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Constantine: City of Demons

John Constantine wurde erstmals von Alan Moore in der Serie Swamp Thing eingeführt. Bereits 1984 im US-Heft 25 zeichnete Steve Bissette einen Charakter, der ein wenig wie Sting aussah und da ihm diese Figur gefiel, machte Alan Moore ein Jahr später im Heft 37 John Constantine daraus.

DC Constantine: City of Demons

Der manipulative und scheinbar allwissende Dämonenjäger wurde so populär, dass ihn Neil Gaiman (Sandman) 1990 im ersten Band seiner Bücher der Magie, als einen der vier manteltragenden Fremden einsetzte, die den etwas an Harry Potter erinnernden Tim magisch ausbilden. Ab 1988 erhielt John Constantine schließlich seine eigene Comic-Serie Hellblazer, die zunächst von Jamie Delano getextet wurde. 1991 gab es eine bemerkenswerte Entwicklung, denn Hellblazer wurde zum ersten US-Comic von Garth Ennis. Dieser startete danach gemeinsam mit dem Hellblazer-Zeichner Steve Dillon mit Preacher und Punisher voll durch.

DC Constantine: City of Demons

2005 entstand ein Kinofilm in dem aus dem kettenrauchenden Briten John Constantine ein alkoholsüchtiger von Keanu Reeves verkörperter US-Amerikaner wurde. Der Erfolg blieb aus, was auch für eine 2014 gestartete TV-Serie mit Matt Ryan galt, die bereits nach 13 Episoden eingestellt wurde. Doch der Waliser Ryan hat durchaus seine Fans, was zu Gastauftritten in den Serien Arrow und The Flash führte. Auch am Zeichentrickfilm Justice League Dark des DC Animated Movie Universe war Matt Ryan beteiligt und lieh dem hier u. a. zusammen mit Batman und Swamp Thing agierenden John Constantine seine Stimme.

DC Constantine: City of Demons

In dieser Funktion war Matt Ryan auch beim Animationsfilm Constantine: City of Demons tätig, der zunächst als fünfteilige Web-Serie gezeigt wurde. Erzählt wird, wie John Constantine versucht seinem Freund Chas Chandler zu helfen, dessen Tochter (in der Comic-Vorlage war es die Enkelin) Trish in ein übernatürliches Koma gefallen ist. Constantine und Chas reisen nach Los Angeles um es mit dem aztekischen Gott Mictlantecuhtli aufzunehmen, während daheim in London eine seltsame Nightmare Nurse auf Trish aufpasst…

DC Constantine: City of Demons

Das Resultat, das auch eine wichtige Episode aus John Constantines Jugend erzählt, ist die bisher werkgetreueste Adaption des Comics, was auch daran liegen kann, das mit Hellblazer: All His Engines ein Comic von Mike Carey und Leonardo Manco als Vorlage diente. Erfreulich ist auch, dass kein Kinderkram entstanden ist, sondern ganz schön abgefahrenes Zeug, das bei uns eine FSK16-Freigabe bekam und in Großbritannien sogar nur für volljährige Zuschauer empfohlen wird!

DC Constantine: City of Demons

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 90-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentation “The Socerer’s Occulist – Understanding John Constantine“ (13:38 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) und einen Bericht über ein Panel zum Film auf dem WonderCon (20:50 min)

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Die Abenteuer des Baron Münchhausen

Nachdem es ihm gelang die durchgeknallte Antiutopie Brazil am Hollywood-Studiosystem vorbeizuschmuggeln, setzte das Monty-Python-Mitglied Terry Gilliam (Time Bandits) voller Tatendrang zum nächsten Streich an. Für 40 Millionen Dollar brachte er nach strapaziösen Dreharbeiten in Spanien, Rom und London Die Abenteuer des Baron Münchhausen farbenprächtig, phantasievoll und sehr eigenwillig auf die Leinwand.

