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Midway – Für die Freiheit

Roland Emmerich (Independent Day, White House Down) plante bereits seit über 20 Jahren einen Film über die für den Ausgang des Zweiten Weltkriegs entscheidende Schlacht um Midway. Im Gegensatz zu Michael Bay, der 2001 mit Pearl Harbor vor dem Hintergrund des ersten japanischen Angriffs auf die USA ein Melodram drehte, wollte Emmerich sich an tatsächlichen Ereignissen orientieren.

Midway - Für die Freiheit

Doch bereits 1976 entstand mit Schlacht um Midway ein beeindruckender Film über die Kämpfe im Pazifik, der sogar in Japan zum Hit wurde. Beeindruckend war nicht nur die Star-Besetzung mit Henry Fonda, Charlton Heston, James Coburn, Robert Mitchum, Robert Wagner und Glenn Ford, die teilweise noch selbst an den Fronten des Zweiten Weltkriegs gedient hatten. Mit der Zwangsinternierung von aus Japan stammenden US-Bürgern wurde ein düsteres Kapitel des Krieges angesprochen und anstelle von Trickeffekten kamen oft echte Aufnahmen aus dem Krieg zum Einsatz, was erstaunlich gut funktionierte.

Midway - Für die Freiheit

Auch Emmerichs Film ist mit Dennis Quaid, Aaron Eckhart und Woody Harrelson auf der Kommando-Ebene recht prominent besetzt. Doch die Darsteller der Frontkämpfer verblassen dagegen und schaffen es kaum Interesse am Schicksal ihrer Charaktere zu erwecken. Hinzu kommen noch Spezialeffekte, die allzu künstlich wirken und nicht wirklich vermitteln, was es bedeutet im Kampfeinsatz zu sein.

Midway - Für die Freiheit

Doch genau wie der Midway-Film von 1976 geht auch Emmerich respektvoll mit den japanischen Militärs um. Außerdem bemüht er sich – vor allem am Ende des Films – über die Handlung hinaus Fakten und Zusammenhänge zu vermitteln. Das Resultat ist alles andere als ein weiterer dummer Kriegsfilm, doch anders als bei seinen eskapistischen Katastrophen-Spektakeln gelingt es Emmerich diesmal leider kaum den Zuschauer mitten hinein ins Geschehen zu versetzen.

Midway - Für die Freiheit

Die Blu-ray von Universum Film enthält neben dem 139-minütigen Hauptfilm, wahlweise mit Audiokommentar von Roland Emmerich (wie alle Extras ohne deutsche Untertitel) noch diese Extras: Getting it Right: The Making of MIDWAY (14:15), The Men of MIDWAY (12:23 min), Roland Emmerich: Man on a Mission (4:56 min), Turning Point: The Legacy of Midway (14:59 min), Joe Rochefort: Breaking the Japanese Code (6:13 min), We Met at Midway: Two Survivors Remember (9:28 min) und zwei deutsche Trailer

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Roland Emmerich – Die offizielle Biografie

Eine objektive Betrachtung des filmischen Wirkens von Roland Emmerich ist schon lange fällig. Dies ist Jo Müllers Buch nicht wirklich, dazu steht er dem Regisseur, dessen Karriere er in den letzten 25 Jahren begleitete, mittlerweile ein wenig zu nahe. Doch als Gegengewicht zu den vielen Verrissen, die der 1955 in Stuttgart geborene “Master of Disaster“ am Anfang seiner Karriere, aber auch für seine letzten Filme erhalten hat, taugt das Buch allemal.

Roland Emmerich - Die offizielle Biografie

Joe Müllers Buch ist alles andere als einheitlich. Es enthält Interviews mit Emmerich aus allen Phasen seines Schaffens, von Das Arche Noah Prinzip (1984) bis hin zu Independence Day: Wiederkehr (2016). Zu Wort kommen auch Weggefährten, wie seine Schwester Ute, der Schauspieler Malcolm McDowell (Moon 44), der Trickexperte Volker Engel oder der Komponist Harald Kloser, der auch an den Drehbüchern zu 10.000 B.C. und 2014 mitarbeitete. Letzterer steuerte auch ein ganz schön wirres Vorwort zum Buch bei.

