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Shazam!

Das war nicht zu erwarten. Nachdem sich DC mit seinen Superhelden-Filmen in den letzten Jahren sehr schwer tat, gelang ausgerechnet mit Shazam! ein überraschend unterhaltsamer Film mit viel Herz, haufenweise guten Gags, und gelegentlichen sogar mit etwas Tiefgang. Die Geschichte des jungen Billy Batson, der plötzlich die Fähigkeit erhält sich in den mächtigen Superhelden Shazam! zu verwandeln, hätte albern und kindisch werden können.

Shazam!

Doch der Film beruft sich auf jenem Ansatz mit dem der Autor Geoff Jones und der Zeichner Cary Frank der 1940 entstandenen Serie vor einigen Jahren einen grandiosen Neustart bescherten. Billy Batson ist hier ein respektloser Rotzlöffel von einem Waisenknaben, den aus gutem Grund keine Pflegefamilie dauerhaft aufnimmt. Doch da ihn seine Sozialarbeiterin endlich von der Backe haben möchte, landet er bei einem idealistischen Ehepaar, das bereits fünf Pflegekinder aufgenommen hat.

Shazam!

Nach und nach beginnt Billy sich – zu seiner eigenen Überraschung – in seiner neuen Umgebung wohl zu fühlen. Seine Fähigkeit plötzlich groß und stark zu sein, ist für den Jungen nicht nur ein Segen, sondern er bleibt auch im muskelbepackten Körper ein kleiner Junge voller Selbstzweifel und Ängste. Bei seiner Ersatzfamilie findet Billy Unterstützung. Überhaupt ist keine schlechte Sache, wenn ein Mainstream-Film zeigt, dass engagierte Pflegeeltern unter Umständen besser sind als gleichgültige Mütter oder boshafte Väter.

Shazam!

Doch ohne die richtige Besetzung hätte der Film nicht funktioniert. Der 16-jährige Asher Angel überzeugt als abgebrühter aber noch nicht völlig verhärteter Billy, während es Zachary Levy (aus der TV-Serie Chuck) als vielfältig begabter Superheld Shazam! tatsächlich gelingt, den Eindruck zu erwecken, dass ein ratloser kleiner Junge in seinem durchtrainierten Körper steckt.

Shazam!

Damit es in diesem auf knallbunte Farben setzenden Film etwas düsterer zugeht, ist Mark Strong (The Secret Service) als schurkischer Doctor Sivana dabei. Doch dieser hat thematisch passend einen Vater-Komplex, was nicht verwundert, denn als sein Erzeuger ist John Glover zu sehen. Dieser hat bereits in der TV-Serie Smallville als Lionel Luthor seinen Sohn Lex dazu gebracht, künftig Superman das Leben schwer zu machen.

Shazam!

Geradezu grandios ist eine vom Schweden David F. Sandberg sehr sensibel inszenierte Szene, in der Billy Batson endlich auf seine lange gesuchte Mutter trifft. Shazam! dürfte auch für Zuschauer ohne eine besondere Vorliebe für Superhelden funktionieren, denn Superman, Batman oder Wonder Woman sind (fast) ausschließlich in Form von Merchandise-Produkten dabei. Die Nachfrage nach Shazam!-Spielzeug wird dieser Film garantiert steigern!

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Mike Kunkel: Shazam!

Unter dem Label Mein erster Comic hat Panini bereits 8 Hardcover-Bände herausgebracht, die junge Leser an das Medium heranführen sollen. Dabei handelt es sich meistens um in großen klaren Bildern erzählte Tie-Ins zu Film-Reihen wie Star Wars und TV-Serie wie The Batman oder Justice League.

Mike Kunkel: Shazam!

Der vorliegende Band hingegen dürfte auch für etwas reifere Comic-Freunde von Interesse sein. 2007 gelang Bone-Schöpfer Jeff Smith 2007 eine tolle Revitalisierung des auf seltsamen Umwegen bei DC gelandeten einstigen Superman-Konkurrenten Captain Marvel alias Shazam! alias The Big Red Cheese. Diese vierteilige Miniserie ist leider immer noch nicht bei uns erschienen. Doch jetzt erlebt immerhin eine direkt danach entstandene und nicht minder originelle Neuinterpretation des ungewöhnlichen Superhelden ihre deutsche Premiere.

Mike Kunkel: Shazam!

