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Asterix und seine Freunde – Hommage an Albert Uderzo

Während Anwälte im Auftrag von Albert Uderzo bei “Asterix“-Parodien wie “Falsches Spiel mit Alcolix“ Ende der Achtziger Jahre Plagiatsklagen an deutschen Gerichte einreichten, dürfen sich in diesem Hommage-Album fremde Zeichner ungestraft an den beliebten Galliern versuchen. Zum 80. Geburtstag von Uderzo überbringen 30 Comickünstler ihre gezeichneten Glückwünsche.

Asterix und seine Freunde - Hommage an Albert Uderzo

Die meisten der beteiligten Comickünstler nutzen diese Gelegenheit um ihre (etwas weniger populären) Figuren einmal an die Seite von Asterix und Obelix zu stellen. So treffen die beiden Gallier u. a. auf Brösels “Werner“, auf Zeps “Titeuf“, auf Vance & Van Hammes “XIII“, auf Rosinskis & Van Hammes “Thorgal“, Walthérys “Natascha“, Tibets “Rick Master“, Gratons “Michel Vaillant“ und die von Vicar gezeichnete Familie Duck.

Asterix und seine Freunde - Hommage an Albert Uderzo

Während diese Begegnungen zwar hübsch anzusehen sind aber nur selten wirklich komisch sind, verbreitete der Einseiter von Henk Kuijpers in dem dessen Heldin “Franka“ durch das heutige gallische Dorf schlendert zumindest eine angenehme Ferienstimmung.

Asterix und seine Freunde - Hommage an Albert Uderzo

Das in diesem Rahmen auch allerlei an subversiver Komik (die durchaus in der Tradition von Goscinny steht) möglich ist, beweist leider nur der Beitrag von Baru (“Autoroute Du Soleil“), der in einem Wohnghetto “2000 Jahre nach Christi“ spielt.

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Hier bedauern zwei Jugendliche, die in ihren Trainingsanzügen und Baseballkäppis entfernt an Asterix und Obelix erinnern, dass – obwohl sie bereits alle Autos abgefackelt haben – keine Bullen mehr zum Vermöbeln aufmarschieren. Doch plötzlich taucht eine hochmotivierte Spezialeinheit der Polizei auf und Abdelix und Kaderix haben wieder ihren Prügelspaß…


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Thorgal

Obwohl der Carlsen Verlag wacker durchgehalten hat und noch 2010 den 31. Band der zumindest im französischen Sprachraum sehr erfolgreichen Serie Thorgal herausbrachte, hat Splitter auch diese Traditions-Serie übernommen.

Thorgal

Die sehr schön editierte Hardcover-Reihe startet natürlich mit dem ersten Band “Die Rache der Zauberin“ (hieß einst bei CarlsenDer Sohn der Sterne„) und erleichtert durch einen interessant zusammengestellten Anhang neuen Leser den Einstieg in die Serie. Hier gibt es neben einer Übersicht der verschiedenen Alben und Zyklen der mittelalterlichen Fantasy-Reihe auch ein sehr interessantes Interview mit dem aus Polen stammenden Zeichner Grzegorz Rosinski, der es nicht nachvollziehen kann, dass viele Kollegen ihre Bilder am Computer erzeugen.  

Dass Rosinski nicht nur ein guter Zeichner sondern auch ein ausdrucksstarker Maler ist, beweisen nicht nur seine plastischen Thorgal-Covers sondern auch der zeitgleich mit der Neuauflage des ersten Bandes erschienene aktuelle Serientitel “Die Schlacht von Asgard“. Ein Blick ins 32. Thorgal-Album zeigt, wie stark sich der Zeichner weiterentwickelt hat. Während er Ende der Siebziger Jahre noch recht traditionell flächig kolorierte, setzt er aktuell eine plastische direkte Farbgebung ein und verzichtet oft ganz auf Konturen.

Doch nicht nur zeichnerisch hat sich Rosinski freigeschwommen. Nachdem 2006 der vielbeschäftigte Autor Jean van Hamme („Largo Winch„, „XIII„) nach Band 29 die Serie verließ, kann Rosinski alleine über die Geschicke von Thorgal entscheiden. Die Nachfolge van Hammes trat der Belgier Yves Sente an, der unter der Oberaufsicht von Rosinski auch die neue Reihe “Die Welten von Thorgal“ betreut.

Die Welten von Thorgal

Als Künstler ist Rosinski hier nur noch für die Titelbilder zuständig und überrascht mit einem – zumindest für Thorgal-Verhältnisse – recht drastischen Cover. Im Mittelpunkt der zweiteiligen Miniserie Albums steht die zwar nicht eben “gute“ aber dennoch sehr beliebte – optisch etwas an die Marvel-Superheldin Elektra erinnernde – Söldnerin Kriss De Valnor. In zwei Bänden wird erzählt, was passierte bevor sie schließlich in Band 9 “Das Volk der Pfeile“ auf Thorgal traf. Yves Sentes teilweise recht drastische Schilderung von Kriss’ freudloser Kindheit ist auch ohne Thorgal-Vorkenntnisse problemlos goutierbar und macht gespannt auf den weiteren Verlauf. In Szene gesetzt hat die Geschichte der Italiener Giulio De Vita, dessen Zeichnungen durchaus an den frühen Rosinski erinnern.

Splitter veröffentlicht auch den ersten Band von “Die Welten von Thorgal“ in einem schönen Hardcoverband mit interessanten Bonusmaterial und weckt schon Vorfreude auf die vom Russen Roman Surzhenko in Szene gesetzten Abenteuer von Thorgals Tochter Louve. Mitlerweile liegt bei Splitter auch eine schöne Gesamtausgabe von Rosinskis und Van Hammes Klassiker „Die große Macht des kleinen Schninkel“ vor.

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