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Batman: The Return of the Caped Crusaders

Außerhalb der mittlerweile auf knapp 30 Zeichentrickfilme angewachsenen Reihe “DC Universe Animated Movies“ entstand mit “Batman: The Return of the Caped Crusaders“ ein Animationsfilm, der auf der klassischen TV-Serie aus den 60er Jahren basiert. Als Synchronsprecher standen die Original-Darsteller Adam West, Burt Ward und Julie Newmar als Batman, Robin und Catwoman zur Verfügung.

Batman: The Return of the Caped Crusaders

Genau wie bereits in der 2016 gestarteten Comic-Reihe “Batman ‘66“ wird ungeniert und voller Enthusiasmus die Liebe zur legendären Trash-Serie zum Ausdruck gebracht. Wie schon im parallel zur Serie entstandenen Kinofilm “Batman hält die Welt im Atem“ fungieren  die “Fearsome Foursome“ als Gegner des dynamischen Duos. Doch so richtig bedrohlich sind Joker, Riddler, Penguin und Catwoman auch hier natürlich nicht.

Batman: The Return of the Caped Crusaders Batman: The Return of the Caped Crusaders

Dafür ist der Spaßfaktor beträchtlich und Fans der mittlerweile legendären TV-Serie werden ihre Freunde an zahlreichen Insider-Jokes haben und dem computeranimierten Batmobile haben. Besonders schön ist es, wenn im Nachspann Batman und Catwoman ziemlich entfesselt erst alleine und dann gemeinsam tanzen. Ein weiterer Batman-Trickfilm, in dem William Shatner Two-Face seine Stimme leiht, soll folgen.

Batman: The Return of the Caped Crusaders

Die britische Blu-ray von Warner enthält neben dem 76-minütigen Animationsfilm (zu dem es leider keine deutsche Tonspur gibt) noch die Specials “Those Dastardly Desperados“ und “A Classic Cadre of Voices“ über die Synchronsprecher (10:29 min + 10:01 min).

Batman: The Return of the Caped Crusaders

Außerdem liegen noch drei witzige Postkarten bei. In Deutschland erscheint der Film unter dem Originaltitel lediglich als DVD.

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Batman: Kampf um die Maske

Was passiert in Gotham City, wenn der Beschützer nicht mehr da ist? Was passiert mit dieser Stadt, den Gangstern, Kriminellen und mit der zurückgelassenen Schar von ehemaligen Verbündeten, wenn Batman eines Tages nicht mehr da ist? Diese Frage zu beantworten steht nun leider an, denn es ist genau das eingetreten: Batman ist nicht mehr da!

Batman: Kampf um die Maske

Und wie es für alle den Anschein hat, ist es nicht nur so, dass er nicht mehr da ist, sondern die Aussicht auf seine etwaige Rückkehr stehen auch denkbar schlecht, da er nach den Ereignissen von FINAL CRISIS auch als tot gilt. Was also passiert in Gotham City? Dieser Frage gehen in der vorliegenden Batman-Monster-Edition diverse Autoren in ihren Geschichten nach.

Batman: Kampf um die Maske

Eins scheint klar zu sein: In das entstandene Vakuum versuchen die unterschiedlichsten Kräfte und Interessen zu drängen, um für sich Vorteile zu verschaffen:

– Jason Todd versucht auf seine Art Batman zu sein,

– Man-Bat versucht Gutes zu tun,

– das von Batgirl (Cassandra Cain) gegründete „Netzwerk“ von Freunden und Verbündeten versucht die allgemeine Ordnung aufrecht zu halten,

– die aus dem zerstörten Arkham Asylum entflohenen Kriminellen (Mr. Freeze, Poison Ivy u.v.a.m) versuchen gegen Black Mask die Macht an sich zu reißen,

– und eine noch nicht näher bekannte Splittergruppe des Ordens von St. Dumas etabliert einen neuen Racheengel Azrael,

– und in den Tiefen des Arkham Asylum – da wo niemand sonst hinkommt, sucht Dr. Jeremiah Arkham (der Neffe von Amadeus Arkham) Trost bei seinen weggeschlossenen Fällen.

Batman: Kampf um die Maske

Sehr spannend und sehr unterhaltend. Dieser Monsterband reiht sich ganz gut in die augenblickliche monatliche Batman-Serie ein und ergänzt sehr gut die Storyline dort; kann aber auch eigenständig gelesen werden. Wir erfahren zum Beispiel sehr viel mehr über die Hintergründe der Versuche von Dr. Simon Hurt. Wer waren die drei Männer vom Gotham City Policedepartment die sich bereit erklärt hatten Batman zu ersetzen, sollte er eines Tages nicht mehr sein, einer von ihnen wird der neue Azrael. Wem Batman R.I.P. gefallen hat, der erfährt hier, wie es mit Batman – besser gesagt ohne Batman – weitergeht.

