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Mark Millar Collection 8: Spider Man

Der absolute Höhepunkt der Comic-Serie um Spider-Man fand zweifelsohne 1973 im Heft 121 statt. Die darin enthaltene Geschichte ist (genau wie auf dem Cover zu lesen) ein “Wendepunkt“ der Serie, denn sie erzählte von dem Tag, an dem Peter Parkers Freundin Gwen Stacy starb. Dies kam wirklich überraschend, und ein derartiger Grad an Dramatik wurde in den Geschichten über Spider-Man (aber auch ansonsten im Medium Comic) nie wieder erreicht.

Mark Millar Collection 8: Spider ManWenn danach noch bemerkenswerte Geschichten über den Mann im Spinnen-Kostüm erzählt wurden, dann bezogen sie sich meist auf jene ersten 121 Amazing Spider-Man Hefte, die sich in einem Rutsch wie eine gewaltige Abenteuer- und Liebes-Geschichte lesen lassen.

Mark Millar Collection 8: Spider Man

Auch für den meisterliche schottischen Comic-Autor Mark Millar (Kick-Ass, Kingsman) war der Tod von Gwen Stacy ein prägendes Ereignis. Sein erster Marvel-Comic, den ihn sein älterer Bruder Robert schenkte,war das Heft The Amazing Spider-Man # 122, in dem sich Peter Parker nach dem Tod von Gwen Stacy ziemlich brutal an deren Mörder Green Goblin rächt, ohne danach Befriedigung zu empfinden. Das war ganz schön harter Stoff für einen 7-jährigen Jungen und als Millar schließlich selbst ein Abenteuer mit Spider-Man schreiben durfte, ging er ebenfalls nicht zimperlich mit den darin auftretenden Charakteren um.

Mark Millar Collection 8: Spider Man

2004 ließ Mark Millar im Rahmen der Reihe Marvel Knights fast alle wichtigen Figuren des Spider-Man-Universums auftreten. Einmal mehr ist es Peter Parkers Tante May, deren Leben auf dem Spiel steht und die diesmal entführt wurde. Bei seinen Ermittlungen trifft Peter auf sehr viele seiner prominentesten Gegner. Darunter befindet sich natürlich der Green Goblin und auch der Tod von Gwen Stacy erweckt bei Peter Parker immer noch höchst unangenehme Erinnerungen…

Mark Millar Collection 8: Spider Man

Als achten Band seiner Mark Millar Collection veröffentlicht der Panini Verlag die aus zwölf Heften bestehende Spider-Man-Miniserie in einer mit 19 x 28 cm etwas großformatigeren Hardcover-Edition mit interessanten Anhängen, wie einer Einleitung von Stan Lee und einem Nachwort von Robert Millar. Enthalten sind auch markante Entwurfsskizzen, der an der Saga beteiligten Zeichner Terry Dodson (Spider-Man / Black Cat: Das Böse in Dir) und Frank Cho (University Freaks, Liberty Meadows), die dank Millars Story beide einmal mehr ihre Fähigkeiten im Gestalten von besonders attraktiven Hauptfiguren ausleben konnten.

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Venom

Nachdem Sony Pictures fünf Spider-Man-Filme in die Kinos brachte, wurde sich mit Disney verbündet und der Netzschwinger ist fortan Teil des Marvel Cinematic Universe. Das funktioniert seit The First Avenger: Civil War und vor allem Spider-Man: Homecoming auch bestens. Sony versucht aber trotzdem weiterhin im Alleingang von der Marvel-Lizenz zu profitieren und stellte einen der beliebtesten Gegenspieler von Spider-Man in das Zentrum einer 100-Millionen-Dollar-Produktion.

Venom
© 2018 Columbia Pictures Industries, Inc. and Tencent Pictures (USA) LLC. All Rights Reserved. | MARVEL and all related character names: © & ™ 2018 MARVEL.

