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Stolz und Vorurteil und Zombies

2009 hatte der US-Autor Seth Grahame-Smith die recht originelle Idee Jane Austens Klassiker “Stolz und Vorurteil“ um einige selbst verfasste Passagen zu ergänzen. Jetzt waren Elisabeth Bennet und Mr. Darcy nicht nur zwei Menschen, die nicht zugeben wollen, wie stark sie sich zueinander hingezogen fühlen, sondern auch noch schlagkräftige Kämpfer, die gegen Horden von Zombies antreten müssen.

Stolz und Vorurteil und Zombies
© SquareOne Entertainment / Universum Film

Stolz und Vorurteil und Zombies“ wurde zu einem Bestseller, was allerlei Folgen hatte. Es entstand eine Comicversion des Buchs. Hierzu adaptierte Tony Lee den Roman und Cliff Richards setzte die Geschichte in schwarzweiße Zeichnungen um. Es erschien aber auch ein nicht von Grahame-Smith geschriebener Prequel-Roman namens „Stolz und Vorurteil und Zombies – Aufstieg der lebenden Toten“. Außerdem kopierte Ben H. Winters das Konzept von Grahame-Smith indem er das nicht bei uns veröffentlichte Buch “Sense and Sensibility and Sea Monsters“ schrieb.

Stolz und Vorurteil und Zombies
© SquareOne Entertainment / Universum Film

Auch die Schauspielerin Natalie Portman wurde auf „Stolz und Vorurteil und Zombies“ aufmerksam und empfahl es der Produzenten Allison Shearmur (“Rogue One: A Star Wars Story“). Portman war zunächst auch für die Hauptrolle der Elisabeth Bennet vorgesehen, fungierte dann jedoch ausschließlich als Co-Produzentin. Die Hauptrollen übernahmen Lily James (“Walt Disneys Cinderella“) und Sam Riley (“Maleficent – Die dunkle Fee“). Beide überzeugen sowohl als problematisches Liebespaar wie auch in den zahlreichen oftmals herrlich abgefahrenen Actionszenen.

Stolz und Vorurteil und Zombies
© SquareOne Entertainment / Universum Film

Im Gegensatz zur Romanvorlage, deren Grundidee sich bei der Lektüre recht schnell abnutzt, ist die Verfilmung von Anfang bis Ende ein ganz großer Spaß! Bereits der Prolog ist äußerst amüsant. Hier wird Mr. Darcy als versierter Zombie-Jäger eingeführt, indem er mit Hilfe von Schmeißfliegen die inmitten einer Abendgesellschaft untergetauchten Untoten ausfindig macht und sie brachial tötet.

Stolz und Vorurteil und Zombies
© SquareOne Entertainment / Universum Film

Eine gute Idee ist es auch die in der Romanvorlage dem Liebesglück von Elisabeth und Mr. Darcy im Wege stehenden Lady Catherine de Bourgh in eine wilde Zombie-Jägerin zu verwandeln. Noch besser wird es, wenn diese mit einer stylischen Augenklappe versehen und sehr temperamentvoll von Lena Headey (“300“)  verkörpert wird. Auch die Rollen von Mr. Bennet und dem Geistlichen William Collins sind bei Charles Dance (“Game of Thrones“) und dem 11. Doctor Who Matt Smith in den besten Händen.

Stolz und Vorurteil und Zombies
© SquareOne Entertainment / Universum Film

Überhaupt ist auch diese Jane Austen Verfilmung eine mitreißende Geschichte über Frauen, die ihren Platz im Leben finden müssen. Dies wird natürlich nicht leichter, wenn es vor dem Hintergrund eines von einer Zombies-Invasion  bedrohten Großbritanniens geschieht.

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Suite française

60 Jahre hat es  gedauert bis die zwei Romane “Sturm im Juni“ und “Dolce“ der französischen Bestsellerautorin Autorin Irène Némirovsky nach ihrer Niederschrift endlich erschienen sind. Die jüdische Schriftstellerin wurde 1942 von der Polizei im von Deutschen besetzten Frankreich verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Einen Monat später starb sie dort an Typhus. Denise und Elisabeth Némirovsky bewahrten 50 Jahre lang einen Koffer ihrer Mutter auf, in dem sich ein in Leder gebundenes Buch befand. Sie trauten sich lange Zeit nicht das vermeintliche Tagebuch zu lesen und waren erstaunt, als sie in der Kladde stattdessen die Niederschrift von zwei Romanen vorfanden.

Suite française
Irène Némirovsky

2004 schließlich erschienen die beiden Bücher – Némirovsky plante einen aus fünf Romanen bestehenden Zyklus – gemeinsam unter dem Titel “Suite française“ und wurden zum Weltbestseller. Mittlerweile ist bei btb eine schöne, preiswerte, kleinformatige, in Leinen gebundene Edition mit Leseband erschienen, die als Anhang eine umfangreiche Dokumentation mit Hintergrundinformationen enthält.

Suite française

Némirovsky beschrieb in “Suite française“ detailreich und fast schon dokumentarisch den Zusammenbruch der französischen Gesellschaft während und nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht. Dabei ist es angesichts des großen Ensembles nicht immer leicht den Überblick zu behalten, doch wer sich auf die Lektüre einlässt, wird als Leser reich belohnt und zum Zeitzeugen eines düsteren Stücks europäischer Geschichte.

