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Blut für Dracula

Nach dem riesigen Erfolg des ersten Dracula-Films mit Christopher Lee von 1958 drehten die britischen Hammer-Studios mit Dracula und seine Bräute ihren zweiten Film als Vampir-Graf. Lee war jedoch nicht dabei und hatte seinem zweiten Auftritt als Blutsauger erst wieder 1966.

Blut für Dracula

Leider fehlt diesmal Peter Cushing als Van Helsing. Als Ersatz wurde versucht einen von Andrew Keir gespielten Pater Sandor einzuführen. Diese Figur brachte es immerhin zu einigen Soloauftritten in Hammer-Comic-Heften und war Mitte der siebziger Jahre sogar kurz für ein eigenes Filmprojekt im Gespräch. Andrew Keir spielte später übrigens die Titelrolle in Quartermass and the Pitt, Hammers dritten Film um Professor Quartermass. Dank Keir funktioniert Blut für Dracula auch ohne Peter Cushing ganz prächtig und arbeitet einige zuvor unberücksichtigte Momente aus Bram Stokers Romanvorlage ein.

Blut für Dracula

Der Film beginnt damit, dass Pater Sandor abergläubische Dorfbewohner davon abhält, ein gerade verstorbenes Mädchen zu pfählen. Anschließen warnt er in einem Dorfgasthof zwei englische Brüder und deren Frauen davor, sich in die Nähe eines gewissen Schlosses zu begeben. Doch prompt geraten die blöden Städter natürlich exakt dorthin. Während das Blut des einen Bruders (Charles Tingwell) zur Wieder-„Belebung“ von Dracula dient, wird seine Frau (Barbara Shelley) zum ersten Opfer und verfolgt gemeinsam mit dem Grafen die beiden Überlebenden (Francis Matthews und Suzan Farmer). Auf dem vereisten Schlossgraben kommt es dann zu einem recht eindrucksvollen Finale…

Blut für Dracula

Regisseur Terence Fisher zeigt zu Beginn des Filmes noch einmal das hübsche Schlussduell aus Hammers ersten Dracula mit dem Zweikampf zwischen Lee und Cushing. Fisher gelang, trotz der nur selten überraschenden Handlung (das Drehbuch war bereits als direkte Fortsetzung zu Dracula-Film geplant), ein mitreißend-spannender Film. Ein großes Plus sind, wie eigentlich immer bei Hammer, die stilvollen Kulissen (in denen kurz darauf Christopher Lee als Rasputin – The Mad Monk auftrat), die zuverlässigen Nebendarsteller (besonders hübsch die Vampir-Helfer Philip Latham und Thorley Walters) und der stimmungsvolle Soundtrack von James Bernard.

Blut für Dracula

Extras der DVD der Hammer-Edition: „Dracula and the Undead“: Eine sehr interessante Dokumentation von 1990 über die Vampirfilme der Hammerstudios (25:00 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Audiokommentar mit Christopher Lee, Barbara Shelley, Francis Matthews und Suzan Farmer; Behind the Scenes-Homemovie: Während der Dreharbeiten filmte Francis Matthews Bruder mit einer Schmalfilmkamera. Die Aufnahmen können wahlweise mit Anmoderation und Kommentar von Francis Matthews (1993, 6:06 min) oder mit Audiokommentar mit Christopher Lee, Barbara Shelley, Francis Matthews und Suzan Farmer (1997, 4:36 min) betrachtet werden; Zwei Bildergalerien mit Musik, einmal farbig (5:05 min) einmal schwarzweiß (7:27 min); Englischer Kinotrainer (2:17 min);  Deutscher Kinotrainer (2:16 min);

Blut für Dracula

Der Film lief später im Doppelprogramm mit Hammers Zombie-Film Nächte des Grauens, hierzu enthält die DVD noch einen englischen Kinotrainer (2:59 min); Der abgefilmte Comic zum Film von 1978 (11:31 min); Abgefilmtes deutsches Filmprogramme “Illustrierte Filmbühne“ (1:34 min); Abgefilmter deutscher Werberatschlag (3:36 min); Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit einem kuriosen Plakat und einem sehr informativen Text von Uwe Huber.

