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Superman: Doomsday

Eins der markantesten Ereignisse in der Geschichte der Comics war mit Sicherheit der Tod von Superman. Als sich 1992 die im Comic geplante Hochzeit von Clark Kent und Lois Lane, die parallel zur gerade erfolgreich laufenden TV-Serie “Lois und Clark“ abgefeiert werden sollte, immer weiter verschob, musste ein Ersatzereignis her. Daher wurde der in Story-Konferenzen immer wieder scherzhaft vorgeschlagene Heldentod inszeniert. Auf etlichen ganzseitigen Bildern lieferte Superman sich einen Kampf mit einem gewissen Doomsday, der zwar beeindruckend aussah, dessen Motive aber ziemlich unklar blieben.

Superman: Doomsday
© DC / Warner Bros. Entertainment

Das Comicheft in dem der Stählerne Doomsday besiegt und den Heldentod stirbt, verkaufte sich als Kioskausgabe (“Superman # 75“), limitierte Sonderausgabe (mit schwarzer Armbinde) und danach als “Trade Paperback“ (mit der gesamten Storyline) insgesamt sechs Millionen Mal. Dies lag an dem gewaltigen Medienecho und daran, dass viele mit den Gesetzmäßigkeiten des Superhelden-Genres nicht vertraute Zeitgenossen glaubten, diese beliebte (und für die Produzenten lukrative) Figur wäre nun tatsächlich endgültig tot. Doch das war natürlich nicht der Fall und nach einigen Wirrungen und Irrungen kehrte der Held mit etwas längeren Haaren zurück.

Superman: Doomsday
© DC / Warner Bros. Entertainment

2007 diente die Geschichte um den Tod von Superman als Vorlage für einen Zeichentrickfilm, der direkt für den DVD-Markt produziert wurde  und leider lediglich in den USA erschien. “Superman: Doomsday“ entstand unter der Leitung von Bruce Timm (“Batman: The Animated Series“) und startete die Reihe „DC Universe Animated Original Movies„.

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© DC / Warner Bros. Entertainment

Der Trickfim richtet sich ganz bewusst nicht nur an ein jugendliches Publikum und enthält sogar einige verstörend-brutale Momente. Weil nicht nur gestorben sondern auch geblutet, geflucht und getrunken wird, bekam “Doomsday“ als erster Superman-Film eine “Rated PG-13“-Freigabe. Während in der Comic-Storyline der Stählerne (zunächst) vierfach wiederkehrte, beschränkt sich der Trickfilm auf eine lediglich zweifache Wiederauferstehung. Dadurch bleibt innerhalb der Geschichte auch genügend Raum um von den menschlichen Charakteren wie Lois Lane, Jimmy Olsen und Martha Kent zu erzählen. Insgesamt ist „Superman: Doomsday“ Bryan Singers Realfilm “Superman Returns“ in fast allen Aspekten haushoch überlegen und in ähnlicher Qualität erscheint danach weitere nah an den Comics orientierte DC-Trickfilme.

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Bonusmaterial: Audiokommentar von Bruce Timm und weiteren Kreativkräften; „Requiem and Rebirth: Superman Lives!“ (43:10 min), hier wird umfassend über den „Tod von Superman“-Comic berichtet; Vorschau auf „Justice League: The New Frontier“ (10:44 min); Behind the Voices (5:19 min); „Superman’s Last Stand“ – Spiel

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Batman (1989)

Im Gegensatz zur ebenso kitschig-albernen wie erfolgreichen Slapstick-TV-Serie mit Adam West war Batman in den Comics zwar deutlich ernsthafter und düsterer, doch seine Popularität war nach der Einstellung der Serie gesunken. Ende 1984 tauchten erste Gerüchte auf, dass irgendetwas im Busche wäre.

Batman (1989)

Ein gewisser Frank Miller, der zuvor die Marvel-Comicserien um Wolverine und Daredevil (hier vor allem durch eine gewisse Elektra) aufregend erneuert hatte, sollte nun auch für eine auffrischende Behandlung bei DCs etwas schlappgewordenen Zugpferd sorgen. Bereits in den siebziger Jahren erhielt der damals noch für Marvels Spider-Man arbeitende Miller ein erstes Angebot sich auch einmal an Batman zu versuchen. Doch damals fühlte sich Miller noch nicht reif genug für diese Aufgabe. Als dann aber im März 1986 schließlich unter dem Titel “Batman – The Dark Knight Returns“ ein Vierteiler auf den Markt kam, sorgte der Comic für einige Aufregung.

Batman – The Dark Knight Returns

Millers Zeichnungen (die meist von Klaus Janson getuscht und von Millers damaliger Ehefrau Lynn Varley koloriert wurden) und seine Story stellten bis dahin (und auch bis heute) die respektloseste Bearbeitung dar, die je ein amerikanischer Comic-Multi einem eigenen Superhelden zumutete. Ganz nebenbei bekam auch noch Superman ordentlich eins auf die Mütze und wurde als angepasster Dumpfling dargestellt. Das amerikanische Comic-Magazin “Wizard“ hat übrigens den Moment aus “Dark Knight“ in dem ein stark gealterter Batman den Stählernen zur Schnecke macht zum erinnerungswürdigsten Moment der Comic-Geschichte erklärt.

Batman – The Dark Knight Returns

In erster Linie erzählt Frank Miller jedoch von einem desillusionierten Verbrechensjäger, der sich schon seit zehn Jahren aus dem Geschäft zurückgezogen hat. Mit fünfundfünfzig legt der frustrierte alte Mann sein Kostüm wieder an und führt einen letzten verzweifelten Kampf, gegen die unhaltbar-kriminellen Zustände in seiner Heimatstadt. Alles in allem faszinierte wohl doch weniger die manchmal etwas konfus ausgeschmückte “Dark Knight“-Story, die sich auf beinahe 200 Seiten unbedingt gleich am kompletten Batman-Kosmos versuchen muss, sondern viel eher die düster durchgestylte Stadt Gotham-City (die Miller in späteren Werken “Sin City“ nennen sollte). Durch Millers optische Version dieses Molochs (aber nicht durch seine Story) wurde die Batman-Figur auch wieder für das Medium Film interessant.

Batman (1989)

Es sollte jedoch noch bis zum 23. Juni 1989 dauern bis endlich ein lange erwarteter clever beworbener Batman-Film massiv Kapital aus Millers Version schlug und seine glanzvolle Premiere erlebte. Die Warner Brothers, denen die Rechte am dunklen Ritter gehörten, erwiesen erstaunlich viel Weitblick als sie einen gewissen Tim Burton als Regisseur verpflichteten.

