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Stirb langsam 4.0

Elf Jahre nach seinem letzten Einsatz war Bruce Willis 2007 ein viertes Mal als John McClane zu sehen. Während John McTiernan, der Teil 1 und 3 inszenierte, diesmal als Produzent fungierte, führt Len Wiseman Regie, der es bereits in den beiden Underworld-Filmen ordentlich krachen ließ. Glücklicherweise ist der Experte für gotisch anmutenden Horror auch bekennender Die Hard-Fan und er liefert den Fans der Reihe bodenständige durch die Hauptfigur geerdete Action.

Stirb langsam 4.0

Der Originaltitel des Films lautet übersetzt “Leb frei oder stirb langsam“ und ließ befürchten, dass John McClane diesmal haufenweise ausländische Terroristen zu bekämpfen hatte. Doch die Story ist (sicher auch im Hinblick auf ein auf US-Hurra-Patriotismus nicht immer begeistert reagierendes internationales Kinopublikum) deutlich raffinierter.

Stirb langsam 4.0

Der Schurke im Film ist ein Abfallprodukt der konkurrierenden US-Behörden und Geheimdienste, die miteinander darum wetteiferten das Land nach dem 11. September sicher und kontrollierbar zu machen. Thomas Gabriel (Timothy Olyphant) war einigen Bürokraten gegenüber zu nassforsch und wurde gefeuert. Das Computer-Genie weiß nun ganz genau, welche Knöpfe er drücken muss. um die Verkehrswege, Stromversorgung und den Geldfluss des Landes lahm zu legen.

Stirb langsam 4.0

Der alles durch Computer regelnde Gabriel ist in der Tat ein 4.0-Update des von Alan Rickman verkörperten Hans Gruber, der in Stirb Langsam lediglich ein Hochhaus in seine Gewalt brachte und nicht das halbe Land. Ein Typ wie Gabriel ist natürlich der optimale Gegenspieler für den technikfeindlichen John McClane, der seinen Gegnern lieber “Yippie-Ya-Yeah“-mäßig in den Allerwertesten tritt. Sicherheitshalber hat McClane diesmal den lichtscheuen Computer-Nerd Matt Farrell (Justin Long), sowie dessen bei seiner Mutter wohnenden Guru Warlock (Kevin Smith alias Silent Bob), an seiner Seite.

Stirb langsam 4.0

Der 52-jährige glatzköpfige Bruce Willis ist immer noch absolut glaubhaft als verletzlicher Actionheld und seine Präsenz verhindert, dass die teilweise unglaubliche Materialschlacht, wie es sie in dieser Größenordnung und Perfektion seit James Camerons True Lies nicht mehr auf der Leinwand zu sehen gab, lediglich zu einer Leistungsschau der Stuntmen und Tricktechniker verkommt.

Stirb langsam 4.0

Zum Glück hat es dannach keine 12 Jahre gedauert, bis Bruce Willis als John McClane in Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben ein weiteres Mal für alles andere als Ruhe und Ordnung sorgt.

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Stephen King: Duddits – Dreamcatcher

Für dieses Buch hat sich Stephen King ordentlich ins Zeug gelegt. Besonders sein körperlicher Einsatz ist anerkennenswert. Hierzu ein Zitat aus Kings Nachwort: „Dieses Buch wurde mit der besten Textverarbeitung der Welt geschrieben, einem Patronen-Füllfederhalter von Waterman. Die erste Fassung eines so langen Buches mit der Hand zu schreiben hat mich der Sprache so nah gebracht, wie ich es seit Jahren nicht mehr war.“

Stephen King: Duddits - Dreamcatcher

Mit dem Inhalt seiner Erzählung hat sich Stephen King, der auch noch das große Privileg hatte während eines Stromausfalls bei Kerzenlicht zu schreiben, leider etwas weniger Mühe gegeben. Die Geschichte um vier Freunde, die seit ihren Kindheitstagen einmal im Jahr einen Jagdausflug unternehmen, beginnt noch recht vielversprechend. Bei der Beschreibung der unterschiedlichen Charaktere blitzt eingangs noch Kings alte Meisterschaft auf. Sofort wird der Leser mit vier ebenso unterschiedlichen wie sympathischen Charakteren und ihren speziellen übersinnlichen Fähigkeiten konfrontiert.

Stephen King: Duddits - Dreamcatcher

Doch unnötig schnell opfert King zwei dieser Hauptfiguren und er geizt außerdem auch noch mit seiner ganz speziellen Begabung: Er lässt die für die Handlung nicht unwichtigen Beschreibungen der Kindheit seiner Helden nur sehr spärlich einfließen. Wahrscheinlich wollte er vermeiden, dass Duddits zu sehr an sein ähnlich gelagertes Meisterwerk Es erinnert. In diesem Zusammenhang mutet es dann jedoch seltsam an, dass King immer wieder kleine Zitate aus Es einbaut.

