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MADs Meisterwerke: Star Wars

Nachdem 1980 in MAD eine in Comicform gestaltete Parodie zu Das Imperium schlägt zurück veröffentlicht wurde, erhielt das Satire-Magazin ein Abmahnungschreiben der Anwälte von George Lucas. Es wurde gefordert, dass die Ausgabe sofort aus dem Handel genommen, die Druckplatten zerstört, das Original-Artwork ausgehändigt und alle Gewinne sowie ein Schadensersatz überwiesen werden.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Doch die MAD-Redaktion hatte bereits zuvor einen Brief von George Lucas erhalten, der sich sehr darüber gefreut hatte, dass Autor Dick DeBartolo und der begnadete Zeichner Mort Drucker, die er für die “DaVincis der Comics“ hielt, seinen Film parodiert hatten. MAD-Herausgeber William Gaines schickte eine Kopie des Schreibens von Lucas an dessen Anwälte und schrieb noch „That’s funny, George liked it!“ drauf, womit sich die Sache erledigt hatte. Später sollte George Lucas in einem Vorwort zu dem Sammelband MAD about Star Wars schreiben, dass er das Satire-Magazin immer wieder vor seinen Anwälten geschützt hat.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Dieses Vorwort und Hintergrundinformationen zum Inhalt fehlen leider in diesem Sammelband, obwohl er das selbe Cover von Jack Rickard hat wie MAD about Star Wars. Doch es ist erfreulich, dass Panini die Reihe fortführt, in der bisher dicke Bücher mit Parodien zu Filmen und Superhelden, sowie zu Spion & Spion erschienen sind. Dies ist nicht selbstverständlich, denn das zuletzt nur noch vierteljährlich erscheinende deutsche MAD wurde im Dezember 2018 mit der Ausgabe 185 eingestellt und in den USA wird es nur noch für Abonnenten produziert.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Das MADs-Meisterwerke-Buch enthält auf 274 Seiten eine Zusammenstellung von Star-Wars-Parodien. Neben den von Mort Drucker mit gut getroffenen Karikaturen versehenen Film-Parodien, den sich fundiert über blödsinnige Momente lustig machenden Sergio Aragones und ein wenig Don Martin, sind vor allem exklusiv für das deutsche MAD erstellte Beiträge enthalten. Leider haben sich viele davon nicht gut gehalten und erreichen meistens weder die Qualität der liebevoll gezeichneten Cartoons von Martin Frei oder des sich 1999 durch mehrere Ausgaben ziehenden Struwwel-Vaders von Matthias Kringe, noch die lässige Rotzigkeit vom MAD-Urgestein I. Astalos.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Es könnte auch noch bemängelt werden, dass sich die Hinweise darüber, wann die Beiträge erschienen sind ausschließlich auf die Dino– bzw. Panini-Hefte beziehen, dass die deutsche Kolorierung bei manchem ursprünglich in Schwarzweiß erschienenen Beitrag nicht wirklich eine Verbesserung ist und dass frühere Beiträge, wie die schönen Star-Wars-Covers der Williams-Ära nicht berücksichtigt wurden.

MADs Meisterwerke: Star Wars

Doch, wie bereits erwähnt, ist es erfreulich, dass Panini zumindest in dieser Form mit dem Satire-Magazin weitermacht und vielleicht auch noch den bereits angekündigten zweiten Band von MADs Meisterwerke: Superhelden herausbringt.

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John Carter – Zwischen zwei Welten

1912, kurz bevor er mit seinen Tarzan-Geschichten richtig durchstartete, begann der Autor Edgar Rice Burroughs mit einer Reihe von 11 Romanen, die unzweifelhaft Flash Gordon, Superman, Star Wars und James Camerons Avatar maßgeblich beeinflussten.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Hauptfigur der Geschichten ist ein gewisser John Carter, der einst als Soldat der Konföderierten diente, sich auf der Flucht vor einigen Indianern in einer Höhle versteckte und dort von einer mysteriösen Kraft direkt auf den Planeten Mars transportiert wird. Durch die dort herrschende geringere Schwerkraft verfügt er über Superkräfte, freundet sich mit dem grünhäutigen vierarmigen Marsianer Tars Tarkas an und verliebt sich in die rothäutige Prinzessin Dejah Thoris…

John Carter - Zwischen zwei Welten

Schon sehr lange wurde versucht die Geschichten von John Carter auf die große Leinwand zu bringen. Einst waren Trickexperte Ray Harryhausen oder Regisseur Joe Dante und Darsteller Tom Hanks als Dreamteam im Gespräch, vor einiger Zeit Jon Favreau (Iron Man) aber auch Robert Rodriguez.