Roland Emmerich - Die offizielle Biografie

Das Buch enthält etwas zu ausführliche Inhaltsangaben zu einigen der Filme, manche Informationen sind mehrmals im Buch zu finden, etwa weil Jo Müller den Regisseur etwas zu häufig über sein Verhältnis zu den Autorenfilmern des “Neuen Deutschen Films“ oder der deutschen Presse befragte. Doch der Informationsgehalt ist sehr groß, und das Buch lädt dazu ein, sich viele der beschriebenen Filme nochmal – oder auch erstmals! – anzuschauen.

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Independence Day: Wiederkehr

Dass es 20 Jahre gedauert hat, bis Roland Emmerich seinen größten Erfolg fortsetzte, lag hauptsächlich  an Will Smith, der wenig Interesse daran hatte noch einmal in die Rolle des tollkühnen Captain Steven Hiller zu schlüpfen. Doch auch Emmerichs Co-Drehbuch-Autor Dean Devlin fiel es nicht leicht, sich eine wirklich gute Geschichte auszudenken.

Independence Day: Wiederkehr

In der Tat mangelt es der Fortsetzung sowohl an einem charismatischen Hauptdarsteller wie Smith als auch an einem ebenso simplen wie phantasievollen Drehbuch. Es war die originelle und pfiffige Geschichte, die “Independence Day“ 1996 zu sehr viel mehr als einen Katastrophen-Film mit Aliens machte. Damals war die Formel “Ein Schwarzer, ein Jude und ein Säufer retten die Welt“ tatsächlich etwas radikal Neues.

Independence Day: Wiederkehr

Da fiel auch die etwas arg patriotische Ansprache, die Bill Pullman als US-Präsident Thomas J. Whitmore hielt, nicht weiter peinlich auf, zumal sich der gute Mann danach als Pilot eines Kampfjets selbst mit ins finale Getümmel stürzte. Ganz nebenbei vermittelte Emmerich aber auch, dass sich an der Schlacht gegen die Aliens die ganze Welt und nicht nur die USA beteiligte.

Independence Day: Wiederkehr

“Independence Day: Wiederkehr” ist fast noch stärker ein futuristisch aufgemotztes Remake als eine Fortsetzung. Der Film spielt in einem alternativen Universum, in dem im Jahre 2016 dank Alien-Technologie Frieden auf Erden herrscht. Wenn recht ausführlich gezeigt wird, wie von der Erde zu einer geräumigen Mondbasis gereist wird, dann erinnert dies an die liebevoll gebastelten Raumschiff-Modelle aus britischen Science-Fiction-TV-Serien wie “Thunderbirds“ und “UFO“ oder auch an Emmerichs 1990 in einer Fabrik im schwäbischen Renningen gedrehter vierter Spielfilm “Moon 44“.

Independence Day: Wiederkehr

Natürlich platzen jedoch schon recht bald die Aliens in die utopische Idylle hinein. Natürlich sind ihre Raumschiffe jetzt noch größer und gefährlicher. Natürlich zeigt auch der ehemalige US-Präsident Whitmore wieder großen Einsatz und natürlich ist auch Jeff Goldblum als ökologischer Weltenretter David Levinson wieder an vorderster Front tätig. Natürlich wird wieder zerstört, was das Zeug hält, diesmal u. a. London.

Independence Day: Wiederkehr

Doch anders als 1996 in „Independence Day“ dauert es sehr lange, bis es Emmerich und Devlin doch noch gelingt, im überraschend großen Finale, die privaten Schicksale einiger kurz und markant charakterisierter Hauptfiguren direkt aber auch originell mit dem großen Schlussgefecht gegen die gigantische Alien-Queen zu verknüpfen. Für einen dritten Teil empfehle ich eine Bedenkzeit von mehr als 20 Jahren!