Joker Zeichnung von Tim Burton von 1989
Zeichnung von Tim Burton von 1989

Dieser begann als Animator bei Walt Disney (z. B. bei “Cap und Capper“), drehte dort mit “Vincent“ und “Frankenweenie“ zwei Kurzfilme, die in keine Schublade passten und anschließend einen ganz hübschen Film mit Pee Wee Herman. Mit der schrägen Geisterklamotte “Beetlejuice“ landete er schließlich einen Überraschungshit und qualifizierte sich dadurch für “Batman – The Movie“.  Als Burton dann aber auch noch den “Beetlejuice“-Darsteller Michael Keaton als Batman mitbrachte, gab es einige Aufregung. Diese verwandelte sich jedoch sofort in aufgeregte Spannung, als mit Jack Nicholson die Idealbesetzung für den Joker verpflichtet werden konnte.

Batman (1989)

Ein erster Trailer schlug dann auch wie eine Bombe ein. Viele Besucher gingen nur ins Kino um diese Vorschau zu sehen. Tim Burtons Batman überzeugt nun, genau wie Millers Comic, in erster Linie im optischen Bereich. Gotham City ist genauso düster durchgestylt, Danny Elfman und Prince liefern interessante Soundtrack-Beiträge und keiner kann Jack Nicholson beim hemmungslosen Chargieren bremsen. Allerdings setzt Burton die Action-Szenen nur sehr einfallslos, ja schon beinahe desinteressiert um. Story und auch die Figur des Batman bleiben erschreckend nebensächlich. Dennoch wurde der eifrig und geschickt beworbene “Film zum T-Shirt“ ein gewaltiger Erfolg in den USA, der sich jedoch in Europa nicht wiederholte.

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The Silver Age of DC Comics

Große Freude kam bei mir auf, als zu erfahren war, dass der Taschen Verlag seinem riesigen Prachtband “75 Jahre DC Comics: The Art of Modern Mythmaking“ nicht – wie sonst oft üblich – eine kleinformatigere preiswerte Softcover-Ausgabe folgen ließ. Mit „The Golden Age of DC Comic“ wurde eine fünfbändige DC-Enzyklopädie gestartet, die sich noch ausführlicher mit jenem Comic-Verlag beschäftigt, der durch Helden wie Superman oder Batman das Comicheft salonfähig machte.

The Silver Age of DC ComicsZuvor erschienen in den USA Comics fast ausschließlich in den Zeitungen, doch nach dem riesigen Erfolg von Action Comics # 1 im Juni 1938 mit dem ersten Auftritt von Superman, war klar dass Comics mehr als nur eine Zeitungs-Beigabe sind. Comichefte wurden zu einem riesigen Geschäft.

The Silver Age of DC ComicsDie Superhelden zogen in ihren Abenteuern auch mit in den Zweiten Weltkrieg, oftmals noch bevor die Amerikanischen Streitkräfte in der Realität in Europa oder Asien aktiv wurden. Nach Ende des Krieges erlahmte das Interesse an den kostümierten Helden und das sogenannte “Golden Age“ ging zu Ende. Andere Comic-Genres wie die Funny Animals, hier speziell die Entengeschichten von Carls Barks, oder die auch an erwachsene Leser adressierten Kriegs- und Horror-Hefte aus dem Hause EC weckten größeres Interesse. Letztere riefen Jugendschützer auf den Plan und der Comics Code, eine Art freiwillige Selbstzensur der Verlage, sorgte dafür, dass die Comics wieder kindischer (aber gelegentlich auch – wie im Falle des MAD-Magazines – satirischer) wurden.

The Silver Age of DC ComicsMitte der Fünfziger Jahre starteten die DC-Superhelden wieder durch. In den Heften Showcase # 4 und # 22 erschienen modernisierte Version von Flash, dem schnellsten Menschen der Welt, und vom allmächtigen Helden Green Lantern, der jetzt durch eine zivile Tätigkeit als Testpilot etwas geerdet wurde. Helden-Truppen wie die Justice League of America wurden so beliebt, dass DCs Konkurrent Marvel seine Fantastic Four startete. Den größten Popularitätsschub bekam allerdings Batman. Eine in den Sechziger Jahren ungemein populäre TV-Serie mit Adam West zeigte den Fledermaus-Mann nicht als Dark Knight sondern als knallbunte Pop-Art-Figur, deren Abenteuer allenfalls sehr kleine Kinder spannend und die restlichen Zuschauer höchst amüsant fanden. Durch diese TV-Serie wurden auch viele DC-Comics knallbunt und infantil. Erst durch die realitätsnahen Geschichten von Denny O’Neil und Neal Adams, die das “Bronze Age“ einläuteten, erholten sich die DC-Helden von dieser Entwicklung.

The Silver Age of DC ComicsIn “The Silver Age of DC Comics” dokumentiert Paul Levitz, der von 2002 bis 2009 Chef bei DC war, auf 400 reich bebilderten Seiten dieses hochinteressante Comic-Zeitalter. Der Band ist gegenüber dem schwergewichtigen Werk “75 Jahre DC Comics“ sehr viel lesefreundlicher. Dies liegt zum einen daran, dass er komplett auf Deutsch übersetzt wurde, aber auch am etwas kleineren Format. Zudem sind zahlreiche neue Abbildungen, Texte sowie ein Interview mit Neal Adams enthalten. Es darf sich schon auf die drei weiteren DC-Bände zum Bronze-, Dark- und Modern-Age gefreut werden.

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MAD

MAD, das „vernünftigste Magazin der Welt“, hat unsere Kulturlandschaft nicht nur veralbert und kommentiert, sondern sie sogar stärker geprägt und auch verändert als jeder andere Comic. 

MAD Don Martin

Die Anfänge: Geschichten aus der Bibel und aus der Gruft

Es wird immer wieder gerne behauptet MAD wäre vom EC-Verlag herausgebracht worden, weil es durch drastische Zensurmaßnahmen in den USA nicht mehr möglich war Horrorheftchen wie “Tales from the Crypt“ zu veröffentlichen. Doch genaugenommen ist MAD eher eine Fortsetzung des Horrors der EC-Comics mit komischen Mitteln.