Als Zeichner fungiert Mike Kunkel, dessen liebenswerte Serie Herobear and the Kid zweimal mit dem Eisner Award als bester Comic für junge Leser ausgezeichnet wurde. Auch Billy Batson and the Magic of Shazam! richtet sich eindeutig an Leser, die im Alter jenes kleinen Jungen sind, der sich in einem mächtigen Helden verwandelt, sobald er Wort Shazam sagt. Die sechs Buchstaben dieses Wortes stehen für sechs Helden der Antike: Die Weisheit von Salomons, die Stärke von Herkules, die Ausdauer von Atlas, die Kraft von Zeus, der Mut von Achilles und die Geschwindigkeit von Merkur.

Mike Kunkel: Shazam!

Billy Batson muss sich in den vier ersten Heften, die in diesem Band enthalten sind, nicht nur mit dem Schurken Black Adam, sondern auch mit seiner ebenfalls mit Superkräften ausgestatteten kleinen Schwester Mary und seinen Lehrern herumärgern.

Mike Kunkel: Shazam!

Mike Kunkel hat seinen Comic teilweise bewusst kindlich mit Buntstiften in Szene gesetzt. Sein liebenswerter Humor seine ungebremste Phantasie dürften jedoch alle Altersklassen erfreuen.

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Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Captain Marvel wurde 1940 vom Autor Bill Parker und dem Zeichner C. C. Beck für den Verlag Fawcett geschaffen. Die Origin erzählt, wie der ägyptische Zauberer Shazam dem jungen Radio-Reporter Billy Batson die Fähigkeit gibt sich in Captain Marvel zu verwandeln. Batson muss dazu das Wort Shazam aussprechen.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Die sechs Buchstaben dieses Wortes stehen für sechs Helden der Antike: Die Weisheit von Salomons, die Stärke von Herkules, die Ausdauer von Atlas. Die Kraft von Zeus, der Mut von Achilles und die Geschwindigkeit von Merkur. Die Hefte mit den oft sehr humorvollen Abenteuern von Captain Marvel, den seine Fans Big Red Cheese nannten, waren teilweise erfolgreicher als die Superman Comics. Dies führte dazu, dass der Superman-Verlag DC eine Plagiatsklage einreichte und Captain Marvel nach einem langwierigen Prozess 1953 schließlich von der Bildfläche verschwand.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Ausgerechnet DC belebte Captain Marvel 1972 wieder, musste für die Heftserie allerdings zum Titel Shazam! greifen, da der konkurrierende Verlag Marvel mittlerweile einen eigenen Captain hatte.  Laut Stan Lee – der für die DC-Reihe Just Imagine einen eigenen Captain Marvel kreierte, wäre es „schrecklich, wenn jemand anders als Marvel Comics die Rechte an dem Namen halten würde.“

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Für die Zeichnungen der DC-Serie Shazam! konnte zunächst sogar wieder C. C. Beck, der Schöpfer der Urversion gewonnen werden. Innerhalb der Geschichten kam es auch zum Treffen mit dem einstigen Rivalen Superman.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Beck zog sich jedoch zurück, als Änderungen an seiner Figur, die den DC-Chefs als zu kindisch und zu freundlich erschien, gefordert wurden. Die neue Serie war nicht allzu erfolgreich und wäre ohne die ab 1974 laufende TV-Serie schon recht bald am Ende gewesen.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Für die vierteilige Miniserie Shazam! – The Monster Society of Evil konnte 2007 Jeff Smith gewonnen werden, nachdem dieser seine Erfolgsserie Bone beendet hatte. Billy Batson ist hier ein kleiner Junge, der als obdachloses Waisenkind auf der Straße lebt. Durch einen seltsamen Zug, der nachts auf den U-Bahn-Gleisen fährt, landet Billy bei einem Zauberer.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Dieser ermöglich es, dass sich Billy – nachdem er das Wort Shazam! ausgesprochen hat – in den mächtigen Captain Marvel verwandelt. Billy und der Captain sind allerdings zwei Personen, die sich im selben Körper befinden. Im Laufe der Geschichte muss sich Billy mit Riesenrobotern, Trenchcoat tragenden Krokodilen und einem tückischen Regierungsbeamten auseinandersetzen. Er findet aber auch seine verschollene Schwester Mary wieder, die ebenfalls Superkräfte erlangt.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Smiths Geschichte ist keine herkömmliche Superhelden-Kost sondern eher dem Fantasy-Genre zuzurechnen. Genau wie bei Bone erzählt er die Erlebnisse von Billy ebenso spannend wie humorvoll und auch das knuffige Design der sympathischen Figuren kann wieder voll überzeugen.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Eine ähnlich schöne Shazam!-Version für Jung und Alt gelang Mike Kunkel.