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Frankensteins Fluch

Als die englischen Hammer Studios 1957 mit Frankensteins Fluch eine Neuverfilmung von Mary Shelleys Roman  ins Kino brachten, war dies recht gewagt, denn Boris Karloff hatte 1931 als Frankensteins Monster eine unvergessliche Leistung erbracht. Beim neuen Make-up von Christopher Lee wurde (auch aus Copyright-Gründen) peinlichst darauf geachtet, dass nichts mehr an Karloffs Interpretation erinnert.

Frankensteins Fluch

Doch in Frankensteins Fluch überzeugte dann weniger Lees vernarbtes schlaksiges Ungetüm, sondern sehr viel mehr Peter Cushing als skrupelloser Wissenschaftler, der über Leichen geht, um künstliches Leben zu schaffen. Mary Shelley schilderte Victor Frankenstein zwar eher als fehlgeleiteten Idealisten voller Skrupel, doch die Aussage ihres Buchs – eine eindeutige Ablehnung von Experimenten mit künstlichen Leben – wurde auch in Hammers Filmversion sehr gut vermittelt.

Frankensteins Fluch

Der Erfolg des stilvoll ausgestatteten Farbfilmes war so groß, dass fast exakt das selbe Team, inklusive Regisseur Terence Fisher, ein Jahr später eine sehr viel werkgetreuere Verfilmung von Bram Stokers Roman Dracula drehte.

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Das schwarze Reptil

Nach dem mysteriösen Tod seines Bruders erbt Harry Spalding (Ray Barrett) ein Haus in der Nähe eines abgelegenen Dorfs in Cornwall. Gemeinsam mit seiner Frau Valerie (Jennifer Daniel) reist er dorthin und stellt fest, dass im Ort zahlreiche seltsame Todesfälle aufgetreten sind. Alle Opfer haben Bisswunden am Hals. In der Nähe des Dorfes wohnt der seltsame Dr. Franklyn (Noel Willman), der auf Forschungsreisen in Asien die seltsamsten Dinge angesammelt hat und seine exotische Tochter Anna (Jacqueline Pearce) vor der Öffentlichkeit versteckt…

Das schwarze Reptil

Dieser Horror-Film der legendären Hammer-Studios präsentiert zur Abwechslung einmal keine britische Version von einem der Universal Monster. John Gilling schrieb bereits das unorthodoxe Drehbuch zu Die brennenden Augen von Schloss Bartimore und ließ hierin Anfang des letzten Jahrhunderts das griechische Mythologie-Wesen Medusa in Deutschland Menschen zu Stein erstarren.

Das schwarze Reptil

Seinerzeit spielten die Hammer-Stars Christopher Lee und Peter Cushing die Hauptrollen. Auch Das schwarze Reptil wird von einer Riege guter jedoch weniger bekannter Darsteller getragen. Dies gibt Michael Ripper, der in zahlreichen Hammer-Filmen markante Nebenrollen spielte, in einer kleineren aber wichtigen Rolle als ehemaliger Seemann, der sich als Kneipier versucht, endlich auch einmal die Möglichkeit besonders zu glänzen.

Das schwarze Reptil

John Gilling hatte 1966 für Hammer bereits den Zombie-Film Nächte des Grauens gedreht und inszenierte im direkten Anschluss in den selben Kulissen Das schwarze Reptil. Beide Filme haben identische Schauplätze, mit Jacqueline Pearce und Michael Ripper identische Darsteller, eine ähnliche Struktur und selbst für Hammer-Verhältnisse recht ungewöhnliche Monster, wodurch sie zu Klassikern wurden.

Das schwarze Reptil

Zuvor wurden Blut für Dracula und Rasputin – The Mad Monk (beide Filme mit Christopher Lee in der Titelrolle) von Terence Fisher ebenfalls in identischen Kulissen gedreht. Diese nahezu zeitgleich entstandenen Filme werden gemeinsam mit Das schwarze Reptil und Nächte des Grauens allgemein als Hammers Viererpack bezeichnet. Um die Doppelnutzung von Kulissen und Darstellern nicht allzu offensichtlich zu machen, hatten die Filme schließlich „überkreuzt“ Premiere.