Max Gaines
Max Gaines

Um dies zu belegen muss etwas weiter ausgeholt werden. Max Gaines, der Vater des MAD-Gründers, war, übrigens ähnlich wie der Duck-Master Carl Barks, ein Mensch der es in allen möglichen Bereichen versuchte, dort immer wieder scheiterte und schließlich in der Comic-Branche landete. Wobei in den depressiven dreißiger Jahren von einer “Comic-Branche“ noch gar nicht die Rede sein konnte. Comics gab es eigentlich nur als tägliche Strips in den Tageszeitungen und als farbige Beilage am Wochenende. Max Gaines fragte sich nun, ob es nicht auch möglich wäre diese Beilagen auch ohne die störende Zeitung direkt am Kiosk zu verkaufen.

Famous Funnies
Er kam mit einer Firma namens Eastern Color Printing ins Geschäft. Dort wurden Unmengen von Comicheften als Gratiswerbegeschenke für Firmen produziert. Doch seltsamerweise hatte bisher niemand daran gedacht diese Hefte zu verkaufen. Gaines überzeugte die Firma indem er auf einige dieser Gratis-Hefte einen Preisaufdruck von 10 Cents stempelte. Da sich die Hefte prima verkauften, erhielt Gaines den Auftrag für Eastern ein Serie neuer Comichefte zusammenzustellen. Hierfür erfand Gaines auch noch ganz nebenbei das noch heute gültige Format für US-Comichefte. Im Mai 1934 erschien die erste Ausgabe von “Famous Funnies“ und diese 64-seitigen Farbhefte hatten sofort Erfolg. Gaines wurde für seine Bemühungen nicht gerade belohnt, denn eines Tages fand er ohne Angaben von Gründen seine Bürotür plötzlich verschlossen vor. Doch Gaines blieb in der Comicbranche und fand sofort wieder Arbeit. Er verlegte ein Heft namens “Popular Comics“, das ebenfalls Zeitungsstrips veröffentlichte und damit noch mehr Erfolg als “Famous Funnies“ hatte.

Popular Comics

Max Gaines tätigte auch Geschäfte mit DC, angeblich ist die Idee ein “Superman“-Comicheft  herauszubringen auch mit auf seinem Mist gewachsen. Gemeinsam mit DC entstanden arbeitete er an den “All American“ (AA) –Comics mit Helden wie Flash, Hawkman und später auch Wonder Woman. 1944 gründete Gaines schließlich als Tochter von DC und AA seinen eigenen Verlag namens E.C. Dieses Kürzel stand für “Educational Comics“ (also “Erzieherische Comics“), denn auch in den vierziger Jahren waren die Comics vielen Erziehern ein Dorn im Auge.

Picture Stories from the Bible

Daher verlegte Gaines Comics, die Wissen vermitteln sollten. Produkte wie diese trafen zwar nicht unbedingt den Geschmack der Zielgruppe, denn die Kinder benötigten mindestens 10 Ausgaben von “Picture Stories from the Bible“ um diese bei ihren Freunden gegen ein einziges Batman-Heft einzutauschen. Für das Image des Medium Comics waren Produkte wie “Picture Stories from Science“ jedoch ganz gewiss nicht schlecht und dem E. C. -Verlag ging es recht gut. Doch eine Katastrophe sollte alles ändern: 1947 kam Max Gaines bei einem Bootsunglück ums Leben und seine Witwe bat ihren damals 25-jährigen Sohn das Geschäft zu übernehmen.

Reddition
Empfehlenswert ist zum Thema auch die REDDITION 62

Im Gegensatz zu seinem Vater hatte es William M. Gaines nicht so mit Geschichten aus der Bibel. Er war eher ein Fan von spannenden und pointierten Radiohörspielen. Daher setzte er auf Kriminal-Comics. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Zeichner Al Feldstein, der eigentlich Teenie-Comics im Stile von Archie für EC zeichnen sollte, schuf er mit der Serie “Crime Suspense Stories“ ein erstes Highlight des Verlages. Zeichner wie Jack Davies, Graham Ingels, Bernard Krigstein und Wallace Wood setzten die Geschichten von Gaines und Feldman in beeindruckendes Artwork um.

Crime Suspense Stories

Es ging dabei meist um Kriminalfälle, die sich nicht in einer ominösen Unterwelt sondern in der Familie oder am Arbeitsplatz abspielten, also in einer dem Leser vertrauten Umgebung. Ganz wichtig war hierbei auch die überraschende Wendung am Ende der Geschichte, die in der Tradition großer amerikanischer Short Story-Autoren wie O. Henry stand und zu ECs Markenzeichen wurde.

Tales from the Crypt

1950 versuchten sich Gaines und Feldstein an zwei Horror-Stories namens “Crypt of Terror“ und “Vault of Horror“, die beide von einem gewissen modrigen Cryptkeeper anmoderiert wurden. Diese Geschichten wurden zunächst in zwei Ausgaben der EC-Krimi-Comicreihen “Crime Patrol“ und “War Against Crime“ versteckt. Doch Gaines und Feldstein waren so sehr vom Erfolg ihrer Stories überzeugt, dass sie gleich mit den Heftreihen “The Crypt of Terror“ (später umbenannt in “Tales from the Crypt“) und “The Vault of Horror“ starteten, ohne abzuwarten wie solche Sammlungen von Horror-Geschichten vom Publikum aufgenommen wurden. Der Erfolg sollte ihnen recht geben und Bill Gaines änderte den Verlagsnamen in “Entertaining Comics“.

Two-Fisted Tales
Schon bald mussten 10 andere Comichefte geopfert werden um diese gegen ein EC-Horrorcomic einzutauschen und ein Schriftsteller wie Stephen King gibt unumwunden zu, dass diese Comicreihen der Hauptinspirationsquelle seiner ersten Schreibversuche waren. (Später sollte er mit dem Film “Creepshow“ den E. C.-Comics Respekt erweisen). Gaines gelang es weitere talentierte Zeichner um sich zu versammeln und ermutigte diese dazu in ihrem eigenen Stil zu zeichnen. So entstanden neben den Horror-Heften auch Science Fiction-Comics, für die sogar eine anerkannte Genregröße wie Ray Bradbury schrieb (nachdem er sich zuvor darüber beschwert hatte, das Gaines einige seiner Stories plagiert hatte), und sehr realistische Kriegscomics. Diese Serien namens “Two-Fisted Tales“ und “Frontline Combat“ boten gut recherchierte Stories und glorifizierten den Krieg kein bisschen. Diese Hefte betreute ein gewisser Harvey Kurtzman.