John Carter - Zwischen zwei Welten

2012 hatte sich schließlich die Firma Disney, die bereits Burroughs‘ Tarzan recht anständig als Zeichentrickfilm adaptierte, der Sache angenommen. Da erschien es nur logisch sich der Kreativkräfte der Tochter Pixar zu bedienen. Der Regisseur Andrew Stanton (Findet Nemo, Wall-E) ist ein großer Fan der Fantasy-Romane Burroughs und realisierte – genau wie zeitgleich sein Kollege Brad Bird mit dem vierten Teil Mission: Impossible – mit John Carter seinen ersten Realfilm.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Die schon lange überfällige Verfilmung der Abenteuer von John Carter, dem Ur-Vater aller Superhelden und Space Operas, ist ein Triumph in jeglicher Hinsicht. Taylor Kitsch (Wolverine) ist eine sympathische Heldenfigur und führt ein beachtliches Ensemble an. Ciarán Hinds, Mark Strong, James Purefoy und die attraktive Powerfrau Lynn Collins (die ebenfalls in Wolverine zu sehen war) als Dejah Thoris tragen phantasievolle Gewänder, während Willem Dafoe, Thomas Haden Church und Samantha Morton die vierarmigen grünhäutigen Tharks-Aliens doubeln.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Es ist deutlich zu spüren, dass hier Fans von Burroughs’ Romanen und den zugehörigen legendären Coverillustrationen von Frank Frazetta am Werke waren. Das Design der Außerirdischen und der fremden Welten ist atemberaubend werkgetreu. Spezial- und 3D-Effekte sind absolut state of the art.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Im Gegensatz zum schnell abgedrehten Billigfilm Princess of Mars (2009) der für ihre “Mockbuster“ berüchtigten Trashschmiede The Asylum  wurde die Geschichte nicht in die Gegenwart verlegt, sondern beginnt im vorletzten Jahrhundert. Eine sehr schön nostalgisch ausgestaltete Rahmenhandlung bildet die Klammer zu einem turbulenten fast schon atemlosen Fantasy-Abenteuer, das in ein schönes Finale mündet.

John Carter - Zwischen zwei Welten

Leider kam der Film zu spät. Kritiker und Publikum schien dies ein Plagiat auf alle jene Fantasy-Werke, die ohne Burroughs nicht denkbar gewesen wären, Andrew Stanton kehrte zurück zum Trickfilm und inszenierte Findet Dorie.

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Jay & Silent Bob Reboot

Im Comic-Laden Brodie’s Secret Stash erfahren Jay und Silent Bob, dass aus der Superhelden-Serie Bluntman & Chronic ein Multi-Millionen-Film gemacht werden soll. Für diesen Comic waren sie die Vorbilder, gingen aber leer aus. Daher machen sie sich von Leonardo, New Jersey nach Hollywood, Kalifornien auf, um den Film zu verhindern…

Jay and Silent Bob Reboot

Das gab es doch schon mal? Das ist richtig, Kevin Smith setzte Jay und Silent Bob erstmals 1994 in seinem Independent-Erfolg Clerks ein. Auch in seinen darauffolgenden Filmen Mallrats, Chasing Amy und Dogma waren Smith als Silent Bob und sein Kumpel Jason Mewes als Jay dabei. 2001 bekamen sie mit Jay und Silent Bob schlagen zurück sogar ihren eigenen Film, in dem siezum Chronic Con aufbrachen, um einen Film mit Bluntman & Chronic zu verhindern.

Jay and Silent Bob Reboot

Knapp zwei Jahrzehnte wiederholt sich die Geschichte, doch Smith präsentiert jetzt kein Sequel und auch kein Remake, sondern ein Reboot. Wer mehr über die feinen Unterschiede erfahren möchte, dem sei dieser Film empfohlen. Auch wer in seiner Jugend Spaß am abgefahrenen Humor von Kevin Smith hatte, wird sich freuen, dass dieser nach seinen ziemlich verunglückten Horror-Experimenten Red State, Tusk und Yoga Hosers zu seinem View Askewniverse also den New-Jersey-Filmen zurückgekehrt ist.

