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Coco – Lebendiger als das Leben

Es wirkt es ein wenig so, als würden Pixar und Disney die Rollen tauschen. Mittlerweile ist es das Animationsstudio von Disney, das mit Die Eiskönigin den erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten produzierte. Eine ganze Weile liefen die innovativen und frechen Werke aus dem Hause Pixar wie Wall-E oder Oben sehr viel erfolgreicher in den Kinos als die Disney-Trickfilme, die hausbackenen, schmalzig und halbe Musicals waren.

Coco – Lebendiger als das Leben

Doch mittlerweile haben Disney-Produktionen wie Ralph reichts oder Zoomania mindestens so pfiffige Konzepte wie die besten Pixar-Filme. Zum Ausgleich ist es neuerdings den Pixar-Helden nicht mehr verboten, fröhliche Lieder zu singen. Dies ist im Mexiko-Kitsch Coco – Lebendiger als das Leben ausgiebig der Fall und irgendwann beginnt der Zuschauer beim Ohrwurm Remember Me mitzusummen.

Coco – Lebendiger als das Leben

Hauptfigur der Geschichte ist ein kleiner Junge, der verzweifelt versucht mit Familientraditionen zu brechen. Er möchte lieber Sänger als Schuster werden. Am mexikanischen Nationalfeiertag, dem Día de Muertos (Tag der Toten), kommt es in der Pixar-bunten Unterwelt zum großen Showdown mit viel Gesang.

Coco – Lebendiger als das Leben

Coco ist eine technisch perfekte, arg süßliche, leider niemals gruselige Mischung aus Die Monster AG und Nightmare Before Christmas. Passend dazu stammt auch der zugehörige Vorfilm Olaf taut auf nicht aus dem Hause Pixar, sondern ist ein Abfallprodukt von Disneys Eiskönigin.

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Cars 3

Bis 2011 war für mich jeder Pixar-Film ein Erlebnis. Die Liebe der Macher zum Medium Trickfilm und der Spaß am Geschichtenerzählen war jederzeit spürbar. Selbst Fortsetzungen wie etwa der ebenso spannende wie zutiefst rührende Toy Story 3 verblassten nicht hinter den Originalfilmen.

Cars 3

Entsprechend groß war die Freude als ich erfuhr, dass Pixar-Mastermind John Lasseter (gemeinsam mit Co-Regisseur Brad Lewis) Cars 2 in Szene setzen würde. Cars ist immer noch einer mein Lieblings-Pixar-Filme, obwohl ich mit Autos ansonsten nicht viel am Hut habe, doch die Blechkumpels aus dem Wüstenkaff Radiator Springs habe ich ganz fest ins Herz geschlossen .

Cars 3

Einzige Schwäche von Cars sind die zwar sehr rasant, aber auch etwas steril, in Szene gesetzten Autorennen am Anfang und am Ende des Films. Da Cars 2 neben einer ebenfalls sehr actionlastigen Spionagegeschichte fast nur von einem Welt-Grand-Prix-Rennen erzählt, das in Japan, Italien und England durchgeführt wird, bleibt kaum Raum für den ganz speziellen Charme der schrulligen Autos. Für mich war Cars 2, der erste Pixar-Film, der mich emotional völlig kalt ließ.

Cars 3

Daher bin ich elf Jahre später auch nicht gerade mit großer Vorfreude in Cars 3 marschiert. Offensichtlich musste einmal wieder Werbung gemacht werden, um  zu Weihnachten noch mehr Spielzeug-Autos zu verkaufen. Die Story um den in die Jahre gekommenen Rennwagen Lightning McQueen, der es allen noch einmal zeigen und den Piston-Cup gewinnen möchte, ist ein ziemlich schwacher Aufhänger. Doch es ist zu bewundern mit welcher Ernsthaftigkeit und optischer Brillanz diese an die Rocky-Filme erinnernde Geschichte erzählt wird. Irgendwie spannend ist das schon, doch der Humor bleibt dabei ziemlich auf der Strecke.

Cars 3
Etwas Linderung bietet der Vorfilm Lou, der von einer mysteriösen Kiste erzählt, in der sich die Dinge befinden, die Schulkinder liegen gelassen haben. Diese Dinge entwickeln ein Eigenlegen und bringen dem Schulrüpel J. J. Manieren bei. Das alles ist recht originell anzusehen und verfügt über mehr Pixar-Charme als der technisch perfekte Hauptfilm.

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Findet Dorie

Mit “Toy Story 2“ und “Toy Story 3” bewies Pixar, dass Fortsetzungen durchaus an das Original heranreichen können. Mit “Cars 2“ und “Die Monster Uni“ trat das Animationsstudio danach allerdings den Gegenbeweis an. Daher erschien es etwas fraglich, ob sich ein weiterer Besuch in der Unterwasserwelt von “Findet Nemo“ lohnt. Doch “Findet Dorie“ ist nur bedingt eine Fortsetzung, sondern der Film steht auf eigenen Flossen.

Findet Dorie
© 2017 Disney / Pixar

Durch die Konzentration auf das Schicksal einer beliebten Nebenfigur bekommt der Film seinen ganz eigenen Drall. Die vergessliche blaue Paletten-Doktorfisch-Dame Dorie erinnert sich plötzlich daran, einmal Eltern gehabt zu haben. Sie bricht daher, begleitet von den Clownfischen Nemo und Marlin, zu einer abenteuerlichen Such-Expedition auf. Die Spur der vermissten Eltern führt in ein “Marine Life Institute“ und hier kommt es zur Begegnung mit einer der verrücktesten Figuren, die Pixar bisher auf die Zuschauer losgelassen hat.

Findet Dorie
© 2017 Disney / Pixar

Der Krake Hank hat zwar (hauptsächlich aus animations-technischen Gründen) nur sieben statt acht Tentakel, ist aber dennoch höchst leistungsfähig. So kann der Tintenfisch unsichtbar mit seiner Umgebung verschmelzen und (Achtung Spoiler!) sogar einen Lastwagen fahren.

