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Hereafter – Das Leben danach

Clint Eastwood hatte sich nach dem grandiosen Gran Torino als Darsteller (erst einmal) verabschiedet und wollte fortan  als Regisseur nur noch Filme drehen, die ihm wichtig sind. Mit Invictus – Unbezwungen gelang ihm ein warmherziger Film über Nelson Mandelas Kampf gegen die Apartheid in Südafrika. Doch was reizte Eastwood 2010 daran, eine erschreckend konventionelle Spielberg-Produktion über die Konversationen mit Toten in Szene zu setzen?

Hereafter – Das Leben danach

Hereafter – Das Leben danach erzählt gleich drei Geschichten, die sich langsam aber sicher aufeinander zu bewegen. In San Francisco arbeitet George Lonneman (Matt Damon) als Lagerist, obwohl er einst viel Geld dadurch verdiente, dass er bei Berührung von Menschen mit deren verstorbenen Freunden und Verwandten Kontakt aufnehmen konnte. Doch diese Fähigkeit bescherte George kein Glück, denn es ist ihm unmöglich eine Beziehung zu führen.

Hereafter – Das Leben danach

Die erfolgreiche französische Journalistin Marie Lelay (Cécile de France) hat in Thailand zwar eine Tsunami-Katastrophe überlebt, doch die damit verbundene Nahtod-Erfahrung führte dazu, dass sie ihr Leben in Paris nicht mehr in den Griff bekam. In London muss der 12-jährige Marcus erleben, wie sein Zwillingsbruder Jason bei einem Unfall ums Leben kommt und er versucht danach alles Mögliche um mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Hereafter – Das Leben danach

Verfasst hat diese Ansammlung von Klischees über das Leben nach dem Tode immerhin Peter Morgan, der Experte für anspruchsvolle Polit-Dramen wie Die Queen oder Frost/Nixon. Auch hier bleibt nach Sichtung des Filmes unklar, warum uns Morgan ein so vorhersehbares Fantasy-Mischmasch servierte und dieses auch noch erschreckend lahm enden ließ.

Hereafter – Das Leben danach

Als Regisseur versuchte Clint Eastwood zu retten, was zu retten ist. Die internationalen Schauplätze hat er in schönen Bildern eingefangen, der von ihm komponierte Soundtrack sorgt für die passende Stimmung und die Darsteller machen ernste Gesichter, wenn sie dumme Dinge sagen.

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Chocolate … süß und tödlich!

Zen ist die Tochter des Yakuzas Masashi und von Zin, der Frau eines thailändischen Mafia-Paten. Versteckt vor der Außenwelt wächst sie als Autistin vor dem Fernseher auf, wo sie angeregt Kampfkunstfilme betrachtet (die meistens von Prachya Pinkaew in Szene gesetzt wurden). Als ihre Mutter an Krebs erkrankt und dringend Geld für ihre Behandlung benötigt, versucht das kleine behinderte aber sehr schlagkräftige Mädchen bei Zins Gläubigern aus alten Mafia-Tagen Geld einzutreiben…

Chocolate ... süß und tödlich!

Durch “Ong-Bak“ und “Revenge of the Warrior“ machte der thailändische Regisseur Prachya Pinkaew den Darsteller Tony Jaa zum legitimen Nachfolger von Bruce Lee und Jackie Chan, Vor authentischen Slum-Kulissen verblüffte er Actionfreunde mit scheinbar ganz ohne Tricks und doppelten Boden in Szene gesetzter brachial eingesprungener Kopfnuss-Action. Jetzt präsentiert Pinkaew ein weibliches Gegenstück zu Tony Jaa. Wenn dem Making Of auf dieser DVD zu trauen ist, wurde die knapp 20-jährige JeeJa Yanin zwei Jahre lang in allerlei Kampfsportarten unterrichtet, bevor sie weitere zwei Jahre mit den Dreharbeiten zu “ Chocolate … süß und tödlich!“ beschäftigt war und dabei auch noch – im wahrsten Sinne des Wortes – kämpfen musste bis der Arzt kam.

Chocolate ... süß und tödlich!

Das Resultat übertrifft die beiden Vorgänger in Sachen spektakulärer Action zwar nicht, hält aber mühelos das ohnehin schon hohe Kopfnuss-Niveau. Es ist aber deutlich zu spüren, dass Pinkaew nicht nur an rasanten Kämpfen interessiert ist, sondern der Geschichte auch ein paar tragische Aspekte abgewinnt. Bei der kurzen Laufzeit kann (und will) sich der Film nicht ernsthaft mit Autismus oder Krebs beschäftigen (und schießt auch etwas über das Ziel hinaus, wenn Zen von einem ebenfalls behinderten Gegner fast bezwungen wird), doch die süßsaure thailändisch-japanische Lovestory am Rande der Kämpfe gibt dem Film eine höchst bekömmliche Würze.

Chocolate ... süß und tödlich!

