Schlagwort-Archive: Superman

Trinity: Gemeinsam stark

Der Dunkle Ritter. Der Mann aus Stahl. Die Amazonen-Kriegerin. Die drei größten Helden im DC-Universum vereint in einer neuen monatlichen Serie. Dieser nicht ganz leichten Herausforderung nimmt sich Francis Manapul an. Er ist Schreiber und Zeichner in Personalunion. Unterstützt wird er zeichnerisch von Clay Mann und Emanuela Lupacchino. Heraus kommt ein wahrhaft poetisches Meisterwerk.

Trinity: Gemeinsam stark

Alle Pflanzen lieben Sonnenenergie. Niemand weiß das besser als Poison Ivy. Einerseits hat sie die Fähigkeit, sich mit allen Pflanzen verbinden zu können, andererseits hat sie auch den Wunsch, nach eigenen Kindern. Sie wird fündig in der magischen Traumwelt, die erschaffen wird von der parasitären, außeririschen Pflanze Black Mercy und ihrem Wirt. Jener Pflanze also, die von keinem geringeren als Alan Moore in For the Man Who Has Everything für Superman Annual #11 (1985) eingeführt wurde.

Trinity: Gemeinsam stark

Ihr ist jedes Mittel recht und so benutzt sie Superman (und Batman und Wonder Woman), um von einer Traumrealität sich das (Pflanzen-)Wesen White Mercy in ihre Welt zu holen. Supermans enorme Sonnensignatur ist wohl stark genug, um dies zu leisten. White Mercy ist ein (Traum-)Wesen, das von Mongul in seiner Traumwelt geschaffen wurde. Ganz im Bann von Black Mercy müssen die drei Helden durch diese Traumwelten reisen und erleben Schlüsselmomente ihres Lebens und lernen viel über sich selbst und die anderen.

Trinity: Gemeinsam stark

Erzählt wird eine einfühlsame Geschichte von Freundschaft. Großartig das Setting und die grafische Umsetzung. Die gewählten Orte der Handlungen und die Momente der Traumsequenzen sind mit viel Ehrfurcht und Geschick ausgesucht: Das Treffen der drei Superhelden zum Dinner auf der Farm der Kents, die geniale Einbindung von Supermans und Lois‘ Sohn Jon und viele andere kleine Besonderheiten runden dieses Werk ab. Es fällt einem nicht schwer, dieses besondere Gesamtkunstwerk zu lieben, das durch beeindruckende Bilder und seine Story zu überzeugen weiß.

Norbert Elbers

Trinity 1: Gemeinsam stark enthält: “US- Trinity (volume 2)” #1 – #6 (November 2016 bis April 2017); Text: Francis Manapul; Zeichnungen: Francis Manapul, Clay Mann, Emanuela Lupacchino; Tusche: Francis Manapul, Clay Mann, Seth Man, Matt Santorell, Ray McCarthy; Kolorierung: Francis Manapul; aus dem Amerikanischen von Marc Schmitz; Prestige; Softcover: € 16,99, variant und limitiert auf 444 Exemplare: € 20,00; 148 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Cover von Francis Manapul, Cover variant: Jason Fabok

„Trinity: Gemeinsam stark“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Trinity: Gemeinsam stark“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Mark Millar: Huck

Der Lieblings-Superheld des schottischen Erfolgs-Autors Mark Millar (Kick-Ass, Wanted, Kingsman) ist anscheinend immer noch Superman. Nachdem er für DC zunächst für Heftserie wie Superman Adventures oder Action Comics geschrieben hatte, stellte Millar 2003 spektakuläre Spekulationen darüber an, wie unsere Welt wohl ausgesehen hätte, wenn der außerirdische Kal-El anstatt in der Nähe von Smallville in Stalins Sowjetunion gelandet wäre.

Mark Millar: Huck

Genosse Superman war ein großer Erfolg, zugleich aber auch Millar letzter Comic für DC. Anschließend schuf er mit Werken wie Old Man Logan oder Civil War erstaunliche Marvel Comics, bevor er sich selbstständig machte. Sein Label, dessen Comics bei diversen Verlagen erscheinen, nannte er in aller Bescheidenheit Millarworld. Hier hat Mark Millar sich mit Huck einen eigenen Superman geschaffen.

