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Flash Gordon

Immer wieder gerne wird darüber spekuliert, wie es wohl ausgesehen hätte, wenn es dem schillernde chilenische Regisseur Alejandro Jodorowsky Mitte der 70er-Jahren tatsächlich gelungen wäre, eine Verfilmung von Frank Herberts Roman Dune – Der Wüstenplanet mit Salvador Dali als Herrscher des Universums, Designs von Moebius und HR Giger sowie einem Soundtrack von Pink Floyd zu realisieren.

Flash Gordon

Doch stattdessen entstand 1980 eine Verfilmung des Comics Flash Gordon, wofür Dino De Laurentiis ebenfalls eine faszinierende Truppe verpflichteten konnte. Den bösen Imperator Ming spielte der aus Dramen von Ingmar Bergman bekannte Max von Sydow. Mit dabei waren auch der Italo-Star Ornella Muti, der spätere James Bond Timothy Dalton, “Jason King“ Peter Wyngarde, Richard O’Brien aus der Rocky Horror Picture Show und Pink Floyd hätten niemals etwas so Beeindruckendes geschaffen, wie den Soundtrack von Queen (Flash-aha!).

Queen: Flash Gordon

Als Regisseur hatte De Laurentiis, der zuvor bereits die Comics Barbarella und Diabolik auf die Leinwand brachte, ursprünglich Federico Fellini vorgesehen. Das klappte nicht, doch immerhin konnte er dessen bevorzugten Designer Danilo Donati für die Kostüme und das Bühnenbild gewinnen. Regie sollte zunächst Nicolas Roeg (Wenn die Golden Trauer tragen) führen, doch dessen Ideen waren De Laurentiis zu abgefahren. So bekam zu seiner eigenen Überraschung Mike Hodges (Get Carter) den Job, obwohl dieser nichts mit Comics, Science-Fiction oder Fantasy anfangen konnte.

Flash Gordon

Das Resultat lief in Europa ganz ordentlich, blieb in den USA aber weit hinter den Erwartungen zurück. Doch im Laufe der Jahre hat sich Flash Gordon zum Kultfilm entwickelt und zum 40. Jubiläum erscheint eine Limited Collector’s Edition, die dem Rechnung trägt. Hierfür wurde der Film restauriert, doch das Kernstück der Veröffentlichung ist die Dokumentation Live after Flash, die zuvor bereits auf DVD erschienen ist.

Flash Gordon

Zentrale Figur der spielfilmlangen Doku ist Sam J. Jones, dessen Filmkarriere erst einmal vorbei war, nachdem er die Titelrolle in Flash Gordon spielte. Jones hatte sich mit De Laurentiis verkracht und die Dreharbeiten vor Fertigstellung des Films verlassen. Daher wurde er in einigen Szenen von einem anderen Darsteller nachsynchronisiert. Dass Jones nicht für PR-Maßnahmen zur Verfügung stand, soll zudem zum schlechten Einspielergebnis beigetragen haben.

Flash Gordon

Doch mit seinen selbstironischen Auftritten in den beiden Ted-Filmen von Seth McFarlane erlebte Sam J. Jones ein grandioses Comeback und belegte zugleich, dass sein Flash Gordon für viele Menschen ein großer Spaß war.

Flash Gordon

Extras der Limited Collector’s Edition: Audiokommentare von Regisseur Mike Hodges und von Brian Blessed (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); „‚Lost in Space: Nic Roeg’s Flash Gordon” (27:50 min), Behind the Scenes (14:27 min), Interview mit Mike Hodges (31:47 min), Statement von Sam Jones (4:04 min), Flash Gordon Merchandise (4:20 min), Bob Lindenmayer über Deleted Scenes und Alternatives Ende (2:12 min), Reunion zum 35-jährigen Jubiläum (8:26 min), US-Trailer (1:59 min), Das Wiedersehen (6:29 min), Interview mit Poster-Künstler Renato Casaro (5:38 min), Anekdoten mit Brian Blessed (11;35 min),Träumereien mit Melody Anderson (4;47 min), Brian May von Queen über den Soundtrack (4:47 min), Howard Blake über den Soundtrack (2:37 min), Episode 24 aus der Zeichentrickserie Flash Gordon (1979): Das Überlebensspiel / Kobolds schönste Stunde (24:31 min)