Jay and Silent Bob Reboot

Für Neueinsteiger eignet sich diese Ansammlung von Insider-Späßen eher weniger, zumal Kevin Smith und Jason Mewes einiges von ihrem früheren “Stan & Ollie Charme“ eingebüßt haben. Doch nach einer Weile gewinnt das Reboot an Fahrt, gerade dadurch, dass vor allem Jay im Laufe der Jahrzehnte gereift ist. Er reagiert erstaunlich erwachen, als er erfährt, dass er eine fast volljährige Tochter hat.

Jay and Silent Bob Reboot

Dies wird zu einem doppelbödigen Spaß verarbeitet, denn Jays Tochter trägt den bescheuerten Star-Wars-Vornamen Millennium (und auch noch den Nachnamen Faulken) und wird zu allem Überfluss auch noch gespielt von Kevin Smiths Tochter, die mit dem Vornamen Harley Quinn gesegnet ist. Da darf natürlich Jason Mewes‘ leibliche Tochter Logan Lee nicht fehlen, die kurz als Amy die Tochter des wieder von Ben Affleck und Joey Lauren Adams gespielten Pärchens aus Chasing Amy zu sehen ist.

Jay and Silent Bob Reboot

Wer Spaß an solchen Späßchen, sowie den zahllosen teilweise wirklich hochkarätigen Gastauftritten (erwähnt seien nur Chris Hemsworth und Stan Lee) und Kevin Smiths unverwüstlichen Klassikern aus dem letzten Jahrtausend hat, der sitzt hier garantiert im richtigen Film. Die Party geht dann im Bonusmaterial weiter, wenn die zahllosen Gaststars über ihre Erfahrungen beim Dreh plaudern.

Jay and Silent Bob Reboot

Die Blu-ray von Universal enthält neben dem 105-minütigen Film noch diese Extras: Interviews mit sehr vielen Mitwirkenden (58:54 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln ), „Jay und Silent Bob Haar Reel“ (1:38 min), Pannen und verpatzte Szenen (0:57 min)

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Zack and Miri Make a Porno

Zack und Miri sind seit der Schulzeit zusammengeblieben. Sie sind zwar kein Paar, bilden aber eine WG. Da beide Geldschwierigkeiten haben, wird ihnen schließlich Strom und Wasser abgestellt. Ein möglicher Ausweg aus der finanziellen Misere ist das Drehen eines Pornofilms. Mit großem Elan stellen Zack und Miri ein Team zusammen und haben viel Spaß bei der Arbeit, bis zu dem Tag als sie eine Liebesszene spielen sollen…

Zack and Miri Make a Porno

Mit dem seit Beim ersten Mal zum Comedy-Superstar aufgestiegenen Seth Rogen fand Kevin Smith (Dogma) 2008 einen Typen, der sich als Zack nahtlos in das Nerd- und Ladenhüter-Universum des Clerks-Regisseurs einfügt. Doch trotz seines leicht schlüpfrigen Titels und der Mitwirkung zweier echter Pornodivas (Traci Lords und Katie Morgan) sowie einer heftigen Fäkaleinlage ist Zack and Miri Make a Porno eher eine romantische Mainstream-Komödie als ein wirklich unartiges Filmchen.

Zack and Miri Make a Porno

Ein ebenso subversives wie anrührendes Meisterwerk wie Chasing Amy hat Kevin Smith auch diesmal wieder nicht zustande gebracht. Doch pfiffiger als die meisten Filme des Genres ist die Beziehungskomödie allemal, was auch an der interessanten Besetzung liegt.

Zack and Miri Make a Porno

Neben dem wie immer recht wild aufspielenden Jason “Jay“ Mewes verbreiten vor allem Justin Long und Superman Brandon Routh als schwules Pärchen sowie ein Star Wars-Porno viel gute Laune. Nicht schlecht ist auch das vergnügliche Making Of auf der DVD, dass fast so lang (und so witzig) wie der ganze Film ist.