Bei Venom handelt es sich um einen außerirdischen Symbionten, der Besitz von menschlichen Wirten ergreift. Sein als finsterer Zwillingsbruder von Spider-Man angelegtes Aussehen stammt vom Zeichner Todd McFarlane (Spawn) und bereits 2007 in Sam Raimis dritten etwas missratenden Spider-Man-Film spielte Venon eine wichtige Rolle.

Venom
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Die Idee einen Venon-Film ohne Spider-Man zu drehen, scheint jedoch keine gute zu sein. Trotz eines durchaus talentierten Regisseurs (Ruben Fleischer debütierte 2009 immerhin mit Zombieland), sowie einer vielversprechenden Besetzung kam leider nicht mehr zustande als der schlechteste Marvel-Film seit Fantastic Four von 2015.

Venom
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Während Michelle Williams (My Week with Marilyn) in der weiblichen Hauptrolle völlig verschenkt ist, gibt Mad Max Tom Hardy auch hier von Anfang an Vollgas. Das macht jedoch wenig Sinn, denn der von ihm verkörperte Enthüllungs-Journalist Eddie Brock ist schon zu Beginn des Films so durchgeknallt, dass er sich – nachdem der Symbiont von ihm Besitz ergriffen hat – nur noch ein ganz kleines bisschen ruppiger aufführen kann. Trotz anfangs beeindruckender Tricktechnik beginnt Hardys ziel- und planloser Amoklauf schon nach wenigen Minuten zu langweilen.

Venom
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Zwar bahnt sich gegen Ende des Films die Möglichkeit einer vielleicht doch noch halbwegs interessanten Fortsetzung an, doch Vorfreude sieht anders aus. In den USA und in Europa hielten sich Zuschauerzuspruch und Kritikerlob in sehr engen Grenzen. In China wurde Venom jedoch zu einem so großen Hit, dass es wohl doch noch weitergehen wird. Sehr viel erfreulicher ist Sony übrigens gleich nach Venom der  Animationsfilm Spider-Man: A New Universe gelungen.

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© Sony Pictures Home Entertainment

Die Blu-ray von Sony Pictures Entertainment enthält neben dem 112-minütigen Hauptfilm (der auch in der Originalfassung im “Venom-Mode“ mit englischsprachigen Zusatzinfos betrachtet werden kann) noch diese Extras: Erweiterte Abspann-Szenen und entfallene Szenen (5:00 min); Der tödliche Beschützer in Action (9:14 min), Der Anti-Held (10:04 min); Venom Vision (7:02 min); Das Design von Venom (5:34 min); Symbionten-Geheimnisse (2:40 min), Animierte Storyboards (13:54 min), Musikvideo von Eminem (4:56 min) und Musikvideo zu Spider-Man: A New Universe (2:48 min)

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Spider-Man & Friends – Marvel Team-Up

Wolverine ist sauer auf Spider-Man, doch zum Glück helfen die Fantastischen Vier und Doctor Strange. Aus irgendeinem Grund befindet sich Iron Man unter der Maske von Dr. Doom, während Nick Fury einen Auftrag für Captain America hat. Nahezu zeitgleich müssen der Punisher und Blade gegen Mafia-Killer und Vampire antreten während Daredevil und Luke Cage ebenfalls zusammenarbeiten.

Spider-Man & Friends - Marvel Team-Up

Diese Inhaltsangabe klingt eher nach einem von jenen alljährlichen höchst dramatischen Mega-Events, die sich durch nahezu alle Superhelden-Serien eines Comic-Verlags ziehen ohne irgendetwas dauerhaft zu verändern. Doch die Marvel Monster Edition 11 enthält eher eine notdürftig durch eine Story verknüpfte Aneinanderreihung von so genannten Team-Ups bei denen sich Superhelden bekämpfen, vertragen und verbünden, ohne dass den Fans verraten wird wer denn nun stärker, schneller oder cleverer ist.