Findet Dorie
© 2017 Disney / Pixar

Die Vorgeschichte, in der sich Dories Eltern immer um ihr an Gedächtnisschwund leidendes Kind sorgen mussten, wird sehr rührend (aber nie schmalzig) erzählt und setzt sich durchaus ernsthaft mit dem Thema “Behinderung“ auseinander. Dieses Grundmotiv klingt auch in der zunehmend turbulenter werdenden Handlung immer wieder an. Der Film überzeugt nicht nur durch seine brillante Tricktechnik, mit der zahlreiche neue maritime Charaktere zum Leben erweckt wurden, sondern erzählt auch eine Geschichte, die wirklich zu Herzen geht.

Findet Dorie
© 2017 Disney / Pixar

Die Blu-ray von Disney enthält neben dem 97-minütigen Hauptfilm noch einen Audiokommentar von den Regisseuren Andrew Stanton und Angus MacLane, sowie der Produzentin Lindsey Collins (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln). Als Bonusmaterial gibt es noch den Kurzfilm “Piper“(6:05 min), animierte “Interviews im Meeresbiologischen Insitut“ (2:04 min, deutsch synchronisiert), die Berichte “Ein Oktopus mischt Pixar auf“ (9:05 min), “Dories Gedächtnislücken“ (4:31 min), “Fahrgemeinschaft“ (3:47 min), “Animation und Darstellung“ (6:57 min), “Im Monterey Bay Aquarium“ (3:20 min), sowie “Meeresbewohner und ihre Besonderheiten“ (3:02 min)

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Tim und Struppi im Kino

Bereits 1947 entstand “Le Crabe aux pinces d’or“, der erste Film mit Tim und Struppi,  doch dieser wurde lediglich zweimal in einem Kino in Brüssel gezeigt.

Tim und Struppi im Kino

Mit “Die Krabbe mit den goldenen Scheren“ wurde jene Comic-Geschichte von Hergé adaptiert, die Steven Spielberg knapp 65 Jahre später auch zur Grundlage eines sehr viel aufwändigeren Animationsfilms machen sollte.

Tim und Struppi im Kino

“Le Crabe aux pinces d’or “ ist ein schwarzweißer knapp einstündiger Film, der großteils mit kleinen Puppen im Stop-Motion-Verfahren gedreht wurde. Gelegentlich gab es aber auch “richtige“ menschliche Hände oder Dokumentaraufnahmen von Schiffen zu sehen. Obwohl der Film gut ankam, wurde er kein Erfolg, da der Produzent Wilfried Bouchery Geldprobleme hatte und nach Argentinien floh.

Tim und Struppi im Kino

Mittlerweile liegt der Animations-Film in Belgien und Frankreich auf DVD vor.

Tim und Struppi im Kino

Zwölf Jahre später ging es dann weiter mit dem bewegten Tim. Von 1959 bis 1964 produzierte die belgische Firma Belvision mit „Les Aventures de Tintin, d’après Hergé“ eine Zeichentrickserie, die zunächst noch in schwarzweiß gedreht wurde.

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Insgesamt entstanden 103 eher schlicht animierte 5-minütige Episoden, die auch in den USA und in Großbritannien gezeigt wurden, aber nicht bei uns.

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Eine Ausnahme ist die Belvision-Adaption des Comics “Der Fall Bienlein“, die auf DVD gemeinsam mit den Kino-Zeichentrickfilmen “Tim und Struppi im Sonnentempel“ und “Tim und der Haifischsee“ veröffentlicht wurde.

Tim und Struppi im Kino

1961 und 1964 wurden mit “Das Geheimnis um das Goldene Vlies“ und “Tim und die blauen Orangen“ zwei  Realverfilmungen gedreht, für die allerdings nicht auf Hergés Comicalben zurückgegriffen wurde, sondern Remo Forlani und Andre Barret dachten sich neue Geschichten aus.

Tim und Struppi im Kino

Die Idealbesetzung für Hergés etwas naiven Helden wurde mit Jean-Pierre Talbot gefunden. Dieser drehte danach jedoch keine weiteren Filme mehr, sondern arbeitete als Lehrer .

Tim und Struppi im Kino

Der erste der beiden Realfilme erzählt davon, wie Kapitän Haddock (Georges Wilson) ein Schiff namens “Das Goldene Vlies“ von einem alten Freund erbt. Gemeinsam mit Tim und Struppi reist er deswegen nach Istanbul. Bei der Erbschaft handelt es sich jedoch um ein Wrack, an dem trotzdem einige düstere Gestalten großes Interesse zeigen. Dies hängt mit einem Schatz zusammen. “Das Geheimnis um das Goldene Vlies“ entstand vor Ort in der Türkei und Griechenland, zeigt aber auch das Schloss Mühlenhof, in dem Kapitän Haddock residiert.

Tim und Struppi im Kino

Drei Jahre später wurde “Tim und die blauen Orangen“ als französisch-belgisch-spanische Koproduktion 1964 rund um Valencia gedreht. Den Kapitän Haddock spielte jetzt Jean Bouise. Diesmal ging es um eine mysteriöse blaue Orange, die angeblich auch in der Wüste wachsen kann und dadurch das Hungerproblem lösen könnte. Doch eine internationale Verbrecherbande will sich die Erfindung unter den Nagel reißen.

Tim und Struppi im Kino

Beide Realfilme gerieten recht farbenfroh und sind voller typischer “Tim und Struppi“-Situationen. So treten natürlich auch Professor Bienlein, Schultze und Schultze sowie die Operndiva Bianca Castafiore auf. Doch obwohl alle Zutaten der Comics enthalten sind, gerieten die Filme sehr viel alberner als Hergés Vorlagen. Wahrscheinlich fehlt dessen ausgefeilter Ligne-Claire-Zeichenstil , der unerlässlich ist, zum Vermitteln seiner ebenso komischen wie spannenden Geschichten.

Tim und Struppi im Kino

Doch auf alle Fälle ist es sehr erfreulich, dass diese beiden filmischen Kuriositäten, die es seinerzeit nicht bis in die deutschen Kinos schafften, endlich bei uns auf DVD und Blu-ray erschienen sind.

Tim und Struppi im Kino

1969 schließlich folgte der ebenso wie die TV-Serie von Belvision produzierte aufwändige Zeichentrickfilm “Tim und Struppi im Sonnentempel“. Als Grundlage für die Geschichte dienten die Comicalben “Die sieben Kristallkugeln“ (das ziemlich zusammengekürzt wurde) und “Der Sonnentempel“ (das recht werkgetreu umgesetzt wurde).

