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Mord im Orientexpress

In der neuen Verfilmung von Agatha Christies Krimi-Klassiker Mord im Orientexpress sind mit Penélope Cruz, Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Michelle Pfeiffer, Olivia Colman und Daisy Ridley allerlei prominente Darsteller dabei, doch sie sitzen nicht wirklich im selben Zug wie Kenneth Branagh. Dieser spielt nicht nur den Detektiv Hercules Poirot, sondern vor allem sich selbst in den Vordergrund.

Mord im Orientexpress

Anstatt in der wahrhaft opulenten Ausstattung des auf 70mm-Zeluloid gedrehten Films zu schwelgen, gibt es zumeist Großaufnahmen von Branagh zu sehen oder die Kamera folgt dem Darsteller in langen Einstellungen sklavisch auf Schritt und Tritt. Dabei war es sicher hilfreich, dass Branagh außerdem noch Regisseur und neben Ridley Scott Produzent des Films war.

Mord im Orientexpress

Zwar schreibt Agatha Chrisie dem belgischen Kriminalisten eine ausgeprägte Eitelkeit zu, doch die Marotten Poirots sind in ihren Büchern nur das Salz in der Krimisuppe. Bereits 1934 gelang der Autorin  mit ihrem 14. Kriminalroman eine besonders originelle Variante der Mörder-Jagd. Im Orient-Express von Istanbul geschieht ein Mord und zwölf Fahrgäste sind im gleichen Maße verdächtig, denn alle haben ein Motiv. Doch der sich an Bord des Zugs befindliche belgische Kriminalist Hercules Poirot klärt nicht nur den Fall, sondern stellt auch zur Diskussion, wer für den Mord büßen soll…

Mord im Orient-Express

Dies mündet in Branaghs Film in einem beeindruckend gemeinten, peinlichen theatralischen Finale. Bei einem Halt auf freier eingeschneiter Strecke stellt Poirot im Lichte der Lokomotive mit bebenden Riesen-Schnurrbart und rollenden Augen alle Verdächtigen vor einer Tunneleinfahrt zur Rede.

Mord im Orientexpress

Wie es sehr viel besser geht, bewies 1974 Sidney Lumet mit einer Verfilmung des selben Stoffes. Hier agiert Albert Finney als Poirot verhalten selbstironisch aber vor allem dezent und gleichberechtigt neben Stars wie Ingrid Bergman, Richard Widmark, Sean Connery, Lauren Bacall, Anthony Perkins, John Gielgud, Michael York oder Vanessa Redgrave.

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Poirot – Mord im Orient-Express

Bereits 1934 gelang Agatha Christie mit ihrem 14. Kriminalroman eine besonders originelle Variante der Mörder-Jagd. Im Orient-Express von Istanbul geschieht ein Mord und zwölf Fahrgäste sind im gleichen Maße verdächtig, denn alle haben ein Motiv. Doch der sich an Bord des Zugs befindliche belgische Kriminalist Hercules Poirot klärt nicht nur den Fall, sondern stellt auch zur Diskussion, wer für den Mord büßen soll…

Poirot - Mord im Orient-Express

Das Buch mit seiner exotischen Umgebung und dem großen Ensemble bietet sich für eine Verfilmung geradezu an. Doch erst 1974 sollte sich Sidney Lumet der Sache annehmen und setzte Mord im Orient-Express mit einer absoluten Star-Besetzung in Szene. An der Seite von Albert Finney als Poirot waren u. a. Ingrid Bergman, Richard Widmark, Sean Connery, Lauren Bacall, Anthony Perkins, John Gielgud, Michael York und Vanessa Redgrave zu sehen.

Poirot - Mord im Orient-Express

Aktuell hat sich der ehrgeizige Kenneth Branagh an einer Neuverfilmung versucht. Er fungiert neben Ridley Scott nicht nur als Produzent, sondern inszenierte und ist zudem auch noch – garniert mit einem (nicht werkgetreuen) Backenbart – als Hercules Poirot zu sehen. Die restliche Besetzung mit Penélope Cruz, Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Michelle Pfeiffer und Daisy Ridley kann sich ebenfalls sehen lassen.