Zack and Miri Make a Porno

Extras der DVD: Popcorn Porn: The Making Of Zack & Miri (74:55 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Zwei Outtakes (3:31 min), Seth vs Justin (6:59 min)

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Star Crash – Sterne im Duell

„In a Time before Time“: Alles war gut im All als der friedliche Imperator (Christopher Plummer) regiert. Doch nun will der schurkische Graf Zarth Arn (Joe Spinell) die Macht an sich zu reißen. Die trickreichen Schmuggler Stella Star (Caroline Munro) und Acton (Marjoe Gortner) sowie Simon (David Hasselhoff), der Sohn des Imperators, versuchen dies zu verhindern…

Star Crash – Sterne im Duell

In den 70er-Jahren hängte sich die italienische Filmindustrie in Windeseile an jeden Trend aus Hollywood und drehte so schnell wie möglich billige Schundvarianten von Blockbustern. Ein Jahre nach dem Erfolg von Star Wars kam Star Crash in die Kinos. Regie führte Lewis Coates alias Luigi Cozzi (Die Abenteuer des Herkules) , ein Weggefährte des Italo-Horrormeisters Dario Argento. Cozzi behauptete, er hätte mit den Vorbereitungen zu Star Crash schon lange vor dem Kinostart von Star Wars begonnen.

Star Crash – Sterne im Duell

Die Besetzung wird angeführt von Caroline Munro (Der Spion, der mich liebte), die bereits einige phantastische Filme wie Captain Kronos Vampirjäger, Der sechste Kontinent oder Sindbads gefährliche Abenteuer mit ihrer Atttraktivität und Ausstrahlung veredelt hat. Mit dabei ist auch ein noch sehr jugendlicher David Hasselhoff. Der Soundtrack stammte von James-Bond-Komponist John Barry, der sein Titelthema aus Born Free recyceln konnte.

Star Crash – Sterne im Duell

Wer Star Crash damals im Kino sah – und das waren seltsamerweise gar nicht so wenige – konnte seinen Augen kaum trauen. Die Sterne im All schimmerten wie Christbaumschmuck und die Raumschiffe sahen nach genau dem aus, was sie waren: Billig zusammengeschusterte Plastikmodelle. Die Spezialeffekte sind durch die Bank von mieser Qualität, die Kostüme schundig und die Story hirnrissig.

Star Crash – Sterne im Duell

Dennoch ist dem Film in jeder Minute anzumerken, dass sich hier ein Fan des phantastischen Kinos den Traum seines Lebens erfüllt. Neben den unvermeidlichen Laserschwertern aus Star Wars konnte Cozzi auch Hommagen an Flash Gordon, Invasion vom Mars, Barbarella und die Stop-Motion-Legende Ray Harryhausen platzieren. Der Regisseur ist übrigens Fan geblieben und ist heute Besitzer des Horrorladens Profondo Rosso in Rom.

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Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

Nach dem Genuss (das Wort wurde bewusst gewählt) von Episode IX stellt sich die Frage ob Episode VIII überhaupt nötig gewesen wäre. So ziemlich alles, was Rian Johnson zwei Jahre zuvor dem Star-Wars-Universum beigefügt (oder angetan) hatte, ignoriert J. J. Abrams in seinem Abschluss der Saga. Genau wie in Das Erwachen der Macht, versucht er auch hier die Frage zu beantworten, wie es George Lucas gemacht hätte.

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

Rey, Finn und Poe schippern ähnlich wie einst Leia, Luke und Han mit Chewbecca, zwei Robotern und dem Millennium Falcon durchs Universum. Sie treten an gegen den maskierten Kylo Ren und Rey vermutet, dass dieser – obwohl er Planeten zerstört – irgendwie doch ein prima Kerl ist. Zugleich fühlen sich sowohl Finn, Poe aber auch Kylo zu Rey hingezogen…

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

Das funktioniert oft ganz hübsch, zumal speziell Daisy Ridley als Rey und auch Jon Boyega als Finn mittlerweile nicht nur sympathische, sondern auch recht talentierte Darsteller geworden sind. Oscar Isaac (Poe) und Adam Driver (Kylo Ren) haben hingegen bereits außerhalb des Star-Wars-Universums als Darsteller geglänzt, doch ihnen gelingt es in Der Aufstieg Skywalkers nicht als sorgloser Draufgänger bzw. grüblerischer Grenzgänger zu überzeugen.

