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Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren

Brian De Palma drehte zwar auch Action- (“Mission: Impossible“), Science-Fiction- (“Mission to Mars“), Kriegs- (“Redacted“), Gangsterfilme (“The Untouchables“) und Literaturverfilmungen (“Fegefeuer der Eitelkeit“), doch seine Spezialität sind raffiniert und Szene gesetzte Thriller wie „Carrie“ oder „Dressed to Kill“. Besonderes Augenmerk legt er dabei weniger auf die Story, sondern auf lange Kamerafahrten und einen eingängigen Soundtrack.

Blow Out - Der Tod löscht alle Spuren

De Palmas Meisterwerk ist möglicherweise “Blow Out“. John Travolta spielt hier einen fürs Kino tätigen Tontechniker, der zufällig Zeuge eines Mordes wird und dadurch in eine Verschwörung hinein gerät. Inmitten der spannenden Thriller-Handlung erzählt De Palma auch einiges über das Filmedrehen und macht sich dabei ein wenig über billige Horror-Filme lustig.

Blow Out - Der Tod löscht alle Spuren

Obwohl der Film 1981 kein großer Erfolg war, geriet er nicht in Vergessenheit. Ein großer Fan ist Quentin Tarantino, der John Travolta vor allem wegen seiner Leistung in “Blow Out“ für “Pulp Fiction“ verpflichtete. Koch Media hat sich des Films angenommen und ihn in einer toll aufgemachte Edition herausgebracht, die im Bonusmaterial interessante Informationen zur Entstehung von “Blow Out“.

Blow Out - Der Tod löscht alle Spuren

So erzählt der Anfang 2016 verstorbene Kameramann Vilmos Zsigmond, dass er das Filmmaterial bereits vorbelichtet hat, um eine Art “schwarzweißen Farbfilm“ zu drehen. Sehr interessant ist auch das umfangreiche Interview mit Komponist Pino Donaggio, das quasi eine Art Fortsetzung des Gesprächs ist, dass er anlässlich der Special Edition von Koch Media zu Joe Dantes “Piranhas“ führte. Besser kann ein Klassiker nicht präsentiert werden!

Blow Out - Der Tod löscht alle SpurenExtras der Blu-ray: Interviews mit Nancy Allen (20:35 min), Produzent George Litto (17:52 min), Kameramann Vilmos Zsigmond (26:33 min) und Komponist Pino Donaggio (30:15 min), US-Trailer (1:45 min), Galerie mit 67 Bildern und Werbematerialien, 16-seitiges Booklet.

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Legend of Tarzan

Mit dem Schweden Alexander Skarsgård wurde ein neuer Kino-Tarzan gekrönt, der die Liane von Johnny Weissmüller, Lex Barker und Christopher Lambert übernahm. Bei seinem ersten Leinwand-Auftritt trägt er im neuen Film jedoch keinen Lendenschurz, sondern stellt sich in London voll bekleidet als John Clayton III, Lord Greystoke vor. Das ist ganz im Sinne vom Tarzan-Schöpfer Edgar Rice Burroughs, der den Herrn des Dschungels als jemanden beschrieb, der sich auch in der englischen Oberschicht behauptet, denn wahrer Adel setzt sich auch durch, wenn Affen als Eltern-Ersatz dienten.

Legend of Tarzan

So weit, so werkgetreu, doch das Drehbuch zum neuen, vom “Harry Potter“-Regisseur David Yeates inszenierten Film, lässt Tarzan in einer Zeit agieren, als Edgar Rice Burroughs noch ein kleiner Junge war. Während dessen Tarzan seine ersten literarischen Abenteuer kurz vor dem Ersten Weltkrieg erlebte, ist der neue Kino-Dschungelfürst bereits knapp 30 Jahre früher aktiv und engagiert sich handgreiflich gegen belgische Kolonisten, die in seiner alten afrikanischen Heimat die Sklaverei wieder eingeführt haben. Nicht ungern verlässt er seinen englischen Adelssitz, ist aber nicht eben froh darüber, dass ihn seine eigensinnig Gemahlin Jane (Margot Robbie, die Harley Quinn aus der DC-Comicverfilmung “Suicide Squad“ zu sehen) mit in den Dschungel begleitet…

Legend of Tarzan

Bemerkenswert an “Legend of Tarzan“ ist, dass zwei tatsächlich existierende Charaktere eine wichtige Rolle spielen und beiden von Quentin-Tarantino-Stammschauspieler verkörpert werden. Samuel L. Jackson ist als US-Politiker George Williams Washington zu sehen, der Tarzan bittet ihn in den Kongo zu begleiten. Dort bekommen sie es mit dem belgischen Offizier Léon Rom zu tun, den Christoph Walz mit geballter Bösartigkeit auf die Leinwand zaubert.