Norbert Elbers


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Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

1986 war es für DC an der Zeit Superman behutsam zu modernisieren. Diese Aufgabe übernahm der Zeichner und Autor John Byrne. In der sechsteiligen Reihe „Superman – The Man of Steel“ eliminierte er allerlei Dinge, die sich im Laufe der Jahrzehnte rund um den Mann aus Stahl formiert hatten, wie den Superhund Krypto oder den als Superboy tätigen jugendlichen Clark Kent. Ferner machte Byrne aus dem meist als verrückter Wissenschaftler auftretenden Schurken Lex Luthor einen Konzernchef, der dadurch noch sehr viel mehr Möglichkeiten hatte Böses zu tun.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Softcover-Cover

Kurz bevor Byrnes Superman-Relaunch in die Comicshops kam, wurde in den US-Heften “Superman # 23“ und “Action Comics # 583“ die Geschichte des “alten“ Supermans zu Ende erzählt. Für diese Aufgabe war eigentlich Superman-Erfinder Jerry Siegel vorgesehen. Als sich dies zerschlug kam Alan Moore zum Zuge. Der Schöpfer der “Watchmen“, der heute gar nicht mehr gut auf DC zu sprechen ist, ist ein glühender Fan von Superman und er erledigte – unterstützt vom Zeichner Curt Swain – die Aufgabe mit Bravour. Obwohl in seiner zweiteiligen Story “Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ allerlei liebgewonnene Figuren zu Tode kamen, gibt es für Clark Kent dennoch ein Happy End, schon dadurch, dass er sich komplett ins Privatleben zurückziehen kann.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Hardcover-Cover

Panini veröffentlicht „Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ in einem schön aufgemachten Sammelband, der mit “Die Grenze des Dschungels“ (hier trifft der Stählerne auf Swamp Thing) und “Das Geschenk“ (von “Watchmen“-Zeichner Dave Gibbons) noch zwei weitere von Alan Moore geschriebene Superman-Storys enthält.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?
Softcover-Cover

Auch bei Batman standen (mal wieder) allerlei Veränderungen an und zum neuen Mann unter der Fledermaus-Maske wurde Ende 2009 der alte Robin. Dieser Unfug wird sicher nicht von Dauer sein, doch war immerhin ein prima Vorwand um – genau wie einst 1986 den Briten Alan Moore . nun dessen Landsmann Neil Gaiman zu bitten eine finale Geschichte zum DC-Heroen zu erzählen.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?
Hardcover-Cover

Der Autor, der sich weitestgehend als Comictexter verabschiedet hat, konnte nicht widerstehen, denn er war schon immer ein glühender Fan von Batman. Gaiman erzählt in „Was wurde aus dem Dunklen Ritter?“ gleich ein knappes Dutzend völlig verschiedene Geschichten von Batmans Tod. Egal ob Catwoman, Robin, Superman, der Joker oder der Butler Alfred (der enthüllt, dass er eigentlich der Joker ist), alle erzählen ureigene sich widersprechende Geschichten von Batmans Tod.

Passend dazu variiert der Zeichner Andy Kubert auch die äußere Erscheinung von Batman. Dieser sieht mal wie einst bei Bob Kane aus und kurz danach wie bei Neal Adams, Frank Miller oder Kelley Jones.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Das Ende von Neil Gaimans Geschichte ist zugleich auch wieder ein Anfang, was gut dazu passt, dass jede Änderung am Batman-Mythos unweigerlich dazu führen wird, dass danach der Status Quo wieder hergestellt wird.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Auch die Veröffentlichung von „Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?“ hat Panini noch um weitere thematisch passende Geschichten vom selben Autor ergänzt. Besonders schön ist “Eine schwarzweiße Welt“ in der Gaiman und der Zeichner Simon Bisley eine Backstage-Welt zeigen in der Batman und der Joker sich hinter der Comic-Bühne in der Garderobe darüber streiten wer die besseren Auftritte und Texte hat.


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Bat-Manga!: The Secret History of Batman in Japan

Als sich 1966 abzeichnete, dass die (etwas alberne) TV-Serie mit Adam West auch in Japan zu einem großen Erfolg werden würde, hielten es die Herausgeber von Shonen King für eine gute Idee einen Batman-Comic in ihrem Manga-Magazin zu veröffentlichen. Die Übernahme von US-Material kam nicht in Frage und daher wurde der Zeichner Jiro Kuwata beauftragt eine eigene Version von Batman anzufertigen.

Bat-Manga!: The Secret History of Batman in Japan

Kuwata, der sich zuvor nie mit US-Comics beschäftigt hatte und daher einige wenige amerikanische Batman-Hefte als Anschauungsmaterial erhielt, wollte seinen Batman zunächst in einer Mischung aus Manga und US-Superheldencomic realisieren. Aus Zeitdruck griff er dann jedoch zum gewohnten großäugigen japanischen Zeichenstil, was zu höchst charmanten Resultaten führte.

Bat-Manga!: The Secret History of Batman in Japan

Ein ähnlich großer Erfolg wie die TV-Serie mit Adam West wurde der nur knapp ein Jahr laufende Bat-Manga jedoch nicht und es gab keine Zweitverwertung außerhalb des Shonen-King-Magazins. Als David Mazzuchelli, der Zeichner des Frank-Miller-Comics „Batman: Year One“ bei einem Besuch in Japan von der Existenz des auch dort in Vergessenheit geratenen Bat-Mangas erfuhr, teilte er dies seinem Freund dem Grafikdesigner Chipp Kidd mit. Dieser war schon etliche Male durch die ebenso einfalls- wie einflussreichen Layouts seiner Bücher zu Comicfiguren wie den Peanuts, Plastic Men oder eben auch Batman aufgefallen.

Bat-Manga!: The Secret History of Batman in Japan

Beim Sammelband „Bat-Manga!: The Secret History of Batman in Japan“ beschränkte sich Kidd nicht darauf die Serie rekonstruiert, übersetzt, maschinengelettert und auf bräunlich schimmernden Papier in japanischer Leserichtung zum Abdruck zu bringen.

Bat-Manga!: The Secret History of Batman in Japan

Das Buch, von dem es auch noch eine erweiterte Hardcover-Edition gibt, wird garniert mit allerlei Abbildungen von merkwürdigen Titelbildern oder skurrilen japanischen Spielzeugen wie einem Batman-Blech-Maschinengewehr, das nicht wirklich zum Fledermaus-Mann passt. der (aus bitterer Jugenderfahrung) niemals zur Schußwaffe greift.


