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An American Werewolf in Paris

17 Jahre nachdem John Landis in seiner Horrorkomödie An American Werewolf in London 1981 Schrecken und Humor auf bahnbrechende Art und Weise kombinierte, folgte eine Fortsetzung. Auch darinl bekommt es ein US-Collegeboy (Tom Everett Scott aus That Thing You Do!) während eines Europa-Trips mit Werwölfen zu tun. Allerdings ist der Schauplatz diesmal nicht London, sondern Paris.

An American Werewolf in Paris

Die an der Seine herumspukenden computeranimierten Werwölfe konnten auf der Leinwand zwar nicht mit Rick Bakers toller Verwandlungsszene aus dem Klassiker von John Landis konkurrieren. Doch auf dem kleineren TV-Bildschirm erfüllen die Viecher ihre Funktion. Das ganz große Plus des Filmes ist jedoch die damals bereits durch Independent-Filme wie Before Sunrise bekannte Julie Delpy. Sie spielt Serafina, die leibliche Tochter des American Werewolf in London.

An American Werewolf in Paris

Mit Anthony Waller wurde der ideale Regisseur für die Fortsetzung gefunden. In seinem Spielfilm-Debüt Stumme Zeugin (Mute Witness) erzählte Waller 1994 von einer stummen Maskenbildnerin, die in Moskau an einem Horrorfilm arbeitet. Als sie miterleben muss, wie nach Drehschluss im Atelier ein Snuff-Film mit Mord vor laufender Kamera gedreht wird, will ihr niemand glauben. Stumme Zeugin überraschte nicht nur durch einen kurzen Gastauftritt von Alec Guinness, sondern vor allem durch Wallers souverän in Szene gesetzte Mischung aus Horror und Humor.

An American Werewolf in Paris
Cover A von Timo Wuerz

Doch während Waller Stumme Zeugin schrieb und inszenierte, musste er bei An American Werewolf in Paris viele Kompromisse eingehen. Doch insgesamt liefert Waller einen technisch passablen Horrorfilm ab, der nur noch sehr lose auf John Landis Original basiert. Auch in American Werewolf 2 sind die (etwas weniger drastischen) Horrorszenen und die (manchmal etwas albernen) lustigen Momente recht gelungen ausbalanciert, wobei dies 1987 – ein Jahr zuvor kam Wes Cravens Scream in die Kinos –  eher selbstverständlich als bahnbrechend war.

An American Werewolf in Paris
Cover B

Genau wie bereits bei An American Werewolf in London brachte Turbine auch zur Fortsetzung eine liebevoll ausgestattete Mediabook-Edition heraus. Die limitierte Veröffentlichung enthält auch eine Ultra-HD-Blu-ray und es gibt sie mit den drei hier abgebildeten Cover-Varianten. Das schönste Motiv wurde wieder extra vom Comiczeichner Timo Wuerz (Black Metal, Lula & Yankee) angefertigt und die zugehörige Edition ist schon lange vergriffen.

An American Werewolf in Paris
Cover C

Doch auch das Bonus-Material sowie das 24-seitige Booklet können voll überzeugen. So gibt es einen englischsprachigen Audio-/Videokommentar von Regisseur Anthony Waller, eine deutschsprachige Einführung von Anthony Waller (0:53 min), eine 98-minütige alternative Filmfassung als Workprint, ein alternatives Ende (2:46 min), ein Making Of (73:20 min), eine Featurette von 1997 (27:46 min, wahlweise in deutscher oder englischer Sprache), Interviews mit Cast & Crew (insgesamt 17:18 min) Musik-Video “Mouth“ von Bush (4:41 min), Making-Of zum Video (4:44 min), und vier Trailer (USA/UK/F/DE).

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Reddition # 73//4: Comics & Musik

Die neuste Ausgabe der „Zeitschrift für Graphische Literatur“ ist eine 100-seitige Doppelnummer, deren Konzept sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Das Cover zeigt ein großartiges Jimmy-Hendrix-Gemälde von Timo Wuerz (Black Metal) und die ersten 75% der Reddition beschäftigen sich in Form von 16 Artikeln mit “Rock, Metal und Pop“ im Comic.