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

Doch das nur am Rande. Am wichtigsten ist, dass J. J. Abrams wieder eine großartige Show mit knalligen Momenten, einigen Überraschungen, Humor und vielen respektvollen Verbeugung vor den Klassikern gelang, die trotz einer Laufzeit von 142 Minuten keine Sekunde langweilt. Dass dies das Ende einer Legende ist, wollen wir jedoch nicht glauben, denn es gibt genausoviele römische Zahlen wie Sterne!

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers
© 2020 & TM Lucasfilm LTD

Bei der Heimkinoveröffentlichung ist es sehr erfreulich, dass Disney weiterhin auf 3D setzt. Andere Anbieter brachten Filme, die im Kino auch in einer räumliche Tiefe simulierenden Version liefen, wie etwa “X-Men: Dark Phoenix“ oder “Men in Black: International“ zwar in 4K aber nur als “flache“ Versionen heraus. Nicht so bei Disney, hier erscheinen weiterhin die Animationsfilme (Ausnahme: “Chaos im Netz“) und die Beiträge des Marvel Cinematic Universe in sehr schön gestalteten 3D-Editionen.

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

Bei Das Vermächtnis der Skywalker wurde für die 3D-Edition ein Steelbook mit Wrap-Around-Cover und kleinen Bilder der Hauptcharaktere auf dem Bookrücken spendiert.  Auch das Bonusmaterial mit einem 126-minütigen Making Of kann sich sehen lassen. Hinzu kommen noch diese Dokus: „Die Speeder-Jagd auf Pasaana“ (14:16 min), „Dreharbeiten in der Wüste“ (5:59 min), „D-0: Schlüssel zur Vergangenheit“ (5:33 min), „Warwick & Sohn“ (5:37 min, über Warwick Davis und seinen auch am Film beteiligten Sohn Harrison) und „Die Kreaturen“ (7:46 min). Viel besser kann ein Film nicht präsentiert werden!

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Across the Stars

Es ist beruhigend zu erfahren, dass auch Violinen-Virtuosen nur Menschen sind. Immer wenn Anne-Sophie Mutter einen Film sah und auf dem Soundtrack von John Williams eine Geige oder ein Cello erklang, dachte sie: “Das würde ich gerne selber spielen.“ Als sie nun endlich die Chance dazu hatte und einen Querschnitt durch Williams Œuvre mit großem Orchester einspielte, trug sie ein Yoda-T-Shirt.

Across the Stars

John Williams hat zu diesem Anlass knapp 20 Musikstücke aus seinem reichhaltigen Repertoire ausgesucht. Oft griff er zu Leitmotiven von starken weiblichen Charakteren, wie Rey oder Leia aus Star Wars, Hedwig aus Harry Potter oder Sabrina aus Sydney Pollacks Remake von Billy Wilders Klassiker. Dabei musste Williams feststellen, dass er nur “einige wenige dieser Stücke für Sologeige und Orchester bearbeitet hatte“.

Across the Stars

Er musste die Melodien neu arrangieren, was sich jedoch für ihn gelohnt hat, denn durch die Interpretation von Anne-Sophie Mutter “wirken diese vertrauten Themen plötzlich anders“. Das war für ihn als Komponisten – aber auch für uns als Zuhörer – “natürlich wunderbar.“

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Star Wars – Verlorene Welten

Manga-Versionen zu Star Wars sind nicht Neues. Bereits 1997 adaptierte Hisao Tamaki Episode IV – Eine neue Hoffnung im typischen japanischen Zeichenstil und ließ auch noch die zusätzlichen Szenen der Special Edition mit einfließen. Diese Version erschien seinerzeit bei Dark Horse und auch bei uns in einer vierbändigen Edition in westlicher Leserichtung. Es folgten von anderen Zeichnern realisierte Manga-Versionen der Episoden V, VI und I.

Star Wars – Verlorene Welten

Doch der Manga Star Wars – Verlorene Welten ist etwas ganz Besonderes. Der Zeichner Yusaku Komiyama bearbeitet hier keine aus dem Kino bekannte Geschichte, sondern Claudia Grays 2015 erschienenen Roman Star Wars: Lost Stars. Dieser trägt den Untertitel Journey to The Force Awakens, da das Buch seinerzeit den gerade anlaufenden Film Star Wars Episode V: Das Erwachen der Macht promoten sollte.