Spider-Man & Friends - Marvel Team-Up

Robert Kirkman (Marvel Zombies) erzählte schon in seiner Erfolgsserie The Walking Dead einen Zombie-Film, der niemals endet. Ähnlich verfährt er (sich) bei der Reihe Marvel Team-Up und zaubert immer wieder einen weiteren Superhelden aus dem Hut. Der rote Faden ist zwar nur wirr bis dünn, doch Spaß macht die Sache schon. Dies liegt am gelungenen Artwork von  Scott Kolins (das auf dem rauen Papier der deutschen Ausgabe nicht seine volle Wirkung entfaltet) und an vielen kleinen netten Marvel-Momenten.

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Marvels

1994 unternahm der Comicautor Kurt Busiek (Astro City) ein höchst interessantes Experiment. Er verknüpfte die Geschichte der Marvel-Comics mit der tatsächlichen Geschichte.

Marvels

In seiner Story diskutieren die Bürger New Yorks im Jahre 1939 nicht nur über den aufziehenden Zweiten Weltkrieg, sondern auch über einen brennenden Superhelden namens The Human Torch. Kurz darauf steigt ein Unterwassermensch namens Namor aus dem Hudson River und Captain America sowie weitere bunt kostümierte Helden ziehen gegen die Nazis in den Krieg.

Marvels

In den 60er Jahren erleben die Bürger New Yorks dann wie sich die Fantastic Four formieren, zwei Mitglieder des Superhelden-Teams glamourös heiraten und das Quartett anschließend die Menschheit vor dem riesigen Weltenverschlinger Galactus rettet. Diese Ereignisse erlebt der Leser scheinbar hautnah durch die Augen des Fotoreporters Phil Sheldon, also quasi aus der Froschperspektive. Sheldon wird aber auch mit der panischen Angst seiner New Yorker Mitbürger konfrontiert, die in Lynchjustiz-Stimmung ausartet und erlebt schließlich hautnah den Tod von Spider-Mans Freundin Gwen Stacy.

Marvels

Ohne die ebenso hyperrealistischen wie kunstvollen plastischen Bilder von Alex Ross (der danach mit Kingdom Come ein ähnlich ambitioniertes Projekt für DC gestaltete) wäre die vierteilige Miniserie Marvels ganz gewiss nicht jener Klassiker geworden, der er heute zweifelsohne und verdientermaßen auch ist.

Marvels

Zum 10-jährigen Geburtstag von Marvels erschien in den USA ein prachtvoll ausgestatteter Jubiläumsband, der u. a. auch über viele kleine Anspielungen in den Bildern von Ross informiert. So hat dieser nicht nur Figuren aus Alan Moores Klassiker Watchmen  sondern auch die Reporter Lois Lane und Clark Kent sowie sogar Stan Lee und Jack Kirby in seinen Zeichnungen versteckt.

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Spider-Man in Venedig

J. Jonah Jameson ist (mal wieder) nicht sonderlich begeistert von seinem Fotografen Peter Parker, dessen Bilder von Spider-Man arg nach Selbstauslöser aussehen. Daher (und weil er gerade ein Gratisticket von einem Reisebüro erhielt) schickt der väterliche Verleger Parker nach Italien, was diesen sehr freut, denn er hat genug von maskierten Spinnern. Doch urplötzlich befindet er sich inmitten des Karnevals von Venedig…

Spider-Man in Venedig

Nicht nur diese originelle Ausgangssituation ist untypisch an Spider-Man in Venedig, auch das Kreativ-Team überrascht. Autor und Zeichner stammen aus Italien und waren recht häufig für die dortigen Disney-Comics tätig. Während Tito Faraci auch Geschichten für Dylan Dog verfasst, ist Giorgio Cavazzano einer der besten amtierenden Disney-Zeichner und betrat bereits Neuland als er Familie Duck die epische Fantasy-Geschichte Drachenritter erleben ließ. Bei Cavazzano sieht Peter Parker jetzt ein wenig wie Corto Maltese aus, was natürlich sehr gut zum Schauplatz passt.

