Schlagwort-Archive: Spirou

Gringos Locos

1948 brachen drei mittlerweile legendäre Meister des frankobelgischen Comics zu einem erinnerungswürdigen Trip auf. Der seinerzeit durch seine Beiträge zur Traditionsserie Spirou bekannte Joseph Gillain alias Jijé (Jerry Spring) reiste mit seiner kompletten fünfköpfigen Familie und zwei seiner gelehrigsten Schüler durch die USA. Während der hochtalentierte André Franquin (Gaston) damals noch nach seinem Platz im Comic-Universum suchte, feierte Maurice de Bévère alias Morris bereits erste Erfolge mit seinem Cowboy Lucky Luke, der immer noch schneller als sein Schatten schießt.

Gringos Locos
Das Trio träumte davon dem provinziellen Belgien zu entfliehen und Karriere in Walt Disneys Trickfilm-Studios zu machen. Doch dort wurden 1948 wegen finanzieller Probleme keine neuen Zeichner eingestellt. Jijé & Co. ließen sich davon nicht unterkriegen, sondern setzten ihre Reise fort, zeichneten und schickten ihre Comic-Seiten nach Belgien. Morris traf schließlich in New York auf René Goscinny und dessen genialen Szenarios machten Lucky Luke zu dem Klassiker, der er heute noch ist. Doch das ist eine andere Geschichte, die der Comic Gringos Locos leider nicht erzählt.

Gringos Locos

Der Autor Yann und der Zeichner Olivier Schwartz gestalteten zuvor mit Spirou und Fantasio – Operation Fledermaus bereits ein charmant-nostalgisches Album. Auch diesmal sind der Hauptanreiz des Albums Schwartz’ lockere an den viel zu früh verstorbenen Yves Chaland erinnernde Zeichnungen, in denen immer wieder Anspielungen auf die Comic-Serien der Protagonisten zu finden sind. Yanns Geschichte reiht etwas planlos eine mehr oder weniger amüsante Episode an die nächste und zeigt wenig Sensibilität mit Themen wie Krieg oder Rassismus (der Ku-Klux-Klan ist bei ihm nur ein alberner Karnevalsverein).

Gringos Locos
Yanns ziemlich frei erfundene Darstellung der Reise zog auch viel Kritik auf sich. Die Tochter von Franquin und die Kinder von Jijé waren alles andere als amüsiert darüber, wie im Comic ihre Väter dargestellt wurden. Daher ist es durchaus angebracht (und für Comicfreunde hochinteressant), dass Benoit Gillian im umfangreichen Anhang des Albums dazu Stellung nimmt und seine Eindrücke der Reise schildert.

Gringos Locos

Wer es gerne noch etwas ausführlicher hat, dem sei die Vorzugs-Hardcoverausgabe vom Salleck Verlag empfohlen, die zusätzlich noch einen signierten Druck und 16 Seiten mit wunderschönen Zeichnungen, Skizzen und Scribbles enthält.

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André Franquin: Mausi und Paul

Obwohl er aus der Traditionsserie “Spirou“ einen echten Comic-Klassiker machte, fühlte sich André Franquin Mitte der 50er Jahre nicht mehr wohl im nur scheinbar familiären Umfeld des Verlegers Charles Dupuis. Da ihm der Nachdruck eines „Spirou“-Albums verschwiegen und Tantiemen vorenthalten wurden, sprach er bei der Konkurrenz vor. Raymond Leblanc, der das Magazin „tintin“ herausbrachte, war mehr als glücklich einen der Star-Zeichner des Konkurenz-Blattes „Spirou“ verpflichten zu können.

André Franquin: Mausi und Paul

Für „tintin“ kreierte Franquin die Serie „Modeste et Pompon“, die bei uns als „Mausi und Paul“ (aber zuvor auch unter den Titeln „Pit und Petra“ sowie „Pitter und Petra“) veröffentlicht wurden. Erzählt werden kurze Episoden aus dem Leben zweier junger Menschen, die anscheinend noch kein Paar geworden sind. Dies liegt jedoch weniger daran, dass die adrette Mausi den immer wieder in Missgeschicke geratenden Paul für zu chaotisch hält, sondern an der prüden Moral des belgischen Comics, dem in den 50er Jahren alles Zwischenmenschliche fremd zu sein schien.

