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Walt Disney: Triff die Robinsons

Auch nach 124 Adoptionsgesprächen will niemand will den 12-jährigen Waisenjungen Lewis mit nach Hause nehmen, was auch daran liegt, dass er potentielle Interessenten mit seinen nicht so richtig funktionierenden Erfindungen erschreckt. Doch plötzlich erhält Lewis Besuch von einem Jungen namens Wilbur Robinson, der ihn mit in die Zukunft nimmt und seiner durchgeknallten Familie vorstellt…

Walt Disney: Triff die Robinsons

Ähnlich schwer wie Lewis mit seinen Erfindungen tat sich die Walt Disney Company zunächst mit computeranimierten Filmen. Im Gegensatz zu den Produkten aus dem Hause Pixar waren Himmel und Huhn und Tierisch Wild peinlich bzw. sehr, sehr peinlich. Daher waren die Erwartungen 2007 bei Triff die Robinsons nicht allzu hoch.

Walt Disney: Triff die Robinsons

Der Auftakt des Films ist dann auch tatsächlich recht schwach. Der kleine Lewis ist ein noch uninteressanterer Charakter als das blasse Hühnchen Junior in Himmel und Huhn. Doch leider wird dies nicht durch interessante Sidekicks kaschiert, denn auch die ach so chaotische Zukunftsfamilie ist eher nervig als originell. Passend dazu wird tricktechnisch leider bestenfalls Durchschnitt geboten und der Film erinnert nicht nur inhaltlich an die Nickelodeon-Produktion Jimmy Neutron.

Walt Disney: Triff die Robinsons

Gegen Ende bekommt die auf einem populären Kinderbuch basierende Geschichte doch noch einen pfiffigen Drive und wechselt von knallbunter World-of-Tomorrow-Optik zu leicht düsterer (aber natürlich noch immer jugendfreier) Anti-Utopie, was auch dem Filmkomponisten Danny Elfman recht gelegen kommt, der plötzlich zu Tim-Burton-Form aufläuft. Auch dank seines Zurück-in-die-Zukunft-Touch ist Triff die Robinsons dann doch sehr viel weniger peinlich als erwartet (was auch daran liegen kann, dass John Lasseter von Pixar als Produzent verpflichtet wurde).

Walt Disney: Triff die Robinsons

Doch inmitten der zahllosen Computeranimationswerke, war der Film schnell wieder vergessen, bliebt aber immerhin auch nicht unangenehm in Erinnerung. Die Wiederbegegnung mit den Robinsons macht dann dank der gut ausgestatteten Blu-ray doch noch unerwartet viel Spaß.

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John Carter – Zwischen zwei Welten

1912, kurz bevor er mit seinen Tarzan-Geschichten richtig durchstartete, begann der Autor Edgar Rice Burroughs mit einer Reihe von 11 Romanen, die unzweifelhaft Flash Gordon, Superman, Star Wars und James Camerons Avatar maßgeblich beeinflussten.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Hauptfigur der Geschichten ist ein gewisser John Carter, der einst als Soldat der Konföderierten diente, sich auf der Flucht vor einigen Indianern in einer Höhle versteckte und dort von einer mysteriösen Kraft direkt auf den Planeten Mars transportiert wird. Durch die dort herrschende geringere Schwerkraft verfügt er über Superkräfte, freundet sich mit dem grünhäutigen vierarmigen Marsianer Tars Tarkas an und verliebt sich in die rothäutige Prinzessin Dejah Thoris…

John Carter - Zwischen zwei Welten

Schon sehr lange wurde versucht die Geschichten von John Carter auf die große Leinwand zu bringen. Einst waren Trickexperte Ray Harryhausen oder Regisseur Joe Dante und Darsteller Tom Hanks als Dreamteam im Gespräch, vor einiger Zeit Jon Favreau (Iron Man) aber auch Robert Rodriguez.