Spider-Man in Venedig

Die Begegnung zwischen italienischen und amerikanischen Comicstil verläuft inhaltlich und formal äußerst spannend. Daher ist es sehr erfreulich dass die 24-seitige Geschichte um das Geheimnis des venezianischen Glases noch durch einen ebenso umfangreichen “Hinter den Kulissen“-Teil mit Bleistiftskizzen, schwarzweißen Seitenlayouts und Fotovorlagen ergänzt wurde.

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Avengers: Infinity War

Was in Superhelden-Comics schon lange üblich war, hält jetzt auch Einzug ins Kino. Der 19. Beitrag zum Marvel Cinematic Universe versammelt erstmals nahezu alle Superhelden, an denen Disney die Filmrechte hat. Lediglich Hawkeye (Jeremy Renner) und Ant-Man (Paul Rudd) fehlen, doch letzterer war direkt im Anschluss in seinem zweiten Solo-Film zu sehen.

Avengers: Infinity War

Doch ansonsten tummeln sich neben den Avengers auch noch Doctor Strange, Loki, Spider-Man, Black Panther, Stan Lee und die Guardians of the Galaxy auf der Leinwand. Der auch in Deadpool 2 auf der dunklen Seite weilende Josh Brolin (Hail Caesar!) gibt den charismatischen Über-Bösewicht Thanos, der sechs magische Infinity-Steine benötigt, um absolute Macht zu erlangen. Diese will er nutzen um die Hälfte der Bewohner des seiner Meinung nach überbevölkerte Universums verschwinden zu lassen.

Avengers: Infinity War

Den Durchblick bei Avengers: Infinity War haben nur noch diejenigen, die alle Filme des Marvel Cinematic Universe am besten mehrmals gesehen haben. Der Film ist somit das Gegenstück zu einem großen Comic-Crossover-Ereignis, das gleichzeitig in mehreren Serien stattfindet und dem nur noch diejenigen Leser folgen können, die die gesamte Jahres-Produktion aus dem Hause Marvel durchgearbeitet haben.

Avengers: Infinity War

Das 150-minütige Spektakel endet alles andere als happy und wirkt daher wie die überlange Episode einer gigantischen TV-Serie, deren Fortsetzung Avengers: Endgame erst ein Jahr später in die Kinos kam. Doch um die Wartezeit zu verkürzen kommen mit Ant-Man and the Wasp sowie Captain Marvel mit Brie Larson (Kong: Skull Island) noch zwei weitere Marvel-Filme aus dem Hause Disney ins Kino.

Avengers: Infinity War
© 2018 Marvel

Die Blu-ray von Disney enthält den 150-minütigen Film, wahlweise mit Audiokommentar von den Regisseuren Anthony und Joe Russo, sowie den Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeely (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln). Hinzu kommen neben einem Intro der Regisseure (1:32 min) noch ein mehrteiliges Making Of (32:18 min), Deleted & Extended Scenes (10:13 min), sowie Pannen vom Dreh (2:05 min)

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Mark Millar Collection 2: Wolverine – Staatsfeind

Der zweite Band von Paninis Mark Millar Collection erhält nach Wanted ein etwas weniger bekanntes Kapitel aus dem umfangreichen Comic-Oeuvre des schottischen Star-Autors. 2004 startete Millar in Heft 20 der dritten Marvel-Serie um den X-Man Wolverine die Mini-Serie Enemy of the State, die sich über 12 Einzelhefte erstreckte. Als Zeichner fungierte John Romita, Jr. mit dem Millar vier Jahre später seine auch erfolgreich verfilmte Serie Kick-Ass starten sollte.

Mark Millar Collection 2: Wolverine - Staatsfeind

Der Hardcoverband enthält ein Vorwort in dem Garth Ennis (Preacher), der sich normalerweise “eher einen tollwütigen Tintenfisch aufs Gesicht nageln“ lassen würde, als einen Superhelden-Comic zu lesen. Sein Lob zu Enemy of the State ist überschwänglich, begeistert schwärmt er davon, wie Millar “mit einem Samurai-Schwert und einen Mixer durch das Marvel-Universum rennt“. Doch im Gegensatz zum respektlosen Umgang, den Ennis als Autor mit Superhelden, etwa in Punisher kills the Marvel Universe pflegt, ist Mark Millar in Enemy of the State (noch) im Mainstream unterwegs. Dies sollte sich jedoch spätestens 2009 mit Old Man Logan ändern, als er auf seine Weise ebenfalls das Marvel-Universum tötete.