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Robin: Der Sohn des Dunklen Ritters

Schon der Anfang ist grandios: “Was sollen wir hier, Fatzke?” So spricht Damaian zu Beginn in einer ausweglosen Situation zu seinem Widersacher. Damit ist dem Autor auch schon eine treffende Charakterisierung des letzten Robins gelungen und zeigt, in welche Richtung es geht.

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Softcover-Cover

Damian Wayne war tot. Er, der leibliche Sohn von Bruce Wayne und Talia al Ghul starb einen gewaltsamen Tod durch seinen eigenen Klon-Bruder Heretic beim Kampf gegen die Verbrecherorganisation Leviathan. Aber nun ist er zurück. In Rückblicken wird von seiner Ausbildung durch Talia und der Mordliga zum Killer berichtet.

Robin: Der Sohn des Dunklen Ritters

Im Jahr des Blutes – eine einjährige Abschlussprüfung – richtete er damals (es nicht besser wissend) allerlei Unheil an. Aber nun als Sohn von Bruce Wayne hat er erkannt, dass dies falsch war. Und er versucht, den angerichteten Schaden wieder gut zu machen. Nun bereist er als Robin die ganze Welt, um für seine Sünden Buße zu tun. Er braucht einen Neuanfang. Es geht um die Aufarbeitung und Wandlung von einem al Ghul zu einem Wayne. Er selbst hat für sich das Jahr der Sühne ausgerufen.

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Variant-Cover

Nicht ganz unintelligent bereitet Gleason (Autor und Zeichner in Personalunion) dem Leser hier eine spannende Geschichte. Es gelingt ihm allerbeste Unterhaltung auf allerhöchstem Comic-Niveau zu präsentieren: Geschliffene Dialoge, präzise Charakterisierungen, actiongeladene Szenen, emotionale Momente und sprudelnder Ideenreichtum. Er legt eine gefühlvolle Geschichte hin, die ebenfalls auch durch bewegende, überraschende und neue Momente überzeugen kann.

Norbert Elbers

Robin: Der Sohn des Dunklen Ritters 01: Das Jahr des Blutes; Enthält: “Robin: Son of Batman“ #1 bis #6 (August 2015 – Januar 2016), “US- Convergence: New Teen Titans” #2 (II) (Juli 2015); Text und Zeichnungen: Patrick Gleason; Tusche: Mick Gray; Kolorierung: John Kalisz; Aus dem Amerikanischen von Marc Schmitz; Prestige; Softcover: € 16,99; Softcover variant: € 20,00; 156 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Cover: Patrick Gleason

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Batman: Der letzte Kreuzzug

14 Jahre nach “The Dark Knight Strikes Back“ kehrt Frank Miller zu Batman zurück. Gemeinsam mit dem als Co-Autor fungierenden Brian Azzarello (“100 Bullets“, “Before Watchmen“) hat er nicht nur die eher monumentale, auf 9 Hefte angelegte, Serie “The Dark Knight III: The Master Race“ geschrieben, sondern auch noch ein Prequel zu seinem Meilenstein “The Dark Knight Returns“.

Batman: Der letzte Kreuzzu

Auch durch den daran beteiligten Zeichner ist dieser Comic eine kleine Sensation. Der zuvor meist für Marvel tätige John Romita Jr. erregte zuvor schon viel Aufmerksamkeit, als er die von Geoff Johns geschriebene Superman-Miniserie “Men of Tomorrow“ in Szene setzte.

Batman: Der letzte Kreuzzu

Romita Jr. hat Batman zwar bereits in einem Crossover mit dem Punisher gezeichnet, doch in “The Dark Knight Returns: The Last Crusade“ taucht er voll ins DC-Universum ein. Die Geschichte von Miller und Azzarello schildert, wie Batman mit dem Ruhestand hadert und sich eine gemeinsame Zukunft mit Selina Kyle alias Catwoman durchaus vorstellen kann, zumal ihre Beziehung mittlerweile nicht mehr nur platonischer Natur ist.

Batman: Der letzte Kreuzzu

Für Batman kommt es jedoch leider nicht in Frage das Fledermaus-Kostüm an den zweiten Robin Jason Todd zu übergeben, denn dieser agiert bei den nächtlichen Einsätzen oftmals übertrieben brutal. Batman denkt daran “in Rente zu gehen und ihn von der Höhle aus“ anzuleiten. Doch aus dieser “Batman Beyond“-Lösung wird (zumindest im Bezug auf Jason Todd) nichts, denn der Joker hat auch noch mehr als ein Wörtchen mitzureden…

Batman: Der letzte Kreuzzu

Was Miller und Azzarello hier auf 57 Seiten erzählen, ist weniger eine in sich abgeschlossene Story, sondern vielmehr ein Jonglieren mit aus anderen Batman-Geschichten bekannten Situationen und Figurenkonstellationen. Über alle Zweifel erhaben ist jedoch das Artwork von Romita Jr.  Seine klaren, zugleich aber auch sehr detailreichen, Bilder bestätigen einmal mehr, dass hier der – meiner Meinung nach – immer noch beste Zeichner von Superhelden-Geschichten am Werke war.

Batman: Der letzte Kreuzzu

Panini Deutschland hat “Batman: Der letzte Kreuzzug” auch mit einem alternativen Cover von Lee Bermejo und 27 weiteren „Comic-Shop-Variants“ veröffentlicht.