Das schwarze Reptil

Am 9.Januar 1966 wurden sowohl Dracula – Prince of Darkness als auch The Plague of the Zombies uraufgeführt. In Double Features erhielten die männlichen Besucher ein Dracula-Gebiss und die weiblichen Besucher eine Zombie-Brille. Als am 6.März 1966 Rasputin – The Mad Monk und The Reptile der Öffentlichkeit präsentiert wurden, gab es bei den Doppel-Vorstellungen hingegen lediglich Rasputin-Bärte, auch für die weiblichen Besucher…

Das schwarze Reptil

Extras der DVD der Hammer-Edition: World Of Hammer“: Eine diesmal zwar etwas wirre aber sehr interessante Dokumentation von 1990 über alle möglichen Filme (Horror, Abenteuer, Komödie) der Hammerstudios (24:56 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln; Zwei Bildergalerien mit Musik (1:21 min und 1:23 min); Englischer Kinotrainer (2:00 min); Der Film lief später im Doppelprogramm mit dem Hammer-Film “Rasputin – The Mad Monk“, hierzu enthält die DVD noch zwei schwarzweiße TV-Spots (0:59 min und 0:21 min); Der abgefilmte Comic zum Film von 1978 (6:09 min);  Erwähnenswert ist auch noch das farbige Booklet mit kuriosen Plakaten und einem sehr informativen Text von Uwe Sommerlad.

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Die brennenden Augen von Schloss Bartimore

Das waren noch Zeiten, als die deutschen Filmtitel-Schmieden ihrem Schöngeist so richtig Zucker geben durften. 1963 wurde der schlichte englische Titel The Gorgon sehr viel malerischer als Die brennenden Augen von Schloss Bartimore eingedeutscht. Völlig unpassend war dies nicht, denn Gorgonen wie z. B. Medusa sind in der griechischen Mythologie Wesen mit Schlangenhaaren, deren Blick (bzw. brennenden Augen) den Betrachter zu Stein erstarren lässt.

Die brennenden Augen von Schloss Bartimore

Jemand wie Medusa mag vielleicht nicht unbedingt in jenes deutsch angehauchte Karpaten-Europa passen, in dem die atmosphärischen Farbfilme der britischen Hammer-Studios bereits recht eigenständige Versionen der Horror-Mythen um Dracula und Frankenstein ansiedelt haben. John Gilling, der Drehbuchautor von  Die brennenden Augen von Schloss Bartimore, sollte 1965 mit Das schwarze Reptil einen ähnlich originellen Horrorfilm für Hammer drehen.

Die brennenden Augen von Schloss Bartimore

Doch dem aus Regisseur Terence Fisher, sowie den Darstellern Christopher Lee und Peter Cushing bestehenden Hammer-Dream-Team gelang einmal mehr ein Schauerstück der Extraklasse, das auch noch gewaltig davon profitiert, dass es hier zur Abwechslung einmal nicht um vertraute Monster wie Vampire, Mumien oder lebende Leichname geht.

Die brennenden Augen von Schloss Bartimore

Bemerkenswert ist aber auch die Rolle, die der attraktiven Barbara Shelley zugedacht wurde. Anders als ansonsten bei Hammer üblich, spielt sie keiner dieser in farbenfroher historischer Bekleidung herumlaufenden Frauen, die ständig von dem den Herren der Schöpfung vor dem Monster gerettet werden müssen.

Die brennenden Augen von Schloss Bartimore

Von Anfang an greift die von Shelley verkörperte Carla Hoffman aktiv ins schaurige Geschehen ein und trägt auch zum großen Finale so einiges bei.

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Der Fluch von Siniestro

Unheimliche Vorkommnisse terrorisieren und ängstigen eine spanische Kleinstadt im 18. Jahrhundert. Ein Werwolf – halb Mensch, halb Bestie und als Produkt tragischer Lebensumstände am Weihnachtsabend geboren – treibt in Vollmondnächten sein Unwesen. Nur eine Silberkugel, angefertigt aus einem geweihten Kruzifix, kann den Fluch von Siniestro brechen.