Frontline Combat

Als sich Kurtzman eines Tages bei Gaines darüber beschwerte, das Al Feldstein mehr Gehalt bezieht als er, wies ihn Gaines darauf hin, dass Feldstein ja schließlich auch fünf Heftserien betreute, während Feldstein “nur“ für die beiden Serien mit Kriegscomics verantwortlich war. Zuvor war es Kurtzman bereits gelungen humoristische Comics u. a. inmitten von Marvels Superhelden-Heften unterzubringen und ähnliches war ihm auch schon bei EC gelungen. Gaines bot daher Kurtzman eine Gehaltserhöhung von 50% an, wenn dieser ihm in kürzester Zeit ein wirklich komisches Comicheft zusammenstellen würde. Kurtzman schlug den Titel “Tales calculated to drive you Mad“ vor.

MAD unter Kurtzman

Ab 1952 erschien MAD in Form eines Comicheftes. Die ersten drei Hefte enthielten jeweils 4 Stories, die alle von Harvey Kurtzman getextet und von Jack Davis, Wally Wood und Bill Elder gezeichnet wurden.

MAD

Den Auftakt machte die Geschichte “Hoohah!“ in der sich Kurtzman ausgiebig über den E. C.s Flaggschiff “The Crypt of Terror“ lustig machen konnte, denn er hat sich immer nur sehr widerwillig für E.C.s Horrorheftchen gearbeitet. Auch viele der meisten Geschichten in den ersten drei MAD-Heften parodierten andere E.C.-Comicreihen und der Erfolg hielt sich zunächst noch in Grenzen. Dies sollte sich ab der vierten Ausgabe ändern.

MAD

Hierfür zeichnete Wally Wood in beeindruckenden Wimmelbildern unter dem Titel “Superduperman!“ die erste direkte Parodie auf eine populäre Comicreihe, die nicht aus dem Hause E.C. stammt (wenn die Tarzan-Verarsche “Melvin!“ aus Heft 2 ignoriert wird). Gaines war zunächst skeptisch, denn er beschäftigte für seine Rechtsangelegenheiten den selben Anwalt wie DC, der Verlag bei dem Superman erscheint. Daher riet der Jurist Gaines in MAD auf eindeutige Parodien populärer Figuren zu verzichten, um sich dadurch lästige Schadensersatzklagen vom Hals zu halten. Kurtzman blieb jedoch stur, denn ohne die Möglichkeit sich auch über andere Comic-Reihen lustig machen zu dürfen, sah er keine Zukunft für MAD. Er fand einen Anwalt, der empfahl ganz einfach mit dem Parodieren weiterzumachen.

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Zum Glück für die gesamte westliche Kulturlandschaft hat sich Gaines im Sinne von Kurtzman entschieden und MAD verulkte in den nächsten Heften Comic-Reihen wie “Prinz Eisenherz, “Archie“ und auch die Disney-Comics blieben nicht verschont. Der “Maus“-Zeichner Art Spiegelman meint, das MAD die sechziger Jahre genauso stark geprägt hat “wie Gras und LSD“. Bewusstseinserweiternd war MAD schon, denn der respektlose Umgang mit Autoritäten, Ikonen und Klischees machte Schule und es selbsternannten Meinungsmachern und Moralaposteln nicht mehr so leicht Punkte bei der Bevölkerung zu machen. (Wenn man allerdings einmal den leidigen Rummel hierzulande um die Rechtmäßigkeit von Asterix-Parodien betrachtet, sieht es so aus, als wenn wir im Humor-Verständnis immer noch weit hinter den Amis der fünfziger Jahre herhinken).

Seduction of the Innocent
Doch ganz so weit waren auch die USA im April 1954 noch nicht. Zeitgleich mit der zehnten Ausgabe von MAD erschien Fredric Werthams Buch “Seduction of the Innocent“, das anhand von zahlreichen Illustrationen aus EC-Heften nachzuweisen versucht, dass Comics für die Verführung und Verrohung junger Menschen verantwortlich sind. Der “Erfolg“ des Buches war so gross, dass prompt Comic-Verbrennungen organisiert wurden. Etwas Öl in diese Feuer goss Gaines selber noch als er ebenso treffend wie verletzend ausführte: “Dr. Wertham das harmlose Vergnügen an einer Horror Story begreiflich zu machen, ist ebenso schwierig wie einer frigiden alten Jungfrau die Freuden der Liebe zu erklären.“

Comics Code

Auch Gaines Erklärungen, dass die Cover der EC-Comics durchaus noch schrecklicher und blutiger hätten ausfallen können, überzeugte nicht so recht. Nach und nach musste Gaines alle seine erfolgreichen Horror-Comicreihen einstellen, da diese ohne den Siegel des neu formulierten Comics Code von den meisten Händlern nicht mehr verkauft wurden.

MAD 20

MAD hingegen war bisher der Öffentlichkeit nur einmal unangenehm aufgefallen (bzw. in den Klassenzimmern gar nicht aufgefallen) als der Umschlag der Nummer 20 genau wie ein Schulheft gestaltet war. Um Kurtzman, dem ein lukrativer Job bei einem anderen Verlag angeboten wurde, zu halten schlug Gaines vor MAD künftig im Magazinformat herauszubringen. Kurtzman war begeistert und begann sofort den Markt abzuchecken. Er fand heraus, dass bei einem Magazin farbige Seiten nicht unbedingt erforderlich waren und trotzdem der Preis von 10 Cents auf 25 Cents angehoben werden konnte. Außerdem musste ein Magazin sich überhaupt nicht mit dem Comics Code herumärgern. Ein weiterer Vorteil war, dass nachdem schon so ziemlich jede populäre Comicreihe ihr Fett abbekommen hatte, jetzt noch zusätzlich alle möglichen Unarten des American Way of Life verulkt werden konnten.. Dafür war verzichtete MAD künftig auf Handlettering und setzte stattdessen Maschinensatz ein um den Magazin-Charakter und die Bedeutung des gedruckten Wortes zu betonen. Das MAD-Magazin entfernte sich also etwas vom Medium Comic und sprach dadurch ein größeres Publikum an.

