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Punisher: Welcome Back, Frank

Für ihre 1998 gestartete Reihe Marvel Knights hatten sich Joe Quesada und Jimmy Palmiotti meist eher bodenständige Charaktere aus dem Fundus des US-Superhelden-Verlages Marvel ausgesucht. Hierzu zählt neben Black Widow und Daredevil natürlich auch unbedingt der schwer bewaffnete Rächer The Punisher. Diese Figur hatte ihren ersten Auftritt 1974 in einem Spider-Man-Heft.

Punisher: Welcome Back, Frank

Doch seltsamerweise machten die ersten Hefte innerhalb der ansonsten eher realistischen Marvel Knights-Reihe aus dem Punisher eine Art auf die Erde zurückgekehrten Zombie mit magischen Kräften. Zwar konnten die Zeichnungen von Pat Lee oder Bernie Wrightson überzeugen, doch richtig los mit dem Punisher ging es erst 2001. Nachdem der irische Autor Garth Ennis und der britische Zeichner Steve Dillon, die bereits innerhalb der Serie Hellblazer Beachtliches geleistet hatten, ihre mittlerweile auch als TV-Serie verfilmte Reihe Preacher nach 66 Heften beendet hatten, wurden sie von ihren guten Kumpels Quesada und Palmiotti (dessen Inking auch noch einiges aus Dillons ansonsten eher nüchternen Zeichnungen herausholte) dazu überredet sich unter dem Titel Welcome Back, Frank mit dem Bestrafer zu beschäftigen.

Punisher: Welcome Back, Frank

Die mit roher Gewalt operierende Figur liegt Garth Ennis und bereits 1995 gab es ein von ihm geschriebenes Sonderheft mit dem schönen Titel The Punisher kills the Marvel Universum in dem Ennis tatsächlich alle Superhelden des Verlages tötete. Die Geschichte von Ennis sind sehr gewalttätig und der Leser muss sich fragen, warum er so viel Vergnügen daran hat, dem Punisher dabei zuzusehen, wie er völlig rücksichtslos aufräumt. Eine mögliche Theorie wäre, dass der Ire Ennis sich jegliches US-amerikanische Pathos verkneift und Selbstjustiz nicht glorifiziert. Stattdessen sind seine Geschichten so pointiert übertrieben erzählt, dass ein übler Beigeschmack gar nicht erst aufkommt.

Punisher: Welcome Back, Frank

Auf den Punkt bringt es Mark Millar (Kick-Ass): “In den falschen Händen ist ein rechtsradikaler durchgeknallter Charakter wie der Punisher eine Katastrophe und bestätigt alle Vorurteile gegen das Medium Comic. Doch wenn ein Paar clevere Burschenwie Ennis und Dillon sich der Sache annehmen, landet Frank Castle an der Spitze aller Verkaufscharts und räumt alle Preise ab.“

Punisher: Welcome Back, Frank

Sehr viele Elemente aus Welcome Back, Frank waren  auch im Punisher-Kinofilm mit John Travolta und Thomas Jane wieder zu finden. Ende 2016 verstarb Steve Dillon, der kurz zuvor in Operation Condor noch ein letztes Mal den Punisher zeichnete.

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Punisher: Operation Condor

Sie waren ein Dream Team. Die Zusammenarbeit des irischen Autors Garth Ennis mit dem britischen Zeichner Steve Dillon bei Hellblazer und der eigenen mittlerweile auch fürs TV-verfilmten Serie Preacher gehörten zu den Höhepunkten des Medium Comics. Aktuell planten sie einen Batman-Comic, doch daraus wurde nichts, denn Dillon starb am 22. Oktober 2016 in New York im Alter von 54 Jahren an den Folgen einer Blinddarmentzündung.