Mark Millar: Huck

Der einst in einem Körbchen vor einem Waisenhaus abgegebene Huck arbeitet als Tankwart in einer US-Kleinstadt und vollbringt dort jeden Tag eine gute Tat. Obwohl er über spezielle Superkräfte verfügt, nutzt er diese nicht jedes Mal, sondern Huck verrichtet auch nette Hilfeleistungen, zu denen Jedermann in der Lage wäre. Bewohner, die neu in der Kleinstadt sind, machen die Medien auf Huck aufmerksam, was diesem gar nicht gefällt. Doch dadurch erfährt er auch alles über seine Herkunft…

Mark Millar: Huck

Mit Huck gelang Millar ein weiterer Comic, der aus vertrauten Genre-Versatzstücke eine originelle (und vor allem nicht episch lange) Geschichte bastelt. Erstmals arbeitet Millar mit dem Brasilianer Rafael Albuquerque (American Vampire) zusammen. Dessen meist recht großformatigen und klaren Zeichnungen wurden von Dave McCraig plastisch koloriert. Thematisch passend haben die Bilder manchmal einen gewissen Norman-Rockwell-Touch.

Mark Millar: Huck

Das Paperback von Panini Deutschland enthält alle sechs US-Hefte von Huck, die Titelbilder der Originalausgaben sowie vier Seiten mit Skizzen und Seitenlayout-Entwürfen von Rafael Albuquerque. Leider fehlen diesmal die Variant-Cover.

Mark Millar: Huck

Dies ist besonders schade, denn Millar und Albuquerque haben sich hierfür besonders lustige Motive ausgedacht, das Ensemble aus Huck Filmplakate, wie etwa jene zu Die Goonies, Blues Brothers oder Forrest Gump, parodieren lassen.

„Huck“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Comics von Mark Millar bei ebay kaufen, hier anklicken

 

Superman: Super-Söhne

Im Dezember 1972 führte Bob Haney in World’s Finest #215 die Super-Söhne ein. Sie waren die leiblichen Söhne von Superman bzw. Batman. Wer die Mütter waren, wurde nie gesagt.

Superman: Super-Söhne

Obwohl in der ersten Super-Söhne-Geschichte darauf hingewiesen wurde, dass es sich um tatsächliche Abenteuer aus dem Leben von Superman und Batman handelte, zeigte die letzte Geschichte von World’s Finest #263 (Juli 1980; „Final Secret of the Super-Sons“ von Dennis O’Neil), dass es die Söhne nie wirklich gegeben hatte – sie waren nur Computersimulationen. Geschaffen von Supermans Super-Computer aus seiner Festung der Einsamkeit. Aber bis dahin erfreuten sie sich über elf Hefte aus der Feder von Haney allergrößter Beliebtheit unter den Lesern.

Superman: Super-Söhne

Batman Jr. und Superman Jr. sprachen mit einem etwas übertriebenen Jugend-Slang, der in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren sehr populär war. Sie betrachten einander als Brüder, da beide den Druck verstanden, der daraus resultierte, der Sohn einer lebenden Legende zu sein. Kein Wunder also, dass dieses Konzept wieder mal aus der Mottenkiste der Ideen gekramt und wiederbelebt wird. Und wer wäre für diesen Job besser geeignet als Peter Tomasi? Er hat schon in seinen Erzählungen um Damian Wayne unter Beweis gestellt, dass er sich bei Geschichten, die sich um das Vater/Sohn-Verhältnis drehen, bestens auskennt. Nicht zuletzt, weil er viel aus eigenen Erfahrungen aus seiner Familie schöpft.

Superman: Super-Söhne

Damian und Jon werden als weltbeste F(r)e(u)inde für immer vorgestellt, die die Welt zusammen retten, wenn sie sich nicht vorher töten. Aber bis es soweit ist, müssen sie sich ganz schön zusammenraufen. Damian hat Jon nachspioniert und alles Mögliche über seine DNA herausgefunden. Nicht nur das, er weiß auch, dass Superboy versehentlich mit seinem Hitzeblick die Katze der Familie verdampft hat. Mit viel Wortwitz und Situationskomik charakterisieren Tomasi/Gleason die Kinder und deren Interaktion.