MAD 24

So erschien im Sommer 1955 als Ausgabe 24 “The new MAD“ und die Legende will wissen, dass bereits die Arbeiter in der Druckerei Tränen lachten. Trotz des großen Erfolges brauchte der qualitätsbewusste Kurtzman deutlich länger zum Zusammenstellen des Magazins und MAD erschien meist nicht wie geplant alle zwei Monate sondern nur vierteljährlich. Dies machte die weitere Zusammenarbeit mit Gaines, dessen Verlag immer mehr den Bach runterging, nicht gerade leichter. Mit einem Angebot vom Hugh Hefner, dem Herausgeber des Playboys, in der Hinterhand forderte Kurtzman auch noch volle Kontrolle über das von ihm gegründete MAD-Magazin. Für seine Weiterarbeit forderte er, dass MAD ihm künftig zu 51% gehören solle. Gaines war entsetzt. Er entschied sich Kurtzman gehen zu lassen und seinem loyalen Freund Al Feldstein zum MAD-Herausgeber zu machen.

Harvey Kurtzman

Kurtzman brachte kurz darauf für Hugh Hefner das Satire-Magazin “Trump“ heraus. Trotz guter Resonanz und Verkaufszahlen stellte Hefner das Blatt bereits nach zwei Ausgaben wegen der hohen Produktionskosten wieder ein. Dies hinderte Kurtzman nicht daran gemeinsam mit Will Elder die prachtvoll gestaltete Serie “Little Annie Fanny“ für den Playboy zu gestalten. Von 1960 bis 1965 produzierte Kurtzman gemeinsam mit dem späteren Monty Python-Mitglied Terry Gilliam das Magazin “Help!“. Hier wurden die ersten Werke der späteren Underground-Stars Robert Crumb (“Fritz the Cat“) und Gilbert Sheldon (“Freak Brothers“) veröffentlicht. Bis zu seinem Tode im Jahre 1993 lehrte Kurtzman als Dozent für graphische Kunst an der New York School of Visual Arts.

Die übrige Gang von Idioten

Viele der Künstler des alten Teams hatten das Magazin gemeinsam mit Kurtzman verlassen und Hugh Hefner promotete sein neues Satire-Blatt im “Time Magazin“ sogar damit, dass er behauptete, für ihn arbeitete jetzt die gesamte Belegschaft von MAD, einem kurzlebigen “satirical Pulp“. Al Feldstein, dem der Humor von Harvey Kurtzman teilweise ein wenig zu elitär und abgehoben war, musste nun komplett neu beginnen.

Alfred E. Neuman Postkarte
Alfred E. Neuman Postkarte

Den Übergang von Kurtzman zu Feldstein markierte auch ein gewisser Alfred E. Neuman. Kurtzman hatte eine Postkarte mit dem zahnlückigen Segelohrträger entdeckt, deren Bildunterschrift “Me Worry“ lautete. Spätere Streitigkeiten um die Rechte an der Figur ergaben, dass dieser sorglose Bengel bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts überall auftauchte, ohne dass sein Ursprung genau dingfest zu machen war. Kurtzman platzierte jedenfalls eine Reproduktion der “What – Me Worry“-Postkarte  auf der Umschlagrückseite von Heft 27. Die Leserschaft und auch Al Feldstein waren von dem putzigen Kerlchen recht angetan. Daher wurde Norman Mingo von Feldstein damit beauftragt aus dem Postkartenmotiv eine Identifikationsfigur für das Magazin zu machen. Seitdem Feldstein das MAD-Magazin übernommen hatte war Alfred E. Neuman dann auf den meisten Titelbildern zu sehen.

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Bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1984 gelang es Feldstein zahllose neue Talente anzuwerben, die alle eine eigene umfangreiche Würdigung verdient hätten: Etwa Don Martin, der ab Heft 29 Wesen mit ganz krummen Füssen durch das Magazin schlurfen ließ, Mort Drucker, der ab Heft 32 seine gefürchtete Film- und TV-Parodien platzierte, Dave Berg (ab Heft 34) mit seinen immer treffenden Alltagsbetrachtungen, Sergio Aragones (ab Heft 76) der schnellste Cartoonist der Welt und Al Jaffee (ab Heft 91) das Bastelgenie mit den dummen Fragen, das mit seinen Fold-Ins dem “Playboy“ und dessen Fold-Outs erhebliche Konkurrenz machte. Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll der Kubaner Antonio Prohias, der schon zu Zeiten des kalten Krieges seinen weißen und schwarzen Spion aufeinanderhetzte. Heute wird Spy vs. Spy von Peter Kuper gezeichnet.

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1962 verkaufte Bill Gaines MAD an Premier Industries, die es später an DC weiterveräußerte. Doch Gaines behielt volle Kontrolle über das Heft. Das Magazin florierte und Gaines konnte sich weiterhin locker erlauben auf Werbung zu verzichten und sein komplettes Team immer wieder zu ausgiebigen Reisen in alle Teile der Welt einzuladen. Nach Gaines Tod im Jahre 1992 übernahm im Aufrage von DC Joe Orlando den Job des “Consultant Editor“. Nach und nach gewann er das Vertrauen des MAD-Teams und die Gang von Idioten fällt immer weiterhin aktuell und treffend über den American Way of Life her.

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Auf eine etwas bedenkliche Tendenz muss jedoch noch hingewiesen werden: Zwar kommt MAD immer noch ohne Werbung aus, doch auch Satire kann eine Art von Werbung sein, denn schlimmer als jede schlechte Filmkritik ist es, wenn ein neuer Film nicht in MAD parodiert wird. Seitdem das eigentlich unabhängige Satiremagazin zum Warner-Medienkonzern gehört, der den DC-Verlag kaufte, gibt es einige Liebesdienereien in Richtung des Mutterkonzerns: So erschien die amerikanische MAD-Ausgabe mit der Parodie zu „Batman und Robin“ gleich mit vier (!) Variantcovern zum Film, was sicher mehr mit Promotion als mit Satire zu tun hat und es kam auch ein Sammelband heraus, der nur Verarschungen von Filmen aus dem Hause Warner enthielt. Es bleibt abzuwarten, ob die MAD-Macher in Zukunft die Hand die sie füttert überhaupt noch beißen dürfen?

MAD in Deutschland

Ab 1967 brachte der Williams Verlag MAD auch in Deutschland heraus.

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Die Erscheinungsform war sehr stark an die amerikanische Ausgabe angelehnt.