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Justice League vs. Teen Titans

Im Zentrum vom 25. Film aus der Reihe “DC Universe Animated Movies“ steht wie zuvor schon bei “Son of Batman“, “Batman vs. Robin“ und “Batman: Bad Blood“ Damian, der Sohn von Bruce Wayne und Ra‘s al Ghuls Tochter Talia. Dieser steckt im Kostüm von Robin und er hat große Probleme damit Befehle seines Vaters Batman entgegenzunehmen.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Am Anfang der Geschichte von “Justice League vs. Teen Titans“ agiert Robin bei einem Einsatz der aus Batman, Superman, Wonder Woman, Flash und Cyborg bestehenden Justice League eigenmächtig. Dies sorgt für Verärgerung und Robin wird zu den Teen Titans geschickt, um dort Teamwork zu lernen. Es fällt ihm nicht leicht mit Individuen wie Beast Boy, Blue Beetle und Starfire klar zu kommen.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Doch nachdem er sich mit dem Team-Mitglied Raven anfreundet, deren Vater Trigon im wahrsten Sinne des Wortes ein Teufel ist und die Erde zerstören will, erscheinen Damian seine Probleme mit Batman doch nicht mehr ganz so unüberwindbar. Dennoch kommt es zu einem Konflikt zwischen den Teen Titans und der Justice League, der ausgetragen werden muss, bevor gegen Trigon vorgegangen werden kann.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Die Teen Titans gastierten bisher noch nicht in den DC Universe Animated Movies, doch das 1964 erstmals im Comic aufgetretene Team von jugendlichen Superhelden-Sidekicks steht im Zentrum einer bis heute erfolgreich laufenden Zeichentrickserie. “Justice League vs. Teen Titans“ lässt sich jedoch etwas mehr Zeit als die Serie “Teen Titans Go!“ um recht sensibel von den gar nicht so außergewöhnlichen Problemen einiger heranwachsender Superhelden zu erzählen. Natürlich kommt dabei auch die Action nicht zu kurz.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Es ist zu hoffen, dass es Warners Realfilmen mit DC-Superhelden gelingt, das Niveau dieser Reihe von Zeichentrickfilmen zu erreichen, innerhalb der demnächst eine Adaption des Comic-Klassikers “Batman: The Killing Joke“ von Alan Moore und Brian Bolland erscheint.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

In Großbritannien wird die (eine deutsche Tonspur enthaltende Blu-ray von “Justice League vs. Teen Titans“ auch mit einer exklusiven Robin-Figur von Schleich angeboten. Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 79-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Heranwachsen zum Titan“ (23:46 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “Helden und Schurken: Raven“ (6:05 min); “Helden und Schurken: Trigon“ (5:17 min); “Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons: “Batman: The Brave and the Bold: Sidekicks Assemble!“ und “Teen Titans: The Prophecy“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Batman – The Killing Joke“ (10:15 min)

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Batman: Bad Blood

Beim 24. Film aus der Reihe “DC Universe Animated Movies“ handelt es sich um eine Fortsetzung von “Son of Batman“ und “Batman vs. Robin“. Auch hier steckt Damian, der Sohn von Bruce Wayne und Ra‘s al Ghuls Tochter Talia, im Kostüm von Robin. Er wird mit dem Verschwinden seines Vaters konfrontiert und hat große Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass jetzt sein Robin-Vorgänger Dick Grayson alias Nightwing das Batman-Kostüm trägt.

Batman: Bad Blood
© DC / Warner Bros. Entertainment

Doch damit nicht genug, denn an der Suche nach Bruce Wayne beteiligen sich auch noch Luke, der Sohn von Lucius Fox, der die Hightech-Rüstung von Batwing trägt, sowie Kate Kane alias Batwoman. Einmal mehr zeigt sich hier, dass die Serie von DC-Zeichentrickfilmen nicht nur für die ganz kleinen Zuschauer konzipiert ist, denn ein Thema innerhalb der vor Familien-Konflikten nur so strotzenden Handlung von “Batman: Bad Blood“ ist die Homosexualität von Kate Kane, die in einer Szene mit der Polizistin Renee Montoya anbändelt. Letztere hatte ihr Coming Out innerhalb der sehr empfehlenswerten Comic-Reihe “Gotham Central“.

Batman: Bad Blood
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“Batman: Bad Blood“ gehört vielleicht nicht zu den absoluten Höhepunkten unter den “DC Universe Animated Movies“, was auch daran liegen kann, dass diesmal keine zuvor im Comic erschienene Geschichte adaptiert wurde. Doch auch für diesen Film spricht, mit welcher Ernsthaftigkeit und technischen Raffinesse hier im klassischen Zeichentrick-Stil eine vielschichtige Story aus dem mit zahllosen interessanten Charakteren bevölkerten DC-Universum erzählt wird. Es ist zu hoffen, dass die DC-Realfilm-Reihe auch einmal das Niveau der Zeichentrick-Reihe erreicht.

Batman: Bad Blood
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Bei Amazon wird die Blu-ray von “Batman: Bad Blood“ auch mit einer exklusiven Nightwing-Figur von Schleich angeboten. Demnächst stehen bei den “DC Universe Animated Movies“ mit der neu konzipierten Geschichte „Justice League vs. Teen Titans“ und mit „Batman: The Killing Joke“ die Adaption eines Comic-Klassikers von Alan Moore und Brian Bolland an!