John Carter - Zwischen zwei Welten

2012 hatte sich schließlich die Firma Disney, die bereits Burroughs‘ Tarzan recht anständig als Zeichentrickfilm adaptierte, der Sache angenommen. Da erschien es nur logisch sich der Kreativkräfte der Tochter Pixar zu bedienen. Der Regisseur Andrew Stanton (Findet Nemo, Wall-E) ist ein großer Fan der Fantasy-Romane Burroughs und realisierte – genau wie zeitgleich sein Kollege Brad Bird mit dem vierten Teil Mission: Impossible – mit John Carter seinen ersten Realfilm.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Die schon lange überfällige Verfilmung der Abenteuer von John Carter, dem Ur-Vater aller Superhelden und Space Operas, ist ein Triumph in jeglicher Hinsicht. Taylor Kitsch (Wolverine) ist eine sympathische Heldenfigur und führt ein beachtliches Ensemble an. Ciarán Hinds, Mark Strong, James Purefoy und die attraktive Powerfrau Lynn Collins (die ebenfalls in Wolverine zu sehen war) als Dejah Thoris tragen phantasievolle Gewänder, während Willem Dafoe, Thomas Haden Church und Samantha Morton die vierarmigen grünhäutigen Tharks-Aliens doubeln.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Es ist deutlich zu spüren, dass hier Fans von Burroughs’ Romanen und den zugehörigen legendären Coverillustrationen von Frank Frazetta am Werke waren. Das Design der Außerirdischen und der fremden Welten ist atemberaubend werkgetreu. Spezial- und 3D-Effekte sind absolut state of the art.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Im Gegensatz zum schnell abgedrehten Billigfilm Princess of Mars (2009) der für ihre “Mockbuster“ berüchtigten Trashschmiede The Asylum  wurde die Geschichte nicht in die Gegenwart verlegt, sondern beginnt im vorletzten Jahrhundert. Eine sehr schön nostalgisch ausgestaltete Rahmenhandlung bildet die Klammer zu einem turbulenten fast schon atemlosen Fantasy-Abenteuer, das in ein schönes Finale mündet.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Leider kam der Film zu spät. Kritiker und Publikum schien dies ein Plagiat auf alle jene Fantasy-Werke, die ohne Burroughs nicht denkbar gewesen wären, Andrew Stanton kehrte zurück zum Trickfilm und inszenierte Findet Dorie.

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Onward: Keine halben Sachen

Auch wenn Toy Story 4 fantastisch geworden ist, so ist es doch sehr erfreulich, dass der 22. abendfüllende Animationsfilm aus dem Hause Pixar eine komplett neue Welt präsentiert.

Onward: Keine halben Sachen

Ian Lightfood lebt in einer Vorstadt, die auf den ersten Blick alltäglich wirkt, doch allerlei Kleinigkeiten deuten an, dass der Zuschauer sich in einer Welt befindet, die einst nicht weniger fantastisch als das Universum von J. R. R. Tolkien war. Doch technischer Fortschritt drängte die Magie immer mehr in den Hintergrund und mittlerweile arbeiten Zentauren oder Zyklopen bei der Polizei. Sie haben viel zu tun, denn Einhörner plündern Mülltonnen und winzige Pixies haben sich zu gewaltbereiten Motorradbanden formiert.

Onward: Keine halben Sachen

Vor diesem Hintergrund muten die Probleme von Ian Lightfood zunächst recht vertraut an. Diesem fällt es schwer Freunde in der Schule zu finden, auch weil er immer noch um seinen Vater trauert, den er nie kennengelernt hat. Doch zu seinem 18. Geburtstag erhält Ian ein magisches Geschenk seines Vaters, das es ihm ermöglichen soll, diesen für 24 Stunden von den Toten auferstehen zu lassen.

Onward: Keine halben Sachen

Der Zauber schlägt fehl und nur die untere Hälfte von Lightfood Senior kehrt zurück ins Leben. Mit wenig mehr als einer lebendig gewordenen Hose brechen Ian und sein fest an Magie glaubender Bruder Barley auf, um ihren Vater zu komplettieren…

Onward: Keine halben Sachen

Dieser Pixar-Film überrascht dadurch, dass er sehr viel mehr ist als seine vertraut anmutenden Bestandteile vermuten lassen. Aus einem Road-Movie – versetzt mit Magie, putzigen Fantasy-Figuren, vielen wirklich überraschenden Gags und einem tricktechnisch überragend in Szene gesetzten Finale – formiert sich eine herzergreifende Geschichte.

Onward: Keine halben Sachen

Ian und Barley Lightfood sind fast so etwas wie das männliche Gegenstück der Schwestern aus Disneys Die Eiskönigin, denn auch dieser Film beschäftigt sich unaufdringlich aber dennoch anspruchsvoll mit Trauer und familiären Zusammenhalt. Es gäbe (und gab!) sehr viel Schlimmeres als eine Fortsetzung von Onward!

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A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando

Nachdem John Lasseter Pixar verlassen musste, bestanden arge Bedenken, ob ein vierter Toy-StoryFilm ohne den Firmengründer nicht vielleicht eine peinliche Angelegenheit werden könnte. Doch es ist erstaunlich, was sich die Kreativen bei Pixar diesmal ausgedacht haben.

