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Terry Gilliam: Gilliamesque

Wer an Monty Python denkt, dem fällt nicht unweigerlich das Gesicht von Terry Gilliam ein. Ganz im Gegensatz zu John Cleese, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones oder Graham Chapman ist Gilliam alles andere als eine Rampensau. Bei den TV-Sendungen, Filmen und Live-Auftritten der Pythons hielt er sich eher im Hintergrund. Doch Gilliams Animationsfilmchen machten “Monty Pythons Flying Circus“ zu etwas einzigartigen. Oft endeten die skurrilen Sketche nicht mit einer Pointe, sondern gingen nahtlos in einen von Gilliams seltsamen Cartoon über.

Terry Gilliam: Gilliamesque

Bei Terry Gilliam sind die Dinge, die er vor und nach seiner Zeit bei den Pythons erlebt und realisiert hat, sehr viel interessanter als bei seinen fünf britischen Kollegen. Der 1940 in Minnesota geborene Gilliam lebte zunächst den amerikanischen Traum. Er war begeisterter Pfadfinder und liebte Hollywood, Disneyland aber auch das MAD-Magazin. Ihm gelang es in Kontakt mit den MAD-Gründers Harvey Kurtzman zu treten und in New York für dessen Nachfolge-Magazin Help! zu arbeiten. Dort lernte er Woody Allen, Robert Crumb aber auch John Cleese kennen.

Terry Gilliam: Gilliamesque

Obwohl Gilliam bereits erste Erfolge in seiner Zeit in New York feierte, hielt es ihn nicht in den USA. Bei einer Reise durch Europa empfand er London als idealen Lebensmittelpunkt. Die politische Entwicklung in den USA Ende der 60er Jahre bestätigte ihn schließlich darin Engländer zu werden. Der Rest ist (Film-)Geschichte. Terry Gilliam nutze seine Monty-Python-Erfahrungen und –Verbindungen um sehr eigene Kinofilme zu realisieren. Selbst wenn nicht alle seine Werke die Wucht von Brazil erreichten, so gelang es Gilliam immer wieder, das Publikum zu überraschen und zum Staunen zu bringen.

Terry Gilliam: Gilliamesque

Genauso verhält es sich auch mit Gilliams “pre-posthumen Memoiren“, die sehr viel mehr zu bieten haben als eine Unmenge von Anekdoten. Das Buch ist durchgehend farbig und oft sehr verrückt in Terry Gilliams unverwechselbaren Stil bebildert. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf seine Entwurfszeichnungen, die er auch ausführlich kommentiert. Gillamesque ist ein Fest für alle Freunde von Monty Python, von Terry Gilliams filmischen Höhenflügen und von opulenten Bilderbüchern.

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Zufällig allmächtig

Eigentlich ist es ja großartig, dass es dem Regisseur Terry Jones gelungen ist für diesen Film alle noch lebenden Monty Pythons und zudem auch noch Robin Williams zu verpflichten. Doch leider fungieren diese (abgesehen von Jones, der einen kurzen Gastauftritt absolviert)  nur als Sprecher und davon hat der deutsche Zuschauer eher weniger. Das müsste aber nicht unbedingt schlimm sein, denn es sind immerhin Simon Pegg und Kate Beckinsale, die deutlich sichtbar die Hauptrollen spielen.

Zufällig allmächtig

Die Grundidee von Zufällig allmächtig klingt recht vielversprechend. Es geht um einige Vertreter verschiedener Alien-Völker (mit den Stimmen der Monty Pythons), die planen die Menschheit auszulöschen. Hoffnung besteht nur noch, wenn sich ein zufällig ausgewähltes menschliches Wesen, das mit einer großen Machfülle ausgestattet wird, nicht allzu verantwortungslos aufführt. Die Wahl fällt auf den leicht depressiven Lehrer Neil (Simon Pegg), der seine neuen Fähigkeiten dazu nutzt, seiner schlimmsten Schulklasse Schaden zuzufügen, die attraktive Nachbarin Cathrine (Kate Beckinsale) anzubaggern und seinen Hund mit der Stimme von Robin Williams sprechen zu lassen…

Zufällig allmächtig
Diese Mischung aus Bruce Allmächtig, H. G. Wells‘ Der Mann, der die Welt verändern wollte und Per Anhalter durch die Galaxis hätte das Zeug gehabt, etwas Besonderes zu werden. Doch leider nutzt sich der anfangs durchaus wilde Gag-Reigen schnell ab und die Handlung verläuft auf ausgetretenen Pfaden in die zu erwartende Richtung. Schade, dass so viel vereinigtes Talent letztendlich nur ein konventionelles Filmchen abgeliefert hat.

Zufällig allmächtig

Die DVD von Wild Bunch Germany enthält neben dem 82-minütigen Hauptfilm als Bonus lediglich einige Trailer.

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