Chefredakteur war ab Ausgabe 32 Herbert Feuerstein, der 1971 einen Anruf erhielt, der sein Leben “komplett verändern“ sollte. Der Aachener Bildschriftenverlag suchte einen Übersetzter für das Feuerstein bestens bekannte Satire-Magazin MAD. Feuerstein war sofort begeistert und übernahm, zunächst noch gemeinsam mit Lutz Reinecke, der später den Verlag “Zweitausendeins“ gründen sollte, ab Ausgabe 32 die Übersetzung und komplette Konzeption der deutschen Ausgabe von MAD.

Feuerstein Mad
© schuerbeln.de

Auch als mit Klaus Recht ein neuer Geschäftsführer das MAD-Ruder übernahm, konnte sich Feuerstein behaupten und handelte für sich sogar eine Gewinnbeteiligung heraus. Diese kam sehr gut zum Tragen, als in den 80er Jahren die Auflage auf 300.000 Exemplare gesteigert werden konnte. Feuerstein bemühte sich zunehmend darum auch eigene Beiträge zu produzieren. Dazu arbeitete er mit Zeichnern wie I. Astalos oder Dieter Stein zusammen.

 

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In diesem Zusammenhang möchte ich etwas persönlicher werden: In meiner Schulzeit war MAD eine Weile (so zwischen dem zwölften und fünfzehnten Lebensjahr) ganz schön wichtig. Wer das neuste Heft hatte, war einen ganzen Tag lang der Größte. Alle hechelten die Artikel durch, erfreuten sich an Namen wie Kaputnik, Feinbein oder Jeremias Kartoffelkäfer und amüsierten sich über Parodien von Filmen die damals noch kein Mensch kannte. (Ein Freund namens Alfred (E.) Neuwald litt allerdings etwas unter der allgemeinen MAD-Begeisterung).

Mitte der siebziger Jahre hörte ich zufällig, dass der Freund eines Freundes schon mehrmals für MAD getextet hatte und von Herbert Feuerstein zum Dank auch noch zum Essen ausgeführt wurde. Als Film- und MAD-Fan stellte ich prompt einige Einfälle zum Thema “Schade, dass es sowas nur im Kino gibt“ zusammen. Ich erhielt eine freundliche Antwort von Herbert Feuerstein, der darum bat die Texte für einen dreiseitigen Beitrag, der dann von I. Astalos illustriert werden sollte, noch etwas zu ergänzen.

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Nachdem ich dann u. a. noch textete: “In deutschen Sexfilmen sind Schulmädchen immer wohlgeformt wild und willig, aber in Wirklichkeit sind Schulmädchen meist wohlgenährt, wabblig, und würg.“, folgte recht schnell ein Brief mit einem Scheck über 150,- DM (damals ein Menge Geld, jaja) und damit war auch der “Leitspruch des Monats“ für “MAD´s monatlichen Almanach“ (“Wo eine Villa ist auch ein Weg“) abgegolten.

MAD 125

Mein Betrag, der dann in Ausgabe 125 erschien, spornte mich gewaltig an. Ich fühlte mich dadurch auch noch zum Zeichner berufen und lieferte Arbeitsproben für eine Filmparodie auf den James-Bond-Film “Moonraker“ mit der ich Mort Drucker Konkurrenz machen wollte. Außerdem hatte ich noch tolle Ideen für einen Beitrag über “Kaffeekannen der Zukunft.“ Diesmal fiel die Reaktion Feuersteins schon etwas verhaltener aus und ich wandte mich anderen Dingen zu.

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Doch auch ohne meine Mitarbeit hielt das deutsche MAD noch eine ganze Weile durch, wobei Herbert Feuerstein bereits 1991 von Bord ging und im Fernsehen eine lukrative Anstellung als Harald Schmidts nerviger Punchingball fand.  Zeitweilig verkaufte sich das deutsche MAD mit bis zu 300.000 Exemplaren sogar besser als das Mutterblatt zum selben Zeitpunkt in den USA. Doch die Beiträge waren nicht mehr allzu zeitgemäß. Das ganze Heft wirkte zuletzt nur noch lustlos zusammengestellt und schien sich auf alten Erfolgen auszuruhen. Als sich nur noch knapp 30.000 Hefte absetzten ließen, stellte das deutsche MAD 1995 mit Ausgabe 300 (vorerst) sein Erscheinen ein.

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Drei Jahre nachdem MAD in Deutschland eingestellt wurde, fragte Warner an, ob der Dino Verlag Interesse daran hätte einen Neustart mit MAD zu wagen. Ab Oktober 1998 erscheint MAD wieder monatlich und genau wie in den USA hat es auch hierzulande mit seiner sinkenden Auflage zu kämpfen.

50 JAHRE DEUTSCHES MAD

Doch  es ist mehr als erfreulich, dass wir mit einem regelmäßig erscheinenden MAD-Heft und zahlreichen zusätzlichen Veröffentlichungen mit den Werken des üblichen Haufen von Idioten verwöhnt werden.

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Auf dem Comicfestival München 2017 wird 50 JAHRE DEUTSCHES MAD unter anderen mit einer am 22. Mai startenden Ausstellung im Valentin Karlstadt Musäum gefeiert. Zu Gast sind MAD-Zeichner wie Peter Kuper (Spion & Spion) oder Tom Bunk.  In diesem Zusammenhang wird auch Herbert Feuerstein, der ehemalige Chefredakteur des Satiremagazin MAD mit dem PENG!-Preis für sein Lebenswerk geehrt und diesen am 27. Mai persönlich in der Alten Kongresshalle entgegennehmen.

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Superman – The Men of Tomorrow

Der Name Romita ist fast schon so etwas wie alter Marvel-Adel. John Romita ist für viele Comicfreunde immer noch der beste Spider-Man-Zeichner, da er tolle Frauen wie Mary Jane Watson in die Serie einführte und die wohl spannendsten Geschichten mit dem Spinnen-Mann souverän in Szene setzte. Der Sohnemann John Romita Jr. setzte die ruhmreiche Arbeit seines Vaters fort und hat wohl so ziemlich jeden Marvel-Superhelden in seinem unvergleichlichen zugleich klaren aber auch detailreichen Stil in Szene gesetzt.

