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Batman: Ninja

Japanische Versionen von Batman sind nichts Neues. Parallel zur TV-Serie mit Adam West zeichnete Jiro Kuwata bereits 1966 eine Manga-Version des damals noch gar nicht so dunklen Ritters. Deutlich finsterer ging es 2008 zu, als mit Batman: Gotham Knight unter japanischer Regie eine Zusammenstellung von sechs Anime-Kurzfilmen auf DVD und Blu-ray erschien. Diese Kompilation war der dritte Beitrag zur Reihe DC Universe Animated Original Movies.

Batman: Ninja

Batman Ninja entstand außerhalb dieses Labels und erzählt eine durchgehende Geschichte über Batman, der sich gemeinsam mit einigen Verbündeten und Gegnern plötzlich im mittelalterlichen Japan befindet. Dort haben sich Joker, Penguin, Two-Face, Poison Ivy und Deathstroke bereits als mächtige Kriegsherren etabliert. Batman und sein Team nehmen den Kampf auf…

Batman: Ninja

Das Design zu Batman Ninja stammt von Takashi Okazaki (Afro Samurai) und ist erstaunlich vielfältig. Der Film beginnt als detailverliebter Animationsfilm voller verrückter Bilder und überrascht mittendrin durch einen krassen Stilwechsel. In einen simplen an japanische Holzschnitte und Aquarelle erinnernden Stil wird davon erzählt, wie der Joker und Harley Quinn versuchen als schlichte Bauern zu leben.

Batman: Ninja

Das Finale ist dann wieder bombastischer animiert und mündet in eine fast schon klischeehafte Schlacht zwischen Riesenrobotern, während der Nachspann eine Nippon-Version von Gotham City präsentiert. Notdürftig zusammengehalten durch eine oft etwas seltsame Geschichte entstand ein farbenfrohes Spektakel voller durchgeknallter Kulissen, Kostüme und Action-Sequenzen.

Batman Ninja

Die Blu-ray von “Batman Ninja“ enthält neben dem 85-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “East West Batman“ (17:33 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), “Batman: Made in Japan“ (14:03 min) und “Präsentation auf dem New York Comic Con“ (49:02 min)

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Batman vs. Two-Face

Außerhalb der mittlerweile auf knapp 30 Zeichentrickfilme angewachsenen Reihe DC Universe Animated Movies entstand 2016 mit Batman: The Return of the Caped Crusaders ein Animationsfilm, der auf der klassischen TV-Serie aus den 60er Jahren basiert. Als Synchronsprecher standen die Original-Darsteller Adam West, Burt Ward und Julie Newmar als Batman, Robin und Catwoman zur Verfügung.

Batman vs. Two-Face

Mit Batman vs. Two-Face folgte ein Jahr später ein weiterer Trickfilm, in dem zusätzlich noch William Shatner als Two-Face zu hören ist. Adam West konnte hierfür seine Texte als Batman noch einsprechen, bevor er am 9. Juni 2017 verstarb. Das Resultat ist eine tricktechnisch recht ansprechende und sehr unterhaltsame Hommage an die legendäre TV-Serie, die Freunde des Dunklen Ritters durch allerlei Gastauftritte etwa von Dr. Harleen Quinzel alias Harley Quinn , erfreuen dürfte. Witzig ist auch der Nachspann in dem die Hauptfiguren völlig entfesselt herumtanzen.

Batman vs. Two-Face

Fast noch gelungener als der Hauptfilm ist das Bonusmaterial. Geboten wird ein Bericht über eine Gesprächsrunde zum Gedenken an Adam West, die 2017 auf dem San Diego Comic Con stattfand. Teilgenommen hat neben Kevin Smith noch Lee Meriwether, die als Catwoman im Kinofilm Batman hält die Welt in Atem zu sehen Atem. Interessant ist auch ein Bericht über den Robin-Darsteller Burt Ward, der allen Ernstes sein spezielles Hundefutter entwickelt hat, durch das die Vierbeiner zwei- bis dreimal so lange leben. Heilger Fressnapf!

