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Verblendung

Eigentlich nur ganz am Anfang wird dem Zuschauer kurz klargemacht, dass hier nicht irgendwer auf dem Regiestuhl sitzt. Im Vorspann formieren sich bei penetranter Musikuntermalung ölige Flüssigkeiten (oder soll es Tätowier-Tinte sein?) zu seltsamen Figuren, was sehr viel weniger innovativ wirkt als einst der Auftakt von Seven. Doch danach ist David Fincher voll bei der Sache und bemüht sich um eine respektvolle Neuverfilmung von Stieg Larssons Auftakt seiner Millennium-Bestseller-Trilogie.

 Verblendung

Das Presseheft zum Film verschweigt, dass zuvor bereits eine weltweit erfolgreiche schwedische Verfilmung mit der Traumbesetzung Michael Nyqvist (Wie im Himmel) und Noomi Rapace entstand. Diese beiden Darsteller prägten die Rollen des nicht mehr ganz jungen Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist und der punkigen Hackerin Lisbeth Salander so stark, dass ihre Nachfolger nicht zu beneiden sind.

Verblendung

Daniel Craig als Blomkvist ist eine gute Wahl und fügt sich recht authentisch in die schwedische Umgebung ein, zum Glück wurde die Handlung nicht in die USA verlegt. Rooney Mara, die bereits eine kleine aber wichtige Rolle in Finchers The Social Network spielte, will in ihren Auftritten als ebenso taffe wie verletzliche Lisbeth nicht so recht zünden. Mit ihren gebleichten Augenbrauen wirkt sie kindlich. Das düster gemeinte Punk-Outfit mit zahlreichen Piercings wirkt nicht wie bei Rapace wie ein Schutzpanzer, sondern eher wie ein Halloween-Kostüm, das nach Ende der Dreharbeiten schleunigst abgelegt wird.

Verblendung

Doch im Laufe des nicht eben kurzen Filmes gewöhnt sich der Zuschauer an die “neue“ Lisbeth und bekommt einen sehr guten hochspannenden Thriller geboten. Noch sehr viel stärker als in seinem nur bedingt überzeugenden Zodiac gelingt es David Fincher hier für langwierige Recherchen und Ermittlungsarbeiten interessante Bilder zu finden. Inhaltlich beschreitet der Film natürlich kein Neuland, setzt aber gelegentlich ein paar eigene Akzente und ist somit auch jenen zu empfehlen, die die schwedische Verfilmung von Verblendung bereits kennen.

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The Tourist

Angelina Jolie setzte sich sehr stark dafür ein den deutschen Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck, dessen erster Spielfilm Das Leben der Anderen den Auslands-Oscar erhielt, als Regisseur für The Tourist zu begeistern.

The Tourist

Dieser wollte eigentlich sehr viel lieber ein weiteres düsteres Drama nach eigenem Drehbuch als das Remake eines französischen Films (Anthony Zimmer – Fluchtpunkt Nizza mit Sophie Marceau) inszenieren. Doch wer kann schon zu mit 100 Millionen Dollar budgetierten Dreharbeiten in Venedig mit Angelina und Johnny Depp nein sagen?

The Tourist

Jetzt bereut es von Donnersmarck wahrscheinlich doch, sich auf dieses Projekt eingelassen zu haben. Die Einspielergebnisse (immerhin über 250 Millionen Dollar) und vor allem die Kritiken blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Vor allem das langsame Tempo von The Tourist wurde bemängelt, doch das mutet unfair hat, denn nicht jeder Film muss atemlos erzählt werden.

The Tourist

In den 103 Minuten von The Tourist geschieht eine ganze Menge. Wenn jemand im Zug eine tolle Frau kennen lernt, von ihr in ein Luxushotel in Venedig eingeladen wird und plötzlich im Mittelpunkt von allerlei Schießereien und Intrigen steht, dann ist das durchaus abendfüllend, vor allem wenn die Hauptdarsteller gut sind. Während sich Johnny Depp diesmal etwas zurücknimmt und nicht als Jack Sparrow durch die Lagunenstadt kaspert, war Angelina Jolie noch nie so damenhaft schön und elegant wie in The Tourist.

The Tourist

Hauptproblem ist eher – ohne allzu viel zu verraten – die Schlusspointe der Geschichte, die vieles von dem was vorher sorgsam aufgebaut wurde zunichtemacht und dann auch noch nicht einmal sonderlich originell ist. Doch bis kurz vor dem vergeigten Finale gelang von Donnersmarck ein zwar – was die Krimihandlung betrifft – nur mäßig spannender, dafür aber stilvoller romantischer und amüsanter Thriller, ganz in der Tradition von Der unsichtbare Dritte oder Charade.

Werk ohne Autor

Florian Henckel von Donnersmarck hat sich anschließend acht Jahre Zeit und dann mit Werk ohne Autor alle Erwartungen übererfüllt.

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