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James Bond Soundtracks

1962 war es für den englischen Musical-Komponisten Monty Norman keine besondere Ehre den Soundtrack zu einem James Bond Film zu schreiben, er musste mit dem Angebot geködert werden bei den Dreharbeiten auf Jamaika dabei zu sein. Von dort aus versorgte er James Bond jagt Dr. No mit allerlei flotter Calypso-Musik wie den Song Under the Mango Tree, der im Film auch kurz von Sean Connery gesungen wird, für Norman aber nicht als Main-Theme taugte. Hierfür grub er eine seiner alten Musical-Kompositionen aus, die John Barry mit  großem Orchester sehr dynamisch einspielte und die sich gut mit den psychedelischen Vorspann-Spielereien von Maurice Binder zusammenfügte.

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John Barry versorgte einen Großteil der folgenden 007-Filme mit eingängigen Leitmotiven. In Liebesgrüße aus Moskau (1963) wurde erstmals die sogenannte Pre-Title-Sequence eingeführt, die schon vor dem eigentlichen Vorspann für Spannung sorgte. Der Song From Russia with Love von Lionel Bart war im Vorspann nur in einer von John Barry sehr flott instrumentierten Version und erst sehr viel später gesungen von Matt Monro zu hören.

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Das Konzept einen James-Bond-Titelsong zum werbeträchtigen Hit zu machen, wurde erstmals bei Goldfinger (1964) erfolgreich umgesetzt. John Barrys pompös instrumentierter und von Shirley Bassey mit viel Power interpretierter Titelsong verkaufte sich als Single millionenfach. Daher kam die Sängerin auch bei Diamantenfieber und Moonraker wieder zum Einsatz.

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Die Titelsongs zu den beiden nächsten Bond-Filmen waren weniger erinnerungswürdig. Thunderball wurde von Tom Jones recht gradlinig und ganz ohne dessen lustige Manierismen runtergesungen, sehr viel witziger ist da eine powervolle Coverversion von Adriano Celentano namens Il mio amico James Bond.  Alternativ wurde für Feuerball (1965) der im Film instrumental eingesetzte Titel Mr. Kiss Kiss Bang Bang von Shirley Bassey und auch von Dionne Warwick eingesungen, was genauso verworfen wurde wie ein von Johnny Cash angebotener Song. Nach Man lebt nur zweimal (1966) hatte Sean Connery genug davon James Bond zu spielen, auch der mittelprächtige von Nancy Sinatra interpretierte Titelsong konnte ihn nicht zurückhalten.

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Sehr viel interessanter geriet die lustige Musik, die Burt Bacharach 1967 zur chaotischen mit David Niven, Peter Sellers und Woody Allen besetzten 007-Parodie Casino Royale beisteuerte. Darunter befindet sich auch das von Dusty Springfield unvergesslich hingehauchte The Look of Love. Für die deutsche Synchronfassung wurde davon die grottige Cover-Version Ein Blick von Dir mit Mireille Mathieu aufgenommen.

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Dass sich George Lazenby nicht als offizieller Nachfolger von Sean Connery in der Rolle des James Bond durchsetzten konnte, lag ganz gewiss nicht am Soundtrack von Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969). Selbst das im Film nur kurz zu hörende Weihnachtslied “Do you know how Christmas Trees are grown?“ ist so schön, dass es für die deutsche Fassung des Filmes von Katja Epstein als Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai? neu eingesungen wurde. John Barrys im Vorspann verwendetes instrumentales Titelthema hat Drive, und der von Louis Armstrong interpretierte Lovesong We have all the Time in the World ist das wundervollste Musikstück aus einem James Bondfilm ever!