Reddition # 73//4: Comics & Musik

Dabei geht es natürlich um das schier unerschöpfliche Thema “Beatles und Comics“. Ebenfalls auf sechs Seiten wird Reinhard Kleist gewürdigt, der sich aktuell mit David Bowie beschäftigt und zuvor Comics zu Nick Cave, Johnny Cash und Elvis schuf.

Reinhard Kleist: Starman - David Bowie's Ziggy Stardust Years

Die Redditon würdigt außerdem comic-affine Künstler wie Bill Sienkiewicz, Frank Margerin, Jamie Delano, Hervé Bourhis oder Ingo Römling und natürlich die Band Kiss. Peter Osteried beschäftigt sich mit dem kurzlebigen Label Marvel Music, in dem sich 1994 die Comic-Größen Neil Gaiman und Dave McKean an Musikern wie Alice Cooper, Bob Marley oder den Stones versuchten.

Reddition # 73//4: Comics & Musik

Wer die Reddition umdreht, hält quasi ein zweites Heft mit einem Cover von Serge Clerc in den Händen. Dieses beschäftigt sich mit Comics zu “Jazz, Soul & Hip-Hop“. Hierin geht es u. a. um die großartigen jazzigen Soundtracks, die Vince Guaraldi für die Peanuts-TV-Serie schuf und natürlich um “Robert Crumb & Die Musik“. Hinzu kommen noch fünf Seiten mit LP-Covern von Comickünstlern wie Morris, Bernie Wrightson, Milo Manara, Peter Puck oder Hugo Pratt, die das gelungene Themenheft perfekt abrunden.

Zu bestellen unter: www.reddition.de

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An American Werewolf in London

Nach Kentucky Fried Movie, Ich glaub´ mich tritt ein Pferd und Blues Brothers schien der Regisseur John Landis (¡Drei Amigos!) auf Komödien festgelegt zu sein. Doch er überraschte mit einem ungewöhnlich blutigen Horrorfilm, der die durch den 1941 entstandenen Klassiker The Wolfman definierten Genre-Regeln zwar ironisierte, sie zugleich aber auch bloody ernst nahm. American Werewolf überzeugt aber auch, weil  Landis glaubhafte und sympathische Charakteren ins Zentrum seines Films stellte, deren Schicksal den Zuschauer nicht kalt lässt.

An American Werewolf in London
Cover C

Hauptpersonen sind die  jungen US-Amerikaner David Kessler (David Naughton) und Jack Goodman (Griffin Dunne), die Rucksack-Urlaub in Europa machen. Auf einer Wanderung durch das nebelige Wales werden sie von einem seltsamen Wesen angefallen. Dabei kommt Jack zu Tode, während David drei Wochen später in einem Londoner Krankenhaus aufwacht. Er verliebt sich in seine Krankenschwester Alex (Jenny Agutter) und zieht zu ihr. Alles könnte so schön sein, wenn David nicht immer wieder sein toter Freund Jack erscheinen und dazu raten würde, Selbstmord zu begehen, möglichst noch vor dem nächsten Vollmond…

An American Werewolf in London
Cover B

Das Drehbuch zu American Werewolf schrieb John Landis bereits als er Ende der 60er-Jahre als junger Mann für zwei Jahre in Europa bei zahlreichen Filmproduktionen als Stuntman oder Produktionsassistent dabei war. Ein Sinti-Begräbnis in Jugoslawien inspirierte ihn ebenso wie Londoner Kinos, die den ganzen Tag klassische Cartoons zeigten. Als er mehr als ein Jahrzehnt bei der Vorbereitung zu seinem Werwolf-Film feststellen musste, dass dieselben Filmtheater mittlerweile Pornofilme zeigten, musste er umdenken.

An American Werewolf in London
Covere E

Genau wie Joe Dante in seinem zeitgleich entstandenen Werk The Howling, das ebenfalls den Werwolf-Mythos in die Gegenwart versetzte, drehte auch Landis einen gefakten (aber sehr viel komischeren) Sexfilm, den er im Hintergrund einer wichtigen Szene in einem Pornokino laufen ließ. Anfangs arbeitete an The Howling auch der Maskenbildner Rick Baker mit. Doch da dieser Landis versprochen hatte, den American Werewolf zu realisieren, wechselte er zu dessen Team, als die Vorproduktion nach Jahren der Unsicherheit tatsächlich begann. Seiner bei Tageslicht in allen Details realisierte,  sehr schmerzhaften anmutende Verwandlungsszene gelang Baker so meisterlich, dass er dafür mit dem Oscar prämiert wurde.