Tim und Struppi im Kino

Neben Hergé, der auch kurz als Zeichentrick-Figur zu sehen ist, arbeiteten am Drehbuch und am Design des Films die Comickünstler Bob de Moor, Jacques Martin und Michael Regnier alias Greg mit. Der bekannte französische Chansonsänger Jacques Brel schrieb einige Songs für den Film.

Tim und Struppi im Kino

Zudem wurden noch einige Tanz-Einlagen, sowie ein nicht im Comic vorkommendes Inka-Mädchen eingebaut. Dadurch, aber auch wegen der plastisch kolorierten Hintergrundgemälde, die so gar nichts von Hergés “Ligne Claire“ haben, erinnert “Tim und Struppi im Sonnentempel“ sehr stark an eine Produktion aus dem Hause Disney und weniger an die dem Film zugrunde liegenden Comics.

Tim und Struppi im Kino

Doch insgesamt bietet der sorgfältig gestaltete Zeichentrickfilm spannende Unterhaltung, die durch allerlei Gags aufgelockert wird.

Tim und Struppi im Kino

Drei Jahre später kam ein weiterer aufwändig animierter Trickfilm von Belvision namens “Tim und Struppi und der Haifischsee“ in die Kinos, der genau wie die beiden Realfilme wieder eine neue Geschichte erzählte. Nicht ganz ohne Grund wird Tim auf dem deutschen Kinoplakat als “der James Bond des Zeichentricks“ bezeichnet.

Tim und Struppi im Kino

Die ebenso spannende wie lustige Story erinnert gelegentlich durchaus an einen groß angelegten Kinofilm mit 007. Es wird erzählt, wie Tims Erzfeind Rastapopoulos plant, die größten Kunstwerke der Welt gegen Fälschungen auszutauschen, die er durch einen 3D-Kopierer anfertigen will. Die Originale hortet der Monokel tragende Schurken in seinem Geheimversteck auf dem Grunde des Haifischsees.

Tim und Struppi im Kino

Die Geschichte nutzt zwar bekannte Figuren und auch das haifisch-förmige U-Boot aus den Comics, stammt jedoch nicht von Hergé, sondern von Greg.

Tim und Struppi im Kino

1973 entstand auf der Basis des Drehbuchs ein 44-seitiger Comic zum Film, der als Band 23 in die reguläre Reihe eingegliedert wurde. Doch das Cover, auf dem Filmstreifen zu sehen sind, signalisiert recht deutlich den Unterschied zu den übrigen Comic-Alben.

Tim und Struppi im Kino

Der Comic enthält eine Zusammenstellung von Standbildern aus dem Film, die mit Sprechblasen versehen sind.

Tim und Struppi im Kino

Eine nachgezeichnete Version des Film-Comics erschien 1973 im Comic-Magazin ZACK.

Tim und Struppi im Kino

Sehr werkgetreu geriet die  zwischen 1991 und 1993 produzierte 39-teilige französisch-kanadische Zeichentrickserie „Les Aventures de Tintin„, die fast alle Comicalben sorgfältig für das Fernsehen adaptierte.

Tim und Struppi im Kino

Abgesehen von “Im Lande der Sowjets“ und “Tim im Kongo“ (wurde wegen seiner rassistischen Tendenzen weggelassen) wurden hier alle “Tim und Struppi“-Comics sehr nahe am Original, aber oft auch etwas uninspiriert adaptiert, wobei Kapitän Haddock in den Episoden eher abstinent rüberkommt.

Tim und Struppi im Kino
Hier trinkt der Käptn ausnahmsweise mal…

Aus den meisten Comic-Alben entstanden hierbei zweiteilige Trickfilme. Der 1983 verstorbene Hergé konnte dies leider nicht mehr miterleben. Als Trickfilmcharakter hat er jedoch in jeder Episode einen kleinen Gastauftritt á la Hitchcock.

Tim und Struppi im Kino

Mit modernster Tricktechnik wäre es wohl denkbar eine “werkgetreue“ Verfilmung von Hergés Comic-Reihe auf die Leinwand zu zaubern. Doch dies durfte nicht erwartet werden, als Steven Spielberg 2011 “Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn“ inszenierte.

Tim und Struppi im Kino

Der Film erweist im schönen flächig animierten Vorspann und gleich danach mit einem Gastauftritt – ein computeranimierter Hergé porträtiert als Flohmarkt-Karikaturist den computeranimierten Tim in seinem typischen Ligne-Claire-Stil – dem belgischen Comicmeister seinen Respekt. Danach jedoch zieht der Erfolgsregisseur auch in seinem ersten selbst in Szene gesetzten Trickfilm voll sein Ding durch.

Tim und Struppi im Kino

Das ist zunächst etwas anstrengend, denn die Figuren sehen weder wie ihre Ebenbilder aus dem Comic aus, aber auch nicht – trotz zahlloser Details – wie richtige Menschen. Zudem ist auch noch die Kamera ständig in Bewegung, damit das Ganze als 3D-Film auch ja schön plastisch wirkt.

Tim und Struppi im Kino

Die zunächst aus Hergés Album “Das Geheimnis der Einhorn“ übernommene Geschichte beginnt – durchaus werkgetreu – etwas lahmarschig und erzählt von Schiffsmodellen die Schatzkarten enthalten. Doch wenn dann zusätzlich noch Elemente aus dem Comic “Die Krabbe mit den goldenen Scheren“ – jenem Album in der Tim den beliebten Polter- und Trunkenbold Haddock kennenlernt – gewinnt der Film ganz schön an Fahrt.

Tim und Struppi im Kino

Im Laufe der munter neu remixten Geschichte gibt es reichlich aus den Comics übernommene Situationen, aber auch eine wild turbulente Verfolgungsjagd durch einen afrikanischen Küstenort, die alle Indiana-Jones-Actionszenen blass aussehen lassen. Jene Sequenz, in der Kapitän Haddock sich in seinen gegen Piraten ankämpfenden Vorfahren hineinversetzt, hingegen, kann locker mit den besten Momenten aus “Fluch der Karibik“ mithalten. Wenn es um das in Szene setzten von lustigen Turbulenzen geht, ist Spielberg immer noch unerreicht und zeigt ganz nebenbei den Pixar-Leuten, die sich gerade mit “Cars 2“ lächerlich machten, dass es doch möglich ist mit computeranimierter Action zu unterhalten.