Poirot - Mord im Orient-Express

Polyband erinnert mit einer DVD-Veröffentlichung daran, dass zwischen diesen beiden Kinofilmen auch noch eine sehenswerte TV-Version entstanden ist. Innerhalb der vom britischen Sender ITV produzierten 70-teiligen Serie Agatha Christie’s Poirot entstand 2010 eine recht eigenständige Adaption von Mord im Orient-Express in Spielfilmlänge. Auch hier ist die Besetzung mit Hugh Bonneville, Jessica Chastain, Barbara Hershey, Toby Jones David Morrissey und Susanne Lothar recht bemerkenswert.

Poirot - Mord im Orient-Express

Doch diesmal ist es David Suchet, der als Hercule Poirot den übrigen Darstellern die Schau stiehlt. Agatha Christie hat in ihren Büchern nur angedeutet, dass der kleine rundliche Detektiv Katholik ist. Im TV-Film schwingt Suchet jedoch als Poirot immer wieder den Rosenkranz und ringt mit sich bezüglich Schuld und Sühne. Auch dank seiner düsteren Atmosphäre – der Film beginnt mit einer Steinigung in Istanbul – kann sich die auf Malta, in der verschneiten Schweiz, sowie in den britischen Pinewood Studios, entstandene Verfilmung sehen lassen.

Poirot - Mord im Orient-Express

Die DVD von Polyband enthält neben dem 89-minütigen Film und einem Faltblatt mit einem sehr informativen Text noch zwei wahlweise deutsch untertitelte Berichte: “Hinter den Kulissen“ (14:16 min) sowie die sehenswerte Dokumentation “David Suchet an Bord des Orientexpresses“, die sich auch mit der Historie des legendären Luxus-Zugs beschäftigt.

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Shaggy Dog – Hör mal wer da bellt

Ende der 50er Jahre (er)fand Walt Disney eher zufällig eins seiner Erfolgsrezepte. Während der ambitionierte farbige Großfilm “Darby O’Gill and the Little People“ (“Das Geheimnis der verwunschene Höhle“ mit dem noch völlig unbekannten Sean Connery) an der Kinokasse kläglich scheiterte, räumte eine Billigproduktion gewaltig ab.

Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt

Der von Disney eher nebenbei produzierte schwarzweiße Streifen “The Shaggy Dog“ (“Der unheimliche Zotti“) basierte auf einer Geschichte vom “Bambi“-Schöpfer Felix Salten). Der Film erzählt vom Jungen Wilby Daniels, der sich in einen Hund verwandelt und seinen von Fred MacMurray verkörperten Vater ganz schön in die Verzweiflung treibt.

Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt

Disney kam also buchstäblich auf den Hund, ließ weitere Filme dieser Art wie “Flubber“ (“Der fliegende Pauker“, wieder mit Fred MacMurray ) oder “The Love Bug“ (“Ein toller Käfer“) folgen, drehte auch noch Fortsetzungen und Remakes dieser Stoffe und hatte damit teilweise größeren Erfolg als mit den Zeichentrickfilmen.

Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt

So entstand 1976 mit “Shaggy D. A.“ (“Zotti das Urvieh“) eine Fortsetzung, in der ein mittlerweile erwachsen gewordener Wilby Daniels (Dean Jones, der in zahlreichen derartigen Disney-Komödien wie “Ein toller Käfer“ mitspielte) politische Ambitionen hat, sich aber auch noch immer mal wieder in einen zotteligen Hund verwandelt.

Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt

Basierend auf beiden “Shaggy / Zotti“-Filmen entstand 2006 mit “Shaggy Dog – Hör mal wer da bellt“ ein Remake, in dem Tim Allen nicht nur die Hauptrolle spielte (und sich als gestresster Anwalt und Familienvater in einen zotteligen Hund verwandelt), sondern den Film auch noch produzierte und sich auch noch zu den vier (!) weiteren Drehbuchautoren gesellte. Das Resultat ist eine Art tricktechnisch upgedatete Hochglanzversion jener seinerzeit oft etwas geizig produzierten Disney-Realfilme.

Shaggy Dog - Hör mal wer da bellt

“Shaggy Dog – Hör mal wer da bellt“ überrascht durch einige prominente Co-Stars wie Danny Glover oder den späteren “Iron Man“ Robert Downey Jr., dem es ganz offensichtlich Spaß macht ausgelassen herumzukaspern. Die Gags in “Shaggy Dog“ (und auch Tim Allen) mögen manchmal etwas albern sein, aber insgesamt unterhält der Film ganz passabel und kann auch durchaus ohne die ganze Familie geguckt werden.