Punisher: Operation Condor

Zuvor war er zu einer Marvel-Figur zurückgekehrt, der er – ebenfalls gemeinsam mit Ennis – erstaunlich interessante, aber auch sehr gewalttätige, Aspekte abgetrotzt hatte. Doch für die neue im Juli 2016 gestartete Punisher-Serie schrieb eine Frau die Texte. Becky Cloonan (Gotham Academy) ist auch als Zeichnerin tätig. In Operation Condor bekämpft Frank Castle alias The Punisher eine Söldner-Bande. Diese handelt mit Drogen, die spezielle Kräfte verleihen. Zur Organisation Condor gehört auch ein alter Kamerad, den Frank noch aus Armeezeiten kennt…

Punisher: Operation Condor

Über die selbe Wucht, wie die sich ab 2001 über 12 Hefte erstreckende Punisher-Storyline Welcome Back, Frank von Ennis und Dillon, verfügt Operation Condor nicht. Doch das trifft auch auf viele der zahlreichen Punisher-Geschichten zu, bei denen Ennis mit nicht mit Dillon zusammenarbeitete. Auf alle Fälle ist es einmal mehr beeindruckend, mit welcher Präzision Dillon gewalttätige Momente in Szene setzt, ohne sie zu verherrlichen.

Punisher: Operation Condor

Der Panini-Sammelband enthält die ersten sechs Hefte der Serie Operation Condor. Zum Abdruck kommen in voller Größe auch die gelungenen Titelbilder von Declan Shalvey. Steve Dillon zeichnete zudem noch das siebte Heft der Reihe. Nach seinem Tod sprang Laura Braga ein. Womit der Punisher erstmals komplett in Frauenhand war, allerdings nur für ein Hefte, denn danach übernahm Matt Horak die Zeichenarbeit.

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Preacher

Auf dem San Diego Comic Con erzählte Garth Ennis vor einiger Zeit, dass die Option auf eine Verfilmung seiner Comic-Serie Preacher alle Jubeljahre verlängert wurde. Nach den damit verbundenen Vertragsunterzeichnungen begießen er und seine guter Kumpel, der mittlerweile verstorbene Zeichner Steve Dillon, dies regelmäßig in einem Pub. Damit hatte es sich dann bis zur nächsten Verlängerung, doch 2016 wurde es ernst.

Preacher

Der US-Kabelkanal AMC – hier läuft auch The Walking Dead – produzierte eine erste Staffel von Preacher. Die drei Hauptrollen werden nicht – wie irgendwann einmal vorgesehen – von Ben Affleck, Robert Carlyle und Cameron Diaz gespielt.  Die Titelrolle des Reverend Jesse Custer verkörpert jetzt ein optisch nur bedingt passender Darsteller, der aber immerhin Freunden von Comic-Verfilmungen ein Begriff sein dürfte. Dominic Cooper war im Kinofilm Captain America und in der TV-Serie Agent Carter als Iron Mans Papa Howard Stark zu sehen. Damit er etwas größer wirkt, wurden Coopers Haare hoch toupiert.

Preacher

Mit dabei sind außerdem beliebte Charaktere aus dem Comic, wie Sheriff Hugo Rott und sein Sohn Arschgesicht. sowie beliebte Comic-Schauspieler wie Elizabeth Perkins alias Wilma Feuerstein oder Jackie Earle Haley alias Rorschach. An der Produktion und teilweise auch an der Inszenierung der Serie war der Schauspieler Seth Rogen beteiligt.

Preacher

Wer den Comic von Ennis und Dillon nicht kennt, mag vielleicht seine Freude an der Serie haben, die in die zweite Staffel geht. Doch für mich ist die Sache eine einzige Enttäuschung. Während sich AMC bei The Walking Dead darum bemühte, so nah wie möglich am Comic zu bleiben, hat Preacher nur oberflächliche Ähnlichkeit mit der meiner Meinung nach sehr viel bedeutenderen Comic-Serie. Abgesehen von Joe Gilgun als Vampir Cassidy und vielleicht noch von Graham McTavish als Der Heilige der Killer haben nur wenige der Darsteller Ähnlichkeit mit den von ihnen verkörperten Comic-Figuren.

Preacher

Schlimmer noch ist aber, dass von den cleveren Dialogen und den überraschenden Thrills des Comics kaum etwas in die Serie gerettet werden konnte.  Vorsicht Spoiler: Auch wenn „Gott“ am Ende der 1. Staffel auftaucht, ist dies weit entfernt von der respektlosen Art, mit der sich der bekennende Atheist Garth Ennis mit dem Thema Religion im Comic beschäftigt.