Tim und Struppi im Kino

Aus Hergés “Einhorn“-Fortsetzung “Der Schatz Rackham des Roten“ übernimmt der Film nur Fragmente und spart sich den Ausgang der Geschichte (sowie den ersten Auftritt von Professor Bienlein) für eine dann wohl von Peter Jackson in Szene gesetzte Fortsetzung auf. Insgesamt richtet sich der Film eher an das große Publikum als an die Fans der Tim und Struppi-Comics. Doch unterhaltsamer als die werkgetreue aber sehr brave TV-Trickfilmserie oder die sonstigen Kino-Auftritte von Hergés Helden ist das Ganze allemal.

Derzeitig ist Peter Jackson dabei die Fortsetzung “The Adventures of Tintin: Prisoners of the Sun” zu produzieren.

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Alles steht Kopf

Auch zum neuen Werk aus dem Hause Pixar wird wieder ein animierter Kurzfilm gereicht. Mit “Lava“ gibt der Animator James Ford Murphy nicht nur sein Regie-Debüt, sondern von ihm stammt auch das Drehbuch und der den Film dominierende Song.

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© 2015 Disney/Pixar

Wobei das auf Hawaii-Folklore getrimmte Liedchen, das von Kuana Torres Kahele im Stile von Israel Kamakawiwo’ole (“Over the Rainbow“) gesungen wird, vielleicht noch das Beste an „Lava“ ist. Die Story um einen einsamen sich nach Liebe sehnenden Vulkan überschreitet hingegen mit geballter technischer Brillanz recht ungeniert die Kitsch-Schwelle, ohne das bei Pixar eigentlich zu erwartende „gewisse Etwas“ zu bieten.

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© 2015 Disney/Pixar

Der Hauptfilm hingegen dürfte vom Konzept her mit das Gewagteste sein, was jemals als Grundlage für einen abendfüllenden gut budgetierten Animationsfilm für die ganze Familie in Erwägung gezogen wurde. Die Hauptfiguren heißen Freude, Kummer, Wut, Angst und Ekel. Diese bewohnen den Kopf der kleinen Riley und kümmern sich um das Wohlergehen des jungen Mädchens, das darunter leidet die lieb gewonnene ländliche Umgebung verlassen zu haben und plötzlich mitten in San Francisco zu leben.

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© 2015 Disney/Pixar

Die etwas an Disneys Fee Tinkerbelle erinnernde Freude bemüht sich leicht hysterisch darum, dass Riley immer gut gelaunt ist. Daher hält sie ihre ständig frustrierte Kollegin Kummer für ihre natürliche Feindin. Doch als nach einem Notfall im Leben von Riley sowohl Freude als auch Kummer zu einer Odyssee durch das Seelenleben des kleinen Mädchens aufbrechen müssen, wird klar, dass Freud und Leid doch mehr miteinander zu tun haben, als ursprünglich zu vermuten war.

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© 2015 Disney/Pixar

Natürlich hat das wackere Team von Pixar beim Erarbeiten der Geschichte einen ganzen Haufen von Psychologen zu Rate gezogen, doch die Hauptinspirations-Quelle ist zweifelsohne der geniale antifaschistische Disney-Cartoon “Reason and Emotion“ von 1943 sein.

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REASON & EMOTION © 1943 Disney

Hier wird der menschliche Kopf von einem kleinen vernünftigen Anzugträger (Reason) und einem triebhaften Steinzeit-Männchen  (Emotion) bewohnt. Recht anschaulich wird gezeigt, wie Adolf Hitler – vorbei an jeglicher Vernunft – den Neandertaler im Menschen ansprach und zu Untaten anstachelte. Dieses nicht völlig abwegige Gleichnis haben die Pixar-Macher für “Alles steht Kopf“ mit viel Fantasie verfeinert und einige herrlich abgefahrere Ideen auch noch im Abspann verbraten.

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© 2015 Disney/Pixar

Das Resultat ist ein in nahezu allen Belangen überzeugender Trickfilm, der technisch brillant eine ebenso spannende wie komische Geschichte mit völlig neuen Figuren erzählt. Es ist schön, dass Pixar doch mehr kann als das positive Image seiner Erfolgsfilme durch mittelprächtige Fortsetzungen zu beschädigen.

Alles steht Kopf
© 2016 Disney/Pixar

Die Blu-ray von Walt Disney enthält neben dem 95-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit einem optional deutsch untertitelten Audiokommentar vom Regisseur Pete Doctor und Produzent Jonas Rivera), sowie den bereits aus dem Kino bekannten Kurzfilm “Lava“ (7:12 min, wahlweise in deutscher, englischer oder türkischer Sprache), noch den neu produzierten sehr lustigen Kurzfilm “Rileys erstes Date“ (4:40 min, wahlweise in deutscher, englischer oder türkischer Sprache), bei dem es sich um eine Art Fortsetzung zu “Alles steht Kopf“ handelt. Außerdem sind noch die beiden englischsprachigen optional deutsch untertitelten Dokus “Wege zu Pixar: Die Frauen von Alles steht Kopf“ (11:22 min) und “Gemischte Gefühle“ (7:17 min) enthalten.

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Toy Story of Terror!

In letzter Zeit war es nicht mehr unbedingt ein zusätzliches Gütesiegel, wenn einer der zahlreichen fast schon im Wochentakt in die Kinos kommenden Trickfilme aus dem Hause Pixar stammte. Umso überraschender ist es, dass in Anbetracht der nicht wirklich gelungenen Fortsetzungen von “Cars“ und “Monster AG“, sich mit den Figuren aus Pixars ersten Langfilm “Toy Story“ immer noch interessante Geschichten erzählen lassen.

Toy Story of Terror!
© 2015 Disney/Pixar

Eine leider nur auf DVD vorliegende Zusammenstellung enthält zwei 22-minütige Kurzfilme mit Woody, Buz & Co, die ihre Premiere 2013 und 2014 auf dem US-Sender ABC erlebten.