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando

Mit Forky wird ein ganz primitiv aus Abfällen zusammengebasteltes Spielzeug ebenfalls lebendig. Doch der aus einer Plastikgabel und Pfeifenreinigern bestehende Bursche will wieder zurück in den Mülleimer und seine Ruhe haben. Er ist jedoch sehr wichtig für die kleine Bonnie, in deren Kinderzimmer die die Spielzeug-Gang rund um den Cowboy Woody und den Space Ranger Buzz Lightyear residiert. Daher versucht Woody dem Leben von Forky einenj Sinn zu geben.

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando

Eine erstaunliche Entwicklung hat die Schäferin Bo-Peep (alias Porzellinchen) gemacht, die im dritten Teil gar nicht dabei war und sich mittlerweile ohne Besitzer als tollkühne Einzelkämpferin durchschlägt. Eine wichtige Rolle spielt auch Duke Caboom, der ein Tribute an die Evel-Knievel-Spielzeuge der 70er-Jahre ist und im Original von Keanu Reeves gesprochen wird. Außerdem ist da noch das irre komische Chaoten-Duo Ducky und Bunny…

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando

Pixar gelang es sein ohnehin schon beeindruckendes Toy-Ensemble um einige großartige Figuren zu erweitern, die mittlerweile auch die (realen) Spielzeugläden bevölkern. Da das Finale des Films auch diesmal wieder schwer zu Herzen geht, darf sich auf gefreut werden auf einen fünften Teil von Toy Story, der circa 2028 in die Kinos kommen wird.

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando
© 2019 Disney / Pixar

Die Blu-ray enthält neben dem 100-minütigen Hauptfilm (wahlweise mit Audiokommentar vom Regisseur Josh Cooley und Produzent Mark Nielsen, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) noch die interessanten Dokus “Porzellinchen ganz neu“ (6:21 min) und “Toy Stories“ (5:38 min), noch mehr Bonusmaterial gibt es auf der 3D-Blu-ray.

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Die Unglaublichen 2

Für Pixar war es eine neue Erfahrung, als Anfang dieses Jahrhunderts Brad Bird mit dem nahezu drehreifen Konzept für einen Film über Superhelden aufkreuzte. Bird, der u. a. für Disney als Animator an Cap und Capper beteiligt war, hatte mit seinem abendfüllenden Zeichentrickfilm Der Gigant aus dem All die Kritiker begeistert. Doch Warner Brothers bewarb den Film nur halbherzig und die Geschichte über einen riesigen Roboter mit Herz floppte.

Die Unglaublichen 2
© 2019 Disney / Pixar

Auch Die Unglaublichen wollte Bird als Zeichentrick realisieren, doch es wurde das sechste computeranimierte Pixar-Werk daraus und der erste Film des Studios in dessen Zentrum menschliche Charaktere standen. Die Unglaublichen spielte 2004 über 600 Millionen Dollar ein. Brad Bird konnte diesen Erfolg mit Ratatouille wiederholen und überraschte anschließend als er Tom Cruise in Mission: Impossible 4 am höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai herumkraxeln ließ.

Die Unglaublichen 2
© 2019 Disney / Pixar

Auch die Fortsetzung von Die Unglaublichen ist in erster Linie ein Film von Brad Bird, der wieder als alleiniger Autor und Regisseur fungiert. Es sollten zwar 14 Jahre vergehen bis die mit Superkräften gesegnete (oder gestrafte?) Familie Parr auf die Leinwand zurückkehrte, doch die Geschichte schließt nahtlos und auf die Sekunde genau an den ersten Film an.

Die Unglaublichen 2
© 2019 Disney / Pixar

Superhelden sind von der Regierung weiterhin unerwünscht, doch trotzdem treten Mr. Incredible und Elastigirl gemeinsam mit ihren drei Kinder gegen den “Tunnelgräber“ an. Mit Unterstützung eines superhelden-begeisterten Unternehmers versucht sich Elastigirl als Retterin, während ihr Mann daheim die Kinder hütet. Das Resultat ist eine sehr unterhaltsame Mischung aus turbulenter Action und Familienkomödie. Einmal mehr hat Pixar bewiesen, dass Fortsetzungen nicht immer schlechter als das Erstlingswerk sein müssen.

Die Unglaublichen 2
© 2019 Disney / Pixar

Die Blu-ray von Disney enthält neben dem den 118-minütigen Hauptfilm mit einem Audiokommentar vom Regisseur Brad Bird und dem Animations-Team (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) noch diese Extras: Die Kurzfilme “Bao“ (7:41 min) und “Tante Edna“ (5:08 min), sowie den Bericht “Starker Kaffee: Eine Lektion in Animation mit Brad Bird“ (18:50 min)

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Merida – Legende der Highlands

Es ist einmal mehr löblich, dass auch dieser neuen Pixar-Produktion ein Kurzfilm vorangestellt wurde (was durchaus auch als Trendsetter funktioniert, denn bei Warner-Familienfilmen wie Happy Feet 2 oder Die Reise zur geheimnisvollen Insel waren zuletzt auch neu produzierte 3D-Cartoons mit den Looney Tunes zu sehen).

