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Rick Master

Seit 1955 ist Rick Hochet unermüdlich dabei Kriminalfälle zu lösen. Bei dieser Serie handelt es sich um einen frankobelgischen Comic im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Autor André-Paul Duchâteau stammt aus Belgien und der Zeichner Gilbert Gascard alias Tibet aus Frankreich. Ihre Premiere erlebte die Reihe im Magazin tintin und bei uns mit 12 Jahren Verspätung im Comicheft MV Comix unter dem Titel Ric, der Meisterdetektiv.

Rick Master

Richtig populär in Deutschland wurde der meist einen roten Rollkragen-Pulli zum hellen, gepunkteten Jackett tragende Journalist und Detektiv aus Leidenschaft jedoch erst, als er ab 1972 in ZACK als Rick Master ermittelte. Nachdem das Comic-Magazin aus dem Hause Springer eingestellt wurde, veröffentlichte der Carlsen Verlag immerhin 25 Alben der Serie. Anschließend übernahm Kult. Hier erschienen zunächst die Bände 25 bis 77 und danach wurde sich an den immerhin ersten 10 Ausgaben einer gebundenen und kommentierten Gesamtausgabe versucht.

Rick Master

Doch den längeren Atem hat einmal mehr der Splitter Verlag, der seine 25-bändige Integral-Edition zugleich mit Band 1 und Band 11 startete. Diese Gesamtausgabe ermöglicht es, durch liebevoll zusammengestellte Bonusmaterial, sehr lebendig mitzuerleben, wie Rick Master 1955 in tintin debütierte. Er war noch kein mit allen Wassern gewaschener Privatermittler, sondern ein neugieriger Zeitungsjunge. Auch der Umfang der Erzählung war sehr viel bescheidener, denn in Rick Master macht das Spiel wurde ein ganz ohne Mord und Todschlag auskommender Spionage-Fall schon nach fünf Seiten aufgeklärt.

Rick Master

Doch bereits in der dritten Kurzgeschichte Surprise de Noël (die leider in Band 1 der Splitter-Gesamtausgabe fehlt, aber sicher noch nachgeliefert wird) kam es zu einer entscheidenden Begegnung, als Rick Master 1958 auf den Kommissar Sigismond Bourdon traf. Zu dieser Figur ließ sich Duchâteau von Georges Simenons Kommissar Maigret inspirieren. Die Möglichkeit den Leser mitermitteln zu lassen und möglichst mit einer originellen Auflösung des Falls zu überraschen, stand hingegen in bester Agatha-Christie-Tradition.

Rick Master

Rick Master und Kommissar Bourdon wurden zu einem unschlagbaren Gespann. Zunächst sah es so aus, als wenn es ab 2010, nach dem Tode von Tibet, keine weiteren Kriminalfälle mehr zu knacken gäbe. Doch ausgerechnet unter dem Titel R.i.p., Rick! erlebte der Detektiv 2017 bei Splitter seine Wiederauferstehung.

Rick Master

Das neue künstlerische Team mit dem dem Autor Zidrou (Shi, Lydie) und dem Zeichner Simon Van Liemt verfolgt einen interessanten Ansatz. Die neuen Fälle des Rick Master spielen in den 60er Jahren, der wohl fruchtbarsten Zeit der Serie. Aus dieser Zeit wurden nicht nur Kostüme und Dekos übernommen, sondern die Geschichten nehmen auch Bezug auf die Jahre des Aufbruchs, der Studentenunruhen und der freien Liebe.

Rick Master

Das steht spannenden Geschichten nicht im Wege, ganz im Gegenteil. So gut wie Rick Master ist kaum ein anderer Comicheld gealtert!

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Shi

Hier hat sich ein interessantes Team formiert. Der belgische Autor Benoît Drousie alias Zidrou hat in den letzten Jahren viele Traditions-Serien wie Percy Pickwick oder Rick Master fortgeführt, aber auch interessante preisgekrönte Comics wie Lydie geschrieben. Der spanische Zeichner José Homs lieferte beeindruckende Beiträge zu einer Comic-Adaption von Stieg Larsson Millennium-Trilogie.

Shi

Hier überzeugte Homs auch dadurch, dass er sich darum bemühte eine “eigene“ Lisbeth Salander zu erschaffen und nicht (wie dies bei einer US-Adaption von Larssons Romanen der Fall war) aus der schwedischen Darstellerin Noomi Rapace eine Comicfigur zu machen. Die Lisbeth von Homs hat eine gewisse “Niedlichkeit“, was die Identifikation erleichtert, aber seltsamerweise der Geschichte  bei den zahlreichen extremeren Momenten nicht im Wege steht.

Shi

In die selbe Kerbe haut auch Shi, denn die Story von Zidrou geizt nicht mit extremen Momenten und schont die Hauptfiguren nicht. Hierbei handelt es sich um zwei sehr attraktive Frauen, die Homs in plastische Comic-Charaktere verwandelt hat, deren Schicksal dem Leser nicht egal sein dürfte.

Shi

Um die auf zwei Zeitebenen spielende Geschichte in Szene zu setzen findet Homs durch unterschiedliche Kolorierung eine interessante Lösung.

Shi

Zidrou erzählt zunächst von einem in der Gegenwart spielenden brutalen Anschlag auf die Familie des schwerreichen britischen Waffenfabrikanten Barrington. Jemand hat in dessen Garten Hightech-Landminen vergraben, denen Barringtons schwangere Frau und sein Sohn zum Opfer fallen.

Shi

Das Attentat steht im Zusammenhang mit einer Geheimorganisation, die sich 1851 im Zusammenhang mit der Londoner Weltausstellung formierte.

Shi

Das japanische Schriftzeichen Shi steht für Tod und ist auch das Symbol jener “wütenden Mütter“, die sich an der herrschenden Klasse für den Tod ihrer Kinder rächen. Vom Entstehen dieser Organisation, sowie der Freundschaft zweier Frauen von höchst unterschiedlicher Herkunft, erzählt der vielversprechende Auftakt einer spannend erzählten und großartig in Szene gesetzten Comic-Serie.

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