Batman: Bad Blood
© DC / Warner Bros. Entertainment

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 73-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Die Entstehung des Kampfes in Gotham“ (26:26 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), “Die Verbündeten von Batman“ (14:03 min), „Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons: “Batman: The Brave and the Bold: The Knights of Tomorrow“ und “Batman: The Brave and the Bold: The Criss Cross Conspiracy“, sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Justice League vs. Teen Titans“ (11:31 min)

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Batman: Under the Red Hood

1983 trat an der Seite von Batman ein gewisser Jason Todd die Nachfolge von Dick Grayson – der inzwischen als Nightwing flügge geworden ist – als Boy Wonder Robin an. Doch dieser Charakter war nicht allzu beliebt bei den Comicfans und daher startete DC 1989 als Abschluss der Storyline „A Death in the Family“ einen großen Marketing-Coup. Die Leserschaft konnte per Telefon-Abstimmung entscheiden, ob Jason Todd alias Robin II einen mörderischen Angriff des Jokers überleben würde oder nicht. Dabei verlor der Wunderknabe 5343 : 5271 und somit sein Leben.

Batman: Under the Red Hood
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Doch im Superhelden-Comic stirbt nur selten jemand endgültig und so lag der Verdacht nahe, dass es sich bei einem reichlich brutalen Rächer mit roter Gesichtshaube der Gotham unsicher machte möglicherweise um Jason Todd handeln könnte. Beim ersten Auftritt der Comic-Figur “Red Hood“ im Jahre 1951 steckte übrigens der Joker unter der Maske.

Batman: Under the Red Hood

Judd Winick, der Autor, der sich ab Februar 2005 auf 13 Batman-Hefte verteilenden Storyline “Under the Red Hood“ schrieb unter diesem Titel auch das Drehbuch zum – nach „Superman: Doomsday„, „Justice League: The New Frontier„, „Batman: Gotham Knight„, „Wonder Woman„, „Green Lantern: First Flight„, „Superman/Batman: Public Enemies“ und „Justice League: Crisis on Two Earths„- achten “DC Universe Animated Original Movie“, das bei uns nicht völlig zu Unrecht eine FSK16-Freigabe bekam.

Batman: Under the Red Hood
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Die Geschichte, die der ebenso klassisch wie brillant animierte Film erzählt, ist in der Tat recht brutal und erwachsen. Einmal mehr wird die Frage aufgeworfen, warum Batman Kriminelle wie den Joker nicht einfach umbringt, sondern diese in Arkham Asylum abgibt, damit sie danach wieder ausbrechen und weitere unschuldige Bürger ermorden können. Doch gerade in den USA ist ein Held wie Batman mehr als wichtig, denn er verzichtet auf Schusswaffen und glaubt zwar daran Kriminelle in Angst und Schrecken zu versetzen, jedoch nicht an die Todesstrafe.

Batman: Under the Red Hood
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Bei uns erscheint “Batman: Under the Red Hood“ als spärlich ausgestattete Einzel-DVD und als “2-Disc Special Edition“ sowie als Blu-ray mit allerlei interessanten zusätzlichen Extras.

Bonusmaterial: „Robin: Die Geschichte von Dick Grayson“ (24:13 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; „Robins Requiem: Die Geschichte von Jason Todd“ (20:58 min); DC Showcase Kurzfilm: „Jonah Hex“ (11:53 min); Bruce Timm präsentiert vier 22-minütige Episoden aus „Batman: The Animated Series“: „Robins Reckoning – Part 1 + 2“, „Mad Love“ und „The Laughing Fish“, ohne deutsche Tonspur; Vorschau auf den nächsten DC-Trickfilm „Superman / Batman: Apocalypse“ (12:12 min)

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Batman: The Animated Series

Bei der später auch „Batman Adventures“ genannten 1992 gestarteten Zeichentrickreihe „Batman: The Animated Series“ handelte es sich um die besten jemals fürs Fernsehen produzierten Trickfilme (okay, wenn man die „Simpsons“ ignoriert).

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Während die Superhelden-Trickfilme (etwa die bei Hanna Barbera hergestellten „Super Friends“ bei denen Batman auch auftrat) zuvor immer sehr limitierte Versionen ihrer Comic-Brüder darstellten, schuf Bruce Timm ein Design, das die besten Elemente von Frank Millers Comic „The Dark Knight Returns“ und Tim Burtons „Batman„-Filmen  übernahm. Timm und sein Team machten aus der Not (niedriges Budget) eine Tugend (starke Stilisierung).

Batman Animated
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Natürlich ist „Batman: The Animated Series“ undenkbar ohne die Vorarbeiten von Miller und Burton, aber der damals 30-jährige Bruce Timm, der zuvor an Steven Spielbergs „Tiny Toons Adventures“ sowie an Trickfilm-Versionen zu „Flash Gordon“ und „The Lone Ranger“ arbeitete, machte sofort deutlich, dass er kein Interesse an einer bloßen Kopie der beiden erfolgreichen Batman-Kinofilme hatte. Er wollte seine ganz eigene Version schaffen. Trotzdem war er froh, dass Miller und Burton die dunklen Elemente der Figur auch einem, an Tiny Toons Adventures alberner Batman-TV-Serie geschulten, Publikum vermittelten.

Batman Animated
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Gemeinsam mit Eric Radomski, der für „Tiny Toons Adventures“ die Hintergrund-Zeichnungen anfertigte, schuf er in 1 ½ Monaten einen einminütigen Promo-Film, der später auch als Vorlage für die beeindruckende Vorspann-Sequenz diente. Zur eigenen Überraschung wurden Timm und Radomski daraufhin als Produzenten der Serie angeheuert. Zunächst dachten sie, man erwartete von ihnen nur das Design, doch plötzlich waren sie für die komplette Serie zuständig.