Superman: Super-Söhne

In der anderen Geschichte verschlägt es Superman, seinen Sohn Jon und den Superhund Krypto auf Dinosaurier-Island. Dort gibt es ein Wiedersehen mit dem letzten Überlebenden der Losers, Captain William Storm. Storm hatte seinen ersten Auftritt schon 1964. Und als Gruppe The Losers traten sie zum ersten Mal in G.I. Combat #138; Oktober/November 1969, geschaffen von Robert Kanigher, zusammen. Während der Crisis on Infinite Earths (1985) starben sie den Heldentod in dem fiktiven europäischen Kleinstaat Markovia. Unvergesslich ist aber ihr Wiedersehen in der Miniserie DC: The New Frontier (2004). Hier wurden sie zur Dinosaurierinsel geschickt, um Rick Flag zu retten. Nach und nach starben sie, bis nur noch Storm überlebte. Diese rührende Geschichte ist Darwyn Cooke gewidmet, dem Autor und Zeichner von DC: The New Frontier, der 2016 viel zu früh im Alter von 53 Jahren verstarb. DC: The New Frontier gewann mehrere Eisner Awards, Harvey Awards und Shuster Awards. In der dritten Geschichte (Annual #1) muss Superman von Swamp Thing so einiges über sich lernen. Seine Energiesignatur ist so ganz anders, als die des New-52-Supermans und passt nicht so richtig auf diese Erde. Es bleibt also spannend…

Norbert Elbers

Superman Sonderband 2: Super-Söhne; Enthält: “US- Superman volume 4” #7 – #11 (Dezember 2016 bis Januar 2017), Superman Annual #1 (Januar 2017); Text: Peter J. Tomasi, Patrick Gleason; Zeichnungen: Patrick Gleason, Doug Mahnke, Jorge Jimenez; Tusche: Mick Gray, Jaime Mendoza; Kolorierung: John Kalisz, Will Quintana; aus dem Amerikanischen von Christian Heiss; Prestige; Softcover: € 16,99, variant und limitiert auf 333 Exemplare: € 20,00; 156 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Beide Cover von Patrick Gleason, Variant-Cover: Ivan Reis und Joe Prado

Diesen Comic bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Superman: Super-Söhne“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr

Lois Lane und Superman sind schwanger. Und der Joker hat keine Lust mehr immer wieder gegen Batman den Kürzeren zu ziehen: Er ersinnt sich einen Plan, wie er endlich mal auf Kosten eines Anderen es so richtig krachen lassen kann. Joker tötet erst Jimmy Olsen und dann bringt er noch Superman mit Hilfe von Scarecrows Angstgas dazu, Lois und das ungeborene Kind zu töten. Und nicht genug damit – Joker hatte eine Atombombe gestohlen und den Auslöser an Lois‘ Herzschlag gekoppelt. Als dieses aufhört zu schlagen detoniert die Bombe in Metropolis und elf Millionen Menschen sterben.

Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr

Batman bringt den Joker ins Arkham Asylum und ist sich sicher, dass es etwas gibt, dass so rein ist, dass selbst Joker es nicht verderben kann: Superman. Aber diesmal irrt der Dunkle Ritter! Superman tötet den Joker!!

Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr

Aber nicht nur das: Er sagt jeder Form von Tyrannei den Kampf an – sei es ein Diktator oder eine von Nevada aus gesteuerte US-amerikanische Drohne, die Rebellenführer töten soll mit den bekannten Kollateralschäden. Der Streit zwischen so vielen Interessen eskaliert. In der Bathöhle kommt es zu einer interessanten Unterredung zwischen Superman und Batman – Superman wirft Batman vor, zu wenig gegen Joker unternommen zu haben. Superman unterstellt ihm, dies getan zu haben, weil er den Joker liebte und das Kräftemessen mit ihm bräuchte.

INJUSTICE: GÖTTER UNTER UNS 4

Aquaman – der König aller Meere und von Atlantis – geht mit ziemlich harten Methoden gegen Walfänger vor und kommt somit mit Superman in Konflikt. Um Superman gruppieren sich Mitglieder der Justice League: Wonder Woman, Shazam, Green Lantern. Sie sorgen sich zwar weiterhin um die Menschen und helfen bei Katastrophen – stehen aber über den Gesetzen. Sie wollen die Insassen vom Arkham Asylum an einen unbekannten und sicheren Ort bringen. So möchte Superman sicherstellen, dass so etwas wie die Tat des Jokers nicht mehr möglich ist – alle Freaks und alle wahnsinnigen Verbrecher weggesperrt für immer.