Star Wars – Verlorene Welten

In der Tat eignen sich Roman und Manga sehr gut, um auch Leser zu erreichen, die bisher nichts mit Star Wars anfangen konnten. Zentrum der Erzählung ist die scheinbar unmögliche Liebesgeschichte zwischen zwei unterschiedlichen Menschen. Der junge Thane Kyrell gehört zur zweiten Welle von Siedlern, die sich den abgelegenen Gebirgsplaneten Jelucan angeeignet haben. Diese halten sich für Aristokraten und blicken herab auf die Menschen, die bereits 500 Jahre zuvor gekommen sind.

Star Wars – Verlorene Welten
Thane ist jedoch fasziniert von der dunkelhäutigen, gleichalten Cienna Ree, die – wie alle schon seit sehr langer Zeit auf Jelucan  ansässigen Siedler – unter ihm fremd und primitiv anmutenden Bedingungen leben. Eine Freundschaft oder gar Beziehung zwischen den beiden unterschiedlichen Jelucanern erscheint unmöglich. Doch dann ist es ausgerechnet das auf Jelucan einmarschierende Imperium, das die Träume der jungen Menschen von einer Reise in den Weltraum erfüllt und sie dadurch zusammenführt. Es dauert sehr lange, bis die zunächst begeisterten imperialen Rekruten Thane und Cienna erkennen, dass sie auf der dunklen Seite der Macht stehen…

Star Wars – Verlorene Welten

Im Gegensatz zum chronologisch erzählten Roman beginnt der Manga damit. die Ereignisse auf dem Eisplaneten Hoth aus dem Film Das Imperium schlägt zurück aus der Sicht von Thane zu erzählen. Der junge Mann hat sich mittlerweile den Rebellen angeschlossen, während Cienna noch die Offiziers-Uniform des Imperiums trägt. Als Rückblende wird erzählt, wie es dazu kam, dass sich Thane vom Imperium und von Cienna abwandte. Yusaku Komiyama gelang der höchst spannende, aber auch menschlich anrührende, Auftakt einer Geschichte, die sehr viel spannender als der Kinofilm Episode VIII ist!

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THX 1138

1971 machte George Lucas aus seinem Studentenkurzfilm Electronic Labyrinth THX-1138 4EB ein ehrgeiziges Spielfilmprojekt, später sollte er sein Kinosoundsystem THX nennen. Sein Freund Francis Ford Coppola produzierte und kein Mensch wollte den überambitionierten Science-Fiction-Film über die Flucht des Arbeiters THX 1138 (Robert Duvall) aus einer trostlosen Zukunftswelt sehen.

THX 1138

Durch den Erfolg von Star Wars fand der optisch nicht uninteressante Film (Teile der Handlung spielen vor gewaltigen leeren weißschimmernden Flächen) jedoch immer wieder Zuschauer und gewann auch etwas Kult-Appeal.

THX 1138

Nachdem George Lucas seine Star Wars-Filme visuell und soundtechnisch auf Vordermann brachte, lag der Gedanke nahe dies auch mit THX 1138 zu machen. Hauptsächlich am Ende des Filmes werden jetzt einige neue recht beeindruckende Spezialeffekte von herumrasenden futuristischen Autos und seltsamen wolfsartigen Kreaturen geboten.

 THX 1138

Doch THX 1138 bleibt auch in der neuen Version nicht gerade leicht zugänglich, gelegentlich verstörend, auf Dauer etwas anstrengend und manchmal auch ganz einfach ein wenig langweilig. Die Doppel-DVD von 2004 enthält einige sehr interessante Dokumentationen. Über die Entstehung des Director´s Cut ist jedoch leider nichts zu erfahren.