001Die Blu-ray-Box von Sony enthält die 10 Episoden der ersten Staffel auf drei Scheiben. Außerdem sind noch vier wahlweise deutsch untertitelte Dokumentationen enthalten: „Die nicht verfilmbare Pilot-Episode“ (7:36 min), „Der Kettensägenkampf“ (6:31 min), „Hinter den Kulissen: Der Heilige der Killer“ (6:55 min), „Die Stunts“ (7:58 min) und eine Gag Reel (5:12 min) gibt es auch noch.

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Superman: American Alien

Superman ist trotz seines Alters zeitlos. Aber wie sich bei jedem menschlichen sprachlichen Begriff immer wieder Interpretationsspielräume neu ergeben und Wörter und deren Bedeutung dem Wandel der Zeit unterliegen, so muss demzufolge auch Superman viele Entwicklungen durchmachen.

Superman: American Alien

Neue Origins für Superman hat es schon viele gegeben Die bisher bekanntesten dürften  “Man of Steel“ von John Byrne,  “Superman: For All Seasons“ von Jeph Loeb & Tim Sale , „Superman: Birthright“ von Mark Waid,  “All-Star Superman“ Grant Morrison & Frank Quitely , “Superman: Secret Origin“ von Geoff Johns & Gary Frank sowie  “Superman: Earth One“ (2010) von J. Michael Straczynski & Shane Davis sein.

Superman: American Alien

Diesmal wurde der US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Max Landis („Victor Frankenstein„) damit beauftragt eine neue Origin für Superman zu kreieren. Was Landis sonst so macht – insbesondere mit und über Superman – kann man in seinem Filmchen von 2012 “The Death and Return of Superman“  sehen. Hier spielt u.a. Elijah Wood mit und lästert bei einem Glas Johnnie Walker ziemlich über DC ab.

Superman: American Alien

Nicht ganz ungeschickt erzählt Max Landis  in „Superman: American Alien“ in vielen kleinen Episoden (die von verschiedenen Zeichnern umgesetzt sind) von Ereignissen aus dem Leben des jungen Clark Kent: Wie er in Kansas auf einer Farm aufwächst und den Problemen, die seine Eltern mit seinen neu aufkeimenden Fähigkeiten haben. Als Heranwachsender gewinnt er eine Reise in die Karibik, leider stürzt die kleine Propellermaschine über dem Meer ab. Aber sie werden gerettet von den Gästen einer exklusiven Yacht, die Bruce Waynes Geburtstag feiern, ohne dass der Gastgeber selbst da ist. Die feiernde Meute hält aufgrund des spektakulären Absturzes Clark für Bruce Wayne – und behandelt ihn auch entsprechend. Mit sehr viel Witz und Komik entwickelt Landis hier eine sehr unterhaltsame Geschichte. Viele altbekannte Figuren aus dem DC-Universum orchestriert er und stellt sie in neue interessante Zusammenhänge.

Superman: American Alien

Bei seinem weiteren Lebensweg lernt er in Metropolis Lois Lane kennen und mit ihr zusammen führt er tiefschürfende Unterhaltungen über Heldentum, Bestimmung und den Sinn des Lebens – an denen wir als Leser so mitpartizipieren können. Er erlebt seine erste Konfrontation mit Batman und Lex Luthor; von Tomar-Re und Abin Sur lernt er viel über seine Heimat Krypton und von Fräggmeister Lobo.

Norbert Elbers

Superman American Alien, enthält: Superman: American Alien #1 bis #7 (Januar 2016 bis Juli 2017); Text: Max Landis; Zeichnungen und Tusche: Nick Dragotta, Matthew Clark, Evan „Doc“ Shaner, Joëlle Jones, Mark Buckingham, Jae Lee, Francis Manapul, Steve Dillon, Jonathan Case,  Jock; Farben: Alex Guimarães, Rob Schwager, Rico Renzi, Jose Villarrubia, June Chung, Rod Reis, Francis Manapul, Jonathan Case, Lee Loughridge; aus dem Amerikanischen von Christian Heiß; Prestige; Softcover mit Klappbroschur: € 19,99; 188 Seiten; farbig; Panini/DC Comics

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Punisher kills the Marvel Universe

Zeitgleich mit dem Start seiner Erfolgsserie-Serie Preacher beim DC-Label Vertigo durfte der Ire Garth Ennis (Hellblazer, Rover Red Charlie) 1995 seine Hassliebe zum Superhelden-Genre beim Konkurrenten Marvel voll ausleben. Seine Geschichte variiert die Origin des Punishers Frank Castle geringfügig und bei Ennis sind es keine Gangster, sondern die gegen Aliens ankämpfenden X-Men und Avengers, die die Schuld am Tod seiner Familie tragen.