INJUSTICE: GÖTTER UNTER UNS 4

Im Arkham Asylum kommt es dann zu einer tragischen Wende: Damian, der sich – gegen seinen eigenene Vater – auf die Seite von Superman stellt, liefert sich einen Kampf mit Nightwing, der loyal zu Bruce steht. Im Kampfgetümmel kommt Nightwing zu Tode. Der Widerstand gegen Superman wächst – allen voran nun der Dunkle Ritter Batman. Auch dieser schart Freunde und Kämpfer um sich: Huntress, Black Canary, Green Arrow, Black Lightning, Batwoman, Aquaman und Captain Atom. Den Rechtsbruch rechtfertigt Superman dadurch, indem er argumentiert, dass er zum Wohle der Menschen sei und die Menschen dadurch vor Schlimmerem bewahrt würden. Tom Taylor liefert eine überaus schlüssige und spannende Story ab. Angesiedelt ist diese gut runter geschriebene Geschichte in einer alternativen Realität des bekannten DC Universums mit den bekannten Helden und Schurken.

injustice_jahr_2

In dem offiziellen Comic zum Videospiel aus dem Jahr 2013 „Injustice: Götter unter uns“ wird die Vorgeschichte zum Game erzählt und wieso auf einmal Helden gegen Helden kämpfen. Im Mai 2017 kam „Injustice 2“ auf den Markt.

Norbert Elbers

Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr 1 (von 2);  Enthält: US-Injustice #1 – #6 (2013); Text: Tom Taylor; Zeichnungen: Jheremy Raapack, Alex Gimenez, Mike S. Miller, Bruno Redondo, David Yardin:, Tom Derenick; Tusche: Jheremy Raapack, Alex Gimenez, Mike S. Miller, Bruno Redondo, David Yardin, Tom Derenick, Jonas Trindade, Le Beau L. Underwood; Farben: Alejandro Sanchez, David Yardin, Alejandro Sanchez, Andrew Elder, David López, Jonas Trindade;aus dem Amerikanischen von  Peter Thannisch; Prestige; Softcover: € 16,99; 196 Seiten; farbig;  Panini/DC Comics

„Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr # 1“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr # 2“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Injustice: Götter unter uns“ bei ebay bestellen, hier anklicken

„Injustice – Das zweite Jahr #1“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken 

Der Sohn von Superman

Im Juni 2016 startete DC mit DC-Rebirth den Neustart aller Heft-Serien, der nun auch bei uns in Deutschland angekommen ist. Nach dem Tod des New 52-Supermans (geschrieben von Grant Morrison) übernimmt der Nach-Crisis-Vor-Flashpoint-Superman wieder die Rolle des Supermans im DC Universum.

Der Sohn von Superman

Seit Convergence wissen wir, dass John Byrnes Post-Crisis Superman noch da war. Jetzt lebt er zusammen mit seiner Frau Lois Lane und ihrem gemeinsamen Sohn Jonathan unerkannt als Familie White auf einer Farm. Er vollbringt im Verborgenen seine guten Taten, Lois schreibt unter Pseudonym Enthüllungsbücher. Und der kleine Jon wächst unter der Fürsorge seiner Eltern behütet auf. Alles ändert sich aber, als seine Kräfte immer stärker werden und als dann noch der Eradicator auf der Erde auftaucht, und seine ganz eigenen Pläne mit dem Halb-Mensch-Halb-Kryptonier verfolgt, scheint die Situation zu eskalieren.

Der Sohn von Superman

Gleichzeitig bekommt Familie White auch noch Besuch einer Abordnung der Justice League in Person von Batman und Wonder Woman. Sie stehen dem neuen Superman skeptisch gegenüber und auch seinem Sohn. Mit viel Witz und Einfallsreichtum stellt Tomasi wieder einmal unter Beweis, dass er sich in Familienproblemen und der Gedankenwelt Heranwachsender bestens auskennt. Seine Geschichten über Damian Wayne in Batman and Robin waren von den Fans und Kritikern hochgelobte Geschichten.