Merida – Legende der Highlands

La Luna hatte auch eine Oscar-Nominierung erhalten, ist ganz sicher ambitioniert (und greift dankenswerterweise auch nicht auf bestehende Figuren aus dem Pixar-Ensemble zurück). Doch die auf verträumt und kunstvoll getrimmte Mischung aus Lauras Stern und Fellini verdient nicht mehr als das Prädikat “ganz nett“.

Merida – Legende der Highlands

Der Hauptfilm hingegen zerstreut alle Bedenken darüber, dass nach der katastrophalen Fortsetzung von Cars (die an der Kinokasse trotz dummer Story 560 Millionen Dollar einspielte) die goldenen Jahre bei Pixar vorbei sein könnten. In Merida gibt es erstmals bei Pixar eine weibliche Hauptfigur und beinahe hätte – ebenfalls erstmal bei Pixar – mit Brenda Chapman auch eine Frau im Alleingang inszeniert.

Merida – Legende der Highlands

Das Studio zeigt, dass es durchaus noch einige Pfeile im Köcher hat. Vor einer liebevoll rekonstruierten mittelalterlichen schottischen Märchenwelt (und zu den Klängen von Patrick Doyles dudelsack-lastigen Soundtrack) wird von der extrem rothaarigen Königstochter Merida erzählt, die eine Meisterin im Bogenschießen ist. Sie ist alles andere als erfreut, nachdem sie erfahren hat, dass sie demnächst jemanden aus einem der drei mit ihrem rustikalen Vater Fergus verbandelten Clansfamilien heiraten soll.

Merida – Legende der Highlands

Da Merida auch bei ihrer Mutter Elinor keine Unterstützung findet, flüchtet sie sich in den Wald und trifft auf eine (scheinbar direkt aus einem Studio Ghibli Film entsprungene) Hexe. Merida überspannt den Bogen als sie sich wünscht, dass sich ihre Mutter ändert. Das geschieht dann auch, aber ganz anders als Merida es sich vorgestellt hat…

Merida – Legende der Highlands

Je weniger der Zuschauer vom weiteren Verlauf des Filmes weiß, desto mehr Spaß dürfte er an der abgefahrenen Geschichte haben. Deutlicher als sonst wird ziemlich direkt aus Disney-Zeichentrickfilmen (z. B. den Spätwerken Cap und Capper und Bärenbrüder) zitiert. Doch die Mischung aus Action, Fantasy und Humor (wofür hauptsächlich die Streiche von Meridas natürlich ebenfalls rothaarigen Drillingsbrüder Harris, Hubert, and Hamish verantwortlich sind) zündet. Natürlich werden auch wieder halbwegs unauffällig die sogenannten “Family Values“ propagiert, indem zu Toleranz im Verhältnis von Müttern und Töchtern aufgerufen wird.

Merida – Legende der Highlands

Vielleicht nur bedingt inhaltlich, aber technisch und auch künstlerisch ist Merida mit seinem reizvollen Kontrast aus den düsteren schottischen Wäldern und den wilden roten Haaren ein weiterer Triumph aus dem Hause Pixar.

Merida – Legende der Highlands

Die DVD- und Blu-ray-Edition von “Merida – Legende der Highlands“ enthält als interessante Ergänzung noch den Kurzfilm “Die Legende von Mor’du“ mit einer Background-Story zur Schurkenfigur des Films.

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Oben

Zunächst gibt es den bei Pixar mittlerweile obligatorischen Vorfilm zu bestaunen, wobei es sehr löblich ist, dass diese beim durch Cartoons groß gewordenen Geschäftspartner Disney gänzlich in Vergessenheit geratene Kunstform hier weiterhin gepflegt wird. Ansonsten führen nicht abendfüllende Trickfilme leider meist nur ein Schattendasein auf Festivals.

