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Ernest Cline: Ready Player One

Ernest Cline war Co-Drehbuchautor der Komödie Fanboys und auch in seinem ersten Roman geht es um Nerds. Ready Player One spielt im Jahre 2044. Die Lebensumstände, denen ein Großteil der Bevölkerung in überdimensionalen Trailer-Parks ausgesetzt ist, sind so trostlos, dass eine Flucht in digitale Wunderwelten der einzige Ausweg zu sein scheint.

Ernest Cline: Ready Player One

Zum Glück hat der Visionär James Halliday, der es durch die Entwicklung von Videogames zu großem Reichtum brachte, das virtuelle Universum OASIS geschaffen. Hier kann es sich die Menschheit auf phantasievoll ausgestalteten Planeten aller Art gut gehen lassen. Doch als Alternative zum nicht mehr funktionierenden staatlichen Bildungssystem, kann dort auch zum Nulltarif studiert und zur Schule gegangen werden.

Ready Player One

Als Halliday stirbt, verfügt er, dass derjenige, der zuerst in der OASIS eine Reihe von Rätseln löst und Schlüssel findet, sein Universal-Erbe wird. Der Gamer Wade Watts, der als Avatar Parzival in der OASIS unterwegs ist, findet den ersten Schlüssel. Er setzt alles dran, um auch weiterhin die Nase vorne zu haben. Dadurch will Wade verhindern, dass der mit allen Tricks arbeitende mächtige Konzern IOI die Kontrolle über die OASIS gewinnt. Doch zugleich ist Wade auch gespannt, welches hoffentlich weibliche Wesen sich hinter dem sehr attraktiven Avatar Art3mis verbirgt…

Ready Player One

Cline gelang eine spannende Geschichte, in der es vor Anspielungen auf die Popkultur der 70er und 80er Jahre nur so wimmelt. Der Schwerpunkt liegt jedoch im Bereich Videogames. Die Spiele beschreibt Cline jedoch so lebendig, dass auch Nicht-Gamer der Story problemlos folgen können. Gemeinsam mit dem auf Comic-Verfilmungen spezialisierten Autor Zak Penn (X-Men 2, The Avengers) verarbeite Cline Ready Player One zu einem Drehbuch, das Steven Spielberg verfilmte. Hier wurden die Anspielungen auf Games zugunsten von Film-Zitaten (ganz besonders zu Zurück in die Zukunft und Shining) jedoch zurückgefahren. Auch daher ist das Buch die optimale Ergänzung zum spektakulären Kinofilm.

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Fanboys

1998: Als die eingefleischten STAR WARS-Fans Hutch, Windows und Eric erfahren, dass ihr alter Schuldfreund Linus an Krebs erkrankt ist und die Premiere der heiß ersehnten Episode I nicht mehr erleben wird, schmieden die Jungs einen waghalsigen Plan: Sie wollen in George Lucas’ Skywalker-Ranch einbrechen, um in den Besitz einer Filmkopie zu gelangen.

Fanboys

Die Freunde begeben sie sich auf eine aberwitzige Reise quer durch Amerika. Dabei geraten sie immer wieder in Auseinandersetzungen mit nicht minder eingefleischten STAR TREK-Fans, doch ausgerechnet William Shatner gibt den Freunden die entscheidende Hilfestellung.

Fanboys

Als reine Teeniekomödie über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens ist Fanboys eher eine Enttäuschung. Trotz vier männlicher Hauptdarsteller gibt es fürs Herz gibt nur eine einzige und zudem noch recht halbherzig in Szene gesetzte Lovestory. Die nur sehr unzureichend charakterisierten Fanboys bleiben im Vergleich etwa zum Ensemble von American Pie erstaunlich blass. Doch trotzdem ist Fanboys eine rundum sympathische Angelegenheit.