An American Werewolf in London
Cover D

Bei Turbine ist eine liebevoll ausgestattete Mediabook-Edition von American Werewolf erschienen. Die limitierte Edition gibt es mit den sieben hier abgebildeten Cover-Varianten. Das schönste Motiv wurde extra vom Comiczeichner Timo Wuerz (Black Metal, Lula & Yankee) angefertigt. Doch auch die zahlreichen Dokus auf der Bonus-Blu-ray sowie das 54-seitige Booklet können voll überzeugen. Im Rahmen seines fundiert zusammengestellten Textes beschäftigt sich Gerd Neumann auch erstaunlich detailliert mit den Werbeanzeigen, die im Hintergrund einer beeindruckend realisierten Szene zu sehen sind, die in den langen Gängen der Londoner U-Bahn spielt.

An American Werewolf in London
Cover F

Bei der deutschen Erstaufführung nahm sich der Verleiher die Freiheit eine nicht unwichtige Szene, in der David kurz vor dem Finale ein letztes Mal mit seiner Familie in den USA telefoniert, einfach aus den Film herauszuschneiden. Für die DVD-Veröffentlichung wurde diese Sequenz wieder eingefügt, es kam allerdings mit Pascal Breuer ein anderer Synchronsprecher zum Einsatz. Turbine hat sich die Mühe gemacht, den ursprünglichen Sprecher Norbert Langer für eine Neusynchronisation der Szene zu verpflichten. Nicht korrigiert wurde jedoch jene amüsante  Sequenz, in der David von Alex durch ihre kleine Wohnung geführt wird. Wenn sie ihm im Original ihren kleinen Abstellraum mit den Worten “the Closet“ zeigt, ist auf der deutschen Tonspur immer noch “die Toilette“ zu hören…

An American Werewolf in London
Cover A von Timo Wuerz

Extras: Audiokommentare von David Naughton & Griffine Dunne sowie vom Filmexperten Paul Davis (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Das Vermächtnis der Bestie – mit John Landis, David Naughton, Joe Dante u.v.m. (77:18 min), Artefakte des American Werewolf (7:58 min), Das Geheimnis des Werwolfs (11:24 min), Storyboard-Filmvergleich der Verwandlung (2:38 min), American Werewolf im Keller von Bob Burns (4:08 min), Piccadilly Circus – damals & heute (6:19 min), Ein amerikanischer Regisseur in London (11:41 min), Der Ruf des Werwolfs (11:26 min)

An American Werewolf in London
Cover G mit Japan-Artwork

Fürchte den Mond (97:37 min), Fear on Film – Talk mit John Carpenter, John Landis & David Cronenberg (25:40 min), Post Mortem – Talk mit John Landis (39:09 min). Interview mit John Landis (18:20 min), Interview mit David Naughton (12:37 min), Making an American Werewolf (5:15 min), Monster Maker Rick Baker (11:14 min), Casting der Klaue (10:59 min), Outtakes (3:08 min), howdown-Storyboard-Filmvergleich (2:28 min), Galerie mit sehr schönen Fotos zu Musik (3:45 min), US-Trailer (2:53 min + 2:04 min), TV-Spots (1:02 min), Radio-Spots (2:39 min), Deutscher Trailer (2:27 min)

An American Werewolf in Paris

Auch zur Fortsetzung An American Werewolf in Paris hat Turbine eine liebevoll ausgestattete Mediabook-Edition mit einem schönen  Cover von Timo Wuerz veröffentlicht.

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H. P. Lovecraft – Das Gesamtwerk im Schuber

Howard Phillips Lovecraft erzählte in seinen Geschichten immer wieder von bedrohlichen, uralten Göttern, die eigentlich beschreibbar waren. Dennoch gelang es Lovecraft eine Atmosphäre der permanenten Bedrohung aufzubauen. Seine Geschichten veröffentlichte er in Pulp-Magazine und nur seine längere Erzählung Schatten über Innsmouth erschien zu Lovecrafts Lebzeiten in Buchform.