Oben

Der Kurzfilm Partly Cloudy (Teilweise wolkig) beginnt im kitschigen Stile einer bonbonfarbigen Disneyschen Silly Symphony. Klapperstörche liefern Hündchen, Kätzchen und weitere allerliebste Tierbabys aus. Danach fliegen sie zu ihren Heimatwolken, die das herzige Getier aus ihrer luftigen Masse kneten. Doch dann wird es irrwitzig, denn eine Freak-Wolke formt zum Schrecken des ihr zugeteilten Storches beständig gefährliche Kreaturen wie Steinböcke, Haifische oder Krokodile. Daher bekommt der nach jeder Lieferung arg gerupft zurückkehrende Klapperstorch arge Zweifel daran, ob die Arbeit auch wirklich gerecht verteilt wurde…

Oben

Auch der Hauptfilm ist teilweise in bewölkten Regionen angesiedelt. Erzählt wird vom pensionierten Luftballon-Verkäufer Carl Fredrickson (besonderes Kennzeichen: Quadratschädel), der eigentlich nach einer Auseinandersetzung mit einem Bauarbeiter ins Altersheim verfrachtet werden soll. Stattdessen lässt Fredrickson sein Häuschen durch tausende von Luftballons einfach abheben und bricht damit gen Süden auf. Als er schon eine Weile durch die Lüfte gesegelt ist, klopft es an der Tür und Russell, ein besonders eifriger Pfadfinder dem noch ein “Ich helfe alten Leuten“-Orden fehlt, steht auf der schwebenden Veranda. Es kommen nicht nur arge Zweifel daran auf, ob ein Bündel Luftballons ein ganzen Haus trägt, sondern auch ob diese abgefahrene Geschichte einen abendfüllenden Kinofilm.

Oben

Doch Oben fesselt von Anfang an und beginnt zunächst mit einer kunstvoll gerafften Version von Carl Fredricksons bisherigen Leben. Es wird gezeigt wie dieser als kleiner etwas seltsamer Junge die gewitzte Ellie kennen lernt und sie später zum Entsetzen ihrer Verwandtschaft heiratet. Es ist zu sehen, wie Ellie fast daran zerbricht nachdem sie von Ärzten erfährt, dass die Ehe kinderlos bleiben wird. Doch Carl baut sie wieder auf und das Paar verbringt glückliche Jahre miteinander, bis Ellie schließlich schwer erkrankt und stirbt. Diese ebenso rührende wie sensible Schilderung des Verlaufes einer Beziehung ist möglicherweise der erwachsenste Moment, der je in einem Mainstream-Trickfilm zu sehen war.

Oben

Wenn aus Oben dann im letzten Drittel ein turbulenter Abenteuerfilm im Indiana Jones-Style mit Zeppelin, seltsam sprechenden Hunden und verrücktem Forscher wird, ist das auch okay. Doch ähnlich wie zuvor schon bei Pixars Wall-E sind es – trotz des spektakulären Finales – eher die stillen Momente am Anfang des Filmes, die nicht nur die Figuren definieren, sondern auch am stärksten in Erinnerung bleiben. So sagt Ellie nach ihrer ersten Begegnung zu Carl: “Du redest anscheinend nicht allzu viel“. Dies trifft auch auf den kompletten Film zu, denn hier wird eher durch Bilder als mit Worten erzählt.

Oben

Oben ist außerdem der erste Pixar-Film, der auch in 3-D gezeigt wird. Doch im Gegensatz zum DreamWorks-Trickfilm Monsters vs. Aliens gibt es hier keine hektische Plastizitätsorgie mit haufenweise Dingen, die dem Zuschauer anspringen. Die 3D-Effekt bei Oben sind dezent eingesetzt, denn es zählen schließlich die Figuren sowie die Story und in diesen Disziplinen ist Pixar auch diesmal wieder Spitzenklasse.

Oben

Extras der DVD: Audiokommentare der Regisseure Pete Docter, Bob Peterson, wahlweise mit deutschen Untertiteln; Neuer Kurzfilm „Dugs Sondereinsatz“ (4:29 min); Kurzfilm „Teilweise wolkig“ (5:36 min); Alternative Szene „Viele Enden für Muntz“ (4:42 min); „Das Abenteuer wartet“ (21:24 min), ein Bericht über eine Venezuela-Expedition von Pixar-Künstlern

Oben

Zusätzliche Extras auf der Blu-ray: Cine-Explore Kommentar; Promo Montage (5:52 min) – Lustige voll animierte Szenen mit den beiden Hauptfiguren; Alternative Szene „Eheleben“ (9:15 min) als animiertes Storyboard; 7 Dokumentarfilme: Untypische Helden (6:24 min), Hunde als Gefährten (8:26 min), Russel – Wildnisserforscher (9:00 min), Kevin – Riesenvogel, der nicht fliegt (5:04 min), ein Haus von Pixar (4:38 min), Ballons und Flüge (6:25 min) und Komponieren für Figuren (7:41 min); Spiel: Geo-Grips-Abzeichen; Zwei Trailer (1:48 min + 2:29 min)