Suite française

Ein guter Einstieg in das Werk sind zwei gelungene Adaptionen. Beim Verlagshaus Jacoby & Steward ist eine Comic-Version von Némirovskys ersten “Suite française“-Roman “Sturm im Juni“ erschienen. Diese stammt von Emmanuel Moynot, dessen Zeichenstil an den großen Jaques Tardi (“Elender Krieg 1914 – 1919“, “Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB“) erinnert, weswegen dieser ihn auch zu seinem Nachfolger bei den Comic-Adaptionen von Léo Malets Kriminalromanen um den Detektiv Nestor Burma (“120, Rue de la Gare“) kürte.

Suite française

Bei seinem Comic “Sturm im Juni“ arbeitet Emmanuel Moynot mit klaren oft sehr lässig hingehauenen Zeichnungen, die durch die Grautöne von Chantal Quillec wie Standbilder aus einem Schwarzweiß-Film der vierziger Jahre wirken. Das schafft die richtige Atmosphäre für die breitangelegte Darstellung des Schicksals von drei französischen Familien, die 1940 versuchen der heranrückenden Wehrmacht zu entkommen. Am Anfang des Comic-Buchs befindet sich eine Übersicht über die Hauptfiguren, was den Einstieg in die vielschichtige Geschichte erleichtert.

Suite française

Irène Némirovskys zweiter “Suite française“-Roman “Dolce“ diente als Vorlage für den großteils in Belgien gedrehten britisch-französisch-kanadischen Kinofilm “Suite française – Melodie der Liebe“. Diese Schilderung der deutschen Besetzung eines französischen Dorfs ist u. a. mit Kristin Scott Thomas, Tom Schilling, Sam Riley und Heino Ferch großartig besetzt. Der Film konzentriert sich hauptsächlich auf die problematische Liebesgeschichte zwischen der jungen unglücklich verheirateten Lucile Angellier (Michelle Williams) und dem musisch veranlagten Wehrmachts-Offizier Bruno von Falk (Matthias Schoenaerts), der im Zivilleben Komponist war.

Suite française
Michelle Williams und Matthias Schoenaerts

Vor dem Hintergrund dieser Love Story vernachlässigt der britische Regisseur Saul Dibb (“Die Herzogin“) keineswegs den zeitgeschichtlichen Hintergrund. Sein Film erzählt auch vom fragilen alles andere als sozial gerechten Machtgefüge im Dorfe, das durch die deutschen Besatzer erheblich ins Schwanken gerät. Film und Comic sind eine gute Grundlage um danach zu Irène Némirovskys großartiger Prosa zu greifen und noch tiefer in die Materie einzudringen.

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Maleficent – Die Dunkle Fee

Am Ende dieses Märchenfilms singt Lana Del Rey eine herrliche Version von „Once Upon a Dream“, dieses fürs Ballett von Peter Iljitsch Tschaikowski komponierte Musikstück wurde bereits 1958 für den Disney-Zeichentrickfilm „Dornröschen“ mit einem Text versehen. Das ist eine mehr als nette Zugabe, doch wenn der Abspann abrollt, sind ohnehin bereits alle Erwartungen übertroffen. Zu bestaunen war sehr viel mehr als ein trendiger starbesetzter Realfilm nach einem Kinderfilm-Klassiker. „Maleficent – Die Dunkle Fee“ ist als Fantasy-Film sehr viel überzeugender als Tim Burtons „Alice im Wunderland„, ja insgesamt sogar noch schöner als Disneys „Die fantastische Welt von Oz“.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Dies liegt natürlich an der sagenhaften Angelina Jolie, sowie an der tollen Ausstattung und den unglaublichen Effekten auf Peter-Jackson-Niveau, die auch in 2D sehr plastisch wirken. Es liegt aber auch daran, dass hier nicht nur eine leicht finstere Realfilm-Version von einem der wohl optisch schönsten Disney-Zeichentrickfilmen entstanden ist, sondern etwas ganz eigenes. „Maleficent“ nimmt sich sehr viele Freiheiten und orientiert sich eigentlich nur in der Szene, in der die dunkle Fee das gerade neugeborene Dornröschen verflucht, sehr nah am Zeichentrickfilm. Es wird nicht nur eine Erklärung nachgeliefert, wieso Maleficent „böse“ geworden ist, sondern die Geschichte wird komplett neu aufgerollt.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Dazu gehört auch, dass der Vater von Dornröschen hier ein echter Fiesling ist, den der auf seltsame Charaktere spezialisierte Südafrikaner Sharlto Copley („Distict 9„, „Elysium„) mit viel Spielfreude ansprechgend bedrohlich auf die Leinwand zaubert. Interessant ist auch der von Sam Riley („Das finstere Tal„) gespielte zum Menschen gewordene Rabe Diaval, der eine interessante Ergänzung zu Angelina Jolie ist. Etwas blass bleibt hingegen Elle Fanning als Dornröschen, während Imelda Staunton, Juno Temple und Lesley Manville als nervige Feen gottseidank nur sehr selten zu sehen sind. Überhaupt ist dies kein reiner Kinderfilm und die Blu-ray enthält zum Glück die etwas längere FSK12-Version sowie schönes Bonusmaterial.

Maleficent - Die Dunkle Fee

Bonusmaterial der Blu-ray: „Vom Märchen zum Kinofilm“ (8:13 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, Eine epische Schlacht (5:48 min), Maleficents Stil (1:34 min), Hinter den Kulissen von „Maleficent – Die Dunkle Fee“ (4:45 min), Aurora: Wie sie zur Schönheit wird (4:53 min), zusätzliche Szenen (6:41 min), Trailershow

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