Der Fluch von Siniestro

Der Fluch von Siniestro entstand 1961 und ist seltsamerweise der einzige Film der legendären Hammer-Studios (Dracula mit Christopher Lee) der sich mit dem Werwolfs-Mythos beschäftigt. Auch der zur Abwechslung einmal nicht im viktorianischen England angesiedelte Schauplatz ist ungewöhnlich.

Der Fluch von Siniestro

Die wild-romantische Geschichte spielt im Spanien des 18. Jahrhunderts, weil bereits die Kulissen für ein Filmprojekt namens The Inquisitor errichtet waren, das dann doch nicht zustande kam. Ursprünglich sollte Frankreich der Handlungsort des Filmes sein, denn die Vorlage war der Roman The Werewolf of Paris von Guy Endore.

Der Fluch von Siniestro

Auch die Besetzung der Hauptrolle überrascht. Der 22-jährige Oliver Reed spielte zuvor bereits Nebenrollen in zwei Hammer-Produktionen und überzeugt als sowohl als feuriger Liebhaber wie auch als entfesselter Werwolf.

Der Fluch von Siniestro

Zwar sind die Verwandlungsszenen längst nicht so ausgereift wie in den später entstandenen Werwolf-Meisterwerken Das Tier und American Werewolf,  aber Reeds wirklich wölfisches Makeup bleibt dennoch unvergesslich.

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The Hammer Chronicles

Schon die Tatsache, dass auch bei diversen deutschen DVD-Anbietern immer wieder Editionen mit Filmen der englischen Traditionsfirma erscheinen, belegt die dauerhafte Popularität der Horror-Schmiede Hammer. Was jedoch schmerzlich fehlte war eine literarische Aufbereitung des filmischen Schaffens der Firma Hammer. Bisher war der Interessent auf englischsprachige Veröffentlichungen oder verstreute einzelne Fachpresse-Artikel angewiesen.

The Hammer Chronicles

The Hammer Chronickles von Peter Osteried (Die Filme des Ray Harryhausen) schließt diese Lücke. Das Buch überzeugt nicht nur als Sachbuch sondern auch als Nachschlagewerk und ist zudem auch noch exquisit bebildert. Den Schwerpunkt bilden natürlich die meist mit Peter Cushing oder/und Christopher Lee realisierten Horrorfilme des Studios wie Frankensteins Fluch, Dracula oder auch Die brennenden Augen von Schloss Bartimore.

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Christopher Lee als Frankensteins Monster

Doch auch die weiteren Werke der bereits seit 1935 tätigen Filmfirma werden gewürdigt. So entstanden unter dem Hammer-Siegel auch Kriegsfilme wie The Camp on Blood Island (über die Qualen alliierter Zweite-Weltkriegs-Soldaten in japanischer Kriegsgefangenschaft) oder eher alberne oft auf TV-Serien basierende Komödien wie Ein Begräbnis erster Klasse (über konkurrierende Bestattungsunternehmer).

Dracula mit Christopher Lee
Die Gliederung des mit vier verschiedenen Titelbilder-Varianten veröffentlichten Buches mag auf den ersten Blick etwas chaotisch anmuten, ist aber durchaus schlüssig. Nach einem leidenschaftlichen Vorwort von Uwe Raum-Deinzer folgt eine Frühgeschichte des Hauses Hammer. Anschließend werden wichtige Personen wie die Produzenten Anthony Hinds und Michael Carreras, der Regisseur Terence Fisher oder der ewige Nebendarsteller Michael Ripper vorgestellt.

Danach folgt der Kernteil des Buches. Mit viel Sachverstand und einer allzeit spürbaren Nähe zum Thema bietet Peter Osterried eine chronologische Darstellung von Schwerpunktthemen wie Science-Fiction, Frankenstein, Dracula, Mumien, Thriller oder Satanisten. Den Abschluss bildet eine Übersicht zu TV-Serien wie Hammer House of Horror, zu nicht realisierten Projekten (wie Zeppelin vs. Pterodactyls oder der Trickfilmserie Hammer Horror Zone) sowie eine Filmografie, ein Register und eine tabellarische Darstellung aller DVD-Veröffentlichungen aus USA, England und Deutschland. Eine umfassendere Abhandlung zu Hammer ist kaum denkbar und weltweit auch nicht vorhanden.

