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Mark Millar Collection 9: Die Ultimativen

Wie eine Bombe schlug 2000 Marvels Ultimate Spider-Man ein und weitere ähnliche Titel wie Ultimate X-Men folgten. Dies hat seinen guten Grund, denn bei Comicserien, die schon seit Jahrzehnten auf dem Markt sind hat sich so viel Story-Müll angesammelt, dass kaum noch jemand durchblickt, der nicht seit dem ersten Heft dabei ist. Die Ultimate-Serien hingegen sind auch zugänglich für Neueinsteigern und geben altbekannten Haudegen ein moderneres Umfeld.

Mark Millar Collection 9: Die Ultimativen

1963 starteten Stan Lee und Jack Kirby unter dem Titel The Avengers (Die Rächer) eine Comicserie mit einem glorios besetzten Heldenteam. Der Relaunch von 2002 heißt jetzt nicht etwa The Ultimate Avengers sondern ganz einfach The Ultimates. Dies ist nicht  unpassend, denn die Zusammensetzung des Heldenteams ist jetzt noch glorreicher ausgefallen als jemals zuvor.

Mark Millar Collection 9: Die Ultimativen

Wieder dabei sind Captain America, Iron Man, Thor, Hulk sowie die beiden etwas peinlichen Groß-und-Klein-Figuren Ant-Man und Wasp. Neu in diesem Umfeld ist der etwas zwielichtige Geheimdienst-Chef Nick Fury,  Dieser erinnert sehr stark an Samuel L. Jackson, acht Jahre bevor diese Casting-Idee auf der großen Leinwand umgesetzt wurde!

Mark Millar Collection 9: Die Ultimativen

Der Auftakt der Serie gehört zum besten was bisher im Bereich des Superhelden-Comics zu lesen und vor allem zu sehen war. Im ersten Heft wird von Bryan Hitch in beindruckenden realistischen Zeichnungen ausführlich geschildert, wie es Captain America während des Zweiten Weltkrieges gelingt einen von Island aus gestarteten Raketen-Angriff der Nazis auf die USA zu vereiteln. Diesen Einsatz bezahlt er allerdings mit seinem Leben und wird dann gegen Ende des zweiten Heftes in der Gegenwart von den anderen Ultimates wieder aufgetaut.

Mark Millar Collection 9: Die Ultimativen

Doch auch ansonsten ist es nicht ganz leicht für das Team sich zu formieren. Bruce Banner experimentiert mit Captain Americas Superserum, versucht den Hulk in sich im Zaum zu halten und flüchtet sich in Depressionen. Thor hingegen will im Team nicht mitmachen, da er sich nicht zur Marionette von Präsident Bush (auch ansonsten ist der Comic mit reichlich Promis wie Larry King, Freddie Prinze Jr und Shannon Elisabeth bevölkert) und dem Militär machen lassen will.

Mark Millar Collection 9: Die Ultimativen

Als neunten Band seiner Mark Millar Collection veröffentlicht der Panini Verlag die ersten 13 Hefte von Die Ultimativen in einer mit 19 x 28 cm etwas großformatigeren Hardcover-Edition mit interessanten Anhängen.

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Ultimate Spider-Man

Im sogenannten Golden Age (1938 – 1955) des Superhelden-Comics wurden nur ein oder zwei Seiten benötigt um die Entstehungsgeschichte von Superman oder Batman zu erzählen. Als Marvel dann das Silver Age (1956 – 1972) einläutete verwendete dieser Verlag nur unwesentlich mehr Raum darauf zu erklären, wie die Fantastischen Vier durch einen Raketenabsturz ihre Superkräfte erhielten.