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Enrico Marini: Der Stern der Wüste

Der 1969 in Liestal ibei Basel geborene Enrico Marini ist einer der vielseitigsten Comic-Künstler. Er scheint in allen Genres daheim zu sein. Seien es Thriller (Les dossiers d’Olivier Varèse, nicht auf Deutsch erschienen), Horror (Raubtiere – Jäger der Nacht), utopische Endzeit-Action (Gipsy) oder Mantel und Degen (Der Skorpion). Seit 1990 brachte Marini mehr als 30 Comicalben zu Papier und die Qualität hat keineswegs gelitten, ganz im Gegenteil. Seine 2007 gestartete Serie Die Adler Roms hat Marini im Alleingang geschrieben, gezeichnet und koloriert.

Enrico Marini: Der Stern der Wüste

1996 zeichnete Marini einen von Stephen Desberg (Harry & Platte, Billy the Cat, Die Unsterblichen, Tosca) geschriebenen Spät-Western. Die Geschichte beginnt Ende des 19. Jahrhunderts in Washington. Der – dem reifen Sean Connery wie aus dem Gesicht geschnittene – etwas spießige Regierungsbeamte Matt Montgomery findet seine Frau und seine mit ihm zerstrittene Tochter Helen ermordet vor. In die Brust von Helen wurde ein seltsamer Stern geritzt. Eine vage Spur deutet in Richtung Westen. Daher bricht Montgomery in eine Gegend auf, in der es alles andere als zivilisiert zugeht…

Enrico Marini: Der Stern der Wüste

Der bedächtige, aber trotzdem sehr spannende Story-Aufbau lässt vermuten, dass der erfahrene Texter Desberg ganz genau weiß, wie er die Geschichten im zweiten und letzten Band zu Ende bringen wird. Der Stern der Wüste erschien bereits 2002 bei Ehapa in zwei Bänden. Auch in Paninis großformatiger gebundener Neu-Edition kommen die oft großformatige Bilder von Marini sehr gut zur Geltung. Doch während in Frankreich bereits eine Gesamtausgabe vorliegt, bringt Panini den Comic erneut in zwei Bände heraus. Doch die beiden Alben wurden ergänzt um sehr schön zusammengestellte Anhänge mit Entwurfszeichnungen, zusätzlichen Illustrationen.

Enrico Marini: Der Stern der Wüste

Mittlerweile ist auch noch ein dritter Band von Der Stern der Wüste entstanden. Hierbei fungierte Enrico Marini jedoch nur als „künstlerischer Leiter“ und  das Zeichnen hat Nadine Labiano übernommen.

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Sag niemals nie

Zwei tödliche Raketensprengkörper verschwinden von einer US-Luftwaffenbasis. Verantwortlich für das Verbrechen ist der skrupellose Terrorist Ernst Blofeld. Als die NATO kurz darauf Lösegeldforderungen erhält, schickt der britische Geheimdienst James Bond auf die Suche nach den gefährlichen Sprengköpfen. Sein Auftrag lautet nicht nur die gestohlenen Waffen zu finden, sondern auch Blofeld zu eliminieren. Aber Agent 007 sollte seine Gegner nicht unterschätzen, denn die mächtige Verbrecherorganisation SPECTRE hat ihn schon lange im Visier…

Sag niemals nie

Die Inhaltsangabe klingt gefährlich nach „Feuerball“ und inhaltlich ist (und durfte) „Sag niemals nie“ auch nicht mehr als eine Neuauflage dieses Klassikers sein. Der Film durfte aber nicht auf Monty Normans “The James Bond Theme“ zurückgreifen. Der französische Komponist Michel Legrand schrieb einen abwechslungsreichen entspannt jazzigen Soundtrack mit einem mittelprächtigen von Lani Hall (ursprünglich war Bonnie Tyler vorgesehen) interpretierten Titelsong und einem grandiosen “Tango of Death“. Die Komponisten Stephen Forsyth und Jim Ryan hatten einen alternativen Titelsong namens „Never Say Never Again“ komponiert, der von Phyllis Hyman interpretiert aber nicht verwendet wurde.