Legend of Tarzan

Trotz seines Budgets von 180 Millionen Dollar ist “Legend of Tarzan“ immer wieder anzusehen, dass hier häufiger Computeranimationen als echte Landschaften und Tiere zum Einsatz kamen. Die halbwegs ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus will nicht immer so recht zu der naiven (aber werkgetreuen) Abenteuerlichkeit der Geschichte passen. Doch die durch die Bank guten Darsteller reißen eine Menge raus und manchen den Film zu einer insgesamt recht erfreulichen Wiederbegegnung mit Tarzan.

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Lucky Luke im Kino

Der Belgier Maurice de Bevere (1923 – 2001) alias Morris ließ 1946 erstmals jenen Cowboy im Comic auftreten, der schneller als sein Schatten zieht. Er hatte Lucky Luke eigentlich als Held eines Zeichentrickfilms geplant.

Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016
Lucky Lukes erster Auftritt © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Die größten Erfolge feierte die Westernparodie jedoch erst, als René Goscinny ab Mitte der Fünfziger Jahre als Texter hinzu kam, noch bevor er mit Asterix durchstartete. Auch Goscinnys große Liebe gehört dem Zeichentrickfilm und als er in den USA weilte, träumte er davon bei Walt Disney zu arbeiten. Doch Goscinny fand es sehr bedauerlich, das Disney diesen Traum nicht teilte.

Lucky Luke im Kino

Schon daher ist es nicht verwunderlich, dass 1971 ein erster Zeichentrickfilm mit Lucky Luke entstand.  Bei “Lucky Luke – Daisy Town“ führten Morris und Goscinny Regie. Der Film basiert auf keinem der Comic-Alben. Vielmehr wurde eine Originalgeschichte entworfen, die möglichst viele Aspekte des Wilden Westens beinhaltet und 1983 sogar zum Comic-Album  „Daisy Town“ verarbeitet, das bei uns als Band 40 der Lucky Luke Reihe erschienen ist.

Lucky Luke im Kino

Insgesamt kann dieser Film um den einsamen Cowboy durchaus als gelungen angesehen werden. Schwächen in der Animation werden durch originelle Einfälle (inklusive Anleihen bei Tex Avery) ausgeglichen und auch die musikalischen Einlagen sind sehr gelungen. Die Satire auf den klassischen Western ist zwar nicht ganz so subtil, wie in den besseren Comic-Alben, aber dafür wird im Film gleich der komplette Wilde Westen veralbert. Außerdem ist es sehr viel passender, dass Lucky Luke hier noch eine Zigarette zwischen den Lippen hat und nicht wie später (aus Gründen der politischen Korrektheit) auf einem Strohhalm herum kaut.

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Die 2001 bei Kinowelt erschienene deutsche DVD genügt von der (Voll-)Bildqualität her leider nicht den heutigen Sehgewohnheiten und enthält auch nur die deutsche Synchronfassung.

Lucky Luke im Kino

Doch mittlerweile gibt es in Spanien (aber bemerkenswerterweise nicht in Frankreich!) eine Blu-ray von “Lucky Luke – Daisy Town“ in phantastischer 16:9-Bildqualität mit französischer und spanischer Tonspur. Es ist zwar schade, dass die deutsche Tonspur fehlt, doch der köstliche Humor des Films ist in erster Linie visueller Natur.

Lucky Luke im Kino

Die deutsche DVD kann immerhin dadurch punkten, dass es als Bonusmaterial noch die sehr interessanten und ausführliche 88-minütige Dokumentation „René Goscinny – ein Leben für den Humor“ („René Goscinny – Profession Humoriste“) gibt. Dieser Film enthält nicht nur seltene Privataufnahmen von Goscinny. Es gibt auch Ausschnitte aus von ihm gestalteten Kino- und TV-Filmen zu sehen. Darüber hinaus kommt auch noch nahezu die gesamte französische Comic-Elite zu Wort. Dieser 1998 für den Sender arte entstandene Bericht ist in französischer Sprache auf der DVD enthalten und wahlweise können deutsche Untertitel eingeblendet werden.