Ultimate Spider-Man

Doch im August 1962 erzählten Stan Lee und Steve Ditko in Amazing Fantasy 15 schon etwas ausführlicher , wie der junge Peter Parker von einer radioaktiven Spinne gebissen wurde und erfuhr, dass die so erlangte Macht auch große Verantwortung mit sich bringt. Erst nach sechs Comicseiten ist erstmals das rotblaue Spinnenkostüm zu bewundern. Doch ein absolutes Novum stellte das im Oktober 2000 erschienene erste Ultimate Spider-Man-Heft dar. Obwohl es mit 46 Comicseiten doppelt so dick wie die meisten US-Hefte war, konnte diesmal das Spider-Man-Kostüm nur auf dem Cover bewundert werden.

Ultimate Spider-Man

Im Innenteil lässt sich der neue US-Starautor Brian Michael Bendis und der Zeichner Mark Bagley sehr viel Zeit Peter Parkers Alltag zu schildern. Der hochintelligente Schüler wird als Bücherwurm verlacht. Trost und Liebe findet er jedoch bei Onkel Ben und Tante May, sowie bei seiner Mitschülerin Mary Jane, die er in der klassischen Spider-Man-Serie erst sehr viel später kennen lernen sollte.

Ultimate Spider-Man

Erst am Ende des ersten Ultimate Spider-Man-Hefts erkennt Peter Parker, dass er Superkräfte hat und klebt an der Decke. Ein Kostüm ist hingegen noch lange nicht in Sicht. Dadurch, dass jeder Leser bereits weiß, dass Parker noch tolle Dinge im Spinnen-Outfit erleben wird, kann sich Bendis natürlich sehr viel mehr Zeit mit Peter Parkers Geschichte lassen und diese sehr viel stärker und sensibler vertiefen als dies Stan Lee beim erstmaligen Vorstellen eines neuen Helden möglich war.

Ultimate Spider-Man

Die Serie schlug in den USA wie eine Bombe ein und das erste Heft war sofort ausverkauft und wird bei einem Coverpreis von 2,99 Dollar schon mit bis zu knapp 100 Dollar gehandelt. Marvel ließ dann auch sofort (die etwas weniger gelungenen) Ultimaten X-Men und Die ultimativen Fantastischen Four auf die Leserschaft los. Bendis und Bagley schufen in 18 Jahre 111 Heften mit ihrem Ultimate Spider-Man., die bei uns von Panini in 19 Sammelbänden veröffentlicht wurden.

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Fantastic Four (2005)

Diese Verfilmung der 1961 von Stan Lee und Jack Kirby kreierten Comicserie hat eine sehr lange Produktionsgeschichte. Bernd Eichinger hatte mit Der bewegte Mann, Werner und der ziemlich verunglückten zweiten Prinz Eisenherz-Verfilmung immer auch gerne Comicstoffe in die Kinos gebracht. Bereits Anfang der 90er Jahre erwarb er die Rechte an den Fantastic Four auch um sich an den Erfolg von Tim Burtons Batman-Film zu hängen.

Fantastic Four
Fantastic Four 1994

Doch das Projekt kam nicht zustande und Eichinger ließ 1994 von Roger Cormans Produktionsfirma eine Billigversion der Fantastischen Vier drehen, die nur realisiert wurde um nicht die Rechte am Stoff zu verlieren. Obwohl der Film offiziell nie gezeigt wurde, wird er als DVD immer wieder als halblegale Pressung bei ebay angeboten oder ganz offen auf dem Comic Con in San Diego verkauft. Das Filmchen hat durchaus seinen Charme und es hat wirklich schon bedeutend peinlichere Comichelden im Kino gegeben.

Fantastic Four (2005)

1996 bekundete der spätere Harry Potter-Regisseur Chris Columbus Interesse an dem Stoff und das Projekt gewann langsam wieder etwas an Fahrt. Etliche Regisseure und Drehbuchautoren kamen und gingen. Doch 2005 wurde recht schnell Ernst gemacht und Columbus produzierte den Film. Fantastic Four entstand genau wie X-Men aus finanziellen Gründen im preiswerteren Vancouver, das auch hier als Double für New York City diente.