Mark Millar Collection 2: Wolverine - Staatsfeind

Enemy of the State ist eine groß angelegte Rache-Geschichte in der Wolverine ohne Rücksicht auf Verluste (und die sind beträchtlich) den Mörder eines kleinen japanischen Jungen jagt, für dessen Tod er sich verantwortlich fühlt. Nahezu das komplette Marvel-Universum mit den Fantastic Four, Elektra, Nick Fury, Spider-Man und diversen X-Men ist in die Geschichte involviert, die John Romita, Jr. eher geschmackvoll als blutig in Szene setzte.

Mark Millar Collection 2: Wolverine - Staatsfeind

Als Zugabe gibt es noch das Wolverine-Heft 32, das direkt im Anschluss an Enemy of the State erschien. Mark Millar erzählt hier die von Kaare Andrews gezeichnete, in sich abgeschlossene Geschichte Prisoner Number Zero. Diese spielt 1942 im Konzentrationslager Sobibor und erzählt von einer Konfrontation zwischen dem dortigen Kommandanten und Wolverine.

Mark Millar Collection 2: Wolverine - Staatsfeind

Geschichten, in denen Superhelden in finsteren Kapiteln der menschlichen Geschichte auftauchen, können leicht in die Hose gehen. Doch für Prisoner Number Zero holte Millar sich Hilfe bei einem der ganz Großen. Er diskutierte seine Bedenken bezüglich einer im KZ angesiedelten Wolverine-Story mit keinem geringeren als der Comic-Legende Will Eisner (The Spirit, Ein Vertrag mit Gott).

Mark Millar Collection 2: Wolverine - Staatsfeind

Eisners im Nachwort dieses Buchs von Millar beschriebener Input ließ Prisoner Number Zero zu einer schaurigen Comic-Short-Story in der Tradition des EC-Horrors à la Tales from the Crypt werden.

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The Amazing Spider-Man

War wirklich ein neuer Spider-Man-Film nötig, der noch einmal die altbekannte Geschichte vom Streber Peter Parker erzählt, der von einer radioaktiven Spinne gebissen wird, dadurch Superkräfte bekommt und feststellen muss, dass mit großer Macht auch große Verantwortung kommt? Der Hauptgrund der gegen so ein Vorhaben spricht, ist Sam Raimis fünf Jahre zuvor entstandener öder mit lauter Unfug vollgepackter Spider-Man 3.

The Amazing Spider-Man

Spätestens danach mochte wohl wirklich niemand mehr Tobey Maguire als Spider-Man/Parker und Kirsten Dunst als dessen angebetete Mary Jane sehen. Daher ist die erfreulichste Nachricht, dass Andrew Garfield (Das Kabinett des Dr. Parnassus, The Social Network) und Emma Stone, die nicht die rothaarige Mary Jane Parker, sondern die blonde Gwen Stacy spielt, sehr frisch in den Hauptrollen wirken. Im Gegensatz zu Maguire und Dunst scheint das neue Duo weniger zu versuchen den Comic-Charakteren zu ähneln, sondern die Darsteller bringen auch Teile ihrer eigenen Persönlichkeit mit in die Rollen ein.

The Amazing Spider-Man

Am besten würde eine Verfilmung von Spider-Man als TV-Serie funktionieren, da die interessantesten Geschichten der Comic-Serie, die in den Sechzigern und frühen Siebziger Jahren entstanden, eine mitreißende Mischung aus Heldentaten und Soap Elementen mit ständig wechselnden Schurken und Liebschaften waren. Von daher ist es schon ein Schritt in die richtige Richtung, dass hier nicht versucht wurde, die definitive Spider-Man-Version auf die Leinwand zu zaubern, sondern “nur“ ein relativ kleiner erster Abschnitt vom Weg des Jedermanns Peter Parker zum Unglaublichen Spinnen-Menschen gezeigt wird.