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Für viel Geld kehrte Sean Connery 1971 ein erstes Mal zu seiner verhassten Paraderolle zurück und sorgte auch durch seine lustlose Darstellung dafür, dass Diamantenfieber zum schlechtesten 007-Film wurde. Danach pausierten Sean Connery und John Barry erst einmal, denn Roger Moore betrat die Leinwand. Damit dieser als neuer James Bond nicht andauernd mit Connery verglichen wird, wurde versucht vieles anders zu machen. Der Moore-Bond trank keinen Wodka Martini sondern Bourbon und der Soundtrack zu Leben und sterben lassen (1973) stammte von George Martin, der schon den Song Goldfinger produziert hatte. Dem “fünften Beatle“ Martin gelang es Paul McCartney nicht nur als Komponisten sondern gemeinsam mit seinen Wings auch als Interpreten des Titelsongs zu verpflichten, was etwas Flower Power in einen Film mit rassistischen Untertönen brachte.

0000Bei Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) war wieder einmal John Barry mit an Bord auch als Komponist eines durchschnittlichen Titelsongs, der sich als einzige 007-Eröffnungsnummer nicht in den Charts platzieren konnte. Der Spion, der mich liebte (1977) ist die Quintessenz aller vorherigen Bond-Filme und hat die beste Pre-Title-Sequence der ganzen Reihe: Bond stürzt scheinbar hilflos auf Skiern eine gewaltige Schlucht hinunter und erst im letzten Moment öffnet sich ein mit dem Union Jack bedruckter Fallschirm. Diese Szene geht direkt über in Carly Simons Nobody does it better, erstmals bei Bond waren hier Song- und Filmtitel nicht identisch. Genau wie der Titelsong stammte auch der Soundtrack von Marvin Hamlisch, der sich dabei an der Musik der Bee Gees orientierte.

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Danach übernahm wieder John Barry, der James Bond mit seiner Musik zu Moonraker – Streng geheim (1979) in den Weltraum schickte. Für In tödlicher Mission (1981) wurde der Rocky-Komponist Bill Conti verpflichtet und Sheena Easton, war als erster Interpret eines 007-Titelsongs auch auf der Leinwand zu sehen.

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John Barry beendete in Octopussy (1983, Titelsong von Rita Coolidge) und Im Angesicht des Todes (1985, mit einem markanten Song von Duran Duran) die 007-Ära von Roger Moore zumindest musikalisch halbwegs würdevoll. Zwischendrin kehrte Sean Connery im “inoffiziellen“ 007-Film Sag niemals nie (1983) als James Bond zurück. Aus rechtlichen Gründen durfte nur die selbe Geschichte wie fast 20 Jahre zuvor in Feuerball erzählt und nicht auf Monty Normans James-Bond-Theme zurückgegriffen werden. Der französische Komponist Michel Legrand schrieb einen abwechslungsreichen entspannt jazzigen Soundtrack mit einem mittelprächtigen von Lani Hall (ursprünglich war Bonnie Tyler vorgesehen) interpretierten Titelsong und einem grandiosen Tango of Death. Die Komponisten Stephen Forsyth und Jim Ryan hatten einen alternativen Titelsong namens Never Say Never Again komponiert, der von Phyllis Hyman interpretiert aber nicht verwendet wurde.

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John Barry half  mit seinem letzten 007-Soundtrack Timothy Dalton in Der Hauch des Todes (1987, Titelsong von a-ha) die Nachfolge von Roger Moore anzutreten und schuf eine besonders romantische Filmmusik. Daltons zweiter und letzter Bond-Film stellte einen radikalen Richtungswechsel dar. Lizenz zum Töten musste 1989 mit US-amerikanische Action-Filmen konkurrieren, und daher wurde der Stirb Langsam– und Lethal Weapon-Komponist Michael Kamen verpflichtet. Den zugehörigen Titelmelodie interpretierte dann nicht wie zunächst geplant Eric Clapton gemeinsam mit Vic Flick (spielte die Gitarre beim Original-James-Bond Theme), sondern Gladys Knight schmetterte ihn in bester Shirley-Bassey-Tradition.