H. P. Lovecraft - Das Gesamtwerk im Schuber

Der Autor starb zwar 1937 im Alter von 46 Jahren, doch sein kultureller Einfluss ist beträchtlich und der Tentakelgott Cthulhu immer noch allgegenwärtig. Sam Raimis Filmreihe Tanz der Teufel verdankt dem von Lovecraft erschaffenen geheimnisvollen Buch Necronomicon mit den Prophezeiungen des wahnsinnigen Arabers Abdul Alhazred sehr viel.

H. P. Lovecraft - Das Gesamtwerk im Schuber

Nachdem Alan Moore (Watchmen) sich nahezu komplett vom Comic-Texten verabschiedet hat, setzte er immer noch seine Serie Neonomicon fort. Das Aufzählen von weiteren Beispielen, wie etwa die geniale Serie Lovecraft Country oder die aktuell nahezu gleichzeitig erschienenen Adaptionen von Lovecrafts Die Farbe aus dem All als Film mit Nicolas Cage und Manga von Gou Tanabe würden den Rahmen der Rezension sprengen.

H. P. Lovecraft - Das Gesamtwerk im Schuber

Anders als gelegentlich behauptet, ist Lovecrafts literarisches Werk erstaunlich umfangreich. Dies beweist eine sechsbändige Ausgabe des Festa Verlags, die auf knapp 3000 Seiten alle 102 Geschichten, darunter auch Schatten über Innsmouth, des laut Stephen King “größten Horrorautors des 20. Jahrhunderts“ enthält. Darunter befinden sich auch Stories, die in Zusammenarbeit mit anderen Autoren wie Robert Bloch (Psycho) oder Robert E. Howard (Conan) entstanden sind.

H. P. Lovecraft - Das Gesamtwerk im Schuber

Einziges Manko der Edition, ist, dass sie – abgesehen von kurzen Angaben zu Originaltitel und Erscheinungsjahr – keine einführenden Texte oder Hintergrundinfos enthält. Doch dies wird durch die sensationell schöne Aufmachung der Edition mehr als ausgeglichen. Für die Gestaltung des Schubers, des durchgehenden Motivs auf den Buchrücken, den sechs Titelbildern, sowie diversen Illustration innerhalb der Bücher konnte Timo Wuerz gewonnen werden.

H. P. Lovecraft - Das Gesamtwerk im Schuber

Der begnadete Illustrator und Zeichner von Comics wie Black Metal, Ghost Realm oder Land oft Giants gibt auch hier Vollgas und gestaltet ein rundum beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Dieses ist ähnlich unbeschreiblich wie Lovecrafts uralte Götter und eine Zierde für jeden Bücherschrank!

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Candyman’s Fluch

Die Doktorandin Helen Lyle beschäftigt sich mit Urban Legends und recherchiert dazu im berüchtigten Chicagoer Wohnghetto Cabrini–Green. Dabei stößt sie auf den immer noch sehr vitalen Mythos vom Candyman. Hierbei handelt es sich um einen Sklaven, der vor 100 Jahren bestialisch ermordete wurde, weil er sich in eine weiße Frau verliebte. Angeblich kehrt der Candyman zurück, wenn sein Namen fünfmal vor einem Spiegel ausgesprochen wird…

Candyman’s Fluch

Diese Geschichte basiert lose auf der Shortstory The Forbidden aus Clive Barkers fünften Buch des Blutes. Regisseur Bernard Rose, der auch das Drehbuch schrieb, verlegte die Geschichte 1992 von England nach Chicago. Er ergänzte aber auch Aspekte, die Rassismus und den sozialen Wohnungsbau thematisieren. Dies stand der Spannung in keinster Weise im Weg, sondern verankerte den Horror in unserer Realität.

Candyman’s Fluch

Bedrohlich sind Tony Todds Darstellung des Titel-„Helden“, die Aufnahmen aus einem realen Elendsviertel,  sowie die für einen Horrorfilm recht ungewöhnliche, aber passende “Minimal Music“ von Philip Glass. Eine Klasse für sich ist auch Virginia Madsen (Dune, Sideways), die als Helen Lyle viel mehr ist als eine Scream-Queen à la Jamie Lee Curtis ist. Sehr glaubhaft spielt sie eine junge frustrierte Ehefrau, die sich in die Erforschung des Candyman-Mythos hineinsteigert.