Batman vs. Two-Face

Die amerikanische und britische Blu-ray von Warner enthält neben dem 82-minütigen Animationsfilm (zu dem es leider keine deutsche Tonspur gibt) noch die Specials “Adam West Tribute Panel auf dem San Diego Comic Con“ (39:27 min), “The Wonderful World of Burt Ward“(14:34 min) sowie kurze Statements von Burt Ward und Lee Meriwether. Außerdem liegen noch drei witzige Postkarten bei. In Deutschland ist der Film unter dem Originaltitel lediglich als DVD erschienen, hier fehlt leider das Bonusmaterial .

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Paul Dini: Dark Night – Eine wahre Batman-Geschichte

Paul Dini hat das Batman-Universum um die Figur der Harley Quinn bereichert. Bevor er ein renommierter Comic-Autor wurde, arbeitete er für die Trickfilm-Industrie. Nachdem er zunächst für die von Steven Spielberg produzierte Cartoon-Serie „Tiny Toon Adventures“ schrieb, ging ein Traum in Erfüllung und Dini durfte sich im Rahmen von “Batman: The Animated Series“ Geschichten für seinen Lieblingshelden ausdenken.

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1993, gerade als er am auch im Kino gezeigten Animationsfilm “Batman und das Phantom“ mitarbeitete, hatte Paul Dini ein ebenso schreckliche wie traumatisches Erlebnis. Nachdem er von einer Frau, die er zu lieben glaubte, einen Korb bekommen hatte, machte er sich zu Fuß auf den Heimweg. Dabei wurde wurde von zwei Kriminellen ausgeraubt und brutal zusammen geschlagen.

Harley Quinn

Es dauerte lange, bis sich Dini wieder aufraffen und sein bisheriges ihn scheinbar völlig ausfüllendes Leben fortführen konnte. Während dieser schweren Zeit fragte er sich ganz gewiss öfter, warum ihm beim Überfall nicht jemand wie Batman zur Seite gestanden hatte.

Paul Dini: Dark Night - Eine wahre Batman-Geschichte

Dreizehn Jahre später verarbeitete er seine Erlebnisse zu einem Comic, der nicht zu Unrecht den Titel “Eine wahre Batman-Geschichte“ trägt. Dini beschreibt hier gnadenlos ehrlich seine körperlichen und seelischen Schmerzen nach dem Überfall.

Paul Dini: Dark Night - Eine wahre Batman-Geschichte

Dies geschieht oft in Form von Zwiegesprächen mit Batman, der ihm vorwirft in jener Nacht nicht aufmerksam gewesen zu sein, sowie mit Superschuken, wie Two-Face, Poison Ivy und natürlich dem Joker, die ihn verhöhnen. Garniert mit vielen witzigen Details erzählt Dini aber auch von seiner lebenslangen Liebe zu Comics und Cartoons.

Paul Dini: Dark Night - Eine wahre Batman-Geschichte

Doch nicht nur inhaltlich ist dieser beim DC-Unterlabel Vertigo erschienene Comic eine Meisterleistung, sondern auch optisch. Den brutalen Überfall auf Dini setzt der aus Argentinien stammende Zeichner Eduardo Risso in seinem knallharten mit vielen Schwarzflächen arbeitenden Stil in Szene, der bereits die Vertigo-Serie “100 Bullets“ zu etwas ganz Besonderen machte. Bei den gar nicht so wenigen heiteren Momente innerhalb von Dinis Geschichte, setzt Risso fast schon konträre plastisch kolorierte Bilder ein. Es erstaunt einmal mehr, was für völlig unterschiedliche Geschichten sich rum um die Figur des Dunklen Ritters erzählen lassen.

Paul Dini: Dark Night - Eine wahre Batman-Geschichte
Paul Dini

Auf dem Comicfestival München hat Dark Night den PENG!-Preis als bester nordamerikanischer Comic erhalten.