Batman Animated
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Dies war ungewöhnlich, denn TV-Trickfilme wurden ansonsten eher wie bebildertes Radio behandelt, mit großer Sorgfalt bei der Auswahl der Sprecher und bei der Erstellung der Playback-Aufnahmen und mit einer furchtbaren Knickerigkeit bei der tricktechnischen Umsetzung. So kommt meist nur eine limitierte Animation zum Zuge, die mehr an Legetrick als an Walt Disney erinnert. Von Menschen wie Timm und Radomski, die in erster Linie optisch denken, waren nun ganz andere Resultate zu erwarten. So fertigte Radomski die Hintergrundzeichnungen meist mit Airbrush auf schwarzen Karton an und schuf dadurch nicht nur einen beeindruckenden düsteren Stil, sondern sparte auch eine ganze Menge Zeit und schwarze Farbe.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Der Look von Batman Adventures war eher am Art Deco-Stil der dreißiger und vierziger Jahre orientiert und weniger an Tim Burtons Film-Vorgaben. Daher nannten die Macher ihren neuen Stil “Dark Deco“. Dieser eigene Ansatz machte den Warner Brothers ein wenig Angst. Sicherheitshalber ließen sie daher die Entwürfe für die Trickserie von Burton noch einmal durchsehen. Doch da dieser auch schon an Zeichentrickfilmen gearbeitet hatte, brachte er durchaus Verständnis dafür auf, dass ein Trickfilm-Batmobile über weniger Details verfügte als ein durchgestyltes Modell für ein Multi-Millionen-Dollar-Film, schon um den Trickfilm-Zeichnern die Arbeit zu erleichtern. Außerdem ist ein kreativer Mensch wie Burton natürlich auch tolerant genug anderen Künstlern ihre eigene Vision zuzugestehen.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Trotzdem verdankt Batman Adventures den beiden Burton-Filmen eine ganze Menge, so z. B. das Design des Pinguins oder von Catwoman und auch diverse Häppchen aus Danny Elfmans Soundtrack wurden immer mal wieder gerne eingespielt. Trotzdem ging die Serie ihren ganz eigenen Weg und war in einem stilvollen Gotham angesiedelt, in dem es noch keine Farbfernsehgeräte und kaum Computer gibt.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Bei jeder 22-minütigen Batman Animated-Episode handelt es sich um ein kleines Trickfilm-Juwel, das sehr liebevoll gestaltet wurde. Angefangen beim immer wieder gern gesehenen markanten Vorspann und der danach folgenden stimmungsvollen Titel-Illustration. Danach fand jedoch jede Episode ihren individuellen Rythmus und auch immer mal wieder einen ganz eigenen Zugang zur Batman-Legende. Das ging auch schon einmal so weit, dass einige Kinder in der gleichnamigen Episode “I´ve got Batman in my Basement“ behaupten konnten und dann dem „Dunklen Ritter“ gegen den Pinguin helfen mussten. Sinnigerweise hieß diese Folge bei uns „Batman und die Detektive“.

Batman Animated
© DC / Warner Bros. Entertainment

Meisterliche Folgen wie “P.O.V.“ (eine an den japanischen Film “Rashomon“ erinnernde Story, in der die Cops Bullock und Montoya, sowie ein weiterer Kollege komplett verschiedene Versionen des selben Erlebnisses erzählen) oder „Perchance to Dream“ (Bruce Wayne erwacht in einer Welt in der seine Eltern noch leben und er mit Selina Kyle alias Catwoman verlobt ist, natürlich steckt ein Superschurke, in diesem Fall der Mad Hatter dahinter) entschädigen für die ganz wenigen konventionellen Episoden mehr als reichlich.

Harley Quinn
© DC / Warner Bros. Entertainment

Mit der Joker-Freundin Harley Quinn gelang dem Autor Paul Dini innerhalb der Serie auch eine unübersehbare Erweiterung des Batman-Universums. Diese erstmals im TV-Trickfilm aufgetretene Figur wurde zunächst von Dini und Bruce Timm in der preisgekrönten Erzählung “Mad Love“ in die Comicwelt eingeführt und hier zugleich die durchaus auch tragische Geschichte der jungen Psychologin Harley Quinn erzählt, die sich rettungslos in den Joker verliebt. Mittlerweile gibt es auch “realistischer“ gestaltete Comic Versionen der Figuren wie z. B. in der viel beachteten Batman-Miniserie “Hush“ von Jim Lee und Jeph Loeb.

Harley Quinn
© DC / Warner Bros. Entertainment

Ein großes Problem, das „Batman: The Animated Series“ garantiert nicht nur Nachteile bescherte, waren die “Broadcasting Standarts & Practice“ genannten freiwilligen Selbstzensur-Regeln des US-Fernsehens. Durch diese Produktions-Richtlinien sollten Werbekunden und Moralverbände vorab in Sicherheit gewogen werden.

Batman Animated
DAS ALLES IST VERBOTEN! – © DC / Warner Bros. Entertainment

Nun war es allerdings nicht so, dass überhaupt keine Brutalitäten erlaubt waren, sondern diese hatten in etwas seltsam geregelten Bahnen zu verlaufen. So war es in einer hauptsächlich für Kinder produzierten Vormittagsserie zwar nicht erlaubt Pistolen einzusetzen. Maschinengewehre hingegen, zu denen Kiddies anscheinend nicht so leicht Zugriff haben, durften jedoch problemlos eingesetzt werden. Getötet werden durfte allerdings auch mit diesen Maschinengewehren nicht. Wenn etwa ein Gangster von einem Hausdach stürzt, hat er in einem Tümpel zu landen oder es muss ganz deutlich gezeigt werden, dass er noch atmet.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Gerade der „Story Editor“ Paul Dini musste oft die seltsamsten Kompromisse eingehen, etwa wenn es nicht erlaubt war, dass eine Frau einer Anderen ins Gesicht schlägt. Stattdessen „durfte“ sie aber durchaus ihre Kontrahentin treten und an den Haaren ziehen. Manchmal jedoch, genau wie in den elegantesten Lubitsch-Komödien, trieben die Zensoren die Kreativen zu Höchstleistungen an, die sonst gar nicht angestrebt worden wären.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

