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The Punisher (1989)

Ein interessanter Marvel-Film-Klassiker kann mittlerweile problemlos im Heimkino bewundert werden. Dolph Lundgren spielte Anno 1989 den Punisher in einem nicht unbrutalen Film, der seinerzeit bei uns auf dem Index landete. Koch Media veröffentlicht die ungekürzte Version mit FSK-16-Freigabe in einer schönen Steelbook-Edition. Übrigens wird in absehbarer Zeit der Punisher im Zentrum einer Netflix-Serie stehen. Genau wie in der 2. Staffel von Daredevil wird wieder Jon Bernthal den Bestrafer spielen.

The Punisher (1989)

Doch lange bevor 2004 Thomas Jane und 2008 Ray Stevenson als Punisher zu sehen waren, spielte der Schwede Dolph Lundgren den Marvel-Rächer in einem seiner besten Kinofilme. Der Film überzeugte durch eine spannende Geschichte, harte Action-Szenen und gute Nebendarsteller. Als Gegenspieler des Punishers ist der Holländer Jeroen Krabbè (James Bond – Der Hauch des Todes ) zu sehen, während der Oscar-Preisträger Louis Gosset junior (Ein Offizier und Gentleman) als tougher Polizist Jake Berkowitz für rauen aber herzlichen Humor sorgt.

The Punisher (1989)

Ein interessantes Extra ist ein exklusiv für diese Edition produzierter Audiokommentar vom Regisseur Mark Goldblatt, der sich nicht gerade als Comic-Experte outet. Er behauptet, dass der Punisher erstmals in einem Comic mit Daredevil aufgetreten ist (in Wirklichkeit debütierte er 1974 im Heft Amazing Spider-Man # 129) und in einer Stadt agiert, deren Namen nicht genannt wird (die Punisher-Geschichten spielen jedoch meist in New York). Interessant ist, dass Goldblatt zugibt, dass es ein Fehler war Dolph Lundgren als Punisher ohne den markanten Totenkopf auf der Brust auftreten zu lassen. Seinerzeit wollte man sich abgrenzen von den billig wirkenden Spandex-Kostümen, die Superhelden im TV trugen. Goldblatt hält es für eine gute Idee, den Film noch einmal zu überarbeiten und mit CGI-Effekten das Totenkopf-Emblem auf Lundgrens Brust zu platzieren.

The Punisher (1989)

Die Steelbook-Edition von Koch Media enthält auf einer Blu-ray den Film wahlweise in der Unrated-Version (89:22 min) und in der Kinofassung (89:05 min). Als Extras gibt es eine wirklich witzige Gagreel untermalt mit “Psycho Killer“ von den Talking Heads (6:11 min), den deutschen Trailer (1:40 min), den US-Trailer (1:39 min), sowie eine Galerie mit 98 Fotos, Plakaten, Werberatschlägen etc. Zusätzlich liegt noch eine DVD bei, die eine etwas längere englischsprachige Workprint-Version (93:34 min) in mäßiger Bildqualität und wahlweise mit deutschen Untertiteln enthält.  

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The Transporter Refueled

Mit dem immer korrekt gekleideten prinzipientreuen Transporter Frank Martin schuf Produzent und Drehbuchautor Luc Besson 2002 einen soliden Kino-Actionhelden. Der Brite Jason Statham verkörperte den risikobereiten Kurier-Fahrer in drei Filmen und wurde durch die Rolle zum Action-Star. Der Part wurde neu besetzt, nachdem es Statham ablehnte einen Vertrag über drei weitere Transporter-Filme zu unterschreiben, ohne zuvor etwas über die Drehbücher zu erfahren.

The Transporter Refueled

Zuvor hatte bereits in einer kurzlebigen nach 24 Episoden abgesetzten TV-Serie der australische Schauspieler Chris Vance den Transporter gespielt, der nur vier Jahre jünger als Statham ist. Iim Kino-Neustart erhielt die Hauptrolle der knapp 20-jährige britische Rapper Ed Skrein. Dieser macht hinter seinem Dreitagebart einen ganz sympathischen Eindruck, doch es mangelt ihm ganz im Gegensatz zu Statham und selbst zu Vance erheblich an Charisma. Daher hat der Transporter in seinem vierten Film – genau wie Indiana Jones in seinem dritten Kino-Auftritt- auch noch seinen Vater mitgebracht, der ihn permanent “Junior“ nennt…

The Transporter Refueled

Frank Martin Sr. wird von Ray Stevenson verkörpert. Nach seinem Durchbruch als Titus Pullo in der HBO-Serie Rom hat Stevenson zahlreiche interessante Rollen übernommen. So war er 2008 in der nur bedingt gelungenen Marvel-Verfilmung Punisher: War Zone der wohl glaubhafteste Darsteller von Frank Castle, der zum einsamen psychopathischen Rächer wird. Die Szenen in The Transporter Refueled in denen Ray Stevenson richtig Gas geben kann, sind die Höhepunkte des Films, egal ob er lässig eine teure Flasche Wein kauft, mit mehreren Frauen ins Bett geht oder über die hochgezüchtete nutzlose Kaffeemaschine seines Sohns lästert und cool bleibt, nachdem sich diese als Saftpresse entpuppt.

