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Barbra Streisand

Wer dieses großformatige Buch auch nur durchblättert, wird die im Zentrum stehende Dame künftig nicht mehr Babara Streisand nennen, sondern BARBRA Streisand. Der kleinen Unterschied, also das fehlende A,  ist eins der vielen Tricks, den die 1942 in Brooklyn geborene, geborene Entertainerin, einsetzt um sich abzuheben.

Barbra Streisand

Erwähnenswert ist aber ganz sicher auch, was die Schauspielerin und Sängerin nicht getan hat, um aufzufallen. Im Gegensatz zu ihr, haben sich viele Mitbewerberinnen die Nase “richten“ lassen, um im Showbusiness dabei zu sein. Doch gerade durch ihr unverwechselbares Äußeres wurde sie zu “Der Streisand“, und wenn sie heute in einem Film (etwa in der “Meet the Fockers“-Reihe) mitspielt, ist das immer noch ein Ereigniss und Erlebniss.

Barbra Streisand

Doch das Werk aus dem Hause Taschen beschäftigt sich mit jener Zeit, als die Streisand noch ein “Funny Girl“ war. Die Rolle der ebenfalls jüdisch-stämmigen Fanny Brice spielte Barbra zunächst ab 1964 am Broadway, dann vier Jahre später unter der Regie von William Wyler im Kino. Den Oscar für ihre Hauptrolle in “Funny Girl“ musste sie sich – auch das ist einzigartig – teilen und zwar mit Katherine Hepburn.

Barbra StreisandDas Buch überzeugt nicht nur durch die sehr lebendigen und abwechslungsreich zusammengestellten Abbildungen, die ausschließlich von den auf Promi-Portraits spezialisierten Fotografen Steve Schapiro und Lawrence Schiller stammen. Zu sehen sind Abbildungen aus den zwischen 1968 und 1976 entstandenen Filmen wie „Einst kommt der Tag“, „The Way We Were“ („Cherie Bitter“ mit Robert Redford), „Die Eule und das Kätzchen“, der Fortsetzung „Funny Lady“ und „A Star Is Born“. Leider fehlen Fotos aus „Is’ was, Doc?“ von 1972, denn hier waren Schapiro und Schiller nicht am Set.

Barbra Streisand

Das Buch ist jedoch mehr als ein Bildband, denn es enthält auch noch ein sehr interessantes Gespräch zwischen den beiden Fotografen. Sie bieten dabei einen sehr lebendigen Eindruck in ihre ungewöhnliche Arbeit, denn Schapiro und Schiller arbeiteten nur inoffiziell im Auftrag der Produktionsfirmen. Dadurch dass sie unabhängige (aber die Hollywood-Spielregeln beherrschten), gelang es ihnen, auch zum Vorteil der Studios, ihre Fotos in den Hochglanz-Magazinen zu platzieren. Augenzwinkernd schildern sie wie die Streisand mit ihren Co-Stars klar kam und sich dabei von Anfang an als Star in Szene setze.

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Der Moment der Wahrheit

Mitten im Wahlkampf 2004 brachte das angesehene CBS-Nachrichtenmagazin “60 Minutes“ einen Bericht darüber, dass der für eine zweite Amtszeit kandidierende US-Präsident George W. Bush sich mit Hilfe der Beziehungen seiner Familie in den 70er Jahren vor einem Einsatz in Vietnam gedrückt hatte. Nach der Ausstrahlung wurde Mary Maples, die Produzentin der Sendung, mit massiven Vorwürfen konfrontiert. Vor allem im Internet wurde ihr vorgeworfen nicht akkurat recherchiert zu haben…

Der Moment der Wahrheit

Der für knapp 10 Millionen Dollar in Australien produzierte Film “Der Moment der Wahrheit“ konnte trotz Star-Besetzung nur die Hälfte seines Budgets wieder einspielen. Dies dürfte hauptsächlich daran gelegen haben, dass sich stärker an den tatsächlichen Vorkommnissen orientiert wurde, als an den dramaturgischen Standards für einen eskapistischen Blockbuster.

Der Moment der Wahrheit

Das erste Drittel des Film, als das TV-Team um die, von Cate Blanchett gewohnt bravourös gespielte, Mary Maples mit Hoch- und Zeitdruck recherchiert, wurde vom Regisseur und Drehbuchautor James Vanderbilt sehr spannend in Szene gesetzt. Doch wenn sich Maples danach für ihre Reportage  gegen weit hergeholte Vorwürfe verteidigen muss, dann ist das für den Zuschauer ähnlich zermürbend, wie seinerzeit für die TV-Produzentin.