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WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Der kleine Roboter WALL·E macht sich als letztes Exemplar seiner Bauart Waste Allocation Load Lifter Earth-Class daran, die von Menschen verlassene und völlig vermüllte Erde aufzuräumen. Entspannung findet er nach langen Arbeitstagen beim Betrachten einer gefundenen Videokassette des Musicals Hello Dolly. Doch plötzlich gerät sein geordnetes Leben aus den Fugen. Ein Raumschiff landet und ein wunderschöner Roboter namens EVE (Extra-terrestrial Vegetation Evaluator) bringt die Schaltkreise von WALL·E durcheinander…

WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Zu behaupten Pixar hätte sich bei WALL·E einmal mehr selbst übertroffen wäre erstens langweilig und zweitens nicht fair gegenüber von den auf ebenso individuelle Art gelungenen Vorgängern Cars und Ratatouille. Nach Autos und Ratten sind nun Roboter die Helden und im Gegensatz zum Animationsfilm Robots“ von Fox zitiert WALL·E dabei auch noch eifrig allerlei Science-Fiction-Klassiker. Optisch erinnert der kleine Roboter an den Helden aus Nummer 5 lebt sowie das Blechtrio aus Silent Running.

WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Akustisch hingegen werden Erinnerungen an R2-D2 geweckt, schon dadurch dass Star Wars-Sounddesigner Ben Burtt auch die Stimmen von Wall-E und EVE zusammen bastelte. Der alles kontrollierende Schiffscomputer AUTO hingegen hat ganz eindeutig die Herrschaftsallüren und das rote Auge von Stanley Kubricks HAL aus 2001: Odyssee im Weltraum. Doch all dies – sowie die perfekte Machart -, wären nur für eine eingefleischte Fangemeinde von Interesse, wenn WALL·E nicht ein so zu Herzen gehender wunderschöner turbulenter und spannender Film wäre.

WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Bei dem Vorfilm Presto hingegen haben sich die Trickfilmer von Pixar diesmal wirklich selbst übertroffen und das nicht nur bezüglich Style und Animation. Kein Cartoon der letzten Jahrzehnte kam so nah an den chaotischen Humor von Tex Averys Meisterwerken aus den Vierziger Jahren heran, wie diese Geschichte von einem Zauberkünstler, der sich auf offener Bühne einen immer rasanteren Schlagabtausch mit seinem eingeschnappten weißen Kaninchen liefert. Bei diesem unglaublich unterhaltsamen Doublefeature kann einmal mehr kein weiterer aktueller Trickfilm mithalten.

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Ratatouille

Vor dem Hauptfilm gibt es in bewährter Tradition wieder einen kurzen Vorfilm.

Ratatouille

Lifted hatte (genau wie WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf ) eine Science-Fiction-Thematik und machte sich ziemlich köstlich über das Klischee des harmlosen (diesmal schlafenden) Bürgers lustig, der von (diesmal ziemlich tapsigen) Aliens entführt wird.

Ratatouille

Auch die Grundidee des Hauptfilms ist recht originell. Ratatouille erzählt von der Ratte Remy, die es leid ist sich wie ihre Artgenossen nur von höchst zweifelhaften Abfällen zu ernähren. Remy ist ein großer Fan des Meisterkochs Gusteau, dessen Hauptthese lautet: “Jeder kann kochen!“

Ratatouille

Dies bewahrheitet sich und Remy erweist sich – als er zufällig im Restaurant des mittlerweile verstorbenen Gusteaus landet – als begnadeter Küchenimprovisator. Der Ruhm für die von ihm zubereitete unglaublich schmackhafte Suppe fällt der Küchenhilfe Linguini zu. Dieser am Herd eher untalentierte Bursche verbündet sich mit der Ratte, was ihm die Aufmerksamkeit der netten Kollegin Colette aber auch des boshaften Chefkochs Skinner sichert.

Ratatouille

Genau wie zuvor schon Die Unglaublichen wurde auch Ratatouille von Brad Bird (Mission: Impossible IV) geschrieben und inszeniert. Stärker noch als in seinem vorherigen Pixar-Film überzeugt hier nicht nur die technische Perfektion. Natürlich haben die Pixar-Ratten ein noch kuscheligeres Fell als das Getier der Konkurrenz und die entfesselte Kamera fängt unglaublich mitreißend das turbulente Treiben in einer Großküche ein. Doch mindestens ebenso wichtig ist, dass die sich scheinbar ganz zwanglos wie von selbst entwickelnde Geschichte Humor und Herz hat.