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Shazam – Just Imagine

1940, ein Jahr nach Superman, debütierte ein gewisser Captain Thunder, der schon bald in Captain Marvel umbenannt werden musste. Eigentlich war er ein simpler Rundfunkreporter namens Billy Batson. Doch vom ägyptischen Hexenmeister Shazam (der Name wurde zusammengesetzt aus Salomon, Herkules, Atlas, Zeus, Achilles und Merkur) erhielt er übernatürliche Kräfte. Immer wenn Batson Shazam! ausruft, verwandelt er sich in einen rotbekleideten Superhelden mit einem gelben Blitz auf der Brust.

Shazam - Just Imagine

Trotz seines Namens ist Captain Marvel jedoch keineswegs beim Superhelden-Verlag Marvel beheimatet, sondern landete in den siebziger Jahren beim Konkurrenten DC. Für diesen Verlag hat der legendäre Marvel-Verleger Stan Lee eine 13-teilige Reihe namens Just Imagine ins Leben gerufen für die er 2001 DC-Superhelden wie Batman oder Superman mit recht zwiespältigen Resultaten auf seine Art neu schaffen durfte.

Shazam - Just Imagine

Dabei hat sich Lee auch an Captain Marvel versucht, hat seine Kreation allerdings Shazam! genannt und eigentlich aus der Figur wenig mehr als einen roten Hulk gemacht, der diesmal nicht durch eine Atombombe sondern durch den Zauberer Merlin zu einem (diesmal) roten und flugtauglichen Ungetüm wird.

Shazam - Just Imagine

Fairerweise muss jedoch gesagt werden, dass Stan Lees Version von Captain Marvel aus der Just Imagine-Reihe deutlich herausragt. Dies liegt zu einem kleineren Teil an Lees diesmal deutlich weniger wirreren Erzählweise und zu einem Großteil an den beeindruckend realistisch ausgeführten Zeichnungen von Gary Frank (Batman: Erde Eins). Mittlerweile hat auch Jeff Smith (Bone) mit Shazam! und die Monster Society eine eigene Version von Captain Marvel vorgelegt.

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Shazam!

1940, ein Jahr nach Superman, debütierte ein gewisser Captain Thunder, der schon bald in Captain Marvel umbenannt wurde. Eigentlich war er ein simpler Rundfunkreporter namens Billy Batson. Doch vom ägyptischen Hexenmeister Shazam (der Name wurde zusammengesetzt aus Salomon, Herkules, Atlas, Zeus, Achilles und Merkur) erhielt er übernatürliche Kräfte. Immer wenn Batson Shazam! ruft, verwandelt er sich in einen rot bekleideten Superhelden mit einem gelben Blitz auf der Brust.

Shazam!

Trotz seines Namens ist Captain Marvel jedoch keineswegs beim Superhelden-Verlag Marvel beheimatet (wo es eine gleichnamige Figur gibt), sondern beim Konkurrenten DC. Dort schufen Starzeichner wie Jeff Smith (Bone) mit Shazam! und die Monster Society oder Alex Ross (Marvels, Kingdom Come) interessante Versionen von Captain Marvel, der nach einem Rechtsstreit mit dem Marvel Verlag keine eigene Serie haben bzw. als Hauptfigur nur in Heften mit dem Titel Shazam auftreten durfte.

Shazam!

Im Rahmen des New 52-Relaunch gehörte Captain Marvel nicht zu den Figuren, denen ab 2011 ein Neustart spendiert wurde. Doch in Heft 7 der neuen Justice League-Reihe gab es eine Zweitserie mit dem Captain, die Panini jetzt gebündelt veröffentlicht. Geschrieben wurde die Geschichte wie viele der neuen Serien von DCs Chief Creative Director Geoff Jones. Als Zeichner fungierte Cary Frank (Batman: Erde Eins), der bereits Erfahrung mit der Figur hatte, denn 2001 zeichnete er innerhalb der Reihe Just Imagine eine von Stan Lee geschaffene alternative Version von Captain Marvel, die nicht von ungefähr an eine rote Variante des Unglaublichen Hulks erinnerte.

Shazam!