Candyman’s Fluch

Natürlich zog der Stoff Fortsetzungen nach sich und natürlich konnten diese dem Original nicht das Wasser reichen. Dennoch ist Candyman 2 – Die Blutrache von Bill Condon (Gods and Monsters) durchaus sehenswert, während Candyman 3 – Der Tag der Toten nicht weiter der Rede wert ist. Jordan Peele (Get Out, Wir, Lovecraft Country) hat 2021 eine aufregende Mischung aus Sequel und Reboot von Candyman angeschoben.

Candyman’s Fluch

Die Blu-ray von Turbine Medien enthält neben dem 99-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Drei Audiokommentare von Clive Barker, dem Team und den Darstellern, sowie den Kritikern Stephen Jones und Kim Newman (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Isolierte Tonspur mit Soundeffekten und der Musik von Philip Glass; Wendecover mit alternativem Artwork.

Limitiertes Mediabook Cover A – Timo Wuerz Artwork

Aussagekräftige Interview-Featuretten mit Clive Barker (10:47 min), Bernard Rose und den Darstellern Darsteller (23:49 min), Tony Todd (9:47 min), Virginia Madsen (13:11 min), Bob Keen und seinem Make-Up-Team (8:02 min), Nebendarsteller Ted Raimi (2:49 min), Kritiker Douglas E. Winter (18:39 min), Production-Designerin Jane Ann Steward (6:22 min) und von den Autoren Tananarive Due & Steven Barnes (20:41 min); Storyboards (5,22 min); Trailer zu „Candyman“, „Candyman 3“ und „Hellraiser 1-3“.

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Timo Wuerz: Land of Giants

Nachdem Panini zuvor bereits im selben übergroßen Hardcover-Format mit Reiche Ernte das durchaus beeindruckende Comic-Comeback von Chris Scheuer präsentierte, folgt jetzt der nächste Klopper. In Land of Giants tobt sich Timo Wuerz (Black Metal, XCT Lula & Yankee, Aaron und Baruch) in oft doppelseitigen plastischen Gemälden aus einer postapokalyptischen Welt so richtig aus.

Timo Wuerz: Land of Giants

Auf dem Cover des Albums wird das dreiköpfige Team Jan Cronauer, Mark Wachholz und Krystof Zlatnik als Autoren benannt. Mit Mathis Landwehr (Lasko – Die Faust Gottes) in der Hauptrolle hat das Trio bereits 2012 unter dem Label Roundhouse einen 12-minütigen Pilotfilm zu Land of Giants (nicht zu verwechseln mit Irvin Allens 60er-Jahre-TV-Serie Land of the Giants) per Crowdfunding produziert und online gestellt.

Timo Wuerz: Land of Giants

Die Geschichte spielt in einer einst hoch technisierten Welt, die von riesigen Wesen durch gewaltige Stürme zurück in die Steinzeit getrieben wurde. Einzige Hoffnung ist Crunch, der trotz starker Gehbehinderung zum Kampf gegen die Giganten antritt. Geplant ist eine TV-Serie und um diese wahrscheinlicher werden zu lassen, wurde Timo Wuerz angeheuert, der leider nicht am Video beteiligt war.

Timo Wuerz: Land of Giants
Der auf 80 Seiten souverän von Wuerz in Szene gesetzte Prolog ist sehr viel beeindruckender (und mystischer) als das sorgfältig inszenierte aber knapp budgetierte Filmchen. Der Comic könnte dazu beitragen, dass Bewegung in die Sache kommt. Wenn dabei “nur“ eine Comic-Serie auf dem Niveau des Eröffnungsbandes herauskommt, wäre das schon eine ganze Menge.

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Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 10. Februar 2019 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Angoulême und Disneyland Paris

Auf dem Weg zur 46. Ausgabe des größten europäischen Comic-Festivals im französischen Angoulême schaute ich im Disneyland Paris vorbei.

COMIC CAFÉ

Dort gibt es mittlerweile zwei Freizeitparks, die auch im Winter zahllose Attraktionen präsentieren. Geboten werden u. a. Johnny Depp in Piraten der Karibik, eine Reise durchs aktuelle Star-Wars-Universum sowie eine Leistungsshow französischer Stuntmen und auch die Marvel-Superhelden sind im Anmarsch.

COMIC CAFÉ

Auch auf dem Comicfestival in Angoulême blieben kaum Wünsche offen.

COMIC CAFÉ

Es gab beeindruckende Ausstellungen zu Milo Manara und zum Festival-Präsidenten Richard Corben.