Toy Story of Terror!
© 2015 Disney/Pixar

“Toy Story of Terror!“ ist eine durchaus gruselige Halloween-Episode, die stylisch mit einem liebevoll auf trashig getrimmten schwarzweißen Dracula-Film beginnt, den sich die Toys in einem unheimlichen Motel ansehen. Dort bricht dann tatsächlich der Terror aus, denn der Manager des zweifelhaften Hauses setzt seinen Leguan ein, um liegen gelassenes Spielzeug einzusammeln, damit er es im Internet versteigern kann. Woody kommt dort auch recht schnell für 2000,- Dollar unter dem Hammer. Als die restliche Toys versuchen zu verhindern, dass Woody an den Käufer ausgeliefert wird, erhalten sie Unterstützung von der zackig agierenden Action-Figur Combat Carl, die im Original von Carl Weathers alias Apollo Creed aus “Rocky“ gesprochen wird. Als Bonus-Material zu diesem köstlichen Kurzfilm enthält die DVD neben einem 11-minütigen Making Of noch drei sehr witzige auf Nostalgie getrimmte gefakte Werbeclips zu den neu eingeführten Toys Combat Carl, Old Timer und Transitron.

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© 2015 Disney/Pixar

Noch eine Spur gelungener ist der zweite Kurzfilm “Toy Story that Time forgot“ (Deutscher Titel “Toy Story – Mögen die Spiele beginnen“). Hier wird erzählt, wie die kleine Bonnie mit ihren Toys kurz nach Weihnachten ihren Freund Mason besucht. Sie widmet sich sofort einem neuen Video Game und verfrachtet ihre Toys in Masons überdimensional großes Kinderzimmer. Dort entdecken Woody, Buzz & Co, dass sich bei Mason eine Unmenge von Figuren und Zubehör aus der Fantasy- und Saurier-Spielzeugreihe „The Battlesaurs“ angesammelt hat. Die Begegnung mit den irgendwo zwischen „John Carter vom Mars“ und „Masters of the Universe“ angesiedelten pathetisch agierenden Action-Figuren amüsiert Woody und seine Freunde zunächst ein wenig. Doch als schließlich spürbar wird, dass Reptillus Maximus und seinen zu gefährlichen Ritualen neigenden Stammes-Genossen nicht bewusst ist, dass sie kein barbarisches Völkchen sondern Spielzeug sind, ist es plötzlich nicht mehr so lustig. “Toy Story that Time forgot“ ist sehr spannend erzählt und es gibt ulkige Anspielungen, aber auch großartige Momente. Meisterhaft inszeniert ist etwa der Augenblick, wenn der sich pompös aufführende Fantasy-Krieger Repitillus Maximus plötzlich erkennen muss, dass er “nur“ eine Action-Figur aus einer Papp-Verpackung ist.

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Reptillus Maximus © 2015 Disney/Pixar

Einmal mehr wird hier unaufdringlich die der ganzen “Toy Story“-Reihe zugrunde liegende Botschaft vermittelt, dass Spielzeuge vielleicht so etwas wie ein eigenes Leben führen können, aber in erster Linie zum Spielen da sein sollten.

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Condorman in “Small Fry“ © 2015 Disney/Pixar

Abgerundet wird die DVD durch die drei 5- bis 7-minütigen „Toy Story“-Kurzfilme „Hawaiian Vacation“ (2011), „Small Fry“ (2011) und „Partysaurus Rex“ (2012), die im Vorprogramm von “Cars 2“, „Die Muppets“ und der 3D-Version von „Findet Nemo“ zu sehen waren.

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Asterix im Kino

Mit “Asterix im Land der Götter“ entstand bereits der dreizehnte Kinofilm mit den schlagfertigen Galliern. Grund genug einmal einen Blick auf die wechselvolle Geschichte der Asterix-Verfilmungen zu werfen.

Asterix der Gallier

Am 14. Oktober 1967 war es endlich auch bei uns soweit: Die in Frankreich bereits irrsinnig erfolgreichen Asterix-Comics debütierten mit achtjähriger Verspätung (wenn einmal von Rolf Kaukas zwei Jahre zuvor unter dem Titel “Siggi und Barbaras“ erfolgten Verschandelung der Serie abgesehen wird) in “MV-Comics“. Zu dieser Zeit lief in den französischen Kinos bereits ein erster Asterix-Zeichentrickfilm, der bei uns erst 1971 unter dem Titel des ersten Comics “Asterix der Gallier“ gestartet wurde. Dieser recht schlichte Film war ursprünglich fürs Fernsehen geplant und entstand hinter dem Rücken von Goscinny und Uderzo. Diese waren von der Qualität des Filmes entsetzt und stoppten eine schon fast fertig gestellte Verfilmung des zweiten Asterix-Albums „Die goldene Sichel„.

Asterix im Kino

Trotz seiner schlichten Machart war der Film in den deutschen Kinos der erfolgreichste ausländische Film des Jahres 1971 und “Asterix der Gallier“ erhielt die “Goldene Leinwand“ für mehr als drei Millionen Zuschauer (der erfolgreichste deutsche Film war im selben Jahr übrigens der erste Teil der dreizehnteiligen Reihe “Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten“). “Asterix der Gallier“ kam 1985 mit einer verbesserten Synchronisation in der Frank Zander die Hauptfigur spricht erneut in die Kinos.

Asterix und Kleopatra

Als zweiter Zeichentrickfilm folgte 1968 eine sehr gelungene Adaption des Albums “Asterix und Kleopatra“. (Seltsamerweise erschien der Comic “Asterix und Kleopatra“ innerhalb der unchronologisch veröffentlichten deutschen Asterix-Comicreihe auch an zweiter Stelle.) Die kunstvoll ausgeführte Animation dieses Filmes, bei dem Goscinny und Uderzo auch Regie führten, weiß auch heute noch zu gefallen und auch die eingefügten Musical-Szenen im Disney-Stil nerven nicht allzu sehr. In die deutschen Kinos kam der Film bereits 1970, also ein Jahr vor “Asterix der Gallier“.

Studios Idéfix

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die “Studios Idéfix“ und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit “Asterix erobert Rom“. Dieser Film unterscheidet sich nicht nur durch einen sehr viel lockeren Zeichenstil von seinen beiden Vorgängern, sondern vor allem dadurch, dass nicht auf ein bereits existierendes Comicalbum zurückgegriffen wurde. René Goscinny dachte sich eigens für den Film eine neue Geschichte aus.