Fantastic Four (2005)

Regie führt Tim Story, der zuvor mit New York Taxi und Barbershop nicht weiter aufgefallen war. Auch bei der Besetzung war eher Schmalhans Küchenmeister. Abgesehen von Jessica Alba (die auch in der Comicverfilmung Sin City dabei ist) und Michael Chiklis aus der TV-Serie The Shield agierten mit Ioan Gruffud (Hornblower) und dem späteren Captain America Darsteller Chris Evans eher unbekannte Darsteller.

Fantastic Four (2005)

Das Resultat war seinerzeit das bisher schwächste Glied der nicht abreißen wollenden Kette von Filmen um Superhelden aus dem Hause Marvel, wurde aber noch unterboten von dem 10 Jahre später entstandenen Fantastic-Four-Neustart. Lust- und Kraftlos hangelt sich der Film durch eine geringfügig modernisierte Version der Fantastic Four-Entstehungsgeschichte. Bei einer Raumexpedition bekommen das Superhirn Reed Richards, der bullige Ben Grimm, der flapsige Johnny Storm und seine Schwester Susan Superkräfte, die den Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft entsprechen.

Fantastic Four (2005)

Gleichzeitig verwandelt sich (und das ist neu gegenüber der Comicvorlage, war aber ähnlich schon im Film von 1994 zu sehen) der skrupellose Victor Von Doom in den noch skrupelloseren Doctor Doom, dessen menschliches Gesicht in den Comics immer hinter einer Maske verborgen war. Absolut passend zu den trashigen Tricks, den flauen Gags und den gelangweilten Darstellern ist Ben Grimms Gummikostüm, das er trägt wenn er zum orangefarbenen Ding wird und auch sehr gut in die Billigproduktion von 1994 gepasst hätte. Wider Erwarten war Fantastic Four so erfolgreich, das schon zwei Jahre später eine Fortsetzung folgte.

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Spider-Man: A New Universe

Das hat wohl keiner kommen sehen! Rechteinhaber Sony Pictures Entertainment ließ zu, dass der Realfilm-Spider-Man zum Bestandteil von Disneys Marvel Cinematic Universe wurde und blamierte sich ganz kräftig mit einem Film über den Alien-Symbionten Venom. Eine ähnlich dumme Idee schien ein Animationsfilm über einen nicht von Peter Parker, sondern vom Afro-Latino-Teenager Miles Morales verkörperten Spider-Man zu sein.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Doch das Konzept ging auf, auch weil neben Miles Morales noch fünf weitere alternative Spider-Männer präsentiert wurden. Der schurkische Kingpin (der als Animationsfigur ähnlich abgefahren aussieht, wie in den von Bill Sienkiewicz gezeichneten Comics) versucht seine verstorbene Familie durch einen Teilchenbeschleuniger zurückzubekommen. Dadurch kommt es zu Schnittstellen mit einigen alternativen Universen und gleich fünf völlig verschiedene Versionen von Spider-Man landen auf der Erde.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Miles Morales lernt so einen etwas übergewichtigen Peter Parker, die liebreizende Spider-Gwen, das den Roboter SP//dr einsetzende Manga-Mädchen Peni Parker, den aus einer schwarzweißen Welt stammenden Spider-Man Noir (in der Originalfassung gesprochen von Nicolas Cage!) sowie das Cartoon-Schweinchen Spider-Ham kennen. Das klingt nach Klamauk, ist es teilweise auch. Doch zugleich werden in bester Marvel-Tradition die Teenager-Probleme von Miles Morales ernst genommen und die turbulente Geschichte geht auch zu Herzen.

Spider-Man: A New Universe
© Sony Pictures Entertainment

Hinzu kommen ein hervorragendes Figurendesign, sowie eine außergewöhnlich gute und originelle Animation, die kunstvoll mit Elementen aus Comics und verschiedenen Stilen spielt. Doch dabei wird die Geschichte nie aus den Augen verloren und die knapp zwei Stunden des Films vergehen wie im Fluge. Völlig zu Recht wurde Spider-Man: A New Universe 2019 bei der Oscar-Verleihung als bester animierter Spielfilm ausgezeichnet.