Fanboys

Auf eine sehr milde Art amüsiert sich der Film über Fans und Nerds, die partout nicht erwachsen werden und schon gar nicht in Vatis Fußstapfen treten wollen. Während alle STAR-TREK-Utensilien aus lizenzrechtlichen Gründen etwas verfremdet dargestellt wurden, genießt der Film anscheinend die volle Sympathie von George Lucas (auf dessen Skywalker-Ranch der Soundtrack zu Fanboys abgemischt wurde). Der STAR WARS-Schöpfer taucht zwar nicht persönlich auf, doch John Williams Soundtrack erklingt gelegentlich und alle bekannten Figuren sind zu sehen. Wobei sich ein von Seth Rogen gespielter übereifriger Fan noch vor dem Sichten von Episode I gar einen Jar Jar Binks auf den breiten Rücken tätowierte.

Fanboys

Die interessante Frage wie die Fanboys nach allen Strapazen schließlich die entsetzlich schlechte Episode I verkraftet haben, beantwortet der Film allerdings nicht. Co-Drehbuchautor von Fanboys war Ernest Cline, dessen dem Roman Ready Player One zu einem Bestseller wurde, den Steven Spielberg 2018 verfilmte.

Fanboys

Die DVD zu Fanboys enthält noch dieses Bonusmaterial: Audiokommentar von Cast & Crew, ohne deutsche Untertitel; Deutscher Audiokommentar von den Fans Martin Gogulski und Markus Rau („German Garrison“); Fanboys über „FANBOYS“ (16:34 min); 6 entfallene Szenen (insgesamt 7:33 min), wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; 7 Webisodes (11:24 min); Die Wahrheit über Fanboys (5:47 min); Die Parallelen zu Star Wars (5:16 min); Vier Fanboys und ein Fangirl (8:47 min); Die Choreographie (3:38 min); Deutscher Kurzfilm „VIDIOTS“ von Moritz Mohr (23:36 min); Deutscher Kinotrailer (2:12 min); Wendecover

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Die Verlegerin

Bevor die Watergate-Affäre Richard Nixon 1974 die Präsidentschaft kostete, gab es den Skandal um die Pentagon-Papiere. Dieser betraf gleich fünf US-Präsidenten, die es zu verhindern wussten, dass die Öffentlichkeit erfuhr, dass der Vietnam-Krieg von langer Hand geplant und auch weitergeführt wurde, als schon lange feststand, dass er nicht mehr zu gewinnen war.

Die Verlegerin

Während sich Hollywood der Watergate-Affäre bereits 1976 mit Die Unbestechlichen – hier spielten Robert Redford und Dustin Hoffman wackere Reporter der Washington Post – annahm, sollte es mehr 45 Jahre dauern, bis auch die Pentagon-Affäre im Zentrum eines Kinofilms mit Star-Besetzung stand.

Die Verlegerin

Tom Hanks spielt diesmal den unerschrockenen Journalisten, doch im Zentrum steht Meryl Streep als Herausgeberin der Washington Post. Daher ist hier ausnahmsweise der deutsche Titel Die Verlegerin treffender als der Originaltitel The Post. Doch auch die Zeitung steht im Zentrum des Geschehens und Steven Spielberg erzählt davon, wie die zuvor eher regierungsfreundliche Washington Post durch das Veröffentlichen der Pentagon-Papiere mit der New York Times gleichzog und zu einer der wichtigsten US-Zeitungen wurde.

Die Verlegerin

Das Resultat ist ein Film, der auf vielen Ebenen, etwa als Emanzipations- oder Polit-Drama, aber auch als Thriller und gelegentlich als Dokumentarfilm über das Zeitungswesen bestens funktioniert, aber auch immer wieder Humor ins Spiel bringt.

Die Verlegerin

Am beeindruckendsten ist vielleicht eine Szene, die Richard Nixon als Silhouette im Weißen Haus zeigt, während dazu Originaltöne eines angesichts der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere gegen die Presse fluchenden Präsidenten zu hören sind. Bei diesem stark an aktuelle Verhältnisse erinnernden Moment wird klar, warum Spielberg die Arbeiten an seinem Science-Fiction-Film Ready Player One unterbrochen hat, um so schnell wie möglich Die Verlegerin zu drehen.

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