André Franquin: Mausi und Paul

Stattdessen gibt es in „Mausi und Paul“ allerlei mehr oder weniger amüsanten Ärger mit den lieben Nachbarn, Maulwürfen, Pauls Vetter Felix und dessen drei Neffen. Die Ideen zu den Gags stammten teilweise von den späteren Star-Autoren Peyo (“Die Schlümpfe“), Greg (“Andy Morgan“) und René Goscinny („Asterix„). Letzterer arbeitete seinerzeit gleichzeitig an seinem ersten Szenario zu “Lucky Luke“ und er lieferte einige wirklich köstliche Beiträge zu “Mausi und Paul“.

André Franquin: Mausi und Paul

Da Franquin sich wieder mit Dupuis versöhnte, war er er nicht allzu glücklich darüber neben seiner Arbeit für das Magazin „Spirou“ noch zusätzlich wöchentlich eine Seite für „tintin“ zeichnen zu müssen. Zwischen 1955 und 1959 entstanden insgesamt 183 Seiten mit „Mausi und Paul“, die alle in diesem Sammelband enthalten sind. Im Anschluss setzte Dino Attanasio die Serie bis 1968 fort, weitere Zeichner hielten “Mausi und Paul“ noch bis 1988 am Leben.

André Franquin: Mausi und Paul

Die Serie ist in der Tat arg spießig geraten, gewinnt aber durch Franquins flotten Strich. Möglicherweise wäre ohne “Mausi und Paul“ Franquin bei längeren Comic-Geschichten geblieben und hätte nicht die ebenfalls oftmals von nicht funktionierenden Erfindungen handelnden Kurzgeschichten mit “Gaston“ gestartet. Mögen auch manche der Gags in “Mausi und Paul“ nicht mehr so richtig zünden, so überzeugt Carlsens gebundener Sammelband dennoch durch die umfangreichen opulent bebilderten einleitenden Texte.

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36. Comicfestival in Angoulême

 Je ne regrette rien!

Das 36. „Festival International de la Bande Dessinée“ in Angoulême

36. Comicfestival in Angoulême

Dieses seltsame Comicfestival, das bereits zum 36. Mal mitten im Winter in einer nicht sonderlich zentral gelegenen Region von Frankreich stattfindet, erschien mir immer etwas unattraktiv. Doch trotz der 15-stündigen nicht eben unstrapaziösen Autoanfahrt (und der Aussicht auf eine Rückfahrt mit noch mehr Comics und Mitreisenden), musste ich schon schnell zugeben: “Je ne regrette rien!“

36. Comicfestival in Angoulême

Es gab in der Tat nichts zu bereuen, denn der zunächst scheinbar nur aus einer Aneinanderreihung von Kreisverkehren bestehende Ort, entpuppte sich schnell als unwiderstehlich und das alljährliche Festival hat dauerhafte Spuren hinterlassen: Viele Häuser sind mit Comicmotiven bemalt, die Straßenschilder haben die Form von Sprechblasen, so gibt es eine “Rue Goscinny“ und einen “Espace Franquin“.

 36. Comicfestival in Angoulême

Beim “Festival de la BD“ macht die ganze Stadt mit. Überall sind markante rote Schilder platziert, die den Besucher die zahlreichen Orte des Geschehens problemlos auffinden lassen. Wer mag (und ein Festivalticket hat) kann auch Pendelbusse benutzen. Er hat die Wahl zwischen dem Modell “Hugo Pratt“, einem vom “Titeuf“-Zeichner Zep verzierten Fahrzeug und “Le Bus de Présidentes“, der mit Motiven von Claire Bretéche und Florence Cestac verziert ist.