Punisher kills the Marvel Universe

Offizielle Stellen versuchen dies als Kollateralschaden herunter zu spielen und steckten Castle, der im Affekt die X-Men Cyclobs und Jubilee umbrachte, in den Knast. Doch stattdessen landet Castle bei einer gut betuchten Gruppe von Menschen, die ebenfalls geliebte Menschen beim Einsatz von Superhelden verloren haben. Sie statten den Punisher mit der nötigen Feuerkraft aus, um sich zu rächen. Systematisch bringt Castle die Superhelden um, doch kurz vor Abschluss seiner Mission beginnt er am Sinn seines blutigen Treibens zu zweifeln…

Punisher kills the Marvel Universe

Auf nur 44 Seiten dezimierte Ennis das Marvel-Universum und er sollte ab 2000 einige der besten Storys mit dem Punisher schreiben. Die Geschichte setzte der Brite Doug Braithwaite in recht rohen aber wirkungsvollen Bildern in Szene. Panini veröffentlichte den Klassiker Punisher kills the Marvel Universe gemeinsam mit einer ähnlich gelagerten Story, die zwar nicht von Garth Ennis, sondern 2010 von Jonathan Maberry verfasst wurde.

Punisher kills the Marvel Universe

Hier ist es eine Seuche, die fast alle Menschen und natürlich auch die Superhelden wahnsinnig werden lässt. Lediglich der Punisher ist “normal“ geblieben und verrichtet weiterhin sein blutiges Handwerk. Mehr noch als die Geschichte überzeugen bei Marvel Universe vs. The Punisher die klaren sehr aufgeräumten Bilder des in Zagreb lebenden kroatischen Zeichners Goran Parlov. Dieser arbeitete danach bei Fury mit Garth Ennis  zusammen und setzte Mark Millars Starlight in Szene.

Punisher kills the Marvel Universe
Variant-Cover von Steve Dillon

Für Freunde des Punishers ist dieses gemischte Double uneingeschränkt zu empfehlen. Punisher kills the Marvel Universe gibt es auch als auf 444 Exemplare limitierte Hardcover-Edition mit Variant-Cover von Steve Dillon.

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Preacher

Vom Januar 1995 bis August 2000 haben Garth Ennis und Steve Dillon ein Stück Comicgeschichte geschrieben bzw. gezeichnet. In 66 US-Heften (und einigen Sonderbänden) präsentierten sie eine gewaltige Saga um Glaube, Liebe, Hoffnung und Freundschaft. Zentrale Figuren sind der mit übersinnlichen Gaben gesegnete Preacher Jesse Custer, seine große Liebe Tulip O’Hare und der Vampir Proinsias Cassidy .

Preacher

In Preacher erzählt der Ire Garth Ennis vor texanischen Kulissen von einem verantwortungslosen Gott, der seine Schöpfung im Stich gelassen hat. Doch er hat die Rechnung ohne Jesse Custer und den von ihm selbst geschaffenen Heiligen der Killer gemacht. Bis es schließlich zum abschließenden Showdown mit Gott, aber auch zwischen den drei Hauptfiguren, kommt, haben Ennis und Dillon ein schier unglaubliches Arsenal von unvergesslichen Charakteren auf die Leser losgelassen. Man denke nur an den glatzköpfigen Herrn Starr, der im Verlaufe der Geschichte leiden muss, wie kein Schurke seit dem Kojoten Willie, oder an den sabbernden Arseface, der schließlich Karriere als Rockstar macht.