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Einer der ganz großen Comics von John Romita Jr. sind zweifelsohne seine Zusammenarbeiten mit Frank Miller bei „Daredevil: Der Mann ohne Furcht“ und  mit Mark Millar bei der dreiteiligen nicht bei Marvel erschienenen Mini-Serie “Kick-Ass“. Doch ansonsten arbeitete Romita Jr. Für DC hat Romita Jr. bisher nur bei Crossover-Projekten wie “Punisher / Batman“ gearbeitet. Umso größer war die Überraschung als plötzlich verkündet wurde, dass die Marvel-Legende die DC-Traditionsserie zeichnen soll. Nach Texten des gefeierten Autors Geoff Johns, der auch an den TV-Serien “Smallville“, “Arrow“ und “Flash“ beteiligt ist bzw. war, geht es in der neuen Superman-Storyline gleich um zwei “Men of Tomorrow“, so auch der Titel.

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Plötzlich taucht in Metropolis ein zweites Wesen mit Superkräften auf. Ulysses hat eine ähnliche Vorgeschichte wie Superman. Vor 25 Jahren wurde er als kleiner Junge namens Neil Quinn von einem Wissenschaftler-Ehepaar aus einem kurz vor der Zerstörung stehenden Forschungskomplex in die Vierte Dimension geschickt, wo er liebevoll aufgenommen wird. Als er auf die Erde zurückkehrt, freundet sich Ulysses zwar mit Superman an, ist aber mit den auf der Erde herrschenden Zuständen überhaupt nicht zufrieden. Anstatt wie der Stählerne daran zu arbeiten die Verhältnisse zu verbessern, macht er der Erdbevölkerung ein sehr ungewöhnliches Angebot. Er bietet an gemeinsam mit 6 Millionen Menschen in ein “besseres Morgen“ aufzubrechen.

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Superman # 37 – Variantcover

Panini veröffentlicht die Storyline “Men of Tomorrow“ ab # 37 (hierzu gibt es auch ein Variant-Cover) in seiner “Superman“-Heftreihe. Die Zeichnungen von John Romita Jr. wurden von Klaus Janson (“The Dark Knight Returns“) geinkt und sehen wie nicht anders erwartet sehr beeindruckend aus. Geoff Johns‘ Story ist gut erzählt, auch nach vier Heften noch spannend und könnte ein Klassiker werden.

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LEGO Gerechtigkeitsliga vs. Bizarro Liga

Der 1958 in der Comic-Serie „Superboy“ erstmals aufgetretene Bizarro ist eine Mischung zwischen Frankensteins Monster und Superman. Entstanden in einer Zeit als sich unter dem Druck des Comics Code viele Verlage darum bemühten, besonders familienfreundlich zu sein, war die Figur eine Art komischer Gegenpol zu Superman. Dadurch passt Bizarro auch recht ideal in einen LEGO-Film mit DC-Superhelden.

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© LEGO / DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Wie gut die Mischung aus LEGO-Steinen und nicht völlig ernstgemeiner Superhelden-Action funktioniert bewies bereits der zwei Jahre zuvor „LEGO Batman: Der Film – Vereinigung der DC Superhelden„, aber natürlich auch der überraschend subversive LEGO-Kinofilm. Auch „Gerechtigkeitsliga vs. Bizarro Liga“ nimmt die beliebten DC-Helden nicht völlig ernst, lässt ihnen aber doch noch eine gewisse Restwürde. Zentrales Motiv ist auch hier die nicht unproblematische Beziehung zwischen Superman und Batman, der immer ein Kästchen mit Kryptonit unter seinem Umhang trägt, um im Falle eines Falles den Stählernen dominieren zu können.

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© LEGO / DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Bizarro platzt hinein in den Superhelden-Alltag und produziert mit Batzarro, Green Zarro, Cyzarro und Bizarra die genauen Gegenstücke zu Batman, Green Lantern, Cyborg und Wonder Woman. Nachdem sich die beiden Truppen eine Weile auf den Keks gegangen sind, kämpfen sie – wie im Superhelden-Genre üblich – dann doch noch gemeinsam gegen größere Bedrohung, den im Original von “Candyman“ Tony Todd gesprochenen Darkseid.

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© LEGO / DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Der 45-minütige Film funktioniert ähnlich wie die Batman-TV-Serie mit Adam West. Kleine Kinder dürften ihre Freude an der farbenfrohen Action haben und älteren Zuschauern wird der ironische Umgang mit Superhelden-Klischees gefallen. Als Beigabe gibt es noch den ähnlich gelagerten LEGO-Film „Batman Be-Leaguered“ (22:34 min, nur Originalfassung, wahlweise mit deutschen Untertiteln), das durchaus informative Special “Ich bin Bizarro! Die Liga voller Gegensätze“ (9:49 min) sowie einige “verpatzte Szenen“ (2:19 min).

Unbenannt
© LEGO / DC Comics / Warner Bros. Entertainment Inc.

Diesen Film gibt es übrigens wahlweise auch als DVD zusammen mit einer Batzarro-Minifigur von LEGO.

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Grant Morrison: SUPERHELDEN – Was wir Menschen von Superman, Batman, Wonder Woman & Co lernen können

Der Schotte Grant Morrison (“Batman: Arkham Asylum“) ist nicht nur einer der erfolgreichsten US-Comicautoren sondern auch ein Experte auf dem Gebiet der Superhelden. Eine lebenslange Liebe verbindet ihn mit der Figur des Supermans, der er in der 12-teiligen Miniserie “All Star Superman“ ein Denkmal setzte und im Neustart der klassischen Serie “Action Comics“ die Über-Unterhose wegrationalisierte.

Grant Morrison: SUPERHELDEN - Was wir Menschen von Superman, Batman, Wonder Woman & Co lernen können

Im Buch “Superhelden“ erzählt Morisson sowohl die Geschichte der Superhelden-Comics als auch seine eigene Biographie. Das funktioniert zunächst sehr gut. Informativ und gelegentlich auch pointiert analysiert Morrison die ersten Auftritte von Superman und Batman, die zahllose weitere Superhelden-Comics nach sich zogen. Hier wäre eine etwas großzügigere, nicht nur DC-Comics zeigende, Bebilderung wünschenswert gewesen, während es etwas fraglich ist, ob “Panel“ mit “Panele“ wirklich optimal ins Deutsche bzw. Österreichische übersetzt wurde.