Sag niemals nieDank der hervorragenden Besetzung (Klaus Maria Brandauer als Schurke!, Kim Basinger als Bondgirl !! Barbara Carrera als Inspiration für Famke Jansen in „GoldenEye„!!!) und dank eines spielfreudigen und sehr selbstironischen Sean Connerys, der hier frischer als in „Diamantenfieber“ wirkt, geriet der Film doch zu einem großen Vergnügen und liegt endlich auf Blu-ray vor.

Sag niemals nie

Extras der Blu-ray: Audiokommentar von Regisseur Irvin Kershner und James-Bond-Historiker Steven Jay Rubin, ohne deutsche Untertitel; Die Entstehung des Films (16:24 min), wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Sean ist zurück (8:04 min); Die Bond-Girls (10:04 min); Englischer Kinotrailer (1:27 min)

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Diamantenfieber

Nachdem George Lazenbys Auftritt als James Bond in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ weit hinter den kommerziellen Erwartungen zurückblieb, wurde überlegt, die Figur stärker zu amerikanisieren. Nachdem sogar erwogen wurde, Adam West, den Darsteller der „Batman“-TV-Serie für die Hauptrolle zu verpflichten, bekam schließlich John Garvin, bekannt aus Hitchcocks „Psycho“, einen Filmvertrag für die begehrte Rolle. Als jedoch Sean Connery für die damalige Rekordgage von 1,25 Millionen Dollar (plus einer Beteiligung an den Einspielergebnissen) verpflichtet werden konnte, wurde Garvin ausgezahlt und der ursprüngliche Bond-Darsteller übernahm wieder das Ruder.

Diamantenfieber
© United Artists / Twentieth Century Fox

„Diamantenfieber“ basiert nun nur noch sehr locker auf Ian Flemings Roman, der sich „nur“ mit Diamantenschmuggel beschäftigt. Der Film wurde noch um eine Science-Fiction-Komponente ergänzt, denn ein Satellit mit Laser und Diamantspiegel bedroht die Welt. Angezettelt hat das Ganze mal wieder Ernst Stavro Blofeld. Nach Donald Plesance und Telly Savalas ist Charles Gray, der bereits in einer kleinen Rolle in „Man lebt nur zweimal“ dabei war, der dritte „Blofeld“-Darsteller.

© United Artists / Twentieth Century Fox
Diamantenfieber

Durch seinen Hauptschauplatz Las Vegas mit seinem billigen Flitter und dem nicht wirklich witzigen schwulen Killerpärchen Mr. Wint und Mr. Kidd ist „Diamantenfieber“ unverkennbar ein Film der siebziger Jahre und wirkt daher aus heutiger Sicht auch antiquierter als die meisten der früheren Werke. Sean Connery hat deutlich zugelegt und trägt auch noch ein sehr unvorteilhaftes Toupet. Er wirkt dadurch sehr viel älter als in seinem über 10 Jahre späteren Bond-Auftritt in „Sag niemals nie„.

Diamantenfieber
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglicher an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Inside „Diamonds are forever“, ein umfassender 31-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Portrait: „Cubby Broccoli – Der Mann hinter Bond“: Ein 41-minütiges Special über den Produzenten der Bondfilme, das sich auch sehr umfassend mit Broccolis Zeit vor 007 auseinandersetzt; Vier bisher unveröffentlichte Szenen, darunter eine Szene mit Sammy Davis Jr. und eine Version des Autostunts, bei dem Bonds Wagen auf den zwei rechten Rädern in die schmale Gasse fährt und nicht auf den zwei linken Rädern herauskommt (insgesamt 7:35 min); Aufnahmen von den Dreharbeiten des Fahrstuhlkampfes (4:24 min); BBC-Interview mit Connery von 1971 (4:59 min); Alternative Kameraeinstellungen zum Fahrstuhlkampfes (2:38 min) und zur Autoverfolgungsjagd in Las Vegas (4:28 min); Spezialeffekttest zum Satelliten (1:54 min) und zu den Explosionen (1:59 min); Aufnahmen von den Dreharbeiten des Kampfes um die Bohrinsel (2:22 min); englischer Trailer zur Erstaufführung (3:36 min, 16 : 9, anamorph, Mono); Weihnachts-Teaser (1:02 min, 1 : 2,35, nicht anamorph, Mono); fünf TV-Spots (0:30 min, 0:28 min, 0:28 min, 0:57 min und 0:58 min, Vollbild, Mono); drei Radio-Spots (insgesamt 2:00 min, Mono); 8-seitiges farbiges Booklet