Der Moment der Wahrheit

Doch die interessanten Extras auf der Blu-ray, in denen auch Mary Maples und der – mit voller Star-Power von Robert Redford verkörperte – CBS-Anchorman Dan Rather zu Wort kommen, lassen vermuten, dass der Film genauso nah dran ist an den tatsächlichen Ereignissen, wie 2004 die “60 Minutes“-Reportage.

Der Moment der Wahrheit

Die Blu-ray von Universum Film enthält neben dem 126-minütigen Film noch die Berichte “Das Team“ (8:34 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) und “Der wahre Fall hinter der Geschichte“ (11:12 min); Sechs entfallene Szenen (insgesamt 12:39 min); Ausführliche Interviews (56:11 min); Deutscher Trailer (1:40 min)

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Elliot, der Drache

1977 drehten die Disney Studios mit “Elliot, das Schmunzelmonster“ einen Realflm, in dem ein von den Animatoren des Studios gezeichneter großer etwas ungeschickter Drache die Hauptrolle spielte und Mickey Rooney, Red Buttons oder Shelley Winters die Show stahl.

Elliot der Drache
© 2017 Disney

Der Film war zugleich auch ein Musical und die von Helen Reddy gesungene rührende Nummer “Candle on the Water“ wurde seinerzeit für den Oscar nominiert. In die deutschen Kinos kam seinerzeit nur eine um 20 Minuten gekürzte Fassung. Wer den kompletten Film sehen möchte, ist auf DVDs und Blu-rays aus dem Ausland angewiesen.

Elliot der Drache
© 2017 Disney

Der Film hatte seinerzeit moderaten Erfolg im Kino und wurde – vor allem dank des netten Drachen Elliot – zu einem kleinen Disney-Klassiker. Daher wurde 2013 beschlossen eine Art Remake zu drehen. “Elliot, der Drache“ entstand in Neuseeland, ist kein Musical und der Drache wurde diesmal natürlich am Computer animiert und nicht von Hand gezeichnet.

Elliot der Drache
© 2017 Disney

Geblieben ist die Geschichte vom Jungen Pete, der sich mit dem Drachen Elliot angefreundet hat. Doch Pete ist diesmal kein Waisenkind, sondern ein kleiner Junge, der bei einem Autounfall in der Wildnis seine Eltern verloren hat und fortan in den Wäldern lebt. Jahre nach dem Unfall trifft Pete auf die Rangerin Grace, die versucht ihn wieder in die Zivilisation zurückzuführen. Dies klappt zunächst ganz gut, doch als Elliots Waldheimat abgeholzt werden soll, setzen sich der Junge und sein Drache zur Wehr…

Elliot. der Drache
© 2017 Disney

Während der Film von 1977 in Neuengland zu Beginn des letzten Jahrhunderts spielt, ist die Neuverfilmung in der Gegenwart angesiedelt. Die Besetzung ist auch diesmal prominent. Neben Bryce Dallas Howard, die es bereits in “Jurassic World“ mit Riesenechsen zu tun bekam, sind noch West Bentley (“Interstellar“), Karl Urban (“Star Trek Beyond“) und Robert Redford mit dabei.

Elliot der Drache
© 2017 Disney

Entstanden ist ein – im besten Sinne des Wortes – “Film für die ganze Familie“, der seine einer dezent ökologisch abgeschmeckte Geschichte spannend und auch lustig (aber nie albern) erzählt.

Elliot, der Drache
© 2017 Disney

Extras der Blu-ray: Audiokommentar von Regisseur/Autor David Lowery, Co-Autor Toby Halbrooks, sowie den jungen Darstellern Oakes Fegley und Oona Laurence (wie ale Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), “Notiz an mich: Das Tagebuch des Regisseurs“ (7:31 min), “Magie entsteht“ (2:12 min), Deleted Scenes und Outtakes mit Regisseur-Intro (9:12 min), Pannen vom Dreh (1:55 min), Musikvideo “Nobody Knows“ von The Lumineers (3:12 min) und “Something Wild“‘ von Lindsey Stirling (3:45 min), “Willkommen in Neuseeland“ (1:56 min)

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