36. Comicfestival in Angoulême

2009 waren Philippe Dupuy und Charles Berberian (“Monsieur Jean“) als Vorjahresgewinner des „Grand Prix de la Ville d’Angoulême“ Präsidenten des Fetivals. Sie wurden mit einer großen Ausstellung im (außen-) architektonisch interessanten “Cité internationale de la bande dessinée et de l´image“ (CIBDI) geehrt. Dieses Gebäude beherbergt auch noch eine unglaublich gut sortierte Comic-Bibliothek sowie einen ebenfalls nicht schlecht bestückten Comicladen. Die Dupuy & Berberian- Werkschau “Deux“ wurde phantasievoll mit lustigen Installationen und Einblicken in die persönliche Sammlung des Duos präsentiert. Es war zu sehen, dass die Zeichner auch Filmplakate gestaltet haben, u. a. für “Glauben ist alles“ mit Ben Stiller und Edward “Hulk“ Norton. Für die interessanten Ausstellungen über den Mangazeichner Kiriko Nananan und subversive – teilweise sehr derbe – südafrikanische Comics blieb im CIBDI nur noch sehr wenig Platz. Das wird sich sicher ändern, wenn das Comicmuseum demnächst größere Räumlichkeiten direkt gegenüber auf der anderen Seite der Charente bezieht und im alten CIBDI-Gebäude Trickfilm-Ausstellungen gezeigt werden.

36. Comicfestival in Angoulême

Doch es gab mehr als genug zu sehen. Die “Expo Boule et Bill“ fand im Freien statt. Im Stadttheater war eine sehr liebevoll ausgestattete “Expo Margerin / Lucien“ platziert. In der Jugendbibliothek gab es die kleine aber äußerst feine Ausstellung “Les petits mondes de Cécile Chicault“, im Manga Building hatte der neue Studio Ghibli Film “Ponyo“ Premiere und, und, und…

36. Comicfestival in Angoulême

Die Besuchermagneten des Salons sind jedoch zweifelsohne die Zeltstädte “Le Nouveau Monde“ für den Independent-Bereich und “Le Monde des Bulles“, die von Casterman, Dargaud, Lombard, Glénat, Delcourt, Dupuis, Panini und Soleil dominiert wurde. Jeder dieser großen Verlage hatte einen eigenen gut sortierten Shop und organisierte außerdem noch zahllose gleichzeitig stattfindende Signiertermine. Hier konnte bei moderaten Wartezeiten manche sehr schöne Zeichnung abgestaubt werden. Am Samstag war es jedoch nicht immer einfach die Hallen zu durchqueren, da gewaltiger Besucherandrang herrschte. Etwas seltsam muteten dabei die Aktionen im Claim des auf Fantasy-Comics spezialisierten Verlages Soleil an. Hier saßen gleichzeitig fast 50 Zeichner in einer düsteren (dafür aber sehr gut mit seltsamer Musik beschallten) Halle und zeichneten für die Fans. Dies erinnerte manchen Besucher an Galeerensträflinge.

36. Comicfestival in Angoulême

Auch in diesem Jahr hatte das Festival – bei gelegentlich schon beinahe sommerlichen Temperaturen (erst als alles vorbei war regnete es) – wieder mehr als 200.000 Besucher, darunter auch zahlreiche sehr junge Fans, die vom Verlag Dupuis mit “Boule & Bill“-Ohren und “Spirou“-Hüten ausgestattet wurden. Den großen Preis der Jury erhielt diesmal Christian Hincker alias Blutch, dessen Comics „Der kleine Christian“ und „Blotch“ mittlerweile auch bei uns erschienen sind. Den Preis für das beste Album erhielt Vincent “Winshluss” Paronnaud (Co-Regisseur der “Persepolis”-Verfilmung), dem auch eine Ausstellung gewidmet war, für seine sehr eigenwillige Version von “Pinocchio”. Blutch wird auch Präsident des „Festival International de la Bande Dessinée 2010“ sein.