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Die Unglaublichen

Das waren noch Zeiten als Mr. Incedible und Elastigirl alias Robert und Helen Parr noch ungeniert ihre beträchtlichen Superkräfte einsetzen durften. Doch am Tag vor ihrer Hochzeit passierte ein Unglück.

Die Unglaublichen

Mr. Incredible wurde schon ewig von einem Jungen namens Buddy belästigt, der sich ebenfalls für einen Superhelden namens Incrediboy hielt und sich sogar Raketenstiefel gebastelt hatte. Dies konnte natürlich nicht gut gehen und als Mr. Incredible den unkontrolliert herumfliegenden Buddy, der zu allem Überfluss auch noch eine Bombe bei sich hatte, retten wollte, kommt es zu einem Beinahe-Unglück mit einem Hochgeschwindigkeitszug. Die Fahrgäste des Zuges verklagen Mr. Incredible und dies entfesselt eine wahre Prozesslawine. Die Regierung seiht daraufhin gezwungen ein Umsiedlungsprogramm zu starten. Alle Superhelden müssen fortan im grauen Alltag verschwinden und versprechen keine weiteren Heldentaten mehr zu vollbringen.

Die Unglaublichen

Dadurch ist Bob Parr (deutsche Stimme: Markus Maria Profitlich) gezwungen als ganz normaler Sachbearbeiter bei einer Versicherungsgesellschaft zu arbeiten. Er versucht hier auch nach Kräften Gutes zu tun und gelegentlich sogar einmal den Schadensersatzforderungen der Versicherten nachzukommen und Geld auszuzahlen. Dadurch bekommt er jedoch immer wieder Streit mit seinem Chef Mr. Huph (der nicht nur so aussieht wie Herbert Feuerstein, sondern in der deutschen Fassung sogar von diesem gesprochen wird).

Die Unglaublichen

Nach Feierabend zwängt sich der massige Bob Parr in seinen Wagen im Trabbi-Format und fährt in die Vorstadt. Dort wird er regelmäßig mit den Problemen seiner Kinder konfrontiert, die Schwierigkeiten haben ihre Superkräfte nicht in der Schule einzusetzen. Während die Tochter Violetta (deutsche Stimme: Felicitas Woll aus Berlin, Berlin) sich unsichtbar machen und Schutzschilde aufbauen kann, hat Flash Super-Geschwindigkeitskräfte. Nur beim erst zwei Jahre alten Jack-Jack ist noch nicht klar, ob er einmal Superkräfte bekommt.

Die Unglaublichen

Um den nicht gerade einfachen häuslichen Problemen zumindest gelegentlich zu entfliehen, hat Bob Parr einmal die Woche einen „Bowling-Abend“ mit seinem besten Freund Lucius (Stimme in der Originalfassung: Comic-Fan Samuel L. Jackson), der früher unter dem Namen Frozone ebenfalls als eiskalter Held in der „Weltrettungs-Branche“ tätig war. Doch so richtig befriedigend ist diese Jagd auf Kleinkriminelle auch nicht und daher kommt es Bob ganz gelegen, dass er als Agent einer ganz geheimen Regierungsabteilung eingesetzt werden soll.

Die Unglaublichen

Während er seiner Frau erzählt, dass er auf Geschäftsreise ist, versucht er sich unter großen Mühen in sein Kostüm zu zwängen. Schließlich kleidet sich Bob bei der Superhelden-Designerin Edna Mode ein. Diese Figur sieht zwar so aus, wie die kleinwüchsige Darstellerin Linda Hunt aus, wird aber in der Originalfassung vom Die Unglaublichen– Regisseur Brad Bird (Mission: Impossible IV) gesprochen.

Die Unglaublichen

Die Dame rät aus Sicherheitsgründen von Capes ab. Dieses sehen zwar schneidig aus, bergen aber große Unfallgefahren. Parr hat zunächst großen Spaß an seinen neuen Einsätzen, findet aber schließlich heraus, dass hinter seinen Einsätzen nicht die Regierung steckt, sondern ein mächtiger Gegner, der schon etliche ehemalige Superhelden liquidiert hat. Plötzlich ist die komplette Familie Incredible mitten in einem gefährlichen Einsatz, der nur mit vereinten (Super-)Kräften zu meistern ist…

Die Unglaublichen

Die Unglaublichen ist kein Produkt das ausschließlich in den Pixar-Studios in Emeryville, Kalifornien entstanden ist. Es spricht für die Firma, dass sie sich nicht nur auf die beträchtlichen Eigenressourcen verlässt, sondern auch offen für Vorschläge von externen Kräften ist. Der Regisseur Brad Bird kam bereits mit einem kompletten Konzept, das ursprünglich als konventioneller Zeichentrickfilm geplant war, zu den Experten für Computeranimationen.