Extras der DVD: Ein sehr interessantes Making Of (18:15 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln , Szenen vom Set (19:22 min), ohne Untertitel, deutscher Trailer (2:46 min), thailändische TV-Spots (ungefähr 2 min), Bildergalerie (2:35 min)

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Revenge of the Warrior

Kham (Tony Jaa) verfolgt eine Bande skrupellose Tierhändler, die seiner Familie zwei kostbare Elefanten gestohlen haben, von Thailand bis nach Sydney. Er muss die Elefanten wiederfinden, um die Ehre seiner Familie zu retten. In der für ihn fremden Welt kann er jedoch nur überleben, wenn er selbst zum erbarmungslosen Kämpfer wird. Mit eisernen Fäusten steht er allein gegen einen schier übermächtigen Gegner…

Revenge of the Warrior

Genau wie bei Ong-Bak, dem auch international sehr erfolgreichen Martial Arts Film aus Thailand, setzten Regisseur Prachya Pinkaew und Hauptdarsteller Tony Jaa wieder auf handgemachte Action mit ganz vielen kunstvoll eingesprungenen Kopfnüssen. Sie verzichten dabei auf Drähte und Spezialeffekte.

Revenge of the Warrior

Die durchaus funktionierende Story ist erneut leicht mystisch angelegt, jedoch in sehr viel größeren Dimensionen. Anstatt einer simplen Buddha-Statur muss der Held diesmal gleich zwei Elefanten zurück in sein Heimatdorf bringen und die Reise führt ihn bis nach Australien.

Revenge of the Warrior
Inszenatorisch hat Prachya Pinkaew durchaus Ambitionen. Zu einpeitschender Techno-Musik wählt er möglichst interessante Kameraperspektiven und auch die gelegentlich Zeitlupe einsetzende Schnitttechnik überrascht immer wieder. Ein besonderes Highlight ist eine vierminütige sehr turbulente Actionsequenz, die in einer einzigen (!) Einstellung gedreht wurde und dem Kameramann genauso viel Kondition wie Tony Jaa abverlangte. An dieser unglaublichen Sequenz drehte das Team einen vollen Monat.

Revenge of the Warrior

Einen kurzen Gastauftritt hat übrigens Jackie Chan, der damit anscheinend (ähnlich wie Arnold Schwarzenegger im Dwayne-Johnson–Film Welcome to the Jungle) das Action-Zepter an seinen legitimen Nachfolger Tony Jaa übergibt. Prachya Pinkaews im Anschluss gedrehtes Solowerk Chocolate … süß und tödlich! konnte ebenfalls überzeugen.

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Extras der DVD: Ein sehr ausführliches Making Of zur vierminütigen „One Shot-Kampfszene“ (35:10 min), dass alle fünf gedrehten Durchläufe dieser Szene komplett enthält, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, deutscher Kinotrailer (2:55 min), deutscher TV-Spot (0:20 min), Original Trailer (2:06 min), Interviews mit Regisseur Prachya Pinkaew (1:55 min), Stunt Choreograph Panna Rittikrai (1:45 min), Tony Jaa (1:31 min), Nathan B. Jones (1:42 min) und weiteren Darstellern (11:38 min), Szenen vom Set (3:40 min), Workout mit Tony Jaa (6:59 min), Tony Jaas „Ong Bak“ – Promotion Tour nach Frankreich (3:08 min), Japan (3:02 min), Korea (2:41 min), Taiwan (1:58 min) und USA (1:31 min) , Tony Jaas „Tom Yum Goong“ – Promotion Tour nach Korea (7:25 min), Tony Jaas Guiness-Weltrekord (4:20 min), Artworkgalerie (3:24 min)

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Ong-Bak

Mit Ong-Bak dreht der thailändische Actionfilm 2003 mächtig auf und zeigte dem Hongkong-Kino wo es lang geht bzw. lang ging. “Back to the Roots“ lautet das Motto, denn die spektakulären Kämpfe kommen ganz ohne Computereffekte und (kaum fassbar) auch ohne Seile aus.

Ong-Bak

Wer sich den kurzen Bericht von der französischen Premiere auf dieser DVD ansieht, bekommt einen Eindruck von den unglaublichen akrobatischen Fähigkeiten des Hauptdarstellers Tony Jaa, die dieser vor Publikum mal eben ganz lässig in einem Kino vorführt.

Ong-Bak

Die Story des Films (der gestohlene Kopf einer Buddha-Statur muss zurück aus Bangkok ins Heimatdorf des Helden gebracht werden) reißt sicherlich keine Bäume aus. Doch sie stört auch nicht weiter und liefert immer wieder nachvollziehbare Vorwände für spektakuläre Actionszenen ohne allzu große Härten oder absolute humoristische Tiefschläge.

Ong-Bak

Die turbulente Kämpfe und Verfolgungsjagden sind zu einpeitschender Musik meist auch noch so geschnitten, dass die Highlights mehrmals aus wechselnden Perspektiven zu sehen sind. Tony Jaa setzt eine Kampftechnik namens Muay Thai ein, die klangvolle Tier-Vergleiche bemüht, aber meist auf kunstvoll eingesprungene Kopfnüsse setzt.

Ong-Bak

Tony Jaa kommt dabei aber deutlich sympathischer rüber als Jet Li oder Bruce Lee und könnte dem Action-Film neue Impulse geben. Sein nächster Film Revenge of the Warrior bestätigt diese Einschätzung und auch Prachya Pinkaews Solowerk Chocolate … süß und tödlich! konnte überzeugen.

Ong-Bak

Extras der DVD: Deutscher Kinotrailer (2:10 min, 16 : 9, nicht anamorph, Stereo 2.0), ein sehr ausführliches Making Of (48:38 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln, Interviews mit Prachya Pinkaew (8:54 min) und Tony Jaa (6:13 min), Techniken des Muay Thai (1:48 min), Premieren-Show in Paris (2:24 min), Musikvideo ‚Tragedie‘ (4:02 min) + Making of (7:13 min)

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