Lucky Luke im Kino

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die “Studios Idéfix“ und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit “Asterix erobert Rom“. Als zweiter (und letzter) Film der “Studios Idéfix“ folgte 1978 “Lucky Luke – Sein größter Trick“. In diesem tricktechnisch recht hochwertigen Film, ist der Lonesome Cowboy mal wieder auf der Jagd nach den Daltons, die im Auftrag eines am Strang gestorbenen Onkels die aus allen möglichen Westerntypen zusammengesetzte Jury umbringen sollen.

Lucky Luke im Kino

Die Geschichte wird – wie zuvor schon beim Zeichentrickfilm “Asterix und Cleopatra“ (und natürlich bei Disney) – auch noch mit Musical-Szenen garniert, daher trägt der Film im Original auch den Titel “La ballade de Dalton“. Als eine Art Moderator fungiert ein Bänkelsänger, dessen Lieder in der deutschen Fassung von Reinhard Mey gesungen werden. Dieser hatte bereits vier Jahre zuvor beim Disney-Zeichentrickfilm “Robin Hood“ einen ähnlichen Job übernommen.

Lucky Luke im Kino

Die Musical-Einlagen sind zwar ganz witzig, doch insgesamt ist der Film trotz gewaltiger tricktechnischer Fortschritte weniger gut gelungen als der Vorgänger “Lucky Luke – Daisy Town“. Kurz nach Fertiggestellung des Filmes schlossen die “Studios Idéfix“ ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod im Jahre 1977 noch am Leben zu erhalten.

Lucky Luke im Kino

Auch “Lucky Luke – Sein größter Trick“ basierte auf keinem Comic-Alben. Die Geschichte des Films wurde 1978 zunächst in einem kleinformatigen Comic adaptiert, der später ummontiert auch bei uns im Sammelband “Die Dalton-Ballade und andere Geschichten“ als Band 49 der Lucky Luke Reihe erschienen ist.

Lucky Luke im Kino

Die deutsche DVD-Veröffentlichung von Kinofilm enthält als Bonus den deutschen Trailer (2:59 min, Vollbild), eine Galerie mit 25 deutschen Aushangfotos und Standbildern, sowie ein 8-seitiges farbiges Booklet. Genau wie bereits bei “Daisy Town“ ist die Bildqualität leider nur mäßig, während in dieser Hinsicht die Blu-ray aus Spanien wieder exzellent ist.

Lucky Luke im Kino

Nicht wirklich gelungen war der nächste Zeichentrickfilm „Lucky Luke – Das große Abenteuer„, der 1983 ins Kino kam. Hier wurden lediglich drei Episoden einer sparsam animierten 26-teiigen Trickfilmserie aus dem Hause Hanna-Barbera (“Familie Feuerstein“) zu einem Kinofilm zusammengeschnitten. Bei den einzelnen Geschichten handelte es sich um Verfilmungen der Comics “Die Daltons im Blizzard“, “Ma Dalton“ und “Die Daltons“ bewähren sich. Genau wie in der Trickfilm-Serie war auch im Kino die von Freddy Quinn gesungene Titel-Melodie “Bang Bang, Lucky Luke“ zu hören.

Lucky Luke im Kino

Es sei noch angemerkt, dass in diesem Fall die Bildqualität der zugehörigen DVD mit anamorphen 16:9-Format ganz passabel ist. Der DVD von Filmconfect liegt  sogar ein kleines 20-seitiges Comicheft mit der Kurzgeschichte „Aus Liebe zur Musik“ bei.

Lucky Luke im Kino

2007 entstand mit “Lucky Luke, Go West!“ („Tous à l’Ouest: Une aventure de Lucky Luke“) ein weiterer Zeichentrickfilm, der leider nicht in unsere Kinos kam. Das Drehbuch basiert lose auf dem Comic „Lucky Luke: Kalifornien oder Tod“. Es fasst recht gut fast alle Situationen und Figuren zusammen, die den Reiz der langlebigen Erfolgs-Comicserie ausmachen. Im Zentrum des Geschehens stehen – neben Lucky Luke und Jolly Jumper – natürlich wieder die Daltons.