The Amazing Spider-Man

Diese Bescheidenheit, die sich auch darin niederschlägt, dass diesmal nur ein Schurke (Rhys Ifans als Lizard) zu bekämpfen ist, sowie die guten darstellerischen Leistungen von Martin Sheen und Sally Field als Onkel Ben und Tante May sowie vom scharfzüngigen Dennis Leary als überbesorgter Vater und Polizist George Stacy bilden einen sehr guten Gegenpol zu den wahrhaft spektakulären 3D-Action-Sequenzen.

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Neil Gaiman: Marvel 1602

Anno 1602 ist Königin Elisabeth besorgt angesichts des selbst für englische Verhältnisse kaum noch auszuhaltenden Wetters, der Himmel hat sich blutrot verfärbt. Sie ruft zwei Berater zu sich: Ihren Spionage-Chef Sir Nicholas Fury und den Magier Stephen Strange, die beide versuchen den seltsamen Phänomenen auf die Spur zu kommen.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Als weitere Helfer fungieren u. a. ein blinder Barde ohne Furcht, Carlos Javier und die hochbegabten Insassen seiner Erziehungsanstalt, eine vierköpfige Reisegruppe, die in der neuen Welt durch einen Schiffsbruch ungeahnten Veränderungen ausgesetzt ist sowie ein gewisser Peter Parquagh, der nicht von einer Spinne gebissen wird.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Der britische Kultautor Neil Gaiman (Sandman) wollte 2003, nach dem 911-Anschlag, in seinem ersten Marvel-Comic keine im damaligen New York spielenden Abenteuer erzählen. Daher holte er sehr weit aus und entwarf eine 400 Jahre zurückliegende Frühgeschichte des Marvel-Universums. Eingebettet in eine spannende Story präsentiert er faszinierende Ur-Versionen von vertrauten Superhelden wie Spider-Man, den X-Men , sowie ein überraschende Version von Captain America.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Doch es gelingt Gaiman tatsächlich den Bogen so zu spannen, dass die Geschichte zugleich auch ins aktuelle Marvel-Universum eingebettet ist und nicht etwa in den Bereich Elseworld gehört. Adäquate Unterstützung fand er im Zeichner Andy Kubert (Wolverine Origin)  und auch die an alte Holzschnitte erinnernden in Schabtechnik von Scott McKowen gestalteten Titelbilder sind eine Klasse für sich. Ein nette kleine Beigabe war auch, dass Spider-Man-Schöpfer Steve Ditko einige Zeichnungen zum Comic beisteuerte.

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Panini veröffentlichte die in den USA aus 8 Heften bestehende Miniserie zunächst in zwei Sammelbänden und danach als Gesamtausgabe und schließlich auch noch als fast doppelt so große gebundene DeLuxe Edition. Ein besonderes Schmankerl ist dabei eine nicht in allen Ausgaben enthaltene Seite. Hier sind Zeichner und Autor zu sehen und Kubert meint zu Gaiman: “Ich hoffe nur, Du weißt was Du tust.“

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Dieser Eindruck kann mitten in der schon einige Marvel-Grundkenntnisse voraussetzenden Lektüre schon einmal entstehen. Doch insgesamt und dank zahlreicher Überraschung am Ende der Geschichte gilt bei 1602 keinesfalls “Denn sie wissen nicht was sie tun“.

Neil Gaiman: Marvel 1602

2005 erschien unter dem Titel 1602 – Die neue Welt eine erste Fortsetzung, an der weder Gaiman noch Kubert beteiligt waren.