Die Abenteuer des Baron Münchhausen

Zwar spielte nicht wie eigentlich vorgesehen Sean Connery die Titelrolle, denn Gilliam favorisierte den erfahrenen Bühnendarsteller John Neville, doch die übrige Besetzung kann sich durchaus sehen lassen. Neben der blutjungen Uma Thurman sind Oliver Reed als Vulcan, Robin Williams als Kopf des Mondkönigs, Monty Python-Kumpel Eric Idle und ganz kurz Sting zu sehen.

Die Abenteuer des Baron Münchhausen

Doch leider wollte 1988 kaum jemand diesen Film sehen. Terry Gilliam mußte sich künftig große phantastische Extravaganzen (Iric Idle nannte ihn ziemlich passend “Disney auf Crack“) leider verkneifen und konzentrierte sich auf kleinere Versponnenheiten wie König der Fischer, Fear and Loathing in Las Vegas oder Tideland.

Die Abenteuer des Baron Münchhausen

Doch wie so mancher einstige Flop ist lebte auch Die Abenteuer des Baron Münchhausen weiter im TV, auf VHS und auf DVD ja neuerdings sogar auf Blu-ray. Durch diese prächtig gestaltete 20th Anniversary Edition bekommt das einst verkannte Meisterwerk nun doch noch die Würdigung die dem wildromantischen Spektakel schon lange zusteht.

Die Abenteuer des Baron Münchhausen

Extras der DVD: Audiokommentar mit Regisseur Terry Gilliam und Co-Drehbuchautor/Schauspieler Charles McKeown, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; „Wahnsinn & Missgeschicke“ – ein sehr launiges 72-minütiger Bericht über die Produktion in dem nahezu alle Beteiligten zu Wort kommen und sich teilweise heftig wiedersprechen; Storyboards (30:09 min); Vier entfallene Szenen (insgesamt 3:39 min)

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Walt Disney: Ein Königreich für ein Lama

Die machthungrige Yzma wäre gerne Inka-Kaiserin anstelle des Inka-Kaisers Kuzco, doch leider ist sie nur dessen Beraterin. Daher beschließt sie den Kaiser zu vergiften. Doch stattdessen wird Kuzco in ein Lama verwandelt und landet beim Bauern Pacha. Diesen hat er gerade verprellt, indem er beschloss, aus dem schön gelegenes Haus in dem Pachas Familie lebt, ein königliches Ferienzentrum zu machen. Doch Pacha ist von Haus aus gutmütig. Er hilft dem Kaiser und verwandelt ihn, während sie zahlreiche Abenteuer bestehen, in einen sehr viel besseren Menschen und Herrscher…

Walt Disney: Ein Königreich für ein Lama
Eigentlich planten die Disneys diesmal ein großes Epos namens Kingdom of the Sun über Inkas und spanische Besatzer. Doch Spielbergs Firma Dreamwork, für die auch Disneys ehemaliger Animationschef Jeffrey Katzenberg arbeitet, kam ihnen mit dem Zeichentrickfilm El Dorado zuvor. Daher wurde das Projekt komplett umgekrempelt und in eine leichtfüßige Komödie vor dem Hintergrund eines in den Anden lebenden Inka-Volks verwandelt. Doch so recht wurde dem Film noch immer nicht getraut und daher startete The Emperor´s New Groove, wie der Film im Original heißt, 2000 in den USA nicht wie zuvor die Disney-Zeichentrickfilme als potentieller Blockbuster im Sommer sondern erst Ende des Jahres.

Walt Disney: Ein Königreich für ein Lama
Entwurszeichnung für „Kingdom of the Sun“

Die Skepsis war durchaus angebracht, denn die Geschichte trägt den Film nicht wirklich, sondern ist lediglich Vorwand für zahlreiche (manchmal sogar wirklich geniale) Gags, bei denen sich niedlich aussehende Figuren oftmals ganz schön gemein aufführen. Der verkrampft auf locker getrimmte und sehr simple Zeichenstil, sowie die nicht richtig zündende Musik von Sting (die nicht einmal durch eine Interpretation von Tom Jones besser wird) fügen sich dann recht gut ins gar nicht so gute Gesamtbild.

