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WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Der kleine Roboter WALL·E macht sich als letztes Exemplar seiner Bauart Waste Allocation Load Lifter Earth-Class daran, die von Menschen verlassene und völlig vermüllte Erde aufzuräumen. Entspannung findet er nach langen Arbeitstagen beim Betrachten einer gefundenen Videokassette des Musicals Hello Dolly. Doch plötzlich gerät sein geordnetes Leben aus den Fugen. Ein Raumschiff landet und ein wunderschöner Roboter namens EVE (Extra-terrestrial Vegetation Evaluator) bringt die Schaltkreise von WALL·E durcheinander…

WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Zu behaupten Pixar hätte sich bei WALL·E einmal mehr selbst übertroffen wäre erstens langweilig und zweitens nicht fair gegenüber von den auf ebenso individuelle Art gelungenen Vorgängern Cars und Ratatouille. Nach Autos und Ratten sind nun Roboter die Helden und im Gegensatz zum Animationsfilm Robots“ von Fox zitiert WALL·E dabei auch noch eifrig allerlei Science-Fiction-Klassiker. Optisch erinnert der kleine Roboter an den Helden aus Nummer 5 lebt sowie das Blechtrio aus Silent Running.

WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Akustisch hingegen werden Erinnerungen an R2-D2 geweckt, schon dadurch dass Star Wars-Sounddesigner Ben Burtt auch die Stimmen von Wall-E und EVE zusammen bastelte. Der alles kontrollierende Schiffscomputer AUTO hingegen hat ganz eindeutig die Herrschaftsallüren und das rote Auge von Stanley Kubricks HAL aus 2001: Odyssee im Weltraum. Doch all dies – sowie die perfekte Machart -, wären nur für eine eingefleischte Fangemeinde von Interesse, wenn WALL·E nicht ein so zu Herzen gehender wunderschöner turbulenter und spannender Film wäre.

WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

Bei dem Vorfilm Presto hingegen haben sich die Trickfilmer von Pixar diesmal wirklich selbst übertroffen und das nicht nur bezüglich Style und Animation. Kein Cartoon der letzten Jahrzehnte kam so nah an den chaotischen Humor von Tex Averys Meisterwerken aus den Vierziger Jahren heran, wie diese Geschichte von einem Zauberkünstler, der sich auf offener Bühne einen immer rasanteren Schlagabtausch mit seinem eingeschnappten weißen Kaninchen liefert. Bei diesem unglaublich unterhaltsamen Doublefeature kann einmal mehr kein weiterer aktueller Trickfilm mithalten.

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Tex Avery

Geboren wurde er als Frederic Bean Avery. Doch da er aus Texas stammte, nannte man ihn in Hollywood Tex Avery. Nach einigen Lehr-Jahren bei Walter Lantz und den Warner Brothers, wo er maßgeblich an der Entwicklung der Looney Tunes mit Figuren wie Daffy Duck und Bugs Bunny beteiligt war, wechselte Avery 1942 schließlich zu MGM. Dort inszenierte er 65 einzigartig komische Zeichentrickfilme.

Schier unglaublich ist die Fülle an Gags in Averys meist in den Kriegsjahren entstandenen Cartoons um notgeile Wölfe, die hinter wunderschönen Mädchen herheulen. Wer einmal gesehen hat wie z. B. in Little Rural Riding Hood die von Preston Blair sehr anregend animierte Schönheit immer aufreizender tanzt und der dabei zuschauende Wolf beständig heftiger darauf abfährt, wird diese kostbaren Momente Zeit seines Lebens nicht vergessen (Die tricktechnisch aufwendigen Nachstellungen dieser Szene in “Roger Rabbit“ oder “Die Maske“ verblassen neben dem Original).

Tex Avery

Tex Avery drehte für MGM zwar auch kleinere Serien mit Figuren wie dem emotionslosen Hund Droopy, dem aufgedrehten Eichhörnchen Screw Squirrel oder dem tumben Bärenduo George and Junior. Doch er war am besten, wenn er wie in Bad Luck Blackie oder dem reichlich surrealen King Size Canary komplett neue und sehr eigene Welten schaffen konnte.

Tex Avery

Bei uns liegt bisher lediglich in acht Boxen die TV-Serie Die Tex Avery Show von 1997 vor, die sich zwar ebenfalls um chaotischen Humor bemüht und pro Episode drei Cartoons mit Figuren wie Freddie, die Fliege, Power Paul oder Dschingis & Khan präsentiert, aber ansonsten wenig mit Averys klassischen Meister-Trickfilmen gemein hat.

Tex Avery

Bisher leider nur in Frankreich (und nicht einmal in den USA!) ist mit dem Coffret Collector Limité eine sehr schöne, aber leider auch schon wieder vergriffene, Blechbox mit 63 MGM-Cartoons von Tex Avery und einigen interessanten Extras erschienen. Bei dieser ansonsten sehr gelungenen Zusammenstellung fehlen (wohl aus „politischer Korrektheit“) leider zwei von Tex Averys MGM-Cartoons: Uncle Tom´s Cabana (1947) und Half-Pint Pygmy (1948). Beide sind übrigens schon deutsch synchronisiert bei uns im TV gelaufen.

Tex Avery

Extras der französischen DVD-Box: Zwei Dokumentationen über Tex Avery: Einmal 41 Minuten in französischer Sprache, wahlweise mit englischenen Untertiteln, und einmal 50 Minuten in englischer sprache, wahlweise mit französischen Untertiten; Drei Cartoons aus Averys Zeit bei Warner: „Dangerous Dan McCoo“ (1939), „Old Fox & Hounds“ (1940) und „Aviaton Vacation“ (1941); Diverse Skizzen zu 18 Cartoons; Büchlein mit 24 Skizzen zu „Symphony in Slang“

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