Eduardo Risso (rechts im Bild) kommt 2019 zum Comicfestival München!

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Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Obwohl die Serie in seiner Heimatstadt spielt, kommt Batman nicht im Titel von Gotham Central vor. Die Comic-Reihe schildert den Kampf des Gotham City Police Departments gegen das Verbrechen. Dabei bekommen es die Cops natürlich auch mit Superschurken zu tun. Gleich im ersten Heft der 2002 gestarteten Serie taucht etwa Mr. Freeze auf, sehr viel später ist auch immer mal wieder kurz Batman zu sehen. Doch in erster Linie wird der ganz normale, gerade dadurch sehr spannende, Alltag einiger Menschen geschildert, die versuchen in einer Stadt mit hoher Kriminalität ihren Job zu erledigen und dabei ehrlich zu bleiben.

Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Paninis zweiter Gotham Central-Band enthält die in den US-Heften 6 bis 10 erzählte Storyline Doppeltes Spiel, die einer der absoluten Höhepunkte der leider nach 40 Heften eingestellten Serie ist. Das Cover ziert zwar Two-Face, doch die ersten vier Hefte erzählen einen hochspannenden Krimi ohne Superschurken und maskierte Rächer. Im Zentrum des Geschehens steht die Polizistin Renee Montoya, die 1992 aus der Batman-Zeichentrickserie ins Comic-Universum übernommen wurde. Jemand hat es auf Montoya abgesehen und verschickt an ihre Familie und Kollegen Fotos, auf denen sie eine Frau küsst.

Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Doch es kommt noch schlimmer, denn mit fingierten Beweisen wird versucht, Montoya einen Mord unterzuschieben und sie muss erleben, wie kaum ein Kollege zu ihr hält. Während Greg Rucka die ersten fünf Hefte von Gotham Central gemeinsam mit Ed Brubaker verfasste, schrieb er Doppeltes Spiel im Alleingang. Dankenswerterweise enthält Paninis Sammelband zusätzlich noch zwei weitere von Rucka geschriebene Comic-Geschichten, die vor dem Start von Gotham Central entstanden und sehr hilfreich zum Verständnis von Doppeltes Spiel sind.

Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Beide Augen zu (aus Batman Chronicles # 16) spielt zu einer Zeit als in Gotham nach einem Erdbeben chaotische Verhältnisse herrschten. Innerhalb dieser sich durch viele DC-Serien ziehenden Storyline Niemandsland trifft Montoya auf Two-Face. Dieser wirft vor jeder Entscheidung eine Münze. Da diese scheinbar immer auf der richtigen Seite landet, ist Two-Face eine große Hilfe dabei, in Gotham wieder für Recht und Ordnung zu sorgen. Die Story Doppelte Glückwünsche (aus Detective Comics # 747) nimmt Bezug auf diese Ereignisse und thematisiert das besondere Verhältnis zwischen Montoya und Two-Face. Es wird aber auch schon angedeutet, dass die Polizistin – sehr zum Ärger ihrer erzkatholischen Eltern – kein Interesse hat, sich an einen Mann zu binden.

Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Diese beiden von Greg Rucka sehr interessant erzählten Geschichten, zeigen aber auch worin einer der Hauptreize von Gotham Central besteht, denn diese Storys wurden nicht von Michael Lark gezeichnet. Dessen auf den ersten Blick sehr unspektakulärer Stil scheint (genau wie David Mazzucchellis Artwork zu Frank Millers Batman: Year One) so gar nicht zu einer Comic-Serie aus dem Hause DC zu passen. Doch gerade Michael Larks sachliche und nüchterne Darstellung der ohne große Superhelden-Action auskommenden Geschichten, passt optimal zu Brubakers und Ruckas realistischen Blick auf Batmans Welt.