COMIC CAFÉ

Doch auch der 80. Geburtstag von Batman wurde mehr als gebührend gefeiert!

Zu Gast: ANDI PAPELITZKY

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Geboren und aufgewachsen bei München, entdeckte Andi im Kommunikationsdesign-Studium seine Leidenschaft für Illustration und Animation. 2011 entstand als Abschlussarbeit der Stop-Motion Animationsfilm Basement Blues.

ANDY PAPELITZKY

Als großer Comic-Fan und Film-Junkie zeichnet er außerdem neben der Arbeit als Grafikdesigner und Illustrator Independent-Comics, CD-Artworks und allerlei anderen Kram.

ANDY PAPELITZKY

2014 erschien der erste Comic Band Der Punch – ein 140-seitiger Hörspielcomic für das gleichnamige Album der Band apRon. 2017 erschien der Bildband/Comic Auf dem Ponyhof, der abermals als Begleitwerk zur gleichnamigen apRon-Platte diente.

ANDY PAPELITZKY

Sein neustes Projekt ist die Sci-Fi-Comic-Serie Bountilus, die vom Weltraumkapitän Nihil und seinen treuen Lieutenant Quattro handelt. Bei ihren Abenteuern an Bord des Weltraumtaxis Bountilus stolpern sie von einem Abenteuer ins nächste, erkunden fremde Welten, treffen auf skurrile Gestalten und lassen sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen.

ANDY PAPELITZKY

Im Comic Café erzählte Andi, was der neuste Stand bei diesem galaktischen Projekt ist und wohin die Reise der Bountilus geht.

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht.

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Regelmäßig und kontrovers diskutiere ich in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren Rainer Schneider (Comicaze), Michael Khambekar und der Comic-Zeichner Rolf Boyke zu Gast.

Diese Comics standen zur Debatte:

Timo Wuerz‘ BLACK METAL von 2001 liegt bei Popcom als prachtvolle Neuausgabe vor und hat nicht von seiner Wucht verloren.

BLACK METAL

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Mit DOPPEL 7 erzählen Szenarist Yann und Comiczeichner André Juillard bei Salleck eine ebenso spannende wie dramatische Geschichte vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs.

Doppel 7

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Trickfilmklassiker – TWEETY & SYLVESTER!

Matthias Schäfer hat ausgewählte und besonders lustige Trickfilm-Klassiker mit dem Kanarievogel TWEETY und dem schwarzen Kater SYLVESTER vorgestellt.

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Er erzählte auch die Geschichte hinter den seit 1942 bestehenden Konflikten zwischen Katz und Maus.

COMIC CAFÉ
COPYRIGHT: Warner Bros

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Die nächste Termine ist der 31. März 2019

Rolf Boyke hat wieder einen Cartoon zur Veranstaltung gezeichnet!

Rolf Boyke COMIC CAFE

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Timo Wuerz: Der letzte Henker

Timo Wuerz ist im Comicbereich eher durch seine realistisch gestalteten und äußerst aufwändig kolorierten Arbeiten aufgefallen. In seiner Serie Black Metal trat 2001 eine Nebenfigur auf, die sich wie der letzte Henker benahm und auch schon zahlreiche Auftritte in Form von Internet-Strips hatte. 2006 erschienen die Erlebnisse dieses unangenehmen Zeitgenossen auch gedruckt und gebündelt.

Timo Wuerz: Der letzte Henker

Das Covermotiv von Der letzte Henker vor der Autobahn ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, denn die lässig runter gezeichneten Gags im Buch sind allesamt sehr viel witziger. Wir bekommen faszinierende Einblicke in das Leben eines Menschen um den wir ansonsten garantiert einen großen Bogen machen würden. Es sei denn wir wären Tankwagenfahrer einer Whiskeyfirma und müssten den fetten Kerl wöchentlich beliefern (und auch noch mit ihm Mühle spielen).