Jon setzt seinen Hitzeblick ein, um die geliebte Hauskatze aus den Fängen eines Falken zu retten. Blöd nur, dass er dabei beide grillt und noch blöder, dass er dabei von dem Nachbarmädchen beobachtet wird. Diese aber zum Glück das Gesehene erst einmal für sich behält. Beim gemütlichen Plausch auf einem Ast eines großen Baumes über das Unglück, passiert gleich das nächste: Jon greift zu fest in den Ast und dieser bricht und Jon bleibt (seltsamerweise) bewusstlos auf dem Boden liegen. Der Opa des Mädchens bringt Jon zur Farm und Superman fliegt mit Lois und Sohn zur Festung der Einsamkeit des toten Supermans.

Der Eradicator (ein von General Zod erschaffener Roboter) erscheint und möchte das reine Krypton wiederherstellen. Ein Mischwesen würde nur stören, damit Krypton wahr und rein wieder aufgebaut werden kann. Der Kampf weitet sich aus und wird schließlich fortgesetzt in Batmans geheimer Bathöhle auf dem Mond. Lois schlüpft in Batmans Hellbat-Rüstung und vereint können sie die Maschine besiegen. Die Bilder von Gleason sind einfach, aber seine Fähigkeit, Gesichter und Emotionen darzustellen sind für die Story äußerst hilfreich: Das Dreamteam Tomasi/Gleason gehört sicherlich zum Besten, was DC im Moment zu bieten hat.

Norbert Elbers

Superman Sonderband 1: Der Sohn von Superman;  Enthält: “US- Superman” #1 – #6 (August 2016 bis November 2016); Text: Peter J. Tomasi, Patrick Gleason; Zeichnungen: Patrick Gleason, Doug Mahnke, Jorge Jimenez; Tusche: Mick Gray, Jaime Mendoza; Kolorierung: John Kalisz, Will Quintana; aus dem Amerikanischen von Christian Heiss; Prestige; Softcover: € 14,99, variant und limitiert auf 555 Exemplare: € 18,00; 132 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Beide Cover von Patrick Gleason

Diesen COMIC bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Der Sohn von Superman“ bei ebay kaufen, hier anklicken

 

Supergirl

Nachdem Alexander Salkin große Erfolge mit Superman the Movie und den Fortsetzungen feierte, probierte er 1984 sein Glück mit Supergirl. Genau wie beim Superman-Film besetzte er die Titelrolle mit einen Newcomer (Helen Slater) und verpflichteten einige Stars für kleinere Rollen, diesmal Peter O’Toole, Mia Farrow und Faye Dunaway als Hexe Selena mit der Supergirl um die Gunst eines Gärtners kämpfen musste. Das Resultat war ein chaotisches Wirrwarr mit durchaus guten Tricks und einer netten Helen Slater. Der Film lockte natürlich niemand in die Kinos und auch der etliche Jahre später in den USA auf DVD erschienene 15 Minuten längere Director’s Cut konnte nicht überzeugen.

Supergirl

Dass aus der Geschichte von Supermans stählerner Cousine doch einiges herauszuholen ist, beweist seit 2015 erfolgreich eine TV-Serie, deren dritte Staffel bereits beschlossene Sache ist. In der Doppel-Hauptrolle überzeugt Melissa Benoist sowohl als strahlende Superheldin, wie auch als schüchternes Mauerblümchen Kara Denvers.

Supergirl

Auch bestens besetzt mit Ally McBeal Calista Flockhart ist die Rolle der arroganten Klatschmagazin-Herausgeberin Cat Grant, die lustige Sprüche über Promis wie Harrison Ford (mit dem Flockhart im wirklichen Leben verheiratet ist) absondert, aber auch ein ganz besonderes Verhältnis zu Supergirl und Kara hat.

Supergirl

Bemerkenswert an “Supergirl“ ist, dass hier bewiesen wird, dass das Konzept des klassischen strahlenden Superhelden des “Golden Age“ durchaus noch trägt. Während Zack Snyder in seinen Kinofilmen Man of Steel und Batman V Superman überhaupt nichts mit dem „Mann aus Stahl“ anfangen konnte (und sich einen Spaß daraus machte dessen Reporter-Kollegen Jimmy Olsen zu töten), zelebriert “Supergirl“ wie viel Spaß es macht Superkräfte und eine Geheimidentität zu haben, sowie in Jimmy Olsen verliebt zu sein.  Das große Vergnügen, das es Supergirl bereitet Gutes zu tun überträgt sich auch auf den Zuschauer.