The Transporter Refueled

Auch in Sachen Action braucht sich The Transporter Refuled nicht hinter den anderen Kinofilmen der Reihe zu verstecken. Die Verfolgungsjagden entlang der südfranzösischen Küste haben Drive und Ed Skrein legt einige hübsch choreographierte Kämpfe hin, wobei es besonders beeindruckt, wie virtuos er Schubladen im Nahkampf einsetzten kann. Die Gesamtdramaturgie des Films überzeugt jedoch weniger. Zwar stimmt die Chemie zwischen Frank Martin Senior und Frank Martin Junior, auch die Beziehung zu den hübschen als diebische Girl-Group agierende Hauptdarstellerinnen, die sich an ihrem ehemaligen Zuhältern rächen wollen, funktioniert.

The Transporter Refueled

Doch im großem Finale wechselt grundlos die leicht-lockere Tonart und die bleihaltige Ballereien (Vorsicht Spoiler!) überleben nur wenige der Hauptfiguren. Bei einem Budget von etwas über 20 Millionen Dollar und einem dreieinhalbmal darüber liegenden Einspielergebnis, kann The Transpoter Refuled ganz gewiss nicht als Flop bezeichnet werden. Wenn sich alle Beteiligten (außer Ray Stevenson) noch etwas mehr Mühe geben, ist die Aussicht auf ein Wiedersehen mit dem neuen Transporter durchaus wünschenswert!

The Transporter Refueled

Die DVD von Universum Film enthält neben dem 92-minütigen Hauptfilm noch die Dokus “Beschleunigung von 0 auf 100“ (5:24 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), “Frank Martin – Held wider Willen“ (8:51 min),“Coole Action, coole Girls“ (5:17 min), drei insgesamt 4-minütige Promo Clips, Interviews mit Ed Skrein (3:11 min), Ray Stevenson (2.59 min), Loan Chabanol (1:47 min), Tatjana Pajković (2:21 min), Yu Wenxia (1:08 min), Noémie Lenoir (1:25 min) und Gabriella Wright (1:50 min) sowie den deutschen Trailer (2:00 min)

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Punisher: War Zone

Marvels wohl realistischster “Superheld“ stand zuvor bereits im Zentrum von zwei Kinofilmen. Bereits 1989 wurde er in einem B-Picture von Dolph Lundgren verkörpert, während 2004 der etwas blasse Thomas Jane als Punisher gegen einen von John Travolta mit gebremster Energie verkörperten Gangsterboss antrat. Hauptproblem dieser sich ausgiebig bei den mitreißenden Punisher-Comics von Garth Ennis bedienender Verfilmung war jedoch, dass die Geschichte nicht in New York, sondern in Florida angesiedelt war. Die War Zone des Punishers ist jedoch eindeutig der Big Apple. Hier wurden im Central Park seine Ehefrau und Kinder von Gesetzlosen umgebracht und hier ist er seitdem dabei Verbrecher möglichst ultimativ zu bestrafen.

Punisher: War Zone

Mit Ray Stevenson wurde ein Darsteller gefunden, der ganz im Gegensatz zu Jane (aber nicht zu Lundgren) es überhaupt nicht nötig hat den Härte-Typen zu spielen. Der gebürtige Nordire war bereits in der HBO-Serie Rom äußerst glaubhaft als ein zu allem fähiger Legionär. Auch als Punisher gelingen Stevenson trotz klobiger Körperlichkeit kurze Anfälle von Sensibilität. Das Drehbuch ermöglicht ihm dies dadurch, dass Frank Castle alias The Punisher bei einem rabiaten Bestrafungsalleingang einen sich im Undercover-Einsatz befindlichen FBI-Agenten tötet. Danach fühlt er sich für dessen von der Unterwelt bedrohten Witwe und Tochter verantwortlich.

Punisher: War Zone

Punisher: War Zone wurde von Frauen inszeniert (von der in Mannheim geborenen Lexi Alexander) und produziert (von Gale Anne Hurd, der Ex-Frau von James Cameron), ist aber in erster Linie ein knallharter Actionstreifen für Jungs, prall gefüllt mit Klopper- und Ballereien. In den USA spielte die 35-Millionen-Dollar-Produktion nur ein knappes Viertel ihrer Kosten wieder ein und kam daher gar nicht erst in unsere Kinos. Das lag vielleicht auch an einigen satirischen Momenten, die gewisse Gemüter als antiamerikanisch empfinden mögen. So rekrutiert der Oberschurke Jigsaw, den Dominic West (The Affair) recht entfesselt als Mischung aus Joker und Two-Face spielt, zu patriotischer Musik seine Spießgesellen direkt von der Straße und verspricht ihnen – ähnlich wie das US-Militär – ein Studium und keinen Einsatz im Irak.

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