Geoff Jones und Cary Frank arbeiteten bereits bei Batman: Erde Eins zusammen. Der Neustart von Captain Marvel funktioniert bestens, weil die Geschichte fest in der Realität verankert ist. Billy Batson ist hier ein respektloser Rotzlöffel von einem Waisenknaben, den aus gutem Grund keine Pflegefamilie dauerhaft aufnimmt. Doch da ihn auch seine Sozialarbeiterin endlich von der Backe haben möchte, landet er bei einem idealistischen Ehepaar, das bereits fünf Pflegekinder bei sich aufgenommen hat.

Shazam!

Diese Umgebung, in der sich Billy nach und nach widerwillig daheim fühlt, schildert Geoff Jones sehr einfühlsam. Dabei wird er bestens unterstützt von den sehr realistisch und detailreich ausgeführten Zeichnungen Cary Franks. Auch ohne die ganzen Fantasy- und Superhelden-Einlagen, die nach und nach immer stärker die Handlung dominieren, wird hier eine spannende mitreißende Geschichte erzählt, der es bestens gelingt dem Captain eine neue Heimat in unserer Gegenwart zu geben.

Shazam!

Bezeichnenderweise spielt die Erzählung nicht wie ansonsten bei DC üblich in Phantasie-Städten wie Metropolis oder Gotham City sondern im heutigen Philadelphia. Viele Elemente dieses Comics flossen auch in den äußerst gut gelungenen Shazam!-Film von 2019 ein.

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Mark Millar: The Secret Service

Die Idee zu The Secret Service entwickelte der schottische Autor Mark Millar gemeinsam mit dem Regisseur Matthew Vaughn während der Dreharbeiten zur Verfilmung seines Comics Kick-Ass. Vaughn war von dem Konzept so angetan, dass er darauf verzichtete Kick-Ass 2 zu inszenieren und sich voll und ganz auf die Verfilmung des Comics zu konzentrierten, die bereits fortgesetzt wurde und den Titel  Kingsman: The Secret Service trägt. In den Hauptrollen sind neben Colin Firth, Samuel L. Jackson, Mark Strong, Taron Egerton und Michael Caine zu sehen.

Mark Millar: The Secret Service

The Secret Service ist eine aufregende Mischung aus James Bond und Sozialdrama. Hauptfigur ist Gary, der in einem Londoner Problemviertel aufwächst und höchstwahrscheinlich genauso kriminell und asozial werden wird, wie die wechselnden Lover seiner Mutter. Doch sein Onkel Jack macht ihm ein ungewöhnliches Angebot. Jack enthüllt ihm, dass er als Super-Agent für den britischen Geheimdienst tätig ist und bietet Gary an, dort auch eine Ausbildung zu absolvieren. Gary ist nicht abgeneigt von Profis zu lernen wie man schießt und Frauen optimal befriedigt, doch sein sozialer Background macht ihm zum Außenseiter der Agentenschule.

Mark Millar: The Secret Service

Millar erzählt zugleich aber auch vom sehr seltsamen größenwahnsinnigen Plan eines Superschurken, der zahlreiche Prominente aus Science-Fiction-Filmen und TV-Serien entführt, wodurch es gleich zu Beginn des Comics zu einem unvergesslichen Gastauftritt von Mark Hamill kommt. Als Zeichner konnte Millar die Watchmen-Legende Dave Gibbons gewinnen. The Secret Service ist eine weitere abgefahrene Geschichte aus der Millarworld, wie der Autor sein bei verschiedenen US-Verlagen veröffentlichtes Oeuvre nennt.

The Secret Service

Spannung, allerlei überraschende Wendungen, Humor, sowie interessant charakterisierte Hauptfiguren wurden zu einem gut geschüttelten Cocktail zusammen gemixt, der gelegentlich sogar rührt.

Mark Millar Collection: Bd. 7: Kingsman - The Secret Service

Als siebten Band der Mark Millar Collection veröffentlicht Panini die aus sechs Heften bestehende Miniserie Secret Service in einer mit 19 x 28 cm etwas großformatigeren Hardcover-Edition, die noch mit einem 50-seitigen Anhang garniert wurde. Enthalten ist auch ein 14-seitiger Anhang, der einige Entwürfe und Seiten-Layouts von Dave Gibbons sowie ein interessantes Interview mit dem Zeichner enthält. Zum Abdruck kommt auch jener Brief mit dem sich der 16-jährige Mark Millar 1985 an Gibbons wendete und ihm die Zusammenarbeit bei einem Shazam-Comic vorschlug. Gibbons antwortete ablehnend, doch sehr nett und knapp 30 Jahre später entstand The Secret Service.

