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George Herriman: Krazy Kat

Wie schon so manches Buch aus dem Hause Taschen wirkt auch dieser mehrere Kilo schwere Prachtband wie ein Backstein. Das passt bestens zum Inhalt, denn der Titelheld wird immer wieder mit Ziegeln beworfen. George Herrimans Krazy Kat ist einer der ganz großen Comic-Klassiker, auch wenn die 1913 gestartete Serie zeitweise nur in ganz wenigen US-Zeitungen veröffentlicht wurde.

George Herriman: Krazy Kat

Doch Krazy Kat hatte einflussreiche Bewunderer, zu denen neben US-Präsident Woodrow Wilson und Charlie Chaplin auch Pablo Picasso gehört haben soll. Wichtiger noch war jedoch, dass der Zeitungs-Zar William Randolph Hearst ein Fan war und verfügt hatte, dass die Serie immer in mindestens einer seiner Publikationen zu erscheinen hat.

George Herriman: Krazy Kat

Am Anfang stand George Herrimans 1910 gestartete Strip-Serie The Dingbat Family, die schon recht bald nach oben und unten ausuferte. Die Geschichten bekamen die richtige Würze erst dadurch, dass sich die Dingbats sehr stark über die oberhalb ihrer Mietswohnung logierenden Nachbarn ärgerten. Diese zweite Familie war zwar im Comic nie zu sehen, machte die Serie jedoch so interessant, dass Herriman sie in The Family Upstairs umbenannte. Die Katz-und Maus-Geschichten, die sich unterhalb der Wohnung der Dingbats abspielten, funktionierten hingegen zunächst als “Strip im Strip“ und bekamen schließlich ein Eigenleben.

George Herriman: Krazy Kat

Krazy Kat ist zweifelsohne Geschmackssache und der Sinn (oder Unsinn) der Geschichten erschließt sich nicht jedem Leser. Schon die Beziehungen der Hauptfiguren ist recht seltsam. Die Katze Krazy ist in die Maus Ignaz verliebt, obwohl sie von dieser ständig mit Ziegelsteinen beworfen wird. Die als Polizist tätige Bulldogge Offissa Pupp hingegen fühlt sich zu Krazy hingezogen und versucht ihn vor den anfliegenden Ziegelsteinen zu schützen…

George Herriman: Krazy Kat

Alexander Braun hat für Taschen bereits eine optimale Gesamtausgabe von Little Nemo zusammengestellt. Doch während die dort erzählten Abenteuer in Schlummerland dank Winsor McKays auch heute noch sehr ansprechenden Grafik zeitlos erscheinen, ist der Mythos Krazy Kat erklärungsbedürftig.

George Herriman: Krazy Kat

Braun macht auch hier seine Sache hervorragend. In einem umfassenden 120-seitigen reich bebilderten deutschsprachigen Begleittext entführt er den Leser in die Welt von Herriman, in dessen Geburtsstadt New Orleans, in die brodelnde Metropole New York und nach Los Angeles. Umfassend dokumentiert und interpretiert er Krazy Kat, bevor sich der Leser – entsprechend gewappnet – an den großformatig reproduzierten farbigen (in der Originalfassung belassenden) Sonntagsseiten ergötzen kann, die zwischen 1935 und 1944 entstanden sind.

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Tarzan Sonntagsseiten, Band 9, 1947 – 1948

Ende 1945 wurde der großartige Tarzan-Zeichner Burne Hogarth gegen den der Puerto-Ricaner Ruben Moreira ausgetauscht. Den daraus resultierenden krassen Qualitätsabfall bei den für die US-Zeitungen produzierten Sonntagsseiten dokumentiert der achte Band von Bocolas vorbildlich editierter großformatiger Tarzan-Ausgabe.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 9, 1947 – 1948

Hogarth sollte jedoch bereits im August 1947 sein Comeback als Tarzan-Zeichner feiern, obwohl Ruben Moreiras Story noch nicht beendet war und sein Vertrag noch bis Ende September lief. Dieser umgekehrte aber nicht minder auffällige Übergang von bestenfalls bemühter Grafik zu auch heute noch unvergleichlicher Comic-Meisterschaft lässt sich im neunten Bocola-Band nachvollziehen.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 9, 1947 – 1948
Ruben Moreira

Hintergrundinformationen zu diesen in einem raschen Tempo erfolgten Zeichnerwechseln liefert Tarzan-Experte Detlef Lorenz (Das Logbuch des Robinson) in seinen kenntnisreich geschriebenen Vorworten. Die im neunten Band enthaltenen Tarzan-Comics gehören zu den beeindruckendsten Arbeiten Hogarths.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 9, 1947 – 1948

Bei den Zweikämpfen, die sich der Herr des Dschungels mit Krokodilen, Löwen, einem Panther und sogar einem Kraken liefert, ist jede einzelne Zeichnung ein kleines Meisterwerk. Etwas weniger heftig verlaufen Tarzans Begegnungen mit den ausschließlich atemberaubend schönen Vertretern des anderen Geschlechts. 1948 gab bei Hogarth auch Jane, die Gattin des Helden, ein einziges, relativ kurzes Gastspiel, bevor Tarzan seine weiteren Abenteuer wieder alleine bewältigen musste.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 9, 1947 – 1948

Der zehnte und letzte Band von Bocolas Edition wird die letzten prächtigen Sonntagsseiten von Burne Hogarth enthalten, der Tarzan noch bis 1950 für die Zeitungen zeichnete.