THX 1138

Extras der DVD und Blu-ray: Audiokommentare von George Lucas und Walter Murch, ohne Untertitel; Music Only Track: „Theater of Noise“; „Die Master Sessions mit Walter Murch“ (29:29 min), können entweder nacheinander betrachtet werden oder an den entsprechenden Stellen im Film platziert; „Das Erbe der Filmemacher: Die Anfangsjahre von American Zoetrope“ (63:38 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Artefakt aus der Zukunft: Das Making of THX-1138″ (29:29 min); „Bald“ – Making of von 1970 (8:06 min); George Lucas’ Studentenfilm „Electronic Labyrinth THX-1138 4EB“ (15:13 min):  Trailer von 1970 (2:59 min, 1 : 2,35 anamorph, Dolby 2.0); Vier US-Kinotrailer zur Wiederveröffentlichung (insgesamt 9:09 min, 1: 2,35 anamorph, Dolby 2.0)

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Das Star Wars Archiv

Die Archiv-Bände von Taschen sind bereits eine eingeführte Größe, schon durch ihre Cinemascope-Abmessungen von 42 x 31 cm. Zu den gewaltigen Bildbänden über Walt Disney, Charlie Chaplin, Stanley Kubrick oder James Bond gesellt sich jetzt eine Edition über die klassische Star-Wars-Trilogie, die zwischen 1977 und 1983 entstanden ist.

Das Star Wars Archiv

Der schwarze Einband ist thematisch passend mit silbrig funkelnden Glitzerstaub versehen. Auch die erste Doppelseite ist ein Spezialeffekt und  zeigt einen Sprung in den Hyperraum. Natürlich ist die dann folgende Bebilderung beeindruckend. Fanatische Star-Wars-Sammler haben möglicherweise alle in diesem Buch enthaltenen Entwürfe und Fotos von den Dreharbeiten schon einmal irgendwo gesehen, aber sicher noch nie so geballt, großformatig und gut reproduziert.

Das Star Wars Archiv

Die Chronologie der Bilderstrecken zu Star Wars, Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter  entspricht den erzählten Geschichten, während die deutschsprachigen Texte die nicht in der Reihenfolge der Handlung durchgeführten Dreharbeiten dokumentieren. Dadurch passen Text und Bild meistens nicht zueinander. Doch da hier gleichzeitig Nacherzählung und Making Of geboten wird, entsteht bei der Lektüre ein faszinierendes fast schon dreidimensionalkes Gesamtbild.

Das Star Wars Archiv

Die Texte stellte Paul Duncan zusammen, der für Taschen schon zahlreiche faszinierende Bücher, etwa Film Noir oder Horror Cinema, konzipierte. In einem kurzen Nachwort erzählt Duncan, warum ihm Star Wars besonders am Herzen liegt. Als 13-jähriger Junge hörte er 1977 in England erstmals von dem großen Erfolg des Films und sammelt alles, was er in Zeitschriften über Star Wars finden konnte.

Das Star Wars Archiv

Erst im Januar 1978 startet Star Wars im Heimatort von Duncan. Dieser wartete bereits vier Stunden vor Filmbeginn am Eingang des Kinos. Während sich bei der Premiere in den USA gewaltige Schlangen bildeten, hielt sich das Interesse im britischen Nuneaton in Grenzen und Paul Duncan war der Einzige der stundenlang in der Kälte wartete. Als der Film dann endlich startet, wurde ihm warm ums Herz…

Das Star Wars Archiv

Ähnlich wird es Duncan ergangen sein, als er die Möglichkeit hatte, sich drei Tage mit George Lucas zu unterhalten. Dieser erzählte ihm nicht nur über von den Schwierigkeiten bei der Realisierung, sondern auch von seinen ständigen Ängsten. Lucas war sich niemals sicher, ob die Filme trotz großer Schwierigkeiten und den damit verbundenen Finanzierungs-Problemen seinen Qualitätsansprüchen entsprechen und überhaupt in die Kinos kommen werden.

Das Star Wars Archiv

Abgerundet wird das 600-seitige Buch durch einen Anhang zu den TV-Filmen und Serien aus dem Star-Wars-Universum, die zwischen 1977 und 1983 entstanden sind. George Lucas ließ sich zu halbgaren Produktionen, wie den Filmen mit den Ewoks oder dem berüchtigten Holiday-Special von 1978 überreden, um das Interesse an Star Wars aufrecht zu erhalten. Da nur alle drei Jahre ein neuer Film in die Kinos kam, bestand die Gefahr, dass die Zuschauer das Interesse verlieren. Dass dem nicht so war (und ist!), belegt dieses großartige Buch!

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