 

Ein solcher Moment ist zum Beispiel der Tod von Robins Eltern im Zweiteiler „Robins Reckoning“. Anstatt exakt zu zeigen, wie die Trapez-Artisten „The Flying Graysons“, also Robins Eltern über der Zirkus-Manege abstürzen, zeigt uns der Film nur ein zurückschwingendes durchgeschnittenes Seil. Anschließend ist dann lediglich ein entsetzt guckender Bruce Wayne zu sehen. Die Reaktionen des übrigen Publikums mussten im Schatten bleiben, um die Kinderchen nicht allzu betroffen zu machen.

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KEVEN CONROY – © DC / Warner Bros. Entertainment

Neben dem hohen tricktechnischen Niveau wurde auch bei der Besetzung der Sprecher nicht gespart und meist bekannte und erfahrene Schauspieler verpflichtet. Besonders viel Lob erhielt, neben Kevin Conroys Batman-Stimme, der ansonsten eher glücklose Luke Skywalker Mark Hamill für seine ausgelassenen akustischen Darbietungen als Joker.

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MARK HAMILL – © DC / Warner Bros. Entertainment

Adrienne Barbeau, die Ex-Gemahlin von John Carpenter und das Objekt der Begierde in Wes Cravens „Swamp Thing“, sprach Catwoman. Roddy McDowall aus „Uhrwerk Orange“ lieh dem Mad Hatter seine Stimme. Shakespeare- unds  Genre Veteran David Warner(„Das Omen“, „Scream II“) gab den Ra´s Al Ghul, Ron Perlman („Hellboy“) war Clayface, Richard Moll sprach Two-Face, Paul Williams den Pinguin und John Glover („Smallv ille“) den Riddler. Auch die restliche Besetzung reichte zwar nicht ganz an das Protz-Casting der Batman-Spielfilme heran, aber Namen wie Kate Mulgrew (aus „Star Trek – Voyager“ als Red Claw), Heather Locklear, Ed Begley Jr., Diana Muldaur, Thomas Wilson (Biff aus „Zurück in die Zukunft“), Treat Williams („Hair“, „The Phantom“) , Marilu Henner, Helen Slater („Supergirl“), Michael York, Paul Winfield, Tim Matheson („Das turbogeile Gummiboot“) oder George Dzundza hat jeder am Film oder Fernsehen Interessierte garantiert schon einmal gehört.

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ADAM WEST – © DC / Warner Bros. Entertainment

Übrigens gab es innerhalb der Trickfilm-Reihe, die es auf 94 Episoden brachte, auch ein kleines Comeback für den TV-Batman Adam West. Er sprach in der Folge “Beware the Gray Ghost“ einen Serial-Helden dessen “Gray Ghost“-Filmreihe gerade in jenem Kino lief, aus dem der junge Bruce Wayne mit seinen Eltern kam, kurz bevor diese ermordet wurden. Später wurde diese Figur (und nicht wie ansonsten Zorro) zum Vorbild für Batman. Somit bekam West doch noch ein kleines Comeback, auch wenn er sich seinerzeit wirklich ernsthafte Hoffnungen auf die Titelrolle in Burtons „Batman“ machte.

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© MAD / DC / Warner Bros. Entertainment

Die Serie startete im Herbst 1992 mit einer Episode zum Appetit anregen während der Prime Time und lief dann immer am Sonntagnachmittag um auch ein etwas älteres Publikum zu erreichen. Ein sicheres Indiz für den Erfolg waren weniger die Emmy-Prämierungen für die beste TV-Zeichentrickserie und die besten Zeichentrick-Drehbücher, sondern sehr viel stärker die Tatsache, dass bereits 1993 im Satiremagazin MAD unter dem Titel „Batsman: The Anemic Series“ eine Parodie erschien. Ein weiterer Grund für den Erfolg der Serie könnte auch noch sein, daß hier, ganz im Gegensatz zu den auf schier endlose Crossovers setzenden Comichefte, abgeschlossene und pointierte Geschichten erzählt werden.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Als erste größere Auskopplung zur erfolgreichen Zeichentrickserie produzierten Burnett, Radomski und Timm 1993 „Batman: The Mask of the Phantasm“ (bei uns als “Batman und das Phantom“ als Widescreen-Video bei Warner erschienen). Ursprünglich war dieser 80-minütige Film für den „Direct to Video“-Markt vorgesehen. Doch Warner Brothers waren von der Qualität der Vorarbeiten so angetan, daß sie beschlossen das Werk zuerst auch noch in die Kinos zu bringen.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