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Miracleman

Mit diesem Band startet Panini ein hochinteressantes Stück Comicgeschichte. Anfang der Fünfziger Jahre durfte die auch als “Shazam“ bekannte US-Serie Captain Marvel aufgrund eines Rechtsstreits mit DC Comics, die wegen Ähnlichkeiten mit Superman klagten, nicht mehr erscheinen. Daraufhin entschloss sich der britische Verlag L. Miller & Son, Ltd., der Captain Marvel herausbrachte, eine eigene Variante des Superhelden zu entwickeln. Ab 1954 erfreute eine sehr ähnlich gelagerte Figur namens Marvelman die englische Jugend mit seinen Abenteuern.

MIRACLEMAN

Der Autor Mick Anglo erfand den eher schmächtigen Reporter Michael Moran, der sich nachdem das Wort KIMOTA! (eine rückwärts leicht falsch geschriebene Variante von “atomic“) ausgesprochen hatte, in einen Superhelden verwandelt. Gemeinsam mit Young Marvelman und Kid Marvelman kämpfte er gegen das Böse. L. Miller & Son, Ltd. verlor jedoch in den frühen 60er Jahren den Kampf gegen die farbigen Comichefte der US-amerikanischen Konkurrenz, die in Großbritannien immer beliebter wurden.

MIRACLEMAN

Zu einer Wiederbelebung der Figur kam es 1982 im britischen in schwarzweiß veröffentlichten Monatsmagazin Warrior. Bis 1984 war hier Alan Moore (“Watchmen“) als Texter für den neuen Marvelman zuständig, zeitgleich erschien ebenfalls in Warrior die erste Version seiner später zum Klassiker gewordenen von David Lloyd gezeichneten Serie “V wie Vendetta“. Als 1985 die Marvelman-Storys aus Warrior in einer kolorierten Version neu erschienen, wurde die Figur aus Angst vor einem Rechtsstreit mit Marvel in Miracleman umbenannt. In den 90er Jahren fungierte hier auch Neil Gaiman als Autor und mittlerweile hat Marvel die Rechte an dem langlebigsten britischen Superhelden erworben.

MIRACLEMAN

Die auf vier Bänden angelegte Panini-Ausgabe enthält im ersten Band zur Vorstellung von Miracleman die kurze Geschichte „1956 – Die Invasoren aus der Zukunft“ von Mick Anglo. Der Erfinder der Figur erzählt davon, wie die Erde von durch die Zeit reisenden „Atomaren Sturmtruppen“ attackiert wird. Diese liebenswert nostalgische 10-seitige Geschichte hat Don Lawrence (“Trigan“) 1985 bewusst naiv gezeichnet und sie ist ein guter Einstieg, auch um nachzuvollziehen, warum Alan Moore ganz begierig darauf war den Neustart von Miracleman zu texten. Moore und Zeichner wie Garry Leach oder Steve Dillon (“Preacher“) schildern wie sich die Zeiten für den nach 20-jähriger Unterbrechung wieder als Superheld tätigen Michael Moran geändert haben. Statt der Schurken, „die nie etwas wirklich Böses getan“ hatten, mit denen Miracleman früher „ein Spiel spielte, dass keiner ganz ernst nahm“, hatte er es jetzt mit wirklich bedrohlichen Gestalten zu tun. Fast noch beängstigender ist jedoch, dass Michael Morans Freundin Liz, mit der er schon ewig zusammenlebte, plötzlich wider Erwarten schwanger wurde. Nachdem dies ewig nicht geklappt hatte, schien es so als wenn nicht Moran sondern Miracleman der Vater war.

MIRACLEMAN

“Der Traum vom Fliegen“, die in diesem mit viel Hintergrundinformationen garnierten Band enthaltene erste Miracleman-Geschichte von Alan Moore, ist sehr viel interessanter als die meisten Comics, die der Starautor in den letzten Jahren auf die Leserschaft losgelassen hat. Trotzdem hat Moore dafür gesorgt, dass sein Name in dieser Neuedition nicht genannt wird.

Miracleman

Der abschließende vierte Band schließlich enthält die von Neil Gaiman geschriebenen und von Mark Buckingham gezeichneten Abenteuer von Miracleman.

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