© Sony Pictures Entertainment
© Sony Pictures Entertainment

Die Blu-ray von Sony Pictures Entertainment. enthält den 128-minütigen Film (mit Audiokommentar der Regisseure und Produzenten, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) sowie diese Extras: Eine Hommage an Stan Lee & Steve Ditko (8:34 min); Die ultimative Comic-Besetzung (15:02 min); Zwei Musikvideos (5:48 min); Animierter Kurzfilm: „Peter Porker, der spektakuläre Spider-Man“ (4:01 min); Wir sind Spider-Man (7:51 min); Spider-Universum: Eine neue Dimension (5:09 min); Comic Filmfiguren selber gestalten (7:45 min); Alternativ Universum-Modus: Lass dich von den Filmemachern durch alternative Szenen, Handlungsstränge, Figuren und mehr führen; Die Spider-Universum-Superfans Easer Egg Challenge

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Avengers: Endgame

Bei der heißerwarteten Fortsetzung zu Avengers: Infinity War verwundert zunächst, wie menschenleer die Erde wirkt, nachdem Thanos die Hälfte der Erdbevölkerung verschwinden ließ. Ebenso erstaunlich ist, dass sich mit Iron Man, Thor, Captain America, Hulk, Black Widow, Ant-Man und Hawkeye erstaunlich viele Avengers nicht in galaktischen Staub aufgelöst haben.

Avengers: Endgame

Diese treten an, um die sechs magischen Infinity-Steine zurück zu bekommen, die Thanos absolute Macht verliehen haben. Mehr sollte nicht verraten werden, um den Zuschauern nicht den Spaß an 180 erstaunlich kurzweiligen Minuten zu nehmen. Es sei jedoch noch verraten werden, dass Avengers: Endgame ein wilder Ritt durch die das in bisher über 20 Filmen zusammengebastelte Marvel Cinematic Universe geworden ist.

Figuren bekommen so die Möglichkeit voneinander Abschied zu nehmen, kleine Episoden werden weitererzählt, heroische Heldentaten begangen und Stan Lee absolviert seinen letzten Gastauftritt. Erstaunlicherweise fesseln hierbei weniger die selbstverständlich großartigen Spezialeffekte, sondern in einem sehr viel stärkeren Maße die beeindruckenden darstellerischen Leistungen des großartigen Ensembles.

Avengers: Endgame

Für den Film spricht auch, dass er einige Geschichten erstaunlich konsequent bis zum (gelegentlich auch bitteren) Ende erzählt und die nächsten Marvel-Filme in einem stark veränderten Universum spielen werden. Zum Abschluss sei noch verraten, dass es diesmal keinen Schlussgag am Ende des Abspanns gibt, was vielleicht auch den großartigen Gesamteindruck geschmälert hätte.

Avengers: Endgame
© 2019 Marvel

Die Blu-ray-Edition von Disney enthält den 181-minütigen Film, wahlweise mit Audiokommentar von den Regisseuren Anthony und Joe Russo (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) und ein Intro der Regisseure (2:33 min). Hinzu kommen auf einer zweiten Blu-ray noch Featuretten (insgesamt 46:00 min, darunter ein 7-minütiger Gedenkbericht über Stan Lees Gastauftritte),  Zusätzliche Szenen (4:51 min) und Pannen vom Dreh (1:58 min)

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Shazam – Just Imagine

1940, ein Jahr nach Superman, debütierte ein gewisser Captain Thunder, der schon bald in Captain Marvel umbenannt werden musste. Eigentlich war er ein simpler Rundfunkreporter namens Billy Batson. Doch vom ägyptischen Hexenmeister Shazam (der Name wurde zusammengesetzt aus Salomon, Herkules, Atlas, Zeus, Achilles und Merkur) erhielt er übernatürliche Kräfte. Immer wenn Batson Shazam! ausruft, verwandelt er sich in einen rotbekleideten Superhelden mit einem gelben Blitz auf der Brust.