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Batman ’66 – Band 3

Der eine Pop-Art Künstler Mel Ramos (*1935) zeichnete ab ca. 1961 Batman-Bilder und der andere große Pop-Art Künstler Andy Warhol (*1928 – 1987) drehte seinen unautorisierten Fan-Film “Batman Dracula“ im Jahr 1964. Dies ist der Anfang dessen, was heute unter “Campy-Batman“ verstanden wird.

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Softcover-Cover

Und endlich am 12. Januar 1966 erblickte dieser Batman auch im Fernsehen das Licht der Welt. Beziehungsweise die Welt erblickte ihn: “Batman“. Die Serie rief eine der größten Modeerscheinungen ins Leben, die die Welt je kennengelernt hatte. Bis heute fragt man sich: Warum? Die Antwort darauf scheint sowohl einfach als auch schwierig. Gut, die Serie war anders als die bis dahin bekannten Serien. Sie sprach darüber hinaus sowohl Kinder an, die den bunten maskierten Helden Batman aus den Comics kannten, als auch die Erwachsenen durch ihren starken Humor und die bekannten Stars. Ein Programm also, das sich Eltern mit ihren Kindern gemeinsam anschauen und daran zusammen Spaß haben konnten.

Die Serie “Batman“ mit Adam West und Burt Ward umfasst 120 Episoden mit einer Dauer von jeweils 25 Minuten. Sie hat heute Kultstatus und wird auch oft (berechtigt oder nicht) als Parodie auf Batman bezeichnet. 1966 wurde ein abendfüllender Spielfilm mit dem Titel “Batman hält die Welt in Atem“ mit der Originalbesetzung der Serie gedreht.

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Heute – fast 50 Jahre später – ist dieser Batman für viele immer noch der Inbegriff von Batman schlechthin. Er hat eine ganze Generation geprägt und ist auch heute noch im Bewusstsein vieler Menschen fest verankert. Diese Popularität macht sich die neu gestartete Comic-Serie “Batman ‘66“ zu Eigen und versucht an alte Glanzzeiten anzuknüpfen.

Batman ’66 - Band 3

In insgesamt neun (in manchen der sieben Hefte sind zwei Storys) kleinen und überaus unterhaltsamen Geschichten geben sich die guten alten Figuren ein Stelldichein: Es gibt ein Wiedersehen mit dem Bücherwurm, König Tut, der Königin der Diamanten Marsha, Minstrel, dem Joker, Riddler, Pinguin, Egghead, False Face, Clock King und vielen anderen mehr. Auch Commissioner Gordon, der unvergessliche Chief Miles O’Hara, Tante Harriet und natürlich Alfred sind mit von der Partie. Wieder zaubert Jeff Parker (mit dem dieser Band auch ein Interview enthält) die schrillsten und aberwitzigsten Ideen hervor und belebt das Flair der guten alten Batman-TV-Serie aus den 1960er Jahren zu neuem Leben.

Batman ’66 - Band 3
US-Cover von Alex Ross

Besonders drei Geschichten sind eine nähere Betrachtung wert. In Heft #13 liefert der neue Schreiber Gabriel Soria eine ziemlich clevere Story ab: Hier startet die neue TV-Serie „The Dark Knight Detective“ und ganz Gotham City verfällt in eine Batmania. Der Ton der Serie ist “grim ‘n gritty“ und präsentiert einen völlig neuen Batman! Auch rein äußerlich ähnelt er mehr dem Spirit mit (Anzug und Schlips und) Batmaske, als dem, der ’66-Realität. Und auch der Produzent der TV-Serie – Fred Fillips – hat starke Ähnlichkeiten mit Frank Miller.

Jeff Parker zeigt uns in Heft #14 dass ein Bat-Roboter – auch wenn er noch so gut programmiert ist – keinen Batman aus Fleisch und Blut ersetzen kann. Das hat dieser Batman erkannt – scheinbar anders, als zum Beispiel der Batman aus Kingdom Come oder vergleichbaren Geschichten.