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Tarzan Sonntagsseiten, Band 8, 1945 – 1946

Die Tarzan-Sonntagsseite vom 28.11.1945 endet mit einem breiten Panel, auf dem die Silhouette einer Karawane zu sehen ist. Darunter steht: “Gestärkt und zu Kräften gekommen, begab sich Tarzan mit seinen neuen Verbündeten bald darauf auf die weite Reise, um die Freiheit zu erkämpfen.“

Tarzan Sonntagsseiten, Band 8, 1944 - 1945

Dies klingt irgendwie passend dazu, dass Burne Hogarth mit dieser Zeichnung erst einmal seine Arbeit an den Tarzan-Comics einstellte. Bereits kurze Zeit später kehrte er zurück und erzählte bis 1950 auf prächtigen Sonntagsseiten in den US-Zeitungen vom Herrn des Dschungels. 1972 und 1975 folgten zwei Comic-Bücher, in denen Hogarth, sehr nah orientiert an den literarischen Vorgaben von Edgar Rice Burroughs, die Origin von Tarzan erzählte.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 8, 1944 - 1945

Bocola veröffentlicht im achten Band seiner Tarzan-Edition jene Sonntagsseiten, die 1945 und 1946 erschienen sind. Ein sehr interessantes Vorwort von Uwe Baumann versucht zu rekonstruieren, warum Hogarth Ende 1945 aufhörte Tarzan zu zeichnen, obwohl er darin eine bis heute unerreichbare Meisterschaft erlangt hatte.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 8, 1944 - 1945
Tarzan Sonntagsseite von Burne Hogarth

Anscheinend forderte Hogarth eine zusätzliche Entlohnung dafür, dass seine Tarzan-Comics im Ausland in Buchform nachgedruckt wurden. Als ihm dies nicht gewährt wurde, kündigte er. In diesem Zusammenhang verwundert, dass aus dem Umfeld von Edgar Rice Burroughs Unzufriedenheit mit dem Stil von Hogarth geäußert wurde. Nicht nachvollziehbar erscheint es, wenn geäußert wird, dass Hogarth seinem Vorgänger Hal Foster (Prinz Eisenherz) “nie gleichgekommen ist“.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 8, 1944 - 1945
Tarzan Sonntagsseite von Ruben Moreira

Das Hogarth-Bashing geht sogar so weit, dass behauptet wurde, dessen Nachfolger, der Puerto-Ricaner Ruben Moreira, sei “der bessere Illustrator“. Wie absurd diese Aussage ist, beweist das Buch von Bocola. Wenn nach dem Karawanen-Bild auf Seite 55 umgeblättert wird, ist sofort klar, dass hier nicht mehr Hogarth, sondern ein deutlich weniger talentierter (aber auch nicht so erfahrener) Zeichner, am Werke war.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 8, 1944 - 1945

Jene 46 Tarzan-Seiten hingegen, die Burne Hogarth 1945 zeichnete, gehören durchaus zu den Höhepunkten der Serie. Hier trägt der Herr des Dschungels zunächst seinen Teil zum Ausgang des Zweiten Weltkriegs bei und bekämpft den Nazi-Kommandanten Krieger. Anschließend tritt er gegen das an einen Saurier erinnende Fabelwesen Goru-Bongara an. Es ist sehr erfreulich, dass in dieser schönen großformatigen und gut dokumentierten Edition wohl schon recht bald der komplette Hogarth vorliegt!

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Tarzan Sonntagsseiten, Band 4, 1937 – 1938

Am 7. Januar 1929 erschienen mit den Zeitungsstrips zu Tarzan und Buck Rogers, bei beiden handelt es sich um Adaptionen von literarischen Vorlagen, erstmals Comics die nicht komisch gemeint waren, sondern mehr oder weniger realistische Abenteuergeschichten erzählten. Ein nicht minder wichtiges Datum in der Comicgeschichte dürfte der 9. Mai 1937 sein, denn an diesem Tag übernahm der 25-jährige Burne Hogarth den Job des Zeichners der Tarzan-Sonntagsseiten.

Tarzan

Sein Vorgänger Hal Foster hatte seit 1929 das Erscheinungsbild des Herren des Dschungels maßgeblich geprägt, wollte jedoch lieber eine eigene Serie zeichnen. Daher startete er am 13. Februar 1937 den von ihm getexteten und gezeichneten wöchentlich erscheinenden Comic Prinz Eisenherz, den der Bocola Verlag in einer weltweit einzigartigen, teilweise in der zweiten Auflage noch optimierten, Gesamtausgabe veröffentlicht. In einer noch etwas großformatigerer Form verlegt Bocola auch die Tarzan-Sonntagsseiten, wobei es im vierten Band dieser Edition zum Wechsel von Foster zu Hogarth kommt, was auch in einem informativen Vorwort ausführlich gewürdigt wird.

Tarzan Sonntagsseiten, Band 4, 1937 - 1938

Burne Hogarth stieg mitten in einem von Foster konzipierten Abenteuer um eine exotische goldene Stadt bei Tarzan ein. Wenn beide Künstler ihre Seiten nicht signiert hätten, wäre der Wechsel wohl überhaupt nicht aufgefallen. Hogarth, für den Hal Foster ein “Gott der Comicszene“ war, wollte unbedingt die Tarzan-Nachfolge antreten. Inhaltlich sorgte er für neue Impulse und brachte in die Serie mit einer Geschichte um Buren-Siedler in Tarzans Dschungel Western-Elemente ein. Als Zeichner folgte er zunächst fast noch sklavisch den Vorgaben Fosters. Doch schon recht bald schwamm er sich frei und schuf den trotz Johnny Weissmuller, Alexander Skarsgård, Russ Manning oder Disney-Trickfilm immer noch definitiven Tarzan. Davon wie die Serie ihre Blüte erlebte, erzählen die nächsten Ausgaben von Bocolas Tarzan Sonntagsseiten.

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