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Fabien Vehlmann & Bruno Gazzotti: Allein

Die vier Kinder Dodji, Camilla, Leila, Terry und Yvan wachen eines Morgens auf und stellen fest, dass alle sonstigen Bewohner des Örtchens Fortville verschwunden sind. Stattdessen streifen wilde Tiere wie Nashörner oder ein großer weißer Tiger durch die menschenleeren Straßen der Stadt. Die Kinder verbünden sich und versuchen herauszufinden was geschehen ist.

Fabien Vehlmann & Bruno Gazzotti: Allein

Die in einem detailfreudigen Funnystil gehaltenen Zeichnungen von Bruno Gazzotti (“Soda“) passen überraschenderweise sehr gut zu der Geschichte von Fabien Vehlmann („Spirou„, “Green Manor“). In der Serie “Allein“ geht es zwar um ein ganz großes Geheimnis, doch bei aller Sorge um die verschwundenen Eltern können sich die Hauptfiguren auch einige ihrer Kinderträume erfüllen. So darf z. B. der zehnjährige Dodji einen Sportwagen fahren oder der fünfjährige Terry so viel Süßigkeiten essen wie er will.

Fabien Vehlmann & Bruno Gazzotti: Allein

Mit “Allein“ gelang Mirko Piredda, dem ehemaligen Redaktionsleiter des „ZACK“-Magazins, einen guter Griff für seinen Verlag. Wer sich auf die Serie einlässt, schließt die liebevoll charakterisierten Hauptfiguren sofort ins Herz und möchte so schnell wie möglich wissen, wohin alle Erwachsenen verschwunden sind.

Fabien Vehlmann & Bruno Gazzotti: Allein

Da ist es äußerst löblich, dass “Allein“ als sehr schöne Hardcover-Edition fortgesetzt wird.


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Comic-Alben bei Aldi-Süd

Während ansonsten überall versucht wird “Graphic Novels“ an den Leser zu bringen, gibt es bei Aldi Süd entgegen dem allgemeinen Trend “Comic Alben für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“. Ab Montag dem 14. Februar 2011 sind nicht nur Polohemden, Fanell-Pyjamas, Lesehilfen, Duftkerzen, vierteilige Scheren-Sets, Frühjahrs-Gestecke sowie ein Mini-Backofen im Angebot, sondern für jeweils 3,99 Euro gibt es Comics in “hochwertiger Hardcover-Ausstattung“.

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Bemerkenswert ist, dass der Discounter nicht einfach einen Deal mit einem einzigen Comicverlag geschlossen hat, sondern sich aus den Backlists von Carlsen (“Spirou“, “Der kleine Spirou“), Ehapa (“Lucky Luke“, “Kid Lucky“, “Garfield“) und Salleck (“Yakari“) ein recht interessantes Programm zusammengestellt hat, durch dass in der Tat der eine oder andere Aldi-Kunde (und wer ist das nicht?) als neuer Comicleser gewonnen werden könnte.

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Am Montag um 8 Uhr 30 herrschte vor der Aldi-Filiale meines Vertrauens wider Erwarten kein besonders großer Andrang….

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…obwohl die Comic-Alben sehr liebevoll präsentiert wurden.

Es handelte sich um sehr schön aufgemachte Hardcover-Bücher im Albumformat. Im Impressum stand nicht Aldi sondern Tandem Verlag GmbH, Potsdam. Bei den beiden Spirou-Alben “Jugendsünden“ (Band 36) und “Mafia, Mädchen und Moneten“ (Band 43) fehlte das “Bonusmaterial“ der Carlsen-Neuauflage. Von Der kleine Spirou waren Band 1 “…und setz Deine Mütze auf“ sowie Band 8 “Nur keine Panik!“ erschienen, von Yakari Band 3 “…bei den Bibern“ und Band 31 “…und die Appaloosas“. Von Lucky Luke gab es “Eine Wildwest Legende“ (Band 76) und von Kid Lucky “Am Fluss der rosa Biber“ (Lucky Luke-Band 82). Die beiden Garfield-Bände sind etwas kleinformatiger und genaugenommen keine Comics sondern sie enthalten mit Sprechblasen versehene Bilder aus der Trickfilmreihe.