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Erst 1995 startete mit GoldenEye ein neuer Bondfilm und mit Pierce Brosnan ein neuer Bond. Auch bei der Wahl des Komponisten hatten die Produzenten ein glückliches Händchen. Der Franzose Eric Serra (Im Rausch der Tiefe) veredelte den Film mit neuen interessanten Klängen und Geräuschen. Leider war er mit der Abmischung seines Soundtracks sehr unzufrieden und sicher auch mit der Tatsache, dass er nicht den von Tina Turner gesungenen Titelsong komponieren durfte. Serra beschloss künftig nur noch exklusiv für seinen Freund Luc Besson zu arbeiten. Womit bei 007 eine neue musikalische Ära begann.

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David Arnold schrieb die Soundtracks zu den Roland Emmerich-Filmen Star Gate und Independence Day. Für den 007-Job qualifizierte er sich besonders durch das von ihm produzierte Album Shaken and Stirred, auf dem zahlreiche namhafte Musiker wie Iggy Pop, Pulp oder Propellerheads klassische Bond-Titelsongs neu interpretierten. Arnold übernahm auch das Komponieren für die drei folgenden Filme mit Pierce Brosnan: Der Morgen stirbt nie (1997, Titelsong von Sheryl Crow), Die Welt ist nicht genug, (1999, Titelsong von Garbage) und Stirb an einem anderen Tag (2002, Titelsong von Madonna).

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Nicht nur durch den neuen Hauptdarsteller Daniel Craig sondern auch inhaltlich wurde danach bei Casino Royale (2006, Titelsong von Chris Cornell) Neuland betreten. David Arnold untermalte die Lehr- und Wanderjahren des Geheimdienstlers ihrer Majestät mit wuchtigen Orchesterklängen. Thematisch passend setzt er das markante James-Bond -Theme erst am Ende des Films ein, als Craigs Bond-Werdung fast vollzogen war. Auch die sehr direkte Fortsetzung Ein Quantum Trost (2008, Titelsong von Jack White und Alicia Keys) betreute David Arnold musikalisch.

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Genau wie schon beim von Danny Boyle inszenierten Londoner Olympia-Eröffnungsfilm Happy and Glorious, in dem Daniel Craig zusammen mit der Queen auftrat (hier komponierte Rick Smith), war David Arnold beim nächsten James Bond Film Skyfall nicht mehr dabei. Der Regisseur Sam Mendes brachte seinen Hauskomponisten Thomas Newman mit, und der im klassischen Stil gehaltene Titelsong stammte von Adele.

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Zum selben Zeitpunkt erschien zum 50. Jubiläum der Kino-Reihe die Compilation Best Of Bond… James Bond, die erstmals alle Titelsongs der ersten 22 offiziellen 007-Filme enthielt. Es gibt diese Zusammenstellung auch als Doppel-CD mit allerlei interessanten Bonus-Tracks wie Do you know how Christmas Trees are grown? oder Mr. Kiss Kiss Bang Bang gesungen von Shirley Bassey.

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Zum Bond-Film Spectre schrieb Sam Smith den nur bedingt mitreißenden Titelsong Writing’s on the Wall. Da Smith das Lied auch persönlich singt, ist er – nach Matt Munro und Tom Jones, die Anno 1963 und 1965 die Titelsongs From Russia with Love und Thunderball schmetterten – erst der dritte männliche Solo-Interpret, der während eines 007-Vorspanns zu hören ist.

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Der Soundtrack zu Spectre stammt wieder von Thomas Newman. Im Zeitalter von iTunes, Spotify und YouTube ist es nicht mehr zu verstehen, dass die für teures Geld angebotene CD mit Newmans Spectre-Soundtrack nur eine instrumentale Version von Sam Smiths bereits einen Monat zuvor im Internet veröffentlichten Song enthält.