Lucky Luke im Kino

Nach einem turbulenten Auftakt in New York bricht Lucky Luke mit der vierköpfigen Gangsterbande und einem bunt zusammen gewürfelten Haufen von Siedlern zu einem Treck von Küste zu Küste auf. Wenn die Planwagen nicht in 80 Tagen das ganze Land durchquert haben, erlöschen die Ansprüche, die die Siedler auf ihr fruchtbares Land im Westen haben…

Lucky Luke im Kino
Mit dem sehr schön realisierten und erzählten “Lucky Luke, Go West!“ ist es ein wenig so wie mit dem ein Jahr zuvor entstandenen Zeichentrickfilm “Asterix und die Wikinger“. Auch jener liebevoll und rechtwerkgetreu in klassischer 2D-Animation angefertigte Film kam – inmitten all der Comic-Realverfilmungen und Computeranimationen – etliche Jahre zu spät.

Lucky Luke im Kino

Doch dank DVD und Blu-ray hat “Lucky Luke, Go West!“ weiterhin die Chance sein Publikum finden und es erfreuen.

Lucky Luke im Kino

Doch noch vor dem letzten Zeichentrickfilm zeigten die Kinos zwei der (bisher) drei Versuche aus Lucky Luke einen Realfilm zu machen. Morris stand der Sache ziemlich skeptisch gegenüber: “Eher zufällig hatte Terence Hill meine Alben gelesen, und er schwor sich, dass entweder er oder kein anderer die Hauptrolle verkörpere. Er nahm Kontakt mit dem Verlag Dargaud auf, an dem ich damals noch gebunden war, und die Verträge wurden unterschrieben. Er ähnelte Lucky Luke in keiner Weise (…), aber Terence Hill ist so sympathisch, so warmherzig, dass ich letztendlich mein Einverständnis gab.“

Lucky Luke im Kino

Kurioserweise erzählt der 1990 entstandene Spielfilm, die selbe Geschichte wie der fast 20 Jahre zuvor entstandene Zeichentrickfilm “Lucky Luke – Daisy Town“. Die Story von der rasch expandierenden Westernstadt, die Angriffen von Indianern und Daltons ausgesetzt ist, inszenierte Terence Hill höchstpersönlich, während das Drehbuch von seiner Frau Lori stammte.

Lucky Luke im Kino

Obwohl der Film in den USA (in Bonanza Creek, New Mexico) gedreht wurde, erinnert er stärker an einen Italowestern als an die klassischen Hollywood-Produktionen, über die sich Morris und Goscinny in ihren Comics hauptsächlich lustig machten. Passend (bzw. unpassend) dazu trägt Terence Hill ein Outfit, dass eher an seine Paraderolle in “Mein Name ist Nobody“ denken lässt als an die Comicfigur. Somit ist Hills “Lucky Luke“ ganz gewiss keine werkgetreue Comicverfilmung, aber insgesamt deutlich entspannter als die nächsten völlig überkandidelte Realverfilmungen.

Lucky Luke im Kino

Terence Hills Film lief so erfolgreich in den Kinos, dass ein Jahr später eine 8-teilige TV- Serie entstand. Die beiden Episoden “Ma Dalton ist und bleibt einmalig“ und “Ein schöner Zug von Geisterhand“ wurden zum Kinofilm “Lucky Luke 2“ zusammengeschnitten.

Lucky Luke im Kino

Mittlerweile gibt es eine DVD-Box mit dem Kinofilm und allen acht TV-Episoden.

Lucky Luke im Kino

Der nächste Film-Versuch “Die Daltons gegen Lucky Luke“ von 2004 hingegen ist ein Totalausfall. Da gibt es eine ganze Batterie wundervoller und unglaublich humorvoller Westerngeschichten vom Comicmeister Rene Goscinny und nichts davon im Film zu finden.

Lucky Luke im Kino

Stattdessen wurden Eric Judor und Ramsy Bedia, zwei nahezu gleich große französische Komiker, nicht nur als Joe und Averell Dalton gecastet, sondern sie durften auch noch ein völlig blödsinniges Drehbuch um einen magischen Sombrero verfassen. Der Regisseur Philippe Haïm hingegen hält sich für eine Mischung aus Rodriguez, Tarantino und Leone, verbreitet aber trotz des beträchtlichen Budgets nur Langeweile.

Lucky Luke im Kino

Schon der französische Originaltitel “Les Dalton“ deutet an, dass der Lonesome Cowboy nicht im Zentrum des Geschehens steht. Dies ist schade, denn überraschenderweise kann Til Schweiger als Lucky Luke (in seiner Nebenrolle!) durchaus überzeugen. Zwar wird der (einzige halbwegs brauchbare) Gag mit seinem langsameren Schatten qualvoll zu Tode geritten, doch Schweiger legt die Rolle merklich werkgetreuer an als zuvor Terence Hill.