Asterix im Kino

Die Story handelt von zwölf Aufgaben, die Asterix und Obelix von Julius Cäsar gestellt bekommen. Wenn sie diese, genau wie die großen Helden der Antike lösen, sollen sie die Herrschaft über Rom erhalten. Es versteht sich von selbst, dass es dabei nicht allzu heroisch zugeht, sondern reichlich Alltagssatire einfließt. Die beiden Helden müssen auch schon einmal gegen gnadenlose Bürokraten ankämpfen oder entscheiden welcher Wäschehaufen blütenweißer gewaschen wurde.

Asterix erobert Rom

René Goscinnys Geschichte wurde seinerzeit in Frankreich nicht nur – wie bei uns –  als Bildband, sondern auch als ein von Uderos Bruder Marcel (Mathias erzählt) gezeichnetes Comic-Album adaptiert. Bei uns ist dieser Comic in schwarzweiß als Fortsetzung in den Ausgaben 24 bis 29 der Fachzeitschrift Comixene.

Asterix erobert Rom
Comic zum Film

2017 erschien zum 40. Geburtstag des erfolgreichsten Asterix-Film ein Bildband mit neuen Illustrationen.

Asterix erobert Rom
© 2016 LES ÉDITIONS ALBERT RENÉ

Obwohl “Asterix erobert Rom“ sehr erfolgreich war, entstand in den “Studios Idéfix“ nur noch “Lucky Luke – Sein größter Trick“ und bereits 1978 schlossen die Trickfilmstudios ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod noch am Leben zu erhalten.

Asterix Sieg über Cäsar

So sollte es 10 Jahre dauern, bis mit “Asterix – Sieg über Cäsar“ wieder ein gallischer Zeichentrickfilm in die Kinos kam. Der gar nicht einmal so übel animierte Film verknüpft recht geschickt die beiden Alben “Asterix als Gladiator“ und “Asterix als Legionär“. Dies ist ein wenig schade, denn gerade das Leginärs-Album wäre eine ideale Grundlage für einen tollen abendfüllenden Film.

Asterix im Kino

In dieser Hinsicht überzeugte dann der 1986 entstandene Film “Asterix bei den Briten“ vollauf, denn hier wurde erfolgreich versucht eine der besten Goscinny-Geschichten so optimal wie möglich auf die Leinwand zu bringen.

Asterix im Kino

Doch schon 1989 wurden erneut zwei Comicbände (diesmal “Kampf der Häuptlinge“ und “Der Seher“) zu einem Film namens “Asterix – Operation Hinkelstein“ verwurstet.  Hierbei handelte es sich, bedingt durch den riesigen Erfolg den die Comics auch bei uns hatten, erstmals um eine deutsch-französisch Koproduktion. Das Drehbuch verfasste gemeinsam mit Yannik Voigt der deutsche Asterix-Verleger Adolf Kabatek, der auch die Comicreihe “Abenteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe“ getextet hatte.

Asterix in Amerika

Mit “Asterix in Amerika“ kam 1994 eine rein deutsche Produktion in die Kinos. Regisseur Gerhard Hahn und Produzent Jürgen Wohlrabe hätten gut daran getan, sich stärker am zugrunde liegenden Album “Die große Überfahrt“ zu orientieren und nicht andauernd nutzlose Kapriolen einzubauen. Ferner ist es mehr als fraglich ob Ottfried Fischer wirklich die optimale deutsche Stimme für Obelix ist.

Asterix im Kino

Noch krasser wurde es allerdings als der Film 2003 unter dem Titel “Asterix in Amerika – Die checken aus die Indianer“ noch einmal mit den Stimmen von Erkan und Stefan als Asterix und Obelix in die Kinos kam. Wer will kann schon drüber lachen, wenn aus Wildschweinen Döner werden und die Frau von Majestix plötzlich Krassemine heißt. (Die ersten sechs Asterix-Filme bekamen übrigens von Kinowelt bei der DVD-Veröffentlichung zusätzlich jeweils eine sächsische, hessische, bayrische, berlinerische, schwäbische oder kölsche Dialekttonspur spendiert).

Asterix im Kino

Tricktechnisch jedenfalls ist “Asterix in Amerika“ wohl der bis dahin gelungenste Asterix-Zeichentrickfilm. Besonders die Szenen mit der Ozeanüberquerung der Gallier bei sehr rauher computeranimierter See wissen zu überzeugen.

Asterix und Obelix gegen Cäsar

Dann war (erstmal) Schluß mit Zeichentrick und als deutsch-französisch-italienische Coproduktion kam 1999 “Asterix & Obelix gegen Caesar“ in die Kinos. Nachdem Steven Spielberg zuvor erfolgreich aus der Familie Feuerstein einen Realfilm gemacht hatte, wurde dies auch mit den Galliern probiert und mit Gérard Depardieu die Idealbesetzung für die Rolle des Obelix gefunden. Inszeniert wurde der Film vom erfahrenen Komödienspezialisten Claude Zidi, der das Drehbuch gemeinsam mit dem auch als Regisseur erfahrenen Comickünstler Gerard Lauzier verfasste. Leider erzählt auch dieser Film keine der genialen Goscinny-Geschichten komplett nach, sondern ist eher eine Art “Best of“-Sampler. Da gibt es den Seher, die schöne Falbala (Laetitia Casta spielte später auch die Bardot), das Treffen der Druiden im Kanutenwald, eine Fischschlacht, Zirkusspiele und Machtintrigen gegen Cäsar. Also Handlung genug um zu verhindern, das lediglich protzig die durchaus vorhandenen Schauwerte und die guten Spezialeffekte (vom späteren “Catwoman“-Regisseur Pitof) “vorgeführt werden.

Asterix im Kino

Die meisten Darsteller fügten sich auch sehr gut in das Gesamtgefüge ein. Zwar reißen Christian Clavier (“Die Zeitritter“) und Depardieu ihre Augen immer ganz weit auf, um auch wirklich wie die Comicvorlagen auszusehen, aber es wirkt und man nimmt ihnen die Rollen ab. Gut gewählt ist auch Louis de Funés alter Chef-Gendarm Michel Galabru als Majestix und Marianne Sägebrecht als seine Frau. Nur Gottfried John als Cäsar nervt etwas. Rein optisch ist er zwar eine gute Wahl. Er sieht sich jedoch gezwungen einen Grimassenwettbewerb mit Roberto Benigni (“Das Leben ist schön“) anzutreten und ist diesem natürlich hoffnungslos unterlegen. Überhaupt ist Benigni als intriganter Römer Destructivus eine sehr gute Wahl. Goscinny hätte garantiert seine Freude dieser Figur gehabt und ihn vielleicht sogar in ein Comicalbum eingebaut.