Da ich nicht nur Comics kaufte, sondern auch noch andere Artikel, könnte die Aktion auch nach hinten los gehen und Comicleser zu Aldi-Kunden machen.


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Spirou + Fantasio: Der Zorn des Marsupilamis

In dem 1970 erschienenen Album “Die Goldmacher“ hatte das Marsupilami seinen letzen Auftritt innerhalb der Serie Spirou + Fantasio. Gemeinsam mit dem Zeichner André Franquin verließ es die Reihe und ging eigene Wege. Fortan stand das Marsupilami im Zentrum einer auf fast 30 Bände angewachsenen Serie. Es sollte fast ein halbes Jahrhundert dauern, bis es zu einem Wiederbegegnung zwischen Spirou, Fantasio und dem Marsupilami (bzw. zum Kauf von Marsu Productions durch Dupuis) kommen sollte.

Spirou + Fantasio: Der Zorn des Marsupilamis

Bereits am Ende des vorherigen Albums “Der Page von Sniper Alley“ deutete der Zeichner Yoann mit dem Bild eines in einem Käfig gefangenen Marsupilamis das Ereignis an. Für den Comic “Der Zorn des Marsupilamis“ dachte sich der Autor Fabien Vehlmann („Allein„) eine traditionsbewusste, aber auch etwas arg konstruiert wirkende, Geschichte aus, die zugleich auch zu erklären versuchte, warum Spirou und Fantasio das gelbschwarze Wundertier in den letzten Jahrzehnten nicht vermisst hatten.

Spirou + Fantasio: Der Zorn des Marsupilamis

Schuld sind einmal mehr eine Erfindung des Zyklotrops und Fantasios Neffe Zantafio. Letzterer hat mittels des Zyklostrahls Spirou und Fantasio dazu veranlasst, das Marsupilami zurück ins südamerikanische Palumbien zu bringen und es danach komplett zu vergessen. Doch plötzlich lässt die Wirkung der Gehirnwäsche nach. Spirou hat Marsupilami-Erscheinungen und bricht mit Fantasio nach Palumbien auf. Dort stellt das Duo fest, dass das Marsupilami sie keineswegs vergessen hat und sogar lebensgroße Ebenbilder von Spirou und Fantasio gebastelt hat…

Spirou + Fantasio: Der Zorn des Marsupilamis

Vehlmanns Geschichte braucht eine ganze Weile, bis sie richtig Fahrt aufnimmt. Doch Yoann, der zuvor schon herrliche Bilder von einem richtig wilden plastisch kolorierten Marsupilami gezeichnete hatte, gelangen sehr dynamische Bilder.

Spirou + Fantasio: Der Zorn des Marsupilamis

Auch weitere Figuren von Franquin haben Gastauftritte in diesem Album. So ist anfangs kurz Gastons Redaktionskollege Demel zu sehen, während der niemals zum Vertragsabschluss kommende Geschäftsmann Bruchmüller sogar einen großen Gastauftritt hat.

Spirou + Fantasio: Der Zorn des Marsupilamis

Auch ein Auftritt von Gaston innerhalb der Serie, wie seinerzeit in “Bravo les Brothers“, erscheint zukünftig möglich.

Spirou + Fantasio: Der Zorn des Marsupilamis

Sehr lobenswert ist, dass Carlsen Comics dieses 64-seitige Album nicht nur sehr günstig anbietet, sondern auch noch mit interessantem Bonusmaterial, wie Yoanns “Je suis Charlie“-Zeichnung, versehen hat.