Shazam - Just Imagine

Trotz seines Namens ist Captain Marvel jedoch keineswegs beim Superhelden-Verlag Marvel beheimatet, sondern landete in den siebziger Jahren beim Konkurrenten DC. Für diesen Verlag hat der legendäre Marvel-Verleger Stan Lee eine 13-teilige Reihe namens Just Imagine ins Leben gerufen für die er 2001 DC-Superhelden wie Batman oder Superman mit recht zwiespältigen Resultaten auf seine Art neu schaffen durfte.

Shazam - Just Imagine

Dabei hat sich Lee auch an Captain Marvel versucht, hat seine Kreation allerdings Shazam! genannt und eigentlich aus der Figur wenig mehr als einen roten Hulk gemacht, der diesmal nicht durch eine Atombombe sondern durch den Zauberer Merlin zu einem (diesmal) roten und flugtauglichen Ungetüm wird.

Shazam - Just Imagine

Fairerweise muss jedoch gesagt werden, dass Stan Lees Version von Captain Marvel aus der Just Imagine-Reihe deutlich herausragt. Dies liegt zu einem kleineren Teil an Lees diesmal deutlich weniger wirreren Erzählweise und zu einem Großteil an den beeindruckend realistisch ausgeführten Zeichnungen von Gary Frank (Batman: Erde Eins). Mittlerweile hat auch Jeff Smith (Bone) mit Shazam! und die Monster Society eine eigene Version von Captain Marvel vorgelegt.

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Stan Lee: Helden, Götter und Mutanten

Am 12. November 2018 starb Stan Lee im Alter von 95 Jahren. Bereits zuvor erschienen mit The Stan Lee Story (Taschen) und der Marvel Treasury Edition (Panini) zwei opulente aber auch recht hochpreisige Bücher über den prominentesten Schöpfer von Superhelden. Figuren wie die Fantastic Four, die Avengers, die X-Men oder Spider-Man wurden nicht im Alleingang von Stan Lee geschaffen, der an ihn gerichtete Lobeshymen meist auch an Zeichner wie Jack Kirby oder Steve Ditko weitergab.

Stan Lee: Helden, Götter und Mutanten

Darin unterscheidet sich Stan Lee von Walt Disney, der nichts dagegen hatte, wenn das Publikum glaubte, dass er die unter seinem Namen präsentierten Animationsfilme und Comics im Alleingang realisiert hatte. Die Marvel-Comics wurden immer als Teamwork angekündigt. Es war nie ein Geheimnis, wer für die Zeichnungen verantwortlich war. Die Geschichten waren jedoch ebenfalls Gemeinschaftswerke, auch wenn Stan Lee nichts dagegen hatte als alleiniger Autor genannt zu werden.

Stan Lee: Helden, Götter und Mutanten

Auch dieser Aspekt spielt eine Rolle bei Paninis sehr zeitnah zum Tode von Stan Lee veröffentlichten Band Helden, Götter und Mutanten. Fundierte Texte von Christian Endres bemühen sich darum, die Lebensleistung von Stan Lee ins rechte Licht zu rücken. Interessant ist auch die Auswahl der Comics. Natürlich sind die ersten Comic-Auftritte der Fantastic Four, von Spider-Man (hier war es übrigens nicht, wie in den Filmen Peter Parkers Onkel Ben, sondern Stan Lee als Autor, der den legendäre Satz über große Macht und große Verantwortung zum Besten gibt) und von den X-Men enthalten. Endes weist aber auch darauf hin, dass es Jack Kirby und nicht Stan Lee war, der 1961 die Idee hatte, die Fantastic Four zuerst in Action zu zeigen und erst danach als Rückblende ihre Entstehungsgeschichte zu erzählen.