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Im Geheimdienst ihrer Majestät

Nach fünf Bondfilmen hatte Sean Connery zunächst einmal die Nase voll und ein Nachfolger musste her. Obwohl „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ an den Hauptdarsteller höhere schauspielerische Anforderungen als die vorherigen Filme stellte, wurde der bisher nur in Werbefilmen aufgetretene Australier George Lazenby verpflichtet. Diesem wurden mit „Emma Peel“ Diana Rigg und „Kojak“ Telly Savalas jedoch zwei versierte Darsteller zur Seite gestellt, die gemeinsam mit Regisseur Peter Hunt recht gute Leistungen aus Lazenby herausholten.

Im Geheimdienst ihrer Majestät
© United Artists / Twentieth Century Fox

„Im Geheimdienst ihrer Majestät“ sollte eigentlich schon direkt nach “Goldfinger“ gedreht werden. Doch aufgrund der in Ian Flemings Roman beschriebenen schwierigen Ski-Aufnahmen wurde das Projekt immer wieder aufgeschoben. Schließlich wurde in den Schweizer Alpen mit der noch im Bau befindlichen Bergstation „Piz Gloria“ ein idealer Drehort und mit Willy Bogner ein optimaler Koordinator und Kameramann für die Skiszenen gefunden. Bogner sollte auch in weiteren Bondfilmen noch einiges zu tun bekommen.

Im Geheimdienst ihrer Majestät
© United Artists / Twentieth Century Fox

Dass sich George Lazenby als offizieller Nachfolger von Sean Connery in der Rolle des James Bond nicht durchsetzten konnte, lag ganz gewiss nicht am Soundtrack. Selbst das nur im Film nur kurz zu hörende Weihnachtslied “Do You Know How Christmas Trees Are Grown?“ ist so schön, dass es für die deutsche Version von Katja Epstein als “Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai“ neu eingesungen wurde. John Barrys im Vorspann verwendetes instrumentales Titelthema hat Drive und der von Louis Armstrong interpretierte Lovesong “We have all the Time in the World“ ist höchstwahrscheinlich das allerschönste Musikstück aus einem James Bondfilm ever!

Im Geheimdienst ihrer Majestät
© United Artists / Twentieth Century Fox

„Im Geheimdienst ihrer Majestät“ überzeugt nicht nur durch ein gutes Ensemble und ungewöhnliche Schauplätze. Aus heutiger Sicht fällt es sehr schwer sich den damals recht machohaft auftretenden Connery in diesem Film als verletzlichen und sogar verheirateten Bond vorzustellen. Dies spricht eher für als gegen Lazenby. Bezeichnenderweise hat Pierce Brosnan, der ebenfalls einen softeren Bond verkörpert, schon mehrmals Interesse an einer Neuverfilmung von „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ geäußert.

Im Geheimdienst ihrer Majestät
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen, wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Inside „On her Majesty´s Secret Service „, ein umfassender 42-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; „Above it all“, ein Bericht über die Dreharbeiten in den Schweizer Alpen (5:28 min); Aufnahmen von der ersten Präsentation der Hauptdarsteller (1:30 min); Diverse Interviews mit George Lazenby (9:24 min); Pressetag in Portugal (1:29 min); Bericht über die Autoverfolgungsjagd auf Eis (9:18 min); Bericht über die Dreharbeiten in der Schweiz (7:14 min); Special Inside „Qs Labor: Tricks und Wunderwaffen für 007“ ein sehr schön zusammengestellter 10-minütiger Bericht über Desmond Llewelyn, den nach den Dreharbeiten zu „Die Welt ist nicht genug“ verstorbenen Darsteller von Major Boothroyd alias Q.; Galerie mit 132 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Fünf TV-Spots (insgesamt 3:01 min, Vollbild, Mono); drei Radio-Spots (insgesamt 2:32 min, Mono); Radiointerviews mit George Lazenby (7:10 min), Diana Rigg (6:18 min), Telly Savalas (7:08 min) und Peter Hunt (6:55 min); 8-seitiges farbiges Booklet

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Man lebt nur zweimal

Nachdem einige Raumschiffe mitten im All verschwunden sind, machen sich Russen und Amerikaner hierfür gegenseitig verantwortlich. Das ja eigentlich gar nicht so neutrale England versucht im Kalten Krieg zu vermitteln und schickt seinen besten Mann. James Bond ist zwar zuvor scheinbar gestorben, doch mittels eines handlichen Fluggerätes namens „Little Nelly“ findet er in Japan einen Vulkan in dessen ausgetrockneten Krater sein Erzfeind Blofeld eine Raketenbasis errichtet hat und den dritten Weltkrieg anzetteln will.