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Harry und Platte

Die Serie “Tif“ wurde 1938 von Fernand Dineur für die allererste Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Magazins Spirou entwickelt und gezeichnet. Hauptfigur war ein Glatzkopf, der weltweit seine gagreichen Abenteuer erlebte und bereits nach fünf Wochen bzw. “Spirou“-Ausgaben auf den mit wilden Haar- und Bartwuchs gesegneten Tondu traf. So richtig hob die danach in “Tif et Tondu“ umbenannte Serie aber erst ab, nachdem Willy Maltaite alias Will das Zeichnen übernahm und Maurice Rosy sich spannende Kriminalgeschichten ausdachte.

Harry und Platte

Gin und Fizz“ hieß die Serie als sie bei uns in den sechziger Jahren bei Rolf Kauka erschien und danach auch beim Carlsen-Unterlabel Semic. Carlsen nahm die Serie ab 1988 in sein Hauptprogramm und bis 1994 erschienen insgesamt 17 Alben unter dem neuen Titel “Harry und Platte“, wobei Verwechslungen mit Maurice Tillieux’ ähnlich gelagerter Serie “Jeff Jordan“, die in Deutschland als “Harro und Platte“ bekannt war, sehr gerne in Kauf genommen wurden. Tillieux war übrigens auch als Texter von “Harry und Platte“ tätig.

Harry und Platte

Salleck veröffentlichte ab 2004 zunächst einige “Harry und Platte“ Alben, die nicht bei Carlsen erschienen sind und startete danach eine Gesamtausgabe. Diese beginnt jedoch nicht mit den ersten Geschichten von Fernand Dineur, sondern setzt dort an, wo es am interessantesten ist. 1956 erfand Maurice Rosy einen markanten Gegner für Harry und Platte, der schon bald populärer werden sollte als die beiden nur bedingt individuell charakterisierten Hauptfiguren.

Harry und Platte

Der Schock hat Stil, denn zum schwarzen Smoking trägt er einen coolen weißen Ritterhelm. Da er auch noch weiße Handschuhe trägt, nannte er seine erfolgreich operierende Verbrecherorganisation “Die weiße Hand“. Wie populär diese Figur immer noch ist, zeigt die Tatsache, dass dieser – nachdem “Harry und Platte“ schon lange eingestellt ist – aktuell auch im Mittelpunkt einer eigenen Serie steht, deren deutsche Ausgaben ebenfalls bei Salleck erscheinen.

Harry und Platte

Der erste Band der gebundenen Gesamtausgabe von “Harry und Platte“ enthält die in Frankreich als Nummer 4 bis 6 veröffentlichten Alben, mit denen die Schreckensherrschaft des eleganten Ritters begann und trägt daher auch den Untertitel „Der diabolische Herr Schock„.  Abgerundet wird das schön aufgemachte Buch noch durch Hintergrundinformationen.

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Centre Belge de la Bande Dessinée

Brüssel ist zweifelsohne die europäische Comic-Metropole. In der ganzen Stadt sind Fassaden zu finden, die mit Comic-Figuren bemalt wurden .  Auch das Musée Hergé ist nicht weit entfernt und das städtische in einem ehemaligen Jugendstil-Kaufhaus gelegene Comic-Museum Centre Belge de la Bande Dessinée ist immer wieder einen Besuch wert.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Bereits das Foyer ist sehr vielversprechend gestaltet.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Eine Dauer-Ausstellung informiert über die Geschichte der Comics.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Natürlich gibt es auch interessante Original-Zeichnungen zu sehen.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Im oberen Stockwerk des Museums werden – getrennt durch eine übergroße Spirou-Pagenmütze – die beiden belgischen Comic-Großmeister Hergé (Tim und Struppi) und Peyo (Die Schlümpfe) gleichberechtigt präsentiert.

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Centre Belge de la Bande Dessinée

Centre Belge de la Bande Dessinée

Eine interessant kuratierte Sonder-Ausstellung ist Étienne Davodeau (Die Ignoranten, Der schielende Hund) gewidmet.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Hier überraschte, dass nur sehr wenige der zahlreichen Comics von Davodeau auf Deutsch vorliegen.