Lucky Luke im Kino
Jean Dujardin in “Die Daltons gegen Lucky Luke“

Der nächste reale Lucky Luke war Jean Dujardin (“OSS 117 – Der Spion, der sich liebte“), der bereits in “Die Daltons gegen Lucky Luke“ in einer Nebenrolle zu sehen war.

Lucky Luke im Kino

Nachdem zuvor schon der Zeichentrickfilm “Lucky Luke, Go West!“ nicht in unsere Kinos kam, verhielt es sich mit der 2009 in Argentinien entstandenen Realverfilmung mit Dujardin genauso. Dies ist teilweise verständlich, denn sonderlich werkgetreu zur Comicvorlage (oder gar zum Humor des begnadeten Texters René Goscinny) ist auch dieses Werk nicht ausgefallen.

Lucky Luke im Kino

Irgendwie geht es um das aus Comic und Trickfilm bekannte Städtchen Daisy Town, den Bau der Eisenbahn und einige Banditen wie Billy the Kid oder Jesse James sowie Calamity Jane kommen auch vor, während die Daltons diesmal pausieren. Der Hauptfigur wird nicht nur der Name John “Lucky“ Luke sondern auch noch eine tragische Vorgeschichte angedichtet.

Lucky Luke im Kino

Beim in Szene setzten dieser meilenweit vom Comic entfernten Origin wird eifrig aus “Spiel mir das Lied vom Tod“ zitiert. So richtig überzeugen will das opulent ausgestattete Werk nicht, zumal der Humor oft ähnlich krude ausfällt wie in der vorherigen katastrophalen Realverfilmung “Die Daltons gegen Lucky Luke“.

Lucky Luke im Kino

So bleibt abschließend festzustellen, dass gleich der erste Versuch Lucky Luke ins Kino zu bringen der (bisher) gelungenste war. Was sicher daran liegt, dass Morris und René Goscinny maßgeblich am Zeichentrickfilm “Daisy Town“ beteiligt waren.

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The Hateful Eight

Eine Kritik zu diesem (aber auch jedem anderen) Tarantino-Film könnte sich darauf beschränken festzustellen, dass jene Zuschauer, die so wenig wie möglich über den Inhalt wissen, den meisten Spaß haben werden. Mit 167 Minuten hat der Winter-Western “The Hateful Eight“ ziemliche Überlänge und in ausgesuchten Kinos, die Filme im 70mm Format abspielen können, bringt es Tarantinos “Roadshow“-Version mit musikalischen Vorspiel sowie Pause gar auf 187 Minuten.

The Hateful Eight

Unter den Darstellern befinden sich etliche der üblichen Verdächtigen, wie die Tarantino- Veteranen Samuel L. Jackson, Tim Roth (“Pulp Fiction“), Michael Madsen (“Kill Bill“), sowie Kurt Russell (“Death Proof“) und Walter Goggins (“Django Unchained“). In der weiblichen Hauptrolle gibt Jennifer Jason Leigh mit sehr viel Mut zur Hässlichkeit ihr Tarantino-Debüt.

The Hateful Eight

Sie spielt die gemeingefährliche Banditin Daisy Domergue, die vom Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell) per Postkutsche nach Red Rock, Wyoming transportiert werden soll. Unterwegs trifft Ruth auf seinen Berufskollegen Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson) und beide tauschen sich über ihre unterschiedliche Arbeitsmoral aus.

The Hateful Eight

Aus Bequemlichkeit bevorzugt es Warren von ihm erschossene Banditen beim Sheriff abzugeben, während Ruth seine Beute lebendig abliefert. Er trägt den Spitznamen “The Henchmen“, denn ihm ist es wichtig, dass die Banditen verurteilt und hingerichtet werden. Ein Schneesturm zwingt Warren, Ruth und Daisy einige Zeit in einer abgelegenen Herberge zu verbringen. Hier treffen sie auf zwielichtige Zeitgenossen und Unheil braut sich zusammen…

The Hateful Eight
“The Hateful Eight“ spielt zwar kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg und der Soundtrack (erstmals wurde für einen Tarantino-Film eine komplett neue Filmmusik komponiert) stammt von Ennio Morricone, dem Meister des Italo-Western. Dennoch ist der Film weniger ein lupenreiner Western, als vielmehr eine Splatter-Version von Agatha Christies “Mord im Orientexpress“. Doch ein Tarantino-Film ist längst ein eigenes Genre, denn auch in seinem achten Film lässt der Regisseur sein gut zusammengewürfeltes Ensemble clevere Dialoge vortragen und überrascht immer mal wieder mit recht blutigen Gewalteinlagen. Mehr sollte aber auch nicht verraten werden.