Timo Wuerz: Der letzte Henker

Das Frauenbild der Hauptfigur ist erschütternd, Mädchen die noch den Schokoriegel “Raider“ kennen sind ihm zu jung und zum Model-Shooting benutzt er seine Knarre. Auch politisch geht es nicht allzu korrekt zu, etwa wenn ein Araber seinen Teppich ausklopft und der letzte Henker fragt: “Na, springt er nicht an?“

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Timo Wuerz: Black Metal

Vom Mai bis Oktober 2001 veröffentlichte der Infinity Verlag zunächst in vier Heften und dann als Sammelband den Comic Black Metal. Hierbei handelte es sich um die Vorgeschichte zur vier Jahre zuvor bei Carlsen erschienenen Geschichte XCT. In beiden Fälle überzeugt schon auf den ersten Blick das plastisch colorierte Artwork von Timo Wuerz, das zwar fotorealistisch aber nie steril wirkt.

Timo Wuerz: Black Metal

Doch ebenso wichtig sind ist die fesselnden Stories von Niki Koop. Black Metal zieht den Leser mit der detailreichen Schilderung einer WG im damaligen Berlin sofort in den Bann. Drei zusammenlebende Mädchen bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Webcams, die sie heimlich in der Wohnung ihres total versifften Nachbarn untergebracht haben.

Timo Wuerz: Black Metal

Diesen Mann, der auch schon einmal die Briefträgerin ohne Unterhose empfängt, verarbeitete Timo Würz auch zur in einem komplett anderern Stil gezeichneten, schreiend komischen Funny-Serie Der letzte Henker.

Timo Wuerz: Black Metal

Ansonsten sind die Mädchen der WG auch noch ständig auf der Jagd nach den neusten Trends. Corky, Asako und Nina wechseln Musikstile, Outfits sowie ihren kompletten Bekanntenkreis häufiger als ihr Nachbar seine Unterwäsche. Daher besuchen sie ein Black Metal-Konzert und werden von etwas sehr Seltsamen infiziert, was verhängnisvolle Folgen hat. Timo Wuerz gelang es tatsächlich auf atemberaubend gestalteten Seiten eine Art Comic-Konzert zu zelebrieren und den Rausch des Mädchen-Trios absolut nachvollziehbar zu machen.

Timo Wuerz: Black Metal

Es ist sehr erfreulich, dass POPCOM diesen Comic zum fairen Preis neu aufgelegt hat. Obwohl die gebundene Gesamtausgabe großformatiger ist als die Edition von Infinity kommen die Bilder von Wuerz diesmal etwas kleine zum Abdruck. Doch dafür gibt es Bonusmaterial ohne Ende und es ist toll, dass Black Metal neu aufgelegt wurde!

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Timo Wuerz: Ghost Realm

Die Geschichte beginnt recht realistisch. Während der Vater von Sam ein viel beschäftigter Akademiker ist, der (vergeblich) den gleichen Ehrgeiz von seinem Sohn erwartet, hat Elviras Mutter Alkoholprobleme. Dass sie zudem auch noch glaubt, ihr verstorbener Ehemann würde zurückkehren, erscheint am Ende der Story weniger wahnsinnig als erwartet.

Timo Wuerz: Ghost Realm

Verfolgt von einer Jugendgang flüchten sich Elvira und Sam in den Laden des mysteriösen Doktor Wang. Dort geht es recht seltsam zu, doch völlig irre wird es nachdem das Pärchen durch ein Portal ins Reich der Geister – dem Ghost Realm – purzelt und getrennt wird. Auf seiner Suche nach Elvira trifft Sam allerlei ungewöhnliche und auch unheimliche Gestalten.

Timo Wuerz: Ghost Realm

Es ist manchmal nicht ganz einfach in Robert Frankes Geschichte durchzublicken, doch den Hauptfiguren geht es ähnlich. Ein Dranbleiben lohnt sich, denn am Ende des zweiten Bands gelingt es dem Autor die Handlungsfäden recht eindrucksvoll zu verknüpfen. Die Hauptattraktion des Comics sind aber zweifelsohne die Bilder von Timo Wuerz. Sein Artwork ist mal altmeisterlich und detailverliebt ausgearbeitet, doch nicht minder beindruckend sind die lässig hingepinselten Doppelseiten.

Timo Wuerz: Ghost Realm

Genau wie Timo Wuerz‘ Frühwerke Aaron und Baruch, Lula & Yankee und XCT wurde auch Ghost Realm in einer schönen Hardcover-Ausgabe bei Popcom veröffentlicht. Leider enthält keiner der beiden Bände Bonusmaterial, doch – und das ist schließlich am erscheint wichtigsten! – der Comic kann überzeugen.

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