Supergirl

Da die Serie auf dem US-Sender CBS und nicht im CW Television Network ausgestrahlt wird, erschienen Gastauftritte von Figuren aus dem Umfeld des DC-TV-Helden Arrow zunächst unwahrscheinlich, doch am Ende der ersten Staffel schaut doch noch Grant Gustin als The Flash in Supergirls Heimatstadt National City vorbei. Dabei wird jedoch betont, dass die beiden Serien “Supergirl“ und “The Flash“ in Paralleluniversen angesiedelt sind.

Supergirl

Gleich zu Beginn der zweiten Staffel gibt es dann einen sehr viel wichtigeren Gastauftritt: Supergirl agiert an der Seite ihres von Tyler Hoechlin verkörperten Cousins Superman!

0002

Die Blu-ray zur ersten Staffel von “Supergirl“ enthält 20 Episoden auf drei Scheiben. Zusätzlich gibt es noch die Berichte “Supergirl: Auf der Comic Con 2015“ (14:57 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), “Der Mann vom Mars“ (9:37 min), “Eine zurückgelassene Welt: Krypton“ (10:47 min) und wirklich witzige verpatzte Szenen (4:06 min), zu neun Episoden gibt es zusätzliche Szenen, ein Folder mit Infos zu den einzigen Episoden liegt bei und die Blu-ray verfügt über ein Wendecover

“Supergirl – Die erste Staffel” als Blu-ray bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Supergirl – Die erste Staffel” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Supergirl“ bei ebay kaufen, hier anklicken

“Supergirl“ von  1984 als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

Robot Chicken – DC Comics Special

Seit Februar 2005 läuft im Cartoon Network die von Seth Green (“Buffy“) und Matthew Senreich konzipierte, ziemlich verrückte Serie “Robot Chicken“. Die “Darsteller“ sind Barbie-Puppen und Action-Figuren, die per Stop-Motion-Technik in Bewegung gesetzt werden. Geboten werden respektlose Parodien auf Popkultur-Mythen, im Stile des Satire-Magazins MAD.

Robot Chicken - DC Comics Special

2012 entstand ein erstes “DC Comic Special“, an dem sich der Superhelden-Comic-Verlag aktiv (und wohl auch präventiv) beteiligte. Daher fungierte DCs „President and Chief Creative Officer“ Geoff Jones als Autor und Produzent. Doch das tut der respektlosen Stimmung keinen Abbruch, sondern sorgt dafür, dass die Verarsche noch etwas fundierter ausgefallen ist.

Robot Chicken - DC Comics Special

So bricht Bane andauernd das Rückgrat von Batman, Aquaman wird ständig von seinen Kollegen veralbert, Two-Face muss bereits bei Starbucks zum Bestellen eines Kaffees ständig seine Münze zu Rate ziehen und Superman küsst seine schlimmsten Feinde. Mit Firestorm, dem Green-Lantern-Eichhörnchen B’dg und dem ganz gefährlichen Schurken Mister Banjo werden zudem noch einige besonders skurrile DC-Charaktere vorgestellt. In zwei weiteren 22-minütigen  DC-Comics-Specials, die ebenfalls auf der deutschen DVD enthalten sind, geht der Spaß im selben Stil weiter.

Robot Chicken - DC Comics Special

Als Sprecher der US-Version fungieren Promis wie Neil Patrick Harris (“How I met your Mother”), Nathan Fillion (“Castle“), Megan Fox (“Transformers”), Aaron Paul (“Breaking Bad”) oder Alfred Molina, der durch seine Schurkenrolle in “Spider-Man 2“ bereits Superhelden-Erfahrung mitbringt. Auch die deutsche Fassung, für die immerhin Christian Tramitz und Rick Kavanian zur Verfügung standen, kann sich hören lassen.

0000

Im Bonusmaterial geht der Spaß noch weiter, wobei die DVD von Studio Hamburg Enterprises leider nicht über deutsche Untertitel verfügt. Enthalten sind 15 Minuten mit nicht realisierten Superhelden-Sketchen, zu denen Entwurfszeichnungen und die Tonspuren präsentiert werden. Außerdem gibt es noch ein Making Of (10:16 min), die Aquaman-Origin (1:28 min) und Outtakes (2:03 min)

“Robot Chicken – DC Comics Special” als DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

“Robot Chicken” bei ebay kaufen, hier anklicken

Superman: American Alien

Superman ist trotz seines Alters zeitlos. Aber wie sich bei jedem menschlichen sprachlichen Begriff immer wieder Interpretationsspielräume neu ergeben und Wörter und deren Bedeutung dem Wandel der Zeit unterliegen, so muss demzufolge auch Superman viele Entwicklungen durchmachen.