Man lebt nur zweimal
© United Artists / Twentieth Century Fox

Eine ähnliche Thematik hat übrigens der später folgende Bondfilm „Der Spion, der mich liebte“, nur wurden hier Atom-U-Boote anstelle von Raumschiffen gestohlen. In „Man lebt nur zweimal“ ist, nachdem zuvor meist nur seine katzenkraulende Hand zu sehen war, erstmals auch das Gesicht von Ernst Stavros Blofeld zu sehen. Nach Donald Pleasence sollten noch Telly Savalas und Charles Gray in dieser Rolle zu sehen sein.

Man lebt nur zweimal
© United Artists / Twentieth Century Fox

Insgesamt ist der fünfte Bondfilm deutlich phantasievoller und weniger schwerfällig als sein direkter Vorgänger „Feuerball„. Dies liegt, neben den atemberaubenden Riesenkulissen von Ken Adams, auch ganz sicher daran, dass Roald Dahl („Kuschel Muschel“), der Autor skurriler Kurzgeschichten, das teilweise recht nah am Roman von Ian Fleming orientierte Drehbuch schrieb. Trotzdem hatte Sean Connery nach diesem Film die Nase voll und er quittierte (zunächst einmal) den Dienst als 007. Daher musste für den nächsten Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ ein anderer Darsteller gefunden werden.

Man lebt nur zweimal
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Inside „You only Live Twice“, ein umfassender 30-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; „Silhouetten: Die James-Bond-Titel“: Ein 23-minütiges sehr interessantes Special über Maurice Binder und die Vorspänne der Bondfilme; „Storyboard-Sequenz: Der Flugzeugabsturz“ (1:36 min); Ken Adams Produktionstagebücher (13:56 min); „Whickers World“ ein sehr interessanter schwarzweißer TV-Bericht von 1966 , der hinter die Kulissen der Produktion blickt (5:20 min), „Welcome to Japan, Mr. Bond“, ein seltsamer 50-minütiger TV-Promofilm für das US-Fernsehen mit Ausschnitten aus den ersten fünf Bond-Filmen und neu gedrehten Szenen mit Desmond Llewelyn und Lois Maxwell; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; englischer Kinotrailer (3:06 min, 1 : 2,35, anamorph, Mono); US-Kinotrailer (3:07 min, 1 : 2,35, anamorph, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Feuerball/Man lebt nur zweimal“ (2:20 min, 16 : 9, nicht anamorph, Mono); TV-Spot zum Double Feature „Feuerball/Man lebt nur zweimal“ (0:54 min, Vollbild, Mono); sieben Radio-Spots (insgesamt 5:09 min, Mono); 8-seitiges farbiges Booklet

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Feuerball

Der skrupellose Verbrecherboss Largo bringt ein Natoflugzeug mit zwei Atombomben an Bord in seinen Besitz. Seine Forderung an die Weltmächte: 300 Millionen britische Pfund oder die Vernichtung von 2 Großstädten. Agent James Bond bleibt nicht viel Zeit, als er auf den Bahamas die Spur aufnimmt.

Feuerball
© United Artists / Twentieth Century Fox

Mit diesem Film kehrte Terence Young nach „Dr. No“ und „Liebesgrüsse aus Moskau“ noch einmal zur Bond-Serie zurück. Trotzdem wirkt „Feuerball“ etwas lustlos inszeniert, denn der Film versucht so schnell wie möglich das Rezept und den Erfolg von „Goldfinger“ zu wiederholen und greift dabei kaum die düsteren Töne der ersten beiden Filme auf.

Feuerball
© United Artists / Twentieth Century Fox

Terence Young musste in „Feuerball“, sicher etwas widerwillig, verstärkt auf spektakuläre Action setzen, während Story und Atmosphäre eher Nebensache blieben. Vordergründig geht es in dem Film um den Diebstahl einiger Atombomben, doch schon bald verliert sich die Handlung in zahlreichen Stunts über und unter Wasser. Auch der ansonsten sehr zuverlässige italienische Schauspieler Adolfo Celi kann als Bösewicht Largo in keinster Weise mit „Goldfinger“ Gert Fröbe konkurrieren.