„The Mask of the Phantasm“ beschäftigt sich ungewöhnlich ausgiebig mit Bruce Wayne. Eingebettet in eine wirklich ergreifende Liebesgeschichte wird erzählt, wie Bruce Wayne zunächst einmal recht erfolglos auf Verbrecherjagd geht, weil er sich nur ziemlich unspektakulär maskiert. Erst das furchteinflößende Batman-Outfit schafft Abhilfe.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Positiv ist nicht nur dass dieser Film es den Schöpfern der Serie erlaubt auch einmal eine etwas epischere Geschichte zu erzählen, sondern dass es auch durchaus einmal ein wenig härter zugehen darf als unter den starren Vorzensur-Richtlinien des US-Fernsehens. So kommen in „The Mask of the Phantasm“ einige üble Gangster tatsächlich zu Tode, natürlich nicht durch Batman, sondern eher durch das mysteriöse Phantom und den mal wieder herrlich durchgeknallten Joker. Auch das bittersüsse Ende der Love-Story macht diesen schönen Film für ein etwas erwachseneres Publikum durchaus interessant.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Im Zuge des Kinofilms „Batman & Robin“ entstand dann noch ein weiterer längerer Zeichentrickfilm, in dem es natürlich auch um Mr. Freeze geht. „Batman – Subzero“ schaffte es allerdings diesmal nur bis in die Videotheken, feierte als Kaufvideo mit über acht Millionen verkauften Exemplaren jedoch wahre Triumphe. Der Film beginnt in der Arktis und zeigt in gelungenen Einstellungen, wie Mr. Freeze gemeinsam mit zwei Eisbären zwischen den Eismassen herumschwimmt. Gleichzeitig nähert sich ein Forschungs-U-Boot, das nun ausgerechnet in Mr Freezes Höhle auftauchen muss.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Dabei wird der Behälter zerstört, in dem Mr. Freeze seine verstorbene konservierte Frau aufbewahrt, in der Hoffnung ein Gegenmittel zu finden. Freeze friert nun aus Rache die komplette Besatzung einfach ein und begibt sich mit seinen beiden Eisbären direkt nach Gotham City. Dort lässt er seine Frau von einem bankrotten Arzt untersuchen, der herausfindet, dass zu ihrer Rettung dringend ein Organspender benötigt wird. Hierfür kommen nur sehr wenige Personen in Frage. Freeze entscheidet sich ausgerechnet für Barbara Gordon alias Batgirl.

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Im Gegensatz zum sehr viel atmosphärischeren und düster-ergreifenden Zeichentrickfilm “Batman: The Mask of the Phantasm“ konzentriert sich Subzero nicht allzu sehr auf Batman oder Bruce Wayne. Robin und Batgirl sind gleichberechtigte Handlungsträger. Da der Film ohnehin nur 67 Minuten lang ist, bleibt dadurch für eine Vertiefung der Charaktere nur sehr wenig Zeit. Auch Mr. Freeze ist diesmal eher ein Störenfried, genau wie Schwarzeneggers Filmversion in Batman und Robin, und sehr viel weniger als sonst ein tragisch-gebrochener Charakter. Die Handlung setzt sehr viel stärker auf Action. Das ist zwar etwas bedauerlich, aber immerhin sind die teilweise am Computer erzeugten Verfolgungsjagden recht gelungen animiert.

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Übrigens war “Sub-Zero“ auch zugleich der letzte Auftritt des „alten“ TV-Batmans. Ende 1998 startete in den USA die letzte Batman Adventures-Staffel mit 14 Episoden. Darunter befinden sich absolute Highlights, wie eine Cartoon-Adaption des Comics “Mad Love“ und eine Episode (“Old Wounds“), die zeigt wie Dick Grayson zu Nightwing wird. Sehr interessant ist auch die Episode “Legends of the Dark Knight“. Hierfür wurden Teile im Look der Fünfziger Jahre-Comics und Teile im Stile von Frank Millers „The Dark Knight Returns“ animiert.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Nach dem Erfolg der neuen „Superman“-Trickfilm-Reihe, wurde Batman mit neuem Outfit (noch düsterer, ganz ohne Gelbtöne) und neuem Robin (einem Teenager namens Tim Drake) ausgestattet. Batgirl wurde stärker eingespannt, alles wurde den Schumacher-Filmen angepasst und daher poppig-bunter. Den Auftakt bildete der Dreiteiler „World´s Finest“ innerhalb der Superman -Trickfilmreihe. Hierin reist Bruce Wayne nach Metropolis, verknallt sich in Lois Lane und kommt nicht gerade super mit dem Stählernen klar, obwohl sie beide gemeinsam gegen Lex Luthor und dem Joker antreten müssen.

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Auch ansonsten ist die Superman-Zeichentrickreihe für Batman-Fans durchaus interessant. So gibt es eine Episode in der Superman den vermissten Batman ersetzten muss und es ihm gar nicht so leicht fällt den knallharten nächtlichen Ritter zu geben. Sehr empfehenswert ist auch die Trickfilm-Serie „Justice League“.

BATMAN BEYOND
BATMAN BEYOND – © DC / Warner Bros. Entertainment

Neben der neugestylten Trickserie gab es aber auch noch eine zweite Trickserie namens “Batman Beyond“ (“Batman of the Future“). Hier ist ein gewisser 17-jähriger Terry McGavin der Batman des nächsten Jahrtausends. Nachdem sein Vater ermordet wurde, findet er im mittlerweile steinalten Bruce Wayne einen Mentor und sorgt nun im futuristischen Gotham für Ordnung. Mit dieser jugendlichen Figur wurde versucht ein wenig im Spiderman-Terrain zu wildern. Doch das ist eine andere Geschichte.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Der animierte Batman im Bruce Timm-Style hatte seinen letzten Auftritt (wenn von den „JLA“-Serien abgesehen wird) in dem ganz gelungenen direkt für den DVD-Markt angefertigten Zeichentrickfilm “Mystery of the Batwoman“, der bei uns unter dem Titel “Batman – Rätsel um Batwoman“ erschien.

Interessant sind auch die von Bruce Timm direkt für den DVD-Markt produzierten Filme der Reihe “DC Universe Animated Original Movies“  wie „Superman Doomsday„, “Justice League: The New Frontier“ oder „Batman: Gotham Knight„.

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