Grant Morrison: SUPERHELDEN - Was wir Menschen von Superman, Batman, Wonder Woman & Co lernen können

Doch ansonsten ist Morrisons “Superhelden“ in der ersten Hälfte sowohl für Neueinsteigern aber auch für Experten ein spannend zu lesendes Comic-Sachbuch. Interessant ist die Schilderung jener Zeit in den Fünfziger Jahren als sich die Superman-Comics bedingt durch den Erfolg einer spießigen TV-Serie mit George Reeves aber auch unter dem Zensur-Druck des Comics Code mehr mit alltäglichen Problemen als mit galaktischen oder gar kapitalistischen Bedrohungen beschäftigten. Im Kapitel “Superman auf der Couch“ erzählt Morrison davon, wie sich DC-Herausgeber Mort Weisinger einer Psychotherapie unterzog und “seine Schreiber mit dem in den jeweiligen Sitzungen anfallenden Material“ versorgte. Das Resultat waren dann Hefte mit Clark Kents Kollegen Jimmy Olsen als Transvestiten oder einer gegen Superman die Peitsche schwingenden Lois Lane.

Grant Morrison: SUPERHELDEN - Was wir Menschen von Superman, Batman, Wonder Woman & Co lernen können

Während Morrison anfangs nur sehr gelegentlich davon erzählt, wie er die beschriebenen Comics als jugendlicher Leser empfunden hat, gerät das Buch auf den letzten 250 Seiten merklich aus dem Gleichgewicht. Hier betritt Morrison auch als Comicschaffender die Bühne und nutzt diese zunächst ausgiebig um Spitzen gegen seinen noch etwas prominenteren Kollegen Alan Moore abzufeuern. Dessen anerkannten Meilenstein “Watchmen“ findet Morrison gar nicht so bedeutend und seine Argumentation liest sich recht amüsant. Während er sich für einen verständnisvollen “Anthropologen“ der US-Comics hält, bezeichnet er Alan Moore als rücksichtslosen “Missionar“, der Superhelden-Lesern seine “eigenen Wertvorstellungen und Vorurteile“ aufzwingen möchten. Laut Morrison sieht Moore Superhelden als primitive Eingeborene über deren “farbenprächtige Trachten“ er sich nicht nur lustig macht, sondern diese dazu zwingt “lederne Trenchcoats zu tragen“ und zudem auch noch bis zum “Nervenzusammenbruch drangsaliert“.

Grant Morrison: SUPERHELDEN - Was wir Menschen von Superman, Batman, Wonder Woman & Co lernen können

In den letzten Kapiteln versucht Morrison den Eindruck zu erwecken, dass fast jeder bedeutende Comic der letzten 20 Jahre aus seiner Feder stammte. Statt über die Werke anderer Comicschaffender zu berichten, ist der Autor hier stärker daran interessiert seine Erfahrungen mit mystischem Hokuspokus oder die Vorteile einer rasierten Glatze zu schildern. Das trübt zwar ein wenig den positiven Eindruck der ersten Hälfte des Buches, hat aber durchaus Unterhaltungswert.

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Batman / Superman: Gefahr für zwei Welten

Ja, so ein Neustart bietet viele Möglichkeiten, alte Geschichten neu zu erzählen.Eine beliebte und klassische Geschichte ist das erste Zusammentreffen der beiden größten Helden des Hauses DC: Batman und Superman. Historisch geschehen ist dies in der Mai/Juni Ausgabe von Superman #76 im Jahr 1952 auf der S.S. Varania geschehen. Weil das Schiff überbucht war mussten sich Bruce Wayne und Clark Kent eine Kabine teilen und lernten doch recht schnell die jeweils andere geheime Identität des anderen kennen. Nachzulesen ist dies auf Deutsch in Superman/Batman 6/1969 „Doppelrollen“ (Ehapa) bzw. in der DC Archiv Edition #10 von Panini von 2002.

Batman / Superman: Bd. 1: Gefahr für zwei Welten

In World’s Finest #94 von 1958 wurde dann noch einmal das allererste Aufeinandertreffen erzählt, bevor dann schließlich in Adventure Comics #275 („Origin of the Superman-Batman Team“, August 1960) doch noch erzählt wurde, wie das aller-allererste Zusammentreffen doch in Wirklichkeit war. Auf Deutsch erschienen beide Geschichten mehrmals bei Ehapa. Im Gedächtnis geblieben sein dürfte die Geschichte von dem jungen Bruce, der als Fliegender Fuchs in Smallville auftaucht, als er seinen Onkel und seine Tante dort besuchte. Klar, dass er in Smallville natürlich auf Superboy traf!

Batman / Superman: Bd. 1: Gefahr für zwei Welten

Nach der Krise der unendlich vielen Welten, war all dies ja nie geschehen und so konnte man abermals ein erstes Zusammentreffen von Superman und Batman erzählen: So passiert durch John Byrne in Man of Steel #3 im Jahr 1986. Nach dem kompletten Relaunch in New 52 glaubte man lange Zeit, dass sich die beiden in Justice League #1 zum ersten Mal trafen. Aber weit gefehlt: Nun endlich erfahren wir, wie es wirklich war!

Batman / Superman: Bd. 1: Gefahr für zwei Welten

All den alten Geschichten ist gemeinsam, dass man sie nicht vergessen konnte. Aber ob das Greg Pak mit seiner Geschichte gelungen ist? Er führt eine neue Gegnerin ein: Kaiyo. Sie verfügt über magische und mächtige Kräfte. Sie ist eine Göttin und gehorcht Darkseid. Sie möchte herausfinden, welches Batman/Superman-Team stärker ist – das von Erde-1 oder Erde-2. Auf Erde-1 sind sich unsere beiden Helden noch nie begegnet, aber die beiden Gegenstücke auf Erde-2 sind schon ein Team. Das Erde-1 (noch nicht-)Team ist unerfahren und weiß auch noch nichts von der Parallelwelt. Sie hauen aufeinander ein, begegnen alten Vertrauen und doch ist alles so fremd. Erde-2 Batman ist mit Catwoman verheiratet, die Eltern von Erde-2 Superman leben noch, wohingegen die von Erde-1 Superman schon tot sind.

Batman / Superman: Bd. 1: Gefahr für zwei Welten
Variant-Cover

Zeitlich einzuordnen ist es also vor den Geschichten in Action Comics #1 und Justice League #1. Clark ist 22 Jahre alt und erst seit ein paar Monaten läuft er mit dem Cape rum. Abgerundet wird die Geschichte durch poetische Rückblenden aus der Kindheit von Bruce un Clrak, in denen Alfred kurz nach der Ermordung von Martha und Thomas Wayne eine Autopanne in Smallville hat und Bruce hier auf Clark trifft. Die Zeichnungen von Jae Lee sind sehr schön anzusehen.

Norbert Elbers

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