Asterix Mission Kleopatra

Bezeichnenderweise wurde nach dem Erfolg von “Asterix & Obelix gegen Caesar“ als zweites Abenteuer für einen Realfilm wieder zu “Asterix und Kleopatra“ gegriffen, dem optisch wohl ansprechendsten Comic innerhalb der Serie. Ursprünglich war Isabelle Adjani für die Rolle der Kleopatra im Gespräch, doch Monica Bellucci war sicherlich auch keine schlechte Wahl. Von der Besetzung des ersten Filmes waren bei “Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“ nur noch Clavier und Depardieu dabei, während der glücklose Architekt Numerobis von James Debbouze, dem einarmigen Darsteller aus “Die fabelhafte Welt der Amélie“ gespielt wurde.

Asterix im Kino

Nachdem der erste Realfilm teilweise auch in den Münchener Bavaria-Studios gedreht wurde (hieraus ist mittlerweile eine kleine Touristenattraktion geworden), war “Mission Cleopatra“ eine rein französische Angelegenheit. Insgesamt kann der Film sehr viel stärker überzeugen als sein Vorgänger. Das Comicalbum wird recht werkgetreu und tricktechnisch gelungen umgesetzt. Die Piraten z. B. ähneln erstaunlich exakt ihren gezeichneten Vorbildern. Wenn der Comicerzählung im Film neue Gags hinzugefügt wurden, sind diese oft erstaunlich gelungen. Etwas Punktabzug gibt es für den unmotivierten Einbau einiger Musiknummern aus den 70er Jahren. Doch ansonsten bietet „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“ beste Unterhaltung, ohne die zugrunde liegende Comicvorlage allzu sehr zu verwässern.

Asterix und die Wikinger

Da der Film jedoch nur in Frankreich wirklich gut lief entstand 2006 als nächstes wieder ein Zeichentrickfilm. Als Vorlage wurde das Album “Asterix und die Normannen“ gewählt. Dieser neunte Band der Reihe erschien erstmals 1966 und zeigt Goscinny und Uderzo auf der Höhe ihrer Kunst. Der Filmtitel lautet jedoch “Asterix und die Wikinger“, weil der Begriff “Wikinger“ den Produzenten als international etwas bekannter erschien. Passenderweise entstand der Film großteils in Dänemark. Dort gibt es eine leistungsfähige Trickfilmindustrie wie spätestens die auch international erfolgreichen Filme “Hilfe, ich bin ein Fisch“ und “Terkel in Trouble“ belegen, die beide ebenfalls von Stefan Fjeldmark inszeniert wurden.

Asterix im Kino
Der Film beginnt bei den wilden und furchtlosen Wikingern. Diese und ihr Anführer Maulaf wissen nicht, was es bedeutet, Angst zu verspüren. Angeblich soll dieser Zustand ja Flügel verleihen. Daher starten sie eine Expedition um den “Angst-Champion“ zu finden. In Gallien treffen sie treffen auf Grautvornix. Asterix (zu dem die deutsche Stimme von Christian Tramitz nicht so recht passen will) und Obelix sollen aus diesem verweichlichten Majestix-Neffen einen gallischen Krieger machen. Doch die Wikinger sehen in dem ängstlichen Jüngling ihren Champion.

Asterix im Kino

“Asterix und die Wikinger“ kann sich sehen lassen und ist technisch der bisher gelungenste Asterix-Trickfilm. Die Hauptfiguren glichen auf der Leinwand noch nie so stark ihren Comicvorlagen. Inhaltlich wurde die Geschichte etwas gestreckt und ergänzt. So entführen die Nordmänner Grautvornix jetzt in ihr eisiges Heimatdorf, damit er ihnen dort das Fürchten und Fliegen beibringt. Dies ist optisch natürlich reizvoller als wenn – wie im Comic – nahezu die komplette Geschichte in Gallien spielt. Auch das Personal des Comics wurde aufgestockt. Über SMS, die Brieftaube von Grautvornix wollen wir mal besser schweigen. Deutlich besser kommt da schon der intrigante Wikinger-Seher Kryptograf (auch durch die deutsche Stimme von Dieter Hallervorden) und recht allerliebst ist der Neuzugang Abba. Dass Grautvornix sein Herz an diese aufmüpfige rotzöpfige Häuptlingstochter verliert erscheint völlig nachvollziehbar und ist eine hübsche Ergänzung des Albums, das insgesamt angemessen und ansprechend verfilmt wurde.

Alain Delon als Cäsar

Nach dem liebevoll umgesetzten, aber leider nicht allzu erfolgreichen, Zeichentrickfilm folgte ein Jahr später mit „Asterix bei den Olympischen Spielen“ wieder ein Realfilm mit Gérard Depardieu. Asterix hingegen wurde neu besetzt, statt Christian Clavier tritt jetzt Clovis Cornillac an, der bereits im Film “Sky Fighters“ eine Comicfigur verkörperte. Doch das ist nicht allzu wichtig, denn im Zentrum des Geschehens steht ein ganz anderer Gallier. Dieser heißt Romantix und begehrt ganz doll eine griechische Prinzessin namens Irina (“Alice“-Aushängeschild Vanessa Hessler). Da auch Cäsars machthungriger Ziehsohn Brutus ein Auge auf Irina geworfen hat, soll die Sache bei den Olympischen Spielen ausgetragen werden. Natürlich wird Romantix dabei von Asterix und Obelix unterstützt…

Asterix im Kino

Leider wurde das Comicalbum “Asterix bei den Olympischen Spielen“ nicht nur um diese noch halbwegs passende romantische Rahmenhandlung ergänzt, sondern die vier Drehbuchautoren haben Réne Goscinnys meisterliche Erzählung auch noch mit zahllosem weiteren Gerümpel vollgestopft. So hat der ohnehin schon äußerst zappelig vom Belgier Benoit Poelvoorde (“Mann beisst Hund“) gespielte Brutus zusätzlich auch noch allerlei nervige Sidekicks, darunter auch Michael “Bully“ Herbig als stummer Legionär Redkeinstus. Eine gewisse Größe bekommt der Film durch Alain Delon, der recht selbstironisch als Cäsar auftritt und durch den kurz nach den Dreharbeiten verstorbenen Jean-Pierre Cassel (“Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“), für den Mircaculix seine letzte Kinorolle war.