© United Artists / Twentieth Century Fox
Feuerball

Der Titelsong “Thunderball“ wurde von Tom Jones ganz ohne dessen lustige Manierismen recht gradlinig runtergesungen, sehr viel witziger ist da eine powervolle Coverversion von Adriano Celentano namens “Il mio amico James Bond“. Alternativ wurde für “Feuerball“ noch der im Film instrumental eingesetzte Titel “Mr. Kiss Kiss Bang Bang“ von Shirley Bassey und auch von Dionne Warwick eingesungen, was genauso verworfen wurde ein von Johnny Cash angebotener Song.

Feuerball
© United Artists / Twentieth Century Fox

Neben Albert R. Broccoli und Harry Saltzman fungierte bei „Feuerball“ noch ein gewisser Kevin McClory als Co-Produzent. Dieser hatte bereits 1960 gemeinsam mit Bond-Schöpfer Ian Fleming an einem 007-Drehbuch gearbeitet. Als das Filmprojekt nicht zustande kam, machte Fleming daraus den Roman „Feuerball„. Doch das Buch enthält auch Story-Elemente, die von McClory stammten. Daher wurde dieser von Broccoli und Saltzman kurzerhand zum Co-Produzenten gemacht und erhielt auch noch die Erlaubnis, den selben Stoff zehn Jahre später noch einmal verfilmen zu dürfen. Aus dieser Rechtslücke heraus entstand 1983 nach vielen Rechtsstreitigkeiten „Sag Niemals Nie“ mit dem Sean Connery noch einmal zur Bond-Serie zurückkehrte und Roger Moore in seinem zeitgleich entstandenen „offiziellen“ Bond-Film „Octopussy“ erfolgreich Konkurrenz machte. „Sag Niemals Nie“ erzählt sehr viel schwungvoller und dabei auch recht selbstironisch die nahezu gleiche Geschichte wie „Feuerball“ und verfügt außerdem mit Klaus Maria Brandauer, Kim Basinger und Barbara Carrera, deren Darstellung schon stark an Famke Janssens Leistung in „GoldenEye“ erinnert, über eine sehr viel interessantere Besetzung.

Feuerball
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Zwei Extratonspuren mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Inside „Thunderball“, ein umfassender 26-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; „Das Feuerball-Phänomen“: Ein 30-minütiges Special; Die unglaubliche Welt des James Bond (48:44 min); „Feuerball – Ein Einblick“: Ein kurzer Bericht, der über die unterschiedlichen Versionen einzelner Szenen in „Feuerball“ informiert (3:37 min, 1 : 2,35, nicht anamorph, Mono); Bill Suitor – Der Raketenmann (3:43 min); Die Sprengung eines Autos (16:25 min); Werbung für Regenmantel (0:30 min), 007-Hose (0:30 min) und Ausrüstung (0:58 min); Designer Ken Adam kommentiert Aufnahmen von der Locationsuche (12:34 min); Fotos für eine Bootsschau (2:47 min); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Galerie mit 150 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; englischer Kinotrailer (2:59 min, 1 : 2,35, anamorph, Mono); englischer Kinotrailer (2:49 min, 16 : 9, nicht anamorph, Mono); englischer Kinotrailer zum Double Feature „Feuerball/Man lebt nur zweimal“ (2:13 min, 16 : 9, nicht anamorph, Mono); zwei schwarzweiße drei TV-Spots (0:56 min und 0:57 min, Vollbild, Mono); drei TV-Spots zum Double Feature „Liebesgrüsse aus Moskau/Feuerball“ (0:59 min, 0:21 min und 0:10 min, Vollbild, Mono); zehn Radio-Spots (insgesamt 5:05 min, Mono); 8-seitiges farbige Booklet