Superman: American Alien

Neue Origins für Superman hat es schon viele gegeben Die bisher bekanntesten dürften  “Man of Steel“ von John Byrne,  “Superman: For All Seasons“ von Jeph Loeb & Tim Sale , „Superman: Birthright“ von Mark Waid,  “All-Star Superman“ Grant Morrison & Frank Quitely , “Superman: Secret Origin“ von Geoff Johns & Gary Frank sowie  “Superman: Earth One“ (2010) von J. Michael Straczynski & Shane Davis sein.

Superman: American Alien

Diesmal wurde der US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Max Landis („Victor Frankenstein„) damit beauftragt eine neue Origin für Superman zu kreieren. Was Landis sonst so macht – insbesondere mit und über Superman – kann man in seinem Filmchen von 2012 “The Death and Return of Superman“  sehen. Hier spielt u.a. Elijah Wood mit und lästert bei einem Glas Johnnie Walker ziemlich über DC ab.

Superman: American Alien

Nicht ganz ungeschickt erzählt Max Landis  in „Superman: American Alien“ in vielen kleinen Episoden (die von verschiedenen Zeichnern umgesetzt sind) von Ereignissen aus dem Leben des jungen Clark Kent: Wie er in Kansas auf einer Farm aufwächst und den Problemen, die seine Eltern mit seinen neu aufkeimenden Fähigkeiten haben. Als Heranwachsender gewinnt er eine Reise in die Karibik, leider stürzt die kleine Propellermaschine über dem Meer ab. Aber sie werden gerettet von den Gästen einer exklusiven Yacht, die Bruce Waynes Geburtstag feiern, ohne dass der Gastgeber selbst da ist. Die feiernde Meute hält aufgrund des spektakulären Absturzes Clark für Bruce Wayne – und behandelt ihn auch entsprechend. Mit sehr viel Witz und Komik entwickelt Landis hier eine sehr unterhaltsame Geschichte. Viele altbekannte Figuren aus dem DC-Universum orchestriert er und stellt sie in neue interessante Zusammenhänge.

Superman: American Alien

Bei seinem weiteren Lebensweg lernt er in Metropolis Lois Lane kennen und mit ihr zusammen führt er tiefschürfende Unterhaltungen über Heldentum, Bestimmung und den Sinn des Lebens – an denen wir als Leser so mitpartizipieren können. Er erlebt seine erste Konfrontation mit Batman und Lex Luthor; von Tomar-Re und Abin Sur lernt er viel über seine Heimat Krypton und von Fräggmeister Lobo.

Norbert Elbers

Superman American Alien, enthält: Superman: American Alien #1 bis #7 (Januar 2016 bis Juli 2017); Text: Max Landis; Zeichnungen und Tusche: Nick Dragotta, Matthew Clark, Evan „Doc“ Shaner, Joëlle Jones, Mark Buckingham, Jae Lee, Francis Manapul, Steve Dillon, Jonathan Case,  Jock; Farben: Alex Guimarães, Rob Schwager, Rico Renzi, Jose Villarrubia, June Chung, Rod Reis, Francis Manapul, Jonathan Case, Lee Loughridge; aus dem Amerikanischen von Christian Heiß; Prestige; Softcover mit Klappbroschur: € 19,99; 188 Seiten; farbig; Panini/DC Comics

„Superman: American Alien“ bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Superman: American Alien“ bei ebay kaufen, hier anklicken

John Byrne: Superman – Der Mann aus Stahl

1986 erhielt John Byrne von DC den Auftrag „die Superman-Legende neu zu schreiben, um einige der Fesseln, die diese am Fliegen hindern, zu beseitigen“. Er erledigte dies in der sechsteiligen Mini-Serie “The Man of Steel“ mit viel Respekt vor dem Original. Byrne elimienierte zwar den Superhund Krypto, behielt aber alle vertrauten Elemente bei, fügte aber auch behutsam einige wirkliche Verbesserungen ein.

