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The Village – Das Dorf

In dem kleinen neuenglischen Dorf scheint die Welt des späten 19. Jahrhunderts noch in Ordnung zu sein. Die Menschen achten einander und Zynismus ist ein Fremdwort. Doch die eingeschworene Gemeinschaft wird von außen bedroht.

The Village – Das Dorf

Gefährlich Wesen über die “man nicht spricht“ lauern im Wald und können nur durch Rituale auf Distanz gehalten werden. Durch eine Verkettung tragischer Ereignisse ist die junge blinde Ivy (ganz hervorragend: Bryce Dallas Howard) gezwungen den gefahrvollen Weg in die bedrohliche Stadt anzutreten.

The Village – Das Dorf

Nach seinem blödsinnigen Signs – Zeichen war zu erwarten, dass M. Night Shyamalan sein Pulver bei The Sixth Sense und Unbreakable verschossen hätte. Doch der Regisseur und Autor überrascht 2004 wieder völlig. Er nahm den Zuschauer langsam aber sicher in seine Dorfgemeinschaft auf. Durch sorgsame Kameraeinstellungen werden die Bewohner erst noch etwas auf Distanz gehalten und dann nach und nach vorgestellt.

The Village – Das Dorf

Einige Überraschungen gibt es natürlich auch, denn das ist ja schließlich Shyamalans Spezialität. Wer es jedoch nur darauf anlegt herauszubekommen, welche Schlusspointe der Regisseur diesmal am Ende des Filmes auftischt, könnte schon so einiges erraten. Doch er bringt sich durch kopflastiges Betrachten um das halbe Vergnügen, denn The Village ist nicht nur eine clever durchkonstruierte Geschichte, sondern auch ein Film mit sehr viel Herz.

The Village – Das Dorf

Auch die DVD zu „The Village“ (bisher gibt es keine Blu-ray) ist höchst empfehlenswert, denn sie enthält neben einem ausführlichen Making Of und vier nicht verwendeten Szenen noch einen recht lustigen sehr frühen Film von M. Night Shyamalan in dem dieser sich als kleiner Junge als Indiana Jones versucht.

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Nummer 6 – The Prisoner

Schon der Auftakt ist der schiere Wahnsinn. In knapp zwei Minuten wird erzählt, wie ein Geheimagent (Patrick McGoohan) mit seinem Rennwagen in die Londoner Secret-Service-Zentrale rast, dort äußerst wütend (unterlegt mit Donnerhall) kündigt, daheim seine Koffer packt, mit Giftgas betäubt wird, in einem seltsamen Ort aufwacht.

Nummer 6 - The Prisoner

Dort wird er mit einer gewissen Nummer 2 konfrontiert wird, die ihm mitteilt, das er Nummer 6 ist und gefälligst “Informationen“ rausrücken soll. In insgesamt 17 Episoden (von denen vier bisher nicht in Deutschland liefen) schildert Nummer 6 – The Prisoner, wie der namenlose Ex-Spion versucht zu entkommen.

Nummer 6 - The Prisoner

Doch oberflächlich betrachtet hat der neue Aufenthaltsort von “Nummer 6“ wenig von einem Gefängnis. Bei “The Village“ handelt sich um einen malerischen Küstenort bestehend aus einer bunten Ansammlung mediterraner Architektur (als idealer Drehort wurde das walisische Portmeiron gefunden), bevölkert mit bunt bekleideten freundlichen Menschen, die den ganzen Tag in lustigen Gefährten durch die Gegend fahren und Blasmusik hören. Auch die großen weißen Ballons, die als Wächter fungieren, sehen zunächst nicht sonderlich abschreckend aus.

Nummer 6 - The Prisoner

Innerhalb dieses eher freundlichen Outfits erzählt die 1967 und 1968 gezeigte Serie äußerst böse Geschichten, die meist zugleich surreal, ironisch und gesellschaftskritisch sind und auch schon einmal im Wilden Westen oder einer 007-Welt spielen können. Abgesehen von der ersten und den letzten beiden Episoden (Nummer 16 + 17) kann die Serie in beliebiger Reihenfolge geguckt werden und zusätzlicher Reiz besteht dadurch, dass der Gegenspieler Nummer 2 immer wieder von anderen Darstellern verkörpert wird.

Nummer 6 - The Prisoner
Treibende Kraft bei Nummer 6 war der Darsteller Patrick McGoohan, der bei uns hauptsächlich als König Eduard I. aus Mel Gibsons Braveheart bekannt sein dürfte. Er war es leid andauernd im englischen Fernsehen den Danger Man (Geheimauftrag für John Drake) zu spielen und suchte nach neuen Herausforderungen. McGoohan war es wichtig Nummer 6 keinesfalls als Fortsetzung zu Danger Man machen und er mischte sich im Laufe der Serie immer stärker in die Produktion ein. Er schrieb und inszenierte schließlich eine ebenso verwirrende wie faszinierende Abschlussepisode, die genau wie nahezu alle Folgen der Serie auch heute kein bisschen antiquiert wirkt.

Nummer 6 - The Prisoner

2009 entstand in Namibia als Remake die sechsteilige TV-Serie The Prisoner mit Ian McKellen und James Caviezel, die ebenfalls bei Koch Media auf DVD und Blu-ray erschienen ist.

Nummer 6 - The Prisoner

Extras der DVD-Edition: 36-seitiges Booklet mit sehr interessanten Texten von Uwe Huber; Alternative Versionen in mäßiger Bildqualität von „Die Ankunft“ und „Die Glocken von Big Ben“ (je 50 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Englischer Trailer zu jeder Episode (je 1 min); Interview mit Bernard Williams (25:51 min); Featurette „For the Love of: Fans of the Prisoner“ (6:25 min); Textless Intro und Outtro (4:02 min); Der Aktenschrank aus dem Vorspann in verschiedenen Sprachen (1:46 min);Deutscher Vorspann (2:08 min); Werbe-Bumpers (0:14 min); Bildergalerie mit 71 Motiven von den Dreharbeiten

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