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James Bond: In tödlicher Mission

Die achte Ausgabe von Cross Cults chronologisch veröffentlichter James Bond Edition enthält keinen durchgehenden Roman, sondern fünf Kurzgeschichten von Ian Fleming. Die Titel der Short Stories, die bei uns einst gesammelt als „James Bond greift ein“ oder “Tod im Rückspiegel“ veröffentlicht wurden, dürften Freunden der 007-Filme bekannt vorkommen, während es inhaltlich weniger Gemeinsamkeiten mit den Drehbüchern gibt.

James Bond: In tödlicher Mission

Die Kurzgeschichte “Im Angesicht des Todes“ (Originaltitel:“From a View to a Kill“) hat mit dem gleichnamigen Film nur den Schauplatz Paris gemein. James Bond versucht herauszufinden, wer in Frankreich einen britischen Motorrad-Kurier erschossen hat. Auch um einer attraktiven Außendienstmitarbeiterin zu imponieren, begibt er sich in Lebensgefahr indem er selbst aufs Motorrad steigt und natürlich auch attackiert wird…

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Aus “In tödlicher Mission“ (“For Your Eyes Only“) wurde für die Verfilmung nicht nur der Titel sondern auch die Hauptfigur übernommen, die von Carole Bouquet verkörperte Melina Havelock, die den Tod ihrer Eltern mit Pfeil und Bogen bzw. Armbrust rächen will. Die Kurzgeschichte spielt jedoch in Kanada und schildert wie Bond hier von M auf eine ebenfalls privat motivierte Rache-Mission geschickt wird und wie er feststellen muss, dass nicht nur er es auf den ehemaligen Gestapo-Mitarbeiter von Hammerstein (Quentin Tarantino verwendete diesen Namen in “Inglourious Basterds“) abgesehen hat.

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Für Daniel Craigs zweiten James Bond Film wurde von der Kurzgeschichte „Ein Quantum Trost“ („Quantum of Solace“) nur der Titel übernommen. Ian Fleming bezeichnete mit diesen drei Worten jenen Respekt den Partner in einer Beziehung füreinander aufbringen müssen um miteinander auszukommen. In der Short Story „Ein Quantum Trost“ ist James Bond nur eine Nebenfigur, dem bei einem Einsatz auf den Bahamas vom dortigen Gouverneur eine Geschichte über eine verunglückte Beziehung erzählt wird. 007 kommt in Anbetracht dieses nur scheinbar banalen alltäglichen Schicksals der Geheimdienst-Einsatz “langweilig und sinnlos“ vor. Diese zuerst 1959 im Frauen-Magazin Cosmopolitan veröffentlichte Story ist alles andere als typisch für James Bond, unterstreicht aber die Vielseitigkeit des Autors Ian Fleming.

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Aus der Kurzgeschichte „Risiko“ („Risico“) wurden Elemente in den 007-Film “In tödlicher Mission“ übernommen. Vor dem plastisch beschriebenen Hintergrund von Rom, Venedig und der hohen See des Mittelmeers gerät James Bond mitten in die bleihaltigen Rivalitäten zwischen den Schmugglern Kristatos und Columbo aber auch in die Arme der schönen Österreicherin Lisl Baum.

Die letzte Story „Die Hildebrand-Rarität“ („The Hildebrand Rarity“) zeigt James Bond als hochmoralischen Ökologen. Auf den Seychellen mustert er aus purer Langeweile auf der protzigen Yacht Wavekrest des deutschstämmigen US-Amerikaners (eine teuflische Kombination!) Milton Krest an. Dieser möchte mit absolut unsportlichen Methoden unbedingt einen seltenen Fisch, die sogenannte Hildebrand-Rarität, fangen. Doch der hinterhältige Egozentriker quält seine schöne Frau und die Geschichte endet angemessen böse. Das Schiff Wavekrest und ein von Anthony Zerbe verkörperter Milton Krest spielten eine kleine Rolle im Bond-Film „Lizenz zum Töten„.

Ian Fleming gelangen auf insgesamt knapp 260 Seiten fünf hochspannende Kurzromane.

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