Stan Lee: Helden, Götter und Mutanten

Das Buch enthält aber ansonsten nicht nur die “üblichen Verdächtigen“, sondern auch drei kurze Beispiele aus Stan Lees Frühwerk als Autor von Horror-Geschichten oder romantischen Comics. Einen Schwerpunkt bilden auch die sozial engagierten Geschichten, die Marvel bereits in den 60er Jahren veröffentlichte. So kümmerte sich Daredevil in Take my Hand! um einen in Vietnam erblindeten Soldaten und eine Storyline der Serie Amazing Spider-Man, in der sich Peter Parker 1971 um seinen drogensüchtigen Freund Harry Osborn sorgte, kommt – ihrer Bedeutung angemessen – in der vollen Länge von 60 Seiten zum Abdruck.

Stan Lee: Helden, Götter und Mutanten

Enthalten sind auch einige Kuriositäten wie eine Kurzgeschichte von Marie Severin, die 1968  – wahrscheinlich nur leicht überzeichnet – darstellte wie wild und irre es bei Marvel zuging. Recht hübsch ist auch ein Comic in dem Stan Lee auftritt und versucht einen frustrierten Spider-Man wieder aufzubauen. Der durchaus krönende Abschluss ist ein Comic mit Captain America von 2014, den der begnadete Zeichner Bruce Timm (Batman Animated) zum 75. Jubiläum von Marvel in Szene setzte. Hierbei handelt es sich um die erste Geschichte, die Stan Lee für Marvel schrieb. 1941 kam diese Story jedoch nur als zweiseitiger Prosatext zum Abdruck.

Stan Lee: Helden, Götter und Mutanten

Erfreulich an dem gebundenen Buch ist, dass mit 29,80 Euro für 320 Seiten auch das Preisleistungsverhältnis stimmt.

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Walt Disney: Chaos im Netz

Bereits der 2012 entstandene Animationsfilm Ralph reichts zeigte, dass sich die Filme des Walt Disney Animation Studios nicht vor denen der hauseigenen Konkurrenz Pixar verstecken müssen. Während dieser Film eine fast schon nostalgisch anmutende Geschichte aus einer Zeit erzählte, als Videogames fast ausschließlich in Spielhallen gespielt wurden, geht es in der Fortsetzung äußerst rasant online.

Walt Disney: Chaos im Netz
© 2019 Disney

Im Mittelpunkt steht wieder der Game-Bösewicht Ralph, der auf dem Monitor seines Spiels aus riesigen Pixeln besteht. Doch in der Lebensgemeinschaft aller Game-Figuren sieht es ganz anders aus. Hier ist Ralph auf Sinnsuche ist und von erheblichen Selbstzweifeln geplagt. Abhilfe bietet seine Freundschaft zur Rennfahrerin Vanellope.

Walt Disney: Chaos im Netz
© 2019 Disney

Dieses ungleiche Team bricht in der Fortsetzung ins Internet auf, um bei Ebay ein Ersatzteil für Vanellopes kaum noch angesagtes Game Sugar Rush zu organisieren. Im weltweiten Netz kommt es dabei zu allerlei merkwürdigen Begegnungen. Auf der Flucht vor George Lucas‘ Stormtroopers erhält Vanellope Tipps von den Disney-Prinzessinnen, um auch Mitglied des Animations-Adels zu werden (“Blicke ins Wasser und singe!“) und ein animierter Stan Lee absolviert am Rande des Geschehens einen seiner letzten Cameo-Auftritte.

Walt Disney: Chaos im Netz
© 2019 Disney

Bei aller Rasanz, erzählt Chaos im Netz aber auch eine spannende Story und unaufdringlich davon, dass Freundschaft auch auf Distanz funktionieren kann.