Die Unglaublichen

Neben seiner Liebe zu Superheldencomics hatte Bird in die Geschichte auch seine Erfahrungen als frischgebackener Vater mit einfließen lassen: „Im Kern ist es die Geschichte einer Familie, die lernen muss ihre individuellen Interessen auszubalancieren mit ihren Gefühlen füreinander.“

Die Unglaublichen

Bird hatte zuvor einige Episoden der Simpsons inszeniert und großes Aufsehen mit Der Gigant aus dem All erregt. Dieser sehenswerte Zeichentrickfilm um einen riesengroßen auf der Erde gestrandeten außerirdischen Roboter hat, genau wie Die Unglaublichen einen Retro-Look und verbreitet bei aller spektakulären Action ebenfalls eine sehr anheimelnde Atmosphäre. Doch leider wurde der Film von der Produktionsfirma Warner nur sehr halbherzig promotet und verschwand sehr schnell wieder aus den Kinos. Bezeichnenderweise warf Warner im Windschatten von Die Unglaublichen eine DVD-Specialedition von Der Gigant aus dem All auf den US-Markt.

Die Unglaublichen

Brad Bird, der auch schon für die Zeichentrickabteilung von Disney gearbeitet hatte, brachte seine eigenen Erfahrungen mit und stellte während der Produktion seltsame Dinge fest: „Es ist für einen Computeranimationsexperten überhaupt kein Problem die Explosion eines ganzen Planeten in Bilder umzusetzen, aber wehe Du forderst, dass eine Figur der anderen ans T-Shirt fassen soll. In dieser Disziplin gab es noch reichlich Platz für aufsehenerregende neue Entwicklungen.“

Die Unglaublichen

Erstmals stehen menschliche Charaktere im Zentrum eines abendfüllenden Pixar-Films. Doch durch den Kurzfilm Geri´s Game in dem ein alter Mann gegen sich selber Schach spielt war Brad Bird überzeugt, dass dies machbar ist. Im Gegensatz zu den eher steril als perfekten computeranimierten Menschen in Filmen wie Final Fantasy oder Der Polarexpress wurde hier „totaler Realismus als Sackgasse“ empfunden. Brad Bird: „Die Figuren dürfen nicht zu realistisch gestaltet sein, sonst sehen sie alle wie Zirkusfreaks aus“ Doch zu künstlich dürfen die Figuren auch nicht wirken. Mittels „Sub-Surface-Scattering“ wurden Oberflächen aufgeraut und verhindert, dass die Haut wie Plastik aussieht.

Die Unglaublichen

Die Entstehung eines computeranimierten Filmes beschreibt Bird als scheinbar nicht enden wollende Ansammlung von Besprechungen und Diskussionen: „Im Gegensatz zu einem per Hand gedrehten Film, in dem man jeden Fortschritt linear voranschreiten sieht, kommt es einem vor, als schmeiße man unbegrenzt Informationen in ein schwarzes Loch, ohne dass sich auch nur irgendetwas bewegt. Und dann läuft plötzlich alles zusammen. Das war beängstigend, erst passiert überhaupt nichts und dann ist der ganze Film fertig.“

Die Unglaublichen

Das mit 111 Minuten etwas überlange Resultat ist stilistisch und tricktechnisch einmal mehr eine Wucht. Die Geschichte der Familie Incredible hingegen ist nur bedingt tauglich für die ganze Familie und dürfte ganz kleine Kinder, die nicht mit Comic-Superhelden vertraut sind etwas überfordern. Insider hingegen werden nicht gerade mit Anspielungen auf vertraute Comic-Figuren oder – Situationen verwöhnt. Der Film ist nicht nur ein Superhelden-Abenteuer, sondern im selben Maße auch eine Hommage an die James Bond-Filme der Sechziger Jahre. Als großer Actionspaß geht Die Unglaublichen aber allemal durch und 14 Jahre später gelang Brad Bird eine gleichwertige Fortsetzung.

Die Unglaublichen

Der Film erschien auf DVD und dann auch als Blu-ray in 1 : 2,35 – Widescreen-Format mit zahlreichen höchst informativen Extras. So gibt es etwa den auch im Kino gezeigten Kurzfilm “Ein Schaf ist von der Wolle“ zu sehen. Exklusiv entstanden sind die Kurzfilme “Jack-Jack Superstar“ und “Mr. Incredibles erster Auftritt“, eine im nostalgischen TV-Look gehaltene sehr spaßige Superhelden-Parodie.

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