James Bond

Die erst 18-jährige Billie Eilish singt den Titelsong zum neusten  Bond-Film Keine Zeit zu sterben (No Time to Die). Die Kalifornierin ist damit die jüngste Interpretin eines Bond-Songs und hat den Titel zusammen mit ihrem älteren Bruder Finneas O‘Connell komponiert. Den Soundtrack schreibt Hans Zimmer. Der letzte 007-Film mit Daniel Craig kommt wohl noch in diesem Jahr in die Kinos.

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White House Down

Bereits in Independence Day und 2012 hatte er das Weiße Haus spektakulär zerstört, dies jedoch jeweils als eine kleine Episode im Rahmen von “größeren“ Katastrophen-Szenarien. Daher mutet es fast schon bescheiden an, wenn sich Roland Emmerich in seinem neuen Spektakel darauf konzentriert in zwei Stunden “nur“ (naja, fast nur) das US-Nationalheiligtum nach allen Regel seiner beträchtlichen filmischen Destruktions-Kunst in Schutt und Asche zu legen.

White House Down

Wie es in Hollywood gar nicht so selten der Fall ist, startete kurz zuvor bereits ein Kinofilm, der eine ähnliche Geschichte erzählte. In Olympus has fallen waren es nordkoreanische Terroristen, die den US-Präsidenten als Geisel nahmen, hauptsächlich damit sich Gerard Butler als Action-Star in Szene setzten konnte. Mit der hochrangigen Besetzung konnte Regisseur Antoine Fuqua (Training Day) wenig anfangen. Aaron Eckhard wurde als eher schwächlicher Präsident verschenkt, während Robert Forster, Angela Basset und selbst Morgan Freeman wenig mehr zu tun hatten als nutzlos herumzustehen. Der mit unnötig harter brachialer Gewalt in Szene gesetzte Film ist ähnlich dumm geraten wie das zeitnah entstandene Remake von Red Dawn in dem es nicht mehr wie im Originalfilm von 1984 die Russen, sondern ebenfalls die Nordkoreaner waren, die die USA angreifen.

White House Down

Roland Emmerich ist weniger daran interessiert Ängste zu schüren, sondern er serviert einmal mehr allerfeinstes Popcorn-Kino mit sanften liberalen Untertönen. Dem Film ist die Freude am Zerstören aber auch der Spaß an absurden Momenten anzumerken ist. Die spektakuläre Autoverfolgungsjagd im Vorgarten des Weißen Hauses wirkt fast schon wie eine Parodie, das gilt noch mehr für die angreifenden Kampfhubschrauber, die so tief fliegen, dass sie von einer Verkehrkontrolle geblitzt werden.

White House Down

Auch Emmerich hat einen großartigen Cast, er verschafft allen seinen Darstellern erinnerungswürdige Momente und macht sie zu etwas mehr als zu austauschbaren Blockbuster-Pappkameraden. Das Zusammenspiel zwischen Channing Tatum als Actionheld im Feinripp-Unterhemd (Stirb Langsam lässt auch ansonsten mehrmals grüßen) und Jamie Foxx als smarter tatkräftiger Präsident funktioniert bestens, die Motive der Schurken sind zumindest nachvollziehbar (hier lässt The Rock grüßen). Einmal mehr gelang Emmerich ein Wohlfühl-Katastrophenfilm.

White House Down

Die DVD von “White House Down“ enthält als Bonusmaterial sehr viel weniger als die Blu-ray. Enthalten sind vier kurze aber nicht uninteressante Dokumentationen: “Männer der Tat“ (4:00 min), “Ein dynamisches Duo“ (3:36 min), “Roland Emmerich – Es geht noch mehr“ (4:58) und “Treffen Sie die Insiders“, alle wahlweise mit deutschen Untertiteln.

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