Asterix im Kino

Auch in Sachen Ausstattung kann “Asterix bei den Olympischen Spielen“ durchaus punkten und die computeranimierten historischen Großbauten haben Hollywood-Niveau. Außerdem wurde in Südspanien eine 265 Meter lange Rennstrecke errichtet, die für ein durchaus spannend inszeniertes Wagenrennen im Ben-Hur-Stil genutzt wurde. Hierbei fuhr für Germanien übrigens ein aus Kerpen stammender Lenker einen ferrarifarbenen Streitwagen. Wenn zum Schluss dann allerdings noch etliche weitere bekannte Sportler unnötige Gastauftritte absolvieren (ohne dass dabei schon der Abspann läuft) zieht sich der ohnehin schon zweistündige Film wie Kaugummi in die Länge. Insgesamt erscheint es bei all dem betriebenen Aufwand unverständlich, warum so wenig von Goscinnys Geschichte in den Film übernommen wurde. Wirklich komisch ist “Asterix bei den Olympischen Spielen“ eigentlich immer nur dann wenn der Film nahe bei der Comicvorlage bleibt.

Catherine Deneuve

Der vierte Auftritt von Gérard Depardieu als Obelix fiel dann in „Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ sehr viel weniger peinlich als erwartet aus. Es wurde sich hierbei leider nicht wie im äußerst gelungenen Zeichentrickfilm von 1986 ausschließlich auf das schöne Comicalbum “Asterix bei den Briten“ konzentriert, sondern noch Elemente aus dem zuvor schon als Trickfilm abgefertigten Comic “Asterix und die Normannen“ hinzugefügt.
Nachdem Alain Delon im vorherigen Realfilm als Julius Cäsar für einige wenige Glanzlichter sorgte, wurde auch diesmal wieder eine französische Kinolegende verpflichtet. Historisch alles andere als korrekt spielt Catherine Deneuve die englische Queen des Jahres 50 vor Christi. Doch sie macht dies so souverän, dass man es ihr durchgehen lässt.

Asterix im Kino

Auch der neue Asterix-Darsteller Edouard Baer hat einen lässigen entspannten Charme der seinen beiden Vorgängern Christian Clavier und Clovis Cornillac abging. Etwas schade ist, dass auch die Briten von Franzosen gespielt werden, die in der Originalfassung nicht sehr überzeugend versuchen mit einem englischen Akzent zu sprechen. Wie viel Spaß hätten hier Auftritte von britischen Darstellern wie Simon Pegg oder Hugh Grant machen können.
Die Love Storys die Asterix und Obelix im Kino diesmal ziemlich ausführlich angedichtet werden, scheinen nicht so recht im Sinne der Comic-Vorlage zu sein. An manchen Gags hingegen – wie einem schönen optisches Zitat aus der Verfilmung von Frank Millers Comic “300“ oder wenn Julius Cäsar (diesmal nicht Delon sondern Fabrice Luchini) schwer atmend sagt “Asterix, ich bin Dein Vater“ – hätte René Goscinny bestimmt seinen Spaß gehabt.

Asterix im Kino

So wie es aussieht ist mit „Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät“ die Geschichte der Real-Verfilmungen mit Gérard Depardieu beendet und die Zukunft gehört der Computer-Animation. 2014 entstand auf der Grundlage des 17. Asterix-Album “Die Trabantenstadt“ der Animationsfilm „Asterix im Land der Götter“ und einmal mehr ist der Comic der Verfilmung haushoch überlegen.

Asterix im Land der Götter

Der Film ist dort recht gut, wo er nah bei Goscinnys und Uderzos Geschichte bleibt. Der Auftakt in dem der Imperator Cäsar das gewaltige Bauprojekt, durch das er das kleine gallische Dorf endlich zu einem Teil des römischen Imperiums machen möchte , als Modell vorstellt, funktioniert auch im Kino bestens. Doch immer wenn versucht wird, die clever ausgeklügelte Geschichte um neue Ideen zu ergänzen, geht dies ganz schön in die Hose. Ziemlich viel Raum in der Geschichte wird dem Römer Keinbonus eingeräumt, der mit seiner Frau und dem ach so niedlichen Söhnchen eher widerwillig in die Trabantenstadt zieht. Ganz blödsinnig wird es, wenn sich Obelix gegen Ende des Films in eine Art wütenden King Kong verwandelt.

Asterix im Land der Götter

Die Computeranimation ist auf einem halbwegs soliden Niveau, sieht allerdings eher nach Videogame als nach Pixar aus. Wenn ein Römer oder ein Gallier gerade keinen Text aufzusagen hat, steht er unbeweglich im Hintergrund herum. Während die digitalisierten Versionen von fast allen liebgewonnenen Bewohner des Dörfchens im Kino dabei sind, fehlt leider die attraktive Frau des Greises Methusalix, anscheinend wäre es zu aufwendig geworden dieses auch noch zusammenzupixeln.

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Es ist schon sehr schade, dass auch diesmal das Potential der Comicvorlage nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Dies ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, denn Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die ersten Asterix-Comics wie etwa “Die goldene Sichel“ hatten noch nicht die Qualität der späteren Alben. Im Laufe der Jahre haben sich Goscinny und Uderzo sowohl inhaltlich wie auch zeichnerisch gegenseitig auf ein danach im Comicbereich nie wieder erreichtes Niveau hochgeschaukelt. Dabei haben sie auch immer wieder mit den Möglichkeiten des Mediums Comic gespielt und dessen Vokabular um originelle Ideen wie ewa Sprechblasen in Form eines Formulars oder gefüllt mit ägyptischen Hieroglyphen, die zugleich auch Bilderrätel sind.  An den Kinofilmen hingegen arbeiteten immer wieder andere Teams und dadurch war es hier bisher leider nicht möglich hier sich im Laufe der Zeit etwas wirklich einzigartiges zu erarbeiten, das der Comicvorlage gerecht wird.

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