Stephen King: Duddits - Dreamcatcher

Eine weitere etwas zweifelhafte Angelegenheit ist die Sache mit dem Titelhelden (zumindest der deutschen Fassung) „Duddits“. Dieser heißt eigentlich Douglas und ist geistig behindert. Die vier edlen Freunde retteten ihn einst vor einigen dieser typischen Stephen-King-Schulrüpel. Seitdem sind Duddits und unsere Helden unzertrennlich. Doch Duddits hat, oh Wunder, auch noch einige magische Fähigkeiten. An diesem Hokuspokus ist der, sonst auch immer in der Realität verankerte, King sehr viel stärker interessiert als an der halbwegs sorgfältig recherchierten Beschreibung der Lebensumstände eines Menschen mit Down-Syndrom. Stattdessen hat King sich lieber eigenhändig und ausführlich mit den Fahreigenschaften eines Humvee-Jeeps auseinandergesetzt. Dies zeigt zumindest, dass er das Trauma seines schweren Unfalls (er wurde von einem LKW angefahren) gut überwunden hat.

Stephen King: Duddits - Dreamcatcher

Dem sonst eher in gänzlich anderen Bereichen agierendem Regisseur Lawrence Kasdan (Body Heat, Der große Frust, Grand Canyon) gelangt 2003 in der bei uns unter dem Originaltitel Dreamcatcher gezeigten Verfilmung zusammen mit dem schon Stephen-King-erfahrenen Drehbuchautor William Goldman (Misery) das Kunststück so ziemlich alle brauchbaren und gelungenen Bestandteile des Buches zu einem wirklich spannenden Film zu verarbeiten. Weiterer Pluspunkt sind die gute Besetzung (u. a.  Morgan Freeman, Thomas Jane, Jason Lee, Damian Lewis, Timothy Olyphant und Tom Sizemore), sowie überraschende und scheinbar beiläufige Einsatz von Spezialeffekten, die nicht protzig, sondern tatsächlich erschreckend und manchmal sogar verstörend komisch wirken.

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Mother’s Day

In seinem letzten Film macht der am 19. Juli 2016 verstorbene Regisseur Garry Marshall noch einmal das, was er am besten kann. Indem er für gute Stimmung am Set sorgte, gelang es ihm auch oft den Zuschauer bestens zu amüsieren. Nach dem etwas besseren “Valentinstag“ (2010) und dem sehr viel schlechteren “Happy New Year“ (2011), setzte er sein Feiertags-Konzept fort.

Mother's Day

Mit großem Ensemble erzählt Garry Marshall kleine Geschichten rund um einen “unreligiösen“ Feiertag. Doch ganz so wild wuchernd wie in den beiden vor Verwicklungen nur so strotzenden Vorgänger-Filmen geht es diesmal nicht zu. Im Zentrum der in Atlanta angesiedelten Handlung um Menschen, deren Leben sich am Muttertag entscheidend ändert, stehen diesmal genau genommen nur zwei recht geschickt verzahnte Episoden, die beide auch als eigenständige Spielfilme funktioniert hätten.

Mother's Day

Da wäre Jesse (Kate Hudson), die ihren texanischen Redneck-Eltern verschwiegen hat, dass sie einen Mann indischer Abstammung geheiratet hat (während ihre mit einer Frau zusammenlebende Schwester nicht daran denkt, sich zu outen). Als die Eltern überraschend und unangemeldet am Muttertag zu Besuch kommen, bricht ein passables Chaos aus. Im Zentrum von Episode II steht Sandy (Jennifer Aniston), deren Ex-Mann Henry (Timothy Olyphant) heimlich eine sehr viel jüngere Frau geheiratet hat. Bei ihren Versuchen mit der Situation fertig zu werden, trifft sie in besonders peinlichen Momenten immer wieder auf den verwitweten Bradley (Jason Sudeikis)…

Mother's Day

Als Bindeglieder zwischen diesen Geschichten fungieren kürzere Episoden, wobei Julia Roberts (die für nur vier Drehtage eine Gage von 3 Millionen Dollar erhielt) in einer recht lustigen Nebenrolle als Star eines Homeshopping-Senders den Film dominiert. Ganz großes Kino ist eine kurze mit Roberts und Héctor Elizondo, der in allen 18 Spielfilmen von Marshall dabei war (und daher im Nachspann den Credit “as always“ erhält). Wenn Julia Roberts kurz ihre Gabel hebt, um zu zeigen, dass sie jetzt mit Besteck klar kommt, ist dies eine hübsche Anspielung auf Garry Marshalls Mega-Erfolg “Pretty Woman“.

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