Chaos im Netz
© 2019 Disney

Die Blu-ray enthält neben 112-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Auf der Suche nach Easter Eggs (3:36 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Die Musik von Chaos im Netz (10:18 min), BuzzzTube Katzen – Eine animierte Parodie auf Katzen-Videos (1:47 min), Wie wir Chaos im Netz gemacht haben (32:57 min), Fünf Zusätzliche Szenen (insgesamt 19:05 min), 2 Musikvideos: Image Dragons: ZERO (3:52 min) und Julia Michaels: In this place (3:23 min)  

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Das komplette Marvel-Universum

Durch die sich immer weiter verästelnden Filme des Marvel Cinematic Universe könnte langsam der Eindruck entstehen, die einst von Stan Lee und Jack Kirby ins Leben gerufene Welt voller Superhelden könnte tatsächlich existieren. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ein “Reiseführer durch alle Welten, Dimensionen und Galaxien“.

Das komplette Marvel-Universum

Hier nun also ein reich und farbig bebildertes Buch, das den Leser u. a. in ein ihm nur bedingt bekannt verkommenes New York entführt. Dort sind der Stark Tower und das Baxter Building, die Kommandozentralen von Iron Man und den Fantastic Four, die Hauptattraktionen. Doch auch Doctor Dooms Schurkenstaat Latveria wird als Reiseziel empfohlen.

Das komplette Marvel-Universum

Die irdischen Locations sind jedoch nur ein sehr kleiner Teil des Buchs, das auch über “Alternative Universen“ wie die 10 Welten von Asgard informiert, allerdings dem Leser verschweigt wie er in die nordische Myrhen-Welt von Thor gelangt. Einen großen Unterhaltungswert hat das Buch auch durch die launigen Kommentare der Guardians of the Galaxy, wobei sich die Textbeiträge von einem Mitglied dieser bunten Truppe, naturgemäß auf “Ich bin Groot“ beschränken.

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Hulk

Nachdem 2003 niemand so richtig begeistert war von Daredevil, sah es nicht so aus, als wenn sich diese Enttäuschung beim nächsten Film mit einem Superhelden aus dem Hause Marvel wiederholen würde. Das grüne Monstrum Hulk wurde 1962 von Stan Lee und Jack Kirby geschaffen.

Hulk

Der Wissenschaftler Bruce Banner mutierte durch einen Atombombentest zu einem zunächst grauen und später grünen amoklaufenden Monstrum. Der Hulk war in den siebziger Jahren auch Held einer recht langlebigen TV-Serie und 2003 kam ein Film mit einem gewaltigen 100 Millionen Dollar Budget in die Kinos.

Hulk

Regie führte Ang Lee, der zuvor mit höchst unterschiedlichen Filmen wie Sinn und Sinnlichkeit oder Tigers & Dragons immer voll überzeugen konnte. Doch Lee inszenierte Hulk nicht nur, sondern er „spielte“ auch das diesmal sehr große Monster, denn seine Bewegungen dienten den Spezialeffektkünstlern bei ILM als Vorlage für das computeranimierte Monster.

Hulk

Doch das Resultat ist dann leider eine einzige überlange Enttäuschung. Ang Lee findet keinen Zugang zum eigentlich recht simplen Stoff. Um der Comic-Vorlage gerecht zu werden, setzt er immer wieder gnadenlos auf eine in mehrere Sektoren unterteilte Leinwand. Dabei findet das wirklich interessanteste Geschehen manchmal nur am Rande statt.

Hulk

Auch das Drehbuch ist unnötig kompliziert und soll noch durch einen im Comic nicht vorhandenen Vater-Sohn-Konflikt aufgeheizt werden. Banner Senior dabei wird von Nick Nolte verkörpert und trägt anstelle einer Atombombe die Schuld daran, dass sein Sohn Bruce bei Wutausbrüchen immer groß und grün wird. Ferner gibt es noch „tolle“ meist im Halbdunkeln stattfindende Kämpfe gegen lachhafte Gegner wie einen mutierten französischen Pudel.

Hulk

Selbst die Tricktechnik rettet da nicht mehr viel, denn was ILM hier „zaubert“,  hat in den sechziger Jahren ein Ray Harryhausen (Sindbads 7. Reise) im Alleingang mit sehr viel mehr Charme hinbekommen. Dass es besser geht, bewies 2008 Der unglaubliche Hulk mit Edward Norton.

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