die Dreharbeiten auf Island); Ein ganz normaler Tag – Bericht von den Dreharbeiten (22:38 min); James Bond kehrt zurück nach London (3:31 min); Auf Motivsuche mit Production-Designer Peter Lamont (13:52 min); Bild-Datenbank: 41 Darsteller-Portraits, Foto-Shooting (50 Bilder), Drehorte & Kulissen (77 Bilder), Stunts & Spezialeffekte (45 Bilder), Fahrzeuge und Spezialanfertigungen (23 Bilder); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; 8-seitiges farbiges Booklet

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Die Welt ist nicht genug

Der nach offizieller Leseart (also ohne Casino Royale und Sag niemals nie) 19. Bondfilm und dritter Auftritt von Pierce Brosnan wurde diesmal sogar von einem „richtigen“ Regisseur inszeniert und nicht nur von irgendeinem Action-Handwerker zusammengezimmert. Michael Apted führte schon Regie bei Dramen wie Gorillas im Nebel oder Nell aber auch beim wunderbar atmosphärischen Gorky Park.

Die Welt ist nicht genug

Dadurch ist auch zu erklären, dass Die Welt ist nicht genug in Sachen Schauspielerführung und (wirklich) überraschenden Drehbuchwendungen wohl das Beste darstellt, was bisher unter dem Label Bond produziert wurde. Der nicht zu unterschätzende Nachteil ist jedoch, dass Apted die Actionszenen längst nicht so gut im Griff hat.

Die Welt ist nicht genug

Am Anfang in der Pre-Titel-Sequenz gibt es nach einem wirklich spannenden Auftakt in Bilbao und dem tragischen Tod des Pipline-Tycoons Sir Robert King eine recht lange Verfolgungsjagd auf der Themse, bei der Bond mit einem schnittigen kleinen Rennboot hinter Maria Grazia Cucinotta (Il Postino) herjagt. Dabei werden zwar alle erforderlichen Bond-Situationen wie Torpedos abfeuern, Sprünge über Brücken und Bootsfahrten durch Häuser und Straßenzüge abgehandelt, aber so richtig beeindrucken will das Ganze dann doch wieder nicht.

Die Welt ist nicht genug

Auch der Vorspann mit dem nicht sehr einprägsamen Titelsong von Garbage sieht etwas zu stark nach 70er-Jahre-Disco aus, macht aber immerhin klar, dass es diesmal wohl hauptsächlich um Öl geht. Als nächstes reist Bond in die kaukasischen Berge und besucht dort Sir Roberts Tochter Electra, die nun das Pipline-Geschäft übernommen hat und mit Sophie Marceau (La Boum, Braveheart) prima besetzt ist. Das ist natürlich ein guter Vorwand für eine große Skiverfolgungsjagd, aber ohne Willi Bogner ist die ganze mit einer Lawine endende Chose auch nicht der ganz große Bringer.

Die Welt ist nicht genug

Da ist ein Besuch im Nachtclub vom bereits aus GoldenEye bekannten Valentine Zukovsky schon viel besser, denn dieser wird vom Für alle Fälle Fitz-Darsteller Robie Coltrane gespielt und sondert permanent coole treffende Bemerkungen ab. Irgendwie verschlägt es Bond dann im Anschluß auch noch zu einer atomaren Testanlage in Kasachstan. Dort ist die aus Starship Troopers hinreichend bekannte Strahle-Maus Denise Richards („Ich spiele eine Wissenschaftlerin, also trage ich ein Tank Top.“) damit beschäftigt russische Atombomben zu entschärfen und zu zerlegen.

Die Welt ist nicht genug

Auch unser Chinesen-Fiete Claude-Oliver Rudolph, der diesen Part Heinz Hoenig wegschnappte, hat hier einen sehr kurzen Auftritt. Er taugt aber nicht einmal zum Schurken, denn das ist der Part von Robert Carlyle (Ganz oder gar nicht), der den arg verunstalteten Terroristen und Electra King-Entführer Renard gibt.

Die Welt ist nicht genug

Dieser hat zu allem Überfluss auch noch eine Kugel im Kopf. Naja, nachdem wir nun alle beteiligten Personen kennen, wird es doch noch ganz gemütlich und manchmal sogar wie bereits erwähnt überraschend spannend. Sehr schön ist auch, dass Judi Denchs Part als M diesmal deutlich ausgebaut wurde und dass Desmond Llewelyn als Q diesmal nicht nur ebenfalls ordentlich etwas zu tun hat, sondern mit R sogar noch einen (fähigen?) Assistenten zur Seite gestellt bekam. Dieser wird von keinem Geringeren als John Cleese dargestellt.