Walt Disney: Ein Königreich für ein LamaExtras der DVD: Interview mit Michael “Bully“ Herbig (2:51 min); Lama-Spiel: Wer fünf Fragen richtig beantwortet hat, darf im Labor dann noch versuchen einen Zaubertrank zu mischen um aus dem Lama wieder einen Inka-König zu machen; Hinter den Kulissen: “Entdeckungsreise nach Peru“, “Einblicke in die Technik“ und “Entstehung der Figuren“ (insgesamt 8:40 min); Zusätzliche Szene: “Die Zerstörung von Patchas wird geprobt“, Originalfassung mit Untertiteln, anmoderiert vom Regisseur und vom Produzenten (1:30 min); Tonspur mit Kommentar des Regisseurs, mit deutschen Untertiteln; Musikvideo: “My funny Friend and Me“ von Sting (2:49 min), eigentlich eher ein kurzer Bericht mit Kommentaren von Sting als ein Video; Musikvideo: “Walk the Llama Llama“ (1:28 min); “Walk the Llama Llama“ zum Mittanzen: Das selbe Musikvideo noch einmal mit schriftlicher Erklärung der Tanzschritte und einem eingeblendeten Vortänzer; Kinotrailer (2.25 min, Vollbild, Stereo 2.0)

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Dune – Der Wüstenplanet – Extended Edtition

Während die vorherigen nicht eben wenigen DVD-Veröffentlichungen von „Dune – Der Wüstenplanet“ eher wie semiprofessionelle Bastelarbeiten wirkten, bietet diese Edition endlich den wohl bestmöglichen Blick darauf, wie gut diese Verfilmung von Frank Herberts Science-Fiction-Klassiker hätte werden können.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition

Regisseur David Lynch wollte 1984 aus dem von ihm gedrehten Material eine dreistündige Fassung zusammenstellen. Die Produzenten Dino und Raffaella de Laurentis bestanden jedoch auf einer zweistündigen Version und mehr als etwas über 130 Minuten waren schließlich nicht drin. Damit der Zuschauer dennoch einen Einblick in Herberts kompliziertes Universum bekam, sprach Virginia Madsen als Prinzessin Irulan in Großaufnahme noch zusätzlich einen Prolog ein, der jedoch mehr verwirrte als erklärte.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition
Viginia Madsen

Für die TV-Ausstrahlung wurde ohne die Beteiligung von David Lynch eine längere Fassung zusammengestellt und als Regisseur wurde das für solche Fälle gerne benutze Pseudonym Alan Smithee im Vorspann aufgeführt. Zur Einleitung wurde hier anstelle des Madsen-Prologes eine kommentierte Zusammenstellung von mehr oder weniger gelungenen Zeichnungen gezeigt. Dies wirkt zwar etwas seltsam ist jedoch eine passable Einführung in Herberts Welten. Dem dann folgenden Film bekommt die längere Laufzeit recht gut und er ist sehr viel atmosphärischer als die hektisch erzählte Kinofassung.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition

Die Edition von SchröderMedia enthält auf einer Scheibe die Kinofassung mit der deutschen Synchronisation von 1984 in Dolby 2.0 und in der Originalfassung in Dolby 5.1. Als zweite Scheibe liegt eine 177-minütige Extended Version bei. Auch diese ist komplett im 1 : 2,35 Breitwandformat. Die nicht im Kino gezeigten Szenen wurden sorgfältig remastered und nahtlos in den Film eingefügt (wie peinlich ist dagegen die lausige Qualität der neu eingefügten Szenen bei der Extended Edition von „Es war einmal in Amerika„). Auch hier liegt die Originalfassung in Dolby 5.1 vor, während für die deutsche Fassung eine gute Neusynchronisation angefertigt wurde, seltsamerweise aber nur in Dolby 2.0.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition
Sting

Die längere Version von „Dune“ bringt die tollen Darsteller, Sets, Kostüme, aber auch die interessante und spannende Geschichte sehr viel besser zur Geltung als dies seinerzeit im Kino der Fall war.

Dune - Der Wüstenplanet - Extended Edtition
Patrick Stewart

Extras: Nicht verwendete Szenen (insgesamt 14:20 min), US-Trailer (3:10 min)

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