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Robi & Toni Greis: Alraune

Aus dem Umfeld des Comicmagazins Menschenblut ist der Verlag Schwarzer Turm hervorgegangen, der zunächst einmal die bei Ehapa gestartete US-Serie „Stray Bullets“ von David Lapham fortsetzte. Doch die frustrierend komplizierte Zusammenarbeit mit dem Verlag in USA, die mangelnde Bereitschaft Laphams auch nur einen popeligen Leserbrief zu beantworten und vor allem wohl die hohen Lizenzgebühren brachten Michael Möller von Schwarzer Turm darauf, es auch einmal mit Eigenproduktionen zu versuchen.

Robi & Geier: Alraune

Zeitgleich mit Heft 15, das die dritte Staffel von „Stray Bullets“ startete, erschien neben „Alraune“ auch noch das zweite Heft von „Horst“. Hierin werden im Stile eines Tier-Funnies drei abgeschlossene Abenteuer des notgeilen Hasens Horst erzählt. Die „Horst“- Stories stammen von Robi, alias Rochus Hahn, der für „Alraune“ eine deutlich härtere Gangart einschlägt, denn „dieses Heft beinhaltet explizites pornografisches Material und darf Minderjährigen weder verkauft noch auf andere Weise zugänglich gemacht werden“. Seltsam, aber so steht es geschrieben.

Robi & Geier: Alraune

Tja harter Stoff ist dies Heft schon, denn Robi erzählt von Marion, die in einem Jahrmarktzelt mit Attraktionen einen Mann mit einem langen Penis bestaunt. Schließlich ergreift sie den Lümmel, worauf der noch länger wird. Nachdem sie Dinge gemacht hat, die wir Minderjährigen weder verkaufen noch auf anderen Weisen zugänglich machen dürfen, ergießt sich eine milchige Flüssigkeit. Marion rennt weg, wird explizit pornografisch mit ihrem besoffenen Vater, rennt wieder weg und die Fortsetzungen folgten. Mittlerweile liegen bereits alle acht Nummern vor, Robi hat für Geier auch noch die ähnlich gelagerte Serie “Arsinoë“ geschrieben und Toni Greis hat die Science-Fiction-Serie „Luna“ gestartet.

Robi & Geier: Alraune

Eine „Alraune“-Comicheft ist in fünf Minuten durchgelesen, sofern der Konsument das Heft in beiden Händen hält. Da die beschriebenen Ereignisse meist ein wenig unappetitlich sind, ist es fraglich ob der Leser wirklich länger bei den gelungenen Zeichnungen von Toni Greis verweilen möchte oder gar versuchen wird das Heft nur noch mit einer Hand zu halten.

Robi & Geier: Alraune

Doch mittlerweile liegt auch eine farbige Geamtausgabe in zwei Bänden vor!


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David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Gotham City war schon immer ein hässlicher Ort. Aber so prägnant, bedrohlich und wahrhaft vorstellbar beschrieben wie von David Lapham war diese Stadt noch nie dargestellt worden. Lapham steht für Horror- und Kriminalgeschichten von allererster Güte. Sein Meisterwerk „Stray Bullets“ erschien ab März 1995 (bis März 2014) bei El Capitan Books und gewann ein Jahr später den Eisner Award in der Kategorie „Best Writer/Artist“.

David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Gotham City ist ein Ungeheuer, dass unzählige Monster gebiert und ebenso viele Unschuldige verschlingt. Mittendrin versucht das Dynamische Duo aus Dunklem Ritter und dem Wunderknappen Robin wenigstens einige Wenige zu retten in diesem schier ausweglosen immerwährenden Kampf. Bei ihren Streifzügen durch diese Stadt begegnen ihnen unvorstellbares Leid, abgrundtiefe Verbrechen und menschliche Abgründe. Auf der Suche nach dem Dealer einer 14-jährigen Drogentoten muss Batman erkennen, dass es akutere und brennendere Fälle gibt. Was anfangs aussah wie ein gewöhnlicher Hausbrand entpuppt sich als die Spitze eines Eisberges um Menschenhandel und Korruption, in den nicht nur der Besitzer der Iceberg Lounge, der Pinguin, verwickelt ist, sondern auch die allerhöchsten Kreise in Gotham City.

David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Der Autor versteht es bestens, auch andere klassische Batman-Gegner wie Mr. Freeze und Killer Croc einzubauen und ihnen wichtige Schlüsselrollen zukommen zu lassen. Nebenbei werden auch neue Figuren kreiert. Die von Lapham meisterhaft komponierten und bitterbös modellierten Gedankengänge gehen mit den Bildern von Bachs eine einzigartige Symbiose ein. Der Horror ist wieder zurück in Batmans Welt! Die 12-telige Story (plus Prolog) erscheint endlich zusammengefasst in einem Band. Auch fast zehn Jahre nach ihrem ersten Erscheinen ist die Geschichte immer noch atemberaubend zu lesen. In der monatlichen Batman-Heft-Serie (von 2005 bei Panini) war sie schon einmal über die Hefte 9 bis 21 verteilt veröffentlich worden – aber in einem Rutsch gelesen entfaltet dieses Epos all seine Wucht und es fällt leicht, ganz in diesen Moloch einzutauchen und dort zu verschwinden…

Norbert Elbers

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