Flash Gordon

Außerdem liegt der Box noch bei: Dokumentation in Spielfilmlänge: „Life After Flash“, CD mit dem Soundtrack von Queen Fotogalerie; Storyboard Galerie, Zwei Booklet, Mini-Comic, Poster, 4 Artcards; Flash Patch zum Aufnähen

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The Orville

Die Karriere von Seth MacFarlane verläuft weiterhin überraschend. Der Schöpfer der Zeichentrickserie Family Guy konnte auch im Kino punkten. Der von ihm inszenierte Spielfilm Ted über einen sprechenden Plüschbären spielte mehr als 500 Millionen Dollar ein. Doch bevor die unvermeidliche Fortsetzung folgte, übernahm MacFarlane bei der Komödie A Million Ways to Die in the West nicht nur die Regie, sondern auch die Hauptrolle.

The Orville

Anschließend kehrte McFarlane zum Fernsehen zurück und erfüllte sich einen Jugendtraum. Obwohl nicht lizensiert und nicht gebeamt wird, handelt es sich bei The Orville unverkennbar um eine Star-Trek-Serie. McFarlane spielt Captain Ed Mercer, der sein erstes Kommando über ein Raumschiff namens The Orville erhält. Als Erster Offizier wird ihm ausgerechnet seine Ex-Frau Kelly (Adrianne Palicki, Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.) zur Seite gestellt.

The Orville

Zwar wimmelt es in The Orville nur so vor zumeist wirklich witzigen Gags, doch zugleich werden Geschichten erzählt, die jede Serie aus dem Star-Trek-Universum geziert hätten. Der Humor ist weniger parodistisch, sondern entsteht eher dadurch, dass sich auch die außerirdischen Hauptfiguren, vor dem Hintergrund von galaktischen Bedrohungen, sehr menschlich verhalten.

The Orville

Eine richtig tolle Sache wird The Orville aber auch durch die sehr guten Spezialeffekte, den bombastischen Soundtrack von Bruce Broughton, das fantastische Design und die spannende Inszenierung, für die sich neben Jon Favreau (Iron Man) auch Jonathan Frakes (Star Trek: The Next Generation) verantwortlich zeichnet. Eine Klasse für sich sind auch die Darsteller, in kleineren Rollen sind Seth MacFarlanes Co-Stars Charlize Theron und Liam Neeson aus A Million Ways to die in the West zu sehen.

The Orville

Das hohe Niveau von The Orville wurde in der zweiten Staffel nicht nur gehalten, sondern es sind noch zusätzliche Qualitäten hinzuge kommen. Auch die zweite Staffel ist mittlerweile auf DVD (aber nicht auf Blu-ray) erhältlich und Ende 2020 startet Season 3.

The Orville

Die DVD-Box von Fox enthält auf 4 Scheiben alle 12 Episoden der ersten Staffel, sowie diese Extras: The Orville auf dem Paleyfest 2018 (34:35 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Hinter den Kulissen (4:50 min); Regie (1:13 min); Die ersten sechs Missionen (8:10 min); Das Design der Zukunft (0:58 min); The Orville fliegt los (1:12 min); Quantenantrieb (1:53 min); Alien-Leben (2:02 min); Die Erschaffung der Aliens (1:40 min); Eine bessere Zukunft (1:06 min)

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Ted 2

Ein idiotischeres Konzept als die Geschichte eines jungen Mannes, der immer noch mit seinem Teddybären zusammenlebt, ist für einen sich an ein erwachsenes Publikum richtenden Kinofilm kaum denkbar. Doch Seth MacFarlanes Ted spielte 2012 fast 550 Millionen Dollar ein, und daher folgt drei Jahre später die Fortsetzung.

Ted 2

John Bennet (Mark Wahlberg) ist mittlerweile von Lori (die in “Ted“ von Mila Kunis gespielt wurde) geschieden, während sein plüschiger Donnerbuddy am Anfang des Filmes die Verkäuferin Tami-Lynn heiratet. Die Trauung vollzieht natürlich Sam J. Jones alias Flash Gordon und gleich danach gibt es im Vorspann eine atemberaubende Tanznummer, die Ted gemeinsam mit etlichen befrackten Zylinder-Trägern bravourös absolviert.

