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Stephen King: Sleeping Beauties

Das neue Werk von Stephen King umfasst 950 Seiten. Um den Lesern den Durchblick zu erleichtern ist dem Buch ein Verzeichnis mit den 75 wichtigsten Handlungsträgern vorangestellt. Wer Sleeping Beauties nicht in einem Rutsch durchliest, wird diesen Service zu schätzen wissen. Die Frage ist jedoch, ob die mittelprächtig originelle Grundidee – eine mysteriöse Seuche lässt die weibliche Bevölkerung nach dem Einschlafen nicht mehr aufwachen – wirklich so umfangreich erzählt werden musste, dass Stephen King beim Verfassen auf die Hilfe seines jüngsten Sohns Owen zurückgreifen musste.

Stephen King: Sleeping Beauties

Wer sich auf das Buch einlässt, wird jedoch insgesamt recht gut bedient. Zwar reicht die Rasanz der Erzählung und die Originalität der Charaktere längst nicht an Kings ganz großes Weltuntergangs-Epos The Stand heran. Das liegt auch daran, dass Stephen und Owen sich schauplatzmäßig auf eine US-Kleinstadt in den Appalachen beschränken. Dieses typische King-Town verfügt als dramaturgisch gut passende Attraktion über ein Frauengefängnis. Es mutet etwas seltsam an, wenn geschildert wird, wie sich das Schicksal der gesamten Welt in der abgelegenen Ortschaft Dooling entscheidet.

Stephen King: Sleeping Beauties

Zum Abschluss möchte ich doch noch etwas spoilern und verraten, dass die Geschichte so manche Überraschung zu bieten hat. Dazu gehört, dass die entschlafenen und seltsam verpuppten Frauen nicht völlig verschwunden sind. Sie befinden sich in einer parallelen Welt und sind dabei diese, ganz ohne Männer doch mit ersten männlichen Neugeburten, zu einer besseren Welt zu machen. Die Utopie, die Vater und Sohn King hier anbieten, verfügt über originelle Ansätze und regt zum Nachdenken an. Dennoch hätte es nicht geschadet, wenn ein beherzter Lektor das Werk noch etwas zurechtgestutzt hätte.

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Stephen King: Gwendys Wunschkasten

Quasi als Appetitanreger auf sein nächstes Epos – den 950-seitigen Roman Sleeping Beauties schrieb Stephen King ebenfalls nicht im Alleingang, sondern mit seinem Sohn Owen – verfasste Stephen King gemeinsam mit Richard Chizmar ein eher schmales Werk. Von Chizmar stammt u. a. ein bisher noch nicht realisiertes Drehbuch, das auf Kings Roman Der Buick basiert.

Stephen King: Gwendys Wunschkasten

Gwendys Wunschkasten ist eher eine etwas längere Kurzgeschichte als ein Roman (Im Original wird das Buch als “Novella“ bezeichnet). Im Zentrum steht die Titelheldin Gwendy Peterson, die als 12-jähriges Mädchen in Kings aus vielen Büchern bekannter typischer Kleinstadt Castle Rock von einem mysteriösen Fremden namens Richard Ferris einen Holzkasten mit zahlreichen Knöpfen erhält.

Stephen King: Gwendys Wunschkasten
Illustration aus der Qriginalausgabe

Gwendy hatte zuvor Angst zu einem Pummelchen zu werden, doch das Problem löste erledigte sich durch winzige Tierfiguren aus Schokolade, die aus der kleinen Kiste kamen, wenn eine bestimmte Taste gedrückt wurde. Wenn Gwendy diese kleinen Süßigkeiten aß, verspürte sie nicht mehr wie zuvor den Drang Unmengen von Speisen zu sich zu nehmen. Eine andere Taste ließ wertvolle Münzen aus dem Wunschkasten purzeln, doch manche Knöpfe lösten sehr viel Schlimmeres aus…

Stephen King: Gwendys Wunschkasten

Die 120-seitige Geschichte erzählt, wie Gwendy zur jungen Frau heranwächst und nicht immer erfolgreich versucht vom Wunschkasten unabhängig zu bleiben. Das Resultat ist ein Märchen, wie zu erwarten mit einigen finsteren Momenten, aber auch voller Menschlichkeit. Alle Freunde von Stephen King werden ihre Freunde an diesem vom Heyne Verlag sehr hübsch aufgemachten (der Einband sieht wie Holz aus und schimmernde Münzen sind auch zu sehen) Büchlein haben.

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