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Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer

Im Vergleich zu stargespickten und visuell ambitionierten Marvel-Superhelden-Verfilmungen wie der Spider-Man-Trilogie wirkte der 2005 entstandene Kinoauftritt der Fantastic Four reichlich hausbacken (aber nicht so schlimm wie der 10 Jahre später entstandenen Fantastic-Four-Neustart).

Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer

Der etwas behäbig erzählte Film und sein im Gummianzug steckender Ben Grimm schienen eher aus den Siebziger Jahren zu stammen. Doch seltsamerweise war der von Bernd Eichinger mitproduzierte Film so erfolgreich, das schon zwei Jahre später eine Fortsetzung folgte.

Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer

Durch den Gastauftritt des Silver Surfers – eines der interessantesten (Anti-) Helden des Marvel-Universums – kommt die Fortsetzung nicht nur tricktechnisch deutlich interessanter daher. Zwar wirken Ioan Gruffud (Hornblower) als Mr. Fantastic (ganz schlimm seine Tanzszene) und der spätere Captain America Chris Evans als Fackel auch diesmal erschreckend blass in ihren Kostümen, während das durchaus vorhandene Potential von Jessica Alba und des ansonsten äußerst charismatischen Michael Chiklis (The Shield), der nur ganz kurz ohne Gummimaske zu sehen ist, ziemlich verschenkt wird.

Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer

Doch die tragische Figur des einsam durch das Weltall reisenden Silver Surfers ist eine gelungene Animation der Comicfigur. Auch die locker aneinander gefügte Erzählstruktur, die beständig zwischen aktionsreichen, komischen, und menschlich ergreifenden Momenten wechselt, atmet den Geist von Stan Lees und Jack Kirbys in den 60er-Jahren entstandenen Comics.

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Moebius & Stan Lee: Silver Surfer – Parabel

Ende der Achtziger Jahre kam es zu einer höchst merkwürdigen Zusammenarbeit. Als sich Stan Lee und der französische Star-Zeichner Jean Giraud alias Moebius (Sternwanderer) in den USA trafen, tauschten sie zunächst Komplimente aus, kamen jedoch schon recht bald auf ein gemeinsames Projekt zu sprechen. Nachdem Moebius erwähnte, dass er die Figur des Silver Surfer besonders schätzt, beschloss Stan Lee eine “poetische und philosophische“ Geschichte zu schreiben. Die 1966 erstmals innerhalb der Serie Fantastic Four auftauchende Silver Surfer neigt zu Grübeleien und ist alles andere als begeistert davon wie die menschliche Zivilisation funktioniert bzw. nicht funktioniert.

Moebius & Stan Lee: Silver Surfer - Parabel

In der 1988 bei Marvels Label Epic erschienenen zweiteiligen Heftserie The Silver Surfer, die später den Titel Parabel bekam, kehrt der riesige Weltenverschlinger Galactus auf die Erde zurück und wird von der Menschheit als Gott verehrt. Doch dem Silver Surfer, der Galactus einst dienen mußte, ist sofort klar, dass der Planetenfresser nichts anderes im Sinn hat als seinen Hunger zu stillen…

Moebius & Stan Lee: Silver Surfer - Parabel

Stan Lees Geschichte handelt davon, wie schnell Menschen bereits sind falschen Propheten zu folgen. Moebius liefert dazu höchst eigenständige Bilder der Marvel-Figuren Silver Surfer und Galactus. Das Umfeld, in dem die Geschichte spielt, erinnert dabei aber keineswegs an die realistisch dargestellte Erde des Marvel-Universums, sondern es scheint sich eher um Moebius‘ Welten des Incals oder der Hermetischen Garage zu handeln.

Moebius & Stan Lee: Silver Surfer - Parabel

Silver Surfer – Parabel bekam 1989 einen Eisner Award als beste Miniserie. Bei uns hat der Comic immer wieder Neuausgaben erlebt und  erschien zunächst 1989 als Hardcover-Band bei Splitter und zwei Jahre später bei Carlsen als viertes Album innerhalb der Moebius-Reihe Universum der Wunder.

Moebius & Stan Lee: Silver Surfer - Parabel
Panini-Ausgabe von 2014

Die 2014 erschienene Panini-Ausgabe war zwar etwas kleinformatiger als die Splitter-Edition, hatte aber sehr viel mehr Bonusmaterial zu bieten. Neben den bereits bekannten Vor- und Nachworten gab es noch es noch Abbildungen von diversen Titelbildern der Miniserie sowie die Marvel-Press-Poster von Moebius, die ungewöhnliche Versionen von Figuren wie Wolverine, Iron Man oder dem Punisher zeigen.

Moebius & Stan Lee: Silver Surfer - Parabel
Panini-Ausgabe von 2020

Doch damit nicht genug. Mittlerweile liegt Silver Surfer: Parabel bei Panini auch als gebundener fast doppelt so großer DeLuxe-Prachtband im 27 x 26 cm Überformat vor. Der Schutzumschlag kann zu einem riesigen Poster entfaltet werden. In einem schöneren Layout ist alles Bonusmaterial enthalten und die Kolorierung von Claire Champeval lässt den Comic noch mehr strahlen als in den alten Ausgaben!

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