John Byrne: Superman - Der Mann aus Stahl

In seiner Jugendzeit in Smallville war Clark Kent jetzt zwar nicht mehr als Superboy tätig, doch seine Pflegeeltern Jonathan und Martha erlebten noch, wie er als  Superman in der Großstadt Metropolis aktiv war. Dadurch konnte sich Clark gelegentlich zum Entspannen und Nachdenken ins Dörfchen Smallville zurückziehen. Lex Luthor war fortan kein verrückter Wissenschaftler mehr, sondern ein erfolgreicher Global Player. Dadurch hatte er noch sehr viel mehr Möglichkeiten Böses zu tun und wurde bereits 15 Jahre vor Donald Trump  US-Präsident. Diese Änderungen inspirierten die erfolgreichen TV-Serie “Lois & Clark“ und “Smallville“.

0006

Außerdem weiß jetzt niemand mehr, dass Superman eine Geheimidentität hat. Dadurch steht Lois Lane nicht mehr ganz so blöd da, wenn sie andauernd verzweifelt versucht herauszufinden, wer hinter Supermans „Maske“ bzw. Clark Kents Brille steckt.

John Byrne: Superman - Der Mann aus Stahl

“The Man of Steel“ erschien bei uns recht zeitnah 1987 als Gesamtausgabe bzw. “Handbuch“ unter dem Titel “Der neue Superman – Ein neuer Held entsteht“. Panini veröffentlichte die Reihe 2003 in drei Comicheften der Reihe Action Comics. 2015 schließlich folgte innerhalb der Eaglemoss Reihe DC Comics Graphic Novel Collection als Band 13 unter dem Titel “Superman – Der Mann aus Stahl“ eine gebundene Ausgabe.

„John Byrne: Superman – Der Mann aus Stahl“ als Ehapa-Handbuch Comicheft  bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„John Byrne: Superman – Der Mann aus Stahl # 1“ als Comicheft von Panini  bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„John Byrne: Superman – Der Mann aus Stahl“ als Hardcover-Edition  bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Superman – Der Mann aus Stahl“ bei ebay kaufen, hier anklicken

Cartoons ziehen in den Krieg

Nachdem die USA 1941 in den Zweiten Weltkrieg zogen, machte auch Hollywood mobil. Besonders gut geeignet um die Bevölkerung in Kriegsstimmung zu versetzen waren Cartoons. Für zahlreiche von der Regierung finanzierte kurze Zeichentrickfilme waren Hitler, Mussolini und der japanische Kaiser jetzt dankbare Spottobjekte.

Cartoons ziehen in den Krieg

Die interessantesten Filme entstanden bei Disney. Dort wurde unter dem Titel „Victory through Airpower“ sogar ein abendfüllender Trickfilm produziert, der Werbung für die Bombardierung Deutschlands machte. Der schreiend komische Cartoon „Der Fuehrer’s Face“ mit Donald Duck gewann sogar einen Oscar. „Education for Death“ hingegen schildert sehr subtil, wie in Nazi-Deutschland junge Menschen von Propaganda verführt werden und ist einer der besten Zeichentrickfilme des Studios. Diese Disney-Cartoons sind in den USA unter dem Titel „On the Front Lines“ gesammelt auf DVD erschienen.

Cartoons ziehen in den Krieg

„Cartoons ziehen in den Krieg“ enthält eine hochinteressante 45-minütige TV-Dokumentation in der Trickfilmzeichner wie Chuck Jones zu Wort kommen. Garniert mit zahlreichen Ausschnitten wird ein aufschlussreicher Einblick in eine ungewöhnliche Art der psychologischen Kriegsführung geboten.

0002

Die Extras der DVD umfassen sieben passend dazu ausgewählte Cartoons: „Jungle Drums“ (Superman), „Scrap Happy Daffy“ (Daffy Duck), „Secret Agent“ (Superman),“The Ducktators“ (Daffy Duck), „Confusions of a Nutzy Spy“ (Porky Pig), „Daffy the Commando“ (Daffy Duck) und „The Sprit of 43“ (Donald Duck), insgesamt 51:22 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln.

Diese DVD bei AMAZON bestellen, hier anklicken

„Cartoons ziehen in den Krieg“ bei ebay kaufen, hier anklicken