BATMAN ‘66: THE LOST EPISODE

Den Höhepunkt schließlich liefert die “Lost Episode“ – gemeint ist die Geschichte mit Two-Face von keinem geringeren als Harlan Ellison. Diese Geschichte war schon für die ’66-TV-Serie vorgesehen (und Clint Eastwood wurde als Harvey Dent in Erwägung gezogen), aber wurde nie umgesetzt. Nun endlich ist auch Two-Face in den 60-er Jahren angekommen. Für Neuleser und Nostalgiker ist diese Serie eine wahre Fundgrube an unvergesslichen Bat-Gimmicks und ikonischen Dialogen. Die Welt ist wieder verrückt nach dem Pop-Art-Batman.

Norbert Elbers

DC Premium 91: Batman ’66 (Band 3); enthält: Batman ’66, #12 bis #17 und Batman 66: The Lost Episode #1 (August 2014 bis Januar 2015); Text: Jeff Parker, Art Baltazar; Franco, Gabe Soria, Harlan Ellison, Len Wein; Zeichnungen: Dario Brizuela, Ted Naifeh, Dean Haspiel, Paul Rivoche, Craig Rousseau, Wilfredo Torres, José Luis Garcia-Lopez; Tusche: Dario Brizuela, Ted Naifeh, Dean Haspiel, Paul Rivoche, Craig Rousseau, Wilfredo Torres, Joe Prado; Farben: Tony Aviña, Allen Passalaqua, Paul Rivoche, Alex Sinclair; aus dem Amerikanischen von Alexander Rösch; Prestige; Softcover: € 16,99; limitierter (333 Exemplare) Hardcover: € 29,-; 180 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Cover: Jose Luis Garcia-Lopez (SC), Laura Allred, Michael D. ‚Mike‘ Allred (HC)

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The Dark Knight

Der Titel The Dark Knight bezieht sich zwar auf Batman (und die bahnbrechende Erfolgscomicserie von Frank Miller), doch im Mittelpunkt des Films steht ganz sicher nicht Batman (und Frank Millers The Dark Knight Returns diente nicht als Inspirationsquelle). Den Film überstrahlt ohne Zweifel Heath Ledger, der den Joker so verstörend und erschreckend spielt, dass dagegen Jack Nicholsons Darstellung in Tim Burtons Batman eher an Caesar Romeros Kaspereien aus der albernen Batman-TV-Serie mit Adam West erinnern.

The Dark Knight

Zwar bekommt Ledgers Leistung einen leicht morbiden Beigeschmack, durch dessen seltsamen viel zu frühen Tod, und der Regisseur Christopher Nolan (der gemeinsam mit seinem Bruder Jonathan das Drehbuch schrieb und auch das Batmobil höchstpersönlich zusammenschraubte) packte den überlangen Film so voll, dass manche Komponenten (aber nicht Ledger!) sich zu neutralisieren drohen.

The Dark Knight

So ist Ledgers Joker längst nicht der einzige Schurke des Filmes, sehr ausführlich wird auch noch erzählt wie sich Aaron Eckhart als Staatsanwalt Harvey Dent in den janusköpfigen Two-Face verwandelt, Cillian Murphy hat einen überflüssigen Gastauftritt als Psycho-Vogelscheuche Scarecrow und die Idee mit den Batman-Nachahmern, die dem echten Fledermausmann das Leben schwer machen, spielt zumindest am Anfang des – wie gesagt überlangen – Filmes noch eine gewisse Rolle.

The Dark Knight

Ein schlechter Film ist The Dark Knight nun gewiss nicht (und ein erfolgloser ganz sicher auch nicht). Doch die Nolans packen das Ding so voll mit Nebenhandlungen, endlosen Verfolgungsjagden und ach so interessanten mühsam in den Film gequetschten Einfällen, dass zumindest ich mir gegen Ende des Filmes das Ende des Filmes sehnlichst herbeiwünschte. Doch all dies schmälert in keinster Weise Heath Ledgers beeindruckende Performance. Noch nie war ein Blockbuster-Schurke so spürbar bedrohlich.

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