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Comics zum 11. September

Die US-Ausgabe von Amazing Spider-Man # 36 hat alles andere als ein erstaunliches Titelbild. Lediglich ein weißer Schriftzug auf schlichtem schwarzem Grund ziert das Cover. „Babylon 5“-Schöpfer J. Michael Straczynski, der die Serie ab der dreißigsten Ausgabe übernommen hatte, schont seinen Zeichner John Romita Jr. auch noch auf der ersten Comicseite.

Comics zum 11. September

Diese ist ebenfalls ausschließlich in schlichtem Schwarz gehalten. Hier ist dann zu lesen: „Wir unterbrechen unser reguläres Programm für die folgende Sonderausgabe.“ Dann hat es sich aber auch schon mit schlicht und es folgt eine aufwendig gezeichnete und kolorierte Doppelseite mit dem zusammengestürzten Twin Towers.

Comics zum 11. September
Im Vordergrund ist ein verzweifelter Spider-Man zu sehen, der ein „…god…“ murmelt. Natürlich wird er kurz darauf von zwei verzweifelten Passanten angesprochen, die wissen wollen, wie er so etwas zulassen konnte. Auch hier fehlen unserem Helden die Worte.

Comics zum 11. September

Leider ist dies nicht so bei Straczynski, denn dieser treibt es noch dicker, wenn er kurz darauf auch noch die Superschurken Dr. Doom und Kingpin auftreten läßt. Der düstere Doom vergießt dann sogar noch ein paar Tränen hinter seiner eisernen Maske. Wenn es im Marvel-Universum mit rechten Dingen zugehen würde Dooms Vasallenstaat Latvaria aufgrund der New Yorker Katastrophe ganz gehörig jubeln.

Comics zum 11. September

Das restliche Heft zeigt dann Superhelden ganz bescheiden beim Aufräumen der Trümmer und präsentiert die wahren Helden im Vordergrund: Die Polizisten und Feuerwehrmänner.

Comics zum 11. September

Diese Tendenz setzt sich bei den weiteren Veröffentlichungen aus dem Hause Marvel fort. Da gibt es neben dem Band „Heroes“, der Kitschbilder von den Rettern enthält, noch den ganz ohne Worte auskommenden Comic „A Moment of Silence“, der in vier Geschichten relativ unspektakulär schildert, wie Durchschnittsbürger die Katastrophe vom 11. September erlebten. Die Geschichten kommen dabei auch noch fast ohne Worte aus. Insgesamt ein Comic ohne allzu viel üblen patriotischen Beigeschmack.

Comics zum 11. September

Dann hätten wir da noch das „I love N. Y. – Benefit Book“ des Good Girl-Artisten Joseph Michael Linsner, der ins selbe Horn stößt, auf vollbusige Babes wie Dawn verzichtet und einen auf kunstvoll und bedenklich macht.

Comics zum 11. September

Sehr viel abwechslungsreicher sind da schon die drei voluminösen Bände der Reihe 9-11. Den Beitrag aus dem Hause DC ziert ein furchtbar kitschiges Titelbild von Alex Ross (Marvels, Kingdom Come) auf dem Superman (und sein Hund Krypto!) über die heroischen Polizisten und Feuerwehrmänner staunt.

Comics zum 11. September

Der Band enthält neben einer durchgeknallt pathetischen Arbeit von Dave Gibbons, bei der Superman zusammen mit einigen Multi-Kulti-Kindern zwei Türme aus Bauklötzen baut, auch interessantere und differenziertere Arbeiten.

Comics zum 11. September

So zeigt Tim Sale einen kleinen Jungen mit Superman-T-Shirt, der in einer Telefonzelle verschwindet und ein Hemd der New Yorker Feuerwehr anzieht. Ein weiteres Album zum Thema brachten mehrere Mainstream-Verlage (Dark Horse, Image, etc) heraus und dann gibt es noch eine schwarzweiße 9-11-Zusammenstellung von Alternative Comics.

Comics zum 11. September

Recht interessant ist in diesem Zusammenhang auch noch die Comic-Adaption von „The 9/11 Report„.


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