The Hammer Chronicles

In nahezu identischer Aufmachung erschienen anschließend Peter Osterieds Amicus Chronicles.

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Dracula mit Christopher Lee

1957 die englischen Hammer Studios mit Frankensteins Fluch eine Neuverfilmung von Mary Shelleys Roman  ins Kino.  Der Erfolg des stilvoll ausgestatteten Farbfilmes war so groß, dass fast exakt das selbe Team ein Jahr später eine sehr viel werkgetreuere Verfilmung von Bram Stokers Roman Dracula drehte.

Dracula

Der britische Kritiker und Italo-Western-Experte Christopher Frayling weist in einem hochinteressanten Essay auf einer in England auf Blu-ray erschienenen Neu-Edition des Films darauf hin, dass bevor Hammers Dracula 1958 in die Kinos kam, die sexuellen Aspekte des Vampir-Mythos in der akademischen Welt nicht wahrgenommen wurden. Doch nachdem der ebenso bedrohliche wie attraktive Christopher Lee den Dracula spielte, hagelte, es Doktor-Arbeiten zum Thema. Dies verwundert etwas, denn der Film hatte seinerzeit arg mit britischen Zensurauflagen zu kämpfen.

Dracula mit Christopher Lee

In der Horror-Fach-Literatur war immer wieder zu lesen, dass es eine japanische Version des Films geben soll, in der es sehr viel heftiger zur Sache geht. Vor Ort in Tokio waren die letzten vier von neun Film-Dosen mit der Fernost-Version in ziemlich grausiger Bildqualität auffindbar. Diese 35 Minuten sind im Bonus-Material der britischen Blu-ray-Veröffentlichung enthalten. Hierbei, handelt es sich jedoch nicht um eine Splatter-Variante, sondern die Unterschiede sind eher minimal. So sind hier manche Sequenzen aus einer etwas anderen Kamera-Perspektive zu sehen. Es waren vor allem zwei Szenen, die tatsächlich etwas weniger jugendfrei ausfielen. Am auffälligsten ist dies bei dem Ende von Graf Dracula, der nach dem Kampf mit Van Helsing (Peter Cushing) noch etwas detailfreudiger zu Staub wird.

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Etwas stärker sexuell aufgeladen ist hingegen die Verführungssequenz zwischen Christopher Lee und Melissa Stribling als Mina Hawker geraten. Hier ist bei Mina noch deutlicher eine Mischung aus Angst und Vorfreude zu spüren, während der darauf folgende stärker ausgespielte Akt des Aussaugens hier eindeutiger ein Akt ist.

Dracula mit Christopher Lee

Das Britische Film-Institut hat Dracula 2007 aufwändig restauriert und diese Version wurde 2012 noch um die beiden “Japan-Sequenzen“ ergänzt. Jetzt trägt der Film, den Christopher Frayling für den “britischen Easy Rider“ erhält, auch wieder den Original- und nicht mehr den US-Titel Horror of Dracula.

Dracula mit Christopher Lee

Diese Version liegt als hervorragende Blu-ray-Edition vor, wobei auf zwei DVDs nochmal der Film sowie ein umfangreiches und sehr interessantes Bonusmaterial beiliegt. In dieser Form macht die Wiederbegegnung mit einem Klassiker viel Freude. Zwei Jahre später enstand die Fortsetzung Dracula und seine Bräute ohne Christopher Lee aber mit Peter Cushing als Van Helsing.

Dracula mit Christopher Lee

Bonusmaterial der britischen Blu-ray-Edition: „Dracula Reborn” – Making Of (30:32 min), „Resurrecting Dracula“. (16:56 min), „The Demon Lover – Christopher Frayling über Dracula” (27:48 min), „Censoring Dracula“ (9:15 min). Audiokommentar von Hammer-Historiker Marcus Hearn und Kritiker Jonathan Rigby, die vier noch existierenden „Japanese reels“ (Akt 6 – 9) unrestauriert (35:01 min), “The World Of Hammer – Episode: Dracula And The Undead” (24:53 min), Darstellerin Janina Faye liest ein Kapitel aus Bram Stokers“Dracula” (12:18 min), umfangreiche Bildgalerie (10:46 min), außerdem das Drehbuch und weitere Infos als PDF.

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