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Goldfinger

James Bond wird auf die Fährte eines verbrecherischen Genies gesetzt, das die Goldreserven von Fort Knox in seinen Besitz bringen will. Bonds Gegner Goldfinger ist der Mann, der seine abtrünnig gewordene Geliebte tötet, indem er sie mit Goldlack überzieht. Mit Hilfe von Pussy Galore will Bond den Raub des Goldes vereiteln.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Nachdem die ersten beiden Bondfilme von Terence Young inszeniert wurden, stellt dieser Film einen Kurswechsel innerhalb der Reihe dar. Young setzte stark auf Atmosphäre und trotz spektakulärer Actionszenen wirkten „Dr. No“ und „Liebesgrüsse aus Moskau“ immer noch realistisch und oft auch etwas düster. James Bond musste bei Young ganz schön hart kämpfen um seine Siege zu erlangen.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Bei „Goldfinger“ übernahm Guy Hamilton das Steuer und er schuf ein überlebensgroßes Spektakel, das irrsinnig erfolgreich wurde und daher fortan die Richtung der Serie bestimmte. In den folgenden Filmen wurden größenwahnsinnige Schurken, gewaltige Kulissen und spektakuläre Stunts mindestens genauso wichtig wie die Figur des James Bond. Dadurch wurde 007 oft zu einem besseren Reiseleiter degradiert. Bereits im auf „Goldfinger“ folgenden Film „Feuerball„, bei dem Terence Young ein letztes Mal Regie innerhalb der Reihe führen sollte, ist Sean Connery anzumerken, dass ihm die Rolle des 007 nicht mehr allzu viel Spaß macht.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die folgenden Bond-Filme versuchten die Erfolgsformel von „Goldfinger“ zu kopieren und die Serie wurde dadurch oft klamaukiger als nötig. Wenn jedoch die eher negativen Auswirkungen ignoriert werden, die dieser Film auf die Bond-Serie hatte, dann ist „Goldfinger“ für sich betrachtet schon ein kleines Meisterwerk. Sehr schnell und abwechslungsreich wird von Bonds Konfrontationen mit Auric Goldfinger und dessen Helfern (darunter der zylinderwerfende Asiate Oddjob) erzählt, die einen Angriff auf Fort Knox und die dort gelagerten gesamten Goldvorräte der westlichen Welt planen und durchführen.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Die Möglichkeit den Titelsong eines James Bond Filmes zum Hit zu machen und dadurch wiederum für den Film zu werben wurde erstmals in „Goldfinger“ erfolgreich in die Tat umgesetzt. Der von Shirley Bassey mit viel Power interpretierte von John Barry komponierte Titelsong verkaufte sich als Single in den USA mehr als eine Million Mal und führte dazu, dass die Sängerin auch bei “Diamantenfieber“ und “Moonraker“ zum Einsatz kam.

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

„Goldfinger“ ist genau wie seine beiden Vorgänger eine noch recht werkgetreue Adaption von Ian Flemings Romanvorlage, die jedoch etwas modernisiert wurde. Anstatt das Gold aus Fort Knox zu stehen, was logistisch so gut wie unmöglich ist, will Goldfinger es atomar verstrahlen und dadurch selbst noch reicher werden. Aus der im Buch enthaltenen Kreissäge wurde ein Laser und der Dialog hierzu gehört zum Schönsten der ganzen Serie: James Bond (gefesselt, der Laser brennt sich unaufhaltsam auf ihn zu): „Erwarten Sie von mir, dass ich rede?“ Goldfinger: „Nein, Mr. Bond. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben.“

Goldfinger
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Extratonspur mit Kommentaren von allen möglichen an der Herstellung des Filmes beteiligten Personen (Sean Connery ist übrigens nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audiokommentar von Guy Hamilton; „Making of Goldfinger“: ein umfassender 25-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; „Das Goldfinger Phänomen“: Eine 28-minütige Dokumentation; Werbe-Feature mit Harold Sakata (2:06 min); Promotour mit dem Auston Martin (11:12 min); Honor Blackman Interview von 1964 (3:48 min); Sean Connery am Set (3:03 min); Probeaufnahmen von Theodore Bikel (5:23 min) und Tito Vandis (4:01 min) für die Rolle von Goldfinger; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Galerie mit 240 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; englischer Kinotrailer (3:01 min, 16 : 9, anamorph, Mono); Original Werbebericht in schwarzweiß (3:05 min); TV-Spot (2:59 min); zwei TV-Spots zum Double Feature „Goldfinger/Dr. No“ (0:59 min und 0:20 min); Radiowerbung (21:30 min); Radio-Interview mit Sean Connery (11:43 min); 8-seitiges farbiges Booklet

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