Preacher

Die Erzählung verläuft nicht unbedingt gradlinig, mündet aber trotzdem unaufhaltsam und planvoll in ein ganz großes Finale. Die immer wieder eingeflochtenen Rückblenden (und die in vier Sonderbänden gesammelten ergänzenden Geschichten) machen die Hauptfiguren noch plastischer. Ennis hat die Geschichte in packende Episoden voller origineller (und gelegentlich auch ganz schön kranker) Wendungen zerlegt. Manchmal schiebt er auch schon einmal den großen Konflikt mit Gott beiseite und erzählt einfach einen klassischen Western, um einen einsamen Helden und seinen Kampf gegen einen größenwahnsinnigen Rinderbaron.

Preacher

Die auf den ersten Blick eher unscheinbaren Zeichnungen von Steve Dillon, mit dem Ennis zuvor bereits bei Hellblazer zusammenarbeitete, lenken nicht von der Story ab und überzeugen dabei sowohl in den ultrabrutalen, als auch in den immer wieder eingestreuten ruhigeren Momenten.

Preacher

Ein weiterer Pluspunkt sind die unglaublich plastischen und plakativen Titelgemälde von Glenn Fabry, die zum Glück alle, sowie iinteressante Erläuterungen von Ennis und Fabry, Aufnahme in die 9-bändige Hardcover-Gesamtausgabe von Panini fanden.

Preacher

Mittlerweile ist aus Preacher eine zwar erfolgreiche aber auch erschreckend wenig werkgetreue TV-Serie geworden.

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Hellblazer – Garth Ennis Collection

Nun liegen sie komplett vor, die von Garth Ennis getexteten Geschichten mit dem Mystiker John Constantine. Den Anfang des fünften diesmal besonders voluminösen Hardcover-Bandes bildet die sich Anno 1994 durch die Hellblazer-Hefte 78 bis 83 ziehende Storyline Das letzte Gefecht. Hier bekommt es Constantine mit dem Teufel höchstpersönlich zu tun und einige liebgewonnene Figuren verlassen die Serie für immer.

Hellblazer - Garth Ennis Collection

Ennis und der 2016 verstorbene Zeichner Steve Dillon befinden sich hier bereits auf der Höhe ihrer Kunst. Genau wie bei ihren nächsten Meisterwerken Preacher und Punisher wechseln sich brutale überraschende Momente mit ruhigen nachdenklich machenden Dialogen und Monologen ab. Es geht dabei um nichts Geringeres als Gottes Unfähigkeit die Menschen gut sein zu lassen und Constantines Unvermögen wirklich von ganzen Herzen zu lieben, obwohl er in der Lage ist “mit minimalem Aufwand ein Maximum an Anhänglichkeit herauszukitzeln“.

Hellblazer - Garth Ennis CollectionDeutlich ruhiger als in “Das letzte Gefecht“ geht es danach in der 58-seitigen 1997 als Hellblazer Special veröffentlichten Geschichte Heartland. John Constantine taucht hier gar nicht auf. Im Zentrum steht dessen ehemalige Freundin Kathy Ryan alias Kit, sowie ihre vier Geschwister und deren nicht eben harmonisch verlaufender Vergangenheit. Mit dieser erstaunlich gut geerdeten Geschichte ganz ohne Hokuspokus auskommende Geschichte über das nicht eben leichte Leben in Belfast verabschiedete sich der Zeichner Steve Dillon von Hellblazer.

Hellblazer - Garth Ennis Collection

Garth Ennis kehrte 1998 noch einmal kurz zurück und konfrontierte John Constantine in der fünfteiligen Hellblazer-Miniserie Menschensohn mit den brutalen Auswirkungen einer vor langer Zeit aus verständlichen Gründen begangenen magischen Untat. Das zentrale Motiv der Figur, die durch seine Versuche Böse zu verhindern Böses anrichtet, wird hier schön drastisch herausgearbeitet. Die glatten fast schon cartoonmäßig anmutenden Zeichnungen vom Watchmen-Koloristen John Higgins sind etwas gewöhnungsbedürftig. Einziges Manko dieses prall mit beeindruckenden Geschichten gefüllten Hardcover-Bandes ist, dass die beeindruckenden Cover-Gemälde von Glenn Fabry leider meist nur sehr klein auf einer Viertelseite abgedruckt wurden.

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