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Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Berlin, 1935: Karl Weiss (James Woods) und Inga Helms (Meryl Streep) feiern ihre Hochzeit. Beide sind deutsche Staatsbürger, aber Karl ist Sohn einer jüdischen Familie. Wenig später werden die Nürnberger Gesetze erlassen, die sogenannte „Mischehen“ als „Rassenschande“ unter Strafe stellen. Dennoch bleibt die Familie Weiss in Deutschland. Noch ist der Schrecken, mit dem die Nazis ihre jüdischen Mitbürger überziehen werden, real nicht vorstellbar. Doch dann beginnt mit der Kristallnacht am 9. November 1938 die grausame Verfolgung der Juden…

Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Ein Jahr nachdem sich 1977 die TV-Serie Roots ebenso plakativ wie erfolgreich mit dem Thema „Sklaverei in den USA“ beschäftigte, folgte mit Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss eine ähnlich aufgemachte vierteilige Miniserie über die Judenverfolgung im Dritten Reich. Die Serie spielte in den Jahren 1935 bis 1945. Mit den Kinostars James Woods und Meryl Streep waren die Hauptrollen äußerst prominent besetzt, doch ihre “Opfer“-Charaktere gerieten arg klischeehaft. Das Thema vertiefte jedoch die beeindruckende Darstellung von Michael Moriarty, der in der Rolle des arbeitslosen Juristen Erik Dorf langsam aber sicher zum “Täter“ wurde, und – ganz im Gegensatz zu den etwas knallchargig als Heydrich und Himmler auftretenden Briten David Warner und Ian Holm – dem Grauen ein erschreckend normales Gesicht verlieh.

Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Trotz aller Schwächen war die Serie eine äußerst ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema “Holocaust“ zu einem Zeitpunkt als es nichts Vergleichbares gab. Sicher auch aus Scham darüber, dass die westdeutschen öffentlich rechtlichen TV-Programme keine auch nur annähernd ähnlich umfassende und fassbare Aufarbeitung des Themas zustande gebracht hatten, wurde die US-Serie 1979 in die Dritten Programme verbannt. Dort erreichte sie trotzdem Traumquoten und regte zu heftigen Diskussionen an. Leider wurde Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss damals leicht gekürzt, vor allen um einen Epilog, der einen der Überlebenden bei der Gründung des Staates Israels dabei sein lässt. Seltsamer- und ärgerlicherweise fehlt diese Sequenz auch bei der DVD-Edition, obwohl diese über eine englische Tonspur verfügt.

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Spider-Man 3

Obwohl Spider-Man 2 mit 200 Millionen Dollar sehr viel mehr kostet als sein Vorgänger und 2014 etwas weniger einspielte als dieser, folgte drei Jahre später eine zweite Fortsetzung von Sam Raimis Comic-Verfilmung.

Spider-Man 3

Diesmal bekommt es Peter Parker (Tobey Maguire) gleich mit drei mächtigen Gegnern zu tun: Der Kleinkriminelle Flint Marko (Thomas Haden Church aus Sideways), der zudem noch für den Tod von Peters Onkel Ben verantwortlich ist, verwandelt sich in den gewaltigen Sandmann, Harry Osborn (James Franco) tritt das Erbe seines Vaters als Green Goblin an, und aus dem All kommt eine schwarze Substanz, die erst von Peters Spider-Man-Kostüm Besitz ergreift und dann den Fotografen Eddie Brock (Topher Grace) in den gefährlichen Venon verwandelt.

Spider-Man 3

Doch auch an der Beziehungsfront gibt es einige Neuigkeiten: Mary Jane (Kirsten Dunst) fühlt sich unverstanden von dem durch seine Superkräfte berauschten Peter, nachdem sie einen herben Rückschlag in ihrer Schauspielerkarriere hinnehmen muss. Sie interessiert sich daher wieder stärker für Harry Osborn. Peter hingegen plant einen Heiratsantrag, ist zugleich aber auch fasziniert von seiner neuen Kommilitonin, der blonden Gwen Stacy (Bryce Dallas Howard).

Spider-Man 3

Sam Raimi packte etwas zu viel Zutaten in seinen dritten (überlangen) Spider-Man“-Film. Darunter befindet sich auch einiger Unfug wie etwa ein alberner Balztanz, den Peter in einem Nachtclub vor Mary Janes Augen mit Gwen Stacy aufführt. Noch dämlicher wird es, wenn Peters Frisur unter dem Einfluss des schwarzen Kostüms plötzlich an Adolf Hitler denken lässt. Albern aber gut und mittlerweile schon Tradition ist der Gastauftritt von Raimis Kumpel Bruce Campbell, der diesmal einen allzu diensteifrigen französischen Kellner mimt.

Spider-Man 3

Zwar haben die Spezialeffekte nicht ganz die Wucht wie in Spider-Man 2, die spektakulären Kämpfe funktionieren aber trotzdem gut. Durch die konsequente Weiterführung der Geschichte und die abwechslungsreiche Mischung aus Drama, Komödie, Action und Schnulze ist auch Spider-Man 3 eine erstaunlich werkgetreue Verfilmung der Comic-Vorlage.

Spider-Man 3

Obwohl Spider-Man 3 mit 890 Millionen Dollar deutlich mehr als seine beiden Vorgänger eingespielt hatte, wurde beschlossen keinen vierten Teil folgen zu lassen, Zum einen waren die Kritiken zum Film nicht allzu positiv ausgefallen, zum anderen konnte sich das Studio nicht mit Sam Raimi über die weitere Ausrichtung der Serie einig werden. Stattdessen wurde fünf Jahre später mit „The Amazing Spider-Man“ ein Neustart gewagt.

Spider-Man 3

Doch auch das ist mittlerweile wieder Geschichte und der aktuelle Spider-Man ist Tom Holland. Parallel zum Heimkino-Start von dessen Film Spider-Man: Homecoming erschien in den USA eine Blu-ray-Neuauflage von Sam Raimis Spider-Man-Trilogie als “Legacy Collection“. Als Bonus enthält diese einen “Editors Cut“ des dritten Teils. Bemerkenswerterweise verfügt diese bei uns (noch?) nicht erschienene Edition in den USA über eine deutsche Tonspur!

Spider-Man 3

Der “Editors Cut“ ist bemerkenswerterweise zwei Minuten kürzer als die Kinoversion, obwohl einige neue Szenen enthalten sind. Am bemerkenswertesten ist eine Sequens in der sich der vollen allen gejagte Sandman in eine große Burg aus Sand verwandelt, um seine kleine Tochter Penny zu erfreuen, was den Charakter etwas sympathischer erscheinen lässt. Einige peinliche Momente, etwa mit Peters Vermieter Mr. Ditkovitch oder Tante May wurden gekürzt und der Soundtrack neu justiert. Das Resultat ist zwar kein richtig guter Film, doch deutlich besser als die 2007 im Kino gezeigte Version.

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