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Natürlich gibt es auch einen gut sortierten Museums-Shop.

Centre Belge de la Bande Dessinée

Ein Besuch lohnt sich für jeden Comic-Freund, auch im zum Museum gehörenden Bistro!

Centre Belge de la Bande Dessinée

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Comicstadt Brüssel

Dass Brüssel die europäische Comic-Metropole ist, zeigt nicht nur eine riesige Skulptur von André Franquins Gaston, die unweit des in einem ehemaligen Kaufhaus gelegenen Comic-Museums Centre Belge de la Bande Dessinée. Auch das Musée Hergé ist nicht weit entfernt.

Comicstadt Brüssel

In der ganzen Stadt sind Fassaden zu finden, die bemalt wurden mit Comic-Figuren, hier ein alles andere als vollständiger Überblick.

Comicstadt Brüssel

Die gallische Dorfgemeinschaft aus Asterix.

Comicstadt Brüssel

Lucky Luke und die Daltons.

Comicstadt Brüssel

Tibets Rick Master und Kommissar Bourdon.

Comicstadt BrüsselFrank Pés Jonas Valentin.

Comicstadt Brüssel

Victor Sackville von Francis Carin.

Comicstadt Brüssel

Olivier und Columbine von Dany.

Comicstadt Brüssel

Monsieur Jean von Dupuy & Berbérian.

Comicstadt Brüssel

Nero von Marc Sleen.

Comicstadt Brüssel

Tim und Struppi von Hergé.

Comicstadt Brüssel

XIII von Vance.

Comicstadt Brüssel

Mit Ralf König ist erstmals auch ein deutscher Comic-Zeichner vertreten.

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Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss

Die Western-Parodie „Lucky Luke“ des als Morris bekannten Belgiers Maurice de Bevere (1923-2001) wirkt auch nach 70 Jahren dank ihrer gekonnt karikierten Typen sehr frisch. Neben der aktuell von Hervé Darmenton alias Achdé im klassischen Look werkgetreu weitergeführten Serie versucht sich jetzt auch Matthieu Bonhomme an Lucky Luke.

Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss

Sein eher realistischer Zeichenstil scheint auf den ersten Blick nicht zur stark karikierenden Darstellung des Wilden Westen zu passen, die ihren Höhepunkt feierte, als der große René Goscinny neben Asterix auch noch „Lucky Luke“ textete. Bonhomme zeigte zuvor schon in der von Lewis Trondheim geschriebenen Western-Serie „Texas Cowboys„, dass realistische Zeichnungen und skurriler Humor kein Widerspruch sein müssen. Außerdem wurde bereits innerhalb der ebenfalls in Belgien entstandenen Traditions-Serie “Spirou“ bewiesen, dass es eine gute Idee ist, neben der regulären Reihe auch einmal Experimente mit weiteren Zeichnern und Autoren zu wagen.

Matthieu Bonhomme: Der Mann, der Lucky Luke erschoss

Auch wenn “Der Mann, der Lucky Luke erschoss“ nicht wie einst bei Morris & Gosinny alle paar Panels einen Schenkelklopfer serviert, kann das Experiment, vor allem dank des interessanten Zeichenstils von Bonhomme, als gelungen betrachtet werden. Dessen Geschichte um das von drei undurchsichtigen Brüdern kontrollierte Städtchen Froggy Town hat leider nicht so viel schrägen Humor wie die „Texas Cowboys“ und ist eher spannend als lustig. Doch ganz nebenbei wird eine recht plausible Erklärung geliefert, warum Lucky Luke ab 1982 in den Comics aufgehört hat zu rauchen und fortan zum Strohhalm statt zur Zigarette griff.

Reddition 64: Lucky Luke
Lucky Luke von Guillaume Bouzard © Morris / Lucky Luke Comics 2016

Zeitgleich entstand übrigens eine weitere Neuinterpretation von Lucky Luke, die Guillaume Bouzard sehr reduziert zu Papier gebracht hat.

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