Die Welt ist nicht genug

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentar vom Regisseur, wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Extratonspur mit Kommentar von Productiondesigner Peter Lamont, Komponist David Arnold und Stunt-Coordinator Vic Armstrong; „Making of“, eine 15-minütige Dokumentation über die Dreharbeiten; Musikvideo von Garbage (4 min, 1 : 2,35, nicht anamorph, Stereo 2.0)US-Kinotrailer (2:06 min, 1 : 2,35, anamorph, Stereo 2.0); Die Geheimnisse des 007: kurze Filme über die Stunts und Tricks: Sprung zum Auftakt (1:08 min), Bootsjagd (3:21 min), Haupttitel (1:38 min), Skiszene (1:54 min), Röntgenaufnahme (1:18 min), Nukleare Einrichtung (2:44 min), Kavierfabrik (5:34 min) und U-Boot (2:59 min)

Die Welt ist nicht genug

Special: „Bond Cocktails“ eine 23-minütige Dokumentation über die einzelnen Zutaten von „Die Welt ist nicht genug“, sehr viel informativer als das „Making of“; Special: Bond Stunts. „Flussabwärts“ ein 25-minütiger Bericht über die siebenwöchigen Dreharbeiten der Bootsjagd auf der Themse am Anfang des Filmes; Making Of zu Teaser Trailer (4:25 min); Pressekonferenz in Hongkong (9:44 min); Acht nicht verwendete oder verlängerte Szenen, anmoderiert vom Regisseur (insgesamt 14:10 min); Tribut an Desmond Llewelyn, die schönsten Szenen mit dem verstorbenen Q-Darsteller (3:18 min); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Englischer Trailer (2:05 min); Umfangreiche Bildegalerie; 8-seitiges farbiges Booklet

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Der Morgen stirbt nie

Der zweite Bond-Film mit Pierce Brosnan nach „GoldenEye“ hat eigentlich eine recht interessante und auch aktuelle Grundidee. Es geht um einen Medienmogul, der kriegerische Konflikte anheizt, damit ihm die Schlagzeilen für sein weltweit erscheinendes Blatt „Tomorrow“ nicht ausgehen. Leider macht der Film jedoch nur sehr wenig aus diesem gar nicht so abwegigen Ausgangssituation und bietet wenig mehr als routinierte Action.

Der Morgen stirbt nie
© United Artists / Twentieth Century Fox

Jonathan Pryce („Brazil“), der den Medienmogul spielt, meinte dass seine Rolle im ursprünglichen Drehbuch sehr viel interessanter ausgearbeitet war. Dies kann daran liegen, dass zunächst Anthony Hopkins für diesen Part im Gespräch war. Hopkins fand das Buch dann auch hochinteressant, lehnte jedoch ab, da er als „Hannibal“ bereits den ultimativen Bösewicht verkörpert hatte. Pryce war dann leider nur zweite Wahl und spielt seine Rolle in den kurzen nur ihn gehörenden Szenen auch recht gut, wirkt aber nicht sonderlich bedrohlich.

Der Morgen stirbt nie
© United Artists / Twentieth Century Fox

Zu einem gar nicht so kleinen Teil spielt dies Bond-Abenteuer in der deutschen Medienhauptstadt Hamburg. Doch leider werden die durchaus vorhandenen Schauwerte der Hansestadt kaum für die Handlung genutzt. Auch ansonsten will der Film nicht so recht zünden. Den ziemlich in die Länge gezogenen Actionszenen gelingt es nur sehr selten zu beeindrucken und in der Beziehung zwischen Brosnan und der Hongkong-Karatelady Michelle Yeoh fliegen zwar die Fetzen aber keinerlei Funken.

Der Morgen stirbt nie
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Audio-Kommentar mit Vic Armstrong und Michael G. Wilson, wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audio-Kommentar mit Regisseur Roger Spottiswoode; Tonspur mit isoliertem Soundtrack; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Dokumentation: “Die Geheimnisse von 007“, ein 43-minütiger Bericht über die Bondreihe; Die Welt des James Bond (57:47 min), Desmond Lewelyn alias Q stellt die wichtigsten Crewmitglieder vor, sehr unterhaltsam!; Video von Moby (3:24 min); Zwei erweiterte Szenen (3:54 min + 7:07 min); Neun nicht verwendete Szenen, anmoderiert von Roger Spottiswoode (insgesamt 13:20 min); Interview mit Komponist David Arnold (2:31 min); Texttafeln mit Infos zu den Spezialanfertigungen: Unterwassertorpedo (Sea-Vac), BMW, Telefon; Special Effect Trailer (2:52 min); Bei 9 Actionszenen werden die zugehörigen Storyboards gezeigt. Auf der US-DVD können die Storyboards direkt während des Filmes über die Angle-Funktion eingeblendet werden; Sheryl Crow Musik-Video “Tomorrow never dies“ (4:16 min, 16 : 9, anamorph, Dolby 2.0); englischer Kinotrailer (2:16 min, 2,35 : 1, anamorph, Dolby 2.0); englischer Kurztrailer (0:58 min, 2,35 : 1, anamorph, Dolby 2.0); Umfangreiche Bildgalerie; 8-seitiges farbiges Booklet

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