Ted 2

Was dann folgt ist eine konsequente Fortführung der Geschichte des ersten Films, die ebenfalls teilweise ganz schön vulgär erzählt wird (etwa wenn John und Ted sich mit dem Thema Samenspende beschäftigen), aber trotzdem immer einen liebenswerten Grundton beibehält. Fast schon anspruchsvoll wird es, wenn Ted vor Gericht um seine Bürgerrechte kämpfen muss, da er juristisch eigentlich nur eine Sache ist und somit seine Ehe mit Tami-Lynn ungültig ist. Hilfe bekommt er von der Jung-Anwältin Samantha, die genau wie John und Ted auch ein Cannabis-Freund ist. Amanda Seyfried, die schon in Seth MacFarlanes A Million Ways to die in the West sehr komisch war, ist eine gute Ergänzung zu Ted und John. Das gilt auch für die zahlreichen prominenten Nebendarsteller wie Morgan Freeman oder Liam Neeson. Spätestens, wenn Ted 2 dann auch noch in ein großartiges Finale auf dem New York Comic Con mündet, in dem sich gleichberechtig über Star Wars, Star Trek, Transformers oder Der Herr der Ringe lustig gemacht wird, ist klar dass in Sachen unberechenbarer Komödie Seth MacFarlane (siehe auch seine Serie The Orville) noch eine Weile der Großmeister sein wird.

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Ted

Ein Film in dem Mark Wahlberg neben einem computeranimierten Teddy zu sehen ist, darauf hat die Welt nicht gerade gewartet. Es schränkt die ohnehin nicht eben groß erscheinende Zielgruppe auch noch erheblich ein, wenn Ted überraschenderweise bei uns auch noch erst ab 16 Jahren bzw. in den USA als R-rated (Personen unter 17 Jahren müssen in Begleitung von Erwachsenen ins Kino kommen) freigegeben wurde. Dem Erfolg tat dies keinen Abbruch, denn Ted spielte über 500 Millionen Dollar ein!

Unbenannt
© Universal Pictures

Der Film fängt fast schon disney-mäßig an und schildert wie der Außenseiter John Bennett zu Weihnachten einen Teddy bekommt und dadurch erstmals einen Freund hat. Als das Plüschtier auch noch richtig lebendig wird, scheint das Glück vollkommen zu sein. Doch als John dreißig Jahre später immer noch in einer WG mit seinem Teddy lebt, steht das dem Liebesleben mit der wunderschönen Lori (wunderschön: Mila Kunis) erheblich im Wege, zumal Ted alles andere als asexuell ist…

Unbenannt
© Universal Pictures

Ted erzählt die eher konventionelle Lovestory zwischen einem ziellosen jungen Mann und einer ehrgeizigen Frau, platziert zugleich aber auch immer wieder überraschend zotige Einfälle und Anspielungen auf Trivial-Mythen. Der Film gerät dadurch aber seltsamerweise nicht aus dem Gleichgewicht sondern hat trotz seines gelegentlich ganz schön fäkalen Humors einen charmant-liebenswerten Grundton.

Unbenannt
© Universal Pictures

Neben Teds ungebremsten Sexualtrieb und seiner Vorliebe für Drogen, spielt auch Johns Begeisterung für den Science-Fiction-Trashfilm Flash Gordon von 1980 sowie dessen Hauptdarsteller Sam J. Jones (der mit einer wilden entfesselten Performance dabei ist!) eine zentrale Rolle. Die vielen Anspielungen innerhalb der Geschichte lassen an eine Episode von Die Simpsons denken, daher verwundert es nicht, dass der Regisseur, Drehbuchautor und Teddy-Sprecher Seth MacFarlane (A Million Ways to Die in the West, The Orville) auch der Schöpfer der ähnlich gelagerten Trickfilmserie Family Guy ist.

giphy
© Universal Pictures

Bonusmaterial der Blu-ray: Audiokommentar mit dem Regisseur/Koautor Seth McFarlane, Koautor Alec Sulkin und Mark Wahlberg, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, unveröffentlichte Szenen (14:54 min), Alternative Szenen (10:32 min), Gag Reel (6:24 min) und Ted: Das Making-of (24:42 min)

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